Was geschah im November 1928

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Wetterstationen November 1928

1.11.1928, Donnerstag

In Wien geht der sozialdemokratische Parteitag (seit 29.10.) zu Ende. Der von Karl Renner angeführte gemäßigte Flügel kann sich mit seiner Forderung nach Regierungsbeteiligung gegen die Mehrheit der Delegierten nicht durchsetzen.

Die türkische Nationalversammlung beschließt die Einführung des lateinischen Alphabets. Ab 1. Dezember 1928 müssen alle Zeitungen und Zeitschriften des Landes in lateinischer Schrift erscheinen.

Ungarn schlägt die Schweiz in einem Fußball-Länderspiel in Budapest 3:1.

Von der Aussperrung in der nordwestdeutschen Eisenindustrie, die trotz der Verbindlichkeitserklärung eines Schiedsspruchs erfolgt, sind 230 000 Arbeiter betroffen.

2.11.1928, Freitag

Der NSDAP-Vorsitzende Adolf Hitler erklärt in einem Schreiben an Parteifunktionäre, dass die Partei über 19 Zeitungen verfüge. Zwölf weitere Blätter sympathisieren mit den Nationalsozialisten.

Der rumänische Ministerpräsident Vintila Bratianu tritt nach Bestechungsvorwürfen mit seinem Kabinett zurück.

400 Delegierte aus Palästina, Transjordanien, Syrien und der Republik Libanon, die in Jerusalem zu einer Konferenz zusammengekommen sind, fordern von Großbritannien die Rücknahme der Balfour-Deklaration, die den Juden eine Heimstatt in Palästina verspricht.

Nach fünfjähriger Ruhe bricht der Vulkan Ätna auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien wieder aus. Zahlreiche Ortschaften werden von den glühenden Lavamassen verschüttet.

3.11.1928, Samstag

Die zweite Parteikonferenz der KPD, die bis zum 4. November tagt, billigt den Beschluss der Kommunistischen Internationale, wonach die Sozialdemokratie als Hauptfeind in der politischen Auseinandersetzung zu sehen ist. Führende Parteimitglieder, die dem rechten Flügel angehören, werden aus der KPD ausgeschlossen.

Reichsaußenminister Gustav Stresemann kehrt von einem Kur- und Erholungsurlaub nach Berlin zurück und nimmt die Amtsgeschäfte wieder auf.

Die Bayerischen Motorenwerke (BMW) übernehmen für einen Kaufpreis von zehn Millionen Reichsmark die angeschlagene Automobilfirma Dixi-Werke in Eisenach. BMW, bisher Hersteller von Motorrädern, steigt danach in die Produktion eigener Automobile ein.

4.11.1928, Sonntag

Der neue Sportpalast in Frankfurt am Main wird mit einer Werbeveranstaltung offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Mit großer Mehrheit wird der liberale Politiker General José Moncada zum neuen Präsidenten von Nicaragua gewählt. Er tritt sein Amt erst 1929 an. Die Wahlen finden unter US-amerikanischer Kontrolle statt. 20 US-Marineflugzeuge überfliegen am Wahltag das gesamte Staatsgebiet.

5.11.1928, Montag

Der Hamburger Senat verpachtet in einem Abkommen, das in Berlin unterzeichnet wird, Gelände im Hamburger Binnenhafen als zollfreie Zone an den tschechoslowakischen Staat. Die Tschechoslowakei wickelt einen Großteil ihres Außenhandels über die Elbe ab.

Die Berliner Bevölkerung bereitet dem Luftschiffpiloten Hugo Eckener bei seiner Ankunft in der Reichshauptstadt einen begeisterten Empfang.

Das “Stuttgarter Tagblatt” zieht in ein Turmhochhaus mit 16 Stockwerken um, das 61 m hoch ist.

6.11.1928, Dienstag

Der Kandidat der Republikanischen Partei, Herbert C. Hoover, wird mit großer Mehrheit zum 31. Präsidenten der USA gewählt.

