Was geschah im November 1983

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1.11.1983, Dienstag

Der Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen wählt Obervolta, Indien, Ägypten, Peru und die Ukraine zu nichtständigen Ratsmitgliedern. Dem Sicherheitsrat gehören 5 ständige und 10 nichtständige Mitglieder an, die im zweijährigen Wechsel gewählt werden.

Der US-Senat in Washington stimmt mit 58 zu 40 Stimmen gegen die sog. Freeze-Resolution, die das Einfrieren der Atomwaffen-Arsenale der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion vorsieht. Zu den Befürwortern der Resolution gehört Senator Edward Kennedy.

2.11.1983, Mittwoch

In Südafrika sprechen sich in einem Volksreferendum 65,9% der befragten weißen Wähler für die Annahme einer Verfassungsreform aus, die Asiaten und Mischlingen ein begrenztes politisches Mitspracherecht einräumt. Die schwarze Bevölkerungsmehrheit des Landes bleibt weiterhin von politischen Entscheidungen ausgeschlossen.

Der UN-Hochkommissar für Flüchtlingsfragen, Paul Hartling, teilt in New York mit, es gebe weltweit 10 Mio. politische Flüchtlinge, für deren Betreuung verstärkte internationale Anstrengungen notwendig seien.

Der britische Generalgouverneur von Grenada, Paul Scoon, weist ohne Angabe von Gründen die Diplomaten Kubas, der Sowjetunion, Nordkoreas, der DDR, Bulgariens und Libyens aus.

Mit Inkrafttreten des “Gesetzes über Familienplanung” legalisiert die Türkei den Schwangerschaftsabbruch. Danach kann jede Türkin bis zur 10. Schwangerschaftswoche straffrei eine Abtreibung vornehmen lassen.

Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann (CSU) verbietet die Rockergruppe “Hell’s Angels”. Den Mitgliedern wird Zuhälterei und Erpressung vorgeworfen.

Die Stahlkonzerne Thyssen und Krupp geben bekannt, dass eine Fusion beider Unternehmen nicht mehr beabsichtigt ist. Als Grund für das Scheitern der Fusion werden zu geringe finanzielle Hilfen durch die Bundesregierung in Bonn genannt. Diese hatte 500 Mio. DM in Aussicht gestellt, während Thyssen zuletzt 1,2 Mrd. DM gefordert hatte.

3.11.1983, Donnerstag

Iranische Truppenverbände beginnen eine neue Offensive im Nordabschnitt der iranisch-irakischen Front.

Unter dem Verdacht, sich widerrechtlich Zugang zu einem internationalen Computernetz verschafft zu haben, wird in Los Angeles ein 19-Jähriger Student festgenommen. Der “Hacker” soll in 200 Computerdateien bei Universitäten, Unternehmen sowie dem US-Verteidigungsministerium eingedrungen sein.

4.11.1983, Freitag

Drei Angehörige der unabhängigen Friedensbewegung der DDR werden in Ost-Berlin vorübergehend festgenommen. Sie wollten zusammen mit einer Bonner Abordnung der Grünen Petitionen gegen die Raketenstationierung in Ost und West an die Botschaften der USA und der Sowjetunion übergeben.

Bei einem Gespräch mit der Geschäftsleitung lehnt der Betriebsrat von Arbed Saarstahl eine Kürzung der Sozialpläne ab.

Die IBH Holding AG (Mainz) meldet Konkurs an. Der Konzern ist weltweit der drittgrößte Hersteller von Baumaschinen. Er beschäftigt 11 000 Mitarbeiter.

Bei einem Angriff auf das israelische Hauptquartier im Südlibanon kommen 50 Menschen ums Leben. Der Anschlag wurde von einem schiitischen Selbstmordkommando verübt. Die israelische Luftwaffe fliegt Vergeltungsangriffe auf Stellungen der Syrer und Palästinenser.

