Was geschah im November 1977

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1.11.1977, Dienstag

Aus den ersten Parlamentswahlen in Surinam geht der Vierparteienblock von Ministerpräsident Henk Arron als Sieger hervor.

Die “Bewegung für die Unabhängigkeit der Kanarischen Inseln” kündet in Madrid den bewaffneten Kampf zur Erlangung ihrer Ziele an.

US-Präsident Jimmy Carter beschließt den Austritt der USA aus der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) aufgrund der nach seiner Ansicht zunehmend antiamerikanischen Politik des Verbandes. Der ILO verliert damit rund ein Viertel seiner Bezüge.

Die kanadische Regierung schließt in Ottawa einen Vertrag mit den an der James Bay lebenden Indianern ab. Diese erhalten als Entschädigung für den Bau eines Kraftwerkes 225 Mio. US-Dollar (522 Mio. DM).

In der UdSSR nimmt das Überschallflugzeug TU-144 den Liniendienst zwischen Moskau und Alma Ata auf.

Der 82-Jährige Nahum Goldmann legt aus gesundheitlichen Gründen das Amt des Präsidenten des 1949 von ihm gegründeten Jüdischen Weltkongresses nieder. Seine Nachfolge tritt der US-Amerikaner Philip Klutznick an.

2.11.1977, Mittwoch

Der sowjetische Staats- und Parteichef Leonid Breschnew schlägt einen weltweiten Produktionsstopp für Atomwaffen vor. Damit könnte – so hofft die sowjetische Führung – die Entwicklung der sog. Neutronenbombe durch die USA verhindert werden.

Kommunistische Rebellen liefern sich in Birma schwere Gefechte mit den Regierungstruppen. Dabei kommen mehr als 50 Menschen ums Leben.

Durch zwei Siege gegen Roter Stern Belgrad qualifiziert sich Borussia Mönchengladbach mit Mittelfeldstar Alan Simonsen für das Viertelfinale im Fußball-Europapokal der Landesmeister.

3.11.1977, Donnerstag

Die britische Königin Elisabeth II. eröffnet mit ihrer traditionellen Thronrede das Parlament. Als wichtigste Vorhaben der Regierung bezeichnet sie die Schaffung von Regionalparlamenten in Schottland und Wales sowie die Vorbereitung der Direktwahlen zum Parlament der Europäischen Gemeinschaft.

Dem spanischen KP-Führer Santiago Carillo wird in Moskau die Redeerlaubnis bei den Feiern zum 60. Jahrestag der Oktoberrevolution verweigert.

Der französische Schriftsteller Camille Bourniquel erhält in Paris für seinen Roman “Tempo” den Literaturpreis der Académie française.

4.11.1977, Freitag

In New York verhängen die Vereinten Nationen ein Waffenembargo gegen Südafrika. Dadurch soll die weiße Regierung in Pretoria zur Aufgabe ihrer Politik der Apartheid gezwungen werden.

5.11.1977, Samstag

Nach offiziellen Angaben der Regierung in Peking hat die Volksrepublik China 900 Mio. Einwohner. Damit ist das Land mit großem Abstand das bevölkerungsreichste der Welt.

Österreichische Archäologen entdecken in der türkischen Stadt Ephesus einen Kultbau aus der Zeit Homers.

Chris Evert (USA) gewinnt in Palm Springs das Finale im Tennis-Masters-Turnier der Damen in zwei Sätzen gegen Billie Jean King.

6.11.1977, Sonntag

Der US-amerikanische Präsident Jimmy Carter verschiebt eine angekündigte Weltreise aufgrund von Differenzen mit dem Kongress in Washington über seine Energiepolitik. Er macht erstmals von seinem Vetorecht Gebrauch und verbietet den vom Kongress geplanten Bau eines Kernkraftwerkes vom Typ “Schneller Brüter”.

Aufgrund einer Intervention von Papst Paul VI. wird der seit 1974 in Israel wegen Waffenschmuggels für die PLO inhaftierte Erzbischof Hilarion Capucci freigelassen.

