Schlagzeilen und Ereignisse zu Ahmet Davutoğlu

10.10.2009

Die Außenminister der Türkei und Armeniens, Ahmet Davutoglu und Edward Nalbandian, unterzeichnen in Zürich zwei Protokolle zur Normalisierung des Verhältnisses zwischen beiden Staaten. Sie sehen die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und eine Öffnung der seit 1993 wegen des Konflikts um die Kaukasus-Enklave Berg-Karabach geschlossene Grenze sowie eine gemeinsame Untersuchung des Schicksals der osmanischen Armenier in den Jahren 1915 und 1916 vor.

13.10.2011

Im Beisein von Bundesaußenminister Guido Westerwelle und seines türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoglu wird in Istanbul auf dem Gelände der alten Residenz des deutschen Botschafters die Künstlerakademie »Villa Tarabya« eröffnet.

27.8.2014

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu wird auf einem Sonderparteitag der regierenden AKP zum Parteichef gewählt. Am folgenden Tag erhält er vom gerade vereidigten Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan den Auftrag zur Regierungsbildung.

3.1.2015

Istanbul/Türkei: Erstmals seit Gründung der Türkischen Republik 1923 entscheidet Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu nach einem Treffen mit Kirchenvertretern, dem Neubau einer Kirche zuzustimmen. Das Gotteshaus der Minderheit der aramäisch-assyrischen Christen soll im Istanbuler Stadtteil Yeşilköy entstehen und durch eine Stiftung finanziert werden.

7.6.2015

Ankara/Türkei: Bei der Parlamentswahl in der Türkei verliert die regierende konservative Adalet ve Kalkınma Partisi (AKP) von Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu ihre absolute Parlamentsmehrheit. Zudem gilt die Wahl als Niederlage von Staatspräsident Recep Erdoğan (AKP), der im Vorfeld Pläne für eine Änderung der Regierungsform von einer parlamentarischen Republik zu einem präsidentiellen Regierungssystem ankündigt hat. Erstmals zieht die sozialistische Halkların Demokratik Partisi (HDP) ins Parlament ein. Zuwächse verzeichnet auch die rechtsextreme Milliyetçi Hareket Partisi (MHP).

18.8.2015

Ankara/Türkei: Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu scheitert mit der Bildung einer Koalitionsregierung und gibt seinen Auftrag an den türkischen Präsidenten zurück. Neuwahlen werden wahrscheinlicher.

1.11.2015

Ankara/Türkei: Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in der Türkei kann die Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) mit Ahmet Davutoğlu und die vom heutigen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan gegründet wurde, die absolute Mehrheit der Parlamentsmandate zurückerobern. Zweitstärkste Kraft wird die kemalistisch-linke Republikanische Volkspartei (CHP). Knapp die 10-Prozent-Sperrklausel überwinden können die rechtsextreme Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) und die prokurdische Demokratische Partei der Völker (HDP), die beide massiv Wähler an die AKP verlieren. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse kommt es in der Kurdenhochburg Diyarbakır im Südosten des Landes zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.

5.5.2016

Ankara/Türkei:
Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu kündigt seinen Rücktritt als Partei- und Regierungschef an. Auf dem Sonderparteitag der regierenden Adalet ve Kalkınma Partisi (AKP) am 22. Mai 2016 will Davutoğlu nicht erneut kandidieren.