Was geschah im Oktober 1958

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1.10.1958, Mittwoch

Auf seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause, die in Berlin (West) abgehalten wird, protestiert der Bundestag in einem Appell an die Weltöffentlichkeit “gegen die fortdauernde Verletzung der Gesetze der Menschlichkeit” in der DDR.

In Frankreich gründet Ministerpräsident Charles de Gaulle die Union pour la Nouvelle République (UNR) als Staatspartei.

Aus Protest gegen das Inkrafttreten des britischen Zypernplans tritt die griechische Bevölkerung in einen 24stündigen Generalstreik.

Die Post wird in der Bundesrepublik künftig montags und sonnabends nur noch einmal zugestellt.

Viele hundert Fans umjubeln in Bremerhaven den US-amerikanischen Rock’n’Roll-Star Elvis Presley, der als Wehrpflichtiger seinen Dienst in der Bundesrepublik ableistet.

2.10.1958, Donnerstag

Heinz Rühmann spielt die Titelrolle in dem Film “Der Pauker”, der in den bundesdeutschen Kinos anläuft. Regie in dem Streifen führte Axel von Ambesser.

Der Bundestag in Bonn fordert die Regierung auf, die rasche Schaffung einer europäischen Freihandelszone herbeizuführen.

Die afrikanische Republik Guinea proklamiert ihre Unabhängigkeit von Frankreich, erster Ministerpräsident wird Sékou Touré.

3.10.1958, Freitag

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) spricht sich für die allmähliche Herstellung von Beziehungen zu den Ostblockstaaten aus; dies könne zunächst durch die Einrichtung von Handelsmissionen geschehen.

In einer Rede im algerischen Constantine kündigt der französische Ministerpräsident Charles de Gaulle einen Fünfjahresplan für die nordafrikanische Kolonie an, um den Lebensstandard der Bevölkerung anzuheben.

4.10.1958, Samstag

Durch K. o. in der vierten Runde über den Franzosen Charles Humez wird Lokalmatador Gustav (“Bubi”) Scholz vor 25 000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion Mittelgewichtseuropameister der Profiboxer.

Als erste Fluggesellschaft nimmt die britische BOAC den regelmäßigen Transatlantikverkehr mit Düsenpassagiermaschinen auf.

Nach Angaben von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß wird die Bundeswehr in diesem Jahr mit 172 000 Soldaten etwa die Hälfte ihrer Sollstärke erreichen.

Die Vereinigten Staaten wollen sich nicht “lediglich wegen der Verteidigung von Quemoy oder Matsu” in militärische Feindseligkeiten verwickeln lassen. Dies erklärt US-Präsident Dwight D. Eisenhower.

Die Verfassung der V. französischen Republik tritt in Kraft.

5.10.1958, Sonntag

In Nürnberg geht das erste Bundestreffen der Stalingradkämpfer nach zweitägiger Dauer zu Ende. Die über 1000 ehemaligen Soldaten und Offiziere fordern die Sowjetunion auf, die Pflege deutscher Soldatengräber auf ihrem Gebiet zuzulassen.

Vor 72 000 Zuschauern in Wien schlägt die französische Fußballnationalelf in einem Länderspiel Österreich 2:1.

6.10.1958, Montag

Die Volksrepublik China legt eine siebentägige Feuerpause bei der Beschießung der taiwanischen Inseln Quemoy und Matsu ein. Sie verlangt dafür, dass die USA den nationalchinesischen Versorgungsschiffen keinen Geleitschutz mehr gewähren.

Der sowjetische Ministerpräsident Nikita S. Chruschtschow versichert, dass die UdSSR ihre Bündnispflichten gegenüber der Volksrepublik China erfüllen werde; sie wolle sich aber nicht in einen Bürgerkrieg verwickeln lassen.

7.10.1958, Dienstag

Die französische Regierung beschließt die Einführung des Mehrheitswahlrechts an Stelle der bisherigen Verhältniswahl.

