Was geschah im Oktober 1976

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1.10.1976, Freitag

Die Regierungen Portugals und der ehemaligen portugiesischen Kolonie Angola beschließen die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen.

Mit einer Fernsehdiskussion zwischen Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD), seinem Herausforderer Helmut Kohl (CDU) und dem CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß endet der Bundestagswahlkampf.

In New York erklärt der Weltmeister im Schwergewichtsboxen, Muhammad Ali, seinen Rücktritt vom Boxsport.

Durch ein spezielles Verfahren gelingt es französischen Wissenschaftlern, die Mumie des ägyptischen Pharaos Ramses II. vor dem Verfall zu retten.

Die griechische Regierung überstellt den in Athen festgenommenen deutschen Terroristen Rolf Pohle den bundesdeutschen Behörden.

In der Schweiz wird das von einem Stausee in 2000 m Höhe gespeiste Wasserkraftwerk Emosson feierlich eingeweiht.

2.10.1976, Samstag

Der argentinische Staatspräsident Jorge Rafael Videla entgeht in Buenos Aires nur knapp einem Mordanschlag. Videla macht Anhänger der gestürzten Präsidentin Isabel Perón für das Attentat verantwortlich.

In Lothringen (Frankreich) fordert ein schweres Grubenunglück 16 Menschenleben. Die Bergleute hatten versucht, einen Stollenbrand zu löschen.

3.10.1976, Sonntag

Aus den Wahlen zum 8. Deutschen Bundestag geht die SPD mit 42,6% als stärkste politische Kraft hervor. Die CDU erringt 38%, die CSU 10,6% der abgegebenen Stimmen. Die FDP erhält 7,9%.

Der hessische Ministerpräsident Albert Osswald (SPD) erklärt in Frankfurt am Main seinen Rücktritt. Er übernimmt damit die Verantwortung für den Skandal um die Hessische Landesbank, bei der es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten gekommen war.

Das Berliner Abgeordnetenhaus wählt 22 Abgeordnete (11 für die CDU, 10 für die SPD, 1 für die FDP) in den 8. Deutschen Bundestag. Eine Direktwahl der Berliner Abgeordneten ist aufgrund des besonderen Status der Stadt nicht möglich.

Nach Angaben des Schatzamtes in London ist die britische Auslandsverschuldung seit Anfang des Jahres um 11,2 auf 39 Mrd. DM gestiegen.

In London wird das Olivier Theatre, die größte der drei neuen Bühnen des Nationaltheaters, mit dem Stück “Tamburlaine the Great” von Christopher Marlowe feierlich eröffnet.

Der britische Automobilrennfahrer James Hunt gewinnt auf dem Mosport-Kurs auf McLaren den Großen Preis von Kanada.

4.10.1976, Montag

In San Sebastian werden Mitglieder des Beraterstabes des spanischen Königs bei einem Attentat getötet.

In Stockholm erhöht die schwedische Reichsbank den Diskontsatz von 6 auf 8%. Durch diese Maßnahme soll der in den letzten Tagen beobachtete Devisenabfluss in Höhe von rund 600 Millionen DM gestoppt werden.

Der African National Congress (ANC) lehnt den Plan von US-Außenminister Henry Kissinger zur Lösung der Rhodesien-Frage ab.

5.10.1976, Dienstag

Der schwedische König Karl XVI. Gustav beauftragt Thorbjörn Fälldin (Zentrum) mit der Bildung der ersten bürgerlichen Regierung seit 40 Jahren.

In Köln wird der Brite John Pritchard zum Chefdirigenten der städtischen Oper berufen.

6.10.1976, Mittwoch

Nach blutigen Unruhen in der thailändischen Hauptstadt Bangkok übernimmt das Militär die Macht.

Sowjetische Wissenschaftler geben in Moskau bekannt, dass ihnen erstmals die künstliche Herstellung des schweren Elements 107 durch Beschuss von Wismutatomen mit Chromkernen gelungen sei.

