Was geschah im Oktober 1987

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1.10.1987, Donnerstag

In Rom wird die VII. ordentliche Synode der katholischen Bischöfe mit einem Gottesdienst im Petersdom eröffnet. Papst Johannes Paul II. gibt vor den 232 Synodalen die Ausarbeitung eines Dokuments zur Rolle der Laien in der katholischen Kirche bekannt.

Nach schweren Regenfällen wird die südafrikanische Provinz Natal zum Katastrophengebiet erklärt. Bei den Überschwemmungen kommen 251 Menschen ums Leben, weitere 154 werden vermisst.

Hunderte von Einwohnern der brasilianischen Stadt Goiannia werden durch radioaktive Strahlung geschädigt. Ein Schrotthändler hatte eine aus einem radiologischen Institut gestohlene Bleikapsel mit Cäsium-137 erworben und die leuchtende Substanz an Nachbarn und Kinder verteilt.

In der tibetischen Hauptstadt Lhasa kommt es zu Protestkundgebungen gegen die chinesische Fremdherrschaft. Die Sicherheitskräfte gehen mit Waffengewalt gegen die Demonstranten vor. Dabei werden mehrere Menschen getötet.

2.10.1987, Freitag

Nach dem Rücktritt von Uwe Barschel wird der bisherige Minister für Bundesangelegenheiten, Henning Schwarz (CDU), zum geschäftsführenden Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein berufen.

Beim fünften sog. Stahlgespräch einigen sich Bundesregierung, Stahlindustrie und Gewerkschaften auf den Abbau von ca. 35 000 Arbeitsplätzen bis Ende 1989. Die Entlassungen seien wegen der Stahlkrise unvermeidlich. Die sozialen Folgen für die Betroffenen sollen durch öffentliche Hilfen gemildert werden.

An der spanischen Mittelmeerküste und auf den Balearen richten schwere Unwetter große Verwüstungen an. Dabei kommen 13 Menschen, darunter vier deutsche Touristen, zu Tode.

Im Dresdner Albertinum öffnet die X. Kunstausstellung der DDR ihre Pforten. Auf der bis zum 27. April 1988 dauernden Ausstellung werden rund 3000 Werke von 1500 Künstlern gezeigt.

Der Iran bricht die diplomatischen Beziehungen zum Irak ab, die trotz des seit sieben Jahren währenden Golfkrieges bis jetzt aufrechterhalten worden waren.

4.10.1987, Sonntag

Auf ihrem Landesparteitag in Bochum plädiert die nordrhein-westfälische SPD für das aktive und passive Wahlrecht von Ausländern.

Die Vereinigten Staaten und Kanada verständigen sich auf ein Freihandelsabkommen. Es soll 1988 in Kraft treten. Bis zur Jahrtausendwende sollen sämtliche Zölle und Handelsbeschränkungen zwischen beiden Ländern abgeschafft werden.

5.10.1987, Montag

In Bonn vereinbaren Regierungsvertreter der Bundesrepublik und der CSSR eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Umweltschutzes. Im Mittelpunkt sollen Luft- und Gewässerschutz stehen.

6.10.1987, Dienstag

In seinem in Bonn veröffentlichten Jahresbericht wirft der Bundesrechnungshof dem Bund einen zu sorglosen Umgang mit Steuergeldern vor. Kritik wird an der von der Bundesregierung geplanten Steuerreform geübt.

Bei einem Schiffsunglück vor der dominikanischen Küste kommen 140 Flüchtlinge ums Leben. Sie wollten aus der Dominikanischen Republik illegal über Puerto Rico in die USA gelangen.

Auf der 39. Internationalen Frankfurter Buchmesse stellen bis zum 12. Oktober 7150 Verlage aus 90 Ländern ihre Titel vor.

