Was geschah im Mai 1978

  • < 1977
  • 5.1978
  • 1979 >

1.5.1978, Montag

In Wittenberg (DDR-Bezirk Schwerin) protestieren rund 300 aufgebrachte Bürger gegen die hohen Preise für Westwaren in den Intershop- und Delikatläden.

Auf zahlreichen Veranstaltungen zum 1. Mai fordern Gewerkschafter verstärkte Maßnahmen im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Auf der zentralen Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Essen erklärt der DGB-Vorsitzende Heinz Oskar Vetter, eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, ein früheres Rentenalter sowie verbesserte Urlaubsregelungen könnten die Arbeitslosigkeit “wenigstens abmildern”.

Der bundesdeutsche Radrennfahrer Gregor Braun gewinnt in Frankfurt das traditionelle Rennen “Rund um den Henninger-Turm”.

In Recklinghausen werden die 32. Ruhrfestspiele mit einem “Kulturfest zum Tag der Arbeit” eröffnet. Das Festival, das bis zum 28. Juni dauert, steht unter dem Titel “Automation Rationalisierung – Krise – Arbeitslosigkeit – und der Mensch?”.

Der Japaner Naomi Uemura erreicht als erster Mensch im Alleingang den Nordpol.

2.5.1978, Dienstag

Die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO eröffnet in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington ein Informationsbüro. Das US-Außenministerium erklärt, es habe keine rechtliche Handhabe, das Büro der Organisation zu schließen.

3.5.1978, Mittwoch

In Berlin (Ost) unterzeichnen die Delegationsleiter der Grenzkommission der Bundesrepublik und der DDR eine Vereinbarung über die Nutzung der im deutsch-deutschen Grenzgebiet liegenden Ecker-Talsperre. Durch das Abkommen wird die Wasserversorgung mehrerer Städte in Norddeutschland vertraglich für 30 Jahre gesichert. Die DDR erhält für die Trinkwasserentnahme eine jährliche Pauschale in Höhe von 100 000 DM.

Der belgische Fußballverein RSC Anderlecht gewinnt in Paris mit einem 4:0-Sieg über Austria Wien den Europapokal der Pokalsieger.

4.5.1978, Donnerstag

Der sowjetische Staats- und Parteichef Leonid I. Breschnew trifft zu einem offiziellen Staatsbesuch in Bonn ein.

Südafrikanische Truppenverbände überschreiten die Grenze zu Angola und greifen Stützpunkte der namibischen Befreiungsbewegung SWAPO an. Bei den Gefechten kommen mehrere hundert Menschen ums Leben.

Der griechische Ministerpräsident Konstantin Karamanlis nimmt in Aachen für seine Verdienste um die europäische Einigung den Internationalen Karlspreis entgegen. Am Vortag war Karamanlis in Bonn zu einem politischen Gespräch mit Bundeskanzler Helmut Schmidt zusammengetroffen.

In Frankreich einigen sich Gewerkschaften und Arbeitgeber auf eine Erhöhung der Mindestlöhne um 4%. Der Mindeststundenlohn beträgt künftig 10,45 Francs (4,90 DM), der Mindestmonatslohn 811 Francs (851 DM).

In Dortmund gewinnt der VfL Gummersbach den Europapokal der Pokalsieger im Handball.

5.5.1978, Freitag

Regierungsvertreter Spaniens und Portugals unterzeichnen in Guimaraes ein für zehn Jahre gültiges Freundschafts- und Kooperationsabkommen zwischen den beiden Staaten.

In Darmstadt erhält der Berliner Theaterkritiker und Autor Friedrich Luft den Ricarda-Huch-Preis.

Der Schriftsteller Günter Grass stiftet aus dem Erlös seines Romans “Der Butt” den Alfred-Döblin-Preis. Die Auszeichnung soll alle zwei Jahre für ein bislang unveröffentlichtes Werk verliehen werden.

