Was geschah im Oktober 1978

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1.10.1978, Sonntag

Der italienischen Polizei gelingt es in Mailand, eine ganze Gruppe von Mitgliedern der Terrororganisation “Rote Brigaden” festzunehmen, darunter auch einen ihrer Anführer, Mario Moretti.

Im Libanon erreichen die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen syrischen Einheiten der arabischen Friedenstruppen und christlichen Milizen eine Intensität wie zu Beginn des Bürgerkriegs 1975/76. Dabei fordert die Beschießung des Aschrafiye-Quartiers in der libanesischen Hauptstadt Beirut mehr als 200 Todesopfer.

Der Formel-1-Rennfahrer Carlos Reutemann (Südafrika) gewinnt auf Ferrari den Großen Preis der USA in Detroit.

2.10.1978, Montag

Der sog. Extremistenbeschluss der Bundesregierung vom Januar 1972 gerät durch ein Interview, das Hamburgs Bürgermeister Hans-Ulrich Klose (SPD) mit dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” führt, erneut in die Diskussion. Klose erklärt u.a.: “Ich stelle lieber 20 Kommunisten ein, als dass ich 20 0000 junge Leute verunsichere”.

Die weiße Minderheitsregierung Rhodesiens (Simbabwe) verbietet die “Simbabwe Times”, die einzige Tageszeitung des Landes, die von Schwarzen für eine schwarze Leserschaft gemacht wird. Dem Blatt wird u.a. vorgeworfen durch seine “regierungsfeindliche” Berichterstattung den Verständigungsprozess in Rhodesien zu behindern.

3.10.1978, Dienstag

Zum 109. Geburtstag von Mahatma Gandhi, dem Führer der Unabhängigkeitsbewegung gegen Großbritannien, verkündet die indische Regierung in Neu-Delhi einen Fünfjahresplan, durch den 100 Millionen Analphabeten lesen und schreiben lernen sollen.

An den Städtischen Bühnen in Freiburg wird die Oper “Christophorus” von Franz Schreker uraufgeführt.

Indochina und Thailand erleben die schwersten Unwetter seit 35 Jahren. 2,8 Millionen Tonnen Reis werden vernichtet, 4,5 Millionen Menschen sind von einer Hungersnot bedroht.

4.10.1978, Mittwoch

Das Bundeskabinett beschließt in Bonn, den 30 ärmsten Ländern der Welt ihre Schulden in Höhe von insgesamt 4,3 Milliarden DM zu erlassen.

Der am 28. September verstorbene Papst Johannes Paul I. wird in Rom unter großer Anteilnahme von Gläubigen aus aller Welt in den Vatikanischen Grotten beigesetzt.

Beim Absturz einer DC-3 der finnischen Luftwaffe kommen alle 15 Insassen, darunter ein Gouverneur und drei Parlamentarier ums Leben.

5.10.1978, Donnerstag

Der ägyptische Ministerpräsident Mustafa Khalil bildet in Kairo eine neue Regierung.

Das städtische Theater in Essen zeigt in einer Uraufführung die Oper “Dolci canti di cancro” von Peer Raben und Rainer Werner Fassbinder.

Die ehemalige Sekretärin im Bonner Bundeskanzleramt, Dagmar K. wird wegen Spionage für den Staatssicherheitsdienst der DDR vom Oberlandesgericht Düsseldorf zu drei Jahren Freiheitsentzug verurteilt.

6.10.1978, Freitag

Die Balzan-Stiftung in Bern spricht ihren mit 500 000 Franken dotierten Preis der in Kalkutta als Helferin der Armen arbeitenden Ordensfrau Mutter Theresa zu.

Als sein neuestes Werk stellt der aus Bulgarien stammende Verpackungskünstler Christo in Kansas City (USA) “Die verpackten Bürgersteige” vor.

7.10.1978, Samstag

Nach heftigen Kämpfen in Beirut, die nach Angaben der christlichen Milizen in den letzten sechs Tagen über 800 Todesopfer gefordert haben, tritt im Libanon ein Waffenstillstand in Kraft der jedoch nach wenigen Tagen wieder gebrochen wird.

