Was geschah im Mai 1926

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Wetterstationen Mai 1926

1.5.1926, Samstag

Die britischen Bergarbeiter legen in allen Zechen die Arbeit nieder, weil am 30. April die Tarifverhandlungen ergebnislos abgebrochen worden sind. Die Gewerkschaften und die Arbeitgeber konnten keine Einigung über die Senkung der Löhne und die Festsetzung von Minimallöhnen für die Bergarbeiter erzielen.

Der Internationale Gewerkschaftsbund hat dazu aufgerufen, am 1. Mai für den Achtstundentag, das Mitbestimmungsrecht in der Industrie und einen dauernden Weltfrieden zu demonstrieren.

Der neue Dampfer “Rheinland”, der erste neugebaute Rheindampfer seit dem Weltkrieg, unternimmt seine erste Fahrt.

Die Deutsche Lufthansa AG nimmt die erste Nachtfluglinie auf, sie führt von Berlin nach Königsberg mit einem Anschluss nach Moskau. Der Pilot orientiert sich an Signalfeuern.

2.5.1926, Sonntag

Im Frankfurter Römer wird die Ausstellung “Frankfurt – Amerika” eröffnet. Sie zeigt die Geschichte der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen der Stadt Frankfurt am Main und den USA.

Drei leichte Erdstöße wurden in der Nacht zum 2. Mai in Süddeutschland verspürt. Ein Heuschober ist eingestürzt.

Die Staatsoper Unter den Linden in Berlin wird wegen Baufälligkeit des Bühnenhauses geschlossen, geplant sind Anbauten an beiden Seiten.

3.5.1926, Montag

In Großbritannien beginnt ein Generalstreik, an dem sich neben den Bergarbeitern die Drucker, Eisenbahner, Transport-, Eisen- und Stahlarbeiter, die Bau-, Chemie- Gas- und Elektrizitätsarbeiter beteiligen.

Während einer Aufführung des Lustspiels “Der fröhliche Weinberg” des deutschen Schriftstellers Carl Zuckmayer in Halle kommt es zu einem Theaterskandal: Von außerhalb angereiste Störer, die im ersten Akt ununterbrochen johlen und pfeifen, werden von der Polizei des Hauses verwiesen.

In einigen preußischen Gefängnissen erhalten die Gefangenen durch gute Führung Milderungen im Strafvollzug.

4.5.1926, Dienstag

Die deutsche und die dänische Regierung heben den Visumzwang bei Grenzübertritten auf. Die Regelung tritt am 20. Mai in Kraft.

Die Uraufführung der Tragödie “Medea” des deutschen Schriftstellers Hans Henny Jahnn findet am Staatlichen Schauspielhaus in Berlin statt.

Der Kongress von Nicaragua ruft den Ausnahmezustand aus, weil einige liberale Offiziere gegen die Diktatur Emiliano Chamorros einen Aufstand unternommen haben.

5.5.1926, Mittwoch

Der deutsche Reichspräsident Paul von Hindenburg erlässt eine neue Flaggenverordnung. Die deutschen Auslandsvertretungen müssen neben der schwarz-rot-goldenen Reichsflagge auch die schwarz-weiß-rote Handelsflagge, die nur in einer Ecke die Farben der Weimarer Republik zeigt, hissen.

Im Rotterdamer Hafen bricht ein Großfeuer aus, es verbrennen u.a. 4000 Tonnen Chilesalpeter. Der Schaden beläuft sich auf etwa eine Million Gulden.

Die deutsche Erstaufführung der Komödie “Krieg der Frauen” von dem französischen Schriftsteller Honoré de Balzac findet im Frankfurter Schauspielhaus statt.

6.5.1926, Donnerstag

Der Deutsche Reichstag lehnt mit 236 gegen 142 Stimmen den Gesetzesentwurf zur Enteignung der im Kaiserreich regierenden Fürsten ab. Die Ablehnung bedeutet, dass im Juni das Volksbegehren über die Fürstenenteignung durchgeführt wird.