In Freiburg wird das Kammerballett “Der Tod hat Varianten” von Markus Weber uraufgeführt.

7.11.1977, Montag

In Moskau finden die Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Oktoberrevolution statt. Bei der traditionellen Truppenparade auf dem Roten Platz wird dabei erstmals der neue Kampfpanzer T-72 in der Öffentlichkeit gezeigt.

Der in Kiel tagende Parteitag der FDP bekräftigt das Bekenntnis der Partei zur sozialen Marktwirtschaft. Im Zentrum liberaler Innenpolitik soll in den kommenden Monaten die Förderung des Leistungsprinzips im Bildungswesen bei Bewahrung der Chancengleichheit stehen.

Im Konflikt um die Westsahara droht König Hassan II. von Marokko in Rabat der algerischen Regierung mit dem Einsatz der Armee, falls Algerien weiterhin die Rebellen der Unabhängigkeitsbewegung “Polisario” unterstützen sollte.

8.11.1977, Dienstag

Die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA gibt in Washington bei der Firma Lockheed die Entwicklung eines Passagierflugzeuges in Auftrag, das sechsfache Schallgeschwindigkeit erreichen soll.

In Leipzig wird mit dem Neubau des “Gewandhauses” begonnen. Das Gebäude wird zwei Konzertsäle für 2000 bzw. 500 Besucher erhalten.

In Lissabon entlässt die Regierung eine größere Anzahl von rechtsgerichteten Armeeoffizieren. Die Militärs werden verdächtigt, einen Putschversuch vorbereitet zu haben.

In New York wird der Demokrat Edward Koch zum Bürgermeister der Millionenstadt gewählt. Die Metropole steckt in einer katastrophalen Finanzmisere.

9.11.1977, Mittwoch

Die israelische Luftwaffe bombardiert Stellungen der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO im Südlibanon. Die PLO hatte am Vortag einen Raketenangriff auf die israelische Hafenstadt Naharija unternommen.

Das britische Parlament beschließt in London die Erhöhung der Bezüge der Königsfamilie um 315 000 Pfund (1,27 Mio. DM). Damit erhält Königin Elisabeth II. jetzt eine jährliche Apanage von fast 2 Mio. Pfund (8 Mio. DM).

Der österreichische Unternehmer Walter Michael Palmers wird entführt und nach Zahlung eines Lösegeldes von umgerechnet rund 4,4 Mio. DM freigelassen.

10.11.1977, Donnerstag

In Bonn veröffentlicht die CDU/CSU-Fraktion ein Weißbuch über die Lage der Deutschen in der DDR und Osteuropa. Dabei wird auf zahlreiche Verletzungen der Menschenrechte in den kommunistisch beherrschten Staaten hingewiesen.

Der ägyptische Staatspräsident Muhammad Anwar As Sadat erklärt in Kairo, er wolle persönlich nach Jerusalem reisen, um Möglichkeiten eines Friedensvertrages zu erkunden. Die Erklärung Sadats löst in anderen arabischen Staaten Bestürzung aus.

Nach einer erregten Debatte beschließt der Liverpooler Stadtrat, die Popgruppe “The Beatles” mit einem Denkmal zu ehren.

11.11.1977, Freitag

In Amsterdam nimmt die niederländische Polizei nach einem Feuergefecht zwei mutmaßliche Angehörige der Roten-Armee-Fraktion fest.

Bei den Parlamentswahlen in Nordkorea erhalten die Kandidaten der Einheitsliste nach offiziellen Angaben 100% der Stimmen.

Der österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky nimmt an dem Durchstich des 14 km langen Straßentunnels durch den Arlberg teil.

Der israelische Satiriker Ephraim Kishon wird vom Karnevalsverein Aachen mit dem “Orden wider den tierischen Ernst” ausgezeichnet.