In Stuttgart weist der baden-württembergische Ministerpräsident Hans Filbinger (CDU) Vorwürfe wegen seiner ehemaligen Tätigkeit als Marinestabsrichter zurück, nachdem ein 1945 von ihm verhängtes Todesurteil bekannt wurde.

Der chinesische Staats- und Parteichef Hua Guofeng trifft in dem kommunistisch geführten Nordkorea ein. Es ist der erste Auslandsbesuch eines KP-Vorsitzenden aus der Volksrepublik China seit 1958.

6.5.1978, Samstag

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verurteilt einstimmig den Einsatz südafrikanischer Streitkräfte gegen SWAPO-Rebellen in Angola vom 4. Mai.

Auf einer Konferenz in dem arabischen Emirat Abudabi sprechen sich 13 Mitgliedsstaaten der Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC) mehrheitlich gegen Ölpreiserhöhungen aus, um die Weltwirtschaft nicht weiter zu belasten.

Bei einem Schiffsunglück vor Südostengland laufen größere Mengen Erdöl ins Meer. Die Küste wird auf einer Länge von rund 40 km von einer bis zu 10 cm dicken Ölschicht verschmutzt.

7.5.1978, Sonntag

Die Sowjetunion kauft in den USA insgesamt 10 Mio. Tonnen Mais und 3,4 Mio. Tonnen Weizen. Dadurch soll die Versorgungslage der Bevölkerung verbessert werden.

Der französische Automobilrennfahrer Patrick Depailler gewinnt auf Tyrell in Monte Carlo den Großen Preis von Monaco.

8.5.1978, Montag

Bei einem Zugunglück in der U-Bahn der spanischen Hauptstadt Madrid werden mehr als 100 Menschen verletzt. Es ist der zweite schwere U-Bahn-Unfall in Madrid innerhalb weniger Tage.

Die Tiroler Bergsteiger Reinhold Messner und Peter Habeler bezwingen im östlichen Himalaja als erste Menschen den 8848 m hohen Mount Everest ohne Sauerstoffmaske.

9.5.1978, Dienstag

In Rom wird der am 16. März von den terroristischen “Roten Brigaden” entführte Vorsitzende der Democrazia Cristiana, Aldo Moro, tot aufgefunden.

Die französische Regierung verfügt eine Erhöhung des Benzinpreises um rund 10%. Die Steuer-Mehreinnahmen sollen für Programme im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit verwendet werden.

Der niederländische Verein PSV Eindhoven gewinnt durch einen 3:0-Sieg im Rückspiel gegen SEC Bastia (Frankreich) den UEFA-Cup. Das Hinspiel hatte 0:0 geendet.

10.5.1978, Mittwoch

In Bonn trifft der türkische Ministerpräsident Bülent Ecevit zu einem dreitägigen Staatsbesuch ein. Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) stellt bei Gesprächen mit der türkischen Delegation einen Soforthilfekredit in Höhe von 100 Mio. DM in Aussicht und sagt die Lieferung von Waffen im Wert von rund 1,2 Mrd. DM zu.

Die Bundesregierung verabschiedet einen Nachtragshaushalt für 1978 in Höhe von 939 Mio. DM. Mit dem Geld sollen u.a. Hilfen für den Bergbau und die Stahlindustrie finanziert werden.

Wissenschaftler entdecken am Deutschen Elektronen-Synchroton in Hamburg (DESY) ein bislang unbekanntes sog. Quark. Das Elementarteilchen erhält die Bezeichnung “Ugly”.

Vorjahressieger FC Liverpool (Großbritannien) verteidigt in London durch einen 1:0-Sieg über den belgischen Verein FC Brügge den Fußball-Europapokal der Landesmeister.

11.5.1978, Donnerstag

In Berlin (Ost) trifft der sowjetische Außenminister Andrei A. Gromyko mit DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Ergebnisse des Besuches von UdSSR-Staatschef Leonid Breschnew in der Bundesrepublik.

Die Volksrepublik China legt in Moskau Protest gegen einen Zwischenfall am Grenzfluss Ussuri ein. Nach Darstellung der Regierung in Peking haben sowjetische Soldaten widerrechtlich die Grenze überschritten und chinesische Grenzposten durch Schüsse verletzt.

