Was geschah im September 1978

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1.9.1978, Freitag

Nach Angaben der Regierung in Salisbury hält die Auswanderung von Teilen der weißen Bevölkerung aus Rhodesien (Simbabwe) weiter an: Im Juli standen 1342 Auswanderern nur 231 Immigranten gegenüber. Viele Weiße fürchten Nachteile durch eine mögliche Machtübernahme der schwarzen Bevölkerungsmehrheit.

In den Schulen der DDR wird das Fach “Wehrunterricht” für die 9. und 10. Klasse eingeführt. Die evangelischen Kirchen in der DDR protestieren energisch gegen die weitere Militarisierung des Erziehungswesens.

2.9.1978, Samstag

Der Direktor des renommierten Prager “Theaters am Geländer”, Jaroslav Chundela, kehrt von einer Reise in den Westen nicht in die CSSR (CSFR) zurück und wird Oberspielleiter am Gelsenkirchener Musiktheater.

Die brasilianische Firma Companiah Hidro Electrica do Sao Francisco erteilt einem europäischen Konsortium Aufträge mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet 500 Mio. DM für den Bau eines Wasserkraftwerks in Ostbrasilien. Deutsche Firmen sollen vor allem Generatoren und Teile der elektrotechnischen Ausrüstung liefern.

Die thailändische Regierung legalisiert die seit Jahren geduldete Prostitution. Die Prostituierten dürfen in Zukunft nur noch in registrierten Bordellen ihrem Gewerbe nachgehen.

3.9.1978, Sonntag

Vor dem Petersdom im Vatikan eröffnet Papst Johannes Paul I. vor einer riesigen Menschenmenge mit einer Messe sein Pontifikat.

Der Süden der Bundesrepublik Deutschland und Teile der Schweiz werden von einem starken Erdbeben erschüttert. Am schwersten betroffen ist die Ortschaft Albstadt-Ebingen in der Schwäbischen Alb. 25 Menschen erleiden Verletzungen. Die Sachschäden betragen mehrere Mio. DM.

Zum Abschluss der Leichtathletik-Europameisterschaft in Prag erringt die 4 x 400-m-Staffel der Bundesrepublik Deutschland die Goldmedaille.

4.9.1978, Montag

Bei einer Luftfahrtschau in Farnborough (Großbritannien) wird die französische “Mirage-2000” erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bei der schwersten Hochwasserkatastrophe, die Indien seit 30 Jahren heimgesucht hat, kommen über 1000 Menschen ums Leben. Nach ungewöhnlich starken Monsunregen treten die Flüsse in der Gangesebene über die Ufer.

5.9.1978, Dienstag

In Rumänien beginnt eine Säuberungswelle innerhalb des Sicherheitsapparates; auch der rumänische Innenminister Teodor Coman wird entlassen. Unmittelbarer Anlass für diese Aktion ist die Flucht von Nicolae Ceausescu Sicherheitsberater Ion Pacepa in die USA.

Die Isländische Zentralbank wertet die isländische Krone im Verhältnis zum US-Dollar um 15% ab. Diese Maßnahme soll die im Lande herrschende Inflation unter Kontrolle bringen und den Export von Fischereiprodukten begünstigen.

Der Jahreskongress des britischen Gewerkschaftsdachverbands TUC stellt im englischen Seebad Brighton die Forderung nach der 35-Stunden-Woche und einer früheren Pensionierung ohne Lohnausfall. Von diesen sozialpolitischen Maßnahmen sei auch ein Abbau der Arbeitslosigkeit zu erwarten. Scharfe Kritik üben zahlreiche Redner an der Lohnpolitik der Labour-Regierung.

6.9.1978, Mittwoch

Der mutmaßliche Terrorist Willy Peter Stoll wird in einem Düsseldorfer Lokal erkannt und von einem Polizeibeamten erschossen, als er beim Festnahmeversuch sofort seine Waffe zieht.

Die kubanische Volleyball-Damenmannschaft erringt in Leningrad (Sankt Petersburg/UdSSR) den Weltmeister-Titel.

