Was geschah im Mai 1928

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Wetterstationen Mai 1928

1.5.1928, Dienstag

Die ägyptische Regierung akzeptiert ein britisches Ultimatum und nimmt einen Gesetzentwurf zur Ausweitung des Demonstrations- und Versammlungsrechts zurück.

Bei den Maiumzügen in Warschau kommt es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Die Lufthansa nimmt den Flugverkehr von Berlin nach Moskau auf. Der Flug über Königsberg, Riga und Smolensk dauert 15 Stunden.

An den Aufmärschen der Gewerkschaften zum Maifeiertag beteiligen sich in Berlin rd. 500 000 Menschen. Der preußische Ministerpräsident Otto Braun (SPD) hält eine Rundfunkrede zum Thema “Die Ideenwelt des 1. Mai”.

2.5.1928, Mittwoch

Das Reichsgericht in Berlin lehnt den Antrag von Reichsinnenminister Waller von Keudell (DNVP) ab, den Roten Frontkämpferbund, eine der KPD nahestehende Organisation, zu verbieten.

Die französische Regierung unter Ministerpräsident Raymond Poincaré erklärt, sie sehe im Ergebnis der Parlamentswahlen eine Bestätigung ihrer Politik und beabsichtige, weiter im Amt zu bleiben.

Der Reichskohlenrat genehmigt eine Erhöhung der Kohlenpreise um durchschnittlich 13%.

Die Opelwerke kündigen den Bau eines Raketenflugzeugs in Zusammenarbeit mit den Raab-Katzenstein-Flugzeugwerken an. Das Flugzeug soll von dem Kunstflieger Antonio Raab gesteuert werden.

Papst Pius XI. spricht in einem Schreiben an die Stadtverwaltung von Rom seine Missbilligung von Sportwettkämpfen für Frauen in der Heiligen Stadt aus.

3.5.1928, Donnerstag

Von Wien aus startet ein Zug von etwa 200 Personen, überwiegend Arbeitslose, zu einem Fußmarsch nach Äthiopien. Der Führer der Sekte, Peter Waller, will dort das Reich Mora gründen. Das Unternehmen scheitert Anfang Juni, da der Zug wegen Paßproblemen nicht die italienische Grenze überschreiten darf.

Das Drama “Siegfried” von Jean Giraudoux, in dem sich der Autor mit der Entwicklung im Nachkriegsdeutschland auseinandersetzt, wird in Paris uraufgeführt (Regie: Louis Jovet).

In Wien wird der ehemalige ungarische Volkskommissar für Unterricht, Georg Lukács, verhaftet, nachdem er sich freiwillig der Polizei gestellt hatte. Lukács unterhielt Verbindungen zu dem in Österreich gesuchten ungarischen Kommunisten Béla Kun.

In der nordostchinesischen Stadt Tsinan kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen chinesischen und japanischen Soldaten.

4.5.1928, Freitag

Ein missglücktes Attentat auf einen sowjetischen Diplomaten in Warschau ruft bei der Sowjetregierung scharfe Reaktionen hervor.

König Aman Ullah von Afghanistan trifft zu einem Besuch der Sowjetunion in Moskau ein. “Wir begrüßen den Vertreter und das Oberhaupt eines Staates, mit welchem der Sowjetstaat durch die Bande enger Freundschaft verbunden ist”, heißt es in der parteiamtlichen “Prawda”.

Die faschistische italienische Regierung spricht in einer Antwortnote an US-Außenminister Frank Billings Kellogg ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Teilnahme an einem Kriegsächtungspakt aus.

Die Farmer Bill, mit der den Landwirten Hilfeleistung gewährt werden soll, wird vom US-Repräsentantenhaus in Washington gebilligt. Das Gesetz tritt wegen eines Vetos von Präsident Calvin Coolidge jedoch nicht in Kraft.

5.5.1928, Samstag

In einem Fememordprozess in Stettin werden gegen drei Angeklagte Zuchthausstrafen ausgesprochen.

