Was geschah im November 1975

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1.11.1975, Samstag

Der portugiesische Revolutionsrat beschließt, drei militärische Sondergerichtshöfe für politische Vergehen einzurichten. Er bricht damit sein 18 Monate zuvor gegebenes Versprechen, alle Sondergerichte abzuschaffen.

In Beirut brechen erneut schwere Kämpfe zwischen Moslems und Christen aus, bei denen über 100 Menschen getötet werden.

Mehrere westeuropäische Staaten beschließen die Einrichtung eines Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage in Reading.

Der italienische Schriftsteller und Filmregisseur Pier Paolo Pasolini wird im römischen Vorort Ostia ermordet aufgefunden.

Bei einem durch Brandstiftung entstandenen Großfeuer in einem Lagerhaus der Hamburger Staatstheater wird fast der gesamte Fundus, darunter 70 Bühnenbilder der Staatsoper, mit einem Gesamtwert von 80 Mio. DM vernichtet.

2.11.1975, Sonntag

US-Präsident Gerald Ford bekräftigt seine Haltung, dass sein Land nicht mit der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO verhandeln werde, solange diese das Existenzrecht Israels nicht anerkenne.

Bei einem Einbruch in die Schatzkammer des Kölner Doms werden jahrhundertealte sakrale Kunstgegenstände im Wert von mehreren Mio. DM geraubt.

In Frankreich wird ein Weinskandal aufgedeckt. In Bordeaux sollen Exportweine mit dem verbotenen hochgiftigen Natriumnitrit haltbar gemacht worden sein.

3.11.1975, Montag

Der US-amerikanische Vizepräsident Nelson A. Rockefeller teilt mit, dass er bei der Präsidentschaftswahl 1976 nicht erneut für sein Amt kandidieren werde. – Am selben Tag gibt Präsident Gerald Ford eine Regierungsumbildung bekannt, bei der u.a. Verteidigungsminister James Schlesinger durch Donald Rumsfeld ersetzt wird.

Die britische Königin Elisabeth II. eröffnet im schottischen Dyce die erste Pipeline für Nordseeöl.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate wird in Bangladesch die Regierung durch einen Putsch gestürzt. Neuer Staatspräsident wird Abu Sadat Mohammed Sayem.

Die Universität Bayreuth nimmt den Lehrbetrieb in den Fächern Biologie und Mathematik auf.

4.11.1975, Dienstag

Der Athener Berufungsgerichtshof lässt die Anklage wegen Hochverrats gegen den früheren Präsidenten Georgios Papadopoulos und 14 Mitglieder seiner Regierung wegen der Auslöschung der griechischen Monarchie und der Ausrufung der Republik am 1. Juni 1973 fallen.

41 jüngere, vorwiegend der SPD und der FDP nahestehende Wissenschaftler kritisieren die Konjunkturpolitik der Bundesregierung als “unsozial”.

5.11.1975, Mittwoch

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entscheidet, dass Diäten von Bundestags- und Landtagsabgeordneten steuerpflichtig sind.

Die Verteidigungsminister der Mitgliedsstaaten des westlichen Militärblocks NATO beschließen in Den Haag eine Verbesserung ihrer Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Rüstung.

6.11.1975, Donnerstag

250 000 Marokkaner marschieren in den Norden der spanischen Überseeprovinz Westsahara ein, um die Ansprüche ihres Landes auf das Gebiet zu unterstreichen.

Der französische Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing beginnt einen dreitägigen Besuch in Tunesien. Es ist die erste Visite eines französischen Staatsoberhaupts seit der Unabhängigkeit Tunesiens 1956.

Irische Terroristen lassen den am 3. Oktober entführten niederländischen Betriebsdirektor Tiede Herrema nach fünf Wochen frei und ergeben sich der Polizei, die das Versteck der Kidnapper umstellt hat.

