Was geschah im September 1976

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1.9.1976, Mittwoch

Beide Häuser des irischen Parlaments billigen in Dublin den von der Regierung verhängten Ausnahmezustand. Durch diese Maßnahme soll der Kampf gegen die Terrororganisation IRA verstärkt werden.

In Bonn weist die Bundesregierung Vorschläge der DDR-Führung über die Neuregelung des Grenzverlaufes an der Elbe zurück. Die DDR verlangt, die Grenze zwischen den beiden Staaten in die Mitte des Flusses zu verlegen.

Im Württembergischen Staatstheater Stuttgart wird Thomas Bernhards Stück “Minetti” unter der Regie von Claus Peymann uraufgeführt. Die Titelrolle spielt Bernhard Minetti.

Die Vereinten Nationen vereinbaren mit der nordkoreanischen Regierung die UN-Sicherheitstruppen entlang der Demarkationslinie bei Panmunjom zu stationieren.

Die griechische Marine schickt Kampfschiffe in die westliche Ägäis, nachdem Pläne der türkischen Regierung bekannt geworden sind, in dem von Griechenland und der Türkei beanspruchten Gebiet nach Öl zu suchen.

Der seit 22 Jahren gültige feste Wechselkurs der Landeswährung Peso gegenüber dem US-Dollar wird von der mexikanischen Regierung freigegeben. Durch diese Maßnahme wird die Währung innerhalb weniger Tage um rund 40% abgewertet.

2.9.1976, Donnerstag

Die britische Regierung in London bestätigt Presseberichte, nach denen britische Sicherheitskräfte in Nordirland die Folter als Mittel zur Vernehmung anwenden.

In Tripolis gibt der libysche Staatschef Muammar al Gaddafi eine grundlegende Reform des Regierungswesens in dem nordafrikanischen Staat bekannt.

3.9.1976, Freitag

Die norwegische Regierung legt einen Gesetzentwurf vor, der die Schaffung einer Wirtschaftszone von 200 Seemeilen vorsieht.

In Moskau bestätigt der Generalsekretär der KPdSU, Leonid Breschnew, gegenüber der Presse Engpässe bei der Versorgung der Bevölkerung mit Fleisch und anderen tierischen Produkten. Es handele sich jedoch nur um eine vorübergehende Erscheinung.

Die US-amerikanische Sonde “Viking II” setzt auf dem Mars einen Gas-Chromatographen ab, der nach Spuren von organischem Material auf dem Planeten sucht.

4.9.1976, Samstag

In Zürich trifft US-Außenminister Henry Kissinger zu einer zweitägigen Besprechung mit dem südafrikanischen Ministerpräsidenten Balthazar J. Vorster zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen steht die Übernahme der Regierungsgewalt in Namibia (Südwestafrika) und Rhodesien durch die schwarze Bevölkerung.

Angehörige der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) entführen in Frankreich eine niederländische Verkehrsmaschine. Das Flugzeug wird von Nizza nach Zypern umgeleitet. Die Geiseln kommen gegen freies Geleit frei.

5.9.1976, Sonntag

In Madrid treffen führende Vertreter der spanischen Oppositionsgruppen zu einer Konferenz zusammen. Im Mittelpunkt des ersten Treffens nach dem Tod des früheren Staatschefs Francisco Franco Bahamonde steht die Koordinierung des politischen Kampfes.

Der belgische Radprofi Freddy Maertens wird in Ostuni vor den Italienern Francesco Moser und Tino Conti Straßenweltmeister.

In Bottrop öffnet das neuerbaute Weiterbildungszentrum “Quadrat” seine Pforten. In dem Komplex sind ein Museum für Ur- und Ortsgeschichte, ein Medienzentrum und eine Kunstgalerie untergebracht.

Der vom Vatikan suspendierte Erzbischof Marcel Lefebvre hält in Besançon eine Messe ab.

Aus den Wahlen im griechischen Teil Zyperns gehen die Parteien, die Erzbischof Makarios unterstützen, als Sieger hervor. Sie erhalten 34 der 35 Parlamentssitze.

