Was geschah im Mai 1957

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1.5.1957, Mittwoch

Durch einen K. o.-Sieg in der fünften Runde über seinen Landsmann Gene Fullmer wird der US-amerikanische Mittelgewichtsboxer “Sugar” Ray Robinson in Chicago zum vierten Mal Profi-Weltmeister.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) veröffentlicht eine Erklärung zur Wiedervereinigung Deutschlands.

2.5.1957, Donnerstag

In London belassen es die Polizisten nicht mehr bei Verwarnungen für Parksünder, sondern schleppen falsch parkende Fahrzeuge ab.

Der Münchner Physiker Karl Schenk erhält ein Patent auf eine von ihm entwickelte Fernsehbrille, mit deren Hilfe Bewegungsszenen auf dem Bildschirm plastisch wahrgenommen werden.

3.5.1957, Freitag

Zum Abschluss ihrer zweitägigen Sitzung in Bonn bekräftigen die Außenminister der 15 Mitgliedsstaaten des westlichen Militärbündnisses NATO, dass sie die Teilung Deutschlands nicht hinnehmen werden. US-Außenminister John Foster Dulles erklärt, dass die US-amerikanischen Truppen in Europa auf dem gegenwärtigen Stand beibehalten werden sollen.

Der Bundestag verabschiedet einstimmig ein Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau, das Männern nur noch bei Uneinigkeit in bezug auf die Kindererziehung einen “Stichentscheid” einräumt.

4.5.1957, Samstag

Bundesatomminister Siegfried Balke (CSU) teilt mit, dass er in der nächsten Legislaturperiode nicht mehr für sein Amt zur Verfügung stehe, weil er fest entschlossen sei, “keine militärische Anwendung der Atomenergie in der Bundesrepublik mitzumachen”.

Die Wiener Staatsoper kündigt ihren Vertrag mit der Sopranistin Maria Callas, weil diese zu hohe Gagenforderungen gestellt hat.

5.5.1957, Sonntag

Die Eisheiligen, die sich bereits eine Woche vor ihrem kalendarischen Beginn eingestellt haben, sorgen in weiten Teilen der Bundesrepublik für Schneefall und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

In einem Fußball-Länderspiel im Wiener Praterstadion besiegt die österreichische Nationalmannschaft Schweden 1:0.

Mit Pfiffen und empörten Zwischenrufen reagiert das Publikum auf die deutsche Erstaufführung des Einakters “Opfer der Pflicht” von Eugène Ionesco, die in Darmstadt zu sehen ist.

Paul Hindemith dirigiert zur Eröffnung der Wiesbadener Internationalen Maifestspiele die Aufführung seiner Oper “Mathis der Maler”.

Zum neuen österreichischen Bundespräsidenten wird Vizekanzler Adolf Schärf (SPÖ) gewählt.

6.5.1957, Montag

Im Unterausschuss der UN-Abrüstungskommission, der seit dem 18. März in London tagt, bringt Großbritannien einen neuen Vorschlag zur Registrierung, Begrenzung und Einstellung von Atomwaffenversuchen ein.

Die italienische Koalitionsregierung aus Christdemokraten (15 Minister), Sozialdemokraten (4) und Liberalen (3) unter Ministerpräsident Antonio Segni tritt zurück, nachdem die vier sozialdemokratischen Kabinettsmitglieder ihr Ausscheiden erklärt haben.

Nach einer Umfrage des Sozialforschungsinstituts Emnid können 64% der Bundesbürger sinngemäß die Bedeutung der Abkürzung NATO erklären; 1954 waren es lediglich 24%.

28 Schweizer werden im Hof des vatikanischen Belvedere-Palastes als Angehörige der Schweizergarde vereidigt.

Der Bau der Biggetalsperre zwischen Olpe und Attendorn beginnt. Das Wasserreservoir mit einem Umfang von 150 Millionen m das vornehmlich der Wasserversorgung des Ruhrgebiets dienen soll, wird voraussichtlich 200 Millionen DM kosten. 2400 Menschen in der Region mussten zuvor ihre Häuser aufgeben.