12.11.1977, Samstag

Die Außenminister der arabischen Staaten können sich auf einer Konferenz in Tunis (Tunesien) nicht auf eine gemeinsame Linie für eine Nahost-Friedenskonferenz einigen.

Die NASA-Satellitenempfangsstation in Pasadena (US-Bundesstaat Kalifornien) empfängt Funkbilder der Marssonde “Viking 1”, die Stürme mit Windgeschwindigkeiten von über 120 km/h zeigen.

Die in München inhaftierte deutsche Terroristin Ingrid Schubert begeht in ihrer Zelle Selbstmord durch Erhängen.

13.11.1977, Sonntag

Der israelische Ministerpräsident Menachem Begin übermittelt dem ägyptischen Staatspräsidenten Muhammad Anwar As Sadat eine Einladung zu einem Besuch in Israel. Die Knesset stimmt der Initiative am 15. November mit großer Mehrheit zu.

Die somalische Regierung gibt in Mogadischu den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Kuba und der UdSSR bekannt, weil diese den Nachbarstaat Äthiopien militärisch unterstützen würden. Gleichzeitig werden die Verträge für Stützpunktrechte in zwei Hafenstädten Somalias gekündigt und die sowjetischen Militärberater des Landes verwiesen.

14.11.1977, Montag

Die internationale Tierschutzvereinigung “World Wildlife Fund” (WWF) ehrt den Schweizer Zoologen Rudolf Schenkel in Basel mit der Goldmedaille für seine Bemühungen um das vom Aussterben bedrohte Java-Nashorn.

15.11.1977, Dienstag

In Hamburg beginnt der Bundesparteitag der SPD. Dabei appelliert der Parteivorsitzende Willy Brandt an die Mitglieder, geschlossen Bundeskanzler Helmut Schmidt zu unterstützen.

Schah Mohammed Resa Pahlawi erbittet bei seinem Staatsbesuch in den USA in Washington weitere Waffenlieferungen in Milliardenhöhe für den Iran. Als Gegenleistung kündigt er einen Preisstopp für Erdöl an.

In Venedig wird die traditionelle Biennale eröffnet.

Prinzessin Anne, Tochter der britischen Königin Elisabeth II. wird in London von einem Knaben entbunden. Das Ereignis beherrscht tagelang die Schlagzeilen der Presse.

16.11.1977, Mittwoch

Die französischen Behörden liefern den Baader-Meinhof-Verteidiger Klaus Croissant an die Bundesrepublik aus.

In einem Fußball-Länderspiel schlägt die bundesdeutsche Auswahl die Schweiz in Stuttgart 4:1.

In Nordgriechenland entdecken Archäologen das mazedonische Grab von König Philipp II., dem Vater von Alexander dem Großen.

Bei dem offiziellen Staatsbesuch des Schahs in den USA kommt es in Washington zu zahlreichen Demonstrationen. Vor dem Weißen Haus liefern sich die Gegner des iranischen Monarchen eine Straßenschlacht mit der Polizei.

Die palästinensische Befreiungsfront PLO ruft in Beirut zum Sturz des ägyptischen Präsidenten Sadat als Antwort auf dessen Friedensinitiative gegenüber Israel auf.

Der deutsche Dramatiker und Regisseur Peter Weiss erhält in Bonn als Würdigung für sein Gesamtwerk den Thomas-Dehler-Preis.

17.11.1977, Donnerstag

In Kairo erklärt der ägyptische Staatspräsident Muhammad Anwar As Sadat, dass er die Einladung des israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin zu einem Besuch Israels annehmen werde. Der ägyptische Außenminister Ismail Fahmi tritt aus Protest gegen die Reise Sadats von seinem Amt zurück.

Die Schwedin Marie Catrin Stavins wird in London zur “Miss World 1977” gewählt.

Das ehemalige Atelierhaus des Malers und Bildhauers Ernst Barlach bei Güstrow (DDR) ist in ein Museum zu Ehren des Künstlers umgewandelt worden.