Der österreichische Arzt und Psychoanalytiker Sigmund Freud wird vom Wiener Gemeinderat zum Ehrenbürger der Stadt Wien ernannt.

Die Verhandlungen zwischen Frankreich, Spanien und den Rifkabylen, die einen Aufstand gegen die französisch-spanische Herrschaft in Marokko unternommen haben, werden ergebnislos abgebrochen.

Die Transportarbeiter von Antwerpen (Belgien) haben beschlossen, die Ausfuhr von Kohle nach Großbritannien zu verhindern. Sie wollen damit die streikenden Bergarbeiter in Großbritannien unterstützen.

7.5.1926, Freitag

Die Schriftsteller Thomas Mann, Gerhart Hauptmann, Arno Holz, Hermann Stehr und Ludwig Fulda erhalten einen Ruf in die neugegründete Sektion für Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste.

Der Bundesausschuss des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes beschließt, die streikenden Bergarbeiter in Großbritannien zu unterstützen. Die Sammlungen und Spenden erbringen eine Summe von mehr als 1,1 Millionen Reichsmark.

Nachdem es in der Nacht zum 7. Mai in einigen Vierteln von Damaskus (Syrien) erneut zu Kämpfen zwischen den Drusen und Franzosen gekommen ist, bombardieren die Franzosen Damaskus. 500 Zivilisten werden getötet und 300 Häuser zerstört.

Das Deutsche Reich und Spanien schließen einen Handelsvertrag. Das Deutsche Reich gewährt Spanien die Meistbegünstigung bei Einfuhrzöllen, Wein und Südfrüchte können billiger importiert werden. Die Exportartikel der deutschen Industrie erhalten 20 Prozent Zollermäßigung.

8.5.1926, Samstag

Die “Große Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen” (Gesolei) wird in Düsseldorf eröffnet. Sie verzeichnet einen großen Besucherandrang.

Die Vossische Zeitung beginnt mit dem Abdruck des autobiographischen Romans “Meine Universitäten” (1922) von dem sowjetischen Schriftsteller Maxim Gorki. Eine deutsche Buchausgabe erscheint erst 1953.

9.5.1926, Sonntag

Die Amerikaner Richard Evelyn Byrd und Floyd Bennett überfliegen als erste den Nordpol. Ihre Angaben lassen sich allerdings nicht überprüfen.

Die Konferenz der Gewerkschaftsinternationale in Ostende stellt sich geschlossen hinter die streikenden Bergarbeiter in Großbritannien. Sie fordert die Gewerkschaftsmitglieder auf, den Kohlenexport nach Großbritannien zu behindern und die Streikenden finanziell zu unterstützen.

Die nordfranzösischen Kohlengrubenbesitzer und die Arbeitervertreter beschließen ein neues Lohnabkommen, womit ein drohender Streik abgewendet wird. Die Arbeiter erhalten ab 15. Mai 10% mehr Lohn und eine Erhöhung des Teuerungszuschlags um 15%.

Die Deutsche Erdöl AG zahlt erstmals seit der Inflationszeit eine Dividende, sie beläuft sich auf 4%.

Der amerikanische Schriftsteller Sinclair Lewis hat die Annahme des Pulitzerpreises verweigert, der ihm für seinen Roman “Arrowsmith” (1925) zuerkannt wurde. Er lehnt Literaturpreise ab, weil sie eine Bewertungsinstanz darstellen, gegen die sich kein Schriftsteller zur Wehr setzen kann.

11.5.1926, Dienstag

Die Berliner Polizei deckt einen rechtsgerichteten Zirkel auf, der einen Putsch zur Errichtung der Diktatur vorbereitet hat.

Ein Frosteinbruch in Süd- und Mitteldeutschland hat in der Nacht zum 11. Mai Schäden an Kartoffeln, Bohnen und Weinreben angerichtet.

12.5.1926, Mittwoch

Die deutsche Reichsregierung unter Reichskanzler Hans Luther tritt zurück, da der Reichstag einem Missbilligungsantrag der DDP gegen die Regierung zugestimmt hat.