6.9.1976, Montag

Als erster hochrangiger Politiker der DDR trifft Außenminister Oskar Fischer in Großbritannien zu einem offiziellen Besuch ein.

Ein sowjetischer Pilot landet mit einer. Maschine des Typs Mig 25 in Japan und erhält politisches Asyl in den USA.

Die Arabische Liga nimmt auf Antrag Ägyptens die PLO als 21. Vollmitglied auf.

7.9.1976, Dienstag

Der Westberliner Pharma-Konzern Schering stellt die Produktion des Pflanzenschutzmittels Fundal ein, da nach Tierversuchen eine gesundheitsgefährdende Wirkung des Präparates nicht ausgeschlossen werden kann.

Der in der Schweiz im Exil lebende sowjetische Schriftsteller und Regimekritiker Alexandr Solschenizyn erhält politisches Asyl in den USA. Solschenizyn begründet seine Übersiedlung mit der nach seiner Ansicht zu nachgiebigen Haltung der westeuropäischen Staaten gegenüber der UdSSR.

8.9.1976, Mittwoch

In Ajaccio sprengen korsische Nationalisten ein Verkehrsflugzeug vom Typ Boeing 707 der Air France, nachdem sie Passagiere und Besatzung freigelassen haben.

Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts in Hamburg ist der Anspruch eines Bundeswehrsoldaten auf eine Nichtraucherunterkunft legitim.

In Südfrankreich wird der seit acht Wochen vermisste Chef der dassault-Flugzeugwerke, Hervé de Vathaire, von der Polizei festgenommen. Vathaire, der als Geheimnisträger gilt, wird beschuldigt, Firmengelder in Millionenhöhe veruntreut zu haben.

9.9.1976, Donnerstag

Die Staatsführung der DDR sagt der Bundesregierung in Bonn Verbesserungen beim Reise-, Zahlungs- und Postverkehr zu.

Mao Zedong, Vorsitzender der KP Chinas und Gründer der Volksrepublik stirbt in Peking im Alter von 82 Jahren.

Nach dem Tod Mao Zedongs beginnt in China ein Machtkampf um die Parteiführung.

10.9.1976, Freitag

In Indien wird ein Verkehrsflugzeug mit 84 Passagieren an Bord nach Pakistan entführt. Die sechs Terroristen geben am kommenden Tag auf und lassen ihre Geiseln frei.

Bei Zagreb (Jugoslawien) stürzen zwei Flugzeuge nach einem Zusammenstoß in 10 000 m Höhe ab.

Die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan, erhalten in Montreux für ihre Einspielung, von “Don Quijote” (Richard Strauss) den Internationalen Schallplattenpreis.

11.9.1976, Samstag

In Santiago de Chile verlängert die regierende Militärjunta am dritten Jahrestag der Machtübernahme den Belagerungszustand um weitere sechs Monate. Anlässlich des Jahrestages bezeichnet Kardinal Raúl Silva Henriquez Chile als eine “Diktatur nach dem Nazimodell”.

Norditalien wird erneut von einer Serie schwerer Erdstöße erschüttert. Dabei werden zahlreiche Häuser und Gebäude zerstört, die nach dem schweren Beben vom 6. Mai wiederaufgebaut worden waren.

Kroatische Untergrundkämpfer entführen ein US-amerikanisches Flugzeug nach Paris.

12.9.1976, Sonntag

In der spanischen Stadt Barcelona demonstrieren rund 100 000 Menschen für ein unabhängiges Katalonien.

In Rüsselsheim billigt der Betriebsrat der Firma Opel Sonderschichten unter der Bedingung, dass die Werksleitung den Erhalt der Arbeitsplätze für die Dauer von fünf Monaten garantiert.

Ein über Japan tobender Taifun fordert mehr als 100 Todesopfer. Rund 300 000 Menschen werden obdachlos.