18.11.1977, Freitag

Der SPD-Parteitag in Hamburg bestätigt Willy Brandt und Helmut Schmidt als Parteivorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden.

Die deutsche Bischofskonferenz gibt in Bonn bekannt, dass in dem Buch “Christ sein” von Hans Küng der katholische Glauben unzureichend dargestellt sei. Der Entscheidung der Bischofskonferenz waren mehrjährige z.T. erbittert geführte Diskussionen innerhalb der katholischen Kirche vorausgegangen.

19.11.1977, Samstag

Als erster arabischer Staatsmann reist der ägyptische Präsident Muhammad Anwar As Sadat nach Israel.

Beim Absturz einer äthiopischen Frachtmaschine bei Rom und einer portugiesischen Verkehrsmaschine auf Madeira kommen zusammengerechnet 130 Menschen ums Leben.

20.11.1977, Sonntag

Ein Antrag des Stadtrates der Schwarzenstadt Soweto an die Stromversorgung des nahegelegenen Johannesburg angeschlossen zu werden, wird von der südafrikanischen Regierung abgelehnt.

Aus den griechischen Parlamentswahlen geht die von Ministerpräsident Konstantinos Karamanlis geführte Partei Neue Demokratie als stärkste politische Kraft hervor. Sie muss jedoch starke Stimmenverluste zugunsten der Sozialisten unter Andreas Papandreou hinnehmen.

21.11.1977, Montag

Bundeskanzler Helmut Schmidt trifft in Warschau zu einem fünftägigen Staatsbesuch ein. Der Besuch soll u.a. der deutsch-polnischen Aussöhnung und der Verbesserung der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Staaten dienen. Zur deutschen Delegation gehören der Manager Berthold Beitz und der aus Ostpreußen stammende Schriftsteller Siegfried Lenz.

Den Prix Goncourt, den bedeutendsten französischen Literaturpreis, erhält in Paris der Franzose Didier Decoin für seinen Roman “John l’enfer”.

Die Fluggesellschaft “Air France” eröffnet mit dem britisch-französischen Überschallflugzeug “Concorde” den Linienverkehr zwischen Paris und New York.

22.11.1977, Dienstag

Das Berliner Kindertheater “Rote Grütze” erhält den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Berlin (West) für das Stück “Was heißt hier Liebe?”, in dem Jugendlichen Probleme der Sexualität nähergebracht werden.

Vom Raumfahrtzentrum Cape Canaveral (Florida) wird der europäische Wettersatellit “Meteosat 1” mit einer US-amerikanischen Trägerrakete vom Typ “Thor Delta” in eine erdnahe Umlaufbahn gestartet. Der Satellit soll es möglich machen, dass die europäische Wettervorhersage genauer wird.

Eine verheerende Flutkatastrophe fordert in Ostindien über 20 000 Todesopfer. Mehr als 50 000 Menschen werden obdachlos.

23.11.1977, Mittwoch

In Berlin (Ost) werden drei Bundesbürger von einem DDR-Gericht wegen angeblicher Spionage für den Bundesnachrichtendienst (BND) zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Der sowjetische Staats- und Parteichef Leonid Breschnew wird in Moskau für seinen “großen Beitrag zur Entwicklung der Theorie und Praxis des Marxismus-Leninismus” mit der Karl-Marx-Medaille, der höchsten Auszeichnung der sowjetischen Akademie der Wissenschaften, geehrt.

Auf einem Wiener Dachboden werden Teile des Gemäldes “Ermordung des Bischofs Petrus von Marty” aus dem Jahre 1530 entdeckt. Die Entdeckung dieses Werkes des italienischen Renaissancemalers Tizian gilt in der Kunstszene als Sensation.

Der Schriftsteller Paul Scott erhält in London die höchstdotierte britische Literaturauszeichnung, den Booker-Preis, für seinen Roman “Staying on”.

Die libysche Regierung bricht aus Protest gegen die Israel-Reise des ägyptischen Präsidenten Anwar As Sadat die diplomatischen Beziehungen zu Ägypten ab.

