Was geschah im November 1941

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1.11.1941, Samstag

Die Anzeigenteile der deutschen Zeitungen werden neu gestaltet, da es Proteste der Bevölkerung gegen unnötige Werbung auf Kosten von Nachrichten und Reportagen gegeben hat.

In der Slowakei wird Juden das Reisen in Eisenbahnen nur noch in gesonderten Abteilen erlaubt, Briefe von und an Juden müssen mit dem Judenstern gekennzeichnet sein; auch in Rumänien treten Verordnungen über die Behandlung der Juden in Kraft.

Im Haus des Dirigenten Ernst Römer in Mexiko-Stadt trifft sich erstmals ein Heinrich-Heine-Club, in dem sich deutsche Künstler und Intellektuelle unter der Präsidentschaft der Schriftstellerin Anna Seghers zusammengeschlossen haben.

Eine Sturmflut an den Kanarischen Inseln verwüstet die Insel Gomera. Die Schäden belaufen sich umgerechnet auf weit mehr als 10 Millionen RM.

2.11.1941, Sonntag

Ein britischer Kreuzerverband kapert östlich des Kaps der Guten Hoffnung einen französischen Konvoi aus fünf Handelsschiffen mit zusammen 39 589 Bruttoregistertonnen.

Der Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, fordert die Polizeibehörden in einem Rund-Erlass auf, Verstöße und Nachlässigkeiten im Umgang mit Autoreifen, deren Beschaffung den zuständigen deutschen Stellen ernste Schwierigkeiten bereitet, schärfstens zu ahnden.

Im Endspiel um den deutschen Fußballpokal (Tschammerpokal) besiegt Titelverteidiger Dresdner SC den Gelsenkirchener Verein FC Schalke 04 in Berlin 2:1.

3.11.1941, Montag

Sowjetische Bomberstaffeln fliegen einen Luftangriff auf die finnische Hauptstadt Helsinki.

4.11.1941, Dienstag

Durch die zweite Verordnung zur Durchführung des Ehegesundheitsgesetzes im Deutschen Reich sind Eheleute gezwungen, vor der Eheschließung eine “Unbedenklichkeitsbescheinigung” des zuständigen Gesundheitsamtes beim Standesamt vorzulegen; eine Ausnahme gilt nur für Soldaten.

5.11.1941, Mittwoch

Der japanische Kronrat beschließt, den Krieg gegen die Vereinigten Staaten durch einen Überraschungsangriff auszulösen, falls es bei den laufenden Verhandlungen zwischen Regierungsvertretern beider Staaten bis zum 25. November keine Übereinkunft gibt.

6.11.1941, Donnerstag

Der deutsche Schauspieler Joachim Gottschalk scheidet gemeinsam mit seiner jüdischen Frau Meta und Sohn Michael in Berlin aus dem Leben.

Buchhändler im Deutschen Reich äußern Befürchtungen, dass sie zukünftig die Verbraucher nicht mehr ausreichend mit Büchern versorgen können; drastische Einschränkungen der Buchproduktion und ein wachsendes Interesse der Bevölkerung an Büchern bilden den Hintergrund für diese Sorge.

In einer Rede vor dem Obersten Sowjet gibt Parteichef Josef W. Stalin die bisherigen sowjetischen Verluste mit 350 000 Toten, 378 000 Verwundeten und mehr als einer Million Vermissten an, die tatsächlichen Verluste der Roten Armee sind jedoch weit höher.

Der finnische Marschall Carl Gustaf Emil Freiherr von Mannerheim befiehlt der Karelischen Armee, den weiteren Vormarsch gegen die UdSSR zu stoppen und Verteidigungsstellungen zu beziehen; die Stellungen sollen so befestigt werden, dass sie dauerhaft gehalten werden können.

Der frühere sowjetische Außenminister Maxim M. Litwinow wird Botschafter seines Landes in den Vereinigten Staaten.

7.11.1941, Freitag

Adolf Hitler stellt die Eroberung der sowjetischen Ölfelder im Kaukasus, die ursprünglich für dieses Jahr geplant war, bis 1942 zurück.

