Was geschah im Oktober 1916

  • < 1915
  • 10.1916
  • 1917 >

Wetterstationen Oktober 1916

Belisario Porras, seit 1. Oktober 1916 Präsident von Panama, wird nach Ablauf seiner Amtszeit von Ramón Valdés abgelöst.

Berlin verzeichnet die bisher größte Zahl von neuen Verordnungen. Allein die Stadtverwaltung lässt an diesem Tag 13 neue Verordnungen in Kraft treten, davon betreffen sieben die Nahrungsmittelversorgung und vier das Schulwesen.

Auf Anordnung der Reichseierstelle darf bis auf weiteres jeder Verbraucher innerhalb von drei Wochen nur zwei Eier erhalten.

2.10.1916, Montag

Bei Rahovo südlich von Bukarest vereiteln österreichische Kanonenboote einen Versuch der Rumänen, die Donau zu überschreiten.

Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg feiert seinen 69. Geburtstag.

Im Deutschen Reich wird die Reichsfleischkarte eingeführt. Die Karte berechtigt zum Bezug von 250 g Fleisch pro Woche.

3.10.1916, Dienstag

Die Versorgung mit Milch wird im Deutschen Reich der Reichsstelle für Speisefette übertragen. Anspruch auf Vollmilch haben künftig Kinder unter sechs Jahren, stillende und schwangere Frauen (drei Monate vor der Entbindung) sowie Kranke mit amtlicher Bescheinigung. Die Herstellung von Sahne wird den Molkereien untersagt.

Für die Einrichtung von Volksküchen in Bayern stellt König Ludwig III. die Summe von 200 000 Mark aus seinem Privatfonds zur Verfügung.

4.10.1916, Mittwoch

Im Mittelmeer wird der französische Truppentransporter “Gallia” mit rund 2000 französischen und serbischen Soldaten an Bord durch das deutsche U-Boot “U 35” versenkt.

Eine Umfrage der Handlungsgehilfenverbände – der Berufsorganisationen der Angestellten in Handel und Gewerbe – ergibt in Berlin eine große Mehrheit für die Einführung des Ladenschlusses um 19 Uhr. Am 20. Oktober lehnt das militärische Oberkommando in den Marken den Vorschlag ab.

Ariadne auf Naxos”, Oper in einem Aufzug nebst Vorspiel von Richard Strauss mit einem Text von Hugo von Hofmannsthal, wird unter Leitung von Hans Schalk in Wien uraufgeführt.

5.10.1916, Donnerstag

Der britische Dampfer “Franconia” der Cunard-Line, der von der britischen Regierung als Truppentransporter eingesetzt wird, sinkt nach einem Torpedotreffer im Mittelmeer. Die “Franconia” hatte zum Zeitpunkt des Untergangs keine Truppen an Bord.

In Großbritannien wird mit der Aircraft Transport and Travel Ltd. die erste Fluglinie des Landes eröffnet.

Kaiser Wilhelm II. trifft zu einem dreitägigen Besuch der Ostfront ein und inspiziert deutsche Verbände im Frontabschnitt Wladimir-Wolhynski und bei Korytnica in der Bukowina.

6.10.1916, Freitag

In Stuttgart feiert der 68-Jährige König Wilhelm II. von Württemberg sein 25-Jähriges Thronjubiläum.

Unter dem Wahlspruch “Gold gab ich zur Wehr, Eisen nahm ich zur Ehr” konstituiert sich in Berlin unter Vorsitz des Berliner Oberbürgermeisters Adolf Wermuth ein Ehrenausschuss. Ziel ist die Hebung des Goldvorrates der Reichsbank durch freiwillige Sammlungen.

7.10.1916, Samstag

Die 5. deutsche Kriegsanleihe hat ein Ergebnis von 10,59 Milliarden Mark erbracht. Insgesamt sind damit seit 1914 durch Anleihen 46,5 Milliarden Mark zusammengekommen.