Vom Irak aus startet der Norweger Thor Heyerdahl mit einem Schilfboot nach Indien. Dadurch soll der Beweis erbracht werden, dass die vorchristlichen Sumerer bereits diesen Seeweg kannten. Im Februar 1978 verbrennt Heyerdahl das Schiff, um für den Frieden zu demonstrieren.

25.11.1977, Freitag

In München erklärt der CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß seine Kandidatur für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten. Er wolle sich ferner um einen Sitz im Landtag bemühen.

Der rhodesische Premierminister Ian Smith spricht sich in Salisbury überraschend für ein unbeschränktes Wahlrecht der schwarzen Mehrheit des Landes aus. Die schwarze Bürgerrechtsbewegung lehnt den Vorschlag als unzureichend ab.

Das britische Unterhaus verabschiedet in London ein Gesetz, das die Beteiligung Großbritanniens an den Wahlen zum Europa-Parlament im Jahre 1979 ermöglicht.

Die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Dresdener Matthäus-Kirche wird nach mehrjährigen Restaurierungsarbeiten wiedereröffnet.

26.11.1977, Samstag

Der ägyptische Präsident Muhammad Anwar As Sadat schlägt eine Friedenkonferenz zur Beilegung des Nahostkonflikts vor. Die Vorbereitungsgespräche werden am 14. Dezember beginnen.

Die südafrikanische Regierung gesteht in Pretoria ein, dass der am 12. September in der Haft verstorbene Studentenführer Steve Biko den Folgen von Folterungen erlegen ist.

27.11.1977, Sonntag

Bei einem Anschlag baskischer ETA-Terroristen wird der Polizeichef der Provinz Pamplona, Joaquin Imaz Martinez, getötet.

Bei den Billard-Weltmeisterschaften in Berlin (West) gewinnt Dieter Müller den Titel im Cadre 71/2.

Einheiten der rhodesischen Armee überschreiten die Grenze zu Moçambique und greifen einen Stützpunkt linksgerichteter Guerillas an. Bei den Kämpfen sollen nach Angaben aus Salisbury rund 1200 Rebellen getötet worden sein.

In Bonn trifft der israelische Außenminister Moshe Dayan zu einem viertägigen Staatsbesuch ein.

28.11.1977, Montag

Die Innenminister der elf Bundesländer einigen sich in Bonn auf ein einheitliches Polizeigesetz des Bundes und der Länder.

Nach dem Rücktritt des gesamten japanischen Kabinetts wegen Differenzen über die Wirtschaftspolitik bildet Ministerpräsident Takeo Fukuda in Tokio eine neue Regierung.

In der italienischen Hauptstadt Rom findet das Internationale Sacharow-Hearing statt. Auf der viertägigen Veranstaltung werden Menschenrechtsverletzungen und die Verfolgung von Regimekritikern in den kommunistisch beherrschten Staaten Osteuropas untersucht und angeprangert.

Die baskische Provinzialversammlung billigt in San Sebastian den von der spanischen Regierung vorgelegten Gesetzentwurf über eine Teilautonomie des Baskenlandes.

29.11.1977, Dienstag

Die US-amerikanische Handelskammer beziffert in Washington das Außenhandelsdefizit der USA auf die Rekordsumme von 30,97 Mrd. US-Dollar (71,85 Mrd. DM).

Auf der Dortmunder Hansa-Zeche startet ein Großversuch zur hydromechanischen Gewinnung von Kohle.

30.11.1977, Mittwoch

Aus den Parlamentswahlen in Südafrika geht die regierende Nationalpartei von Ministerpräsident Balthazar Johannes Vorster mit 134 von 165 Parlamentssitzen als Sieger hervor. Wahlberechtigt war nur die weiße Bevölkerung.

Die Sowjetregierung lehnt in einer Stellungnahme in Moskau die Friedensinitiative des ägyptischen Präsidenten Sadat ab und verweigert die Teilnahme an einer Nahostkonferenz.