Was geschah im Mai 1951

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1.5.1951, Dienstag

Der Sender Freies Europa, eine von den USA errichtete Rundfunkanstalt, nimmt in München seinen Betrieb auf.

Wie in Berlin und Köln finden in vielen Städten der Bundesrepublik zum 1. Mai Demonstrationen gegen die Wiederaufrüstung statt.

Das Genfer Opernhaus wird durch einen Brand nahezu vollständig zerstört. Das Feuer ist bei den Proben für die “Feuerzauber”-Szene in Wagners “Walküre” ausgebrochen.

In Berlin (Ost) werden der Lustgarten, der Schlossplatz und die Schlossfreiheit in Marx-Engels-Platz umbenannt.

2.5.1951, Mittwoch

Die Bundesrepublik Deutschland wird vollberechtigtes Mitglied im Europarat. Das Saarland bleibt noch assoziiertes Mitglied.

Jakob Kaiser, Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, eröffnet in München die Ausstellung “Deutsche Heimat im Osten”.

3.5.1951, Donnerstag

Mohammed Resa Pahlawi, Schah von Persien, unterzeichnet das Gesetz zur Verstaatlichung der Erdölindustrie, das damit in Kraft tritt.

Radio Belgrad beschuldigt Rumänien und Bulgarien, innerhalb der letzten 46 Stunden vier schwere Grenzzwischenfälle absichtlich herbeigeführt zu haben.

In London wird das “Britain-Festival”, eine Leistungsschau von Wirtschaft und Kultur, eröffnet.

4.5.1951, Freitag

Das Bundeskabinett leitet Maßnahmen zum Verbot der Sozialistischen Reichspartei (SRP) ein. Als Sofortmaßnahme verbietet es die “Reichsfront”, eine Ordnungstruppe der SRP.

Bundespräsident Theodor Heuss unterschreibt zwei Gesetze zur Neugliederung des Südwestraums der Bundesrepublik: Zum einen ein “Blitzgesetz”, das die Legislaturperiode der Landtage verlängert, und ein Gesetz, das die Volksabstimmung regelt.

5.5.1951, Samstag

Die USA und Island unterzeichnen ein Abkommen über den militärischen Schutz Islands. Ein Kontingent US-Sicherungstruppen fliegt zwei Tage später nach Island.

Die “Gruppe 47” spricht auf ihrer Tagung in Bad Dürkheim den von der MacCann Company gestifteten Dichterpreis von 1000 DM Heinrich Böll zu.

Über die 100-m-Brust-Strecke schwimmt der Sowjetrusse Leonid Meschkow in Moskau mit 1:06,5 min Weltrekord. Über 200 m in derselben Stilart erreicht die Ungarin Eva Szeleky mit 2:48,5 min ebenfalls einen Weltrekord.

6.5.1951, Sonntag

Ein sechsmotoriger Bomber der amerikanischen Luftwaffe stürzt während eines Sandsturms auf dem Militärflughafen Kirtland ab. Das Unglück fordert 21 Tote und drei Schwerverletzte.

Ein schweres Erdbeben zerstört die Städte Jucuapa und Chinameca in San Salvador. Mindestens 200 Menschen kommen ums Leben.

Mit orientalischem Glanz heiratet König Faruk I. von Ägypten in Kairo die 17-Jährige Narriman Sadek.

Die neonazistische SRP gewinnt bei den Landtagswahlen in Niedersachsen 16 Sitze. Auch international stößt das Ergebnis der Wahl auf besonderes Interesse.

7.5.1951, Montag

Der Bundesausschuss des DGB erklärt sich bereit, dem Schumanplan zuzustimmen. Voraussetzung sei, dass die Besatzungsmächte die Bestimmungen, die eine Gleichberechtigung in der Wirtschaft bisher verhinderten, aufheben.

Die Delegierten des IOC-Kongresses in Wien nehmen die Sowjetunion als Mitglied auf. Konstantin Adrianow, Präsident des sowjetischen NOK, wird in das Internationale Olympische Komitee gewählt.