Laut Pressemeldungen existieren von 44 Zirkusunternehmen, die es 1947 im Bundesgebiet gab, nur noch acht.

7.5.1957, Dienstag

Die dänischen Wetterämter melden die kälteste Mai-Nacht seit 57 Jahren. Auf der Halbinsel Jütland werden -5,4 gemessen.

Nach zehntägiger Dauer geht die Hannover-Messe zu Ende.

Den Bau von Atomkraftwerken mit einer Gesamtleistung von 15 Millionen kWh in den sechs Montanstaaten fordern die drei “Atom-Weisen” in einem Bericht über den Energiebedarf Europas.

8.5.1957, Mittwoch

In der Haushaltsdebatte des Bundestags fordert die SPD-Fraktion, die Ausgaben für Wissenschaft und Forschung von 72 Millionen DM auf 755 Millionen DM zu Lasten des Verteidigungsetats zu erhöhen. Das wird jedoch abgelehnt.

Bundespostminister Ernst Lemmer (CDU) gibt bekannt, dass Kranke, Invaliden und Rentner über 75 Jahre ihre Rente künftig auf Antrag mit der Post zugestellt bekommen.

Aus moralischen Gründen lehnt der baden-württembergische Landtag die Zulassung von Zahlenlotto ab. Damit bleibt Baden-Württemberg das einzige Bundesland, in dem das Lottospiel verboten ist.

US-Präsident Dwight D. Eisenhower bringt seine Sympathie mit dem sowjetischen Vorschlag vom 30. April für eine kontrollierte neutralisierte Zone in Europa zum Ausdruck.

9.5.1957, Donnerstag

Die Äußerung von Bundesaußenminister Heinrich von Brentano (CDU), die späte Lyrik Bertolt Brechts sei mit der des nationalsozialistischen “Märtyrers” Horst Wessel zu vergleichen, löst Kontroversen aus.

In Bremen wird der Grundstein für die Gartenstadt “Neue Vahr”, das bislang größte Projekt im sozialen Wohnungsbau seit Bestehen der Bundesrepublik, gelegt.

Werner Egks Oper “Der Revisor” wird im Rahmen der Schwetzinger Festspiele uraufgeführt.

10.5.1957, Freitag

Der Oberste Sowjet erlässt gesetzliche Bestimmungen zur Dezentralisierung der Wirtschaft.

Eine fünfköpfige Militärjunta unter Führung von Kriegsminister General Gabriel Paris zwingt den kolumbianischen Präsidenten General Gustavo Rojas Pinilla zum Rücktritt.

Österreich und die USA schliesen ein Abkommen, wonach Österreich bis Juni 1958 amerikanische Überschussgüter, darunter Futtermais, Weizen, Baumwolle, Schmalz und Tabak, erhalten soll. Ein Teil davon ist als Entschädigung für die österreichischen Aufwendungen zugunsten der ungarischen Flüchtlinge gedacht.

Nach einer zweitägigen Debatte über die atomare Bewaffnung der Bundeswehr appellieren die Bundestagsfraktionen an die Großmächte, Vorschläge zur Kontrolle, Begrenzung und Einstellung von Atomwaffentests zu machen.

11.5.1957, Samstag

Bei einem Treffen in Washington bekräftigen US-Präsident Dwight D. Eisenhower und der südvietnamesische Präsident Ngô Dinh Diêm ihre Absicht, gemeinsam gegen die Ausbreitung des Kommunismus in Indochina vorzugehen.

Das Bundesarbeitsgericht erklärt die sogenannten “Zölibatsklauseln” für ungültig, nach denen ein Arbeitsverhältnis mit der Eheschließung einer Arbeitnehmerin endet.

