Was geschah im Oktober 1900

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Wetterstationen Oktober 1900

1.10.1900, Montag

Im Deutschen Reich tritt die neue Militärstrafgerichtsordnung in Kraft.

Die neue deutsche Reichsgewerbeordnung tritt in Kraft.

Im Deutschen Reich wird eine medizinische Promotionsordnung erlassen.

In Leipzig wird der zweitägige Vertretertag des Nationalsozialen Vereins eröffnet. Friedrich Naumann, der Gründer dieser politischen Vereinigung, tritt für die von Kaiser Wilhelm II. vertretene “Weltpolitik” ein.

Die neue preußische Gerichtsvollzieherordnung tritt in Kraft.

Im russischen Baku zerstört ein Brand 87 Bohrtürme.

In Wien wird die militärärztliche Applikationsschule eröffnet.

Die Stadtkreise Berlin, Charlottenburg, Schöneberg und Rixdorf werden zum Landespolizeibezirk Berlin unter Leitung des Polizeipräsidenten vereinigt.

Österreich erhält neue Gewerbegerichte in Aussig an der Elbe, Graz, Leoben, Pilsen, Prag und Teplitz.

Der deutsche Staatssekretär des Auswärtigen, Bernhard Graf von Bülow, richtet eine Note an die Botschaften in London, Paris, Petersburg (Leningrad), Wien, Washington und Rom sowie an die Gesandtschaft in Tokio über ein angebliches Edikt des Kaisers von China, Te Tsung (Kuang Hsü), in dem dieser die Bestrafung mehrerer namentlich aufgeführter Prinzen und Großwürdenträger wegen Begünstigung der aufständischen Boxer anordnet. Von Bülow wertet dieses Edikt als ersten Schritt, “um zu einer brauchbaren Basis zur Wiederherstellung geordneter Zustände in China zu gelangen”.

Im russischen Großfürstentum Finnland wird das Russische als Verwaltungssprache eingeführt.

Der griechische Kronprinz Konstantin, Herzog von Sparta, übernimmt als Generalissimus mit besonderen Vollmachten den Oberbefehl über das griechische Heer.

2.10.1900, Dienstag

Prinzessin Elisabeth von Bayern heiratet in München den belgischen Thronfolger Prinz Albert.

Sozialdemokraten stören die Feiern, die in Gent anlässlich der Hochzeit des belgischen Kronprinzen Albert mit der bayerischen Prinzessin Elisabeth veranstaltet werden. Militär zerstreut die Demonstranten.

Die unterseeische Kabelverbindung zwischen der Europäerstadt Tsingtau im deutschen Pachtgebiet Kiautschou in China und der für Europäer geöffneten Hafenstadt Tschifu wird in Betrieb genommen.

Hauptthema auf der diesjährigen Versammlung des Vereins der Gas- und Wasserfachmänner in Berlin ist das Problem, die Leuchtkraft von Glühlichtstrümpfen zu erhöhen.

3.10.1900, Mittwoch

Prinz Georg von Griechenland, der Hochkommissar der seit 1898 autonomen osmanischen Provinz Kreta, trifft in dem Schwarzmeerkurort Liwadija auf der Krim mit dem russischen Zaren Nikolaus II. zusammen. Zentraler Punkt der Unterredungen ist die Kretafrage. Im Gespräch ist die Proklamation Kretas zu einem unabhängigen Fürstentum. Die Griechen sind zugleich an einer Vereinigung Kretas mit Griechenland interessiert.

Der deutsche naturalistische Schriftsteller Otto Erich Hartleben erringt mit seiner Offiziers-Tragödie “Rosenmontag”, die im Königlichen Schauspielhaus in Berlin und im Münchner Schauspielhaus uraufgeführt wird, seinen größten Bühnenerfolg.

4.10.1900, Donnerstag

Der dänische Grönlandforscher Georg Karl Amdrup kehrt von einer Grönlandexpedition zurück.

