Was geschah im September 1989

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1.9.1989, Freitag

In einer Sondersitzung zum 50. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs verabschiedet der Deutsche Bundestag einen Entschließungsantrag, in dem sich alle Parteien zum Warschauer Vertrag von 1970 und zur weiteren Aussöhnung mit Polen bekennen.

Als Staatspräsident Panamas wird Francisco Rodriguez, der bisherige Präsident des Rechnungshofes, vereidigt. Die regulären Präsidentenwahlen am 7. Mai, für die die Opposition den Sieg in Anspruch nahm, sind annulliert worden.

Der 60-Jährige Walter Tröger wird Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees. Er löst Berthold Beitz ab, der wegen Erreichens der Altersgrenze mit 75 Jahren aus dem Gremium ausgeschieden ist.

Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik werden in West-Berlin leerstehende Wohnungen beschlagnahmt. Darin sollen DDR-Flüchtlinge untergebracht werden.

2.9.1989, Samstag

Die Nicaraguanische Oppositionsunion (UNO), ein Bündnis von 14 Parteien, nominiert die parteilose Verlegerin Violeta Barrios de Chamorro zu ihrer Präsidentschaftskandidatin für die Wahlen am 25. Februar 1990.

3.9.1989, Sonntag

Eine kubanische Iljuschin 62 rast beim Start in Havanna über die Rollbahn hinaus. Alle 126 Flugzeuginsassen sowie 45 Bewohner einer Wohnsiedlung kommen ums Leben.

Aus dem Westberliner Schloss Charlottenburg werden zwei Gemälde von Carl Spitzweg, “Der arme Poet” und “Der Liebesbrief”, geraubt.

Zwei Jahre nach seiner Rückkehr in den internationalen Motorsport erringt Mercedes die Weltmeisterschaft bei den Sportwagen.

4.9.1989, Montag

Auf der 9. Gipfelkonferenz der Bewegung der Blockfreien in Belgrad erheben die Delegierten Vorwürfe gegen die für die Entwicklungsländer ruinöse Finanzpolitik der hochindustrialisierten Staaten.

Bei der Parlamentswahl in Belize erringt die sozialdemokratische PUP 15 der 28 Sitze. Ihr Vorsitzender George Price löst den Konservativen Manuel Esquivel als Regierungschef ab.

Beim bisher größten Geldraub in Hamburg erbeuten die Täter in der Sicherheitsschleuse eines Kaufhauses aus einem Geldtransporter 6,9 Mio. DM.

In Lausanne stirbt 86jährig der belgische Kriminalschriftsteller Georges Simenon, Erfinder des Kommissar Maigret.

5.9.1989, Dienstag

US-Präsident George Bush legt einen umfassenden Plan zur nationalen und internationalen Bekämpfung des Drogenhandels und -konsums vor.

Das Bundesarbeitsgericht in Kassel veröffentlicht drei Grundsatzentscheidungen, wonach auch Witwer Anspruch auf Hinterbliebenenrente aus der betrieblichen Altersversorgung ihrer verstorbenen Ehefrau haben.

Der Führer der polnischen Gewerkschaft “Solidarität”, Lech Walesa, trifft zu einem viertägigen Besuch in der Bundesrepublik ein.

6.9.1989, Mittwoch

Bei vorgezogenen Parlamentswahlen in den Niederlanden behaupten sich die Christdemokraten von Ministerpräsident Ruud Lubbers als stärkste Partei.

Die Nationalpartei von Staatspräsident Frederik Willem De Klerk muss bei den Wahlen in Südafrika schwere Verluste hinnehmen, behält aber die absolute Mehrheit.

Alle Mitarbeiter der US-Botschaft in Beirut werden nach antiamerikanischen Protesten der Christen “vorübergehend” nach Zypern evakuiert.