In Cardiff schlägt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft Wales 2:0.

7.10.1976, Donnerstag

In den USA löst die Bemerkung von US-Präsident Gerald Ford, es gebe keine sowjetische Beherrschung Osteuropas, Befremden aus. Außenminister Henry Kissinger erklärt daraufhin, Ford hätte gemeint, die USA könnten die sowjetische Vorherrschaft in Osteuropa nicht akzeptieren.

Die linksgerichtete Gewerkschaft CGT ruft in Frankreich zu einem Generalstreik auf. Damit soll gegen den Antiinflationsplan von Premierminister Raymond Barre protestiert werden.

Der bei den Wahlen am 3. Oktober gescheiterte CDU-Kanzlerkandidat Helmut Kohl legt sein Amt als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz nieder und wird Oppositionsführer im Bundestag.

Im Prozess gegen die mutmaßlichen Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe werden die Strafanträge gestellt.

8.10.1976, Freitag

Sowjetische Archäologen entdecken bei Ausgrabungen in Krasnojarsk (Sibirien) die Überreste einer rund 34 000 Jahre alten menschlichen Siedlung.

9.10.1976, Samstag

In der chinesischen Hauptstadt Peking wird Hua Guofeng auf Wandzeitungen als Vorsitzender der KPCh und Nachfolger des am 9. September verstorbenen Mao Zedongs gefeiert. Die Witwe Maos sowie drei weitere Funktionäre (sog. Viererbande) werden wegen eines angeblichen Putschversuchs verhaftet.

Wissenschaftler des US-amerikanischen California Institute of Technology geben das Ergebnis ihrer mit Hilfe der geochemischen Thermometrie betriebenen Forschungsarbeit bekannt. Danach herrschte auf der Erde vor rund 3 Mrd. Jahren eine Durchschnittstemperatur von 70 Heute beträgt sie etwa 18

10.10.1976, Sonntag

In Kuba finden zum ersten Mal seit 17 Jahren Parlamentswahlen statt. Zugelassen sind nur die Kandidaten einer Einheitsliste.

Die polnische Regierung ordnet in Warschau die Einführung von Stromsperren an. Durch diese Maßnahme sollen Brennstoffe eingespart werden.

Der US-Student Peter Philipps veröffentlicht in New York Pläne zum Bau einer Atombombe.

In den USA gewinnt der Brite James Hunt auf McLaren das Grand-Prix-Rennen von Watkins Glenn.

11.10.1976, Montag

In Laos verfügt die Regierung die Schließung sämtlicher buddhistischer Tempel und Kultstätten des Landes. Sie sollen künftig der Lagerung von Lebensmitteln dienen.

12.10.1976, Dienstag

Syrische Streitkräfte unternehmen im Libanon eine Großoffensive gegen die Stadt Sidon. Damit ist der am Vortag in Chtaura von den am Bürgerkrieg beteiligten Parteien ausgehandelte Waffenstillstand hinfällig.

In Wiesbaden wählt der Hessische Landtag Holger Börner (SPD) zum Nachfolger des am 3. Oktober zurückgetretenen Ministerpräsidenten Albert Osswald.

13.10.1976, Mittwoch

In Moskau wird der sowjetische General Anatoli Gribkow zum Generalstabschef des Warschauer Paktes ernannt.

14.10.1976, Donnerstag

Die Democrazia Cristiana wählt in der italienischen Hauptstadt Rom Aldo Moro zu ihrem Landesvorsitzenden.

In Neu-Delhi erklärt die indische Regierung, sie wolle die Streitkräfte mit Kernwaffen ausrüsten.

Die Nobel-Stiftung gibt in Stockholm bekannt, dass der US-Geldtheoretiker Milton Friedman den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhält. Der Friedensnobelpreis soll 1976 nicht verliehen werden.

15.10.1976, Freitag

US-amerikanische Wissenschaftler beginnen in Boston mit sowjetischen Forschern ein Projekt zur Untersuchung des Golfstromes. Es ist das erste gemeinsame Forschungsprojekt von Wissenschaftlern aus den USA und der UdSSR.

