Was geschah im Mai 1945

  • < 1944
  • 5.1945
  • 1946 >

Wetterstationen Mai 1945

1.5.1945, Dienstag

Vor dem Bunker der Reichskanzlei in Berlin begehen der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels, und seine Ehefrau Magda Selbstmord.

Der Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine, Großadmiral Karl Dönitz, gibt in einer Rundfunkansprache seine Ernennung zum Reichspräsidenten bekannt und spricht sich für eine Fortsetzung des Krieges im Osten aus.

Sowjetische Truppen stürmen im Stadtzentrum Berlins die Reichskanzlei; sie finden im Garten des Gebäudes die verkohlte Leiche des ehemaligen Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels.

Aus Anlass des Maifeiertags gibt der sowjetische Staats- und Parteichef Josef W. Stalin in Moskau über den Rundfunk bekannt, dass es nicht in der Absicht der UdSSR liege, Deutschland zu vernichten oder zu zerstückeln.

Die britische Besatzungsmacht in Deutschland ernennt Hinrich Wilhelm Kopf zum Regierungspräsidenten der Provinz Hannover.

Die provisorische französische Regierung gibt ihre Teilnahme an der gemeinsamen Besetzung und Verwaltung Deutschlands durch die alliierten Siegermächte bekannt.

Australische Marineverbände landen auf der japanisch besetzten Insel Tarakan vor der Nordostküste Borneos.

2.5.1945, Mittwoch

In den frühen Morgenstunden sprengt ein SS-Kommando in Berlin die Tunneldecke des S-Bahn-Tunnels unter dem Landwehrkanal, woraufhin weite Teile des Tunnelnetzes von U- und S-Bahn, in das sich Tausende von Menschen geflüchtet haben, überflutet werden.

Der deutsche Kampfkommandant von Berlin, General Helmuth Weidling, unterzeichnet die Kapitulation der ihm unterstehenden Truppen; die Schlacht um Berlin ist damit beendet.

Mitglieder einer von Walter Ulbricht geführten kommunistischen Initiativgruppe treffen zur Unterstützung der Sowjets in Berlin ein.

In der Nacht fliegen britische Bomberverbände den letzten Angriff auf das Deutsche Reich. Ziel sind die Hafenanlagen von Kiel.

Vom deutschen Marinestützpunkt Kristiansund (Norwegen) aus sticht das U-Boot U 977 zu einem der letzten Einsätze der deutschen Kriegsmarine gegen Großbritannien in See. Nach der Kapitulation der Wehrmacht setzt sich die Besatzung mit dem Boot nach Argentinien ab.

3.5.1945, Donnerstag

Unter dem Codewort “Regenbogen” erhalten alle schwimmenden Einheiten der deutschen Kriegsmarine den Befehl, sich im Fall der Kapitulation selbst zu versenken; dieser Befehl wird von dem seit dem 1. Mai als Reichspräsident amtierenden Großadmiral Karl Dönitz jedoch am folgenden Tag widerrufen.

Die deutschen Passagierdampfer “Cap Arcona” und “Thielbeck”, auf denen sich mehr als 7000 aus dem deutschen Konzentrationslager Neuengamme evakuierte Häftlinge befinden, werden von britischen Jagdbombern in der Neustädter Bucht vor Schleswig-Holstein versenkt. Nur etwa 200 Häftlinge können sich an Land retten.

Britische Truppen rücken in das zur “offenen Stadt” erklärte Hamburg ein.

Britische Streitkräfte besetzen die birmanische Hauptstadt Rangun.

Einheiten der US-amerikanischen Marineinfanterie landen auf der philippinischen Insel Mindanao.

4.5.1945, Freitag

Einheiten der US-Armee, die im Juli 1943 auf Sizilien und im Juni 1944 in der Normandie gelandet waren, treffen am Brenner in den Alpen zusammen.

Im Hauptquartier des britischen Feldmarschalls Bernard Law Montgomery in der Lüneburger Heide unterzeichnet Generaladmiral Hans Georg von Friedeburg die Kapitulation der deutschen Truppen in Dänemark, Nordwestdeutschland und in den Niederlanden.

Als erster deutscher Sender unter britischer Regie strahlt Radio Hamburg wieder ein Rundfunkprogramm aus.

In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen wird nach Unterzeichnung der deutschen Kapitulation eine provisorische Regierung gebildet.

5.5.1945, Samstag

Der vom Reichspräsidenten, Großadmiral Karl Dönitz, ernannte Außenminister Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk bildet in Flensburg eine geschäftsführende Reichsregierung.

Die am Vortag unterzeichnete Kapitulation der deutschen Besatzungstruppen in Dänemark tritt um 8 Uhr in Kraft.