7.10.1987, Mittwoch

Nach Angaben von US-amerikanischen Wissenschaftlern umkreisen 30 Jahre nach dem Start des ersten “Sputnik” insgesamt 337 funktionierende Satelliten die Erde. Davon dient knapp die Hälfte militärischen Zwecken.

Als erstes bundesdeutsches Pharma-Unternehmen beginnt die Hoechst AG in Frankfurt am Main mit der gentechnologischen Produktion von Medikamenten.

Anlässlich des 37. Jahrestags der Besetzung Tibets durch die Volksrepublik China ruft der Dalai-Lama seine Landsleute zum gewaltlosen Widerstand auf.

Der ungarische Ministerpräsident Karoly Grosz trifft in Bonn zu einem Arbeitsbesuch ein. Im Mittelpunkt stehen Verhandlungen über einen Kredit in Höhe von 1 Mrd. DM sowie die Unterzeichnung von Abkommen über technisch-wissenschaftliche Zusammenarbeit.

In Kassel entscheidet das Bundesarbeitsgericht, dass eine Überwachung von Arbeitnehmern durch verdeckte Videokameras grundsätzlich unzulässig ist, weil dadurch ihre Persönlichkeitsrechte verletzt werden könnten.

8.10.1987, Donnerstag

Zwischen dem Iran und den USA kommt es zu militärischen Auseinandersetzungen im Persischen Golf. Nach einem erfolglosen iranischen Angriff auf einen US-Hubschrauber versenken zwei US-Helikopter ein iranisches Schnellboot. Ein unter US-Flagge fahrender kuwaitischer Tanker wird am 16. Oktober von einer iranischen Rakete getroffen. Daraufhin zerstört die US-Marine zwei iranische Bohrplattformen.

Baskische Separatisten liefern sich in Spanien und Frankreich Straßenschlachten mit der Polizei. Anlass für die Krawalle war die Auslieferung von 53 mutmaßlichen Mitgliedern der Terrororganisation ETA durch die französischen Behörden.

9.10.1987, Freitag

In Sri Lanka starten indische Friedenstruppen eine Großoffensive gegen tamilische Rebellen. Diese hatten zuvor ein Massaker unter der Bevölkerung angerichtet. Dabei kamen 150 Menschen ums Leben.

Die Hanauer Nuklearfabrik Alkem erhält ihre erste ordentliche Teilerrichtungsgenehmigung. Sie hatte bisher weitgehend auf Grundlage von Übergangsbestimmungen gearbeitet.

10.10.1987, Samstag

In Bonn einigt sich die Koalition aus CDU, CSU und FDP über die geplante Steuerreform.

Rund 25 000 Kernkraftgegner protestieren im bayerischen Wackersdorf gegen den Weiterbau der atomaren Wiederaufbereitungsanlage. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei werden nach offiziellen Angaben zwölf Demonstranten und 24 Polizisten verletzt.

Mit einem Festakt im Reichstagsgebäude wird in Berlin (West) die Akademie der Wissenschaften gegründet.

11.10.1987, Sonntag

Der polnische Premierminister Zbigniew Messner kündigt vor dem Parlament eine entschlossene Weiterführung der Wirtschaftsreformen an. Sie sollen sicherstellen, dass sich “Gewinnstreben wieder lohnen wird”.

Der ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Uwe Barschel (CDU) wird von Reportern der Illustrierten “stern” tot in einem Genfer Hotelzimmer gefunden.

12.10.1987, Montag

Das südkoreanische Parlament billigt einen Verfassungsentwurf, auf den sich Regierung und Opposition im August 1987 geeinigt hatten. Danach soll der künftige Staatspräsident für fünf Jahre direkt vom Volk gewählt werden. Das Militär ist zur politischen Neutralität verpflichtet.

US-Vizepräsident George Bush (Republikaner) gibt in der texanischen Stadt Houston offiziell seine Bewerbung für die Präsidentschaft der USA bekannt.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur ADN bricht die erste Antarktis-Expedition der DDR zu ihrer Forschungsreise auf. Am 20. Oktober wird sie im Königin-Maud-Land die Forschungsstation “Georg Forster” offiziell eröffnen.