5.11.1983, Samstag

An einer Friedensdemonstration in Bern nehmen rund 50 000 Menschen teil. Sie verbinden die Botschaften der USA und der Sowjetunion zum Zeichen der Verständigung mit einer Menschenkette.

6.11.1983, Sonntag

In der Türkei geht die Mutterlands-Partei unter Turgut Özal als Sieger aus den ersten Parlamentswahlen seit dem Militärputsch von 1980 hervor.

In Montevideo (Uruguay) demonstrieren rund 8000 Menschen gegen die seit 1973 herrschende Militärregierung. Es kommt zu schweren Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten.

Bei einer Versammlung der rechtsextremistischen “Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten” (ANS/NA) werden 35 Mitglieder der Organisation festgenommen.

7.11.1983, Montag

Bei einem Flugzeugabsturz in Angola kommen 126 Menschen ums Leben.

Mitarbeiter der Kernforschungsanlage in Jülich teilen neueste Meßergebnisse mit, nach denen über dem Gebiet der Bundesrepublik alljährlich 450 000 t Schwefelsäure und 280 000 t Salpetersäure in Form von saurem Regen niedergehen.

In München wird die erste öffentliche Zapfsäule für bleifreies Benzin von Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann (CSU) in Betrieb genommen.

Der sowjetische Staats- und Parteichef Juri W. Andropow nimmt an der Parade anlässlich des 66. Jahrestags der Oktoberrevolution nicht teil. Der 69-Jährige Kreml-Chef ist wegen einer schweren Erkrankung bereits seit dem 18. August nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten.

8.11.1983, Dienstag

Der italienische Verteidigungsminister Giovanni Spadolini gibt die Stationierungspläne für die Marschflugkörper bekannt, die Italien im Rahmen des NATO-Nachrüstungsbeschlusses aufnehmen wird.

Um das Straßenbild in dem heruntergekommenen Stadtteil Bronx zu verbessern, will die New Yorker Stadtverwaltung für rund 100 000 US-Dollar (272 000 DM) die leeren Fensterhöhlen verlassener Häuser mit Plastikvorsätzen versehen, auf die Fensterläden, Gardinen und Blumentöpfe gedruckt sind.

Ein Erdbeben mit dem Epizentrum im Raum Lüttich und einer Stärke von 5,1 auf der Richterskala erschüttert weite Teile Nordrhein-Westfalens.

Die Bundesregierung und die saarländische Landesregierung beschließen ein Soforthilfeprogramm für Arbed Saarstahl.

9.11.1983, Mittwoch

Paul Scoon, britischer Generalgouverneur von Grenada, bildet eine Übergangsregierung, die bis zu Neuwahlen im Amt bleiben soll.

Die katholischen Bischöfe Frankreichs billigen bei ihrer Vollversammlung in Lourdes die nukleare Abschreckung als Mittel zur Kriegsverhinderung.

10.11.1983, Donnerstag

Gegen die Stimmen von SPD und Grünen beschließt der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Förderung der Rückkehrbereitschaft von Ausländern.

12 000 Physiker aus 43 Ländern, darunter 33 Nobelpreisträger, fordern in einem gemeinsamen Appell die sofortige Einstellung von Atomversuchen sowie Produktion und Stationierung von atomaren Waffen.

Im Geburts- und Sterbeort Martin Luthers, im mansfeldischen Eisleben, feiert die evangelische Kirche der DDR den 500. Geburtstag des Reformators. Eingeladen waren Vertreter der evangelischen Kirche der Bundesrepublik und Gäste der Ökumene. Einen Tag zuvor ehrt die DDR mit einem staatlichen Festakt in der Berliner Staatsoper den Reformator.

11.11.1983, Freitag

Der Iran verhängt wegen der Lieferung von “Super-Etendard”-Kampfflugzeugen an den Kriegsgegner Irak gegen Frankreich Wirtschaftssanktionen.

12.11.1983, Samstag

In München beginnt der Bundeskongress der Jungen Union. Zum Nachfolger des aus Altersgründen nicht mehr kandidierenden Bundesvorsitzenden Matthias Wissmann wird Christoph Böhr gewählt.