In Moskau wird das Ballett “Leda” des französischen Choreographen Maurice Béjart uraufgeführt. Es enthält u.a. Elemente traditioneller japanischer Musik.

Der Stellvertretende Ministerpräsident der VR China, Deng Xiaoping, empfängt 13 japanische Chefredakteure in der Großen Halle des Volkes in Peking und erklärt bei dieser Gelegenheit, dass China die Absicht habe, den 1950 geschlossenen chinesisch-sowjetischen Bündnisvertrag im April kommenden Jahres auslaufen zu lassen.

7.9.1978, Donnerstag

Allen Spekulationen über eine Neuwahl des britischen Unterhauses wegen innenpolitischer Spannungen zum Trotz, gibt Premierminister James Callaghan (Labour) im Rundfunk bekannt, seine Regierung werde im Amt bleiben.

Minister und Mediziner aus 140 Staaten nehmen an der Weltgesundheitskonferenz in Alma Ata (UdSSR) teil, die ein Konzept für eine bessere Gesundheitsvorsorge ausarbeiten soll. Vier Fünftel der Weltbevölkerung sind nicht ausreichend medizinisch versorgt.

Nach Berichten in der britischen Presse ist Keith Moon, der Schlagzeuger der Rock-Gruppe “The Who”, vor wenigen Tagen nach einer Party an einer Überdosis Beruhigungsmittel gestorben.

8.9.1978, Freitag

Nach monatelangen Protesten gegen das Regime von Schah Mohammed Resa Pahlawi wird über Teheran und elf andere iranische Städte das Kriegsrecht verhängt. Wenige Stunden später fordern erbitterte Kämpfe in Teheran nach offiziellen Angaben 97 Todesopfer. Am Vortag war ein Aufruf zum Generalstreik weitestgehend befolgt worden.

In der osttürkischen Stadt Gevas fordert eine blutig ausgetragene Fehde zwischen zwei kurdischen Familien 21 Todesopfer und 30 Schwerverletzte. Grund des Konflikts war der Streit um einen Brunnen, dessen Nutzung jede der beiden Familien für sich beanspruchte.

9.9.1978, Samstag

Nach einem 27:22-Sieg am Vortag verliert die Handball-Nationalmannschaft der Schweiz das zweite Länderspiel in Urdorf gegen Schweden 22:26.

Die Führungsgremien der West-Berliner CDU wählen Richard von Weizsäcker zum Spitzenkandidaten für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus.

10.9.1978, Sonntag

Die Innenminister der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs, der Schweiz, Italiens und Frankreichs vereinbaren auf einer Konferenz in Wien eine engere Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung.

Griechenlands Außenminister Georgios Rallis beendet einen offiziellen sechstägigen Besuch in Moskau. Es ist der erste Besuch eines Mitglieds der griechischen Regierung in der Sowjetunion seit dem Zweiten Weltkrieg.

Nach Angaben westlicher Experten in Nikosia (Zypern) ist die Erdölförderung im Nahen Osten in den ersten vier Monaten des Jahres um 7,6% zurückgegangen, am stärksten in Saudi-Arabien mit 17,2%.

Die EG-Mitgliedsstaaten beschließen auf einer Konferenz in Brüssel ein fünfjähriges Programm zur Klima- und Wetterforschung, das sich vor allem mit den Ursachen von klimatischen Veränderungen auf der Erde befassen soll.

Das indische Parlament verabschiedet ein Gesetz, das die strafrechtliche Verfolgung von Eltern vorsieht, die ihre Kinder bereits in jugendlichem Alter verheiraten.

Beim Automobilpreis von Italien im Autodrom von Monza kommt es kurz nach dem Start zu einem Massenzusammenstoß. Der Wagen des Schweden Ronnie Peterson geht in Flammen auf. Peterson erliegt bald darauf seinen Verletzungen.

Die Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland wird mit einem 3:2-Sieg über Holland in Hannover erneut Hockey-Europameister.

