Was geschah im November 1976

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1.11.1976, Montag

Der am 18. Oktober von den arabischen Staaten vereinbarte Waffenstillstand im Libanon wird gebrochen. Im Grenzgebiet zu Israel kommt es zu mehreren Gefechten zwischen Palästinensern und Angehörigen der christlichen Milizen.

Bundesverteidigungsminister Georg Leber (SPD) entlässt in Bonn zwei führende Generäle der Bundeswehr.

In Berlin (West) wird das erste sog. Frauenhaus eröffnet, in dem Frauen Zuflucht finden, denen Gewalt von Männern angetan wurde.

Rhodesische Truppen greifen in Moçambique Stützpunkte und Nachschublager linksgerichteter Rebellen an. Bei den erbittert geführten Kämpfen kommen mehrere hundert Menschen ums Leben.

In Burundi übernehmen nach einem unblutigen Putsch linksgerichtete Militärs die Macht.

2.11.1976, Dienstag

Das indische Parlament verabschiedet in Neu-Delhi Verfassungsänderungen, die der Ministerpräsidentin Indira Gandhi diktatorische Vollmachten einräumen. Die Befugnisse des Obersten Gerichtshofes werden stark eingeschränkt.

In Essen wird der DDR-Flüchtling Werner Weinhold vom Vorwurf des zweifachen Totschlags freigesprochen. Weinhold hatte zwei Grenzsoldaten der DDR getötet.

Nach Angaben aus Moskau haben sowjetische Wissenschaftler mit Hilfe eines Atomsprengsatzes in Sibirien einen künstlichen See mit einem Wasservolumen von rund 20 Mio. m geschaffen.

Der deutsche Autor Rolf Hochhuth erhält für sein schriftstellerisches Gesamtwerk den Kunstpreis der schweizerischen Stadt Basel.

Jimmy Carter von der Demokratischen Partei geht aus den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen als Sieger hervor.

3.11.1976, Mittwoch

In Dresden beginnt der Wiederaufbau des weltberühmten Kurländerpalais. Das 1729 erbaute Gebäude war 1945 während des anglo-amerikanischen Luftangriffs auf die sächsische Residenzstadt zerstört worden.

In einem Interview erklärt der Leiter der Bremer Verkehrsfliegerschule, dass die Lufthansa Frauen im Cockpit weiterhin strikt ablehnt.

Mehrere hundert Kernkraftgegner besetzen das Baugelände des geplanten Kernkraftwerkes Brokdorf.

Britische und französische Regierungsvertreter beschließen in London, die Finanzierung der Weiterentwicklung des Überschallflugzeugs “Concorde” aus Kostengründen vorläufig auszusetzen.

Im Zuge einer “Säuberungswelle” werden in Malaysia sechs führende Politiker der linksgerichteten Oppositionsparteien verhaftet.

4.11.1976, Donnerstag

In Peking tritt die chinesische Führung Gerüchten entgegen, dass die Mitglieder der Anfang Oktober entmachteten sog. Viererbande, darunter die Witwe Mao Zedongs, hingerichtet worden seien.

Bei dem Absturz eines indonesischen Verkehrsflugzeuges bei Jakarta kommen 26 Menschen ums Leben.

5.11.1976, Freitag

In Tokio tritt der stellvertretende japanische Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Takeo Fukuda von seinen Ämtern zurück. Fukuda wirft Ministerpräsident Takeo Miki (Liberal-Demokratische Partei) Führungsschwäche vor.

Bei Nachwahlen zum britischen Parlament gewinnen die Konservativen zwei Sitze der Labour Party. Damit hat die Regierungspartei im Unterhaus nur noch einen Sitz mehr als die Opposition.

Der bayerische Kultusminister Hans Maier wird zum Vorsitzenden des Zentralkomitees der deutschen Katholiken gewählt. Die Organisation ist ein Zusammenschluss von Laienkräften des deutschen Katholizismus.

Der am 3. November in Münster entführte Springreiter Hendrik Snoek wird gegen die Zahlung von 5 Mio. DM Lösegeld freigelassen.