Die Zentrumsfraktion im Reichstag gibt eine zustimmende Erklärung zum U-Boot-Krieg ab. Damit besteht im Reichstag eine Mehrheit für den uneingeschränkten U-Boot-Krieg; die Rechtsparteien haben diesen Weg der Kriegführung von jeher befürwortet.

8.10.1916, Sonntag

Nach dem Rücktritt von Nikolaus Kalojeropulos, der nur drei Wochen im Amt war, wird Spyridon Lambrós neuer griechischer Ministerpräsident.

Wegen des Artikels “Aus der Hexenküche der Kanzlerfronde” verbietet das Oberkommando in den Marken die SPD-Parteizeitung “Vorwärts” auf unbestimmte Zeit. Darin war der Rüstungsindustrie vorgeworfen worden, sie arbeite aus reinem Profitinteresse gegen alle Friedensbemühungen.

9.10.1916, Montag

Johann Heinrich Graf von Bernstorff, der deutsche Botschafter in den USA, überreicht US-Präsident Woodrow Wilson ein Schreiben von Kaiser Wilhelm II., das am Vortag vom deutschen U-Boot “U-35” in die USA gebracht worden ist. Im Gespräch mit Graf Bernstorff drückt Wilson die Besorgnis der USA über die wachsende Zahl von deutschen U-Booten vor der amerikanischen Ostküste aus.

Im Reichstag wird ein Antrag des Zentrums angenommen, der den Hauptausschuss des Reichstages ermächtigt, auserhalb der Sitzungsperiode des Reichstages auch als ausenpolitischer Ausschuss zusammenzutreten.

An der Front in Norditalien beginnt Italien die 8. Isonzo-Schlacht gegen Österreich-Ungarn. Sie geht ohne größere Vorteile für eine der beiden Seiten am 12. Oktober zu Ende.

Graf Seiki Terauchi wird anstelle von Marquis Schigenobu Okuma, der seit dem 15. April 1914 im Amt war, neuer japanischer Ministerpräsident.

Deutsche und österreichisch-ungarische Truppen erobern Kronstadt in Siebenbürgen. Die rumänischen Truppen müssen den Rückzug antreten.

10.10.1916, Dienstag

In den Verhandlungen mit der österreichisch-ungarischen Regierung über die Zukunft Polens fordert Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg die Räumung des österreichischen Generalgouvernements Lublin und die Schaffung einer gemeinsamen Verwaltung. Österreich-Ungarns Außenminister Stefan Freiherr Burián von Rajecz lehnt jedoch ab.

11.10.1916, Mittwoch

Nach einem Ultimatum des Oberkommandos der französischen Flotte im Mittelmeer übergibt die griechische Regierung der Entente noch am gleichen Tag den größten Teil der griechischen Kriegsflotte.

Der Deutsche Reichstag beschließt die Verlängerung der Legislaturperiode des zuletzt 1912 gewählten Reichstages um ein weiteres Jahr.

12.10.1916, Donnerstag

Hipólito Irigoyen, der aus den ersten freien Präsidentschaftswahlen in der Geschichte Argentiniens als Sieger hervorgegangen ist, tritt sein Amt an. Er löst Victorino de la Plaza ab, der das Land seit 1914 regiert hatte.

Das britische Unterhaus billigt die von Premier Herbert Asquith eingebrachten neuen Kriegskredite in Höhe von 300 Millionen Pfund. Der Gesamtbetrag der seit 1914 bewilligten Kredite beläuft sich auf 3,1 Milliarden Pfund.

In Österreich wird ein Kriegsernährungsamt eingerichtet. Die Leitung übernimmt Oskar Ritter von Keller.

13.10.1916, Freitag

19 Mitglieder des indischen gesetzgebenden Rates fordern in einer Denkschrift an den britischen Vizekönig die Selbstregierung für Indien und die Abhaltung von allgemeinen Wahlen. Dem gesetzgebenden Rat, einem Verfassungsorgan ohne echten Einfluss, gehören seit 1892 auch Vertreter der indischen Volksgruppen an.

