Was geschah im Mai 1971

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1.5.1971, Samstag

Die ugandische Regierung unter Präsident Idi Amin Dada setzt den Anteil der staatlichen Beteiligung an ausländischen Privatunternehmen von 60% auf 49% herab. Uganda will so das Investitionsklima im Land verbessern.

In der spanischen Hauptstadt Madrid demonstrieren 2000 junge Arbeiter gegen das Franco-Regime. Bei Zusammenstößen mit der Polizei, die bewaffnet gegen die Demonstranten vorgeht, werden 80 Personen verhaftet.

Der Radprofi Eddy Merckx aus Belgien gewinnt das Grand-Prix-Rennen Rund um den Henninger Turm.

Auf der zentralen Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Hannover bezeichnet der DGB-Vorsitzende Heinz Oskar Vetter die Durchsetzung der paritätischen Mitbestimmung als vordringliche Aufgabe der Gewerkschaften.

Der Berliner DGB verzichtet erstmals auf seine traditionelle große Maidemonstration, um angekündigten Störungen der Kommunisten zu entgehen.

2.5.1971, Sonntag

US-Außenminister William P. Rogers bricht zu einer Reise in den Nahen Osten auf, um zwischen Arabern und Israelis zu vermitteln.

Im Vertrauen auf ein Amnestieversprechen der ceylonesischen Regierung ergeben sich 425 Rebellen den Behörden.

Nach einer seit Wochen anhaltenden Serie von Ätna-Ausbrüchen wird auch der 900 m hohe, nördlich von Sizilien im Meer gelegene Stromboli wieder aktiv.

3.5.1971, Montag

Walter Ulbricht (77) tritt von seinem Amt als Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED zurück. Sein Nachfolger wird Erich Honecker.

Als erster jener Schweizer Kantone, in denen noch die Urform der direkten Demokratie, die Landsgemeinde, besteht, billigt der Kanton Glarus den Frauen die politische Gleichberechtigung zu. Ab sofort sind Frauen in Kantons- und Gemeindeangelegenheiten voll stimmberechtigt.

Diverse Konjunkturforschungsinstitute in der Bundesrepublik schlagen eine unbefristete Freigabe des DM-Wechselkurses vor, um eine “allmähliche Aufwertung” der DM zu erreichen.

Die Mineralölgesellschaften in der Bundesrepublik Deutschland erhöhen zum zweitenmal im laufenden Jahr ihre Benzinpreise um einen Pfennig je Liter. Normalbenzin kostet nun zwischen 58 und 64 Pf, der Preis für Super liegt 6 bis 7 Pf höher.

4.5.1971, Dienstag

Die New Yorker Columbia-Universität gibt die Träger des Pulitzer-Preises 1971 bekannt. Die Zeitung “Winston-Salem Journal and Sentinel” wird für ihre Berichterstattung über Probleme des Umweltschutzes ausgezeichnet.

Bei einem “privaten” Besuch in Südafrika spricht sich der CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß dafür aus, dass Südafrika von der westlichen Welt “realistischer” und “weniger von Gefühlen bestimmt” betrachtet werden sollte.

5.5.1971, Mittwoch

Wegen der hohen Dollarzuflüsse in den vergangenen Tagen werden die bundesdeutschen Devisenbörsen bis zum 10. Mai geschlossen.

In einem Fußball-Länderspiel in Lausanne unterliegt die Mannschaft der Schweiz dem polnischen Team 2:4.

6.5.1971, Donnerstag

Griechenland und Albanien einigen sich darauf, nach 32 Jahren wieder diplomatische Beziehungen aufzunehmen. Bereits im Januar des vergangenen Jahres war ein Handelsabkommen mit einem Volumen von 1,5 Mio. Dollar (5,25 Mio. DM) vereinbart worden.

In Hamburg wird die mutmaßliche Terroristin Astrid Proll verhaftet.

Studenten besetzen in Kassel sechs leerstehende Häuser einer ehemaligen Belgiersiedlung. Mit Transparenten machen sie darauf aufmerksam, dass seit Abzug der belgischen Garnison 1970 fast 100 Häuser unbewohnt geblieben sind.