In Paris wird der mutmaßliche Terrorist Stefan Wisniewski festgenommen und an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert.

In Kap Canaveral (USA-Bundesstaat Florida) transportiert eine Trägerrakete vom Typ “Delta” den europäischen Nachrichtensatelliten “OTS 2” in eine geostationäre Umlaufbahn.

12.5.1978, Freitag

Die Landwirtschaftsminister der Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft einigen sich in Brüssel auf eine Erhöhung der Agrarpreise um durchschnittlich 2%.

13.5.1978, Samstag

Der tschechoslowakische Außenminister Bohuslav Chnoupek trifft zu einem offiziellen Besuch in Wien ein. Während seines zweitägigen Aufenthaltes in Österreich wird u.a. ein Abkommen über den Grenzverlauf zwischen beiden Staaten geschlossen.

In Montreux (Schweiz) erhält im Rahmen des 18. Internationalen Wettbewerbs für Fernsehunterhaltung der Beitrag “The Shirley MacLaine Special” der US-amerikanischen Fernsehgesellschaft Columbia Broadcasting eine “Goldene Rose”. Die “Silberne Rose” erhält die BBC für die Sendung “Dave Allan at large”, den dritten Preis das Fernsehen der deutschsprachigen Schweiz für “That’s TV”. Die Bundesrepublik war an dem Wettbewerb mit der “Otto Show” und “Wenn ich mir was wünschen dürfte” vertreten.

Der kenianische Leichtathlet Henry Rono läuft in Seattle/USA mit 8:05,4 min Weltrekord über 3000 m Hindernis.

14.5.1978, Sonntag

In Zaïre treffen belgische und französische Fallschirmjäger ein, die dem westlich orientierten Präsidenten Sésé Séko Mobutu im Kampf gegen von Angola, Kuba und der UdSSR unterstützte Rebellen helfen sollen.

Nach einem umfangreichen Umbau wird das Opernhaus in Wiesbaden mit einer Aufführung von Richard Wagners “Die Meistersinger von Nürnberg” eingeweiht.

Bei der Eishockey-WM in Prag wird die UdSSR nach einem 3:1-Sieg über Titelverteidiger Tschechoslowakei Weltmeister. Als Absteiger steht nach einer 2:7-Niederlage gegen Finnland die DDR fest.

15.5.1978, Montag

In Washington stimmt der US-amerikanische Senat der Lieferung von Kampfflugzeugen an Saudi-Arabien, Ägypten und Israel zu.

In mehreren Städten Israels finden anlässlich des 30. Jahrestages der Gründung des jüdischen Staates Kundgebungen, Paraden und Gedenkfeiern statt.

Papst Paul VI. ernennt im Vatikan den schwarzen Bischof Peter Buthelezi zum Erzbischof von Bloemfontein in Südafrika.

16.5.1978, Dienstag

In der ungarischen Hauptstadt Budapest treffen sich die Vertreter der sieben Mitgliedstaaten des Warschauer Pakts zu der Jahrestagung des östlichen Militärbündnisses. Hauptthema ist die Sonderstellung Rumäniens.

Der Italiener Ermano Olmi gewinnt bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes die “Goldene Palme” für den Streifen “Der Holzschuhbaum”.

Das italienische Parlament verabschiedet in Rom Gesetze zur Bekämpfung des Terrorismus, die u.a. der Polizei größere Befugnisse einräumen und so die Fahndung nach mutmaßlichen Terroristen erleichtern sollen.

Aus den Präsidentschaftswahlen in der Dominikanischen Republik geht Antonio Guzmán Fernández als Sieger hervor. Der linksgerichtete Guzmán Fernández löst den bisherigen Amtsinhaber Joaquím Videla Balaguer ab.

17.5.1978, Mittwoch

An der Grenze zwischen Vietnam und Kambodscha liefern sich Soldaten beider Staaten schwere Gefechte. Die Regierungen in Hanoi und Phnom Penh beschuldigen sich gegenseitig der Grenzverletzung und Provokation.

