Was geschah im September 1941

  • < 1940
  • 9.1941
  • 1942 >

1.9.1941, Montag

Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erlässt einen Aufruf zum Kriegswinterhilfswerk 1941/42, worin er die Spendenfreudigkeit der deutschen Bevölkerung als Ausdruck ihrer Unterstützung für die Truppen an den Kriegsfronten bezeichnet.

In Venedig wird die 9. Internationale Filmkunstausstellung, die Biennale eröffnet, bei der zahlreiche deutsche Filme präsentiert werden, zur Eröffnung ist Reichspropagandaminister Joseph Goebbels angereist.

An deutschen Schulen wird mit sofortiger Wirkung die Antiqua-Schrift eingeführt; die bisher gebräuchliche Frakturschrift wird abgeschafft.

Durch eine Polizeiverordnung über die “Kennzeichen der Juden im Reichsgebiet” wird mit Wirkung vom 19. September der Judenstern eingeführt.

2.9.1941, Dienstag

In Moskau finden Beratungen über Hilfslieferungen der Alliierten statt, an denen neben dem sowjetischen Parteichef Josef W. Stalin Harry Lloyd Hopkins als Vertreter der USA und William Aitken Beaverbrook als Vertreter Großbritanniens teilnehmen.

3.9.1941, Mittwoch

Schwere Artillerie der deutschen Wehrmacht beginnt mit der Beschießung der belagerten sowjetischen Stadt Leningrad.

Im Konzentrationslager Auschwitz finden die ersten Vergasungen von Juden mit Zyklon B statt.

Im Konzentrationslager Sachsenhausen werden mit einer Genickschussanlage sowjetische Kriegsgefangene ermordet.

4.9.1941, Donnerstag

Im Atlantik kommt es zum ersten Zwischenfall, an dem deutsche und US-amerikanische Seestreitkräfte beteiligt sind, als das deutsche U-Boot “U 652” versucht, den US-Zerstörer “Greer” zu torpedieren.

Das Pacht- und Leihhilfegesetz der Vereinigten Staaten, das am 11. März verabschiedet worden war, um Großbritannien Rüstungsgüter zur Verfügung zu stellen, wird auf Polen ausgedehnt, das durch die polnische Exilregierung in London vertreten wird.

5.9.1941, Freitag

Kampfflugzeuge der deutschen Luftwaffe greifen die ägyptische Stadt Suez an und versenken drei Handelsschiffe, die im dortigen Hafen liegen.

In Berlin findet die Premiere des Bavaria-Films “Komödianten” des Regisseurs Georg Wilhelm Pabst statt; in den Hauptrollen sind Käthe Dorsch, Hilde Krahl, Henny Porten, Gustav Dießl und Richard Häußler zu sehen.

Auf der schweizerischen Bundesbahnstrecke Basel- Romanshorn macht die erste Gasturbinen-Lokomotive der Welt ihre Jungfernfahrt; die Lokomotive erreicht bei einer Anhängelast von 2000 t eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h.

Deutsche Armeeverbände schließen die Besetzung Estlands ab.

6.9.1941, Samstag

Der Führer und Reichskanzler erlässt die Weisung Nr. 35, in der er der Heeresgruppe Mitte befiehlt, sich für Ende September auf den Angriff gegen Moskau vorzubereiten.

Der japanische Kronrat beschließt, den Krieg gegen die USA und Großbritannien zu eröffnen, falls die laufenden Geheimverhandlungen mit der US-Regierung bis zum 10. Oktober nicht zu einem Abschluss gebracht werden.

In deutsch besetzten Wilna (Vilnius) wird ein Ghetto eingerichtet, in dem die jüdische Bevölkerung der Stadt abgeriegelt von der restlichen Bevölkerung interniert wird.

Das Oberkommando der Besatzungstruppen in Frankreich lässt mehrere französische Geiseln hinrichten, nachdem Attentate auf einen deutschen Soldaten und einen deutschen Polizisten in Paris verübt worden sind.

7.9.1941, Sonntag

Bei einem Luftangriff britischer Bomberstaffeln auf das Zentrum der Reichshauptstadt Berlin sterben in den Trümmern eines Wohnhauses über 100 Menschen.