6.11.1976, Samstag

In Trapani auf Sizilien kommt es infolge sintflutartiger Regenfälle zu Überschwemmungen. Die Naturkatastrophe fordert 13 Todesopfer.

Nach Berichten einer Untersuchungskommission in Madrid hat der US-amerikanische Flugzeughersteller Lockheed hohen spanischen Militärs Bestechungsgelder in Höhe von umgerechnet rund 25 Mio. DM für die Bestellung von Kampfflugzeugen gezahlt.

7.11.1976, Sonntag

Der 7. Parteitag der albanischen Partei der Arbeit bestätigt in Tirana einstimmig Enver Hoxha in seinem Amt als Parteichef.

8.11.1976, Montag

Die prowestliche Befreiungsorganisation UNITA unternimmt einen Aufstand gegen die kommunistische Staatsführung in Angola. Die Revolte wird mit Hilfe von kubanischen Truppen niedergeschlagen.

In New York verabschiedet die Vollversammlung der Vereinten Nationen mehrere Resolutionen, die sich gegen das System der Apartheid in Südafrika richten.

Die Hebräische Universität in Jerusalem verleiht dem französischen Schriftsteller und Philosophen Jean-Paul Sartre die Ehrendoktorwürde. Sartre, der bislang alle offiziellen Auszeichnungen, darunter 1964 den Literaturnobelpreis, abgelehnt hatte, nimmt die Doktorwürde an, um seiner Freundschaft zu dem israelischen Volk Ausdruck zu verleihen.

In der britischen Hauptstadt London wird eine Bestechungsaffäre bei Scotland Yard aufgedeckt. Die Enthüllungen, nach denen eine Abteilung über 20 Jahre lang Bestechungsgelder von Bordellbesitzern erhalten hat, beherrschen tagelang die Schlagzeilen der britischen Boulevard-Presse.

9.11.1976, Dienstag

In Dublin wird der ehemalige EG-Kommissar John Patrick Hillery zum Präsidenten der Republik Irland vereidigt. Er tritt die Nachfolge von Cearbhall O’Dalaigh an, der am 22. Oktober wegen des Streits um die Anti-Terror-Gesetzgebung seiner Regierung zurückgetreten war.

In Genf verabschiedet die Liga der Gesellschaften des Roten Kreuzes ein neues Statut, das der Hilfsorganisation ermöglicht, auch während bewaffneter Konflikte tätig werden zu können.

10.11.1976, Mittwoch

In Straßburg verabschiedet der Europarat eine Konvention zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus.

Der ägyptische Staatspräsident Anwar As Sadat erklärt in Kairo gegenüber einer Delegation des US-Kongress’, er sei zum Abschluss eines Friedensvertrages mit Israel bereit. Voraussetzung sei allerdings die Räumung der von Israel besetzten ägyptischen Gebiete.

Die Bundesregierung verabschiedet in Bonn ein Programm zur Unterstützung von Arbeitslosen. Das Programm hat ein Volumen von rund 1,6 Mrd. DM.

11.11.1976, Donnerstag

In Rom wird bekanntgegeben, dass der an Krebs erkrankte ehemalige Polizeichef Heinrich Himmlers in Rom, Hans Kappler, frühzeitig aus der Haft entlassen wird. Kappler war nach Ende des Zweiten Weltkrieges wegen Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. In der italienischen Öffentlichkeit löst die Nachricht von der bevorstehenden Freilassung Kapplers heftige Proteste aus.

12.11.1976, Freitag

Die ägyptische Regierung gestattet den sog. Plattformen, in denen die politischen Kräfte des Landes organisiert sind, sich als Parteien zu konstituieren.

In der kanadischen Stadt Oakville erzielt ein Zuchtbulle einen Kaufpreis von umgerechnet rund 550 000 DM. Das ist der höchste Preis, der jemals für ein Stück Vieh bezahlt wurde.

13.11.1976, Samstag

Prinz Philip von Großbritannien und Nordirland übt in London öffentlich scharfe Kritik an den Auswüchsen des Sozialstaates. Die Äußerungen des Ehemanns der britischen Königin lösen heftige Diskussionen aus.