13.9.1976, Montag

Der US-amerikanische Außenminister Henry Kissinger tritt eine zehntägige Vermittlungsreise nach Afrika an. Kissinger ist bemüht, in Abstimmung mit den Regierungen Tansanias, Sambias, Südafrikas, Rhodesiens und Zaires die Machtübernahme der schwarzen Bevölkerungsmehrheit in Rhodesien und Namibia einzuleiten.

In Washington verabschiedet der US-Senat den Verteidigungshaushalt für das kommende Rechnungsjahr. Das Budget mit einem Umfang von 104,3 Mrd. US-Dollar (245,1 Mrd. DM) ist das höchste in der Geschichte der USA.

Die norwegische Regierung in Oslo verfügt einen Preisstopp. Dadurch soll die Inflation bekämpft werden.

14.9.1976, Dienstag

In den US-amerikanischen Automobilwerken von Ford treten rund 165 000 Arbeiter in den Streik.

US-amerikanische Geologen entdecken in der Antarktis einen von Eis bedeckten Krater, der einen Durchmesser von rund 200 km hat. Der Krater ist vermutlich durch einen Meteoriten verursacht worden.

15.9.1976, Mittwoch

Die Eishockeyauswahl Kanadas gewinnt in Montreal durch ihren 5:4-Sieg im zweiten Finalspiel gegen Weltmeister CSSR den Canada-Cup.

In Herne wird das neuerrichtete Kulturzentrum mit einem Festakt eröffnet. Der 32 Mio. DM teure Bau gilt wegen seiner Kombination von Stadthalle, Bibliothek und Medienzentrum als einzigartig in der Bundesrepublik Deutschland.

In Prag entlässt die tschechoslowakische Regierung drei für Wirtschaft und Industrie zuständige Minister. Als Grund wird die seit Jahren angespannte Wirtschaftslage angegeben.

Nach Angaben der Regierung in Neu-Delhi haben sich in den letzten fünf Monaten im Rahmen des Programms zur Bekämpfung der Bevölkerungsexplosion rund 2 Mio. Inder sterilisieren lassen. In der Öffentlichkeit stößt das Programm wegen religiöser und ethischer Bedenken auf scharfe Kritik.

16.9.1976, Donnerstag

Der ägyptische Staatschef Anwar As Sadat wird in einer Volksabstimmung für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

In Bremen läuft der Supertanker “Bonn” vom Stapel. Der 360 000-t-Tanker ist das größte jemals in der Bundesrepublik gebaute Schiff.

Bei einem Grubenunglück in Tete (Moçambique) kommen mehr als 140 Bergleute ums Leben. Die südafrikanische Regierung schickt trotz ihres Konflikts mit der Führung von Moçambique Bergungstrupps und Hilfsmaterial zu der Unglücksstelle.

Der Spielfilm “Barry Lyndon” von Stanley Kubrick wird in London erstmals aufgeführt. Die Innenaufnahmen zu dem Streifen wurden ohne die Verwendung von Kunstlicht gedreht.

17.9.1976, Freitag

Der bislang streng geheimgehaltene US-Düsenjäger “F 14 Tomcat” stürzt bei Schottland ins Meer. Es ist das erste Mal, dass die Öffentlichkeit etwas über die Existenz des hochmodernen Kampfflugzeugs erfährt.

In Washington setzt das US-amerikanische Repräsentantenhaus eine Kommission ein, die die Morde an dem früheren Präsidenten John F. Kennedy und an dem Schwarzenführer Martin Luther King neu untersuchen soll. In den vergangenen Wochen waren in der Öffentlichkeit wiederholt Vermutungen geäußert worden, die Gewalttaten seien bislang nicht ausreichend untersucht worden.

18.9.1976, Samstag

In Palmdale (USA) wird das erste Exemplar der Weltraumfähre “Space Shuttle” fertiggestellt. Der wiederverwendbare Raumgleiter soll im Frühjahr 1977 zu ersten Versuchsflügen starten.

Aus den Parlamentswahlen auf Malta geht die regierende Labour Party unter Ministerpräsident Dom Mintoff als stärkste politische Kraft hervor.