In Brüssel konstituiert sich der Europäische Gerichtshof als Organ der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM). Sein Präsident wird der Niederländer Andreas Matthias Donner.

8.10.1958, Mittwoch

Die Berliner Festwochen, in deren Rahmen seit dem 21. September zahlreiche Konzerte, Theater- und Opernaufführungen sowie Ausstellungen stattfanden, gehen zu Ende. Aufmerksamkeit hat u.a. die Ausstellung “Max Reinhardt und seine Bühnenbilder” gefunden.

Der pakistanische Präsident Iskander Mirza setzt die Verfassung außer Kraft entlässt die Zentral- und die Provinzialregierungen und löst das Parlament auf. Zugleich werden alle politischen Parteien verboten und der Belagerungszustand ausgerufen.

Nach Angaben des US-Außenministeriums werden amerikanische Kriegsschiffe nicht länger die taiwanischen Versorgungsboote nach Quemoy eskortieren.

9.10.1958, Donnerstag

Papst Pius XII. stirbt im Alter von 82 Jahren in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo.

Alle Angehörigen der Armee sollen sich aus den Wohlfahrtsausschüssen zurückziehen, fordert Frankreichs Ministerpräsident Charles de Gaulle in einem Schreiben an den Generaldelegierten in Algerien, General Raoul Salan. Am 14. Oktober kommen die Offiziere dieser Aufforderung nach.

Die Publikumslieblinge Gerrit Schulte (Niederlande)/Klaus Bugdahl (Bundesrepublik) gewinnen das Berliner Sechstagerennen im Sportpalast vor den Vorjahressiegern Emile Severeyns/Rik van Steenbergen aus Belgien.

10.10.1958, Freitag

Auf der Jahresversammlung der Weltbank und des Weltwährungsfonds in Neu-Delhi appelliert der indische Ministerpräsident Jawaharlal Nehru an alle Mitgliedsstaaten, die Entwicklungsländer zu unterstützen. Die Welt sei nicht in kommunistische und nichtkommunistische Länder geteilt, sondern in entwickelte und unterentwickelte.

Die SPD-Fraktion im Bonner Bundestag beantragt die Einrichtung eines Amtes für innerdeutsche Regelungen mit Sitz in Berlin (West).

11.10.1958, Samstag

Ferhat Abbas, Chef der algerischen Exilregierung, bietet Frankreich bedingungslos Verhandlungen über die Einstellung der Kämpfe in Algerien an.

Im Rat der Arabischen Liga gibt es heftige Auseinandersetzungen zwischen Tunesien und der Vereinigten Arabischen Republik (VAR), weil sich die VAR nach Ansicht Tunesiens in dessen innere Angelegenheiten einmischt. – Am 15. Oktober bricht Tunesien die diplomatischen Beziehungen zur VAR ab.

Ein Sonderabkommen über den Warenaustausch zwischen beiden deutschen Staaten schlägt DDR-Außenhandelsminister Heinrich Rau vor. Die Bundesregierung bezeichnet die Initiative am 25. Oktober als unrealistisch.

Zum zweiten Mal scheitert der Versuch der US-Luftwaffe, eine Rakete zum Mond zu schießen. Nach einem Drittel der Strecke verliert die Rakete an Geschwindigkeit und verglüht in der Atmosphäre.

Im Deutschen Fernsehen ist die erste Folge der Unterhaltungssendung “Sieben auf einen Streich” mit Hans-Joachim Kulenkampff zu sehen.

12.10.1958, Sonntag

Die Volksrepublik China verlängert die am 6. Oktober begonnene Waffenruhe in der Straße von Formosa (Taiwan) um zwei Wochen.

13.10.1958, Montag

Das tschechische Außenministerium beschuldigt in einer Pressekonferenz die Bundesrepublik des Revanchismus.