In der tschechoslowakischen Hauptstadt Prag erheben sich Widerstandsgruppen gegen die deutsche Besatzung.

US-amerikanische Truppen befreien das Konzentrationslager Mauthausen bei Linz in Österreich.

Die schweizerische Regierung in Bern bricht die diplomatischen Beziehungen zum Deutschen Reich ab.

Die japanische Regierung wirft dem deutschen Botschafter in Tokio, Heinrich Stahmer, vor, das Deutsche Reich habe seine vertraglichen Verpflichtungen aus dem Antikominternpakt gegenüber Japan verletzt.

6.5.1945, Sonntag

Reichsführer SS Heinrich Himmler wird vom neuen Reichspräsidenten, Großadmiral Karl Dönitz, aus allen seinen Ämtern entlassen.

Reichsmarschall Hermann Göring versucht vergeblich, von Berchtesgaden (Oberbayern) aus mit dem Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa, General Dwight D. Eisenhower, in Kapitulationsverhandlungen zu treten.

Der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa, General Dwight D. Eisenhower, befiehlt den US-amerikanischen Truppen, ihren Vormarsch in Böhmen zu stoppen.

Sowjetische Truppen beginnen in Böhmen mit einer Großoffensive gegen die Reste der deutschen Heeresgruppe Mitte unter dem Befehl von General Ferdinand Schörner.

Die letzten deutschen Truppen der zur Festung erklärten schlesischen Stadt Breslau kapitulieren vor Einheiten der Roten Armee.

Der ehemalige deutsche Generalgouverneur in Polen, Hans Frank, wird in Norddeutschland aus einer Kolonne von Kriegsgefangenen heraus von britischen Soldaten festgenommen.

In Hannover findet unter Federführung von Kurt Schumacher die Wiedergründung des sozialdemokratischen Ortsvereins statt. Schumacher hatte mit den Vorbereitungen bereits im April begonnen.

7.5.1945, Montag

In Reims (Frankreich) unterzeichnen Generaloberst Alfred Jodl (Heer), Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg (Marine) und General Wilhelm Oxenius (Luftwaffe) die bedingungslose Kapitulation aller deutschen Streitkräfte.

Teilen der deutschen 9. und 12. Armee gelingt es beim Rückzug in Richtung Westen bei Tangermünde die Elbe zu überqueren und sich geschlossen in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft zu begeben.

Einheiten der sowjetischen 1. Weißrussischen und 1. Ukrainischen Front unter dem Befehl der Marschälle Georgi K. Schukow und Iwan S. Konew stoßen bis zur Elbe vor.

Die US-amerikanischen Truppen räumen die von ihnen gehaltenen Brückenköpfe am Ostufer der Elbe.

An der deutschen Nordseeküste werden Cuxhaven, Wilhelmshaven und Emden von britischen Truppen besetzt.

Vor dem Firth of Forth an der schottischen Küste gelingt dem deutschen U-Boot U 2336 mit der Versenkung zweier britischer Frachtschiffe der letzte deutsche Seesieg.

Die US-amerikanische Besatzungsmacht setzt den früheren Zentrumspolitiker Konrad Adenauer zum Oberbürgermeister von Köln ein.

Spanien bricht die diplomatischen Beziehungen zum Deutschen Reich ab.

8.5.1945, Dienstag

In einer Rundfunkansprache über den Sender Flensburg gibt der Reichspräsident, Großadmiral Karl Dönitz, sämtlichen deutschen Streitkräften den Befehl zur Kapitulation.

Nach Inkrafttreten der am Vortag in Reims (Frankreich) unterzeichneten deutschen Gesamtkapitulation begeben sich rund 7,5 Millionen deutsche Wehrmachtsangehörige in alliierte Kriegsgefangenschaft.

Der ehemalige Reichsluftfahrtminister und Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe, Reichsmarschall Hermann Göring, wird in Kitzbühel von Angehörigen der US-Armee gefangengenommen.

Der erfolgreichste deutsche Jagdflieger des Zweiten Weltkriegs, Major Erich Hartmann, startet vom Feldflugplatz in Brod im Reichsprotektorat Böhmen und Mähren zu seinem 1405. Feindflug. Mit dem Abschuss eines sowjetischen Jagdflugzeuges gelingt ihm der letzte deutsche Luftsieg in diesem Krieg.

In zahlreichen Staaten Europas feiert die Bevölkerung die deutsche Gesamtkapitulation. Auch in den USA begehen die Menschen das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa mit Freude und Erleichterung.

General Hermann Balck, Oberbefehlshaber der deutschen 6. Armee, vereinbart mit dem US-amerikanischen General M. C. Bridge, dass die Reste der deutschen 6. Armee sich von der Ostfront in westliche Richtung absetzen können.