13.10.1987, Dienstag

DDR-Staatsratsvorsitzender Erich Honecker stattet Belgien einen dreitägigen Besuch ab. Er führt u.a. Gespräche über das Ost-West-Verhältnis und den Ausbau der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen.

Bei einem iranischen Raketenangriff auf die irakische Hauptstadt Bagdad werden nach offiziellen Angaben 31 Menschen getötet, darunter 29 Schulkinder.

Dem Präsidenten Costa Ricas, Oscar Arías Sanchez, wird der Friedensnobelpreis 1987 zugesprochen. Er gilt als Hauptarchitekt der am 7. August in Guatemala unterzeichneten Friedensvereinbarung für Mittelamerika.

14.10.1987, Mittwoch

In einer Regierungserklärung im Düsseldorfer Landtag fordert Ministerpräsident Johannes Rau (SPD) den Ausstieg aus der Kernenergie. Vorrang müsse die deutsche Steinkohle haben.

Der deutsche Wissenschaftler Johannes Georg Bednorz erhält gemeinsam mit dem Schweizer Alexander Müller den Nobelpreis für Physik.

15.10.1987, Donnerstag

Eine italienische Verkehrsmaschine stürzt bei ihrem Flug von Mailand nach Köln nahe dem Comer See ab. 29 der 37 Opfer sind Deutsche.

Auf ihrer konstituierenden Sitzung bestätigt die neugewählte Bremer Bürgerschaft Bürgermeister Klaus Wedemeier (SPD) in seinem Amt.

Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) legt dem Bundestag seinen “Bericht zur Lage der Nation” vor. Er weist darauf hin, dass die Verbesserung der Ost-West-Beziehungen nicht auf den Bereich der Abrüstung beschränkt bleiben dürfe.

In Brüssel überreicht Ministerpräsident Wilfried Martens König Baudouin I. sein Rücktrittsgesuch. Hintergrund ist der Sprachenstreit zwischen Flamen und Wallonen.

16.10.1987, Freitag

Zur Eröffnung der Ratstagung der Sozialistischen Internationale (SI) in der senegalesischen Hauptstadt Dakar spricht sich deren Präsident Willy Brandt (SPD) für eine Teilentschuldung Afrikas aus.

In Bad Frankenhausen (Thüringen) vollendet der DDR-Maler Werner Tübke das monumentale Wandgemälde “Frühbürgerliche Revolution in Deutschland”. Die Fertigstellung des Werks hatte elf Jahre in Anspruch genommen.

Auf der 22. Bundestagung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Hamburg wird der Berliner Senator für Gesundheit und Soziales, Ulf Fink, als Nachfolger von Bundesarbeitsminister Norbert Blüm zum Vorsitzenden gewählt.

17.10.1987, Samstag

In seiner Dankesrede zur Verleihung des Georg-Büchner-Preises in Darmstadt sagt der Lyriker Erich Fried, Büchner hätte sich “in unserer Zeit zur ersten Generation der Baader-Meinhof-Gruppe geschlagen”. Diese Äußerung provoziert heftige Proteste in der Öffentlichkeit.

18.10.1987, Sonntag

Bei den schweizerischen Nationalratswahlen verteidigen die vier Regierungsparteien trotz leichter Verluste ihre Mehrheit. Zugewinne erzielen die Grünen.

Vor der niederländischen Küste verhindert die Umweltschutzorganisation Greenpeace die Verbrennung von Industriemüll.

19.10.1987, Montag

Der französische Staatspräsident François Mitterrand besucht vier Tage lang die Bundesrepublik. Höhepunkt der Reise ist eine programmatische Rede zur Europapolitik in Aachen.

An den internationalen Börsen kommt es zu drastischen Kurseinbrüchen. Es ist die schwerste Börsenkrise seit 1929.

Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucher (AgV) hat in der Europäischen Gemeinschaft die mit Steuergeldern finanzierte Beseitigung von Agrarprodukten einen neuen Höchststand erreicht. 1986/87 sind 2,56 Mio. t Obst und Gemüse vernichtet worden, das entspricht etwa 50% der deutschen Jahresproduktion.

Bei einem Zusammenstoß zweier Personenzüge kommen in einem Vorort der indonesischen Hauptstadt Jakarta 153 Menschen ums Leben.

20.10.1987, Dienstag

Regierungsvertreter Polens und der DDR nehmen Verhandlungen über die strittige Grenzziehung in der Pommerschen Bucht auf. Seit die DDR zum 1. Januar 1985 ihre Hoheitsgewässer auf 12 Seemeilen ausgedehnt hat, ist es hier wiederholt zu Zwischenfällen gekommen.

21.10.1987, Mittwoch

Anlässlich einer kirchlichen Veranstaltung zur 750-Jahr-Feier Berlins treffen in der Marienkirche in Berlin (Ost) erstmals der Regierende Bürgermeister von Berlin (West), Eberhard Diepgen, und der Bürgermeister von Berlin (Ost), Erhard Krack, zusammen.

In der Anlage um den Goldenen Tempel in Amritsar (Pandschab) nimmt die indische Polizei 250 Mitglieder der Sekte der Sikhs fest.

22.10.1987, Donnerstag

Bundesjustizminister Hans Engelhard (FDP) vereinbart während seines Aufenthalts in Peking eine engere juristische Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China. Das Abkommen sieht vor allem den Austausch von Juristen und Studenten sowie gemeinsame Seminare vor.

Den Nobelpreis für Literatur 1987 erhält der Lyriker und Essayist Joseph Brodsky. Der Schriftsteller jüdischer Herkunft wurde 1940 in Leningrad geboren und lebt seit 1972 in den USA.

23.10.1987, Freitag

Als erster Außenminister eines westeuropäischen Staates stattet Hans-Dietrich Genscher Albanien einen Kurzbesuch ab. Er bietet dem Land eine umfassende Zusammenarbeit auf allen Gebieten an.

Am offiziellen Festakt in Berlin (Ost) zur 750-Jahr-Feier der Stadt im Palast der Republik nehmen u.a. der saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine, der Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi und der Bremer Bürgermeister Klaus Wedemeier teil.

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet in New York eine Resolution über die Rückführung von Kunstgegenständen.

In New York wird eine Gutenberg-Bibel aus dem Jahr 1455 für knapp 10 Mio. DM versteigert. Weltweit sollen nur noch 48 dieser Bibeln existieren.

24.10.1987, Samstag

Das jugoslawische Staatspräsidium in Belgrad entsendet eine Polizei-Sondereinheit in die von Nationalitätenunruhen betroffene autonome Provinz Kosovo.

Die DDR-Schriftstellerin Christa Wolf erhält den mit 20 000 DM dotierten Geschwister-Scholl-Preis der Stadt München.

25.10.1987, Sonntag

In Peking beginnt der 13. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh). Im Mittelpunkt der Beratungen stehen Wirtschaftsreformen.

Bei den Turn-Weltmeisterschaften in Rotterdam gewinnt Dmitri Bilosertschew (UdSSR) den Titel im Zwölfkampf.

Im Endspiel der Junioren-Weltmeisterschaft im Fußball in Santiago de Chile unterliegt die bundesdeutsche Mannschaft Jugoslawien 4:5 im Elfmeterschießen.

26.10.1987, Montag

Die Führung der verbotenen polnischen Gewerkschaft Solidarität ruft zum Boykott des am 29. November von der Regierung angesetzten Referendums über politische und wirtschaftliche Reformen auf.

In Paris wird eine Sekretärin im Amt des französischen Premierministers festgenommen. Sie soll politisch-militärische Geheimnisse an den Iran verraten haben.