Der Rat der Stadt Dresden beschließt die Einführung einer Katzensteuer zum 1. Januar 1917. Die Abgabe beträgt zehn Mark für die erste und 15 Mark für jede weitere gehaltene Katze.

Mit den “Soldaten” von Jakob Michael Reinhard Lenz in der Inszenierung von Max Reinhardt beginnt der “Deutsche Zyklus” am Deutschen Theater in Berlin.

Das Königliche Schauspielhaus in Dresden zeigt in einer Uraufführung das Drama “Struensee” von Otto Erler.

14.10.1916, Samstag

In Wolhynien und den Karpaten beginnt eine russische Entlastungsoffensive für Rumänien. Sie scheitert im November.

Neue Verordnungen für die Kartoffelversorgung treten im Deutschen Reich in Kraft. Bis zum 15. August 1917 beträgt die tägliche Kartoffelration höchstens 1,5 Pfund, Schwerarbeiter können eine Zulage von einem Pfund erhalten.

15.10.1916, Sonntag

Britische und französische Truppen besetzen die Festungsanlagen der griechischen Hauptstadt Athen.

16.10.1916, Montag

In dem von Deutschen besetzten Belgien beginnt die Deportation von Arbeitern in das Reichsgebiet. Ferner werden alle beschäftigungslosen männlichen Einwohner aufgefordert, sich zum Arbeitseinsatz zu melden.

Der frühere griechische Ministerpräsident (1910- 1915) Eleftherios Weniselos proklamiert in Saloniki eine revolutionäre Regierung gegen König Konstantin.

17.10.1916, Dienstag

Der Hauptausschuss des Reichstages billigt einen Antrag der Fortschrittlichen Volkspartei zum Belagerungszustand. Darin wird der Reichskanzler aufgefordert, gemäß Artikel 68 der Reichsverfassung baldmöglichst einen Gesetzentwurf zum Belagerungszustand vorzulegen, durch den das aus dem Jahr 1851 stammende preußische Gesetz über den Belagerungszustand aufgehoben wird.

Eine Versteigerung der 144 Gemälde umfassenden Sammlung Schmeil beim Auktionshaus Paul Cassirer in Berlin erbringt eine Gesamtsumme von 1,2 Millionen Mark. Das teuerste Gemälde ist mit 40 000 Mark das 1879 in Venedig entstandene “Matteo-Stilleben” des österreichischen Malers Carl Schuch (1846- 1903).

18.10.1916, Mittwoch

Kaiser Wilhelm II. verleiht dem Kommandanten von “U-53”, Kapitänleutnant Lothar von Arnauld de la Piére, für die Versenkung von 270 000 t feindlichen Schiffsraums den Orden “Pour le mérite”.

Die Verhandlungen zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn über die Zukunft Polens enden mit einem Kompromiss: Die Deutschen sollen die Organisation des polnischen Heeres übernehmen, dafür soll dem deutschen Generalgouvernement Warschau eine österreichisch-ungarische Delegation zugeteilt werden, die eine einheitliche Gesetzgebung und Verwaltung der Generalgouvernements Warschau und Lublin vorbereitet.

Nach zehntägiger Pause erscheint der “Vorwärts” wieder. Auf der Titelseite des SPD-Parteiorgans ist eine Erklärung des SPD-Parteivorstandes über den Eintritt Hermann Müllers in die “Vorwärts”-Redaktion abgedruckt. Eine solche Änderung in der Redaktion war Vorbedingung für die Aufhebung des Verbots durch das Oberkommando in den Marken.

Auf einer Veranstaltung des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks in Berlin wird ein Nachtbackverbot gefordert. Nach Angaben des Verbandes hätten sich auch die zu einer Stellungnahme aufgeforderten 14 700 an der Front stehenden Bäckergesellen mehrheitlich für eine neue Arbeitszeitregelung ausgesprochen, die Bäckermeister seien ebenfalls in ihrer Mehrzahl für das Nachtbackverbot.