In zahlreichen deutschen Städten haben sich politische Selbsthilfeorganisationen, sog. Antifaschistische Aktionsausschüsse, gebildet.

9.5.1945, Mittwoch

Kurz nach Mitternacht wird in der ehemaligen Festungspionierschule in Berlin-Karlshorst die Unterzeichnung der deutschen Gesamtkapitulation durch den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW), Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, wiederholt.

Die führenden Staatsmänner der alliierten Siegermächte des Zweiten Weltkriegs wenden sich aus Anlass der deutschen Kapitulation in Rundfunkansprachen an ihre Völker.

Die Besatzungen der letzten deutschen Stützpunkte auf den britischen Kanalinseln Guernsey und Jersey sowie von den Festungen an der französischen Atlantikküste strecken die Waffen.

Seit dem 6. Mai ist es der deutschen Kriegsmarine gelungen, rund 44 000 Flüchtlinge auf die der Danziger Bucht vorgelagerte Halbinsel Hela zu evakuieren.

10.5.1945, Donnerstag

US-Präsident Harry Spencer Truman genehmigt die Direktive “JCS-1067”, die Einzelheiten des US-Besatzungsregimes in Deutschland regelt. Sie bestimmt u.a., dass Deutschland nicht zum Zweck der Befreiung, sondern als besiegter Feindstaat besetzt worden sei.

Die deutschen Truppen in Kurland ergeben sich der Roten Armee.

Die tschechoslowakische Hauptstadt Prag wird von sowjetischen Truppen besetzt.

Das US-amerikanische Kriegsministerium in Washington gibt den bevorstehenden Abzug von zehn Millionen US-Soldaten aus Europa bekannt. Ein Teil von ihnen soll im pazifischen Raum gegen Japan zum Einsatz kommen.

11.5.1945, Freitag

Die letzten deutschen Truppen auf den Ägäischen Inseln und bei Dünkirchen kapitulieren.

Sowjetische Landungstruppen besetzen die dänische Insel Bornholm.

Die tschechoslowakische Exilregierung kehrt aus der britischen Hauptstadt London nach Prag zurück.

12.5.1945, Samstag

In München wird die Anordnung zur Verdunkelung aufgehoben, die seit dem 3. September 1939 in Kraft war. Sechs Tage später wird auch die Straßenbeleuchtung wieder in Betrieb genommen.

13.5.1945, Sonntag

Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW), Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, wird in Flensburg von britischen Soldaten verhaftet. Zu seinem Nachfolger wird Generaloberst Alfred Jodl, bisher Chef des Wehrmachtsführungsstabes, ernannt.

Als erster Rundfunksender nach Kriegsende im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands wird der “Berliner Rundfunk” in Betrieb genommen.

In Berlin wird von der sowjetischen Besatzungsmacht unter dem Parteilosen Arthur Werner ein erster Nachkriegsmagistrat eingesetzt.

14.5.1945, Montag

Die letzten deutschen Truppen in Ostpreußen (rund 150 000 Mann) ergeben sich der Roten Armee.

Britische Truppen besetzen die Nordseeinsel Helgoland.

15.5.1945, Dienstag

In Berlin erscheint mit der “Täglichen Rundschau” die erste reguläre Tageszeitung seit Kriegsende, sie wird von der sowjetischen Besatzungsmacht für die deutsche Bevölkerung in einer Auflage von 150 000 Exemplaren herausgegeben.

Ein Großteil der in Österreich vor den Briten kapitulierenden kroatischen Verbände wird an die dem Befehl von Marschall Josip Tito unterstehenden Partisanen ausgeliefert.

Die Badische Anilin- und Soda-Fabrik (BASF) in Ludwigshafen nimmt mit rund 800 Beschäftigten die Produktion wieder auf.

16.5.1945, Mittwoch

In Berlin finden in 30 Kinos erstmals seit Beendigung der Kampfhandlungen am 2. Mai wieder Filmvorführungen statt.

17.5.1945, Donnerstag

Der Berliner Oberbürgermeister Arthur Werner gibt die personelle Zusammensetzung des neuen Magistrats der Stadt bekannt.

18.5.1945, Freitag

Das Hauptquartier der britischen und US-amerikanischen Streitkräfte in Deutschland genehmigt die Entlassung aller deutschen Kriegsgefangenen, die älter als 50 Jahre sind.

Einheiten der 7. US-Armee entdecken in einem Eisenbahntunnel bei Salzburg einen aus 50 Waggons bestehenden Güterzug, der Schmuck und andere Wertgegenstände im Gesamtwert von mehreren Millionen US-Dollar geladen hat.

19.5.1945, Samstag

Alfred Rosenberg, der ehemalige Reichsminister für die besetzten Ostgebiete, wird in einem Marinelazarett in Flensburg Mürwik von britischen Soldaten verhaftet.

