Was geschah im Mai 1994

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1.5.1994, Sonntag

Der brasilianische Formel-1-Rennfahrer Ayrton Senna stirbt nach einem Unfall beim Großen Preis von San Marino.

2.5.1994, Montag

Der FDP-Bundesvorstand spricht sich mehrheitlich für die Fortführung der Koalition mit der CDU/CSU nach den Bundestagswahlen aus.

3.5.1994, Dienstag

Bei den Parlamentswahlen in den Niederlanden verliert die Regierungskoalition aus Christdemokraten und Sozialdemokraten ihre absolute Mehrheit.

4.5.1994, Mittwoch

Israel und die PLO unterzeichnen das Autonomieabkommen für die Palästinenser in den israelisch besetzten Gebieten.

Das Europäische Parlament stimmt der Aufnahme von Österreich, Schweden, Finnland und Norwegen in die Europäische Union zum 1. Januar 1995 zu.

Krebspatienten werden erstmals in Deutschland gentherapeutisch behandelt.

Der tödlich verunglückte Formel-1-Pilot Ayrton Senna wird in São Paulo beigesetzt.

5.5.1994, Donnerstag

Trotz internationaler Proteste wird ein junger US-Amerikaner in Singapur zu sechs Hieben mit einem Rattanrohr verurteilt, weil er zwei Autos mit Farbe besprüht hatte.

6.5.1994, Freitag

Der Eurotunnel unter dem Ärmelkanal, der Frankreich und England verbindet, wird eröffnet.

7.5.1994, Samstag

Durch ein 2:0 über Schalke 04 wird der FC Bayern München zum 13. Mal Deutscher Fußballmeister.

8.5.1994, Sonntag

Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft belegt Deutschland den 19. Platz. Es siegt zum 20. Mal Kanada nach Penalty-Schießen mit 4:3 gegen Finnland.

Der Kandidat der Demokratisch-Revolutionären Partei (PRD), Ernesto Pérez Balladares, siegt bei den Präsidentschaftswahlen in Panama.

9.5.1994, Montag

Der ANC-Vorsitzende Nelson Mandela wird zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt.

10.5.1994, Dienstag

Die Bundesanwaltschaft bestätigt die Anklageerhebung gegen Karl Wienand, Ex-Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, wegen Spionage für die DDR.

11.5.1994, Mittwoch

Der russische Präsident Boris Jelzin erzielt mit Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) Einigkeit darüber, dass die russischen Truppen am 31.08.1994 in Berlin verabschiedet werden sollen.

12.5.1994, Donnerstag

Eine Gruppe Jugendlicher in Magdeburg greift wahllos Ausländer an. Der Polizei wird vorgeworfen, sie habe zu zögerlich eingegriffen.

13.5.1994, Freitag

Der italienische Riva-Konzern verzichtet endgültig auf den Kauf der Eko Stahl AG in Brandenburg. Das ostdeutsche Stahlwerk hat noch rd. 3000 Beschäftigte.

14.5.1994, Samstag

Im Olympiastadion in Berlin holt sich der SV Werder Bremen durch einen 3:1-Sieg über den Zweitligisten und Zwangsabsteiger Rot-Weiß Essen den DFB-Pokal.

15.5.1994, Sonntag

Durch ein 7:6 und 6:4 über Brenda Schultz (Niederlande) gewinnt Steffi Graf zum achten Mal die Internationalen Deutschen Tennismeisterschaften.

16.5.1994, Montag

Einen politischen Streit lösen Äußerungen des Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz, Karl Lehmann, aus. Er bejaht im Einzelfall die moralische Zulässigkeit eines sog. Kirchenasyls für Flüchtlinge, die vom Staat abgeschoben werden sollen.

17.5.1994, Dienstag

Bei freien Parlaments- und Päsidentschaftswahlen in Malawi siegt die Vereinigte Demokratische Front von Bakili Muluzi. Mit seiner Vereidigung am 21. Mai endet die Alleinherrschaft von Präsident Ngwazi Hastings Kamuzu Banda.

18.5.1994, Mittwoch

Durch ein 4:0 über den FC Barcelona gewinnt der AC Mailand den Europapokal der Landesmeister.

19.5.1994, Donnerstag

Der Bundestag billigt eine Sozialreform, die den rd. 300 000 deutschen Bäuerinnen erstmals einen eigenen Rentenanspruch sichert.

20.5.1994, Freitag

Das prorussische Parlament der Krim setzt die Verfassung von 1992, die auf Druck der Ukraine nicht wirksam geworden war, in Kraft und erklärt somit ihre Unabhängigkeit von der Ukraine.

21.5.1994, Samstag

Die sozialistische Führung des Südjemen erklärt die im Mai 1990 erfolgte Vereinigung mit dem Norden für beendet.

22.5.1994, Sonntag

Zum zweiten Mal nach 1989 gewinnt die deutsche Mannschaft durch ein 2:1 über Spanien den World Team Cup, die inoffizielle Tennis-Mannschaftsweltmeisterschaft.

23.5.1994, Montag

Im dritten Wahlgang wählt die Bundesversammlung den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Roman Herzog (CDU), zum Bundespräsidenten.

24.5.1994, Dienstag

Vier Muslim-Fundamentalisten werden in New York für den Bombenanschlag auf das 110stöckige World Trade Center am 26. Januar 1993 zu je 240 Jahren Haft verurteilt. Das Attentat forderte sechs Todesopfer und rd. 300 Verletzte.

25.5.1994, Mittwoch

Die dritte Konferenz der Außenminister des Ostseerates der zehn Ostseeanrainerstaaten beschließt in der estnischen Hauptstadt Tallinn die Berufung eines Menschenrechtskommissars. Der frühere dänische Justizminister Ole Espersen soll diese Aufgabe wahrnehmen.

26.5.1994, Donnerstag

Der Deutsche Bundestag verabschiedet eine Neufassung des Abtreibungsparagraphen 218, die sich an den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes orientiert.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hebt sämtliche noch bestehenden Sanktionen gegen die Republik Südafrika auf.

27.5.1994, Freitag

Der russische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn kehrt nach 20-Jährigem Exil in den USA nach Russland zurück.

28.5.1994, Samstag

In Wolfsburg wird das neue Kunstmuseum, ein 70 Mio. DM teures Gebäude aus Stahl und Glas nach Plänen des Hamburger Architekten Peter Schweger, eröffnet. Das Museum wird von der privaten Kunststiftung Volkswagen getragen.

29.5.1994, Sonntag

Die Ungarische Sozialistische Partei unter Gyula Horn gewinnt die Parlamentswahlen in Ungarn mit 54,15% der Stimmen.

Im Alter von 81 Jahren stirbt in Chile Erich Honecker, der Ex-Staats- und Parteichef der DDR, an einem Krebsleiden.

Der Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) beschuldigt leitende Ärzte an deutschen Herzkliniken, Schmiergelder angenommen und dafür Herzklappen zu überhöhten Preisen abgerechnet zu haben.

30.5.1994, Montag

Der UNO-Sicherheitsrat droht Nordkorea mit Sanktionen, falls sich das kommunistische Land weiter weigert, seine Nuklearanlagen kontrollieren zu lassen.

31.5.1994, Dienstag

Der bosnische Kroatenführer Kresimir Zubak wird zum ersten Präsidenten der muslimisch-kroatischen Föderation Bosnien-Herzegowina gewählt.