Mit zahlreichen Festveranstaltungen wird in der schweizerischen Hauptstadt Bern das 750-Jährige Bestehen der Stadt gefeiert.

8.9.1941, Montag

Die Sieger der Schul-Altstoffsammlung im Deutschen Reich treffen zu einem viertägigen Besuch in Berlin ein; diese Reise ist die Prämie für das erfolgreiche Sammeln von Knochen, Textilien, Altpapier und Altmetall.

In den spanischen Pyrenäen wird der “túnel español de Viella” in Betrieb genommen, der mit 5 km Länge einer der längsten Europas ist.

Der ungarische Reichsverweser Miklós Horthy trifft zu einem dreitägigen Besuch im Führerhauptquartier “Wolfsschanze” ein; bei den Gesprächen mit Adolf Hitler geht es vor allem um den gegenwärtigen Stand an der Ostfront und den Abzug ungarischer Truppen.

Mit der Eroberung Schlüsselburgs (Petrokrepost) am Ladogasee durch deutsche Truppen ist Leningrad von allen Landverbindungen abgeschnitten; es beginnt die bis zum 20. Januar 1944 dauernde Blockade der Stadt durch die Wehrmacht.

9.9.1941, Dienstag

Das iranische Parlament nimmt einen britisch-sowjetisch-iranischen Vertrag an, der eine Besetzung Nordirans durch sowjetische Truppen und des Südirans durch britische Truppen vorsieht, der mittlere Teil des Landes bleibt unbesetzt.

In Griechenland wird die Widerstandsorganisation National-Republikanischer Bund (EDES) gegründet, die sich gegen die Besetzung des Landes durch deutsche Truppen wendet; am 27. September wird eine zweite Widerstandsgruppe, die Nationale Befreiungsfront (EAM), ins Leben gerufen.

In Berlin wird der Film “Annelie, die Geschichte eines Lebens” von Regisseur Josef von Baky uraufgeführt; die Hauptdarstellerin Luise Ullrich erhält bei der Biennale in Venedig den Pokal Volpi als beste Schauspielerin.

Britische und kanadische Streitkräfte besetzen die norwegische Insel Spitzbergen.

10.9.1941, Mittwoch

Die deutschen Besatzungsbehörden in Norwegen verhängen wegen zahlreicher Streiks den Ausnahmezustand über die Hauptstadt Oslo und sechs Provinzen des Landes.

In London beginnt der XVII. Internationale Kongress der Schriftstellervereinigung P.E.N., an dem u.a. Alfred Kerr, Erika. Mann und Wilhelm Wolfgang Schütz teilnehmen. Der deutschen Frage ist ein eigenes Thema gewidmet, bei dem Kerr erläutert, dass die deutsche Literatur nach Beendigung des Krieges für eine gewisse Zeit in erster Linie erzieherisch wirken muss.

11.9.1941, Donnerstag

Der US-amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt erteilt der US-Marine den Befehl, ohne Vorwarnung auf deutsche und italienische Schiffe zu schießen, die sich in Gewässern der US-amerikanischen Sicherheitszone aufhalten.

Im Raum Murmansk fliegen britische Hurricane-Jäger ihren ersten Einsatz gegen angreifende deutsche Einheiten; die Hurricane-Jäger, die erst Anfang September in die UdSSR verlegt wurden, werden Ende November von der sowjetischen Luftwaffe übernommen.

12.9.1941, Freitag

Die Städtischen Bühnen für die Nachbarstädte Kattowitz (Katowice) und Königshütte (Chorzow) werden eröffnet; hier finden in den folgenden Jahren die “Deutschen Eichendorff-Wochen” statt.

Das Londoner Unterhaus verschiebt die bevorstehenden Neuwahlen in Indien und Birma auf einen Zeitpunkt zwölf Monate nach Beendigung des Krieges. Diese Entscheidung wird in den zum britischen Empire gehörenden Staaten mit Enttäuschung aufgenommen.

111 britische Flugzeuge fliegen einen Angriff auf Frankfurt am Main, bei dem sie 135 t Sprengbomben abwerfen.

13.9.1941, Samstag

Im deutschen Strafrecht tritt eine Änderung in Kraft, die eine schärfere Anwendung der Todesstrafe vorsieht.

