Schlagzeilen und Ereignisse zu Ahmet Necdet Sezer

5.5.2000

Ankara: Das türkische Parlament wählt im dritten Wahlgang den Vorsitzenden des Verfassungsgerichtes Ahmet Necdet Sezer zum neuen Staatspräsidenten. Sezer tritt die Nachfolge von Staatsprasident Süleyman Demirel an, dessen siebenjährige Amtszeit am 16. Mai endet.

22.2.2001

Ankara: Die Türkei gibt auf Grund einer schweren Finanzkrise den Wechselkurs dertürkischen Lira frei und ermöglicht damit eine Abwertung der Landeswährung. Vorangegangen war der jüngsten Krise an den Finanzmärkten ein heftiger Streit zwischen Ministerpräsident Bülent Ecevit und Staatspräsident Ahmet Necdet Sezer über die Bekämpfung der Korruption.

27.4.2002

Ankara : In der Türkei legt Staatspräsident Ahmet Necdet Sezer sein Veto gegen ein Amnestiegesetz ein, das zwei Tage zuvor vom Parlament verabschiedet worden war. Zur Begründung sagt Sezer, die Vorlage sei nur von der absoluten Mehrheit der Abgeordneten gebilligt worden. Notwendig sei jedoch eine Zweidrittelmehrheit. Wegen der Überfüllung der türkischen Gefängnisse soll das Gesetz denjenigen Häftlingen eine vorzeitige Entlassung ermöglichen, die zu Gefängnisstrafen von mehr als zehn Jahren verurteilt wurden. Ausgenommen sind Gefangene, die wegen Terrorismus oder Hochverrat einsitzen.

27.12.2002

Ankara: Das türkische Parlament votiert ein zweites Mal für Verfassungsänderungen, damit Recep Tayyip Erdogan von der Regierungspartei AKP bei Nachwahlen im Februar 2003 Abgeordneter und dann Premier werden kann. Gegen das erste Votum hatte Präsident Ahmet Necdet Sezer sein Veto eingelegt.

11.3.2003

Ankara: Der türkische Präsident Ahmet Necdet Sezer beauftragt den Chef der konservativ-islamischen Regierungspartei AKP, Recep Tayyip Erdogan, mit der Bildung eines neuen Kabinetts. Vorher hatte Erdogans Parteifreund Abdullah Gül erwartungsgemäß seinen Rücktritt als Ministerpräsident eingereicht. Erdogan hatte zwei Tage zuvor in einer Nachwahl einen Sitz im Parlament gewonnen. Dem wegen Volksverhetzung vorbestraften Erdogan war bei der Wahl im November 2002 eine Kandidatur noch untersagt worden.