Papst Leo XIII. empfängt mehrere Erzherzoginnen im Vatikan.

Die Berliner Stadtverordnetenversammlung fasst in geheimer Beratung den Beschluss, Kaiserin Auguste Viktoria in diesem Jahr nicht zum Geburtstag zu gratulieren. Zum 22. Oktober wird nur der Magistrat seine Glückwünsche übersenden.

Aus der Schweiz wird gemeldet, dass das Denkmal für den Bernhardinerhund Barry auf dem Großen Sankt Bernhard fertiggestellt worden ist. Die Inschrift auf dem Monument lautet: “Der heldenmütige Barry rettete 40 Personen das Leben und wurde vom 41. getötet.”

5.10.1900, Freitag

Die französische Regierung veröffentlicht die Kernpunkte ihrer China-Politik.

Das Schauspiel “Johannisfeuer” von Hermann Sudermann wird im Berliner Lessingtheater uraufgeführt.

Die südafrikanische “Cape Times” meldet, dass in der britischen Kapkolonie eine Kamelpost eingerichtet worden ist. Obwohl die Tiere unterwegs grasen, schaffen sie die Strecken in wüstenartigem Gebiet weitaus schneller als Pferde und Ochsen. Auch seien die Kosten für die Aufrechterhaltung der Kamelpostlinie um rund ein Drittel niedriger. Vorerst werden vier Kamele eingesetzt.

6.10.1900, Samstag

In Rom wird bekannt, dass bei einem Einbruch im Vatikan Anfang Oktober Wertpapiere im Wert von mehreren 100 000 Lire gestohlen worden sind.

7.10.1900, Sonntag

Auf dem Zionsberg im Südwesten der Altstadt von Jerusalem wird der Grundstein für die Kirche des Marienschlafs (Dormitio-Kirche) gelegt. Die Kirche, die von deutschen Katholiken errichtet wird, steht nach der Überlieferung an der Stelle, wo die Gottesmutter Maria starb.

Bei einem Zugunglück in Karlstor zwischen Heidelberg und Neckarsgemünd im Großherzogtum Baden kommen neun Menschen ums Leben, 70 werden verletzt.

8.10.1900, Montag

Die diplomatische Vertreterkonferenz der Kolonialmächte in Peking erklärt, das Edikt des chinesischen Kaisers Te Tsung (Kuang Hsü) vom 25. September, durch das mehrere in den Boxeraufstand verwickelte chinesische Prinzen und hohe Würdenträger degradiert worden sind, sei ungenügend. An einer europäischen Kontrolle der Sühne Chinas müsse festgehalten werden.

Das neuvermählte belgische Thronfolgerpaar, Prinz Albert von Belgien und Prinzessin Elisabeth von Bayern, zieht unter dem Jubel der Bevölkerung in Brüssel ein. Angesichts der Stimmung in der Bevölkerung verzichten die Sozialdemokraten auf Gegenkundgebungen, was der Parteiführung heftige Angriffe einträgt.

In Wetzlar wird der Parteitag des Christlich Sozialen Vereins eröffnet. Die bis zum 9. Oktober dauernde Versammlung unter der Leitung des Berliner Hofpredigers a. D. Adolf Stoecker spricht sich für die kaiserliche Weltpolitik aus und gegen “grobe Ausschreitungen” in Literatur und Kunst. Gefordert werden ferner höhere Getreide und Fleischzölle.

In Köln beginnt der achte Praktisch-Soziale Kursus des Volksvereins für das katholische Deutschland. An den Kursen, die bis zum 12. Oktober stattfinden, nehmen knapp 1000 Menschen teil.

Im russischen Nikanderkloster im Kreis Porchow bei Pleskau stürzt eine Saaldecke ein, 40 Wallfahrer kommen ums Leben.