14.9.1941, Sonntag

Nahe der sowjetischen Stadt Lochvica treffen die Spitzen der Panzergruppen 1 und 2 des deutschen Heeres zusammen und schließen so den Ring um die “Südwestfront” der Roten Armee.

Der erste Opfersonntag des Kriegswinterhilfswerks 1941/42 im Deutschen Reich bringt offiziellen Angaben zufolge über 28 Millionen Reichsmark ein.

In den USA wird der Film “Suspicion” (Verdacht) von dem britischen Regisseur Alfred Hitchcock uraufgeführt; in den Hauptrollen sind Cary Grant, Joan Fontaine und Sir Cedric Hardwicke zu sehen.

15.9.1941, Montag

Die Entwicklung ferngelenkter Raketen auf dem Versuchsgelände in Peenemünde erhält von der NS-Regierung die Sonderdringlichkeitsstufe.

Die britische Luftwaffe fliegt schwere Angriffe auf Hamburg, Bremen, Cuxhaven und Wilhelmshaven.

100 italienische Arbeiter der Firma Lanz AG in Mannheim verweigern die Arbeitsaufnahme, da ihnen die Verpflegung ungenügend erscheint; aus anderen Unternehmen im Deutschen Reich, die ausländische Arbeiter beschäftigen, werden ähnliche Vorkommnisse gemeldet.

Trotz eines Waffenstillstandsvertrages, der am 31. Juli 1941 abgeschlossen wurde, kommt es an der Grenze zwischen den südamerikanischen Staaten Peru und Ecuador wieder zu bewaffneten Zwischenfällen.

Auf der Insel Fehmarn erfolgt im Rahmen eines Festaktes der erste Spatenstich für die deutsch-dänische Eisen- und Autobahnverbindung “Vogelfluglinie”; mit dem Bau dieser Verkehrsverbindung zwischen Hamburg und Kopenhagen wird in Dänemark und dem Deutschen Reich gleichzeitig begonnen (endgültig fertiggestellt 1963).

16.9.1941, Dienstag

Die deutschen Besatzungsbehörden in den Niederlanden beschlagnahmen das im Land befindliche Vermögen des niederländischen Königshauses, dessen Mitglieder im überseeischen Exil leben.

Das Arbeitswissenschaftliche Institut der Deutschen Arbeitsfront veröffentlicht eine Studie, derzufolge Arbeiter rund 30% ihrer “Kulturausgaben” für Bücher und Zeitungen aufwenden.

Im britisch-sowjetisch besetzten Iran dankt der bisherige Herrscher, Schah Resa Pahlawi, zugunsten seines Sohnes Mohammad ab und geht ins Exil nach Südafrika.

Wilhelm Keitel, deutscher Generalfeldmarschall, ordnet auf Befehl des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler im sog. Kommunisten-Erlass an, dass für jeden in den besetzten Gebieten getöteten deutschen Soldaten 50 bis 100 Kommunisten zu erschießen sind.

In Paris werden von den deutschen Besatzungstruppen erneut zehn Geiseln erschossen, nachdem es deutschen Angaben zufolge drei bewaffnete Angriffe auf Angehörige der Wehrmacht in Frankreich gegeben hat.

17.9.1941, Mittwoch

Adolf Hitler ordnet nach dem US-amerikanischen Schießbefehl auf deutsche und italienische Schiffe in der US-Sicherheitszone vom 11. September die strikte Vermeidung von Zwischenfällen mit US-Schiffen an.

Eine Escort-Group der US-Marine mit fünf Zerstörern übernimmt erstmals die Sicherung eines britischen Konvois im mittleren Atlantik; damit beteiligen sich die USA an der Schlacht im Atlantik.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt, dass Juden, Männer jüdischer Abstammung und mit Jüdinnen verheiratete Männer nicht in einer auf deutscher Seite kämpfenden, ausländischen Truppeneinheit aufgenommen werden dürfen.

Im Deutschen Reich werden erstmals Todesurteile wegen Abhörens von ausländischen Rundfunksendern ausgesprochen.

In einem Bericht zur Kartoffelversorgung im Deutschen Reich im bevorstehenden Winter wird die Bevölkerung aufgefordert, Kartoffeln nur noch als Pellkartoffeln zuzubereiten, da beim Schälen roher Kartoffeln Verluste von 15 bis 30% auftreten.