Der Italiener Francesco Moser gewinnt die Lombardei-Rundfahrt und wird damit erfolgreichster Radrennfahrer des Jahres 1978.

8.10.1978, Sonntag

Bei der Landtagswahl in Hessen behauptet sich die Regierungskoalition aus SPD und FDP. Die CDU stellt im neuen hessischen Landtag zwar wieder die stärkste Fraktion, verfehlt aber das Ziel, die absolute Mehrheit zu erreichen.

Bei den Landtagswahlen in Wien erringt die SPÖ 57,2%, die ÖVP 33,8% und die FPÖ 6,6% der Stimmen. Bei den Landtagswahlen in der Steiermark erreicht die ÖVP 51 87%, die SPÖ 40,41% und die FPÖ 6,380io der Stimmen.

Der Große Preis von Kanada endet mit einem Sieg des Kanadiers Gilles Villeneuve auf Ferrari. Schon vor diesem letzten Lauf der Formel 1 stand der Automobilweltmeister 1978 fest: Mario Andretti (USA) auf Lotus wird Nachfolger des Österreichers Niki Lauda.

Der Duisburger Rolf Milser wird Weltmeister der Gewichtheber im Mittelschwergewicht bei der Weltmeisterschaft in Gettysburg (USA).

9.10.1978, Montag

In Passau wird die achte Landesuniversität Bayerns mit Ansprachen von Ministerpräsident Alfons Goppel und Kultusminister Hans Maier (beide CSU) eröffnet.

Chinas stellvertretender Ministerpräsident Fang Yi, der sich seit dem 4. Oktober zu einem Besuch in der Bundesrepublik aufhält, unterzeichnet in Bonn ein Abkommen über wissenschaftlich technologische Zusammenarbeit.

10.10.1978, Dienstag

Johannes B. Vorster, der am 20. September als südafrikanischer Ministerpräsident zurückgetreten ist, wird in Pretoria in sein neues Amt als Staatspräsident eingeführt.

Daniel Arap Moi wird in Nairobi als neuer Staatspräsident und Regierungschef Kenias vereidigt.

Der Literaturpreis der Stadt Gandersheim wird der österreichischen Schriftstellerin Elfriede Jelinek verliehen.

Die Austernzüchter an der bretonischen Atlantikküste geben bekannt, dass sie 4600 t Muscheln vernichten müssen, die durch die Ölpest nach der Tanker-Havarie im März 1978 verseucht worden sind.

Bei internationalen Veranstaltungen werden die Leichtathleten der Bundesrepublik nach Mitteilung des Deutschen Sportbunds nicht mehr unter der Bezeichnung “Deutschland”, sondern unter “Bundesrepublik Deutschland” starten.

11.10.1978, Mittwoch

Der belgische Ministerpräsident Leo Tindemans tritt zurück. Die Koalition aus Christlich-Sozialen und Sozialisten scheitert an unvereinbaren Gegensätzen über die Einzelheiten einer Verfassungsreform.

Mit der Vereidigung des neuen panamaischen Staatspräsidenten Aristides Royo in Panama Stadt geht die zehnjährige Herrschaft des mit zahlreichen Sondervollmachten ausgestatteten Staatschefs General Omar Torrijos Herrera zu Ende.

Tierschützern der Gruppe Greenpeace gelingt es, die geplante Abschlachtung von 35 000 Kegelrobben auf den Orkneyinseln vor der schottischen Küste zu verhindern.

Ernst Zindel, Konstrukteur der legendären Ju-52 und des ersten viermotorigen Großverkehrsflugzeugs Junkers “G-38”, stirbt im Alter von 81 Jahren in Bad Homburg.

Bei einem Fußball-Länderspiel in Prag schlägt die bundesdeutsche Mannschaft die CSSR 4:3.