19.10.1916, Donnerstag

Kaiser Wilhelm II. besucht für einen Tag die Somme-Front und besichtigt mehrere Truppenteile. Der Kaiser spricht den Soldaten den Dank des deutschen Volkes für die geleisteten Dienste aus. Spätere Geschlechter, so der Kaiser, werden diese Leistungen unzweifelhaft als “die leuchtendsten Beispiele deutschen Siegeswillens” anerkennen.

20.10.1916, Freitag

Der Reichstag befasst sich mit Fragen der Volksernährung. Adolf Tortilowicz von Batocki-Friebe, der Präsident des Kriegsernährungsamtes, gibt Probleme bei der Nahrungsmittelversorgung zu und erklärt, einige Maßnahmen seines Amtes hätten ihren Zweck verfehlt.

21.10.1916, Samstag

Unter dem Einsatz neuentwickelter 400-mm-Steilfeuergeschütze beginnen die Franzosen ihre Gegenoffensive vor Verdun.

In Gent im besetzten Belgien wird die Universität in eine flämische Hochschule umgewandelt. In seiner Eröffnungsansprache betont Generalgouverneur Moritz Ferdinand Freiherr von Bissing, die Hochschulgründung solle das flämische Volkstum in Belgien stärken.

In Leipzig tritt der Verein Deutscher Chemiker zu einer Jahrestagung zusammen. Unter den Referenten ist auch der Chemie-Nobelpreisträger des Jahres 1909, Wilhelm Ostwald. Er stellt seine Farbenlehre vor, bei der die Beziehungen im Farbenspektrum durch ein System von Gleichungen erklärt werden.

In Anwesenheit von Lion Feuchtwanger hat im Kleinen Theater dessen Schauspiel “Warren Hastings, Gouverneur von Indien” seine Berliner Premiere.

22.10.1916, Sonntag

Der deutsche Heeresbericht meldet von der Westfront 209 Luftkämpfe zwischen deutschen und französischen bzw. britischen Fliegern. Allein an der Somme sind 16 Gegner abgeschossen worden.

Anlässlich des 58. Geburtstages von Kaiserin Auguste Viktoria stiftet Kaiser Wilhelm II. der Nationalstiftung der Hinterbliebenenhilfe aus seinem privaten Verfügungsfonds 100 000 Mark und dem Kaiserin-Auguste-Viktoria-Haus für Säuglingsfürsorge 50 000 Mark.

23.10.1916, Montag

Der Gesamtvorstand des Alldeutschen Verbandes hält in Berlin eine von 400 Delegierten besuchte Versammlung ab. Dabei betont der Vorsitzende Heinrich Claß, das ganze deutsche Volk blicke voller Vertrauen auf die Oberste Heeresleitung und sei bereit, ihr in der jetzigen schweren Zeit zu folgen.

24.10.1916, Dienstag

In Berlin hält der Bund der Industriellen (BdI) seine 18. Generalversammlung ab. Neben zahlreichen Firmen gehören dem BdI auch 204 Berufsverbände und Handelskammern an. Das Hauptreferat zum Thema “Krieg und Industrie” hält der nationalliberale Reichstagsabgeordnete Gustav Stresemann, der auch dem Vorstand des BdI angehört.

Die noch im Fort Douaumont verbliebenen deutschen Truppen ergeben sich den Franzosen.

25.10.1916, Mittwoch

Die deutsche Marineleitung gibt für September die Versenkung von 141 feindlichen Handelsschiffen mit 182 000 Bruttoregistertonnen bekannt.

In Schweden wird nach siebenjähriger Bauzeit der Trollhätte-Kanal eingeweiht. Er verbindet den 5585 km² großen Vänersee in Mittelschweden mit der Nordsee.