12.5.1957, Sonntag

In einem Fernsehinterview sagt der Oberbefehlshaber der Streitkräfte des Nordatlantikpakts in Europa, US-General Lauris Norstad, dass die NATO in einem Krieg mit der Sowjetunion wenn nötig auch als erste Atomwaffen einsetzen würde.

13.5.1957, Montag

Bundespräsident Theodor Heuss beendet seinen neuntägigen Staatsbesuch in der Türkei.

14.5.1957, Dienstag

Bei den Neuwahlen zum dänischen Parlament, dem Folketing, verlieren die Sozialdemokraten, die bislang mit Unterstützung der Radikalen Partei eine Minderheitenregierung gebildet hatten, vier Sitze und verfügen damit nur noch über 70 der 175 Mandate. Gewinne können die Agrarpartei (45 Sitze) und die Rechtsstaatspartei (9 Sitze) verzeichnen.

Zu je 18 Monaten Haft wegen Beihilfe zur Ermordung des SA-Stabschefs Ernst Röhm und Tötung von sechs SA-Führern am 30. Juni 1934 (Röhmputsch) werden der ehemalige SS-General Sepp Dietrich und der ehemalige SS-Wachen-Kommandant im KZ Dachau, Michael Lippert, verurteilt.

Über die Funkverbindung Hamburg-Osaka wird der regelmäßige Telex-Dienst zwischen der Bundesrepublik und Japan aufgenommen.

In Niedersachsen tritt ein Erlass des Kultusministers über Erziehungsmaßnahmen an Schulen in Kraft, der für Jungen unter bestimmten Bedingungen die körperliche Züchtigung erlaubt.

Auf ihrem Parteitag in Hamburg, der nach viertägiger Dauer beendet wird, rückt die CDU teilweise von ihrem Ahlener Programm ab. Statt der dort geforderten Sozialisierung soll nun vorrangig das persönliche Eigentum gefördert werden.

Die Schweizerische Nationalbank erhöht den Diskontsatz um 1% auf 2,5%.

Nahe den Weihnachtsinseln im Pazifik zündet Großbritannien trotz japanischer Proteste seine erste Wasserstoffbombe.

16.5.1957, Donnerstag

Der ehemalige Reichswirtschaftsminister Walter Funk, der im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess 1946 zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, wird wegen seines schlechten Gesundheitszustands vorzeitig aus der Haft entlassen.

Wegen des steigenden Energiebedarfs will die Schweiz nach einer Mitteilung von Bundesrat Max Petitpierre bis 1975 Atomkraftwerke mit einer Jahresleistung von sechs Milliarden kWh errichten.

Um das Parkproblem in der Frankfurter Innenstadt zu lösen, will die Stadt 20 Parkhäuser für insgesamt 8000 Autos am Rande der City bauen.

17.5.1957, Freitag

Zum Abschluss der X. Internationalen Filmfestspiele in Cannes, die am 2. Mai begonnen haben, wird der US-amerikanische Spielfilm “Friendly Persuasion” (“Lockende Versuchung”) von William Wyler mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

In Würenlingen im Kanton Aargau wird die erste schweizerische Atomanlage in Betrieb genommen. Sie dient der Forschung und der Herstellung radioaktiver Isotope.

18.5.1957, Samstag

Die Delegiertenkonferenz der Saar-CDU wählt den amtierenden Kultusminister Egon Reinert zum neuen Landesvorsitzenden der Partei. Er wird Nachfolger von Hubert Ney, der am 25. März mit seiner Regierung zurückgetreten ist und sich seither vergeblich um die Regierungsneubildung bemüht hatte.

In einer Botschaft an den französischen Ministerpräsidenten Guy Mollet schlägt der sowjetische Ministerpräsident Nikolai A. Bulganin bilaterale französisch-sowjetische Abrüstungsverhandlungen vor.