14.10.1958, Dienstag

Der sowjetische Botschafter in Bonn, Andrei A. Smirnow, überreicht Bundeskanzler Konrad Adenauer eine Note seiner Regierung über die deutsch-sowjetischen Beziehungen. Bonn wird darin vorgeworfen, die Möglichkeiten zur Verbesserung der Beziehungen nicht zu nutzen, sondern bestehende Meinungsverschiedenheiten noch zu verstärken.

Aufgrund der neuen französischen Verfassung proklamiert der Kongress der Provinzparlamente die Republik Madagaskar als Mitgliedstaat der Französischen Gemeinschaft.

15.10.1958, Mittwoch

220 000 britische Pfund (etwa 2,5 Millionen DM) erbringt bei einer Versteigerung im Londoner Auktionshaus Sotheby’s das Gemälde “Knabe mit der roten Weste” von Paul Cézanne. Dies ist der höchste Preis, der bislang auf einer Versteigerung für ein Bild gezahlt wurde.

In einem Bericht an die UN-Vollversammlung erklärt Generalsekretär Dag Hammarskjöld, er halte gegenwärtig die Aufstellung einer ständigen internationalen UN-Polizeitruppe nicht für zweckmäßig.

Der Generaldelegierte in Algerien, Raoul Salan, verbietet den vom Wohlfahrtsausschuss als Protest gegen die Anordnungen von Ministerpräsident Charles de Gaulle ausgerufenen Generalstreik.

16.10.1958, Donnerstag

Das außenpolitische Verhältnis Österreichs zu seinen Nachbarn wird nach Ansicht von Verteidigungsminister Ferdinand Graf um so besser sein, je stärker seine Landesverteidigung ist.

In einer Rede anlässlich der Parlamentseröffnung beschuldigt Tunesiens Staatspräsident Habib Burgiba die Vereinigte Arabische Republik, ein Werkzeug der Sowjetunion zu sein und zu versuchen, ihren Einfluss auf den ganzen arabischen Raum auszudehnen. Tunesien wolle aber keinen Kommunismus und bleibe auf der Seite der westlichen Welt.

17.10.1958, Freitag

In der Bundesrepublik ist erstmals die Ernest-Hemingway-Verfilmung “Der alte Mann und das Meer” zu sehen.

Direktorium und Bundestagsfraktion der Deutschen Partei (DP) beschließen, dass die Partei trotz des vielfachen Zusammenwirkens mit der CDU eigenständig bleiben solle. Es gelte, ein Zwei-Parteien-System zu verhindern, das starke Minderheiten unterdrücke.

Vor dem 12. Plenum des Zentralkomitees der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei erklärt deren Sekretär Wladyslaw Gomulka, dass von November 1957 bis Mai 1958 im Zuge einer Säuberung rund 15% der Parteimitglieder ausgeschlossen wurden.

Wegen anhaltender Unruhen auf Zypern erlässt die britische Regierung Ausnahmebestimmungen, die u.a. vorsehen, dass Soldaten sofort ihre Schusswaffe gebrauchen können, wenn sie auf verdächtige Personen stoßen.

18.10.1958, Samstag

Der Rat der Arabischen Liga gewährt der algerischen Exilregierung eine finanzielle Hilfe in Höhe von 34,4 Millionen US-Dollar (rund 145 Millionen DM) zur Fortführung des Kampfes um die Unabhängigkeit Algeriens.

Der Ministerpräsident von Kamerun, Ahmadou Ahidjo, erklärt vor dem Parlament, dass er mit dem französischen Minister für überseeische Gebiete, Bernard Cornut-Gentille, ein Abkommen über die völlige innere Autonomie des Territoriums geschlossen habe.

19.10.1958, Sonntag

Der zweite Platz hinter seinem Landsmann Stirling Moss beim letzten Lauf der Weltmeisterschaft, dem “Großen Preis von Marokko” in Casablanca, reicht dem Briten Mike Hawthorn zum Gewinn des diesjährigen Automobilweltmeistertitels.

