Was geschah im September 1900

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Wetterstationen September 1900

1.9.1900, Samstag

Das erste deutsche Transatlantikkabel wird in Betrieb genommen mit einem Depeschenwechsel zwischen Kaiser Wilhelm II. und US-Präsident William McKinley.

Feldmarschall Frederick Sleigh Roberts. der britische Oberbefehlshaber in Südafrika, erklärt die Südafrikanische Republik als Vaal River Colony für annektiert. Die Proklamation wird am 25. Oktober in Pretoria feierlich wiederholt.

In Glasgow werden 83 Personen wegen des Verdachts der Beulenpest unter Beobachtung gestellt.

Der neue Postvertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Schweiz tritt in Kraft.

2.9.1900, Sonntag

In Graz in der Steiermark wird der bis zum 6. September dauernde Parteitag der österreichischen Sozialdemokratie eröffnet.

In Bonn beginnt die 47. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands. Sie tagt bis zum 4. September.

Der französische Forschungsreisende Fernand Foureau, der mit François Joseph Amédée Lamy die Sahara und den Sudan bis zum Tschadsee durchquert und dadurch die Grundlagen für die Kolonisierung Nordafrikas durch Frankreich geschaffen hat, wird in Frankreich festlich empfangen. Lamy ist am 22. April in der Schlacht bei Kousseri gefallen.

Der dänische Marineoffizier und Grönlandforscher Georg Karl Amdrup hißt bei Unalik auf 67 Grad 15 Minuten nördlicher Breite die dänische Flagge, nimmt das Gebiet von Augmagsalik bis zum Skoresby-Sund für die dänische Krone in Besitz und nennt es Christian IX.-Land.

3.9.1900, Montag

In Österreich wird durch Ministerialverordnung angeordnet, dass Frauen, die die Gymnasialreifeprüfung bestanden haben und österreichische Staatsbürgerinnen sind, mit Zustimmung des Professorenkollegiums von den Dekanen der medizinischen Fakultäten immatrikuliert und als ordentliche Hörerinnen zugelassen werden können. Außerdem werden Frauen zum pharmazeutischen Beruf zugelassen.

Der russische Botschafter in Paris, Fürst Leo P. Urussow, überreicht in Schloss Rambouillet dem französischen Staatspräsidenten Emile Loubet den Andreasorden mit einem Handschreiben des Zaren Nikolaus II., der tief bedauert, die Weltausstellung nicht besucht haben zu können.

4.9.1900, Dienstag

Die auf der Haager Friedenskonferenz vertretenen Mächte legen die Ratifikationsurkunden im Haag nieder. Die Arbeit der Konferenz ist damit beendet.

Die in Berlin erscheinende hochoffiziöse “Norddeutsche Allgemeine Zeitung” kommentiert kritisch die ihrer Meinung nach zu geringen Entschädigungszahlungen Großbritanniens für die Beschlagnahme deutscher Schiffe.

5.9.1900, Mittwoch

Von der Kolonie Französisch-Kongo wird das Territoire militaire des pays et protectorats du Tchad (Tschad) abgetrennt, das einem vom Generalkommissar von Französisch-Kongo abhängigen Kommissar unterstellt ist.

Die britische Presse kritisiert scharf die Erklärung Russlands vom 25. August, seine Truppen aus Peking abziehen zu wollen. Die Truppen Großbritanniens und der Dreibundmächte Deutsches Reich und Österreich-Ungarn seien stark genug, Peking auch ohne die Russen besetzt zu halten. Die französische Regierung stimmt dem russischen Vorschlag zu.

6.9.1900, Donnerstag

Der russische Revolutionär Wladimir I. Lenin trifft als Emigrant in München ein.

Anlässlich der Herbstmanöver besucht der deutsche Kaiser Wilhelm II. Stettin. Bei einem Festessen, das die Provinz Pommern veranstaltet, gibt er seiner Überzeugung Ausdruck, dass Pommern in unveränderlicher Treue zum Haus Hohenzollern stehen werde.