Die seit dem Rücktritt von Ministerpräsident Richard Leutheußer (DVP) am 22. August schwelende Koalitionskrise in Thüringen wird beigelegt. Der Landtag wählt mit 28:27 Stimmen Paulssen (DDP) zum neuen Ministerpräsidenten einer von DDP, DVP, Wirtschaftspartei und Landbund erarbeiteten Landeskabinettsliste.

Wegen des Absatzrückgangs, der durch die Aussperrung in der Eisenindustrie verursacht ist, stellen die Bergwerke der Friedrich Krupp AG in den Gruben auf einschichtige Förderung um.

Lettische Kriegsschiffe treffen zu einem Besuch im Lübecker Hafen ein.

7.11.1928, Mittwoch

Die polnisch-litauische Konferenz in Königsberg (seit 3.11.) geht ohne Ergebnis zu Ende. Die Bemühungen, die wegen Grenzstreitigkeiten gespannten beiderseitigen Beziehungen zu normalisieren, sind vorerst gescheitert.

In München wird das größte deutsche Studentenhaus eröffnet.

8.11.1928, Donnerstag

Der britische Schatzkanzler Winston Churchill leugnet in einer außenpolitischen Aussprache vor dem Unterhaus in London eine Verknüpfung zwischen der Lösung des Reparationsproblems und der Räumung des besetzten Rheinlands.

In der Pariser Oper wird der Film “Verdun” von Léon Poirier über den Weltkrieg im Beisein hoher französischer Offiziere uraufgeführt.

In Berlin öffnet die Internationale Automobil- und Motorradausstellung ihre Pforten (bis 8.11.).

Zwei elsässische Autonomisten, denen im Kolmarer Prozess am 24. Mai die bürgerlichen Ehrenrechte abgesprochen worden sind, verlieren durch einen Mehrheitsbeschluss der Deputiertenkammer, der ersten Kammer des französischen Parlaments, auch ihre Abgeordnetenmandate.

In Zusammenhang mit der Aussperrung in der nordwestdeutschen Eisenindustrie fordert die SPD-Reichstagsfraktion eine Änderung des Arbeitslosengesetzes, um die Not der ausgesperrten unorganisierten Arbeiter zu lindern. Die Initiative wird, ebensowenig wie die der Zentrumsfraktion am 9. November, realisiert.

Hauptpunkt des Sanierungsplans für die hochverschuldeten Vereinigten Neckarsulmer Fahrzeugwerke AG (NSU), der öffentlich bekannt wird, ist die Übernahme der Aktienmehrheit durch ein Konsortium, dem die Dresdner Bank und die italienischen Fiat-Werke angehören.

9.11.1928, Freitag

Der zehnte Jahrestag der Ausrufung der Republik wird im Deutschen Reich gefeiert. Reichsinnenminister Carl Severing (SPD) wendet sich aus diesem Anlass mit einer Rundfunkansprache an die Bevölkerung. Seine Rede wird als “Politisierung des Rundfunks” von der Rechten, die in der Abschaffung der Monarchie keinen Grund zum Feiern sieht, attackiert.

10.11.1928, Samstag

In Berlin wird ein deutsch-rumänisches Abkommen zur Beilegung finanzieller Streitigkeiten unterzeichnet. Das Deutsche Reich verpflichtet sich zu Entschädigungszahlungen in einer Gesamthöhe von 75,5 Millionen Reichsmark, im Gegenzug gibt Rumänien das nach Kriegsende beschlagnahmte deutsche Eigentum frei.

Neuer rumänischer Ministerpräsident wird der Vorsitzende der Bauernpartei, Iuliu Maniu, der sich der Beteiligung an der Regierung des bisherigen Ministerpräsidenten Vintila Bratianu stets verweigert hat.

In Polen wird das zehnjährige Bestehen des Staates gefeiert.

Der seit Dezember 1926 regierende japanische Kaiser Hirohito wird in einer Zeremonie in der Kaiserstadt Kyoto zusammen mit seiner Frau, Kaiserin Nagako, inthronisiert.

Die “Vossische Zeitung” in Berlin beginnt mit dem Vorabdruck des Anti-Kriegsromans “Im Westen nichts Neues” von Erich Maria Remarque.