Gegen die Stimmen der Opposition verabschiedet der Bundestag das Haushaltsstrukturgesetz, durch das die Ausgaben des Bundes reduziert und die Staatsverschuldung abgebaut werden sollen. Bei der Einbringung des 168,1 Mrd.-Etats für 1976 hat Bundesfinanzminister Hans Apel (SPD) zwei Tage zuvor im Parlament darauf hingewiesen, dass eine Pause bei sozialen Leistungsverbesserungen zwingend notwendig sei.

Der Bundestag verabschiedet ein Gesetz über die Vereinheitlichung und Modernisierung des Strafvollzugs in der Bundesrepublik Deutschland.

7.11.1975, Freitag

Ein indisches Forscherteam teilt mit, dass es ein Nasenspray mit empfängnisverhütender Wirkung entwickelt habe. Versuche an Affen hätten gezeigt, dass das Medikament fünfmal pro Monat inhaliert werden müsse, um eine Schwangerschaft zu verhindern.

Der Bundesrat lehnt mit der Mehrheit der CDU/CSU-regierten Länder die neuen Polenverträge in der vorliegenden Form ab.

Der Oberste Gerichtshof Indiens weist einstimmig das Urteil des Obersten Gerichtes von Allahabad zurück, wonach Regierungschefin Indira Gandhi wegen Korruption im Wahlkampf sechs Jahre lang kein öffentliches Amt mehr bekleiden dürfe.

8.11.1975, Samstag

Entgegen dem Vorschlag des Landesvorsitzenden Martin Bangemann beschließt die baden-württembergische FDP, mit einer Koalitionsaussage zugunsten der SPD in den Landtagswahlkampf zu gehen.

9.11.1975, Sonntag

Bombenanschläge und Zusammenstöße politischer Gegner verschärfen die Lage in Portugal.

In Paris demonstrieren etwa 1000 Filmschaffende mit einem Protestmarsch gegen die Filmzensur.

10.11.1975, Montag

Gegen die Stimmen der westlichen Staaten verabschiedet die UN-Vollversammlung eine Entschließung, in der der Zionismus als Form des Rassismus bezeichnet wird.

Als erster Präsident der Bundesrepublik Deutschland stattet Walter Scheel der Sowjetunion einen Staatsbesuch ab (bis 15.11).

Der Primas der anglikanischen Kirche Erzbischof Donald Coggan, schlägt seinen bessergestellten Landsleuten einen Konsumverzicht zugunsten einer Sanierung von Elendsvierteln vor.

11.11.1975, Dienstag

Angola wird nach fast 500 Jahren portugiesischer Kolonialherrschaft unabhängig. Das Land ist von einem blutigen Bürgerkrieg überzogen.

Australiens Generalgouverneur John Kerr enthebt Ministerpräsident Edward Gough Whitlam seines Amtes und beauftragt Oppositionsführer Malcolm Fraser mit der Bildung einer Übergangsregierung bis zu Neuwahlen am 13. Dezember.

In Aachen wird anlässlich des Karnevalsbeginns der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Constantin Freiherr Heeremann von Zuydtwyck, zum Ritter des Ordens “Wider den tierischen Ernst” gewählt.

12.11.1975, Mittwoch

Marokko, Mauretanien und Spanien einigen sich über die politische Zukunft der phosphatreichen Westsahara.

Im nordirischen Bürgerkrieg wird der 1000. Zivilist seit Ausbruch der Unruhen 1969 getötet.

13.11.1975, Donnerstag

Auf dem Zions-Platz in Jerusalem werden bei der Explosion einer Bombe sechs israelische Jugendliche getötet und 42 verwundet.

Die USA fordern in der UN-Vollversammlung eine weltweite Amnestie für politische Gefangene.

Die CDU veröffentlicht eine Dokumentation, nach der in der Bundesrepublik Deutschland 5,8 Mio. Menschen mit einem Einkommen leben, das unter dem Sozialhilfesatz liegt.