In Peking findet eine Trauerfeier für den am 9. September verstorbenen Vorsitzenden der KPCh, Mao Zedong, statt. Im ganzen Land ist die Bevölkerung angewiesen, ein dreiminütiges Schweigen zu Ehren des Toten einzulegen.

Der israelische Außenminister Yigal Allon schlägt in Tel Aviv einen Teilrückzug der israelischen Streitkräfte aus Cisjordanien und der Sinai-Halbinsel vor. Der Vorschlag wird sowohl von der Opposition als auch von der Regierungspartei scharf kritisiert.

19.9.1976, Sonntag

Nach Angaben der Bundesregierung ist die Zahl der Gastarbeiter in der Bundesrepublik Deutschland seit Jahresanfang um 106 000 auf 1 932 000 zurückgegangen. Als Grund dafür wird die schlechte Situation auf dem Arbeitsmarkt genannt.

Bei den Wahlen zum schwedischen Reichstag erringen nach 44 Jahren sozialdemokratischer Herrschaft die drei bürgerlichen Parteien die Mehrheit.

In der Türkei kommen beim Absturz eines Verkehrsflugzeuges 154 Menschen, darunter 27 Deutsche, ums Leben.

Der schweizerische Schriftsteller Max Frisch erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

20.9.1976, Montag

Die Regierungen Frankreichs, Großbritanniens und der USA untersagen die Direktwahl von Abgeordneten für das Europaparlament durch die Westberliner Bevölkerung.

Der belgische König Baudouin weiht in Brüssel das erste, rund 20 km lange Teilstück der Untergrundbahn ein.

21.9.1976, Dienstag

In der US-Hauptstadt Washington fällt der im Exil lebende frühere chilenische Außen- und Verteidigungsminister O. Letelier einem Attentat zum Opfer. Die Polizei vermutet einen Anschlag des chilenischen Geheimdienstes.

Die “Junge Deutsche Philharmonie” wird beim Internationalen Jugendorchester-Wettbewerb in Berlin (West) mit der Goldenen Karajan-Medaille ausgezeichnet.

22.9.1976, Mittwoch

In Frankreich endet die erstmalig eingeführte Sommerzeit. Nach Angaben der Regierung in Paris konnten Energieeinsparungen in einer Höhe von insgesamt rund 60 Mio. DM erzielt werden. Im Rahmen einer Untersuchung sprechen sich 67% der Befragten für eine Fortsetzung der Sommerzeit im Jahr 1977 aus.

In der Nähe von Langen kommen bei der Explosion von drei Luftabwehrraketen des Typs Hawk zwei Menschen ums Leben.

Portugal tritt als 19. Vollmitglied dem Europarat in Straßburg bei.

In New York wählt die Vollversammlung der Vereinten Nationen Hamilton Shirley Amerasinghe (Sri Lanka) zu ihrem Präsidenten. Auf der Sitzung werden außerdem die Seychellen als 145. Mitglied aufgenommen.

Joseph Kardinal Höffner wird in Fulda zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. Höffner tritt die Nachfolge des am 24. Juli verstorbenen Julius Döpfner an.

23.9.1976, Donnerstag

Der neuernannte libanesische Staatspräsident Elias (Iljas) Sarkis wird in der 40 km entfernt von Beirut liegenden Stadt Chtaura offiziell in sein Amt eingeführt.

Die Internationale Atomenergie-Agentur der Vereinten Nationen beschließt die Aufnahme der palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Die israelische Regierung legt gegen diese Entscheidung scharfen Protest ein.

In Prag verurteilt ein Gericht die Mitglieder einer tschechoslowakischen Rockband zu Gefängnisstrafen von bis zu eineinhalb Jahren, da sie mit ihren Texten “dekadentes und nihilistisches” Gedankengut verbreitet hätten.

Nach seinem achttägigen Flug landet das sowjetische Raumschiff “Sojus 22” mit den Kosmonauten Valeri Bikowski und Wladimir Axionow in Kasachstan.