Reichsaußenminister Gustav Stresemann und der US-Botschafter in Berlin, Jacob Gould Schurman, werden mit der Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg ausgezeichnet.

Das Deutsche Reich und die USA schließen einen Schiedsvertrag, mit dem ein Verfahren zur friedlichen Beilegung von bilateralen Konflikten vereinbart wird.

In Berlin wird die Ausstellung “Die Ernährung” eröffnet (bis 12.8.).

Die Filmkomödie “Wie heirate ich meinen Chef” des Regisseurs Erich Schönfelder mit Harry Holm und Helene Hallier wird in Berlin uraufgeführt.

6.5.1928, Sonntag

Die Fußball-Nationalmannschaft der Schweiz besiegt die niederländische Elf in einem Länderspiel in Basel 2:1.

Der deutsche Kugelstoßer Emil Hirschfeld stellt bei einem Trainingskurs in Ettlingen mit 15,79 m einen Weltrekord auf.

Das Automobil-Langstreckenrennen in Targa Florio gewinnt Albert Divo (Frankreich) auf Bugatti. Er erreicht auf dem 540 km langen Kurs eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 73,478 km/h.

Die österreichische Nationalmannschaft schlägt bei einem Länderspiel das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (heute Jugoslawien) in Wien 3:0. Am gleichen Tag erreicht eine zweite österreichische Auswahl in Budapest gegen Ungarn ein 5:5.

In Wiesbaden werden zwei Kurzopern und eine Operette des Komponisten Ernst Krenek, “Das geheime Königreich”, “Der Diktator” und “Schwergewicht”, uraufgeführt.

7.5.1928, Montag

Die Landsgemeinde des schweizerischen Kantons Uri beschließt, Abstimmungen über Gesetze und die Wahl der Behörden nicht länger, wie seit etwa 500 Jahren üblich, unter freiem Himmel, sondern per Urnenabstimmung durchzuführen.

Die britischen Frauen erhalten das aktive und passive Wahlrecht nach Vollendung des 21. Lebensjahrs und werden damit den Männern gleichgestellt.

8.5.1928, Dienstag

Die brasilianische Regierung lehnt ein Angebot des Völkerbundes auf Wiedereintritt ab. Brasilien hatte den Völkerbund 1926 – ebenso wie Spanien – verlassen, weil es infolge des Beitritts des Deutschen Reichs keine Aussicht auf einen ständigen Sitz im Völkerbundsrat hatte.

In Italien werden die katholischen Pfadfinderverbände von der faschistischen Regierung aufgelöst.

9.5.1928, Mittwoch

José Particio Guggiari, der Kandidat der Liberalen, wird zum Staatspräsidenten von Paraguay gewählt. Er tritt sein Amt am 15. August an.

10.5.1928, Donnerstag

In Düsseldorf wird das Stück “Heroische Leidenschaften” von Erwin Guido Kolbenheyer uraufgeführt, ein Beispiel völkischen Theaters.

Der Kapitän der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft, Harry Denis, wird zum Sprecher des Eids bei den Olympischen Spielen in Amsterdam gewählt.

11.5.1928, Freitag

In New York wird das erste Fernsehprogramm mit einem regulären Zeitplan ausgestrahlt: Es wird dienstags, donnerstags und freitags jeweils eine halbe Stunde gesendet.

Richard Strebinger, der am 26. November 1927 ein missglücktes Attentat auf den Wiener Bürgermeister Karl Seitz unternommen hat, wird in Wien zu zwei Jahren Kerker verurteilt.

12.5.1928, Samstag

In Italien wird ein neues Wahlgesetz verabschiedet. Die 400 Abgeordneten des Parlaments werden künftig nach Vorschlägen der korporativen Kammern vom Faschistischen Großrat ausgewählt und auf eine Einheitsliste gesetzt, die vom Wähler lediglich insgesamt bestätigt oder abgelehnt werden kann.