12.10.1978, Donnerstag

Der Vatikan tritt offiziell Gerüchten entgegen, der am 28. September gestorbene Papst Johannes Paul I. sei möglicherweise Opfer eines Komplotts, eventuell sogar eines Mordanschlags, geworden. Nach Feststellung der Ärzte ist Johannes Paul I. einem Herzanfall erlegen.

Der Taifun “Nina” fordert auf den Philippinen 68 Todesopfer und richtet schwere Schäden an.

Die Verhandlungen über einen ägyptisch-israelischen Friedensvertrag werden in Washington unter US-amerikanischer Schirmherrschaft eröffnet. Die Konferenz soll den in Camp David vereinbarten Rahmen eines Friedensvertrages ausfüllen.

13.10.1978, Freitag

Die Volkskammer der DDR beschließt ein neues Gesetz über die Landesverteidigung. Es erweitert die Rechte und Aufgaben des Nationalen Verteidigungsrates.

Ola Ullsten wird zum Ministerpräsidenten einer liberalen Minderheitsregierung in Schweden gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Thorbjörn Fälldin an, der am 5. Oktober wegen Differenzen über die zivile Nutzung der Kernenergie zurückgetreten war.

Die in den Niederlanden im November 1977 nach einem Schusswechsel verhafteten mutmaßlichen deutschen Terroristen Gert R. S. und Christoph W. werden von den niederländischen Behörden an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert.

14.10.1978, Samstag

Das ägyptische Parlament in Kairo stimmt den Vereinbarungen von Camp David über einen ägyptisch-israelischen Friedensvertrag mit großer Mehrheit zu.

Ein 592 Mitglieder zählendes Wahlkollegium wählt in Brasilia den früheren Geheimdienstchef, General Joao Baptista Figueiredo, zum neuen Präsidenten Brasiliens.

15.10.1978, Sonntag

Bei den Landtagswahlen in Bayern behält die CSU mit 59,1% der abgegebenen Stimmen ihre absolute Mehrheit verliert aber gegenüber den Wahlen von 1974 drei Mandate.

Die Bundesregierung beschließt eine Aufwertung der Deutschen Mark gegenüber den Währungen des europäischen Währungsverbundes um durchschnittlich drei Prozent.

Nach zähen Auseinandersetzungen nimmt der US-amerikanische Kongress das von Präsident Jimmy Carter vorgelegte Energiegesetz an.

16.10.1978, Montag

Im achten Wahlgang wird der 58-Jährige Erzbischof von Krakau, Kardinal Karol Wojtyla, in Rom zum neuen Papst gewählt.

Auf einer Auktion in Hamburg wechselt der berühmteste “Fehldruck” der Welt, eine schwedische Briefmarke aus dem Jahre 1855, für eine Million DM den Besitzer.

Nach einem Gespräch mit US-Präsident Jimmy Carter in Washington erklärt der rhodesische (heute: Simbabwe) Premierminister Ian Smith die Bereitschaft seiner Regierung zu einer Allparteienkonferenz mit den Führern der schwarzen Mehrheit des Landes, Joshua Nkomo und Robert Mugabe.

Die autoritäre pakistanische Regierung unter Generalleutnant Ziaul Haq erlässt in Islamabad ein Verbot gegen alle Parteien des Landes, deren Programm nicht auf dem Islam basiert. Am darauffolgenden Tag wird eine allgemeine Presse-Zensur erlassen.

17.10.1978, Dienstag

Familienministerin Antje Huber eröffnet die bis zum 23. Oktober dauernde 30. Frankfurter Buchmesse. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto “Kind und Buch”.

Der österreichische Essayist Jean Améry (“Hand an sich legen – Diskurs über den Freitod”) begeht im Alter von 66 Jahren Selbstmord.

18.10.1978, Mittwoch

US-Präsident Jimmy Carter genehmigt Kredite zur Produktion von Sprengköpfen für die sog. Neutronenbombe.

Südafrika und die westlichen Mitglieder des Sicherheitsrates einigen sich in Pretoria auf einen Kompromiss über die Wahlen im von Südafrika kontrollierten Namibia. Für Dezember 1978 ist ein interner für 1979 ein von der UNO kontrollierter Wahlgang vorgesehen.