In Bonn protestieren Künstler aus dem In- und Ausland – u.a. die Schriftsteller Heinrich Böll, Günter Grass und Jean-Paul Sartre – gegen die von polnischen Gerichten verhängten Haftstrafen für Arbeiter, die für mehr Demokratie und eine Verbesserung der Versorgungslage demonstriert hatten.

Im Zürcher Theater am Neumarkt wird das Theaterstück “Reise ins Glück” des deutschen Dramatiker Franz Xaver Kroetz uraufgeführt.

Ein Orkan mit Windgeschwindigkeiten bis zu 140 km/h bringt zahlreiche Schiffe in der Nordsee in Seenot.

16.10.1976, Samstag

In Duisburg wird der im Exil lebende sowjetische Schriftsteller und Regimekritiker Alexandr Solschenizyn (“Der Archipel GULAG”) mit dem Literaturpreis der deutschen Industrie ausgezeichnet.

Die US-amerikanische Küstenwache beschlagnahmt auf einem Schiff in Miami (Florida) 80 Tonnen Marihuana und 200 kg Heroin.

In Kasachstan (UdSSR) landet die sowjetische “Sojus-23”-Kapsel früher als geplant, nachdem die ursprünglich vorgesehene Kopplung mit der Raumstation “Saljut 5” gescheitert ist.

17.10.1976, Sonntag

Bei den Wahlen zur Volkskammer der DDR erhalten nach offiziellen Angaben die von der SED geführten Parteien der Nationalen Front 99,86% der Stimmen.

Bei einer Volksabstimmung auf den Philippinen sprechen sich 96% der Wahlberechtigten für die Aufrechterhaltung des Kriegsrechts aus.

In Kopenhagen verfügt die dänische Regierung die Ausweisung des gesamten Personals der Botschaft Nordkoreas. Die Regierungen Finnlands, Norwegens und Schwedens schließen sich dieser Maßnahme in den folgenden Tagen an. Den Botschaftsangehörigen wird der illegale Handel mit Drogen, Alkohol und Zigaretten vorgeworfen.

Die im europäischen Währungsverbund “Schlange” vertretenen Staaten beschließen in Frankfurt am Main die Aufwertung der DM.

18.10.1976, Montag

In Ar Rijad (Saudi-Arabien) einigen sich die arabischen Staaten auf einen Friedensplan für den Libanon. Eine vor allem aus syrischen Soldaten bestehende, 30 000 Mann starke arabische Friedensstreitmacht soll einen Waffenstillstand für den Libanon sichern.

Den diesjährigen Nobelpreis für Physik und Chemie erhalten die US-Wissenschaftler Burton Richter und Samuel C. C. Ting für die Entdeckung neuer Elementarpartikel. Der Nobelpreis für Chemie wird William N. Lipscomb für seine Arbeiten über die Struktur der Borane zugesprochen.

Der verstorbene Führer der Verbrecherorganisation Mafia, Carlo Gambino, wird in New York beigesetzt. An der Beerdigung des “Paten”, der eines natürlichen Todes starb, nimmt nach Angaben der Polizei die gesamte Führungsspitze der Mafia teil.

19.10.1976, Dienstag

Die belgischen Radrennfahrer Freddy Maertens und Patrick Sercu gewinnen das Dortmunder Sechstagerennen.

In München schließt die Ausstellung “Kurfürst Max Emanuel – Bayern und Europa um 1700” ihre Pforten. Insgesamt haben rund 275 000 Menschen die Ausstellung besucht.

Die iranische Regierung erwirbt 25,01% der Essener Fried. Krupp GmbH. Damit hat der Iran die Sperrminorität und erhält das Vetorecht.

In New York lehnt der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ein Waffenembargo gegen Südafrika ab. Mehrere afrikanische Staaten hatten ein Embargo zur Durchsetzung der staatlichen Unabhängigkeit Namibias (Südwestafrika) gefordert.