11.11.1928, Sonntag

Der französische Ministerpräsident Raymond Poincaré, der nach einem koalitionsinternen Streit über zwei Kirchengesetze am 6. November zurückgetreten war, präsentiert sein neues Kabinett, dem die Radikalsozialisten nicht mehr angehören.

Geschworene Feindschaft gegen jeglichen Pazifismus und ausdrückliche Bejahung des Krieges als der einzigen Möglichkeit zur Lösung der deutschen Frage, Verwerfung des Parlamentarismus” – dazu bekennt sich die rechtsgerichtete Wehrorganisation Werwolf auf einer Reichstagung in Leipzig.

Das Ende des Weltkriegs jährt sich zum zehnten Mal. Im In- und Ausland finden zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt.

12.11.1928, Montag

Das Arbeitsgericht Duisburg stimmt der Auffassung der Arbeitgeber im Ruhreisenstreit zu und erklärt den Schiedsspruch vom 26. Oktober für rechtswidrig.

Bei einem großen Aufmarsch der rechtsgerichteten paramilitärischen Heimwehr in Innsbruck kommt es zu Zusammenstößen mit sozialdemokratischen Arbeitern. Mehrere Personen werden bei Tätlichkeiten verletzt.

Beim Untergang des britischen Dampfers “Vestris” vor der Küste von Virginia kommen 115 Menschen ums Leben. Es werden schwere Vorwürfe gegen den Kapitän und die Reederei erhoben.

Anlässlich des zehnjährigen Amtsjubiläums Otto Brauns wird in Berlin eine Büste des preußischen Ministerpräsidenten enthüllt, die der Bildhauer Georg Kolbe geschaffen hat.

13.11.1928, Dienstag

Reichspräsident Paul von Hindenburg teilt Reichskanzler Hermann Müller mit, dass für den Fall des Baustopps für das Panzerschiff A mit dem Rücktritt von Reichswehrminister Wilhelm Groener zu rechnen sei.

Der Regisseur Max Reinhardt eröffnet in Wien eine Schauspiel- und Regie-Schule (Reinhardt-Seminar).

Im Beisein des österreichischen Bundespräsidenten Michael Hainisch wird der Grundstein des neuen Stadionbaus in Wien gelegt, der die Inschrift trägt: “Der Jugend widmet dieses Stadion die Gemeinde Wien zur Erinnerung an den zehnten Jahrestag der Republik” (12. November).

14.11.1928, Mittwoch

Die Reichsregierung beschließt die Aufstockung ihres Aktienanteils an der Emelka-Filmgesellschaft, um eine Monopolstellung des Ufa-Konzerns zu verhindern.

Einem Wirbelsturm fallen in der argentinischen Stadt Villa Maria 41 Menschen zum Opfer. 150 Personen werden verletzt, zahlreiche Gebäude zerstört.

Reichsaußenminister Gustav Stresemann (DVP) weist in einer Pressekonferenz in Berlin eindringlich darauf hin, dass die wirtschaftliche Prosperität des Deutschen Reiches nur aufgrund großzügiger Auslandskredite möglich geworden sei.

15.11.1928, Donnerstag

Der italienische Senat in Rom genehmigt das Gesetz über die Erhebung des Großen Faschistenrats zum verfassungsmäßigen Organ.

Walter von Molo, der neue Vorsitzende der Sektion Dichtkunst bei der Preußischen Akademie der Künste, warnt davor, der Literatur gleichgültig gegenüberzustehen.

16.11.1928, Freitag

Der Antrag der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion auf Baustopp für das Panzerschiff A wird mit der Parlamentsmehrheit der bürgerlichen Parteien abgelehnt. Die sozialdemokratischen Minister und Reichskanzler Hermann Müller (SPD) stimmen für den Antrag und beschwören damit eine Kabinettskrise herauf.

Erstmals nach Aufhebung des Redeverbots in Preußen am 28. September spricht der NSDAP-Vorsitzende Adolf Hitler in Berlin. Seine Rede vor 16 000 Zuschauern im Berliner Sportpalast wird von seinen Anhängern vielfach mit großer Enttäuschung aufgenommen.