Der niedersächsische Landtagsabgeordnete Kurt Vajen (CDU) erklärt seinen Austritt aus der Unionsfraktion. Er kommt damit einem Ausschluss zuvor. Vajen werden u.a. Kontakte zu den rechtsextremistischen Republikanern vorgeworfen.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt in Dublin gegen Irland 1:1. In Reykjavik schlägt die DDR-Elf Island 3:0.

7.9.1989, Donnerstag

DDR-Sicherheitskräfte verhindern auf dem Ostberliner Alexanderplatz eine Demonstration gegen die mutmaßlichen Fälschungen bei der Kommunalwahl am 7. Mai. Mindestens 40 Menschen werden festgenommen.

Ein Kommando der irischen Terrororganisation IRA erschießt in Dortmund die deutsche Frau eines britischen Soldaten.

8.9.1989, Freitag

In Frankfurt am Main beginnt ein zweitägiger Kongress des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS), in dessen Verlauf Uwe Friesel zum neuen Vorsitzenden gewählt wird.

Beim Absturz einer norwegischen Chartermaschine über dem Skagerrak kommen alle 55 Insassen ums Leben.

In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires protestieren rund 100 000 Menschen gegen die geplante Amnestie für Militärs, die wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilt worden waren.

Bundeswirtschaftsminister Helmut Haussmann gibt seine mit mehreren Auflagen verbundene Erlaubnis für die umstrittene Fusion zwischen der Daimler-Benz AG und dem Luftfahrtkonzern MBB.

9.9.1989, Samstag

Der seit November 1988 amtierende algerische Regierungschef Kasdi Merbah wird von Staatspräsident Chadli Bendjedid abgelöst, weil er wirtschaftliche und soziale Reformen nur schleppend verwirkliche. Zum neuen Ministerpräsidenten wird Mouloud Hamrouche ernannt.

In New London/US-Bundesstaat Connecticut werden sechs Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace festgenommen. Sie hatten versucht, die Einweihungszeremonie für das Atom-U-Boot “Pennsylvania” zu stören.

10.9.1989, Sonntag

Der Bundesvorstand der Republikaner enthebt den Berliner Parteivorsitzenden, Bernd Andres, und zwei seiner Stellvertreter ihrer Ämter. Ihnen werden Machtmissbrauch und Missachtung demokratischer Grundsätze vorgeworfen.

Bei einem Schiffsunglück auf der Donau nahe dem rumänischen Galati kommen 161 Menschen ums Leben.

Die internationalen Tennismeisterschaften der USA in Flushing Meadow enden mit Siegen für Boris Becker und Steffi Graf.

Bei den Ruderweltmeisterschaften in Jugoslawien holt der bundesdeutsche Achter die Goldmedaille.

Den Großen Preis von Italien für Formel-1-Fahrer holt sich in Monza der Franzose Alain Prost auf McLaren.

11.9.1989, Montag

Die linksgerichteten Rebellen in El Salvador verkünden wegen der am 13. September beginnenden Gespräche mit der Regierung eine einseitige Feuerpause.

Das Wuppertaler Schwurgericht verurteilt eine als “Todesengel” bekanntgewordene Krankenschwester wegen fünffachen Totschlags und fahrlässiger Tötung zu elf Jahren Haft.

In Grünheide bei Berlin gründet sich die DDR-Reformbewegung “Neues Forum”.

Der sowjetische Reformpolitiker Boris Jelzin trifft zu einem achttägigen Besuch in den USA ein. Im Verlauf der Gespräche wirft er dem sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow vor, sich mit halben Maßnahmen und Kompromissen zu begnügen und so die schwere Krise der UdSSR mitverschuldet zu haben.

Die regierenden Sozialdemokraten und die oppositionellen Konservativen erleiden bei der Parlamentswahl in Norwegen eine schwere Niederlage.

Ungarn öffnet seine Westgrenze für DDR-Flüchtlinge.