In Bonn erklärt Bundespräsident Walter Scheel, er werde die Novelle zum Wehrdienstgesetz, die das Gewissensprüfungsverfahren für Wehrdienstverweigerer abschafft, wegen grundsätzlicher Bedenken nicht unterzeichnen.

20.10.1976, Mittwoch

Die endgültige Stimmenauszählung der Bundestagswahlen vom 3. Oktober ergeben, dass die SPD/FDP-Koalition einen weiteren Parlamentssitz erhält. Damit hat sich die Regierungsmehrheit auf zehn Mandate erhöht.

In der französischen Nationalversammlung wird ein von den Sozialisten eingebrachtes Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Raymond Barre mit 308 gegen 181 Stimmen abgelehnt. Die Oppositionspartei wendet sich vor allem gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung.

Bei Washington beginnen Wissenschaftler der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA mit dem Bau einer Versuchsanlage zur Nutzung der Windenergie. Die Anlage mit einem zweiblättrigen Rotor, der einen Durchmesser von 65 m besitzt, wird nach der Fertigstellung im Frühjahr 1977 die weltweit größte dieser Art sein.

Im US-Bundesstaat Louisiana kommen auf dem Mississippi bei dem Zusammenstoß zweier Schiffe fast 100 Menschen ums Leben.

21.10.1976, Donnerstag

Von der UN-Vollversammlung in New York wird die Bundesrepublik Deutschland für zwei Jahre in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gewählt.

In Stockholm wird dem US-amerikanischen Schriftsteller Saul Bellow der Nobelpreis für Literatur zuerkannt.

22.10.1976, Freitag

Die Industriegewerkschaft Metall gibt in Düsseldorf ihre Forderungen für die neuen Tarifverhandlungen bekannt. Sie will gegenüber den Arbeitgebern Lohnerhöhungen um 8,5% sowie zwei zusätzliche freie Tage durchsetzen.

Der irische Staatspräsident Cearbhall O’Dalaigh erklärt in Dublin nach Meinungsverschiedenheiten mit der Regierung seinen Rücktritt.

In der Bundesrepublik Deutschland läuft der Film “1900” des italienischen Regisseurs Bernardo Bertolucci an.

23.10.1976, Samstag

Bei den Parlamentswahlen in der CSSR erhalten die Kandidaten der Nationalen Front unter Führung der Kommunistischen Partei nach offiziellen Angaben 99,97% der Stimmen. Neben den Parlamentswahlen finden auch Wahlen zu den Länderkammern und Gemeindevertretungen statt.

Nach Angaben der sowjetischen Führung in Moskau konnte in den letzten Wochen mit rund 216 Mio. t die höchste Getreideernte seit Bestehen der UdSSR eingebracht werden. Als Grund für den enormen Zuwachs – 1975 waren es nur 140 Mio t – wird die günstige Witterung angegeben.

In Belfast stören Angehörige der Terrororganisation IRA einen Demonstrationszug von rund 15 000 Frauen, die für eine friedliche Lösung des Nordirland-Konflikts eintreten. Dabei werden mehr als 40 Personen verletzt.

24.10.1976, Sonntag

In Peking tritt Hua Guofeng offiziell die Nachfolge Mao Zedongs als Vorsitzender der KPCh an. Die Mitglieder der sog. Viererbande, darunter die Witwe Maos, werden aus der Partei ausgeschlossen.

Der vom Vatikan suspendierte Erzbischof Marcel Lefebvre ruft rund 10 000 Teilnehmer einer Veranstaltung in Friedrichshafen am Bodensee zum Kampf gegen den Papst und die Hierarchie der katholischen Kirche auf.

Bei Chabarowsk (Sibirien) kommt es infolge der langanhaltenden Trockenheit zu ausgedehnten Waldbränden. Auf einer rund 800 km breiten Front werden mehr als 10 000 Feuerwehrleute und Soldaten zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Durch seinen Sieg beim Großen Preis von Japan gewinnt der Brite James Hunt die Automobilweltmeisterschaft vor dem Österreicher Niki Lauda.