17.11.1928, Samstag

Der Staatsgerichtshof in Leipzig spricht im Streit zwischen Preußen und den süddeutschen Staaten in der Frage der Biersteuer ein Urteil zugunsten der preußischen Staatsregierung.

Der Reichstag in Berlin stellt der preußischen Staatsregierung Mittel zur Verfügung, damit diese Wohlfahrtsunterstützung an die von der Aussperrung betroffenen Stahlarbeiter im Ruhrgebiet zahlen kann.

Als Folge der Aussperrung in der nordwestdeutschen Eisenindustrie meldet der Einzelhandel Einbußen von 255 000 Reichsmark im Geldumlauf.

Die Opelwerke weisen in einer Presseerklärung Gerüchte, dass ein Verkauf des Unternehmens an den US-amerikanischen Automobilkonzern General Motors unmittelbar bevorstehe, zurück.

18.11.1928, Sonntag

Der neue Vorsitzende der rechtsgerichteten Deutschnationalen Volkspartei (DNVP), Alfred Hugenberg, fordert seine Partei in einer Ansprache in Liegnitz zu einem engen Zusammengehen mit dem rechtsextremen paramilitärischen Verband Stahlhelm auf.

19.11.1928, Montag

Der Todestag des frühromantischen österreichischen Komponisten Franz Schubert jährt sich zum 100. Mal. In Wien finden zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt.

Reichsaußenminister Gustav Stresemann bekennt sich in einer Rede vor dem Reichstag zur Politik der Aussöhnung mit den westlichen Nachbarn.

20.11.1928, Dienstag

Der Reichstag lehnt einen Misstrauensantrag der Nationalsozialisten gegen Reichsaußenminister Gustav Stresemann mit etwa zwei Drittel der Abgeordnetenstimmen ab.

(Erzherzog) Otto wird 16 Jahre alt und damit nach dem Hausgesetz der Habsburger großjährig. Der Geburtstag wird in monarchistischen Kreisen Ungarns festlich begangen.

Der seit dem 10. November amtierende rumänische Ministerpräsident Iuliu Maniu hebt den Belagerungszustand und die Pressezensurbestimmungen auf.

Der Sender Königs Wusterhausen bei Berlin strahlt im Probebetrieb bis zum 20. Dezember die ersten Bildfunk-Sendungen aus und läutet damit die Ära des Fernsehens in Deutschland ein.

21.11.1928, Mittwoch

In einem Fußball-Freundschaftsspiel unterliegt die Berliner Städtemannschaft einer Wiener Städteauswahl vor heimischem Publikum 1:4.

22.11.1928, Donnerstag

Der italienische Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini kündigt in einem Leitartikel der faschistischen Zeitung “Popolo d’Italia” die Aufhebung des Mieterschutzes bis 1930 an. Der Zuzug der Landbevölkerung in die Stadt müsse vermindert werden.

Im Petersdom in Rom wird ein Denkmal für die Opfer des Weltkriegs, geschaffen von dem italienischen Bildhauer Pietro Canonica, enthüllt.

Bolero”, ein Ballett von Maurice Ravel, wird am Théâtre National de l’Opéra in Paris uraufgeführt.

23.11.1928, Freitag

Der Polizeipräsident von Berlin, Karl Zörgiebel, verbietet eine geplante Demonstration der NSDAP anlässlich der Beerdigung des Parteimitglieds Hans Kütemeier, der im Landwehrkanal ertrunken ist. Laut Polizeibericht liegt ein Unglücksfall vor, die Nationalsozialisten beschuldigen dagegen politische Gegner des Mordes. Der Umzug findet trotz des Verbotes statt.

Der deutsche Schwergewichtsboxer Max Schmeling schlägt in seinem ersten Kampf in den USA im Madison Square Garden in New York den US-Amerikaner Joe Monte durch K. o. in der achten Runde.

Die sowjetische amtliche Zeitung “Prawda” fordert zu einer verstärkten Mitgliederwerbung der KPdSU unter der Fabrikarbeiterschaft auf. Nur 42% der Mitglieder der Kommunistischen Partei sind Arbeiter.