12.9.1989, Dienstag

Anton Lubowski, das einzige weiße Führungsmitglied der namibischen Befreiungsorganisation SWAPO, fällt in Windhuk einem politischen Mord zum Opfer.

Auf dem CDU-Bundesparteitag in Bremen wird Bundeskanzler Helmut Kohl mit dem schlechtesten Ergebnis seiner 16-Jährigen Amtszeit als Parteivorsitzender wiedergewählt.

13.9.1989, Mittwoch

Der überschuldete Handelskonzern co op AG stellt beim Amtsgericht Frankfurt am Main Vergleichsantrag.

Wegen verbotener Absprachen bei Ausschreibungen verhängt das Bundeskartellamt gegen 47 Unternehmen der Heizungs-, Klima-, Lüftungs- und Sanitärbranche und deren verantwortliche Mitarbeiter Bußgelder in Höhe von insgesamt 54 Mio. DM.

14.9.1989, Donnerstag

In Frankfurt am Main eröffnet Bundespräsident Richard von Weizsäcker die 53. Internationale Automobilausstellung.

Das monumentale Bauernkriegspanorama des DDR-Malers Werner Tübke wird im thüringischen Bad Frankenhausen der Öffentlichkeit übergeben.

15.9.1989, Freitag

Zum Abschluss der internationalen Filmfestspiele in Venedig wird der Goldene Löwe an den Film “Stadt der Trauer” des Taiwanesen Hou Hsiao-hsien vergeben.

Die Deutsche Lufthansa und die Air France vereinbaren eine enge Zusammenarbeit in wichtigen Geschäftsbereichen.

DDR-Volkskammerpräsident Horst Sindermann lädt eine SPD-Delegation kurzfristig von einem Besuch in Ost-Berlin wieder aus, weil die Visite nicht den “Zielen des Dialogs im Interesse des Friedens, der Sicherheit und der gleichberechtigten Zusammenarbeit” diene.

16.9.1989, Samstag

In Budapest wird die “Bewegung für ein Demokratisches Ungarn” gegründet. Zwei Tage später unterzeichnen Kommunistische Partei und Opposition ein Dokument, das der Opposition im Parlament bis zu Wahlen ein Mitspracherecht bei wichtigen Fragen zusichert.

In Ostchina fordert der schwerste Taifun seit 27 Jahren mindestens 162 Menschenleben.

Der CDU-Politiker Bruno Heck, von 1966 bis 1971 erster Generalsekretär seiner Partei, stirbt 72jährig in Blaubeuren.

17.9.1989, Sonntag

Mit Kriegstänzen vor dem Präsidentenpalast in Brasilia protestieren 300 Indios gegen das Eindringen von 40 000 Goldsuchern in ihren Lebensraum im Amazonas-Gebiet. Die schwerbewaffneten Goldsucher verdrängen die etwa 9000 Yanomami und zerstören den Regenwald. Staatschef José de Ribamar Sarney lehnt ein Gespräch mit den Demonstranten ab.

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe beschließt, auch künftig als einzige der 17 Mitgliedskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) keine Pastorinnen zuzulassen.

18.9.1989, Montag

Ungarn und Israel nehmen nach 22-Jähriger Unterbrechung wieder diplomatische Beziehungen auf. Ungarn hatte nach dem Nahostkrieg 1967 die Beziehungen abgebrochen.

In Burkina Faso wird ein Putschversuch gegen Staatspräsident Blaise Campaoré vereitelt. Die mutmaßlichen Aufrührer, die beiden Stellvertreter des Präsidenten, werden verhaftet und am nächsten Tag hingerichtet.

19.9.1989, Dienstag

Anlässlich einer Aktionswoche zur Abschaffung der Todesstrafe teilt die Gefangenenhilfsorganisation Amnesty International in London mit, dass 1989 bisher weltweit mindestens 1600 Todesurteile vollstreckt worden seien, davon 1200 im Iran.