8.5.1951, Dienstag

Die britisch-iranische Ölgesellschaft schlägt dem iranischen Ministerpräsidenten Mohammad Mossadegh ein schiedsgerichtliches Verfahren vor. Es soll geklärt werden, ob die iranische Regierung berechtigt ist, den Konzessionsvertrag zu annullieren. Mossadegh lehnt einen Kompromiss im Ölkonflikt allerdings ab.

Zum ersten Mal seit Kriegsende begehen die Amerikaner den “Victory day”, den Tag der deutschen Kapitulation, ohne besondere Feiern und Paraden. Lediglich die Soldaten bekommen dienstfrei.

Die Bundesregierung veröffentlicht Gesetzesvorlagen zum neuen Wirtschaftsprogramm. So sollen die Beamtengehälter um 20% erhöht werden.

Das am 24. September 1949 in Bonn gegründete Nationale Olympische Komitee für Deutschland wird vom Internationalen Olympischen Komitee in Wien anerkannt. Am 22. April gründete sich auch ein Olympisches Komitee der DDR.

9.5.1951, Mittwoch

Auf der 10. Sitzung der DDR-Volkskammer begründet der stellvertretende Ministerpräsident Walter Ulbricht in einer Regierungserklärung die Volksbefragung gegen die Remilitarisierung der Bundesrepublik und für den Abschluss eines Friedensvertrages.

In der noch nicht getrennten Brust/Delphin-Schwimmdisziplin gelingt der Ungarin Eva Szeleky in Moskau über 100 m in 1:16,9 min ein Weltrekord.

Die Berliner Philharmoniker gehen mit Dirigent Wilhelm Furtwängler auf eine Tournee durch Griechenland, Italien, Ägypten und Frankreich.

Nach blutigen Straßenkämpfen wird Panamas Staatspräsident Arnulfo Arias, der am 8. Mai die Verfassung außer Kraft gesetzt hatte, gestürzt. Die Nationalversammlung proklamiert den bisherigen Vizepräsidenten Alcibiades Arosemana zum Präsidenten.

Der Bundestag in Bonn berät die Vorlage der Deutschen Partei (DP) zur Schaffung eines Bundesrundfunkgesetzes.

In Straßburg rufen Journalisten aus 26 Ländern, darunter die Bundesrepublik, den “Internationalen Verband der Chefredakteure” wieder ins Leben.

10.5.1951, Donnerstag

Die Bundesrepublik und die Alliierte Hohe Kommission verhandeln über die Ablösung des revidierten Besatzungsstatuts durch ein System bilateraler Verträge.

In Hamburg führt die Abschaffung der Schülermonatskarten zu heftigen Studentenunruhen.

In Frankfurt am Main wird das wiederaufgebaute Goethe-Haus in Anwesenheit von Bundespräsident Theodor Heuss und den drei Hohen Kommissaren eingeweiht. Die Festrede hält Oberbürgermeister Walter Kolb.

Der österreichische Thronprätendent Otto Habsburg-Lothringen heiratet in Nancy die 26-Jährige Regina von Sachsen-Meiningen.

11.5.1951, Freitag

Nach Mitteilung des Bundesverkehrsministeriums verkehren derzeit im Bundesgebiet 2,281 Mio. Kraftfahrzeuge. Davon sind 643 749 Personenwagen, 393 874 Lastkraftwagen und 1,044 Mio. Krafträder.

Das “131er-Gesetz”, das Pensionsansprüche ehemaliger Beamter und Berufssoldaten regelt, wird veröffentlicht und tritt in Kraft.

Die Vereinten Nationen beziffern die Verluste im Koreakrieg: 228 941 Mann der UN-Streitkräfte (25 374 Gefallene, 128 394 Verwundete, 75 173 Vermisste) sind bisher Opfer des Krieges geworden.

Der US-Senat stimmt zu, die Wirtschaftshilfe für diejenigen Länder zu sperren, die kriegswichtige Güter an kommunistische Länder liefern.

12.5.1951, Samstag

In Malta erringt die italienfreundliche Nationalistische Partei unter Borg Olivier bei den Wahlen zur gesetzgebenden Versammlung 15 der 40 Sitze, gefolgt von der Labour Party (14 Sitze), der Arbeiterpartei (7 Sitze) und der Konstitutionellen Partei (4 Sitze).