In Köln wird die internationale Presseausstellung “Pressa”, die größte Schau ihrer Art, eröffnet.

Der Film “Zuflucht” des Regisseurs Carl Froelich mit Henny Porten wird in Berlin uraufgeführt.

Der US-amerikanische Sportler Emerson Spencer stellt in Palo Alto (USA) mit 47,0 sec einen Weltrekord im 400-m-Lauf auf.

13.5.1928, Sonntag

Der deutsche Botschafter in Moskau, Ulrich Carl Christian Graf von Brockdorff-Rantzau, stattet den im Zusammenhang mit dem Schachty-Prozess inhaftierten deutschen Ingenieuren einen Besuch ab.

14.5.1928, Montag

Ein ärztliches Bulletin berichtet über eine Erkrankung von Reichsaußenminister Gustav Stresemann.

Der Schweizer Völkerrechtslehrer Max Huber wird in Genf zum neuen Präsidenten des Roten Kreuzes ernannt. Er ist Nachfolger des kürzlich verstorbenen Gustave Ador.

15.5.1928, Dienstag

In Berlin wird die Revue “Es liegt in der Luft” von Marcellus Schiffer und Mischa Spoliansky uraufgeführt.

Im Rahmen der “Pressa” wird der drahtlose Fernsprechverkehr zwischen dem Deutschen Reich und Argentinien aufgenommen. Das erste Gespräch rührt der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer.

Die Uraufführung der Operette “Prinzessin Ti-Ti-Pa” von Robert Stolz findet in Wien statt.

Der neue Luxuszug der Reichsbahn, “Rheingold”, startet zu seiner ersten regulären Fahrt.

Der Ruhrbergbau legt innerhalb einer Woche rd. 76 000 Feierschichten ein, das ist zehnmal mehr als in der Vorwoche. Die Bergbaugesellschaften nehmen Entlassungen vor.

Der totgeglaubte deutsche Innerasien-Forscher Wilhelm Filchner, der 1926 zu einer Expedition aufgebrochen ist, meldet aus Tibet, dass er sein umfangreiches Arbeitsprogramm zur Erforschung unbekannter Gebiete Tibets erfolgreich abgeschlossen habe.

16.5.1928, Mittwoch

Christi Himmelfahrt. General Tschang Tso-lin verlässt vorübergehend Peking, das u.a. von den anrückenden Truppen des Kuomintang-Militärführers Chiang Kai-shek bedroht wird.

In Berlin wird die Dachorganisation aller filmschaffenden Künstler des Reiches gegründet, die u.a. die Interessen der in der Filmindustrie Beschäftigten gegenüber den Filmkonzernen vertreten will.

17.5.1928, Donnerstag

Das 25-Jährige Bestehen des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs (ADAC) wird in Eisenach gefeiert.

Die Vorwettkämpfe zu den Olympischen Spielen in Amsterdam – im Hockey und Fußball – werden eröffnet.

18.5.1928, Freitag

Der tschechische Außenminister Eduard Bene trifft zur Besprechung von Fragen der internationalen Beziehungen in Berlin ein. Wegen der schweren Erkrankung von Reichsaußenminister Gustav Stresemann konferiert Bene mit Staatssekretär Carl von Schubert.

In Moskau wird der Schachty-Prozess eröffnet. Den sowjetischen und deutschen Angeklagten wird Sabotage vorgeworfen.

Die schweizerische Bundesregierung weist einen Antrag, die Verfassung der Eidgenossenschaft so auszulegen, dass auch Frauen das Stimmrecht zustehe, als haltlos zurück.

In Berlin wird der Grundstein für den Erweiterungsbau der Reichskanzlei im Beisein von Reichspräsident Paul von Hindenburg gelegt.

In Berlin wird der Film “Anna Karenina” nach dem Roman von Leo N. Tolstoi mit Greta Garbo in deutscher Erstaufführung gezeigt. Entgegen der US-amerikanischen Fassung enthält die deutsche Version kein Happy-End. In der Kritik wird die Garbo überschwenglich gelobt als “herrlich, berauschend, betörend”.