Der Generalrat des Britischen Gewerkschaftsausschusses bricht den Generalstreik ab, um neue Verhandlungen zwischen den Bergarbeitern und den Bergwerksbesitzern zu ermöglichen. Der Streik der Bergarbeiter dauert weiter an.

Der Norweger Roald Amundsen und der Italiener Umberto Nobile überfliegen in dem Luftschiff “Norge” den Nordpol.

13.5.1926, Donnerstag

Der polnische Marschall Jósef Klemens Pilsudski, der am 12. Mai mit 15 Regimentern nach Warschau marschiert ist, entscheidet die Kämpfe mit regierungstreuen Truppen für sich.

14.5.1926, Freitag

Konrad Adenauer, Oberbürgermeister von Köln, lehnt es ab, nach dem Rücktritt der deutschen Reichsregierung eine neue Regierung zu bilden, weil die DVP seinen Vorschlag zurückgewiesen hat, eine große Koalition zu bilden.

Im Kreis Flensburg ist die erste dänische Privatschule gegründet worden. Nach einem Erlass der preußischen Regierung darf die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein eigene Schulen betreiben.

Der Deutsche Reichstag verabschiedet in dritter Lesung eine Reform des Abtreibungsparagraphen 218.

Das Deutsche Reich und Schweden schließen einen Handelsvertrag ab.

15.5.1926, Samstag

Der deutsche Reichspräsident Paul von Hindenburg betraut Reichsjustizminister Wilhelm Marx (Zentrum) mit der Führung der Geschäfte des Reichskanzlers.

Marschall Jósef Klemens Pilsudski wird nach seinem erfolgreichen Putsch gegen die polnische Regierung Kriegsminister.

16.5.1926, Sonntag

Vom 16. Mai bis zum 6. Juni findet im Hessischen Landesmuseum in Kassel eine Luftfahrtausstellung statt.

Eine außerordentliche Tagung des deutschen Schriftstellerverbandes beginnt in Freudenstadt, sie geht bis zum 20. Mai. Die Redner sprechen sich gegen das geplante Gesetz zur Bewahrung der Jugend vor Schund- und Schmutzschriften aus, weil die Begriffe nicht eindeutig definiert seien und die Gefahr von Zensur bestehe.

17.5.1926, Montag

Der deutsche Reichspräsident Paul von Hindenburg ernennt Wilhelm Marx (Zentrum) zum neuen Reichskanzler.

Bei einem Attentat auf die US-amerikanische Botschaft in Buenos Aires entsteht Sachschaden.

Oberitalien wird von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht, der Po, die Etsch und der Comer See sind über die Ufer getreten. Die Schäden für die Landwirtschaft belaufen sich auf mehrere Millionen Lire.

18.5.1926, Dienstag

In Genf beginnt die vom Völkerbund einberufene vorbereitende Abrüstungskonferenz. Delegierte aus 20 Ländern beraten über die Frage von Abrüstung und Sicherheit.

Das deutsche Reichsgericht hat erstmals entschieden, dass literarische Werke, die vom Rundfunk übertragen werden, urheberrechtlich geschützt sind. Das Gericht gibt damit den Klagen der Schriftsteller Gerhart Hauptmann (Deutsches Reich) und Hugo von Hofmannsthal (Österreich) auf Schadenersatz wegen unbefugter Ausstrahlung ihrer Werke nach.

19.5.1926, Mittwoch

In seiner Regierungserklärung bekennt sich der neue deutsche Reichskanzler Wilhelm Marx dazu, an der umstrittenen Flaggenverordnung festzuhalten.

Die Verhandlungen zwischen Großbritannien und Frankreich über die Rückzahlung der Schulden aus dem Weltkrieg sind gescheitert.

In Südtirol sind alle Flüsse über die Ufer getreten, das Hochwasser hat vier Orte überschwemmt.