Eine französische Linienmaschine explodiert auf dem Flug vom Tschad nach Paris über Niger in der Luft. Alle 171 Insassen werden getötet. Ursache war vermutlich ein Bombenanschlag.

Papst Johannes Paul II. schaltet sich erstmals in den Streit um das Karmeliterinnenkloster neben dem ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz im heutigen Polen ein und ordnet an, die Nonnen sollten sich an anderer Stelle niederlassen.

Der australische Medienkonzern Qintex übernimmt für eine Summe von 1,5 Mrd. US-Dollar (2,6 Mrd. DM) die US-Filmgruppe Metro-Goldwyn-Mayer/United Artists.

In Düsseldorf wird als Weltverband des Behindertensports das Internationale Paralympische Komitee gegründet.

20.9.1989, Mittwoch

Eine LKW-Blockade am Brenner, die seit dem 12. September lange Staus ausgelöst hat, wird beendet, nachdem Italien neue Verhandlungen mit Österreich über das Transitabkommen zugesagt hat.

Durch den schlimmsten Waldbrand in der Geschichte Israels wird der mit 800 ha größte Naturwald des Landes auf dem Berg Karmel bei Haifa fast völlig vernichtet. Araberorganisationen bekennen sich dazu, den Brand gelegt zu haben.

21.9.1989, Donnerstag

Die kolumbianische Justizministerin Monica de Greiff, die ihr Amt erst am 16. Juli übernahm, reicht aus Angst vor der Drogen-Mafia ihren Rücktritt ein.

Der Wirbelsturm Hugo richtet im Südosten der USA schwere Schäden an.

Der Schweizer Radamateur Beat Meister stellt in Stuttgart mit 2:10:08,287 h einen Weltrekord über 100 km auf gedeckten Bahnen auf.

22.9.1989, Freitag

Durch einen Anschlag der irischen Untergrundorganisation IRA auf eine Musikschule der britischen Armee im südenglischen Deal kommen elf Soldaten ums Leben.

Der Anfang 1981 gegründete, mit der Verhängung des Kriegsrechts im Dezember 1981 aber verbotene Unabhängige Studentenverband Polens wird wieder zugelassen.

Im Alter von 101 Jahren stirbt der US-amerikanische Unterhaltungskomponist Irving Berlin in New York. Er schrieb u.a. den Schlager “White Christmas” und die Musik zu dem Musical “Annie Get Your Gun”.

23.9.1989, Samstag

Albert Batzill (Schliersee) und Peter Lang (Immenstadt) werden vor Alassio/Italien Segelweltmeister in der Flying-Dutchman-Klasse.

Die US-amerikanische Tierschutzorganisation “Friends of Animals” berichtet, dass in Alaska ein massenhafter Abschuss von Walrossen begonnen habe. Den Wilderern gehe es um die Elfenbeinzähne der Tiere.

Nach sechs Monaten heftiger Kämpfe verkünden die Bürgerkriegsparteien im Libanon einen Waffenstillstand.

24.9.1989, Sonntag

In Gesprächen mit US-Außenminister James Baker im US-Bundesstaat Wyoming äußert der sowjetische Außenminister Eduard Schewardnadse die Bereitschaft seiner Regierung zu einer Halbierung der Zahl der Interkontinentalraketen, ohne den Verzicht der USA auf eine weltraumgestützte Raketenabwehr (SDI) zu verlangen.

In Paris gründen Exil-Chinesen aus 16 Staaten eine Vereinigung für Demokratie in China. Zu ihrem Vorsitzenden wählen sie Yan Jiaqi, den Berater des im Frühjahr gestürzten Parteichefs Zhao Ziyang.

Das Theaterstück “Sanierung” des tschechischen Dramatikers Václav Havel wird am Zürcher Schauspielhaus uraufgeführt.

25.9.1989, Montag

In der Sowjetrepublik Moldawien gehen nach über vier Wochen die Proteststreiks gegen die Einführung des Moldawischen als Staatssprache zu Ende.