14.11.1975, Freitag

Streikende Bauarbeiter in Portugal erzwingen durch eine tagelange Belagerung des Regierungssitzes eine 25%ige Lohnerhöhung.

Der amtierende spanische Staatschef, Prinz Juan Carlos, erlaubt die Anwendung der spanischen Regionalsprachen.

Israel beendet die Evakuierung der Ras-Sudr-Ölfelder auf dem Sinai und übergibt sie wie im israelisch-ägyptischen Vertrag vom 4. September vereinbart den UN-Truppen.

Mit einer auf Video aufgenommenen Aussage tritt US-Präsident Gerald Ford als Zeuge gegen eine Frau auf, die ein Attentat auf ihn verübt hat.

Der Bundesrechnungshof übt in seinem Bericht über die Ausgaben des Bundes im Jahr 1973 Kritik an den Aufwendungen für Personal, Öffentlichkeitsarbeit und Vereinsförderung.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO teilt mit, dass mit der Heilung des letzten Pockenkranken in Bangladesch Asien erstmals in der Geschichte pockenfrei sei.

Die Fußballer Paul Breitner und Günther Netzer erklären, dass sie nicht mehr in der Nationalelf spielen wollen.

Nach fünftägiger Dauer endet in Mannheim der Parteitag der SPD. Die Regierungspartei war bemüht, der Öffentlichkeit ein möglichst harmonisches Bild zu geben.

Die kommunistischen Parteien Frankreichs und Italiens verabschieden eine gemeinsame Erklärung, in der sie ihre Absicht bekräftigen, auf demokratischem Weg und nach westeuropäischen Vorstellungen zum Sozialismus zu kommen.

Die Tarifpartner einigen sich auf Einkommensverbesserungen von 6% für die 220 000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen und Bremen. Der Tarifbezirk Saar schließt sich am 19. November dem Ergebnis an.

16.11.1975, Sonntag

Die Gefangenenhilfsorganisation Amnesty International veröffentlicht einen Bericht, wonach in der Sowjetunion mindestens 10 000 Menschen aus politischen und religiösen Gründen inhaftiert sind.

Im Westberliner Stadtteil Kreuzberg entdeckt die Polizei das Versteck, in dem der entführte CDU-Landesvorsitzende Peter Lorenz gefangengehalten wurde.

17.11.1975, Montag

In Rambouillet bei Paris einigen sich die Führer der sechs bedeutendsten westlichen Industrienationen darauf, dass ihre wichtigste Aufgabe darin bestehe, die Rezession zu beenden und die Arbeitslosigkeit zu reduzieren.

Die Spitzen der Unionsparteien einigen sich nach wochenlangen, öffentlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten auf eine zehnköpfige gemeinsame Führungsmannschaft mit Blick auf die Bundestagswahl 1976.

18.11.1975, Dienstag

Das spanische Parlament, die Cortes in Madrid, verabschiedet ein Gesetz zur Einführung allgemeiner freier und geheimer Wahlen auf Regionalebene.

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen billigt zwei sich widersprechende Resolutionen zur Lösung des Korea-Konflikts. Die eine fordert Verhandlungen zwischen Nord- und Südkorea, der Volksrepublik China und den USA über eine Erweiterung des Waffenstillstandsabkommens von 1953, die andere Entschließung verlangt Gespräche lediglich zwischen Nordkorea und den Vereinigten Staaten.

In Wien einigen sich Vertreter der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) darauf, einen Hilfsfonds mit 1 Mrd. US-Dollar (2,6 Mrd. DM) zur Unterstützung von Entwicklungsländern einzurichten, die wegen der gestiegenen Erdölpreise in Schwierigkeiten geraten sind.

Thailändische und laotische Truppen liefern sich an der Grenze am nördlichen Mekong nahe Vientiane Gefechte. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, die Kämpfe begonnen zu haben.