7.9.1900, Freitag

Durch kaiserliche Verordnung wird das österreichische Abgeordnetenhaus in Wien aufgelöst.

Ein Orkan am Golf von Mexiko verwüstet große Teile von Texas.

Im Burenkrieg in Südafrika erleidet der Burengeneral Louis Botha bei Leidenburg eine entscheidende Niederlage gegen Großbritannien.

Der chinesische Kaiserhof, der beim Anrücken der Kolonialmächte aus Peking nach Westen in die Provinz Schensi geflüchtet ist, proklamiert das im Zentrum der Weiho-Ebene gelegene Sian zur neuen Hauptstadt Chinas.

9.9.1900, Sonntag

Der Herzog der Abruzzen, Ludwig Amadeus von Savoyen, trifft von seiner Nordlandexpedition in der norwegischen Stadt Drontheim ein.

Der Parteitag der antisemitischen Deutsch-Sozialen Reformpartei in Magdeburg verweigert dem Fraktionsvorstand das Vertrauen. Der Reichstagsabgeordnete Max Liebermann von Sonnenberg verlässt daraufhin die Partei und gründet die Neue Deutsche Soziale Partei.

10.9.1900, Montag

Das neue deutsche Schutzgebietsgesetz wird veröffentlicht. Da die Entwicklung der sog. Schutztruppen mit der Ausbreitung des deutschen Kolonialbesitzes immer mehr an Bedeutung gewinnt, gelten die Schutztruppen als Kernstück einer künftigen Kolonialarmee, wie sie Frankreich und Großbritannien schon lange besitzen. Im Deutschen Reich steigt die Bereitschaft junger Männer, in die Schutztruppen einzutreten.

Bei den Neuwahlen zum Storting, dem norwegischen Parlament in Christiania (Oslo), verteidigt die Linke ihre Zweidrittelmehrheit.

11.9.1900, Dienstag

Paulus “Ohm” Krüger, der Präsident der am 1. September von Großbritannien annektierten Südafrikanischen Republik (Transvaal). trifft in Lourenco Marquez (Maputo) ein, der Hauptstadt des portugiesischen Freien Staats von Ostafrika. Krüger will nach Europa weiterreisen.

12.9.1900, Mittwoch

Der schwedische Ministerpräsident Erich Gustav Boström tritt zurück. Nachfolger wird Admiral Friedrich Wilhelm Freiherr von Otter. Bei dieser Umbesetzung handelt es sich nur um einen Personenwechsel, der bereits vor längerer Zeit angekündigt worden war. Die neue Regierung will nicht auf die früheren Pläne einer durchgreifenden Neuorganisation von Heer und Flotte verzichten.

13.9.1900, Donnerstag

Feldmarschall Frederick Sleigh Roberts, der britische Oberbefehlshaber während des Burenkriegs, erlässt eine Proklamation an die Buren, in der er die Fortsetzung ihres Kampfs als aussichtslos bezeichnet. dass der südafrikanische Präsident Paulus “Ohm” Krüger die portugiesische Grenze überschritten habe, bedeute einen formellen Verzicht auf die Präsidentschaft.

Der britische Generalmajor John Denton Pinkstone French erobert während des Burenkriegs in Südafrika Baberton.

Die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach wird an ihrem 70. Geburtstag mit der Ehrendoktorwürde der Universität Wien ausgezeichnet. Im gesamten deutschen Sprachraum wird die bedeutendste deutsche Erzählerin des 19. Jahrhunderts gefeiert. Ebner-Eschenbach wurde am 13. September 1830 auf Schloss Zdislavice bei Kromeríž in Mähren geboren.