20.5.1926, Donnerstag

In Belgien wird die neue Regierung unter Henri Jaspar vereidigt. Am 6. Mai hat die alte Regierung ihren Rücktritt eingereicht. Die Regierungskrise wurde durch Finanzprobleme ausgelöst, mehrere Minister wandten sich dagegen, einen Kredit bei der Nationalbank aufzunehmen, weil dadurch eine Inflation ausgelöst werde.

In Berlin wird der Film “Wehe, wenn sie losgelassen” von dem Regisseur Carl Froelich uraufgeführt. Henny Porten glänzt in einer Doppelrolle: Sie verkörpert eine Dame der Berliner Gesellschaft und deren Dienstmädchen.

In Heggen bei Attendorn ist eine neue Tropfsteinhöhle entdeckt worden, den Eingang legte eine Sprengung frei.

Eine Explosion in einer Pulverfabrik in Haßloch (Bayern) zerstört den größten Teil des Gebäudes. Das Unglück fordert elf Todesopfer, der Schaden beläuft sich auf eine Million Reichsmark.

21.5.1926, Freitag

Die faschistische Partei Italiens verbietet es Mädchen und Frauen, die Uniform des Faschismus, das schwarze Hemd, zu tragen. Das Schwarzhemd symbolisiere den Kampfgeist der Partei und stehe daher Frauen, die sich karitativen Aufgaben widmen sollen, nicht zu.

Kinderarbeit ist in verschiedenen Industrien der USA weit verbreitet, vor allem in der Tabakindustrie im Süden und Nordosten.

Die große Berliner Kunstausstellung wird eröffnet. Sie zeigt u.a. Werke der Bauhaus-Künstler Wassily Kandindsky und Paul Klee.

In Berlin findet die Uraufführung des expressionistischen Dramas “Das trunkene Schiff” von dem deutschen Schriftsteller Paul Zech statt. Der Regisseur Erwin Piscator bezieht den Film in die Inszenierung mit ein, das Bühnenbild stammt von George Grosz.

In Münster wird die Tanzdichtung “Tanztragödie” von dem deutschen Tänzer und Choreographen Kurt Jooss uraufgeführt.

22.5.1926, Samstag

Das deutsch-französische Luftfahrtabkommen tritt in Kraft. Es befreit das Deutsche Reich von den Einschränkungen im Luftschiffbau, die der Versailler Friedensvertrag festlegte. Das Abkommen rettet u.a. die Zeppelin-Werke in Friedrichshafen. Am 26. Mai wird die Flugstrecke Berlin- Paris eröffnet.

Der Wiener Hungerkünstler Fred Ellern stellt einen Weltrekord auf: Er hat 46 Tage und sechs Stunden in einem Glaskasten gehungert.

23.5.1926, Sonntag

In Clermont-Ferrand beginnt ein Parteitag der französischen Sozialisten (bis 26. Mai). Die Delegierten lehnen eine Beteiligung der Sozialisten an einer bürgerlichen Regierung und eine Einheitsfront mit den Kommunisten ab. Sie fordern eine striktere Befolgung des Fraktionszwangs im Parlament.

Der Rote Frontkämpferbund, eine auf Initiative der KPD gegründete Kampforganisation gegen Militarismus und Faschismus, kommt in Berlin zu seinem zweiten Reichstreffen zusammen. Die Kundgebung mit 30 000 Teilnehmern verläuft friedlich.

24.5.1926, Montag

Der Ausbruch des Vulkans Tokachi auf der japanischen Insel Hokkaido fordert 150 Todesopfer. Ein Dorf ist von den Schwefel- und Lavamassen verschüttet worden. Der von einem Erdbeben begleitete Vulkanausbruch löst Springfluten aus.

Der finnische Läufer Paavo Nurmi stellt in Berlin mit 8:25,4 Minuten einen Weltrekord über 3000 m auf.

25.5.1926, Dienstag

Die Regierung der Türkei beschließt, ab 1927 den christlichen Kalender einzuführen. In der Türkei gilt der islamische Kalender. Auf den 31. Dezember 1324 wird Neujahr unmittelbar der 1. Januar 1927 folgen.