42 Millionen Besucher sahen die Weltausstellung in Brüssel seit der Eröffnung am 17. April. Die Schau geht nun mit einem Riesenfeuerwerk zu Ende.

20.10.1958, Montag

Der Oberbefehlshaber der thailändischen Streitkräfte, Marschall Sarit Thanarat, setzt durch einen Staatsstreich die Regierung ab und verhängt das Kriegsrecht.

Die Volksrepublik China nimmt die Beschießung der taiwanischen Inseln Quemoy und Matsu wieder auf, nachdem US-amerikanische Kriegsschiffe in die von China beanspruchte Zwölfmeilenzone eingedrungen sind.

Iran und die Türkei vereinbaren den Bau einer Erdöl-Pipeline von den iranischen Ölfeldern bis zum türkischen Mittelmeerhafen Mersin.

Bei der diesjährigen Ernte sind in der Bundesrepublik 13,07 Millionen t Getreide – ca. 400 000 t weniger als 1957 – eingebracht worden. Der Flächenertrag fiel um 0,4% geringer aus als im Vorjahr.

21.10.1958, Dienstag

In einer Rede vor etwa 1000 Lehrern in Leipzig bezeichnet DDR-Parteichef Walter Ulbricht die Einführung des sog. Polytechnischen Unterrichts als Kernfrage bei der Weiterentwicklung des Schulwesens, weil hierdurch der Widerspruch zwischen Theorie und Praxis, zwischen Schule und Leben gelöst worden sei.

Jordanien will wieder mit der Vereinigten Arabischen Republik (VAR) diplomatische Beziehungen aufnehmen, wenn alle arabischen Staaten die Richtlinien der am 21. August von der UN-Vollversammlung gebilligten Resolution einhalten. – Zwei Tage später bekundet auch der Libanon seinen Wunsch nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur VAR.

22.10.1958, Mittwoch

Die Bundesregierung lehnt den Vorschlag der Sozialdemokraten, den Regierungssitz von Bonn nach Berlin zu verlegen, ab.

Für die Bundesbeamten wird die 45-Stunden-Woche eingeführt, wobei sonnabends noch bis 13 Uhr gearbeitet werden muss. Für die Angestellten und Arbeiter des Bundes gilt die Arbeitszeitverkürzung schon seit dem 1. Oktober.

23.10.1958, Donnerstag

Bundespräsident Theodor Heuss beendet einen viertägigen Staatsbesuch in Großbritannien, bei dem er auch von Königin Elisabeth II. empfangen wurde.

Frankreichs Ministerpräsident Charles de Gaulle kündigt an, dass sein Land neben den Vereinigten Staaten, der Sowjetunion und Großbritannien in Kürze Atommacht sein werde.

24.10.1958, Freitag

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß entscheidet, dass die Bundeswehr mit Jagdbombern vom Typ “Starfighter F 104” der US-amerikanischen Firma Lockheed ausgerüstet werden soll.

Der Bürgermeister der Hansestadt Bremen, Wilhelm Kaisen, wird turnusgemäß als Nachfolger des Berliner Regierenden Bürgermeisters, Willy Brandt, zum Bundesratspräsidenten gewählt.

Nicht in den Wahlkampf einmischen will sich der französische Ministerpräsident Charles de Gaulle. Seine Unparteilichkeit verpflichte ihn dazu, darauf zu achten, dass sein Name nicht im Titel einer Partei oder von einem Kandidaten verwendet werde. Zugleich weist de Gaulle auf die beschränkte Rolle des Parlaments nach der neuen Verfassung hin.

Der Oberbefehlshaber der pakistanischen Truppen, Mohammed Ayub Khan, wird zum Ministerpräsidenten ernannt. Am 28. Oktober tritt Präsident Iskander Mirza zurück, Ayub Khan erklärt daraufhin die Abschaffung des Präsidentenamtes.