Der ungarische Außenminister Gyula Kallai, Nachfolger des 1949 wegen Hochverrats zum Tode verurteilten Laszlo Rajk, tritt zurück. Sein Nachfolger wird Karoly Kiss, Mitglied des Politbüros der Arbeiterpartei und Vorsitzender des Zentralkomitees.

13.5.1951, Sonntag

Henry Jackson, Mitglied des US-amerikanischen Kongresskomitees, gibt einen neuen Atomversuch auf dem Eniwetok-Atoll im Pazifik bekannt. Der Versuch habe ergeben, dass Truppen, ohne Schaden zu nehmen, sofort in das Explosionsgebiet nachrücken können.

In Ansbach, Bottrop, Dinkelsbühl, Hannover und Stuttgart versammeln sich Zehntausende Vertriebene, die eine Rückkehr in ihre Heimat fordern.

In Fatima, dem portugiesischen Lourdes, kommen über 100 000 Gläubige zusammen, die gemäß dem Auftrag einer Marienerscheinung aus dem Jahr 1917 für eine “Bekehrung der Kommunisten” beten.

14.5.1951, Montag

In Südholland bricht eine Pockenepidemie aus. Gesundheitsämter und Verwaltungen ergreifen Gegenmaßnahmen. “Um ein weiteres Umsichgreifen der Krankheit zu verhindern, hat die holländische Armee am Freitag die Einberufung von Reservisten eingestellt”, meldet die “Süddeutsche Zeitung”.

Der Italiener Alberto Ascari gewinnt den Automobilpreis von Monza auf einem Ferrari. Er fährt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 163,882 km/h.

Durch ein 12:12 gegen David Bronstein bleibt Michail Botwinnik (UdSSR) Schach-Weltmeister.

Gustav Heinemann, ehemaliger Bundesinnenminister, spricht sich für eine Volksbefragung über die Remilitarisierung der Bundesrepublik aus. Allerdings dürften keine suggestiven Fragen der kommunistischen Aktion gestellt werden, fordert er.

Israel und Syrien, im Streit um die Huleh-Sümpfe, folgen einem Aufruf der Vereinten Nationen, das Feuer einzustellen.

16.5.1951, Mittwoch

In Korea beginnt die zweite Phase der großen Frühjahrsoffensive nordkoreanischer und chinesischer Truppen.

In Hamburg eröffnet Hans Dürrmeier, Präsident des Zentralausschusses der Werbewirtschaft, in der Hamburger Ernst-Merck-Halle einen Reklamekongress. 1600 Mitglieder der Werbefachverbände und der Werbewirtschaft aus dem In- und Ausland sowie Vertreter der übrigen Industrie sind zu der Tagung erschienen.

In Leipzig wird der erste deutsche Kulturkongress mit Teilnehmern aus beiden deutschen Staaten eröffnet. Auf der Tagesordnung steht der Ausbau der Beziehungen zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland. Der Kongress dauert bis zum 18. Mai.

In Bolivien löst General Hugo Balliván nach einem Militärputsch Staatspräsident Mamerto Urriolagoitá ab. Der Staatsstreich hat seinen Ursprung in den Präsidentenwahlen vom 6. Mai, die der im Exil lebende Victor Paz Estensoro, Führer der nationalen revolutionären Bewegung, gewann. Die Militärs verbieten ihm jetzt die Einreise und verhängen den Belagerungszustand.

Die Bundesrepublik Deutschland wird in die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgenommen. Am 29. Mai wird sie durch ihren Beitritt zur Satzung auch “tatsächliches Mitglied”.

17.5.1951, Donnerstag

Ein Attentatsplan gegen den iranischen Premier Mohammad Mossadegh wird bekannt. Aus Furcht vor vermeintlichen Feinden verschanzt sich Mossadegh im Parlamentsgebäude.