Die italienische Regierung will die Villa San Martino auf Elba restaurieren, in der Napoleon I., Kaiser von Frankreich, während seiner Verbannung 1814/15 lebte.

Ein Eisenbahnunglück auf dem Münchner Ostbahnhof fordert 28 Todesopfer und 167 Verletzte. Ein mit Ausflüglern besetzter Personenzug ist auf einen vor dem Bahnhof haltenden Zug aufgefahren.

26.5.1926, Mittwoch

Der mexikanische Präsident Plutarco Elias Calles unterzeichnet das Nationalisierungsgesetz, das sämtliche Bodenschätze des Landes zum Staatseigentum erklärt. Die Verfügung wendet sich gegen die Ausbeutung der mexikanischen Bodenschätze durch ausländische Kapitalgeber.

Der Gerichtshof in Budapest fällt das Urteil im Frankenfälscherprozess, die Hauptangeklagten Prinz Ludwig Windischgrätz und der Landespolizeichef Emmerich Nadossy werden zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Gericht billigt ihnen patriotische Motive zu.

Der marokkanische Emir Abd El Krim, der Führer des Aufstands der Rifkabylen gegen die spanische und französische Herrschaft in Marokko, ergibt sich. Nach dem Abbruch der Friedensverhandlungen am 6. Mai haben französische und spanische Truppen eine erfolgreiche Offensive begonnen. Die Kapitulation beendet den Krieg.

27.5.1926, Donnerstag

In Großbritannien wird der Kohleverbrauch eingeschränkt, weil noch kein Ende des Streiks der Bergarbeiter abzusehen ist. Die Fabriken dürfen nur noch die Hälfte des Normalbedarfs an Kohle verbrauchen.

Der deutsche Schriftsteller Gerhart Hauptmann lehnt es ab, Mitglied der Sektion Dichtkunst an der preußischen Akademie der Künste zu werden, weil es “eine bewusste Führung auf dem Gebiete der Dichtkunst nicht gebe”.

28.5.1926, Freitag

General Manuel de Oliveira Gomes da Costa gelangt in Portugal durch einen Militärputsch an die Macht und setzte die republikanische Verfassung außer Kraft.

Die Uraufführung der Ballette “Don Morte” und “Die Vogelscheuche” von dem Schweizer Tänzer und Choreographen Max Terpis (eigtl. Max Pfister) findet in Berlin statt. Das Orchester dirigiert Erich Kleiber.

29.5.1926, Samstag

Der Dritte Internationale Sozialistische Jugendkongress geht in Amsterdam zu Ende. Die Delegierten fordern u.a. ein Arbeitsverbot für schulpflichtige Jugendliche, das Verbot von Akkord- und Nachtarbeit für Jugendliche und einen bezahlten Urlaub bis zum 18. Lebensjahr. Im Anschluss an die Konferenz wird der Internationale Verband für sozialistische Studien gegründet.

30.5.1926, Sonntag

Vom 30. Mai bis 6. Juni tagt in Paris der 10. Kongress des Weltbundes für das Frauenstimmrecht. Teilnehmerinnen aus 40 Ländern beraten über Möglichkeiten zur Durchsetzung der Gleichberechtigung.

Die Junkersflugwerke in Dessau haben 700 Arbeiter entlassen und wollen weiteren 800 Beschäftigten kündigen, Das Werk hat 18 Millionen Reichsmark (RM) Schulden, vor allem, weil es zum Flugzeugbau spezielle Aluminiumrohre verwendet, die nur gegen die Abnahme einer bestimmten Menge bezogen werden können.

31.5.1926, Montag

Jósef Klemens Pilsudski wird zum Staatspräsidenten von Polen gewählt, nimmt die Wahl jedoch nicht an.

An der Universität von Hannover hindern Studenten den Philosophieprofessor Theodor Lessing daran, seine Vorlesung zu halten.

Chroniknet