Das DDR-Bezirksgericht Rostock verurteilt den ehemaligen Angehörigen des NS-Werkschutzes Jakob Holz zu lebenslänglicher Haft. Holz war an der Ermordung von 28 jüdischen Zwangsarbeitern beteiligt.

Die Genfer Untersuchungsrichterin Claude-Nicole Nardin veröffentlicht den abgeschlossenen Untersuchungsbericht zum Tode des ehemaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel in Genf, in dem sie von einem Selbstmord ausgeht. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht. Die Familie Barschels legt am 2. Oktober Widerspruch ein.

Micha Guttmann wird zum neuen Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland gewählt.

Der belgische König Baudouin weiht an der Schelde die größte Schleuse der Welt ein. Der 500 m lange, 68 m breite und 13,5 m tiefe Bau soll die Zufahrt zum Hafen von Antwerpen verbessern.

26.9.1989, Dienstag

In Athen wird der Sprecher der konservativen Nea Demokratia, Pavlos Bakojannis, von Angehörigen der linksextremen Terrororganisation “17. November” ermordet.

Das ungarische Parlament verkündet, dass von sofort an alle Bürger des Landes ungehindert ins Ausland reisen dürfen.

Vietnam beendet nach eigenen Angaben den Abzug seiner letzten 26 000 Soldaten aus Kambodscha. China und die Roten Khmer behaupten, rund 12 000 Mann seien zurückgeblieben.

27.9.1989, Mittwoch

Slowenien beschließt Verfassungsänderungen, die der Teilrepublik u.a. das Recht einräumen, sich von Jugoslawien abzuspalten und alternativen politischen Bewegungen mehr Rechte einzuräumen.

Der tunesische Regierungschef Hedi Baccouche wird wegen Differenzen mit Staatspräsident Zine el Abidine Ben Ali über Wirtschaftsfragen entlassen. Neuer Ministerpräsident wird Hamed Karoui.

Nach etwa zehnjähriger Bauzeit wird in Japan die weltweit zweitgrößte Hängebrücke, über die Bucht von Yokohama, eingeweiht.

28.9.1989, Donnerstag

Ein Untersuchungsausschuss des südkoreanischen Parlaments stellt fest, dass allein seit Jahresbeginn 25 Soldaten von ihren Vorgesetzten totgeprügelt wurden, seit 1980 seien es insgesamt 283 gewesen.

Der philippinische Ex-Präsident Ferdinand Marcos stirbt 72jährig im Exil in Honolulu.

Die ÖTV-Chefin Monika Wulf-Mathies spricht sich aus Umweltgründen für eine Einschränkung des Parkplatzangebots in Innenstädten aus.

29.9.1989, Freitag

Die alliierten Luftfahrtattachés genehmigen die Streichung von rund 7% der Flüge von und nach West-Berlin. Der Senat hat die Kürzung aus Gründen des Umweltschutzes verlangt.

Die US-amerikanische Kongressbibliothek ernennt 25 Filmklassiker, darunter “Casablanca”, “High Noon” und “Manche mögen’s heiß”, zu nationalen Schätzen. Die Aktion geht auf eine Initiative einiger Regisseure zurück, die kulturhistorisch wertvolle Filme vor nachträglichen Veränderungen, etwa einer Kolorierung, schützen wollen.

30.9.1989, Samstag

Die über 6000 ausreisewilligen DDR-Bürger, die sich in den Botschaften der Bundesrepublik in Prag und Warschau aufgehalten haben, werden von der DDR “ausgewiesen” und dürfen nach Westdeutschland ausreisen.

Erfolgreichste Nation bei den Boxweltmeisterschaften der Amateure in Moskau ist die UdSSR mit fünf Titeln. Für die Bundesrepublik holten der Berliner Sven Ottke im Mittelgewicht und der Freiburger Bert Teuchert im Schwergewicht je einmal Bronze.

Chroniknet