Rhodesische (heute: Simbabwe) Truppen eröffnen eine neue Offensive gegen Guerilla-Stützpunkte in Moçambique. Bei den Kämpfen sterben über 1500 Menschen.

Die brasilianische Regierung beschließt in Brasilia die Abschaffung der Todesstrafe.

In der Hamburger Kunsthalle wird die Ausstellung “Courbet und Deutschland” mit Werken des französischen Malers Gustave Courbet (1819-1877) eröffnet.

Anatoli Karpow (UdSSR) gewinnt die entscheidende sechste Partie und verteidigt damit seinen Titel als Schach-Weltmeister gegen den Exil-Russen Viktor Kortschnoi. Es handelte sich um den bisher längsten Titelkampf in der Schach-Geschichte.

19.10.1978, Donnerstag

In Frankfurt a. M. wird der deutsche Radprofi Dietrich Thurau Europameister der Steher.

20.10.1978, Freitag

Turnusgemäß wird Berlins Regierender Bürgermeister Dietrich Stobbe (SPD) zum neuen Bundesratspräsidenten gewählt.

21.10.1978, Samstag

Israelische und ägyptische Diplomaten stellen in Washington einen Entwurf für einen Friedensvertrag zwischen beiden Ländern fertig.

22.10.1978, Sonntag

Die chilenische Regierung in Santiago verbietet sieben Gewerkschaftsorganisationen, denen sie u.a. die Verbreitung marxistischer Lehren vorwirft.

Das Pontifikat von Papst Johannes Paul II. beginnt mit einem Gottesdienst vor dem Petersdom.

Der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren wird in der Frankfurter Paulskirche der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen.

23.10.1978, Montag

Der Marcel-Benoist-Preis wird in Bern den beiden Physikochemikern Hans H. Günthard und Edgar Heilbronner für ihre Beiträge zur Quantenchemie verliehen.

24.10.1978, Dienstag

US-Präsident Jimmy Carter gibt in Washington ein neues Anti-Inflationsprogramm zur Stützung des im Wert stark gesunkenen US-Dollar bekannt.

Syriens Staatspräsident Hafez el-Assad trifft zu seinem ersten Besuch in Bagdad ein, um eine Aussöhnung mit der irakischen Regierung zu betreiben. Die regierenden Baath-Parteien beider Länder sind seit Jahren ideologisch zerstritten.

In Frankreich treten die Seeleute der Handelsmarine und das Post- und Fernmeldepersonal zur Durchsetzung von Lohnerhöhungen in den Ausstand.

25.10.1978, Mittwoch

Ein Großfeuer in Kalifornien, das wahrscheinlich durch Brandstiftung ausgelöst wurde, verwüstet 15 000 ha Land in der Umgebung von Los Angeles und zerstört mehr als 180 Villen am Prominentenstrand von Malibu.

Der am Vortag von Präsident António Ramalho Eanes mit der Regierungsbildung beauftragte parteilose Carlos Alberto da Mota Pinto wird in Lissabon zum neuen Ministerpräsidenten Portugals ernannt.

Das israelische Kabinett stimmt in Tel Aviv dem Entwurf für einen Friedensvertrag mit Ägypten zu. Die Regierung behält sich vor, Änderungen, die hauptsächlich die Ausweitung des Siedlungsprogramms in den besetzten Gebieten Westjordaniens betreffen, im Vertrag vorzunehmen.

Auf ihrem 26. Bundesparteitag in Ludwigshafen verabschiedet die CDU ein Grundsatzprogramm unter dem Titel “Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit”. Es ist das erste Parteiprogramm der Christdemokraten. Die Programm-Kommission wurde von Richard von Weizsäcker geleitet.

Der iranische Schah Mohammed Resa Pahlawi erlässt in Teheran eine Amnestie für 1451 Häftlinge, darunter 1120 politische Gefangene. Die blutigen Unruhen und Massendemonstrationen dauern an.