Jimmy Connors (USA) gelingt im Finale der US-Open im neuen New Yorker Tenniszentrum Flushing Meadow mit einem 6:4, 6:2, 6:2-Sieg über den Schweden Björn Borg die Revanche für die Niederlage in Wimbledon.

11.9.1978, Montag

Zu einem fünftägigen Staatsbesuch der Bundesrepublik Deutschland trifft Syriens Präsident Hafis Al Asad in Bonn ein.

Theologen der altorientalischen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche suchen bei der 4. ökumenischen Konsultation Möglichkeiten für eine Wiedervereinigung.

Der Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, Dieter Haack (SPD), trifft in Ost-Berlin mit seinem DDR-Amtskollegen Wolfgang Junker zu einem Meinungsaustausch über Fragen des Städtebaus zusammen. Es ist das erste offizielle Gespräch auf Ministerebene zwischen beiden deutschen Staaten.

12.9.1978, Dienstag

17 somalische Offiziere, die sich am versuchten Putsch gegen Präsident Siad Barre beteiligt hatten, werden zum Tode verurteilt. 74 Angeklagte erhalten Haftstrafen.

In der kanadischen Provinz Saskatchewan entdecken Geologen eines der größten Uranvorkommen der Welt mit einer Konzentration von mehr als 2% Uran.

Im Rahmen einer Welttournee verliert der nordamerikanische Fußballmeister Cosmos New York 7:1 gegen Bayern München.

13.9.1978, Mittwoch

Die Bundesregierung weigert sich, den Exilkroaten Stepan Bilandzic an Jugoslawien auszuliefern. Zuvor erklärte das Oberlandesgericht Frankfurt eine Auslieferung für unzulässig. Das Oberlandesgericht Köln dagegen hatte der Bundesregierung die Entscheidung freigestellt.

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe teilt mit, dass in Wiesbaden ein großes Waffenlager der Terrororganisation “Revolutionäre Zellen” entdeckt und mehrere Personen festgenommen worden sind.

Corrado Alunni, meistgesuchtes Mitglied der italienischen Terrororganisation “Rote Brigaden” wird in Rom festgenommen. Er wird beschuldigt, an der Entführung und Ermordung Aldo Moros beteiligt gewesen zu sein.

In Freiburg im Breisgau wird der 85. Deutsche Katholikentag eröffnet.

14.9.1978, Donnerstag

Mit 3:15 Minuten Vorsprung auf Francisco Galdos (Spanien) gewinnt der italienische Rad-Profi Francesco Moser die über sieben Etappen führende Katalonien-Radrundfahrt.

Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) und Frankreichs Präsident Valéry Giscard d’Estaing treffen in Aachen zu Konsultationen zusammen. Hauptthema der Unterredung ist die Gründung eines Europäischen Währungssystems (EWS).

Der nicaraguanische Präsident Anastasio Somoza Debayle verhängt aufgrund anhaltender Unruhen das Kriegsrecht über das ganze mittelamerikanische Land.

Die portugiesische Regierung unter Ministerpräsident Alfredo J. Nobre da Costa wird 17 Tage nach ihrer Vereidigung gestürzt.

15.9.1978, Freitag

Österreich und die Schweiz beschließen bei einem Besuch von Bundesrat Rudolf Gnägi in Wien eine begrenzte Zusammenarbeit in Militär- und Rüstungsaufgaben.

Die norwegische Regierung beschließt in Oslo einen allgemeinen Preisstopp. Die Löhne werden bis Ende 1979 eingefroren, um die Inflation zu bekämpfen.

In New Orleans holt sich Muhammad Ali mit einem Punktsieg über Titelverteidiger Leon Spinks den WM-Titel aller Klassen zurück und durchbricht als erster Boxer die Regel “They never come back” zum zweiten Mal.

In London wird die Deutsche Astrid Proll festgenommen. Sie zählt zu den am meisten gesuchten mutmaßlichen RAF-Terroristen.