18.9.1941, Donnerstag

US-Präsident Franklin Delano Roosevelt ersucht den Kongress, weitere 5985 Millionen US-Dollar zur Unterstützung der kriegführenden Verbündeten zur Verfügung zu stellen; bis zum 31. August ist Kriegsmaterial im Wert von 190 Millionen US-Dollar im Rahmen des am 11. März verabschiedeten Leih- und Pachtgesetzes geliefert worden.

Mehrere Zechen im rheinisch-westfälischen Industriegebiet beklagen einen Rückgang der Steinkohlenförderung aufgrund der Arbeitsunlust der Beschäftigten, die sich weigern, Über- und Sonntagsschichten zu verfahren.

Im Deutschen Reich brauchen Juden eine Erlaubnis für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

19.9.1941, Freitag

Die 6. deutsche Armee schließt die Eroberung der ukrainischen Stadt Kiew in der Sowjetunion ab.

Der deutsche Industrielle Ernst Poensgen wird anlässlich seines 70. Geburtstages mit dem Adlerschild des Deutschen Reiches ausgezeichnet; Poensgen ist einer der maßgeblichen deutschen Industrievertreter, die das NS-Regime unterstützen.

Der im Besitz der US-Regierung befindliche panamesische Frachter “Pink Star” wird vor Island von einem deutschen U-Boot versenkt.

20.9.1941, Samstag

Adolf Hitler befiehlt eine Verstärkung der Marineeinheiten in der Ostsee, die den Vormarsch der deutschen Truppen in der UdSSR und deren Nachschubwege sichern sollen.

21.9.1941, Sonntag

Der Geschosswerfer “Katjuscha” (“Stalinorgel”) wird erstmals von der Roten Armee vor Leningrad gegen die angreifenden deutschen Wehrmachtsverbände eingesetzt.

Beim Viertelfinalspiel im Fußballpokal zwischen Schalke 04 und Austria Wien (4:1) kommt es in Gelsenkirchen zu Raufereien und anti-österreichischen Ausschreitungen.

In München wird die “Deutsche Kulturfilmwoche” eröffnet, in deren Rahmen zahlreiche dokumentarische und propagandistische Filme vorgeführt und prämiiert werden.

22.9.1941, Montag

Die mexikanische und die US-amerikanische Regierung schließen ein Abkommen über die enge Zusammenarbeit bei der “Verteidigung der westlichen Hemisphäre”.

Die kanadische und die US-amerikanische Regierung geben den Abschluss eines Militärabkommens bekannt, das eine enge Zusammenarbeit und eine Entmilitarisierung der gemeinsamen Grenze vorsieht.

Im Deutschen Reich wird durch eine Verordnung des Ministerrats für die Reichsverteidigung die unbestimmte Verurteilung im Jugendstrafvollzug eingeführt; jugendliche Straftäter können danach zu Gefängnisstrafen unbestimmter Dauer verurteilt werden, um “das Erziehungswerk” zu vollenden, wie es in der amtlichen Begründung zu der Verordnung heißt.

In Großbritannien wird die “Russische Tankwoche” eröffnet, in der die britische Arbeiterschaft ihre Verbundenheit mit der UdSSR zum Ausdruck bringen soll. Alle bis zum 27. September produzierten Panzerwagen werden unverzüglich an die sowjetische Front geliefert.

Der Reichskommissar für die besetzten Niederlande, Arthur Seyß-Inquart, ordnet an, dass alle im Deutschen Reich geltenden Bestimmungen über die Behandlung der Juden auch in den Niederlanden Anwendung finden sollen; ab sofort müssen niederländische Juden den sog. Judenstern tragen.

23.9.1941, Dienstag

Die deutsche Luftwaffe fliegt einen schweren Angriff gegen die sowjetische Baltische Flotte, bei dem das sowjetische Schlachtschiff “Marat” vor Kronstadt auf Grund geht.

Der deutsche Techniker und Industrielle Robert Bosch wird 80 Jahre alt.

24.9.1941, Mittwoch

Die sowjetische Regierung erklärt auf einer interalliierten Konferenz in London ihre Übereinstimmung mit der am 14. August von US-Präsident Franklin D. Roosevelt und dem britischen Premierminister Winston Churchill verkündeten Atlantikcharta, die Friedensziele der Großmächte beinhaltet.