Der amerikanische Reederverband wendet sich gegen Konkurrenz aus Japan und fordert, der japanischen Schifffahrt jeglichen internationalen Handel zu untersagen, der über den eigenen Bedarf hinausgeht.

18.5.1951, Freitag

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen beschließt, alle Nationen aufzufordern, ihre Lieferungen von kriegswichtigen Gütern an China und Nordkorea zu sperren.

Dean Rusk, Fernost-Experte im US-Außenministerium, hält eine aufsehenerregende Rede über eine neue, offensive Politik gegenüber der Volksrepublik China.

Die Bundesrepublik Deutschland ist für ausländische Politiker sechs Jahre nach Kriegsende wieder Ziel diplomatischer Missionen: Der britische Außenminister Herbert Stanley Morrison trifft zu einem viertägigen Besuch, der eine Übereinstimmumg in wesentlichen Fragen der Politik bringt, bei Bundeskanzler Adenauer in Bonn ein.

Wegen Beleidigung des amerikanischen Oberkommissars John J. McCloy werden in Heidelberg zwei Männer zu je sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Sie klebten mehrere Plakate, auf denen McCloy als “Kohlenklau” dargestellt war.

19.5.1951, Samstag

Die Internationale Ruhrbehörde setzt die Kohleexportquote für die Bundesrepublik Deutschland im dritten Quartal 1951 auf 6,2 Mio. t fest. Die deutsche Delegation hatte nur 5,7 Mio. t angeboten. Vizekanzler Franz Blücher hält den Beschluss für “schädlich und gefährlich”

Oskar Kokoschka malt ein Porträt des Hamburger Bürgermeisters Max Brauer. Im Juli vollendet der Künstler, der sein Modell bei der beruflichen Tätigkeit begleitet, das Werk. Es wird erstmals in der Hamburger Kunsthalle öffentlich ausgestellt.

Auf den König von Libyen, Mohammad Idris I. El Senussi, wird ein Bombenanschlag verübt. Beim festlichen Einzug in Tripolis explodiert kurz vor dem Wagen des Monarchen ein selbstgebauter Sprengkörper, der drei Araber verletzt.

20.5.1951, Sonntag

Der Boxer Gustav “Bubi” Scholz sichert sich durch einen Punktsieg über den Titelverteidiger Walter Schneider die Deutsche Meisterschaft im Weltergewicht.

21.5.1951, Montag

Der saarländische Ministerpräsident Johannes Hoffmann verbietet auf französische Weisung die oppositionelle Demokratische Partei des Saarlandes (DPS).

Das am 10. April vom Bundestag verabschiedete Gesetz über die Montanmitbestimmung tritt in Kraft.

12 000 französische und nordafrikanische Soldaten suchen im Atlasgebirge nach einem wahnsinnigen marokkanischen Amokläufer, der sieben Menschen erschossen hat. Die ansässigen Bauern haben die Gegend solange verlassen.

22.5.1951, Dienstag

Der ständige Stellvertretende Rat der Atlantikpaktstaaten ernennt den Briten Nigel Sutton zum Generalsekretär der NATO.

Das Gesetz zur Umsiedlung von Heimatvertriebenen tritt nach seiner Verkündung in Kraft. Bereits im März hat es den Bundestag passiert.

23.5.1951, Mittwoch

Die Union zur Koordinierung der Erzeugung und Übertragung elektrischer Energie (UCPTE) wird gegründet. In dieser Organisation schließen sich Belgien, Frankreich, die Niederlande, Italien, Österreich, die Schweiz und die Bundesrepublik zusammen, um elektrische Versorgungsnetze zu koppeln und die Stromerzeugung zu koordinieren.

In einem 17-Punkte-Abkommen wird die “Rückkehr” Tibets in die Volksrepublik China erzwungen. China sichert Tibet die regionale Autonomie zu.

Die Behauptung des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel”, dass es im Zusammenhang mit der Abstimmung über den vorläufigen Sitz der Bundesregierung Bestechungen gegeben haben soll, ist falsch. Das stellt ein Untersuchungsausschuss des Bundestags nach neunmonatiger Arbeit fest.

Das norwegische Parlament in Oslo beschließt, die Wehrpflicht von neun auf zwölf Monate zu verlängern.