13.11.1983, Sonntag

Mit der Verabschiedung eines “Karlsruher Programms” geht der alle vier Jahre stattfindende Bundesvertretertag des Deutschen Beamtenbundes zu Ende. In dem Programm wird vorgeschlagen, zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit die Lebensarbeitszeit auf 60 Jahre zu begrenzen.

Bei den Fecht-Europameisterschaften in Lissabon gewinnt die deutsche Mannschaft zwei Goldmedaillen. Die Offenbacherin Cornelia Hanisch siegt mit dem Florett, Alexander Pusch aus Tauberbischofsheim wird Europameister im Degenfechten.

14.11.1983, Montag

Nach den Landtagswahlen in Hessen nehmen Sozialdemokraten und Grüne Gespräche über die Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung auf.

Auf dem US-amerikanischen Stützpunkt Greenham Common bei London treffen die ersten Cruise-Missiles ein.

Ein Pilot der chinesischen Luftwaffe flüchtet mit einer Jagdmaschine vom Typ “MiG 17” nach Taiwan. Nach dem Prämiensystem für Deserteure aus der Volksrepublik kann er mit rund 1,4 Mio. US-Dollar (3,2 Mio. DM) Belohnung rechnen.

15.11.1983, Dienstag

Die Bundesrepublik und die DDR unterzeichnen ein neues Postabkommen. Es sieht eine Erhöhung der von der Bundesrepublik gezahlten Pauschale von bisher jährlich 85 Mio. DM auf 200 Mio. DM jährlich vor. Die DDR verpflichtet sich, die Post schneller als bisher zu befördern, die Verlustquote von Postsendungen zu verringern, den Fernsprechverkehr auszubauen und die Verlegung eines Glasfaserkabels von der Bundesrepublik nach West-Berlin zu ermöglichen.

Das Parlament des türkischen Teils von Zypern erklärt den Nordteil der Mittelmeerinsel einseitig für unabhängig.

16.11.1983, Mittwoch

In einem Qualifikationsspiel zur Endrunde der Fußball-Europameisterschaft 1984 verliert die deutsche Elf in Hamburg gegen Nordirland 0:1.

Als Vergeltung auf den Anschlag auf französische Truppen in Beirut bombardieren französische Kampfflugzeuge Stellungen islamischer Extremisten im Libanon.

Die letzte Bastion von PLO-Chef Jasir Arafat, das Flüchtlingslager Baddawi im Libanon, wird von PLO-Rebellen mit Hilfe syrischer Artillerie eingenommen. Damit sind Arafat und seine Anhänger in der Innenstadt von Tripoli eingeschlossen. In der PLO ist ein Richtungskampf zwischen verfeindeten Gruppierungen ausgebrochen.

Die Ruhrkohle AG in Essen gibt bekannt, dass sie die Zahl ihrer Beschäftigten und ihre Förderkapazität bis 1988 um rund ein Achtel verringern wird. Durch diese Maßnahme gehen 14 000 Arbeitsplätze verloren. Die Ruhrkohle AG ist das mit Abstand größte Bergbau-Unternehmen in der Bundesrepublik.

17.11.1983, Donnerstag

Die Bundestagsfraktion der Grünen reicht beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Organklage gegen die Nachrüstung ein.

Die Präsidenten von Tansania und Kenia, Julius Kambarage Nyerere und Daniel Moi, beschließen in Aruscha (Nordtansania), die seit 1977 geschlossene Grenze zwischen beiden Staaten ab sofort wieder zu öffnen. Die Grenze war wegen ideologischer Differenzen zwischen dem sozialistisch orientierten Tansania und dem westlich ausgerichteten Kenia geschlossen worden.