20.5.1945, Sonntag

In Berlin wird die Moskauer Zeit eingeführt. Die Uhren müssen zwei Stunden vorgestellt werden.

In Berlin findet im Bezirk Lichtenberg vor rund 10 000 Zuschauern das erste Fußballspiel seit Kriegsende statt.

Die ersten Sparkassen und Banken nehmen den Schalterbetrieb wieder auf.

Französische Truppen schlagen einen nationalistischen Aufstandsversuch in Algerien blutig nieder.

21.5.1945, Montag

Der deutsche Physiker Manfred Baron von Ardenne folgt einer Aufforderung zur Übersiedlung in die UdSSR.

Im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen werden wegen Typhusgefahr die letzten Häftlingsbaracken von britischen Soldaten abgerissen.

22.5.1945, Dienstag

In Berchtesgaden wird in einer Ausstellung ein Teil der von Reichsmarschall Hermann Göring in ganz Europa geraubten Kunstschätze gezeigt.

Die Abteilung für psychologische Kriegführung der US-amerikanischen Besatzungsmacht veröffentlicht in einer Direktive die Richtlinien für die künftige Medienpolitik der Vereinigten Staaten in Deutschland.

23.5.1945, Mittwoch

Die Mitglieder der geschäftsführenden Reichsregierung und des deutschen Oberkommandos der Wehrmacht werden von britischen Truppen in Flensburg verhaftet.

Der ehemalige Reichsführer SS Heinrich Himmler, der in der Uniform eines Feldwebels der deutschen Wehrmacht bei Lüneburg von britischen Truppen gefangengenommen wurde, begeht nach seiner Identifikation Selbstmord.

In der Hauptstadt Den Haag tritt das niederländische Exilkabinett zur ersten Sitzung nach seiner Rückkehr in die Heimat zusammen.

Julius Streicher, ehemaliger Herausgeber des antisemitischen Propagandablattes “Der Stürmer” und NS-Gauleiter von Franken, wird bei Berchtesgaden von US-Soldaten verhaftet.

In einer Waldhütte in Westfalen wird der ehemalige Reichskanzler Franz von Papen von britischem Militär verhaftet. Am selben Tag gelingt es kanadischen Marine-Einheiten, Arthur Seyß-Inquardt, zuletzt deutscher Reichskommissar der besetzten Niederlande auf einem deutschen Schnellboot festzunehmen.

In Allenstein übergeben Vertreter der Sowjetunion den südlichen Teil Ostpreußens polnischer Verwaltung.

Die der Labour Party angehörenden Minister der britischen Koalitionsregierung unter Premierminister Winston Churchill erklären ihren Rücktritt.

24.5.1945, Donnerstag

Carl Scharnagl wird von der US-amerikanischen Militärregierung zum Oberbürgermeister von München ernannt.

25.5.1945, Freitag

In Berlin einigt sich ein Kreis ehemaliger Vertreter des Zentrums und der Deutschen Demokratischen Partei auf die Gründung einer bürgerlichen Sammlungsbewegung, die den Namen Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDUD) erhalten soll.

Der Stadtrat der “Stadt des KdF-Wagens” beschließt in seiner ersten Sitzung seit Kriegsende die Umbenennung der Stadt in “Wolfsburg”.

Auf Druck der Westalliierten müssen die in Kärnten eingedrungenen jugoslawischen Partisanen Österreich verlassen.

26.5.1945, Samstag

Die US-amerikanische Luftwaffe beendet eine Serie von Angriffen auf Japans Hauptstadt Tokio. Dabei zerstören rund 750 000 Phosphorbomben 50% der bebauten Fläche der Stadt.

Die Berliner Philharmoniker geben im Titania-Palast in Berlin unter Leitung von Leo Borchard ihr erstes Nachkriegskonzert. Gespielt werden Werke von Peter Tschaikowski, Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy.

27.5.1945, Sonntag

Der jugoslawische Ministerpräsident Marschall Josip Tito, fordert die Angliederung des südlichen Teils von Kärnten an Jugoslawien.

Bei Berchtesgaden werden vom ehemaligen Reichsmarschall Hermann Göring geraubte Kunstschätze gesichert.

28.5.1945, Montag

Die US-amerikanische Militärverwaltung setzt in München unter Ministerpräsident Fritz Schäffer die erste bayerische Nachkriegsregierung ein.

Eine Direktive der US-Militärregierung in Deutschland unterscheidet zwischen aktiver und passiver Schuld der Deutschen an den Verbrechen, die während der NS-Zeit begangen wurden.

Königin Wilhelmina der Niederlande kehrt aus dem Londoner Exil in ihre Heimat zurück. Drei Tage später kehrt auch Håkon VII. nach Norwegen zurück.