In Ottobrunn bei München präsentiert Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) die erste Magnetschwebebahn der Welt.

Die mit 10 000 sFr (12 000 DM) dotierte Goldene Rose von Montreux – der Hauptpreis des internationalen Fernsehwettbewerbs für Unterhaltungssendungen – wird dieses Jahr an “Lodynski’s Flohmarkt Company”, eine Produktion des Österreichischen Rundfunks, verliehen.

7.5.1971, Freitag

Die Kreditinstitute in der Bundesrepublik Deutschland, in Belgien, in den Niederlanden und in Luxemburg beschließen die Verwendung einheitlicher “eurocheques” und “eurocheque”-Karten.

Das nordrhein-westfälische Innenministerium beschließt, zukünftig bei schwerwiegenden Unfällen auf Autobahnen Polizeihubschrauber einzusetzen.

Im Stockholmer Reichstag wird ein Antrag der Kommunisten, die DDR völkerrechtlich anzuerkennen, mit großer Mehrheit abgelehnt. Schweden akzeptiert damit den von der Bonner Regierung postulierten Alleinvertretungsanspruch für das ganze deutsche Volk.

In Paris wird das Stammwerk des Automobilkonzerns Renault von rund 8000 Arbeitern besetzt. Sie wollen damit gegen die Aussperrung von Renault-Arbeitern demonstrieren, die höhere Löhne gefordert hatten.

8.5.1971, Samstag

Ein erster Versuch der US-Raumfahrtbehörde NASA, einen Forschungssatelliten in eine Umlaufbahn um den Mars zu bringen, scheitert. Durch das Versagen des Triebwerks kommt die Atlas-Centaur-Trägerrakete vom Kurs ab.

9.5.1971, Sonntag

Mit einem Marsch der “Patrioten” demonstrieren in Washington 14 000 US-Amerikaner für eine siegreiche Beendigung des Vietnamkriegs und eine militärische Aktion zur Befreiung der US-Kriegsgefangenen in Vietnam.

Die Bundesregierung in Bonn beschließt, den Wechselkurs der DM vorübergehend freizugeben.

In einem Qualifikationsspiel zur Fußball-Europameisterschaft in Leipzig unterliegt die Mannschaft der DDR dem jugoslawischen Team 1:2.

Der Mexikaner Pedro Rodriguez und sein britischer Beifahrer Jackie Oliver gewinnen auf Porsche das 1000-km-Langstreckenrennen von Spa-Fracorchamps in Belgien.

10.5.1971, Montag

Die US-Armee beginnt mit der Vernichtung von Teilvorräten ihrer biologischen Waffen. Sie war von Präsident Richard M. Nixon vor mehr als einem Jahr angekündigt worden.

11.5.1971, Dienstag

Die Vereinigte Lutheranische Kirche Deutschlands legt ihren Mitgliedskirchen eigene humanitäre Hilfsprogramme für Gebiete mit Rassenkonflikten vor. Die Kirche setzt sich damit von einem Beschluss des Ökumenischen Rates ab, Kirchengelder für den Kampf gegen den Rassismus ohne karitative Zweckbestimmung zu verwenden.

12.5.1971, Mittwoch

In Hessen wird zum ersten Mal in der Bundesrepublik ein Beauftragter für den Datenschutz gewählt.

In einem Qualifikationsspiel zur Fußball-Europameisterschaft schlägt die Mannschaft der Schweiz die griechische Elf in Bern 1:0.

In Saint-Tropez heiratet Rolling-Stones-Chef Mick Jagger das nicaraguanische Fotomodell Bianca Perez Morena de Macias.

Das 25. Filmfestival von Cannes beginnt. Am Eröffnungsabend wird dem US-amerikanischen Schauspieler und Regisseur Charlie Chaplin das Kreuz der Ehrenlegion verliehen.

Im bundesdeutschen Fernsehen gibt die erste Nachrichtensprecherin ihr Debüt: Im ZDF spricht Wibke Bruhns die Spätnachrichten.