Der deutsche Meister im Schwergewichtsboxen, Max Schmeling, reist in die USA, um dort an Profiwettkämpfen teilzunehmen.

19.5.1928, Samstag

In der Antwortnote an US-Außenminister Frank Billings Kellogg erklärt die britische Regierung ihre Bereitschaft, an der Bewegung zum Abschluss eines Kriegsächtungsvertrags mitzuwirken, erhebt jedoch Vorbehalte in Hinsicht auf bereits geschlossene Verträge, insbesondere das Völkerbundsstatut und den Locarnopakt.

20.5.1928, Sonntag

Bei den Reichstagswahlen erleiden die bürgerlichen und die Rechtsparteien z.T. erhebliche Verluste, SPD und KPD können ihren Stimmenanteil steigern.

Bei den Landtagswahlen in Preußen, Württemberg, Bayern, Oldenburg und Anhalt erzielen die Linksparteien im allgemeinen Gewinne.

In Hamburg kommt es bei der Firma Stoltzenberg zu einem Giftgasskandal. An den Einwirkungen von hochgiftigem Phosgen, das im Weltkrieg als Kampfmittel verwendet worden ist, sterben neun Menschen. 150 Personen müssen in Krankenhäuser eingeliefert werden.

In einer Volksabstimmung sprechen sich die Schweizer dafür aus, das Recht zur Einbürgerung zu erweitern.

Die türkische Nationalversammlung in Ankara beschließt die Einführung arabischer Ziffern.

Im Rahmen der Ausstellung “Die technische Stadt” in Dresden werden als Attraktion Kugelhäuser gezeigt.

Die Japanerin Kinue Hitomi stellt mit 5,98 m in Osaka einen Weitsprung-Weltrekord auf.

21.5.1928, Montag

Der ehemalige griechische Ministerpräsident Eleftherios Weniselos, der sich 1924 aus der aktiven Politik zurückgezogen hat, erklärt in der Nacht zum 21. Mai in Athen, er sehe sich angesichts der innenpolitischen Situation in Griechenland gezwungen, wieder in die Politik zurückzukehren und die Leitung der liberalen Partei zu übernehmen.

In London wird bekannt, dass Mahatma Gandhi, der sich seit einiger Zeit ins Privatleben zurückgezogen hat, wieder aktiv politisch tätig zu werden beabsichtigt. Gandhi will sich für die Versöhnung zwischen Hindus und Moslems in Indien einsetzen.

22.5.1928, Dienstag

Der Reichsverband der Automobilindustrie fordert die Bevölkerung auf, deutsche Fabrikate zu kaufen. 19,8% der Personenkraftwagen im Deutschen Reich liefern ausländische Unternehmen.

23.5.1928, Mittwoch

In der Nähe des Flughafens Köln stürzt ein Flugzeug ab und brennt völlig aus. Alle drei Insassen kommen ums Leben.

Bei einem Anschlag auf das italienische Konsulat in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires sterben 22 Menschen, 41 werden verletzt.

In Wilhelmshaven läuft der 6000-Tonnen-Kreuzer “Köln” – der dritte dieses Namens – in Anwesenheit des Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer vom Stapel.

US-Präsident Calvin Coolidge legt sein Veto gegen das Landwirtschaftsgesetz ein.

Der SPD-Funktionär Paul Levi fordert seine Partei dazu auf, im Reichstag in der Opposition zu verbleiben.

Das Opel-Raketenauto erreicht auf der Berliner Rennstrecke Avus mit Fritz von Opel am Steuer eine Geschwindigkeit von 230 km/h.

24.5.1928, Donnerstag

Die amtierende Reichsregierung unter Reichskanzler Wilhelm Marx erklärt, sie werde zunächst im Amt bleiben und erst am Tag vor dem Zusammentritt des Reichstags demissionieren. Die Bürgerblock-Koalition verfügt nach den Reichstagswahlen vom 20. Mai nicht mehr über eine Parlamentsmehrheit.