Seit dem 25. September sind rund 10 000 Personen aus Internierungslagern in Algerien freigelassen worden.

Die letzten US-Truppen verlassen den Libanon.

26.10.1958, Sonntag

Die Schweizer Stimmbürger lehnen in einer Volksabstimmung die Einführung der 44-Stunden-Woche fast mit Zwei-Drittel-Mehrheit ab.

Die rechtsradikale Deutsche Reichspartei verabschiedet in München ihr Programm.

Zu tumultartigen Szenen kommt es beim Auftritt des US-amerikanischen Rock’n’Roll-Sängers Bill Haley in Berlin (West).

In Paris trennen sich die Mannschaften der Bundesrepublik und Frankreichs in einem Fußball-Länderspiel 2:2.

27.10.1958, Montag

Im Londoner Opernhaus Covent Garden wird das Ballett “Undine” mit der Musik des deutschen Komponisten Hans Werner Henze und der Choreographie von Frederic Ashton uraufgeführt.

US-Präsident Dwight D. Eisenhower sagt Jugoslawien für die Zukunft wirtschaftliche und technische Hilfe zu, um es bei der Bewahrung seiner Unabhängigkeit “frei von jeder ausländischen Beherrschung” zu unterstützen.

Der Sozialbeirat der Bundesregierung tritt zurück, weil er sich mit seiner Meinung, die Renten könnten im laufenden Jahr um 6,1% erhöht werden, nicht durchsetzen konnte.

Sieben der elf Staaten, die 1956 für ihre Bürger, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes wurden, Schadensersatzansprüche an die Bundesrepublik gestellt haben, erinnern in Mahnnoten die Bundesregierung in Bonn an diese Ansprüche.

28.10.1958, Dienstag

Das letzte Band”, Einakter des absurden irischen Dramatikers Samuel Beckett, wird im Londoner Royal Court Theatre uraufgeführt.

In Hamburg wird die Bundeswehrführungsakademie eröffnet.

Zum neuen Papst wird der Patriarch von Venedig, Kardinal Angelo Giuseppe Roncalli, gewählt, der als Johannes XXIII. den Stuhl Petri besteigt.

Das Scheichtum Kuwait wird Mitglied der Arabischen Liga.

Der sowjetische Schriftsteller Boris Pasternak verzichtet unter dem Druck der Behörden auf die Annahme des ihm wenige Tage zuvor zugesprochenen Literaturnobelpreises.

In Tokio kritisiert Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard die nach seiner Ansicht zu niedrigen Preise einiger für Westeuropa bestimmter japanischer Exportartikel.

30.10.1958, Donnerstag

Vor einem Polizeikongress in Stuttgart fordert Innenminister Gerhard Schröder (CDU) eine Notstandsgesetzgebung für die Bundesrepublik.

Die Sowjetunion lehnt den Vorschlag der Vereinigten Staaten und Großbritanniens ab, die Atomwaffenversuche für ein Jahr einzustellen. Beiden Mächten wird vorgeworfen, sie machten diesen Vorschlag erst, nachdem sie selbst die bislang größten Testserien durchgeführt hätten.

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York verurteilt mit großer Mehrheit in einer Resolution die Apartheidpolitik der südafrikanischen Regierung.

31.10.1958, Freitag

In Genf beginnen die Gespräche der drei Atommächte über die Einstellung der Kernwaffenversuche unter internationaler Kontrolle.

Das Bundesarbeitsgericht erklärt den Metallarbeiterstreik in Schleswig-Holstein im Winter 1956/57, bei dem es in erster Linie um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ging, für verfassungswidrig. Die IG Metall wird zu Schadensersatzzahlungen an die Arbeitgeber verurteilt.

Saisonal bedingt ist die Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik im Oktober um knapp 30 000 auf 356 750 angestiegen; dies entspricht einer Erwerbslosenquote von 1,8%. Im Oktober 1957 waren rund 11 900 Bundesbürger mehr arbeitslos.