25.5.1951, Freitag

Die britischen Diplomaten Donald Stuart McLean und Guy Burgess, die für die Sowjetunion spionierten, fliehen in die UdSSR.

Der Bundesrat stimmt der Verordnung der Bundesregierung über die Erhöhung der Butter- und Milchpreise zu. Der Milchpreis steigt von durchschnittlich 34 Pfennig auf 38 bis 42 Pfennig, je nach Fettstufe. Der Preis für Butter, die im Durchschnitt 5,60 DM je Kilo kostete, wird auf 5,82 DM bis 6,34 DM erhöht.

26.5.1951, Samstag

Großbritannien klagt vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag gegen den Iran. Grund ist die Verstaatlichung der iranisch-britischen Ölgesellschaft.

Polen und die UdSSR schließen ein Abkommen über einen Gebietsaustausch. Die Sowjetunion, die durch den Tausch eine Verbesserung ihrer Eisenbahnverbindungen erzielt, tritt ein 480 km² großes Gebiet bei Drohohbycz an Polen ab. Polen, das ein gleich großes Gebiet in der Provinz Lublin an die UdSSR überträgt, erhält im Gegenzug eine Fläche mit Petroleumvorkommen.

In Wien eröffnet Bürgermeister Theodor Körner die ersten Wiener Festwochen. Neben Theater- und Konzertaufführungen findet eine Ausstellung “Wiener Theater” statt.

In Philadelphia läuft Andrew Stanfield mit 20,6 sec einen Weltrekord über 220 y (182,88 m), der gleichzeitig als Rekord über 200 m anerkannt wird.

27.5.1951, Sonntag

Nina Dumbadse aus der UdSSR stellt mit 53,37 m in Moskau einen Weltrekord im Diskuswerfen auf.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 153,405 km/h gewinnt der Argentinier Juan Manuel Fangio in Bern-Bremgarten den Großen Preis der Schweiz für Formel-I-Rennwagen auf Alfa Romeo.

Das NWDR-Fernsehen überträgt in seiner ersten Außenübertragung die Eröffnung der Landwirtschaftsausstellung durch Bundesernährungsminister Wilhelm Niklas auf dem Hamburger Heiligengeistfeld.

In Österreich wird Theodor Körner in einer Stichwahl zum Bundespräsidenten gewählt.

28.5.1951, Montag

In Indochina setzen 35 000 Mann der kommunistischen Vietminh-Truppen zu einer Offensive auf Hanoi und das Delta des Roten Flusses an.

In einem ergänzenden Erlass zum deutschen Filmpreis stiftet das Bundesinnenministerium weitere Auszeichnungen.

Die Bundesrepublik Deutschland erlangt weitere internationale Handlungsfreiheit durch die Mitgliedschaft beim Internationalen Währungsfonds und bei der Weltbank.

30.5.1951, Mittwoch

Bundespräsident Theodor Heuss empfängt den spanischen Botschafter Antonio Maria Aquirre Gonzalo, der als Botschafter sein Beglaubigungsschreiben überreicht.

Der 29-Jährige Schwergewichtsboxer Ezzard Charles (USA) verteidigt in Chicago seinen Weltmeistertitel gegen Joey Maxim in 15 Runden durch einen Sieg nach Punkten.

31.5.1951, Donnerstag

Die “Deutsche Frauenpartei” will mit dem Kampfruf “Deutsches Gretchen erwache!” eine Werbeaktion im Bundesgebiet starten, meldet die “Frankfurter Allgemeine Zeitung”.

Die Bundesrepublik zahlt den zu Beginn des Jahres aufgenommenen Kredit der Europäischen Zahlungsunion (EZU) in einer abschließenden Rate zurück.

In der größten Aktion gegen die Bombardierung Helgolands zu Übungszwecken besetzen 100 Helgoländer ihre ehemalige Heimatinsel.

Eine schwere Schlagwetterexplosion fordert auf der Schachtanlage “Heinrich Robert” in Herringen bei Hamm 17 Todesopfer und 20 Schwerverletzte.