27.10.1987, Dienstag

US-Präsident Ronald Reagan verhängt ein Einfuhrverbot gegen Waren aus dem Iran. Zugleich sollen neue und schärfere Richtlinien die Exporte der USA nach Iran einschränken. Dies betrifft vor allem Güter, die militärisch genutzt werden könnten. Hintergrund der Anordnung sind die Spannungen zwischen beiden Ländern.

Das Staatsoberhaupt der Sozialistischen Republik Birma, U San Yu, stattet der Bundesrepublik einen einwöchigen Staatsbesuch ab.

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entscheidet, dass eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt zur Herausgabe von Bildmaterial an die Polizei verpflichtet ist, wenn sie der “Aufklärung erheblicher Straftaten” dienen und die “Interessen der Betroffenen nicht nachhaltig berühren”. Eine deutsche Fernsehanstalt hatte sich geweigert, Aufnahmen von einer Demonstration gegen das Kernkraftwerk Brokdorf zur Verfügung zu stellen.

28.10.1987, Mittwoch

DDR-Staatsratsvorsitzender Erich Honecker trifft zu einem Freundschaftsbesuch in Rumänien ein.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen entzieht Boris Becker das Ehrenamt eines Sportbotschafters, weil er sich nicht genügend von Südafrikas Apartheidpolitik distanziert habe.

Die 21. Internationalen Hofer Filmtage werden mit dem Film “Der Himmel über Berlin” des deutschen Regisseurs Wim Wenders eröffnet.

In Berlin (West) wird der neuerbaute Kammermusiksaal mit einem Festkonzert der Berliner Philharmoniker unter Leitung von Herbert von Karajan feierlich eingeweiht.

Bundeskanzler Helmut Kohl und der Regierende Bürgermeister von Berlin (West), Eberhard Diepgen, unterzeichnen im Reichstag in Berlin die Vereinbarung über die Gründung des Deutschen Historischen Museums.

In Malaysia werden 63 Regimekritiker festgenommen und gegen mehrere Zeitungen Publikationsverbote verhängt. Die Regierung weist den oppositionellen Kräften Mitschuld an den Rassenkonflikten der letzten Monate zwischen Malayen und Chinesen zu.

29.10.1987, Donnerstag

Auf Vorschlag des scheidenden japanischen Premierministers Jasuhiro Nakasone wählen die regierenden Liberaldemokraten Noboru Takeschita zu ihrem neuen Parteivorsitzenden und damit zum künftigen Regierungschef des Landes.

In Paris öffnet Telly Savalas vor Millionen von Fernsehzuschauern den Tresor des 1912 gesunkenen Luxusliners “Titanic”.

30.10.1987, Freitag

Die italienische Regierung protestiert in scharfer Form gegen von der libyschen Führung ausgesprochene Drohungen. Libyen, das als Heimstatt des internationalen Terrorismus gilt, hatte offiziell finanzielle Forderungen für während der Kolonialzeit erlittene Schäden gestellt und bei Nichterfüllung Konsequenzen angekündigt.

Die Bundesrepublik und die DDR tauschen mehr als 400 Kunstwerke aus, die während des Zweiten Weltkriegs aus ihren Heimatmuseen ausgelagert worden waren. Es handelt sich zum größten Teil um Gemälde.

Die Organisationen der Kriegsopfer und Kriegsveteranen der Bundesrepublik und der Sowjetunion beschließen eine engere Zusammenarbeit. Geplant sind ein regelmäßiger Informationsaustausch und gegenseitige Besuche.

31.10.1987, Samstag

In Syrien kommt es zu einer Regierungskrise, in deren Verlauf vier Minister wegen Korruption und Ineffizienz ihre Ämter verlieren. Ministerpräsident Abdel Rauf el Kassem tritt zurück. Neuer Regierungschef wird der bisherige Parlamentspräsident Oahmud el Subi.