Die Stabschefs der US-Streitkräfte weisen ihre Operationsabteilung an, in die bestehenden Pläne für die Kriegführung im Pazifik die japanischen Inseln miteinzubeziehen.

Die britische Luftwaffe bombardiert mit 400 Flugzeugen Berlin, Mannheim, Köln, Ostende, Boulogne-sur-Mer und das Ruhrgebiet.

In Zürich stirbt der schweizerische Schriftsteller Albin Zollinger im Alter von 46 Jahren.

8.11.1941, Samstag

Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht lässt im gesamten Deutschen Reich eine Flaschensammlung durchführen, um die Versorgung der Frontsoldaten mit Getränken sicherzustellen.

In München und Augsburg kommt es zu panikartigen Reaktionen in der Bevölkerung, nachdem sich das Gerücht eines geplanten Großangriffes der britischen Luftwaffe verbreitet hat.

Ein Flottenverband der britischen Kriegsmarine versenkt im Mittelmeer einen italienischen Nachschubgeleitzug für Nordafrika; alle sieben Transportschiffe des Konvois werden trotz Geleitschutz von den Briten versenkt.

9.11.1941, Sonntag

Die beiden nationalsozialistischen Schriftsteller Adolf Bartels und Hans Baumann erhalten den Dietrich-Eckart-Preis der Hansestadt Hamburg für die kompromisslose Vertretung “des völkischen Standpunktes” in ihren Werken verliehen.

In Rumänien findet eine Volksabstimmung über die “Billigung oder Nicht-Billigung der befreienden Staatsführung des Marschalls Antonescu” statt; das Regime Ion Antonescus wird offiziellen Angaben zufolge mit “überwältigender Mehrheit” bestätigt.

Mit Aufmärschen und Festveranstaltungen begehen die Nationalsozialisten im Deutschen Reich den Jahrestag des sog. Hitlerputsches am 9. November 1923 in München.

10.11.1941, Montag

Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht veröffentlicht einen Bericht, demzufolge bei den bisherigen Kämpfen in der Sowjetunion 3 632 000 Soldaten der Roten Armee in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten seien.

Britische Luftstreitkräfte fliegen Angriffe auf die norddeutschen Städte Hamburg, Emden und Cuxhaven.

11.11.1941, Dienstag

Das Oberkommando der Wehrmacht meldet ein weiteres Vordringen deutscher Truppenverbände gegen die sowjetischen Städte Sewastopol und Kertsch auf der Halbinsel Krim.

Die finnische Regierung in Helsinki lehnt die US-amerikanischen Vermittlungsvorschläge vom 21. und 30. Oktober 1941 ab, Friedensverhandlungen mit der Sowjetunion aufzunehmen; sie sieht die finnischen Sicherheitsinteressen durch einen Abbruch der militärischen Operationen gefährdet.

12.11.1941, Mittwoch

Der britische König Georg VI. sagt in einer Rede zur Eröffnung des neuen Parlamentsjahres in den Londoner Houses of Parliament: “Die Ereignisse der letzten Jahre haben meine Völker und meine Verbündeten in ihrem Entschluss bestärkt, den Krieg gegen die Angriffsmächte bis zum Endsieg weiterzuführen”.

13.11.1941, Donnerstag

Das deutsche U-Boot “U 81” torpediert den britischen Flugzeugträger “Ark Royal”, der in der Nähe von Gibraltar sinkt.

Der US-amerikanische Kongress in Washington stimmt einer Änderung des Neutralitätsgesetzes zu. Sie erlaubt u.a. die Bewaffnung US-amerikanischer Handelsschiffe.

14.11.1941, Freitag

Reichspropagandaminister Joseph Goebbels veröffentlicht in der Wochenzeitschrift “Das Reich” zehn Grundsätze für das Verhalten gegenüber Juden, wobei er u.a. feststellt, dass die Juden kein Unrecht durch die Maßnahmen der nationalsozialistischen Machthaber erleiden.

In der sowjetischen Stadt Simferopol werden 11 000 Juden vom Sicherheitsdienst der SS ermordet.