In Florenz eröffnet der italienische Staatspräsident Giovanni Leone die Europäische Universität.

Der DDR-Liedermacher Wolf Biermann gibt in Köln ein Konzert vor mehr als 10 000 Zuschauern. Es ist das erste Mal seit 1965, dass Biermann in der Bundesrepublik Deutschland gastiert.

14.11.1976, Sonntag

In Brokdorf protestieren rund 30 000 Menschen gegen die Errichtung eines Kernkraftwerkes. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei werden mehrere Menschen verletzt.

15.11.1976, Montag

Der französische Autor Patrick Grainville erhält in Paris für seinen Roman “Les Flamboyants” den Literaturpreis Prix Goncourt.

In Wien schließt nach mehrwöchiger Dauer die Ausstellung “1000 Jahre Babenberger in Österreich” ihre Pforten. Insgesamt haben rund 470 000 Menschen die Ausstellung besucht.

Der Generalsekretär der KPdSU, Leonid I. Breschnew, trifft in der jugoslawischen Hauptstadt Belgrad zu einem mehrtägigen Staatsbesuch ein. Im Mittelpunkt seiner Gespräche mit Gastgeber Josip Broz Tito steht der Ausbau der Beziehungen zwischen den beiden Staaten. In einer Tischrede bestätigt Breschnew ausdrücklich das Recht Jugoslawiens auf einen eigenen Weg zum Sozialismus.

Bei den Parlamentswahlen im kanadischen Quebec erringt die separatistische Partei 69 von 110 Mandaten. Sie tritt für eine Volksabstimmung über die Selbständigkeit der französischsprachigen Provinz ein.

Die Deutsche Bundespost stellt in Berlin (West) die ersten Tastentelefone vor. Sie sollen in den nächsten Jahren die in der Bundesrepublik üblichen Apparate mit Wählscheibe ersetzen.

16.11.1976, Dienstag

Die Regierung der DDR entzieht dem Lyriker und Liedermacher Wolf Biermann wegen “feindseligen Auftretens” in der Bundesrepublik Deutschland die Staatsangehörigkeit.

In New York scheitert der Antrag Vietnams auf Aufnahme in die Vereinten Nationen am Veto der USA.

Rund 5000 Metallarbeiter demonstrieren in Mülheim für den Bau des Atomkraftwerkes Brokdorf. Die Arbeiter fürchten um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

17.11.1976, Mittwoch

In Amman stürmen palästinensische Terroristen ein Hotel und nehmen Geiseln. Nach einem heftigen Feuergefecht können jordanische Truppen die Geiseln befreien. Die Aktion fordert sieben Todesopfer, darunter drei Terroristen, sowie zahlreiche Verletzte.

Der US-amerikanische Präsident Gerald R. Ford genehmigt in Washington den Bau von weiteren 60 Interkontinentalraketen vom Typ Minuteman-III. Dadurch soll – so dass Weiße Haus – die Entschlossenheit der USA bewiesen werden, der sowjetischen Hochrüstung zu begegnen. Die USA verfügen zur Zeit über 490 Minuteman-III-Raketen mit Mehrfachsprengköpfen.

In Santiago de Chile verkündet die chilenische Militärjunta eine Amnestie für politische Gefangene. Ausgenommen sind nach offiziellen Angaben lediglich 18 Häftlinge, deren Freilassung wegen der Schwere ihrer Vergehen “nicht zu verantworten” sei. Sie könnten jedoch im Austausch gegen in der Sowjetunion inhaftierte Bürgerrechtler ausgetauscht werden.

In Hannover schlägt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft Europameister CSSR 2:0.

18.11.1976, Donnerstag

In der britischen Hauptstadt London wird die Jamaikanerin Cynthia Jean Breakspeare zur “Miss World 1976” gewählt.

Die französische Regierung erlässt ein Gesetz, das der Landwirtschaft die Mästung von Kälbern und Lämmern mit Hormonen verbietet.