Das größte bewegliche Radioteleskop der Welt wird in Effelsberg in der Eifel in Betrieb genommen.

Eine Volkszählung in Österreich ergibt eine Bevölkerungszahl von 7 443 809, das sind 5,2% mehr als bei der letzten Volkszählung im Jahr 1961.

In Brüssel einigen sich die Landwirtschaftsminister der EWG-Staaten über die Einführung eines Grenzausgleichssystems. Danach sind die Bundesrepublik und die Niederlande berechtigt, beim Import von Agrarprodukten Abgaben zu erheben und beim Export Ausfuhrerstattungen zu gewähren.

13.5.1971, Donnerstag

Bundesfinanzminister Alex Möller (SPD) tritt zurück. Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller (SPD) übernimmt daraufhin zusätzlich das Finanzressort.

Die Farbwerke Hoechst AG eröffnen als erste bundesdeutsche Firma eine Ständige Vertretung in Moskau.

An der Berliner Schaubühne wird die Inszenierung des Schauspiels “Peer Gynt” von Henrik Ibsen unter der Regie von Peter Stein von Kritikern und Publikum gleichermaßen begeistert aufgenommen.

14.5.1971, Freitag

Bei den Gemeindewahlen in England und Wales erleiden die Konservativen eine schwere Niederlage. Die Labour Party gewinnt in den Stadt- und Gemeinderäten über 2000 Sitze und übernimmt in den Ballungszentren London und Manchester die Macht.

In Bonn wird eine interne Dienstanweisung der SED bekannt, die eine strikte Abgrenzung der Parteimitglieder gegenüber der Bundesrepublik Deutschland fordert. Darin wird vor allem das “Feindverhältnis” der DDR zur bundesdeutschen SPD betont.

15.5.1971, Samstag

In Dortmund geht die dritte “Interschul” zu Ende. Auf der diesjährigen Verkaufsmesse für Schulmedien waren besonders Computer gefragt, die immer mehr als Lehr- und Lernmittel in der Schule Einsatz finden.

Der CSU-Landtagsabgeordnete Gerold Tandler wird zum neuen Generalsekretär der Partei gewählt.

16.5.1971, Sonntag

In Bulgarien wird durch Volksabstimmung eine neue Verfassung gebilligt. Sie überträgt der Kommunistischen Partei die führende Rolle in Staat und Gesellschaft.

Der Landtagsabgeordnete Georg Kronawitter (43) wird auf einem Unterbezirksparteitag der Münchener SPD zum Oberbürgermeisterkandidaten gewählt. Für die Nominierung Kronawitters hatte sich der amtierende Münchener Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel eingesetzt.

Auf Sizilien gewinnen der Italiener Nico Vaccarella und sein niederländischer Beifahrer Toine Hezemans auf Alfa Romeo das Langstreckenrennen Targa Florio.

17.5.1971, Montag

Führende sowjetische Politiker signalisieren ihre Bereitschaft, mit den USA über einen gleichzeitigen Truppenabbau in Europa zu verhandeln.

Bundespräsident Gustav W. Heinemann trifft zu einem viertägigen Staatsbesuch Rumäniens in Bukarest ein. Im Rahmen seiner Visite verleiht der Bundespräsident dem rumänischen Staatschef Nicolae Ceausescu den höchsten Orden der Bundesrepublik.

Der Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg wird dem Künstler HAP Grieshaber zuerkannt. Der Preis ist mit 20 000 DM dotiert und wird anlässlich des 500. Geburtstags von Dürer zum ersten Mal verliehen.

In Berlin werden mit 32 außergewöhnlich hohe Temperaturen für den Monat Mai gemessen.

18.5.1971, Dienstag

Der CDU-Landesvorsitzende Helmut Kohl wird mit 53 von 99 Stimmen erneut zum Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz gewählt.

Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) weist die Forderung der Polizei-Gewerkschaft zurück, den Bundesgrenzschutz aufzulösen. Der Grenzschutz sei mit seiner Funktion, bei inneren Notlagen die Lücke zwischen Polizei und Streitkräften zu schließen, ein unentbehrlicher Faktor deutscher Sicherheitspolitik.