In der Schweiz wird der im März entführte Sarg des Filmkomikers Charlie Chaplin aufgefunden.

18.5.1978, Donnerstag

Der 53-Jährige sowjetische Physiker und Dissident Juri Orlow wird von einem Moskauer Gericht zu sieben Jahren Gefängnis und fünf Jahren Verbannung verurteilt. Das Urteil löst weltweite Proteste aus.

In Rom stimmt der italienische Senat einem Abtreibungsgesetz zu, das mit einer weitgefassten Indikationsregelung zu den liberalsten der westlichen Welt zählt.

Der belgische Radrennfahrer Eddy Merckx erklärt in einer Pressekonferenz in Brüssel seinen Rücktritt vom Leistungssport.

19.5.1978, Freitag

In Genf endet die 7. Internationale Seerechtskonferenz ohne Ergebnis. Die Vertreter von 142 Staaten konnten in den Verhandlungen über eine Erweiterung von Hoheits- und Fischereizonen keine Einigung erzielen.

20.5.1978, Samstag

Nach jahrelangen Auseinandersetzungen nimmt nahe der japanischen Hauptstadt Tokio der Großflughafen Narita seinen Betrieb auf.

Die österreichische Fußball-Nationalmannschaft unterliegt in Wien den Niederlanden 0:1.

In Kap Canaveral (US-Bundesstaat Florida) startet eine Atlas-Rakete mit der US-amerikanischen Raumsonde “Pioneer-Venus I”. Sie soll den Planeten Venus umkreisen und Daten an die Erde übermitteln.

Ein palästinensisches Terrorkommando erschießt im Pariser Flughafen Orly drei Reisende, die mit einer israelischen Gesellschaft nach Israel fliegen wollten.

In Lima verhängt die peruanische Militärjunta den Ausnahmezustand, nachdem es in den vergangenen Tagen zu Demonstrationen und Protestaktionen gegen Preiserhöhungen für Lebensmittel gekommen war.

21.5.1978, Sonntag

Auf dem 11. DGB-Kongress wird der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Heinz Oskar Vetter, mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt.

Auf ihrem Parteitag in Bern sprechen sich die schweizerischen Sozialdemokraten gegen die Kernenergie aus.

Vor seinem Markengefährten Ronnie Peterson (Schweden) gewinnt der US-amerikanische Automobilrennfahrer Mario Andretti in Zolder den Großen Preis von Belgien auf Lotus.

22.5.1978, Montag

Königin Elisabeth II. von Großbritannien und Nordirland trifft zu einem fünftägigen Staatsbesuch in der Bundesrepublik ein.

In Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) erhält der sambische Präsident Kenneth Kaunda den Martin-Luther-King-Friedenspreis.

Eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 47 fordert in Südindien mehr als 70 Todesopfer.

23.5.1978, Dienstag

In Stockholm findet unter der Beteiligung von 350 Schriftstellern aus aller Welt der 43. Internationale PEN-Kongress statt.

Der polnische Autor und Dissident Witold Dabrowski wird in Warschau ermordet. Während die Behörden von einer Tat krimineller Gewaltverbrecher sprechen, äußern Oppositionelle den Verdacht Dabrowski sei von der Geheimpolizei ermordet worden.

In Ost- und Zentralanatolien kommt es zu gewalttätigen Unruhen ethnischer Minderheiten, die von der türkischen Polizei niedergeschlagen werden.

In Paris sprechen die Teilnehmerstaaten der 5. französisch-afrikanischen Gipfelkonferenz sich für die Schaffung einer multinationalen afrikanischen Streitmacht aus.

24.5.1978, Mittwoch

Nach sintflutartigen Regenfällen kommt es in Baden-Württemberg und Bayern zu schweren Überschwemmungen.