9.10.1900, Dienstag

Der russische Generalgouverneur des Amurgebiets, General Sergei K. Grodekow, veröffentlicht eine Mitteilung des Kriegsministeriums, wonach Zar Nikolaus II. Befehl erlassen hat, Russland keine chinesischen Gebiete einzuverleiben, um so die Basis zur Wiederherstellung freundschaftlicher Beziehungen zwischen China und Russland zu schaffen.

Der japanische Kaiser Mutsuhito antwortet dem Kaiser von China, Te Tsung (Kuang Hsü), auf ein Schreiben vom 26. September, in dem Japan um Vermittlung im Konflikt zwischen den Kolonialmächten und China gebeten worden ist. Mutsuhito empfiehlt, alle Beamten, die in den Boxeraufstand verwickelt waren, aus ihren Ämtern zu entfernen, eine völlig neue Regierung zu schaffen und die Hauptstadt nach Peking zurückzuverlegen. Diese Maßnahmen könnten zu einer Normalisierung der Lage in China beitragen, meint Mutsuhito.

10.10.1900, Mittwoch

Zum Skandal weitet sich ein Fall von Insubordination in der französischen Artillerieschule zu Fontainebleau aus. Ein zum Lehrer ernannter jüdischer Hauptmann wird von den anderen, nichtjüdischen Offizieren geschnitten, mehrere höhere Offiziere protestieren gegen die Ernennung eines Juden und werden pensioniert.

11.10.1900, Donnerstag

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. legt auf dem Plateau des alten Römerkastells Saalburg in Nassau den Grundstein zum Reichs-Limes-Museum. In seiner Rede gibt der Kaiser dem Wunsch Ausdruck, die deutsche Macht möge so fest und gewaltig werden wie einst die Macht des Römischen Reichs.

Vertreter der Regierungen des Großherzogtums Baden und des Reichslands Elsass-Lothringen beraten in Baden-Baden über die Festlegung der Rheingrenze zwischen beiden innerdeutschen Staaten. Die Konferenz bleibt ohne Ergebnis.

Die spanische Regierung entdeckt in Lerida in Katalonien ein Waffenlager der Karlisten.

12.10.1900, Freitag

Japan zieht seine Truppen aus China zurück. Der japanische Kaiser Mutsuhito hat gegen den Vorschlag der anderen Kolonialmächte Einspruch erhoben, den Vater des voraussichtlichen chinesischen Thronfolgers Prinz Tuan auf die Liste derjenigen zu setzen, die wegen Beteiligung am Aufstand der fremden- und christenfeindlichen Boxer körperlich gezüchtigt werden sollen.

Die Eisenbahnlinie zwischen Ma t’ou und dem deutschen Pachtgebiet Kiautschou in China wird eröffnet.

Das rumänische Parlament in Bukarest genehmigt eine Vorlage, durch die Einnahmen aus dem staatlichen Zigarettenmonopol der Diskontogesellschaft gegen einen Vorschuss von 15 Millionen Francs überlassen werden sollen.

Mit Genehmigung von Reichskanzler Chlodwig Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst setzt sich der preußische Kultusminister Konrad Studt mit dem Reichspostamt und dem Reichsjustizamt in Verbindung, um Vorbesprechungen über eine einheitliche Regelung der deutschen Rechtschreibung aufzunehmen.

14.10.1900, Sonntag

In Petersburg (Leningrad) startet eine topographische Schlittenexpedition nach den Neusibirischen Inseln.

15.10.1900, Montag

Die Parlamentswahlen in Großbritannien enden mit einem Sieg der konservativen Regierungsparteien.

Erzbischof Thomas Noerber von Freiburg im Breisgau erlässt ein Rundschreiben gegen die christlichen Gewerkschaften, die er als von der Sozialdemokratie gelenkt bezeichnet.

In Grünberg in Schlesien (Zielona Góra in Polen) wird das 750-Jährige Jubiläum des Grünberger Weinbaus gefeiert.