In Addis Abeba (Äthiopien) werden 27 Teilnehmer eines Putschversuchs rechter Militärs wegen “konterrevolutionärer Tätigkeit” hingerichtet.

Das spanische Parlament (Cortes) beschließt in Madrid, die Cortes in ein aus zwei Kammern bestehendes, in freier Wahl bestimmtes Parlament umzuwandeln.

19.11.1976, Freitag

Die CSU-Landesgruppe beschließt in Wildbad-Kreuth (Bayern), die 27 Jahre andauernde Fraktionsgemeinschaft mit der CDU im neugewählten Bundestag nicht fortzusetzen.

In einer Volksabstimmung sprechen sich 99,18% der Bevölkerung Algeriens für eine Verfassung aus, die den nordafrikanischen Staat als “muslimische sozialistische Republik” bezeichnet.

In Dessau (DDR) wird die Rekonstruktion des Bauhauses abgeschlossen. In dem von Walter Gropius 1925 entworfenen Gebäude sollen Ausstellungen mit bahnbrechenden Arbeiten der früheren Hochschule für Gestaltung stattfinden.

20.11.1976, Samstag

Die Regierungen Griechenlands und der Türkei einigen sich nach mehrwöchigen Verhandlungen über den bislang umstrittenen Grenzverlauf zwischen den beiden Staaten im Ägäischen Meer.

Mehr als 100 000 Anhänger des 1975 verstorbenen spanischen Diktators Francisco Franco Bahamonde demonstrieren in Madrid gegen die Durchführung von freien Parlamentswahlen.

In Zürich brechen Mitglieder der linksgerichteten Organisation “Demokratisches Manifest” in ein Archiv der rechtsradikalen, von Ernst Cincera geleiteten “Aktionsgruppe Schweiz” ein. Dadurch wird erstmals in der Öffentlichkeit bekannt, dass im Kanton Zürich von einer privaten Organisation Daten über politisch Andersdenkende gesammelt werden. Die Enthüllungen lösen in der Schweiz einen Skandal aus.

21.11.1976, Sonntag

In Tripoli und Sidon ziehen Einheiten der vor allem aus syrischen Soldaten bestehenden arabischen Friedenstruppen ein. Damit haben die Friedenstruppen den gesamten Libanon mit Ausnahme des Grenzgebietes zu Israel unter Kontrolle.

Die wegen Bankraub am 13. April zu 35 Jahren Haft verurteilte und später zu sieben Jahre Gefängnis begnadigte US-amerikanische Verlegerstochter Patricia Hearst wird gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt.

22.11.1976, Montag

In Bonn wählt der Bundesvorstand der SPD den bisherigen Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Egon Bahr, zum Geschäftsführer der Partei. Bahr tritt die Nachfolge des am 15. Dezember aus seinem Amt scheidenden Holger Börner an, der am 12. Oktober zum hessischen Ministerpräsident gewählt worden war.

Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) in Paris beschließt die Aufnahme Israels in die europäische Sektion. Die UdSSR und die arabischen Staaten protestieren gegen diese Entscheidung. Vor zwei Jahren war Israel aus der asiatischen UNESCO-Sektion ausgeschlossen worden.

Der Generalsekretär der KPdSU, Leonid I. Breschnew, trifft in Sofia zu einem zweitägigen Staatsbesuch ein. Es ist der erste Besuch Breschnews in dem von Nicolae Ceausescu beherrschten Land.

23.11.1976, Dienstag

In Tripolis billigt der Allgemeine Volkskongress Libyens eine Verfassungsreform, durch die der Staat in eine “Libysche Arabische Volksrepublik auf der Grundlage des Koran” umgewandelt wird.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschließt in New York, der Vollversammlung der Weltorganisation die Aufnahme Angolas als 146. Mitglied zu empfehlen. Die Vertreter der USA enthalten sich bei der Abstimmung.

Die US-Streitkräfte unternehmen in Yucca Plat/Nevada einen unterirdischen Atombombenversuch. Es ist bereits der 13. Test einer US-Kernwaffe in diesem Jahr. Am selben Tag zündet die Sowjetunion in Semipalatinsk eine unterirdische Atombombe.