Auf dem Hockenheim-Ring erreicht ein Elektromobil die Rekord-Geschwindigkeit von 240 km/h.

19.5.1971, Mittwoch

Der US-Senat lehnt einen Antrag von Senator Mike Mansfield ab, der eine einseitige Verminderung der US-Truppen in Europa zum Ziel hat.

In der Sowjetunion wird die Raumsonde “Mars 2” gestartet.

Die Bereitstellung weiterer Gelder für die Entwicklung des SST-Überschallverkehrsflugzeugs wird vom US-Senat in Washington endgültig abgelehnt.

20.5.1971, Donnerstag

Der ehemalige Erste Sekretär der Kommunistischen Partei Polens, Wladyslaw Gomulka, legt seinen Sitz im Staatsrat nieder.

Das Bonner Kabinett verabschiedet einen Entwurf für ein neues Eherecht.

21.5.1971, Freitag

In Berlin (West) werden im Prozess um die gewaltsame Befreiung des mutmaßlichen Terroristen Andreas Baader die Urteile verkündet.

Aus Anlass des 500. Geburtstages von Albrecht Dürer (1471- 1528) wird im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg die Dürer-Gedächtnisausstellung eröffnet.

In Athen gewinnt Chelsea London mit einem 2:1-Sieg im Wiederholungsspiel gegen Real Madrid den Europapokal der Pokalsieger. Die erste Begegnung am 19. Mai endete nach Verlängerung 1:1 unentschieden.

22.5.1971, Samstag

Bundeswirtschafts- und -finanzminister Karl Schiller heiratet in Hannover Oberregierungsrätin Etta Eckel.

23.5.1971, Sonntag

Der Formel-1-Rennfahrer Jackie Stewart aus Großbritannien gewinnt auf Tyrell den Großen Preis von Monaco.

An der Wiener Staatsoper wird “Der Besuch der alten Dame” von Gottfried von Einem uraufgeführt. Die Oper entstand nach dem gleichnamigen Drama von Friedrich Dürrenmatt.

In Istanbul wird die Leiche des am 17. Mai von der “Türkischen Volksbefreiungsarmee” entführten israelischen Generalkonsuls, Ephraim Elrom, entdeckt. Die Forderung der Entführer alle inhaftierten “Revolutionäre” freizugeben, wurde von den türkischen Behörden nicht erfüllt.

In Kapstadt wird eine der modernsten Doppeltheateranlagen der Welt eingeweiht. Die Kosten für den Bau der beiden Häuser – eine Oper und ein Schauspielhaus – betrugen 60 Mio. DM. Die Theater dürfen nur von Weißen besucht werden.

24.5.1971, Montag

Die indische Ministerpräsidentin Indira Gandhi fordert die pakistanische Regierung auf, die bislang nach Indien geflüchteten 3,5 Mio. Ostpakistaner heimkehren zu lassen. Gandhi droht mit “einseitigen Maßnahmen” zum “Schutz der eigenen Sicherheit”, sollte Pakistan dieser Forderung nicht nachkommen.

Der Kieler Landtag wählt den 42-Jährigen Gerhard Stoltenberg (CDU) zum neuen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein.

Erstmals seit der Freigabe der Wechselkurse am 10. Mai sinkt der Kurs des US-Dollar an der Frankfurter Devisenbörse unter 3,50 DM.

Die Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck erwirbt 26% der Anteile des Rowohlt-Verlags.

25.5.1971, Dienstag

15 Mitglieder des Akademischen Senats der Freien Universität Berlin legen ihre Ämter nieder. Sie protestieren damit gegen den Universitätspräsidenten Rolf Kreibich, der linksstehende Gruppen favorisiere.

In Stuttgart schließen sich 21 dem Naturschutz verpflichtete Vereine zur baden-württembergischen “Aktionsgemeinschaft Natur- und Umweltschutz” zusammen. Auf privater Basis wollen sie Kritiker von Behörden und Industrie in Sachen Umweltschutz werden.