16.9.1978, Samstag

Eine Solidaritätskonferenz von 132 Staaten und Organisationen der sog. Dritten Welt in Addis Abeba (Äthiopien) befürwortet die Politik der Sowjetunion und verurteilt den “Imperialismus” der westlichen Industriestaaten und der Volksrepublik China.

Wegen schwerwiegender technischer Probleme werden die Flüge des sowjetischen Überschall-Passagierflugzeugs “TU-144” eingestellt.

Bei einem Erdbeben im Nordosten des Iran kommen rund 25 000 Menschen ums Leben. Die Stadt Tabas und 40 Dörfer werden zerstört.

17.9.1978, Sonntag

In Falkenstein in der DDR verbrennt sich während eines Gottesdienstes der 41-Jährige Pfarrer Rolf Günther.

Die Springreiter-Equipe der Schweiz gewinnt beim CSIO im österreichischen Laxenburg den Nationenpreis vor der Bundesrepublik Deutschland und Großbritannien.

Die polnischen Bischöfe fordern in einem Hirtenbrief die Abschaffung der vom kommunistischen Regime ausgeübten Zensur.

Die rhodesische Übergangsregierung in Salisbury beschließt, die allgemeine Wehrpflicht auch auf Schwarze zwischen 18 und 50 Jahren auszudehnen.

In Camp David (US-Bundesstaat Maryland) geht eine 13-tägige Nahostgipfelkonferenz zu Ende, bei der sich der ägyptische Präsident Muhammad Anwar As Sadat und der israelische Ministerpräsident Menachem Begin über den Abschluss eines Friedensvertrags zwischen Israel und Ägypten einigen.

18.9.1978, Montag

In Norddeutschland, Hessen und Nordbayern beginnen die Herbstmanöver an denen sich insgesamt 15 000 NATO-Soldaten beteiligen. Es sind die bislang größten Manöver in der Bundesrepublik Deutschland.

Die kanadische Primaballerina Lynn Seymor wird zur Ballettdirektorin der Bayerischen Staatsoper gewählt.

Die größte Buchhandlung der Welt wird in der japanischen Hauptstadt Tokio eröffnet. Eine Million Bände werden hier ständig auf Lager gehalten.

19.9.1978, Dienstag

Die Regierung von Saudi-Arabien weist in Riad das Friedensabkommen von Camp David als für die arabischen Staaten unannehmbar zurück.

Der UN-Sicherheitsrat in New York beschließt, das Mandat der UN-Friedenstruppe im Libanon um weitere vier Monate zu verlängern.

Der Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf wird dem Berliner Publizisten Sebastian Haffner – insbesondere für sein Buch “Anmerkungen zu Hitler” – zuerkannt.

Nach der 1:7-Schlappe gegen Bayern München am 12. September verliert Cosmos New York mit Franz Beckenbauer auch gegen den VfB Stuttgart (1:6).

20.9.1978, Mittwoch

Kardinal Stefan Wyszynski, Primas der katholischen Kirche in Polen, besucht die Bundesrepublik Deutschland. Er nimmt auch an einer Vollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda teil.

Der Nordrhein-Westfälische Landtag wählt den SPD-Landesvorsitzenden Johannes Rau mit 104 gegen 95 Stimmen zum neuen Ministerpräsidenten. Rau ist Nachfolger von Heinz Kühn, der nach 12-Jähriger Amtszeit zurückgetreten ist.

Der südafrikanische Premierminister Johannes B. Vorster tritt nach zwölf Jahren von seinem Amt zurück.

Die “Goldene Muschel” der internationalen Filmfestspiele in San Sebastian (Spanien) wird dem Streifen “Alambrista”, einem Film von Robert Young über illegale Gastarbeiter in den USA, zugesprochen.

21.9.1978, Donnerstag

Auf einer Gipfelkonferenz in Damaskus (Syrien) üben die Regierungsvertreter von Algerien, Libyen, Südjemen, Syrien und Abgesandte der PLO scharfe Kritik am Abkommen von Camp David zwischen Ägypten und Israel.