24.9.1976, Freitag

In Salisbury erklärt die rhodesische Regierung ihre Bereitschaft, die Macht innerhalb von zwei Jahren an die schwarze Bevölkerungsmehrheit abzugeben.

Die Kandidaten für die US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen, Gerald Ford (Republikaner) und Jimmy Carter (Demokraten), nehmen in Philadelphia an einer landesweit übertragenen Fernsehdiskussion teil.

Nach Angaben des Parteivorstandes in Bonn hat die Mitgliederzahl der SPD die Millionengrenze überschritten.

25.9.1976, Samstag

In Eindhoven (Niederlande) stellen Wissenschaftler des Philips-Konzerns ein neuartiges Glasfaserkabel vor, das mit Hilfe von Laserstrahlen gleichzeitig rund 350 000 Telefongespräche übertragen kann.

Der Spielfilm “Novecento” von Bernardo Bertolucci wird in Italien beschlagnahmt, da er – so ein Gericht in Salerno – unzüchtige Darstellungen enthält.

Die Besatzung eines sowjetischen Postflugzeuges flüchtet mit ihrer Maschine in den Iran und ersucht in der Teheraner US-Botschaft die Vereinigten Staaten um politisches Asyl.

Brigitte McKenne, eine der Initiatorinnen der Bewegung “Frauen für den Frieden”, wird bei einem Anschlag in der nordirischen Hauptstadt Dublin schwer verletzt.

In Warschau verfügt die polnische Regierung eine Lockerung der Devisenbestimmungen. Polen, die über frei konvertierbare Währungen verfügen, dürfen diese ab sofort im Ausland ausgeben.

26.9.1976, Sonntag

Die am 13. April wegen ihrer Beteiligung an Banküberfällen gegen die Millionärstochter Patricia Hearst verhängte Haftstrafe wird von einem US-amerikanischen Berufungsgericht von 35 auf 7 Jahre verkürzt.

27.9.1976, Montag

Eine US-amerikanische Untersuchung ergibt, dass in den Vereinigten Staaten die Zahl der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze (weniger als 14 300 DM Jahreseinkommen) leben, gegenüber dem Vorjahr um rund 2,5 Mio. auf insgesamt 25,88 Mio. zugenommen hat.

28.9.1976, Dienstag

In Hamburg werden acht Mitglieder der terroristischen Baader-Meinhof-Gruppe zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher legt den Vereinten Nationen den Plan zur Schaffung einer Konvention gegen Geiselnahmen vor. Darin wird u.a. gefordert, auf Forderungen von Terroristen unter keinen Umständen einzugehen.

Laut einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die Pocken nahezu ausgerottet. Es gibt weltweit nur noch sieben Pockenkranke, die unter strenger ärztlicher Aufsicht in Äthiopien leben.

In New York legen die Musiker der Metropolitan-Opera die Arbeit nieder. Das Orchester fordert höhere Löhne und verbesserte Sozialleistungen.

29.9.1976, Mittwoch

Großbritannien ersucht den Internationalen Währungsfonds um einen Kredit in Höhe von rund 9,7 Mrd DM.

Der am 17. September zurückgetretene finnische Ministerpräsident Martti Miettunen bildet eine Minderheitenregierung, die nur über 58 der insgesamt 200 Parlamentssitze verfügt.

In Den Haag verabschiedet das niederländische Parlament ein Gesetz, das Frauen das Recht auf Abtreibung in staatlich anerkannten Kliniken einräumt.

30.9.1976, Donnerstag

US-Präsident Gerald Ford gewährt der Stadt Lake Placid eine Bundeshilfe in Höhe von rund 49 Mio. US-Dollar (115 Mio. DM) zur Finanzierung der Olympischen Winterspiele 1980.

Muhammad Ali (USA) verteidigt in New York seinen Weltmeisterschaftstitel im Schwergewichtsboxen durch einen Punktsieg über seinen Landsmann Ken Norton.