Die deutsche Reichsregierung verkauft ihre 1935 erworbenen Aktien an den Schifffahrtsgesellschaften Norddeutscher Lloyd und Hapag.

25.9.1941, Donnerstag

Die sowjetische Regierung erlässt ein Dekret über die Auflösung der Wolgadeutschen Autonomen Sowjetrepublik, deren Bewohner schon zu Beginn des Monats zum größten Teil nach Sibirien deportiert wurden.

26.9.1941, Freitag

Die große Kesselschlacht östlich der Stadt Kiew endet mit einem Sieg der deutschen Einheiten die während der Kämpfe 665 000 sowjetische Soldaten gefangennehmen.

Die deutsche Heeresgruppe Mitte erhält den Befehl zur Einleitung des Unternehmens “Taifun”, der Schlacht um Moskau.

In Breslau (Wroclaw) wird der Film “Kameraden” uraufgeführt; unter der Regie von Hans Schweikart spielen Willy Birgel, Karin Hardt, Maria Nicklisch, Rudolf Fernau und Paul Dahlke die Hauptrollen.

27.9.1941, Samstag

Der deutsche Buchhandel wird vom Reichspropagandaministerium aufgefordert, nur noch solche Werke zu begünstigen, “denen vom Volk aus gesehen das größte Gewicht zukommt”, gleichzeitig gibt das Ministerium weitere Beschränkungen der Buchproduktion bekannt.

Der französische General Georges Catroux Stellvertreter von General Charles de Gaulle in der französischen Unabhängigkeitsbewegung, proklamiert die Souveränität der Republik Syrien.

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler beauftragt den SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich mit der Führung der Geschäfte des Reichsprotektors in Böhmen und Mähren.

28.9.1941, Sonntag

Im Reichsprotektorat Böhmen und Mähren wird der zivile Ausnahmezustand verhängt; damit verbunden ist u.a. die Einziehung von 15 000 Rundfunkgeräten, die nur bei Wohlverhalten der Besitzer gegenüber den nationalsozialistischen Behörden zurückgegeben werden.

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler stiftet für “vielfache außergewöhnliche Tapferkeits- und Führungstaten” das Deutsche Kreuz in Gold und für “vielfache außergewöhnliche Verdienste” das Deutsche Kreuz in Silber.

29.9.1941, Montag

In Moskau beginnt ein dreitägiges Treffen sowjetischer, britischer und US-amerikanischer Regierungsvertreter, in dessen Verlauf sich die USA verpflichten, im kommenden Jahr Waren im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar an die UdSSR zu liefern.

Nach der Einnahme Kiews durch deutsche Wehrmachtsverbände am 19. September kommt es zu Massenerschießungen von Juden; 33 771 Menschen werden im Verlauf der Massaker ermordet.

In einem Kampf um den Weltmeistertitel im Schwergewichtsboxen siegt Titelträger Joe Louis in New York gegen Herausforderer Lou Nova durch K. o. in der sechsten Runde.

30.9.1941, Dienstag

Die Heeresgruppe Mitte der deutschen Truppen eröffnet einen Angriff in Richtung Orel.

Die britische Luftwaffe fliegt mit 72 Flugzeugen einen schweren Angriff auf Hamburg, bei dem 85 t Sprengbomben geworfen werden.

Die deutschen Werften melden einen Mehrbedarf an Arbeitskräften von insgesamt 57 500 Mann, ohne den sie die Aufträge der deutschen Marine nicht ausführen können.

In Italien wird der Verkauf von Stoffen Pelzwaren, Schuhen, Hüten und anderen Bekleidungsstücken untersagt; ab dem 15. Oktober wird Bekleidung nur über Bezugsscheine vertrieben.

Der Film “The Maltese Falcon” (Die Spur des Falken/Der Malteserfalke) von Regisseur John Huston wird in den USA uraufgeführt; die Hauptrollen in dem Kriminalfilm, der als wichtiger Film der sog Schwarzen Serie gilt, spielen Humphrey Bogart, Mary Astor, Peter Lorre und Sydney Greenstreet.