Ein ärztliches Bulletin stellt eine ernstliche Erkrankung des britischen Königs Georg V. fest.

Der Zentralvorstand der Deutschen Volkspartei (DVP) bestätigt Reichsaußenminister Gustav Stresemann einstimmig als ihren Vorsitzenden. Stresemann rechtfertigt in einer Rede vor dem Zentralvorstand das Zusammengehen mit der SPD in der Reichsregierung als “Vernunftehe”.

Der Staat Lettland feiert den zehnten Jahrestag der Erlangung der nationalen Unabhängigkeit.

24.11.1928, Samstag

Im Ruhreisenstreit stimmt die Berufsinstanz der Auffassung der Gewerkschaften zu.

In einer Rede vor dem Zentralkomitee der KPdSU spricht sich Parteichef Josef W. Stalin für eine forcierte Industrialisierung der Sowjetunion aus.

Im Neuen Theater in Frankfurt am Main wird das Stück “Die Lederknöpfe” des expressionistischen Dramatikers Georg Kaiser – am Vorabend seines 50. Geburtstages – uraufgeführt.

25.11.1928, Sonntag

In Salzburg wird die katholische Universität vom österreichischen Bundeskanzler Ignaz Seipel, der selbst von 1909 bis 1917 dort tätig war, wiedereröffnet.

Der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) ernennt auf seiner Haupttagung in Leipzig Carl Benz zum Ehrenmitglied. Nach einer zweistündigen Debatte verständigt sich die Konferenz auf die Beibehaltung des Wimpels in den Farben des Kaiserreichs, schwarz-weiß-rot.

26.11.1928, Montag

In London scheitern die Verhandlungen über die Freigabe des Rundfunks für Wahlpropaganda, da sich die Parteien nicht über die Auslegung des Begriffs “Gleichheit der Agitationsmöglichkeiten” verständigen können.

Von einer Sturmkatastrophe an der Nordseeküste ist die nordfriesische Insel Sylt am schwersten betroffen.

27.11.1928, Dienstag

Das Reichskabinett verständigt sich darauf, Reichsinnenminister Carl Severing (SPD) mit der Sonderschlichtung im Ruhreisenstreit zu beauftragen.

Im Théâtre National de l’Opéra in Paris wird das Ballett “Le baiser de la fée” von Igor Strawinsky uraufgeführt.

Auf der Jahrestagung des Verwaltungsrats der Deutschen Reichsbahngesellschaft wird eine erste Bilanz der Abschaffung der vierten Klasse gezogen: Der erhoffte Umstieg auf die Polsterklasse ist vor allem im Nahverkehr erfolgt.

Herbert Hoover, dessen erste Auslandsreise nach der Wahl zum US-Präsidenten nach Lateinamerika führt, trifft in Honduras ein. Hoover tritt sein Präsidentenamt allerdings erst Anfang 1929 an.

28.11.1928, Mittwoch

Der Schweriner Landtag lehnt mit 26 zu 24 Stimmen einen Antrag der Deutschnationalen auf Auflösung ab.

29.11.1928, Donnerstag

Der Reichsrat, die Vertretung der Länder, nimmt den Handels- und Schifffahrtsvertrag mit der Südafrikanischen Union an. Es ist dies der erste Vertrag, den das Deutsche Reich mit einem britischen Dominion schließt.

30.11.1928, Freitag

Herbert von Dirksen wird als Nachfolger des verstorbenen Ulrich Carl Christian Graf von Brockdorff-Rantzau Botschafter des Deutschen Reichs in Moskau.

Polen und Ungarn schließen in Warschau ein Schiedsgerichtsabkommen zur Beilegung bilateraler Streitigkeiten.

Persien schließt mit Ägypten einen Freundschaftsvertrag.

Nach den Wahlen zum australischen Repräsentantenhaus verfügt die Regierung von Ministerpräsident Stanley Melbourne Bruce nur noch über eine Mehrheit von neun Mandaten (bisher: 29).

Chroniknet