24.11.1976, Mittwoch

In Toronto appelliert der kanadische Premierminister Pierre Elliot Trudeau in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung, sich für die Einheit Kanadas einzusetzen.

Königin Elisabeth II. von Großbritannien kündigt in London in ihrer traditionellen Thronrede eine Reihe von Gesetzesvorhaben an. Im kommenden Jahr sollen u.a. Schottland und Wales eine größere Autonomie erhalten.

In den östlichen Landesteilen der Türkei kommen bei einem Erdbeben mehr als 3000 Menschen ums Leben. Das Beben mit einer Stärke von 7,9 auf der nach oben offenen Richter-Skala verursacht Sachschäden in Millionenhöhe.

Sowjetische Wissenschaftler geben die Entdeckung einer rund 4000 Jahre alten Stadt in der südturkmenischen Wüste bekannt. Es ist die älteste Ansiedlung auf dem Gebiet der UdSSR.

In Paris wird die Antriebsstufe der europäischen Trägerrakete “Ariane” erstmals erfolgreich getestet. Die für eine Nutzlast von 900 kg ausgelegte Rakete soll im kommenden Jahr zu ihrem ersten Probeflug starten.

25.11.1976, Donnerstag

In Frankfurt am Main gewährt ein von 19 bundesdeutschen Banken gebildetes Konsortium Argentinien einen Kredit in Höhe von rund 210 Mio. DM.

Das jugoslawische Parlament verabschiedet in Belgrad ein neues Arbeitsgesetz, das u.a. die Entlassung von “unordentlichen und faulen Arbeitern” ermöglicht.

26.11.1976, Freitag

Der SPD-Vorsitzende Willy Brandt wird in Genf (Schweiz) zum Vorsitzenden der Sozialistischen Internationale gewählt. Er tritt die Nachfolge des Österreichers Bruno Pittermann an.

Der Ostberliner Regimekritiker Robert Havemann wird wegen seiner Unterstützung des ausgebürgerten Liedermachers Wolf Biermann unter Hausarrest gestellt.

Die im Warschauer Pakt vertretenen Staaten unterbreiten dem Westen ein Angebot zum Verzicht auf Kernwaffen. Alle Staaten, die zu den Unterzeichnern der Schlussakte von Helsinki (1975) gehören sollen sich in einem Vertrag verpflichten, auf den Ersteinsatz von Atomwaffen zu verzichten.

27.11.1976, Samstag

In Brüssel droht die EG-Kommission Japan Strafzölle an, falls die Regierung in Tokio nicht Maßnahmen zur Einschränkung von Exporten in die Länder der Europäischen Gemeinschaft trifft. Die japanische Regierung sagt am 26. November zu, den Export von Autos nach Großbritannien vorläufig nicht auszuweiten. Außerdem sei man bereit, 56 000 t Milchpulver aus EG-Beständen zu importieren.

28.11.1976, Sonntag

In Moskau fordert der Absturz einer sowjetischen Passagiermaschine vom Typ Tupolew “Tu-104” 72 Todesopfer.

In Düsseldorf gibt der größte deutsche Hersteller von Waschmitteln die Entwicklung der Verbindung Sasil bekannt. Sasil kann das stark umweltbelastende Phosphat in Waschmitteln ersetzen.

29.11.1976, Montag

Die libysche Regierung zieht ihre Soldaten aus der arabischen Friedenstruppe zurück, da sich im Libanon die von ihr unterstützten Palästinenser weigern, ihre Waffen abzugeben.

Der FC Zürich wird zum achten Mal schweizerischer Fußballmeister. Es ist für den Klub der dritte Titelgewinn in Folge.

30.11.1976, Dienstag

In Argentinien legen trotz des von der Militärregierung unter General Jorge Rafael Videla erlassenen Streikverbotes mehrere tausend Menschen die Arbeit nieder. Die Streikenden fordern die Wiederherstellung der Demokratie in Argentinien.