15.11.1941, Samstag

24 deutsche Kommissionen werden zur Anwerbung dringend benötigter Arbeitskräfte für die deutsche Wirtschaft in die besetzten Ostgebiete geschickt.

In Mexiko erscheint die erste Ausgabe der Zeitschrift “Freies Deutschland”, an der zahlreiche deutsche Literaten mitarbeiten, die vor den nationalsozialistischen Machthabern ins Ausland fliehen mussten.

Am 79. Geburtstag von Gerhart Hauptmann wird dessen Drama “Iphigenie in Delphi” im Beisein des Dichters im Berliner Staatlichen Schauspielhaus uraufgeführt.

In der Bremer Wollkämmerei trifft ein Zug mit zwangsrekrutierten polnischen Arbeitern ein, die z.T. jünger als 14 Jahre sind.

Adolf Hitler unterstellt die Deutsche Akademie mit Sitz in München dem Reichspropagandaministerium; Aufgabe der Akademie ist die “Erforschung und Pflege der deutschen Sprache im Inlande und ihre Förderung und Verbreitung im Auslande”.

Nach dem Abklingen der Schlammperiode und dem ersten Frost an der Ostfront beginnen deutsche Truppen mit der zweiten Phase des Angriffs auf Moskau.

16.11.1941, Sonntag

Durch die Eroberung der sowjetischen Stadt Kertsch hält die deutsche Armee die gesamte Krimhalbinsel mit Ausnahme der Festung Sewastopol besetzt.

Die deutsche Fußballnationalmannschaft spielt in Dresden gegen die Nationalelf Dänemarks 1:1.

17.11.1941, Montag

An der Front in der Sowjetunion tritt die Rote Armee bei Rostow zu einer Gegenoffensive an und drängt deutsche Panzereinheiten zurück.

Der deutsche Generalluftzeugmeister Ernst Udet begeht Selbstmord, da ihm Fehlentwicklungen bei der Luftwaffe angelastet werden; der Öffentlichkeit wird mitgeteilt, Udet sei beim Test eines neuen Flugzeugtyps abgestürzt.

Das bisher deutschen Militärbehörden unterstellte Gebiet Semlin im ehemaligen Jugoslawien, in dem starke Partisanengruppen operieren, wird der alleinigen Gebietshoheit Kroatiens unterstellt.

Eine Verordnung für das deutsche Textilgewerbe schreibt eine Räumung der vorhandenen Lagerbestände um mindestens 30% bis zum 31. Dezember vor, um das Horten von Waren zu unterbinden.

18.11.1941, Dienstag

Die deutsche IG-Farbenindustrie AG gründet gemeinsam mit französischen Partnern das Chemiewerk SA de Matières Colorantes et Produits Clinique, Francolor, Paris.

Der deutsche Physiker und Chemienobelpreisträger von 1920, Walther Nernst, stirbt auf dem Gut Ober-Zibelle bei Bad Muskau im Alter von 77 Jahren.

Die britische 8. Armee in Nordafrika unter General Alan Cunningham eröffnet eine Offensive, um das seit April von deutschen Truppen eingeschlossene Tobruk zu entsetzen.

US-Präsident Franklin Delano Roosevelt unterzeichnet das abgeänderte Neutralitätsgesetz, das u.a. eine Bewaffnung US-amerikanischer Handelsschiffe vorsieht.

Auf deutschen Druck hin beruft die Vichy-Regierung im unbesetzten Teil Frankreichs General Maxime Weygand von seinem Posten als Generalresident in Französisch-Nordafrika und Generalgouverneur von Algerien ab.

19.11.1941, Mittwoch

Der deutsche Hilfskreuzer “Kormoran” muss nach der Versenkung von elf Schiffen vor der westaustralischen Küste seine Kaperfahrt aufgeben, da in diesem Gebiet überlegene australische Seestreitkräfte operieren.

Die 1. Panzer-Armee der deutschen Wehrmacht erreicht den Nordrand von Rostow am Don; bis zum 21. November ist die ganze Stadt in deutscher Hand.