Auf dem 9. Plenum des Zentralkomitees der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei wird die Politik von Parteiführer Wladyslaw Gomulka bestätigt. Die rivalisierenden Richtungen innerhalb der Partei bleiben jedoch bestehen.

Mit einer Aufführung des “Oberon” von Carl Maria von Weber wird der Neubau des Kölner Opernhauses feierlich eröffnet. Das nach Plänen von Wilhelm Riphahn errichtete Gebäude bietet 1400 Zuschauern Platz.

19.5.1957, Sonntag

Die Gesamtdeutsche Volkspartei (GVP) löst sich auf und empfiehlt ihren Mitgliedern, der SPD beizutreten. Zu den ersten, die sich den Sozialdemokraten anschließen, gehört der GVP-Vorsitzende Gustav Heinemann.

Bei den Gemeindewahlen in der Tschechoslowakei, an denen nach amtlichen Angaben 99,26% der Stimmberechtigten teilnehmen, erhält die Einheitsliste der Kandidaten der Nationalen Front 99,06% der Stimmen.

Der bisherige italienische Budgetminister Adone Zoli bildet eine Minderheitenregierung, an der nur die Christdemokraten beteiligt sind. Diese verfügen im Parlament über 263 der 590 Sitze. Die frühere Koalitionsregierung war am 6. Mai zurückgetreten.

20.5.1957, Montag

In einem Memorandum an die UdSSR zur Wiedervereinigung Deutschlands lehnt die Bundesregierung Verhandlungen mit der DDR, ein Ausscheiden der Bundesrepublik Deutschland aus dem westlichen Militärbündnis NATO und Pläne zur Bildung einer deutschen Konföderation ab.

Schneefälle in den Schweizer Alpen machen mehrere große Pässe unpassierbar.

21.5.1957, Dienstag

Das Bundesverfassungsgericht stellt fest, dass Berlin ein Land der Bundesrepublik ist und das Grundgesetz demzufolge auch in Berlin (West) Gültigkeit besitzt.

Das mit 22 Regierungsmonaten bisher langlebigste französische Kabinett nach dem Zweiten Weltkrieg unter Ministerpräsident Guy Mollet wird wegen eines Antrags auf Steuererhöhungen gestürzt.

22.5.1957, Mittwoch

In der Antwort auf die sowjetische Warnung vor einer atomaren Bewaffnung der Bundeswehr vom 27. April stellt die Bundesregierung fest, dass weder jetzt noch in absehbarer Zeit von einer Konzentration von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland gesprochen werden könne.

Einen Sturm auf die Lebensmittelgeschäfte löst der Direktor für wirtschaftliche Verteidigung in der schweizerischen Bundesregierung, Fritz Hummler, mit seiner Aufforderung aus, für den Ernstfall Lebensmittel in angemessenen Mengen zu bevorraten.

In Stuttgart verliert die Fußball-Nationalmannschaft der Bundesrepublik ein Länderspiel gegen Schottland 1:3.

23.5.1957, Donnerstag

Die SPD legt einen Deutschlandplan vor, in dem sie die Loslösung der Bundesrepublik und der DDR aus den jeweiligen Militärblöcken (NATO bzw. Warschauer Pakt) und die Einbindung eines wiedervereinigten Deutschlands in ein europäisches Sicherheitssystem vorschlägt.

24.5.1957, Freitag

Der Lohnkonflikt in Großbritannien, bei dem am 23. März eine Million Arbeiter in den Streik getreten waren, ist beigelegt. Die Metallarbeiter erhalten nun 11 Shilling (6,47 DM) mehr Wochenlohn, die Gewerkschaft verpflichtet sich im Gegenzug, in den nächsten zwölf Monaten keine weiteren Lohnforderungen zu stellen.

Aufgebrachte Chinesen stürmen die US-Botschaft in der taiwanischen Hauptstadt Taipeh; sie protestieren gegen den Freispruch eines US-amerikanischen Feldwebels, der einen Chinesen erschossen hat, durch ein Militärgericht. Polizei und Feuerwehr beobachten die Verwüstung der Botschaft, greifen jedoch nicht ein.