25.10.1976, Montag

In Kairo findet eine gesamtarabische Gipfelkonferenz statt. Die Delegierten billigen gegen den Widerstand des Iraks den am 18. Oktober in Ar Rijad ausgehandelten Friedensplan für den Libanon.

In der kenianischen Hauptstadt Nairobi findet die 19. Generalversammlung der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) statt. Es ist das erste Mal, dass die UNESCO in Afrika tagt.

Als erster Tennisspielerin der Welt ist es nach Angaben des US-Tennisverbandes der 21-Jährigen Chris Evert (USA) gelungen, in ihrer Karriere Preisgelder in einer Höhe von mehr als 1 Mio. DM zu gewinnen.

26.10.1976, Dienstag

In Südafrika erklärt sich das von der weißen Regierung in Pretoria unterstützte “Homeland” Transkei zu einem unabhängigen Staat. Die Vereinten Nationen erkennen die Transkei nicht an.

Der britische Premierminister James Callaghan droht in London vor der Öffentlichkeit mit dem Abzug der Rheinarmee, falls die NATO-Partner Großbritannien nicht finanziell unterstützen.

27.10.1976, Mittwoch

Die Fußball-Auswahl der DDR unterliegt in Hiwen der bulgarischen Nationalmannschaft mit 0:4.

28.10.1976, Donnerstag

In der schweizerischen Stadt Genf wird eine Konferenz über die Zukunft Rhodesiens eröffnet. Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht der von US-Außenminister Henry Kissinger ausgearbeitete Plan zur Machtübergabe der weißen Regierung an die schwarze Bevölkerungsmehrheit.

29.10.1976, Freitag

In Madrid hebt die spanische Regierung ein Dekret aus dem Jahr 1937 auf, das die Sonderrechte der Basken untersagt hatte.

Die Staatsführung der DDR wird umfassend umgebildet. Der Generalsekretär der SED, Erich Honecker, übernimmt zusätzlich das Amt des Staatsratsvorsitzenden. Der bisherige Amtsinhaber Willi Stoph wird Ministerpräsident als Nachfolger von Horst Sindermann, der das Amt des Volkskammerpräsidenten übernimmt.

Bei Demonstrationen in mehreren indischen Städten kommen rund 70 Menschen ums Leben. Die Demonstranten fordern von der Regierung unter Premierministerin Indira Gandhi die Rücknahme der Verordnung über Zwangssterilisationen.

30.10.1976, Samstag

Bei Brokdorf kommt es zu ersten Demonstrationen gegen den Bau eines Kernkraftwerkes. Die Landesregierung in Kiel hatte am 25. Oktober die erste Teilgenehmigung zur Errichtung des Kraftwerkes erteilt.

Die Europäische Gemeinschaft beschließt in Brüssel, die Fischereizonen der Mitgliedsländer zum 1. Januar 1977 auf 200 Seemeilen zu erweitern.

In Neu-Delhi gibt die indische Regierung bekannt, dass die für das Frühjahr 1977 vorgesehenen Parlamentswahlen um ein Jahr verschoben werden.

31.10.1976, Sonntag

Der Landeshauptausschuss der FDP Niedersachsen billigt in Wolfsburg die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der CDU unter Ministerpräsident Ernst Albrecht. Der Spitzenkandidat der SPD in Niedersachsen, Karl Ravens, verurteilt die Entscheidung der FDP und weist darauf hin, dass die SPD/FDP-Koalition in Bonn dadurch belastet werde.

In der afrikanischen Republik Burundi beginnt ein Staatsstreich linksgerichteter Militärs gegen Staatspräsident Michel Micombero. Die Regierungsgeschäfte übernimmt ein Oberster Revolutionsrat unter Oberst Jean-Baptiste Bagaza.