Der Bund der Industriellen (BdI), der Zentralverband deutscher Industrieller (ZdI) und der Verein zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie vereinbaren in Berlin die Gründung eines Deutschen Industrierates. Der Rat wird aus 54 Mitgliedern bestehen, davon kommen je 25 von BdI und ZdI.

26.10.1916, Donnerstag

Der Reichsverband der deutschen Landwirtschaftlichen Genossenschaften hält in Berlin seine Jahrestagung ab. Er vertritt über 19 000 Genossenschaften mit fast zwei Millionen Mitgliedern.

Das Kriegsernährungsamt legt Erzeuger-Höchstpreise für Rüben und Möhren fest. Angesichts der Engpässe in der Kartoffelversorgung für die Städte sind die Preise für Rüben in den letzten Tagen sprunghaft gestiegen.

27.10.1916, Freitag

Gegen die Stimmen der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft billigt der Deutsche Reichstag neue Kriegskredite in Höhe von zwölf Milliarden Mark.

Der deutsche Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg empfängt in Berlin eine Delegation konservativer polnischer Politiker unter Führung von Prinz Franz Radziwill. Die Polen verlangen u.a. die Ernennung eines Regenten mit voller Regierungsgewalt, die Aufhebung der Grenzen zwischen den beiden Besatzungsgebieten und die Proklamierung eines polnischen Königs.

Auf Mitgliederversammlungen der SPD in fünf der sechs Berliner Wahlkreise finden Beratungen über den “Vorwärts”-Fall statt. Mehrheitlich wird beschlossen, dass der “Vorwärts” nach den Umbesetzungen in der Redaktion nunmehr zu einem “Regierungsorgan” geworden sei. Es sei daher dringend erforderlich, eine neue Parteizeitung zu gründen.

28.10.1916, Samstag

Der Deutsche Reichstag debattiert über die Schutzhaft. Der Abgeordnete Wilhelm Dittmann von der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft kritisiert die vielfach willkürlichen Maßnahmen der Militärbehörden, die oftmals auf bloßen Verdacht hin ihnen missliebige Personen ohne gesetzliche Grundlage inhaftieren würden.

29.10.1916, Sonntag

Russische Truppen unter dem Kommando von General Alexei A. Brussilow beginnen eine neue Offensive in Wolhynien und den Karpaten. Sie wird am 7. Dezember ohne große Erfolge abgebrochen.

Anstelle des Generalleutnants Adolf Wild von Hohenborn, der die Führung eines Armeekorps an der deutschen Westfront übernimmt, wird Generalleutnant Hermann von Stein neuer preußischer Kriegsminister. Wild von Hohenborn war seit dem 21. Januar 1915 Kriegsminister in Preußen.

In einem Interview mit der Wiener Zeitung “Neue Freie Presse” nehmen Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg und sein Generalquartiermeister Erich Ludendorff zur Kriegslage in Ost und West Stellung. Hindenburg erklärt: “Es steht so günstig wie nur möglich.”

30.10.1916, Montag

Der deutsche Heeresbericht meldet die Erstürmung des Dorfes La Maisonnette an der Somme.

In der russischen Hauptstadt Petrograd (bis 1914 Petersburg) finden erstmals während des Krieges politische Streiks statt.

31.10.1916, Dienstag

Italien eröffnet die 9. Isonzo-Schlacht gegen Österreich-Ungarn. Sie endet am 4. November.

Als Nachfolger des am 21. Oktober ermordeten Karl Reichsgrafen von Stürgkh wird Ernest von Koerber neuer österreichischer Ministerpräsident.

Für den Kauf von Herren- und Damenoberbekleidung werden im Deutschen Reich erstmals Bezugsscheine ausgegeben.

Im Deutschen Reich endet die Frist zur Anmeldung deutschen und ausländischen Wertpapierbesitzes. Zuwiderhandlungen werden mit 1500 Mark Geldstrafe oder drei Monaten Haft geahndet.