In Göttingen stellen Stadtverwaltung Wehrmachtsstellen und Parteigliederungen der NSDAP mehrere hundert Schlafstellen zur Verfügung, da die vorhandenen Zimmer für die sprunghaft angewachsene Studentenschaft der Universität nicht ausreicht.

Adolf Hitler legt als Kriegsziel für das kommende Jahr die Besetzung des Kaukasus und der Südgrenze der UdSSR fest.

20.11.1941, Donnerstag

Die japanischen Unterhändler in Washington, Admiral Saburo Kurusu und Botschafter Kichisaburo Nomura, überreichen US-Außenminister Cordell Hull das letzte japanische Verhandlungsangebot zur Bereinigung der Spannungen im pazifischen Raum; Japan verlangt u.a. die Freigabe der eingefrorenen japanischen Guthaben in den USA und die Aufgabe der Unterstützung Chinas.

Britische Luftwaffeneinheiten greifen von Malta aus einen italienischen Geleitzug an, der Nachschub für die Truppen der Achsenmächte nach Nordafrika bringen soll; drei italienische Schiffe werden bei den Kämpfen versenkt.

Der US-Amerikaner Theodor Nathan Kaufmann veröffentlicht in den Vereinigten Staaten das Buch “Germany must perish” (Deutschland muss zugrunde gehen).

21.11.1941, Freitag

Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ordnet die Vorbereitung des Angriffs auf die Murmansk-Bahn an, eine sowjetische Eisenbahnverbindung zur Hafenstadt Murmansk; der deutsche Vorstoß soll im März 1942 erfolgen, zur Zeit der meisten Schneefälle in dieser Region.

In Berlin wird der Film “Das andere Ich” von Regisseur Wolfgang Liebeneiner uraufgeführt, in dem Hilde Krahl, Mathias Wieman, Erich Ponto und Harald Paulsen die Hauptrollen spielen.

22.11.1941, Samstag

Der deutsche Hilfskreuzer “Schiff 16 Atlantis” wird im Südatlantik von dem britischen Schweren Kreuzer “Devonshire” überrascht; die Mannschaft versenkt ihr Schiff selbst.

Ein Länderkampf der deutschen und der dänischen Box-Nationalstaffeln in München endet 14:2 für die deutschen Boxer.

Die Reichsstelle für die Elektrizitätswirtschaft fordert die deutschen Verbraucher auf, zwischen 6 und 10 Uhr elektrische Geräte möglichst nicht zu verwenden, um die Stromversorgung der Rüstungsindustrie und der Landwirtschaft nicht zu gefährden.

Der deutsche Luftwaffenoberst Werner Mölders kommt bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe von Breslau ums Leben.

Die deutsche Seekriegsleitung bricht die Kriegführung im Nordatlantik vorübergehend ab und entsendet 13 U-Boote ins Mittelmeer zur Entlastung der dort kämpfenden Streitkräfte der Achsenmächte.

23.11.1941, Sonntag

Die deutschen Truppen in der Sowjetunion erobern die nordwestlich von Moskau gelegene Stadt Klin. Die Verteidiger der 30. sowjetischen Armee müssen sich zurückziehen.

Die japanische Regierung verschiebt den letzten Termin für den Abschluss der Verhandlungen mit der US-Regierung über die Lage in der Pazifikregion vom 25. auf den 29. November.

Die Universität Straßburg nimmt als deutsche Reichsuniversität den Lehrbetrieb wieder auf, während die französische Universität nach Clermont-Ferrand verlagert wird.

Britische Sturmtruppen landen für wenige Stunden an der Küste der Normandie und greifen deutsche Stellungen an.

25.11.1941, Dienstag

Vertreter der US-Regierung und der niederländischen Exilregierung unterzeichnen einen Staatsvertrag, aufgrund dessen US-amerikanische Streitkräfte Niederländisch-Guayana (Surinam) besetzen.

In Wien findet die Premiere des Films “Jenny und der Herr im Frack” statt; unter der Regie von Paul Martin spielen Gusti Huber, Johannes Heesters, Paul Kemp und Oskar Sima die Hauptrollen.

Der Oberbefehlshaber der 8. britischen Armee, Generalleutnant Alan Cunningham, wird angesichts der verlustreichen Kämpfe seiner Truppen in Nordafrika von seinem Kommando abgelöst.