16.10.1900, Dienstag

Das Deutsche Reich und Großbritannien schließen in London das Jangtse-Abkommen.

Die niederländische Königin Wilhelmina verlobt sich auf dem Loo mit Herzog Heinrich von Mecklenburg-Schwerin.

In Dresden wird das Bismarck-Denkmal von Otto Breuer enthüllt.

17.10.1900, Mittwoch

Der deutsche Reichskanzler und preußische Ministerpräsident Chlodwig Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst tritt aus Altersgründen zurück. Nachfolger wird der Staatssekretär des Auswärtigen, Bernhard Graf von Bülow.

Der preußische Generalfeldmarschall Alfred Graf von Waldersee, der Oberbefehlshaber des internationalen Truppenkontingents zur Niederschlagung des Boxeraufstands in China, trifft in Peking ein.

Der deutsche Luftschiffkonstrukteur Ferdinand Graf von Zeppelin unternimmt bei Friedrichshafen am Bodensee seine zweite Versuchsfahrt. Er bleibt dieses Mal eine Stunde und 20 Minuten in der Luft.

In Homburg findet in Anwesenheit des deutschen Kaiserpaars Wilhelm II. und Auguste Viktoria sowie der kaiserlichen Familie die Konfirmation des Prinzen Adalbert statt.

19.10.1900, Freitag

Paulus “Ohm” Krüger, der Präsident der am 1. September von Großbritannien annektierten Südafrikanischen Republik, schifft sich in dem portugiesischen Hafen Lourenço Marquez (Maputo) nach Europa ein. Er reist auf dem Kriegsschiff “Gelderland”, das ihm die niederländische Königin Wilhelmina zur Verfügung gestellt hat.

20.10.1900, Samstag

Der britische Generalleutnant Redvers Henry Buller legt in Pretoria sein Amt als Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte in Natal nieder. Im November kehrt er nach Großbritannien zurück.

Der brasilianische Präsident Manuel Ferraz de Campos Salles trifft mit einem Geschwader von drei Schiffen in Buenos Aires zu einem offiziellen Staatsbesuch Argentiniens ein.

21.10.1900, Sonntag

Der deutsche Luftschiffkonstrukteur Ferdinand Graf von Zeppelin unternimmt seine dritte Versuchsfahrt.

Die russische Abteilung der Spitzbergen-Gradmessungs-Expedition wird bei ihrer Rückkehr in Petersburg (Leningrad) von der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften festlich empfangen. Trotz ungünstiger Witterungsverhältnisse ist der ganze Süden von Spitzbergen durchkreuzt worden.

22.10.1900, Montag

In Spanien kommt es zu einer Regierungskrise, nachdem General Valeriano Weyler y Nicolau, der für seine Brutalität bekannte frühere Statthalter von Kuba, zum Generalkapitän von Madrid ernannt worden ist. Ministerpräsident Francisco Silvela y Le Vielleuze tritt zurück. Nachfolger wird am 23. Oktober Marcelo de Azcárraga y Palermo.

23.10.1900, Dienstag

Oswald Freiherr von Richthofen wird zum Staatssekretär des deutschen Auswärtigen Amts ernannt als Nachfolger Bernhard Graf von Bülows, der am 17. Oktober das Amt des Reichskanzlers übernommen hat.

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. besucht die Unternehmerfamilie Krupp in der Villa Hügel in Essen.

24.10.1900, Mittwoch

Österreich-Ungarn tritt dem deutsch-britischen Jangtse-Abkommen vom 16. Oktober bei.

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. nimmt an der Einweihung der neuerrichteten Ruhmeshalle in Barmen teil.

Der schwedisch-norwegische Kronprinz Gustav eröffnet das neugewählte Storting, die reichständige Abgeordnetenversammlung Norwegens, in der die Linke eine Zweidrittelmehrheit behauptet. Der älteste Sohn des Kronprinzen, Gustav Adolf, leistet den Eid auf die norwegische Verfassung.