19.11.1975, Mittwoch

In Stuttgart besiegt die bundesdeutsche Fußballnationalmannschaft in einem Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 1976 Rumänien 1:0. Torschütze ist Jupp Heynckes von Borussia Mönchengladbach.

In Gundremmingen ereignet sich der erste tödliche Betriebsunfall in einem bundesdeutschen Atomkraftwerk. Zwei Schlosser werden bei Reparaturarbeiten durch heiße radioaktive Dämpfe verbrüht.

Mit der traditionellen Thronrede der Königin zur Eröffnung der neuen Parlamentsperiode gibt die britische Labourregierung ihr Programm bekannt. Geplant sind u.a. weitere Autonomierechte für Schottland und Wales sowie die Verstaatlichung der Flugzeug- und Schiffsindustrie.

20.11.1975, Donnerstag

Spaniens Staatschef Francisco Franco Bahamonde, der das Land 39 Jahre lang mit diktatorischen Mitteln regierte, stirbt im Alter von 82 Jahren. Die verbotenen politischen Parteien fordern daraufhin die Demokratisierung Spaniens.

Island und die Bundesrepublik Deutschland einigen sich nach dreijährigen Auseinandersetzungen auf ein neues Fischereiabkommen in der Nordsee.

21.11.1975, Freitag

Die weltgrößten Exporteure von Nuklearmaterial – die USA die UdSSR, Großbritannien, Frankreich, die Bundesrepublik Deutschland, Kanada und Japan – einigen sich in London auf Richtlinien, mit denen verhindert werden soll, dass die importierenden Nationen das Material zum Bau von Atomwaffen benutzen.

Sprecher der Regierungen von Nord- und Südvietnam erklären, dass sie in der ersten Jahreshälfte 1976 gemeinsame Wahlen abhalten wollen. Das Parlament soll dann über einen Verfassungsentwurf für ein vereinigtes Vietnam abstimmen.

22.11.1975, Samstag

Im Madrider Parlament wird Prinz Juan Carlos von Bourbon zum spanischen König proklamiert. Seine feierliche Inthronisation erfolgt am 27. November.

In der syrischen Hauptstadt Damaskus beginnt UN-Generalsekretär Kurt Waldheim eine Nahost-Vermittlungsreise, die ihn bis zum 26. November noch nach Kairo, Jerusalem und Beirut führt.

In Mönchengladbach beginnt der zweitägige Deutschlandtag der Jungen Union. Matthias Wißmann wird dabei in seinem Amt als Bundesvorsitzender der CDU-Nachwuchsorganisation bestätigt.

23.11.1975, Sonntag

Über 700 Delegierte aus 286 protestantischen, orthodoxen, anglikanischen und altkatholischen Kirchen kommen in Nairobi zur 5. Versammlung des Weltkirchenrates zusammen. Hauptthemen der bis zum 10. Dezember dauernden Veranstaltung sind Verfolgung aus religiösen Gründen, Rassismus, Diskriminierung von Frauen und politische Aktivitäten religiöser Gruppen.

In Paris wird der letzte Film des ermordeten italienischen Regisseurs Pier Paolo Pasolini, “Die 120 Tage von Sodom”, uraufgeführt. In Italien ist der Film verboten.

24.11.1975, Montag

Die britische Regierung stellt drei bewaffnete Fregatten zum Schutz von Fischerbooten in den umstrittenen Gewässern um Island ab.

Das Buch “Wie alles anfing” des ehemaligen Mitglieds der “Bewegung 2. Juni”, Michael Baumann, wird in München beschlagnahmt.

In Detroit sagt US-Außenminister Henry Kissinger, dass sein Land der Intervention kubanischer Söldner in Angola gegenüber nicht gleichgültig bleiben könne.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sagt in seinem Jahresgutachten für die Bundesrepublik Deutschland ein reales Wirtschaftswachstum von 4,5% für 1976 voraus.