Die im Auftrag der Hamburger Staatsoper von Heinz Holliger komponierte Oper “Kommen und Gehen” wird in Dresden mit dem 1. Preis des Carl-Maria-von-Weber-Wettbewerbs ausgezeichnet.

In London wird die Ehe zwischen Prinzessin Margaret und Lord Snowdon geschieden.

25.5.1978, Donnerstag

Die ägyptische Regierung beschuldigt in einer Note an die Vereinten Nationen Israel, auf der besetzten Sinai-Halbinsel widerrechtlich Erdöl zu fördern.

26.5.1978, Freitag

In New York hält Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) auf der 10. Sondersitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Rede, in der er auf die Gefahren der sowjetischen Hochrüstung hinweist.

Die Eishockeymannschaft Montreal Canadians gewinnt zum 21. Mal den Stanley-Cup.

27.5.1978, Samstag

In Berlin (West) wird der mutmaßliche Terrorist Till M. von zwei bewaffneten Frauen aus dem Untersuchungsgefängnis Moabit befreit.

Die spanische Regierung billigt der Region Andalusien die vorläufige Autonomie zu. An der Spitze der neugewählten Landesregierung wird der Sozialist Placido Fernandez Viagas stehen.

Mit einem 4:2-Sieg über den FC Basel wird Grasshoppers Zürich schweizerischer Fußballmeister.

28.5.1978, Sonntag

An der Abschlussveranstaltung des Evangelischen Kirchentages in Berlin (Ost) nehmen mehr als 50 000 Menschen teil. Es ist die größte kirchliche Veranstaltung in der DDR seit 1954.

Das deutsch-holländische Porsche-Team Klaus Ludwig, Hans Heyer und Toine Hezemans belegt beim 1000-km-Rennen am Nürburgring den ersten Rang.

Die DDR-Leichtathletin Marita Koch läuft in Erfurt mit 22,06 sec Weltrekord über 200 m.

In Frankfurt am Main wird das städtische S- und U-Bahn-Netz in Betrieb genommen. Das Streckennetz, das nach Ende der Bauarbeiten rund 400 km lang sein soll, umfasst bislang 3 km (U-Bahn) bzw. 180 km (S-Bahn).

In einer Volksabstimmung spricht sich die schweizerische Bevölkerung gegen eine Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs aus.

29.5.1978, Montag

In Moskau treffen der Vizepräsident der EG-Kommission, Wilhelm Haferkamp und der Generalsekretär des Rates für Gegenseitige Wirtschaftshilfe, Nikolai Faddejew, erstmals zu Gesprächen über eine Intensivierung der Kontakte zwischen den beiden Organisationen zusammen.

Der US-amerikanische Automobilrennfahrer Al Unser gewinnt auf Lola-Cosworth das 500-Meilen-Rennen von Indianapolis (US-Bundesstaat Indiana).

30.5.1978, Dienstag

In Washington eröffnet US-Präsident Jimmy Carter das 5. Gipfeltreffen der NATO-Mitgliedsstaaten.

Der sowjetische Staats- und Parteichef Leonid Breschnew trifft zu einem Staatsbesuch der CSSR in Prag ein.

In Karlsruhe fällt der Bundesgerichtshof das Urteil im Prozess gegen den Journalisten Matthias Walden, der wegen diffamierender Äußerungen von dem Schriftsteller Heinrich Böll auf die Zahlung von Schmerzensgeld verklagt worden war.

31.5.1978, Mittwoch

In Brasilien wird der ehemalige Oberaufseher des Konzentrationslagers Sobibor (Polen), Gustav Franz Wagner, verhaftet.

Der Präsident des Obersten Gerichts der DDR, Hermann Toeplitz, erklärt in einem Interview, das neue Arbeitsgesetzbuch der DDR sehe kein Streikrecht vor. Da die DDR ein Arbeiter- und Bauernstaat sei, würden die Interessen der Werktätigen von der Staatsführung wahrgenommen.

Auf dem 8. Schriftstellerkongress in Ost-Berlin wird Hermann Kant zum Präsidenten des Schriftstellerverbandes der DDR gewählt.