In Colmar werden vier elsässische Autonomisten wegen Bestrebungen zum Sturz der Regierung zu je einem Jahr Haft verurteilt.

Die Geschäftsleitung der I.G. Farben berichtet auf der Generalversammlung in Frankfurt am Main von technischen und wirtschaftlichen Erfolgen.

25.5.1928, Freitag

In Litauen wird eine autoritäre Verfassung verabschiedet, die dem diktatorisch regierenden Staatspräsidenten Antanas Smetona die Macht sichert.

Das Luftschiff “Italia” mit dem italienischen General Umberto Nobile an Bord stürzt bei einer Nordpolfahrt ab.

Der erste Probeflug mit einem raketenangetriebenen Gleitflugzeug wird in Wien gestartet.

Die Junkerswerke in Dessau feiern den Bau des 1000. Flugzeugs.

Die Fußball-Weltorganisation FIFA beschließt auf einer Tagung in Amsterdam, künftig regelmäßig Fußball-Weltmeisterschaften auszutragen. An ihnen sollen Berufsspieler und Amateure teilnehmen können.

26.5.1928, Samstag

In Ankara wird der türkisch-afghanische Freundschaftsvertrag unterzeichnet. Die beiden Staaten sichern sich gegenseitige Unterstützung im Falle eines Verteidigungskrieges zu.

Die japanische Regierung erklärt ihre Bereitschaft, sich an einem internationalen Pakt zur Ächtung des Krieges zu beteiligen.

27.5.1928, Sonntag

Die “Vossische Zeitung” veröffentlicht in ihrer Pfingstnummer eine Umfrage: “Die moderne Frau im Urteil des Mannes”. Die Mehrheit spricht sich für eine Berufstätigkeit der Frau aus.

28.5.1928, Montag

Joseph Goebbels, Mitglied der NSDAP-Fraktion im Reichstag, erklärt in einem Artikel in der Zeitschrift “Angriff”, er sehe sich durch seine Rolle als Abgeordneter nicht an die parlamentarischen Spielregeln gebunden.

In Berlin geht das Reichstreffen des Roten Frontkämpferbundes, eines der KPD nahestehenden Verbandes, mit 50 000 auswärtigen Teilnehmern zu Ende (seit 26.5.). Es kam im Verlauf des Pfingsttreffens vereinzelt zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Der russisch-sowjetische Schriftsteller Maxim Gorki, der sich jahrelang im Ausland aufgehalten hat, wird bei seiner Rückkehr in Moskau von seinen Landsleuten begeistert empfangen.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft schlägt die schweizerische Auswahl in Amsterdam 4:0.

29.5.1928, Dienstag

Im Rahmen der “Pressa”-Ausstellung in Köln wird ein erstes telefonisches Funkgespräch mit Niederländisch-Indien geführt.

30.5.1928, Mittwoch

Im Palazzo Chigi in Rom unterzeichnen der italienische Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini und der türkische Botschafter in Rom, Suad Bei, einen Neutralitäts-, Vergleichs- und Schiedsvertrag. Sie verpflichten sich, keinem politischen und wirtschaftlichen Bündnis beizutreten, das gegen den jeweils anderen Vertragspartner gerichtet ist.

Das Automobil-Langstreckenrennen in Indianapolis (USA) gewinnt Louis Meyer (USA) auf Miller mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 160,1 km/h.

31.5.1928, Donnerstag

In Großbritannien wird die neue südafrikanische Flagge, die den Union Jack nur als kleines Emblem neben anderen enthält, am Union Day erstmals auf öffentlichen Gebäuden gehißt.

Reichspräsident Paul von Hindenburg empfängt den Reichstagspräsidenten Paul Löbe, um erste Gespräche über eine mögliche Regierungsbildung nach den Reichstagswahlen vom 20. Mai zu führen.

Chroniknet