26.5.1971, Mittwoch

Auf der Hauptversammlung des Deutschen Städtetages in München fordert Bundespräsident Gustav W. Heinemann eine Reform des Bodenrechts. Angesichts der zunehmenden Bodenspekulationen sollte das Bundesverfassungsgericht überprüfen, ob das Verhalten der Grundeigentümer mit dem Sozialstaatsprinzip zu vereinbaren ist.

27.5.1971, Donnerstag

Beim bislang schwersten Zugunglück in der Geschichte der Bundesrepublik kommen bei Wuppertal 45 Menschen ums Leben.

In einem Qualifikationsspiel zur Fußball-Europameisterschaft in Stockholm schlägt die schwedische Elf die Mannschaft aus Österreich 1:0.

Der Große Preis der Filmfestspiele von Cannes, die Goldene Palme, wird dem britischen Beitrag “The Go-Between” (“Der Mittler”) von Joseph Losey zuerkannt. Der italienische Regisseur Luchino Visconti erhält für seinen Film “Tod in Venedig” einen Sonderpreis, der anlässlich des 25-Jährigen Bestehens der Filmfestspiele gestiftet worden ist.

Der Präsident des Bremer Senats, Bürgermeister Hans Koschnick (SPD) wird zum Abschluss der Hauptversammlung des Deutschen Städtetages zum neuen Präsidenten gewählt. Er tritt die Nachfolge von Hans-Jochen Vogel an, der aus der Kommunalpolitik ausscheidet.

Die UdSSR und Ägypten schließen einen Vertrag über Freundschaft und Zusammenarbeit. Das Abkommen sieht Hilfe bei Ausbildung und Ausrüstung der ägyptischen Armee vor.

28.5.1971, Freitag

Nach Angaben der britischen Zeitschrift “New Scientist and Science Journal” ist die Zahl der Studienabbrecher an der gerade eröffneten ersten Fernuniversität sehr hoch. Im ersten Quartal gaben 3 bis 4% der Studenten ihr Studium auf.

Der Pariser Luftfahrt-Salon, die bedeutendste Ausstellung dieser Art, wird eröffnet.

In Frankfurt am Main beginnt das alternative Theaterfestival “Experimenta 4”.

29.5.1971, Samstag

Die Regierung in Portugal beschließt den Austritt aus der UNESCO. Außenminister Rui Patricio begründet den Schritt damit, dass die UNESCO bereit sei, Terroristen in Angola und Moçambique finanzielle Hilfe zu gewähren.

Der US-Amerikaner Al Unser gewinnt auf Colt-Ford das Langstreckenrennen von Indianapolis über 500 Meilen.

30.5.1971, Sonntag

In Argentinien wird der vor einer Woche entführte britische Honorarkonsul von Rosario, Stanley Sylvester, freigelassen. Die “Revolutionäre Volksarmee” hatte als Lösegeld die kostenlose Verteilung von Lebensmitteln und Kleidung an die Bewohner von Armutsvierteln in Rosario gefordert.

In Nürnberg findet der Sudetendeutsche Tag mit 200 000 Teilnehmern statt. Vertreter der Vertriebenenorganisation betonen ihre Ablehnung der Verträge von Moskau und Warschau und bezeichnen sie als “harte Bewährungsprobe” für ihre Volksgruppe.

In Kap Kennedy wird die US-Mars-Sonde “Mariner 9” gestartet. Sie gelangt im November 1971 in die Marsumlaufbahn.

Der Brite Vic Elford und sein französischer Beifahrer Gerard Larousse gewinnen auf Porsche das 1000-km-Langstreckenrennen auf dem Nürburgring.

31.5.1971, Montag

In San Francisco gehen etwa 1000 Besucher eines Rock-Konzerts unfreiwillig auf einen LSD-Trip. Nach Angaben der Polizei hatten unbekannte Täter die Droge in Apfelsaft gemischt, der den Zuhörern gereicht wurde.

In einem Qualifikationsspiel zur Fußball-Europameisterschaft in Dublin unterliegt die Mannschaft aus Irland dem Team aus Österreich 1:4.

Chroniknet