25.10.1900, Donnerstag

In Pretoria wird die am 1. September verkündete Annexion der Südafrikanischen Republik unter dem Namen Vaal River Colony durch Großbritannien feierlich wiederholt.

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. schränkt durch eine Verordnung den Grundstücksbesitz in deutschen Gebieten in China ein. Jeder Grundstückseigentümer muss einen Grundzins an das deutsche Konsulat zahlen und Mitglied der Niederlassungsgemeinde werden. Ohne ausdrückliche Genehmigung des deutschen Konsuls darf kein Grundstück an Nichtdeutsche veräußert werden.

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria unternehmen eine Fahrt mit der Schwebebahn von Barmen nach Vohwinkel.

26.10.1900, Freitag

Die verbündeten Kolonialmächte nehmen nach der Niederschlagung des chinesischen Boxeraufstands in Peking die Beratungen über Friedensverhandlungen mit China auf.

Im Deutschen Reich finden die Feiern anlässlich des 100. Geburtstags des preußischen Generalfeldmarschalls Helmuth Graf von Moltke statt.

27.10.1900, Samstag

In Spanien kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Karlisten und der Polizei.

Frankreich liefert den Attentäter Sipido, der am 4. April in Brüssel einen gescheiterten Revolveranschlag auf den Prinzen von Wales unternommen hatte und nach der Urteilsverkündung am 5. Juli aus Belgien geflohen war, an Belgien aus.

Die Internationale Zuckerkonferenz in Paris beschließt die Aufhebung der Exportprämien, falls die Kompensationszölle der Zuckerimportländer aufgehoben werden.

28.10.1900, Sonntag

In Bosnien kommt es zu einem Zusammenstoß zwischen österreichischen und montenegrinischen Patrouillen. Zwei Montenegriner werden erschossen.

29.10.1900, Montag

Das Parteiorgan der deutschen Sozialdemokraten, der “Vorwärts”, veröffentlicht sog. Hunnenbriefe von Soldaten aus China, in denen über Greueltaten berichtet wird.

Bei einer Explosion in einer New Yorker Chemiefabrik kommen fast 200 Menschen ums Leben.

Caracas und Umgebung werden von einem schweren Erdbeben erschüttert, bei dem rund 50 Menschen ums Leben kommen. Der venezolanische Präsident Cipriano Castro springt während des Bebens aus dem zweiten Stock seines Hauses und bricht sich ein Bein.

In Wien findet die Hochzeit des Herzogs Robert von Württemberg mit Erzherzogin Maria Immaculata statt.

30.10.1900, Dienstag

Die württembergische Abgeordnetenkammer erklärt die Bebenhäuser Konvention von 1893 für staatsrechtlich einwandfrei. Nach dieser Konvention werden württembergische Offiziere für ein bis zwei Jahre in die preußische Armee und preußische Offiziere für dieselbe Zeit in die württembergische Armee abkommandiert. Ziel ist die Vereinheitlichung der Ausbildung in beiden Heeren.

In Wien geben die Wiener Symphoniker unter Leitung von Ferdinand Löwe ihr Eröffnungskonzert.

31.10.1900, Mittwoch

Aus dem Burenkrieg nach Großbritannien zurückkehrende Soldaten, die arbeitsuntauglich oder Krüppel sind, erhalten durch Verordnung der britischen Königin Victoria eine Pension von umgerechnet 1,60 bis 3,60 Mark täglich.

Eine offizielle britische Statistik gibt den Totalverlust britischer Soldaten im Burenkrieg mit 48 026 Mann an.

Der britische Feldmarschall Garnet Joseph Viscount Wolseley of Cairo legt den Oberbefehl des britischen Heeres nieder. Ihm werden Mängel in der Organisation und der Führung der Truppen im Burenkrieg vorgeworfen. Nachfolger wird Feldmarschall Frederick Sleigh Roberts, der sich noch in Südafrika aufhält.