Der französische Ministerrat beschließt eine Rettungsaktion zugunsten der Stahlindustrie, die dadurch praktisch verstaatlicht wird.

Die Komödie “Bräker” des schweizerischen Schriftstellers Herbert Meier wird am Zürcher Schauspielhaus uraufgeführt.

22.9.1978, Freitag

In Peking wird das Protokoll eines langfristig angelegten Kreditgeschäftes zwischen China und mehreren bundesdeutschen Firmen mit einem Volumen von acht Milliarden DM unterzeichnet. Es ist das erste Mal, dass China mit einem westlichen Land ein Geschäft auf Kreditbasis in dieser Höhe abschließt.

Das Mekongdelta im Süden Vietnams wird von einer schweren Überschwemmungskatastrophe heimgesucht.

23.9.1978, Samstag

Die Organisation der amerikanischen Staaten (OAS) fordert bei einer Zusammenkunft in Washington Nicaragua zu einer friedlichen Lösung seiner Probleme auf.

Die kenianische Einheitspartei Kanu nominiert Daniel Arap Moi als Nachfolger des verstorbenen Präsidenten Kenyatta.

Der 1. Preis für dramatische Werke beim 30. Wettbewerb um den Prix Italia wird dem ARD-Film “Weissmann und Rotgesicht” von George Tabori zugesprochen.

24.9.1978, Sonntag

Die am 21. September zusammengetretene Gipfelkonferenz der arabischen Staaten, die das Friedensabkommen von Camp David zwischen Ägypten und Israel ablehnen, beschließt in der syrischen Hauptstadt Damaskus eine engere Anlehnung an die Sowjetunion.

Der französische Radprofi Bernard Hinault gewinnt in Cannes (Frankreich) mit 56 Sekunden Vorsprung auf Francesco Moser (I) das Einzelzeitfahren um den Grand Prix des Nations.

Sieger der Automobilrallye quer durch Südamerika (25 000 km) werden die Briten Andrew Cowan und Colin Malkin auf einem Mercedes 450 SLC.

Nach einer Schießerei in einem Wald bei Dortmund wird die mutmaßliche Terroristin Angelika S. festgenommen.

Die Schweizer Stimmbürger entscheiden sich für die Schaffung des neuen Kantons Jura.

25.9.1978, Montag

Das Exekutivkomitee des Weltkirchenrats verteilt insgesamt 434 000 US-Dollar aus dem Sonderfonds für die Bekämpfung des Rassismus. Den größten Betrag erhält die schwarze Befreiungsbewegung SWAPO in Namibia.

Ein Zusammenstoß zwischen einer Boeing 727 und einem Sportflugzeug über San Diego (US-Bundesstaat Kalifornien) fordert 150 Todesopfer.

26.9.1978, Dienstag

Die chinesische Regierung beordert eine Delegation aus der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi zurück, nachdem Verhandlungen über die Beilegung der zwischenstaatlichen Spannungen zu keiner Annäherung der Standpunkte geführt haben.

27.9.1978, Mittwoch

In Indonesien werden rund 1300 politische Gefangene freigelassen, die seit dem gescheiterten kommunistischen Aufstand von 1965 zumeist ohne Gerichtsverfahren inhaftiert waren. Ein Regierungssprecher teilt mit, dass im Lauf des Jahres 1978 bereits mehrere tausend politische Gefangene entlassen worden seien.

28.9.1978, Donnerstag

Die regierende weiße Nationalpartei wählt in Pretoria den bisherigen Verteidigungsminister Pieter Willem Botha zum neuen Premierminister von Südafrika. Botha tritt die Nachfolge des zurückgetretenen Balthazar J. Vorster an.

29.9.1978, Freitag

Im Vatikan stirbt Papst Johannes Paul I., der erst vor rund vier Wochen sein Pontifikat angetreten hatte.

30.9.1978, Samstag

Die südpazifische Inselgruppe Tuvalu wird von der früheren Kolonialmacht Großbritannien in die Unabhängigkeit entlassen.