25.5.1957, Samstag

Der libysche Ministerpräsident Mustafa ben Halim tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Sein Nachfolger wird der bisherige stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Abd Al Madschid Kubar.

In Köln wird das Wallraf-Richartz-Museum eröffnet.

26.5.1957, Sonntag

Auf ihrer Sitzung in Aachen setzt sich die Westdeutsche Rektorenkonferenz für eine verstärkte Förderung des Zweiten Bildungswegs ein.

Mit dem dritten 1000-Kilometer-Rennen des ADAC feiert der Nürburgring sein 30-Jähriges Bestehen.

27.5.1957, Montag

Nach den dänischen Parlamentswahlen vom 14. Mai bildet der bisherige Ministerpräsident Hans Christian Hansen eine Koalitionsregierung, der neun Vertreter der Sozialisten, vier der Radikal-Liberalen und drei der Rechtsstaatspartei angehören.

Nach dem Rücktritt der finnischen Koalitionsregierung unter dem sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Karl-August Fagerholm bildet Väino Johannes Sukselainen eine bürgerliche Minderheitsregierung, die über 79 der 200 Parlamentssitze verfügt.

In Budapest unterzeichnen die UdSSR und Ungarn ein Abkommen über die “zeitweilige Stationierung” sowjetischer Truppen in Ungarn.

Der jugoslawische Staatspräsident Marschall Josip Tito erklärt in einer Ansprache, sein Land habe gute Beziehungen zum Westen und zunehmend bessere Kontakte zu den östlichen Staaten.

28.5.1957, Dienstag

Mit zweiwöchiger Verspätung, die durch ungünstige Wetterverhältnisse verursacht wurde, beginnt auf dem US-amerikanischen Atomversuchsgelände in Nevada die bislang umfangreichste US-Atomtestreihe. Bis zum 1. September sollen insgesamt 15 Explosionen erfolgen. Als Versuchstiere über die Auswirkungen der radioaktiven Strahlen werden neben Ratten und Mäusen erstmals auch Schweine eingesetzt.

Nach viermonatiger Verhandlungsdauer endet in Venedig der Prozess um den Mord an der Italienerin Wilma Montesi mit Freisprüchen für die Angeklagten, weil der Fall nach Ansicht des Gerichts nicht geklärt werden konnte.

Großbritannien lockert das Handelsembargo gegenüber der Volksrepublik China, das 1950 nach Ausbruch des Koreakriegs auf Wunsch der USA von den Ländern des westlichen Militärblocks NATO verhängt wurde.

29.5.1957, Mittwoch

Der Bundestag verabschiedet den Haushalt 1957/58 mit einem Umfang von 37,3 Milliarden DM, das sind 2,4 Milliarden DM mehr als 1956.

In dem algerischen Dorf Melouza werden alle 303 männlichen Bewohner ermordet.

Der Paßzwang für Bundesbürger bei der Einreise nach Österreich wird aufgehoben, künftig genügt ein Personalausweis.

Paul Henri Spaak, neuer Generalsekretär des westlichen Militärpakts NATO und früherer belgischer Premier- und Außenminister, erhält im Aachener Rathaus den Karlspreis für besondere Verdienste um die europäische Einigung.

Im Endspiel um den Fußball-Europapokal der Landesmeister im Bernabeu-Stadion in Madrid besiegt Vorjahressieger Real Madrid den FC Florenz 2:0.

31.5.1957, Freitag

Der Bundestag verabschiedet ein Gesetz über die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Um 94 887 hat die Zahl der Arbeitslosen im Mai gegenüber dem Vormonat abgenommen. Arbeitslos sind im Mai 493 633 Bundesbürger, davon 252 789 Männer und 240 844 Frauen.