26.10.1978, Donnerstag

Nach sechsjähriger Arbeit stellt die gemeinsame Grenzkommission der Bundesrepublik und der DDR ein Protokoll über den Verlauf der 1400 km langen gemeinsamen Grenze fertig. Nach wie vor umstritten ist der Grenzverlauf an der Elbe.

Nach einem Angriff rhodesischer (heute: Simbabwe) Soldaten auf Guerillastützpunkte in Sambia kündigt die britische Regierung Waffenlieferungen für die Armee Sambias an.

In einer ungewöhnlich scharf formulierten offiziellen Verlautbarung warnt die Sowjetunion die westeuropäischen Staaten vor Waffenlieferungen an die Volksrepublik China, die mit der UdSSR verfeindet ist.

Die niederländisch-reformierte Kirche der Weißen Südafrikas lehnt eine gemeinsame Dachorganisation mit den reformierten Schwesternkirchen der Schwarzen, Mischlinge und Inder, ab.

Anlässlich der Oskarverleihung wird der britische Regisseur Alfred Hitchcock für sein Lebenswerk mit dem “Life Achievement Award” der Filmakademie in Los Angeles geehrt.

27.10.1978, Freitag

Acht sowjetische Regimekritiker gründen in Moskau eine unabhängige Arbeiterorganisation, die “Freie zwischenberufliche Arbeitervereinigung”, die rund 1000 Mitglieder zählen soll.

Der Beschluss der israelischen Regierung, die Siedlungen in den besetzten Gebieten auszubauen, ruft eine Verstimmung zwischen Israels Ministerpräsident Menachim Begin und Ägyptens Staatschef Muhammad Anwar As Sadat hervor.

An der Grenze zwischen Uganda und Tansania kommt es zu Gefechten.

Während einer Israel-Reise setzt sich der SPD-Politiker Herbert Wehner für die Aufhebung der Verjährungsfrist für Mord ein. Damit soll verhindert werden, dass NS-Morde verjähren.

28.10.1978, Samstag

Die baskische Nationalistische Partei (PNV), die stärkste Partei im Baskenland, demonstriert für den Frieden und gegen den Terrorismus der Untergrundorganisation ETA. Allein in Bilbao nehmen 80 000 Menschen an der Kundgebung teil.

Der tschechoslowakische Schriftsteller und Regimegegner Pavel Kohout trifft in Wien ein, um mit einem befristeten Visum der CSSR-Behörden eine Dramaturgenstelle am Burgtheater anzutreten.

29.10.1978, Sonntag

Die Außenminister der neun EG-Länder einigen sich auf einer Tagung in Bonn auf eine gemeinsame Haltung in der Namibia-Frage. Die Minister beschließen, politischen Druck auf die südafrikanische Regierung auszuüben, können sich aber nicht auf die Verhängung von wirtschaftlichen Sanktionen einigen.

Rhodesiens (Simbabwe) Premierminister Ian Smith erklärt in Salisbury, die Übergabe der Macht an die schwarze Mehrheit verzögere sich aus technischen Gründen um einige Monate.

Der Freistaat Bayern erwirbt auf einer Auktion in New York mehrere Handschriften des Komponisten Richard Wagner.

Bei der Kunstturn-WM in Straßburg holt der Baden-Württemberger Eberhard Gienger zwei Silbermedaillen.

30.10.1978, Montag

Ein Generalstreik im Iran legt die gesamte Erdölindustrie des Landes lahm. In Teheran und im Ost-Iran nehmen über 100 000 Menschen an regierungsfeindlichen Demonstrationen teil.

31.10.1978, Dienstag

Die neue spanische Verfassung wird vom Parlament in Madrid verabschiedet. Sie schreibt die parlamentarische Demokratie fest und sieht u.a. die Trennung von Kirche und Staat sowie die Abschaffung der Todesstrafe vor.

Die kommunistische Regierung Ungarns lockert Reisebeschränkungen für Flüchtlinge, die im Westen leben und ihre in Ungarn gebliebenen Verwandten. Bislang durften Exil-Ungarn nur in Ausnahmefällen wieder ihre Heimat besuchen.