25.11.1975, Dienstag

König Juan Carlos von Spanien erlässt eine Amnestie, jedoch bleiben die nach dem Terroristengesetz vom 22. August 1975 Verhafteten davon ausgeschlossen.

Surinam wird von den Niederlanden unabhängig.

Auf der 36. Sitzung der konzertierten Aktion lehnen die bundesdeutschen Gewerkschaften die von der Wirtschaft geforderten Steuererleichterungen für Unternehmergewinne ab.

26.11.1975, Mittwoch

In Portugal scheitert ein Putschversuch prokommunistischer Armeeeinheiten. General Otelo Saraiva de Carvalho, bisher Befehlshaber der Sicherheitsverbände Copcon, wird entmachtet. Auch Heeres-Stabschef Carlos Fabiao muss sein Amt abgeben.

Der weiße südafrikanische Schriftsteller Breyten Breytenbach wird vom Obersten Gerichtshof in Südafrika zu neun Jahren Gefängnis wegen Konspiration zum Sturz der Regierung verurteilt.

US-Präsident Gerald Ford sagt in einer Pressekonferenz in Washinghton, er habe den Geheimdienst CIA angewiesen, nicht an der Ermordung ausländischer politischer Führer teilzunehmen oder sie zu planen.

Das Bundeskabinett beschließt energiepolitische Maßnahmen, u.a. die unverzügliche Bildung einer nationalen Steinkohlereserve.

27.11.1975, Donnerstag

Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher stattet Israel einen offiziellen Besuch ab. Bei den Besprechungen ergeben sich unterschiedliche Auffassungen in der Palästina-Frage.

28.11.1975, Freitag

Die Revolutionäre Front für die Unabhängigkeit Osttimors (FRETELIN) erklärt die portugiesische Überseeprovinz Timor für unabhängig. Am 29. November deklarieren vier andere Gruppen die Insel zu einem Teil Indonesiens.

In Japan treten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst für die Wiedererlangung des Streikrechts in den Ausstand. Dadurch kommt es vor allem auf dem Verkehrssektor zu chaotischen Zuständen.

Nach monatelangem Tauziehen um die für gemeinsame Forschungseinrichtungen zur Verfügung stehenden Gelder unterzeichnen die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzler Helmut Schmidt eine Rahmenvereinbarung zur Finanzierung der Forschungsförderung.

Gegen die Stimmen der Opposition beschließt der Bundestag, den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung ab 1. Januar 1976 von 2% auf 3% zu erhöhen. Außerdem werden Abstriche beim Arbeitsförderungsgesetz gemacht.

29.11.1975, Samstag

Bei den Wahlen in Neuseeland erreicht die bisher oppositionelle konservative Nationalpartei die absolute Mehrheit. Robert David Muldoon wird neuer Premierminister.

Bei der Eröffnung der alpinen Skisaison im italienischen Livigno gewinnen Hansi Hinterseer (Österreich) im Riesenslalom und der Schwede Ingemar Stenmark im Slalom.

30.11.1975, Sonntag

In Finnland wird das sechsmonatige Übergangskabinett durch eine Koalitionsregierung von fünf Parteien ersetzt, nachdem Präsident Urho Kekkonen eine “Regierung des nationalen Notstands” gefordert hat.

Israel übergibt vertragsgemäß die 1967 eroberten Erdölfelder von Abu Rodeis den UNO-Truppen, die ihrerseits das Gebiet am Tag darauf Ägypten überantworten. Damit sind alle Erdölquellen auf dem Sinai wieder in ägyptischer Hand.

Zwischen der Bundesrepublik Deutschland, Österreich, Frankreich, der Sowjetunion und dem Iran wird ein umfangreiches Erdgasgeschäft abgeschlossen.

Im November steigt die Zahl der Arbeitslosen in der Bundesrepublik Deutschland auf 1 114 200, die Zahl der Kurzarbeiter verringert sich auf 689 400.