Im Deutschen Reich wird die elfte Verordnung zum Reichsbürgergesetz erlassen, die es ermöglicht, den zur Deportation bestimmten deutschen Juden die Staatsbürgerschaft zu entziehen und ihr Vermögen zu beschlagnahmen.

Die Zahl der Kriegsgefangenen, die sich im Deutschen Reich befinden, wird offiziell bekanntgegeben.

US-Präsident Franklin Delano Roosevelt entschließt sich zum Abbruch der Verhandlungen mit Japan über Fernostfragen, indem er der japanischen Delegation unannehmbare Bedingungen stellt.

Am fünften Jahrestag des Antikominternpaktes treten bei einem Festakt in Berlin Bulgarien, Dänemark, Finnland, Kroatien, Rumänien, National-China und die Slowakei dem Bündnisvertrag bei.

Nördlich von Bardia versenkt das deutsche U-Boot “U 331” das britische Schlachtschiff “Barham”.

26.11.1941, Mittwoch

Das japanische Angriffsgeschwader für den Überfall auf den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii sticht von den Kurilen aus in See. Zu dem Geschwader gehören u.a. sechs Flugzeugträger, zwei Schwere Kreuzer und zwei Schlachtschiffe.

27.11.1941, Donnerstag

Die deutschen Truppen an der Ostfront erreichen das Gebiet um Krasnogorsk nordwestlich von Moskau.

General Georges Catroux, Beauftragter des freifranzösischen Generals Charles de Gaulle im Nahen Osten, verkündet die Unabhängigkeit der Republik Libanon.

28.11.1941, Freitag

Die britische Regierung fordert in einer Note an die Regierung Finnlands die Beendigung des Krieges gegen die Sowjetunion.

In Wien beginnt eine Festwoche zum Gedenken an den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart, in deren Rahmen bis zu dessen 150. Todestag am 5. Dezember zahlreiche seiner Werke zur Aufführung kommen.

Aus Anlass des achten Jahrestages der Gründung der NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude (KdF) gibt die Organisationsführung in Berlin einen Überblick über bisherige Aktivitäten in der Truppenbetreuung; allein 1941 sind 188 000 KdF-Veranstaltungen von 68 Millionen Soldaten besucht worden.

Die letzten italienischen Streitkräfte in Ostafrika kapitulieren bei Gondar vor der britischen Übermacht, 23 000 Italiener geraten in Kriegsgefangenschaft.

Der rumänische König Michael stattet dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler einen Besuch in Berlin ab, um mit ihm die Lage an der Ostfront und weitere Maßnahmen zu erörtern.

Deutsche Truppen erobern die von Josip Tito proklamierte “Volksrepublik Užce” auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien; Titos Partisanenarmee zieht sich in die nahegelegenen Berge zurück.

29.11.1941, Samstag

Streitkräfte der Roten Armee erobern das am 21. November von deutschen Truppen eingenommene Rostow zurück.

In Norwegen werden durch eine Verordnung des deutschen Reichskommissars Josef Terboven Rationierungskarten für Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände ausgegeben, die Menge der zugebilligten Waren wird dabei von der Zusammenarbeit mit den deutschen Besatzungsbehörden abhängig gemacht.

30.11.1941, Sonntag

84 britische Flugzeuge fliegen einen Angriff auf Hamburg, bei dem sie 138 t Bomben abwerfen.

Der sowjetische Staatschef Josef W. Stalin billigt einen Operationsplan des Generalstabes, der eine Gegenoffensive im Raum Moskau gegen die vorrückenden deutschen Wehrmachtstruppen beinhaltet.

Die mexikanische Regierung gibt bekannt, dass sie die Flottenstützpunkte Acapulco de Juarez, Salina Cruz und Magdalenenbucht den US-Streitkräften überläßt.

Bei der Weinlese in den deutschen Anbaugebieten werden Kriegsgefangene und Fremdarbeiter eingesetzt. Der größte Teil der diesjährigen Weine, die keine hohe Qualität haben, wird an die Wehrmacht geliefert.