18.11.1983, Freitag

In Köln beginnt ein zweitägiger Sonderparteitag der SPD. Die Delegierten stimmen mit überwältigender Mehrheit Gegen die Nachrüstung. Der in Karlsruhe eröffnete zweitägige Bundesparteitag der FDP spricht sich mit großer Mehrheit für die Nachrüstung aus.

Die dreitägige Ordentliche Bundesversammlung der Grünen in Duisburg spricht sich gegen die Aufstellung neuer US-Atomraketen in der Bundesrepublik aus und fordert den Austritt der Bundesrepublik aus der NATO.

Die UNO-Generalversammlung erklärt die Unabhängigkeitserklärung von Nordzypern für nichtig.

Im Vorfeld einer Großkundgebung gegen die chilenische Militärregierung werden in der Hauptstadt Santiago 219 Personen festgenommen. Zu der Demonstration hat die Oppositionsbewegung “Demokratische Allianz” aufgerufen.

19.11.1983, Samstag

Der Kleine Parteitag der CSU in Hof spricht sich für die Aufstellung neuer US-Raketen in der Bundesrepublik aus.

20.11.1983, Sonntag

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gewinnt ein Qualifikationsspiel gegen Albanien in Saarbrücken 2:1. Damit ist die Elf von Bundestrainer Jupp Derwall für die Endrunde der Fußball-Europameisterschaft qualifiziert, die 1984 in Frankreich stattfindet.

21.11.1983, Montag

Während der Nachrüstungsdebatte im Bundestag finden in zahlreichen Städten der Bundesrepublik Protestkundgebungen statt, die in einigen Fällen mit Ausschreitungen enden, so in Bonn, Freiburg und Hamburg.

Nach Angaben des Bundesgrenzschutzes setzt die DDR den Abbau der Selbstschussanlagen vom Typ SM 70 bei Mödlareuth, nördlich von Hof an der Saale, nach rund vierwöchiger Unterbrechung fort. In diesem Gebiet wurden inzwischen 140 Geräte auf einer Länge von 1000 m abgebaut.

22.11.1983, Dienstag

Nach zweitägiger Debatte billigt der Deutsche Bundestag in namentlicher Abstimmung die Stationierung neuer US-Mittelstreckenraketen in der Bundesrepublik.

Das norwegische Parlament in Oslo spricht sich mit einer knappen Mehrheit von 78 zu 77 Stimmen für die Aufstellung neuer Mittelstreckenwaffen in Europa aus.

Polens Partei- und Regierungschef Wojciech Jaruzelski tritt als Verteidigungsminister zurück und übernimmt den Vorsitz im Landesverteidigungs-Komitee. Zusätzlich wird er zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte ernannt. Neuer Verteidigungsminister wird General Florian Siwicki.

Der Bundesvorstand des Verbandes deutscher Schriftsteller tritt geschlossen zurück. Er war besonders wegen der umstrittenen politischen Äußerungen seines Vorsitzenden Bernt Engelmann in letzter Zeit heftig kritisiert worden. Engelmann wird vorgeworfen, er habe den Verband als “Gesinnungsgemeinschaft” missbraucht.

23.11.1983, Mittwoch

Der Internationale Währungsfonds gibt für Brasiliens Sanierungsprogramm 1,2 Mrd. US-Dollar (3,3 Mrd. DM) frei.

Der Libanon bricht die diplomatischen Beziehungen zum Iran ab. Die Kontakte zu Libyen werden “eingefroren”. Die libanesische Regierung macht beide Länder für Terroranschläge auf die im Libanon stationierten multinationalen Friedenstruppen verantwortlich.

Das Bundeskabinett in Bonn billigt die von Bundesverkehrsminister Werner Dollinger (CSU) vorgelegten Leitlinien zur Sanierung der Bundesbahn.

Die Sowjetunion bricht die Abrüstungsverhandlungen über Mittelstreckenwaffen in Europa (INF) ab.