14.9.1900, Freitag

In Paris wird eine Statistik über die Rechtsprechung der Strafgerichte während der Weltausstellung veröffentlicht. Bei Briten und US-Amerikanern überwiegt danach der Taschendiebstahl. Deutsche, Russen und Spanier wurden am häufigsten wegen Betrug und Bauernfängerei angeklagt, Belgier leisteten vor allem im Alkoholrausch Widerstand gegen die Polizei, Türken neigen zu Gewalttätigkeit und tätlicher Beleidigung, die Italiener zu Körperverletzung mit gefährlichem Werkzeug, die Ungarn betteln, bei Arabern überwiegen Sittlichkeitsvergehen und Erregung öffentlichen Ärgernisses.

Wegen der sich häufenden Pestfälle in Glasgow ordnet der deutsche Reichskanzler Chlodwig Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst Beschränkungen im Schiffsverkehr mit der schottischen Stadt an.

Der französische Staatspräsident Emile Loubet entscheidet den Grenzstreit zwischen Costa Rica und Kolumbien. Die Grenze soll von Kap Mona am Atlantik entlang der Wasserscheide von Atlantik und Pazifik verlaufen.

16.9.1900, Sonntag

Der bis zum 21. September dauernde Parteitag der Sozialdemokraten in Mainz wird mit einer Frauenkonferenz eröffnet.

Prinz Albert von Sachsen, Rittmeister im I. sächsischen Ulanenregiment Nr. 17 in Oschatz, stürzt während der Rückreise von Pillnitz ins Manöverquartier nach Wolkau bei Nossen aus dem Wagen und verletzt sich tödlich, als die Pferde durchgehen.

17.9.1900, Montag

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. übermittelt US-Präsident William McKinley eine Depesche, in der er seine Betroffenheit über die Orkankatastrophe in Texas zum Ausdruck bringt.

Die britische Königin Victoria proklamiert den 1. Januar 1901 zum Gründungstag des Australischen Bunds. Die am 9. Juli von der Monarchin verkündete Verfassung des Commonwealth of Australia ist von allen Kolonialparlamenten gebilligt worden.

Li Hung-chang der Generalbevollmächtigte der chinesischen Regierung, trifft in Tientsin ein, um mit den Gesandten der Westmächte über die Friedensbedingungen nach dem Boxeraufstand zu verhandeln.

In Japan erhebt sich ein Sturm der Entrüstung, als Ministerpräsident Hirobumi Ito den früheren Unterhauspräsidenten Hoshi Toru zum Verkehrsminister designiert. Toru, einer der korruptesten Politiker Japans, ist gefürchtet wegen seiner Soshis, Schlägertruppen zur Einschüchterung der Wähler.

18.9.1900, Dienstag

Der deutsche Staatssekretär des Auswärtigen, Bernhard Graf von Bülow, richtet an die deutschen Botschaften in London, Paris, Petersburg (Leningrad), Rom, Washington und Wien sowie an die deutsche Gesandtschaft in Tokio gleichlautende Telegramme, in denen er als Vorbedingung für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit China die Auslieferung der Rädelsführer des Boxeraufstands bezeichnet.

August Eisenlohr, seit 1890 badischer Minister des Innern, erhält die erbetene Entlassung aus dem Staatsdienst. Sein Nachfolger wird im November Karl Schenkel, der bisherige Präsident des Verwaltungsgerichtshofs.

19.9.1900, Mittwoch

Feldmarschall Frederick Sleigh Roberts, der britische Oberbefehlshaber in Südafrika, erklärt den Burenkrieg für beendet.

Die “Kölnische Zeitung” kommentiert kritisch die Ausweisung von Ausländern, darunter zahlreichen Deutschen, aus der am 1. September von Großbritannien annektierten Südafrikanischen Republik durch die britische Kolonialverwaltung.

Großbritannien schließt sich der Forderung des Deutschen Reichs an, einem Friedensvertrag mit China müsse die Bestrafung der Führer des Boxeraufstands vorausgehen.

Unter dem Vorsitz des russischen Finanzministers Sergei J. Witte findet in Moskau eine Wirtschaftskonferenz statt. Zentrale Themen sind die schwere Krise der russischen Baumwollmanufaktur und die Kohlenpreise.

Deutsche, russische und französische Truppen erstürmen in China die Peiìtang-Forts.

Das niederländische Außenministerium gibt bekannt. dass die niederländische Regierung dem Präsidenten der am 1. September von Großbritannien annektierten Südafrikanischen Republik, Paulus “Ohm” Krüger, für seine Reise nach Europa ein Kriegsschiff zur Verfügung gestellt hat. Die Nachricht wird in Großbritannien scharf kritisiert.

Die ungarische Regierung stößt in Siebenbürgen auf energischen Widerstand der Bevölkerung, als sie versucht, statt der deutschen magyarische Ortsnamen einzuführen.

21.9.1900, Freitag

In Österreich läuft der Wahlkampf für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus an.

König Georg I. von Griechenland unterzeichnet das vom Parlament am 25. März genehmigte Gesetz, durch das der Kronprinz zum Oberbefehlshaber der Armee ernannt wird.

Bei einem Grubenunglück in Dux in Böhmen kommen 50 Arbeiter ums Leben.

Das Kapparlament in Kapstadt nimmt mit neun Stimmen Mehrheit das vom Kabinett Gordon Sprigg vorgelegte Hochverratsgesetz an, nach dem allen Kapholländern, die sich während des Burenkriegs in der Kapkolonie den Buren angeschlossen haben, auch nach Verbüßung der Strafe das Stimmrecht entzogen wird.

22.9.1900, Samstag

Im Rahmen der Pariser Weltausstellung findet das Bankett der Bürgermeister im Jardin des Tuileries statt.

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. wohnt der Enthüllung des Königin-Luise-Denkmals in Tilsit bei.

Laut einer in Großbritannien veröffentlichten Statistik sind die dichtbevölkertsten Länder der Erde Ägypten, Belgien, die Niederlande, Großbritannien, Japan und Italien mit einer Bevölkerungsdichte von mehr als 100 Einwohnern pro km². An siebter bis zehnter Stelle folgen das Deutsche Reich, Österreich und die Schweiz. Die am wenigsten bevölkerten Länder sind Norwegen, Russland, Mexiko, Chile, Argentinien und Brasilien.

Für Aufregung während der Weltausstellung in Paris sorgen die meist aus Marokko stammenden Aissauas, Mitglieder einer Sekte mohammedanischer Fanatiker, die sich öffentlich Wangen, Lippen, Zunge und Arme durchstechen, Feuer fressen und lebenden Schlangen den Kopf abbeißen. Sie behaupten, durch eine rituelle Räucherung in religiöse Ekstase versetzt und dadurch immun gegen Gift und unempfindlich gegen Schmerz geworden zu sein.

24.9.1900, Montag

3000 Burenkämpfer strecken bei Komati Poort vor den Portugiesen die Waffen.

Hassakeui, eine Vorstadt von Konstantinopel (Istanbul), wird bei einem Großbrand weitgehend zerstört.

In Köln beginnt unter großer Beteiligung und in Anwesenheit von Vertretern des preußischen und österreichischen Handelsministeriums die zweite Tagung des Verbands deutscher Arbeitsnachweise. Sie endet am 26. September.

Der seit Ende Juni andauernde Streik der Hamburger Hafenarbeiter wird ergebnislos abgebrochen.

König Alexander I. von Serbien erlässt eine Amnestie für alle im Zusammenhang mit dem Attentat von 1899 Verurteilten. 1899 war ein gescheitertes Attentat auf Ex-König Milan verübt worden.

25.9.1900, Dienstag

Der chinesische Kaiserhof veröffentlicht ein Edikt, durch das mehrere Prinzen und hohe Würdenträger, die in den Boxeraufstand verwickelt waren, degradiert werden.