24.11.1983, Donnerstag

Dank der Bemühungen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) kommt es zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsfront (PLO) zu einem Gefangenenaustausch. Dabei werden sechs von der PLO-Organisation El Fatah gefangengehaltene israelische Soldaten gegen 4700 Palästinenser ausgetauscht. Diese waren während der Kämpfe im Libanon in Gefangenschaft geraten.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage in der Bundesrepublik legt sein Jahresgutachten 1983/84 vor. Danach wird sich die Wirtschaft 1984 infolge einer positiven Entwicklung bei den Exporten merklich erholen. Das reale Wirtschaftswachstum schätzen die Gutachter auf 2,5 bis 3%.

25.11.1983, Freitag

Mit Ausnahme der Grünen stimmen alle im Bundestag vertretenen Parteien rückwirkend zum 1. Juli für eine Erhöhung der Abgeordnetendiäten um 4,26%. Die Diäten betragen jetzt 7820 DM, die versteuert werden müssen. Die steuerfreie Unkostenpauschale wird von 4500 auf 4700 DM angehoben.

In der Bundesrepublik treffen die ersten Pershing-II-Teile ein. Sie werden vom US-Militärflugplatz Ramstein in das US-Depot Mutlangen gebracht.

26.11.1983, Samstag

In Mörfelden-Waldorf beginnt die zweitägige Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU). Jo Leinen (SPD) wird als geschäftsführendes Vorstandsmitglied in seinem Amt bestätigt.

Unbekannte Täter rauben aus einem Sicherheitsdepot in der Nähe des Londoner Flughafens Heathrow Goldbarren und Diamanten im Wert von umgerechnet über 100 Mio. DM. Es ist der bislang größte Bankraub in der Geschichte Großbritanniens.

27.11.1983, Sonntag

Beim Absturz eines Jumbo-Jets der kolumbianischen Fluggesellschaft “Avancia” in der Nähe von Madrid kommen 182 Menschen ums Leben.

Die Ausstellung “Picasso – Das plastische Werk” in der Westberliner Neuen Nationalgalerie geht zu Ende.

Bei der bislang größten Kundgebung in der Geschichte Uruguays demonstrieren in der Hauptstadt Montevideo 400 000 Menschen für Demokratie, Freiheit und Arbeit sowie ein Ende der politischen Unterdrückung durch die herrschenden Militärs.

In München wird die Partei “Die Republikaner” gegründet. Erster Vorsitzender ist der aus der CSU ausgetretene Bundestagsabgeordnete Franz Handlos.

28.11.1983, Montag

Der CDU-Vorsitzende Helmut Kohl teilt mit, er werde den Fraktionen von CDU und CSU Berlins Regierenden Bürgermeister Richard von Weizsäcker als Nachfolger von Bundespräsident Karl Carstens vorschlagen, dessen Amtszeit 1984 endet.

Japans Ministerpräsident Yasuhiro Nakasone löst das Parlament auf und macht damit den Weg für Neuwahlen frei.

Als erster Bundesdeutscher startet der Stuttgarter Ulf Merbold zusammen mit fünf US-Astronauten an Bord der Raumfähre Columbia ins All.

In Neu-Delhi endet die 24. Commonwealth-Konferenz mit der Verabschiedung eines Schlusskommuniques. Darin wird u.a. die einseitige Unabhängigkeitserklärung Zyperns verurteilt. Die 47 Teilnehmerstaaten fordern auch den Abzug aller ausländischen Truppen von der mittelamerikanischen Insel Grenada.

In Paris wird die Oper “Der heilige Franz von Assisi” des französischen Komponisten Olivier Messiaen uraufgeführt.

30.11.1983, Mittwoch

Das Bundesgesundheitsministerium teilt mit, dass in der Bundesrepublik bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt 14 Menschen an der Immunschwächekrankheit Aids gestorben seien.

Die französische Nationalversammlung verabschiedet ein verschärftes Gesetz gegen Trunkenheit am Steuer. Autofahrern mit mehr als 0,8 Promille (bisher 1,2 Promille) drohen Geldstrafen bis zu 3000 DM und Haftstrafen bis zu einem Jahr.