Das britische Parlament in London wird aufgelöst, Neuwahlen werden ausgeschrieben. Am selben Tag veröffentlicht Premierminister Robert Arthur Talbot Gascoyne-Cecil, 3. Marquess of Salisbury ein Manifest, in dem er die Wähler auffordert, eine klare Mehrheit für die Unterstützung der britischen Kriegspolitik in Südafrika zu schaffen.

26.9.1900, Mittwoch

Die Regierung der USA beschließt, ihre Truppen aus Peking, Taku und Tientsin nach Manila auf die Philippinen zu verlegen und in Peking nur eine Gesandtenwache zurückzulassen.

Der französische Kriegsminister Louis André erlässt ein Dekret über die Reorganisation der Offiziersschule von Saint-Cyr. So soll der “aristokratische Sondergeist” eingedämmt werden. Die Konservativen werten das Dekret als “Attentat der Freimaurer” auf die Schlagkraft der Armee, während es von den Republikanern als Stärkung des republikanischen Geistes begrüßt wird.

27.9.1900, Donnerstag

Der preußische Generalfeldmarschall Alfred Graf von Waldersee trifft, von Schanghai kommend, in der nordostchinesischen Stadt Tientsin ein und übernimmt den Oberbefehl über die Truppen der verbündeten Kolonialmächte.

In Posen finden mehrere Konferenzen preußischer und örtlicher Behörden statt. Ziel dieser Beratungen ist “die Stärkung des Deutschtums und die Befestigung der deutschen Stellung in der Provinz Posen”.

In London werden die Ergebnisse einer internationalen Konferenz zum Schutz des afrikanischen Hochwilds bekanntgegeben, auf der alle Kolonialmächte vertreten waren. Im tropischen Afrika sollen größere Schonungsgebiete ausgewiesen werden, in denen kein Hochwild mehr geschossen werden darf. Die Maßnahme soll vor allem dem Schutz der Elefanten gelten.

28.9.1900, Freitag

Die Wahlen zum britischen Unterhaus beginnen. Sie dauern bis zum 15. Oktober.

Laut französischen Quellen verfügt das Kaiserreich Abessinien über ein 150 000 Mann starkes aktives Heer. Die Kerntruppe des Heeres, die Schnaiderjaschi, sei mit modernen Gewehren ausgerüstet. Diplomatisch vertreten sind am Hof des Kaisers von Abessinien, Menilek II., zur Zeit nur Frankreich, Großbritannien und Italien; das Osmanische Reich unterhält eine Konsularagentur.

In der britischen Presse mehren sich Angriffe auf Kolonialminister Joseph Chamberlain wegen unlauterer Finanzspekulationen und Begünstigung von Rüstungsfirmen, an denen die Familie des Ministers beteiligt ist.

29.9.1900, Samstag

Die russischen Truppen verlassen Peking. Zurück bleibt eine Gesandtschaftswache von 2 000 Mann.

Der bayerische Prinzregent Luitpold eröffnet das Bayerische Nationalmuseum in München.

Andrew Dickson White, seit 1897 US Botschafter in Berlin, fordert in New York die in den USA stimmberechtigten Deutschen auf, bei den Präsidentschaftswahlen für den amtierenden Präsidenten William McKinley zu stimmen, da dieser immer auf ein gutes Verhältnis zum Deutschen Reich hinwirke.

30.9.1900, Sonntag

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. lehnt den Vorschlag Chinas, die Ermordung des deutschen Gesandten Klemens Freiherr von Ketteler durch zwei Trankopfer zu sühnen, ab.

Die seit 15. August durchgeführte Volkszählung im deutschen Schutzgebiet Samoa wird beendet. Von den 32 815 Bewohnern sind nur 400 Weiße.

Die Berliner Rettungsgesellschaft beziffert in ihrem Tätigkeitsbericht für das dritte Geschäftsjahr (1899/1900) die Zahl der Einsätze auf 24 615. Krankenwagen wurden 2196mal bestellt, 57mal wurde ärztliche Hilfe und 36mal wurde Pflege-Personal entsandt.