Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Andreas Baader (12)

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3.4.1968

Mit vier selbstgebastelten Zeitbomben werden zwei Frankfurter Kaufhäuser in Brand gesteckt. Es entsteht Sachschaden in Höhe von über 2 Millionen DM. Die Brandstifter, Andreas Baader (24), Thorwald Proll (26), Horst Söhnlein (25) und Gudrun Ensslin (27), sind radikalisierte Mitglieder der Außerparlamentarischen Opposition und verstehen sich als politische Täter.

31.10.1968

Im Frankfurter Brandstifterprozess gegen Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Söhnlein und Thorwald Proll werden die Angeklagten zu je drei Jahen Zuchthaus verurteilt. Sie werden für schuldig befunden, am 2. April im Frankfurter Kaufhaus Schneider Feuer gelegt zu haben. Unter den Zuhörern im Gerichtssaal kommt es zu Tumulten.

14.5.1970

In Berlin (West) wird Andreas Baader, der am 14. Mai 1968 wegen Kaufhausbrandstiftung in Frankfurt am Main zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, gewaltsam aus der Haft befreit.

21.5.1971

In Berlin (West) werden im Prozess um die gewaltsame Befreiung des mutmaßlichen Terroristen Andreas Baader die Urteile verkündet.

1.6.1972

In Frankfurt am Main werden drei führende Mitglieder der Baader-Meinhof-Gruppe festgenommen. Es handelt sich dabei um Andreas Baader, Holger Meins und Jan-Carl Raspe.

29.11.1974

Ein Westberliner Schwurgericht verurteilt die mutmaßlichen Mitglieder der "Rote-Armee-Fraktion" (RAF), Ulrike Meinhof und Horst Mahler, wegen versuchten Mordes und Gefangenenbefreiung zu acht bzw. 14 Jahren Haft. Sie hatten das RAF-Mitglied Andreas Baader 1970 mit Waffengewalt befreit und dabei einen Justizangestellten verletzt.

4.12.1974

Der französische Schriftsteller und Philosoph Jean-Paul Sartre besucht im Gefängnis Stuttgart-Stammheim den dort einsitzenden mutmaßlichen RAF-Terroristen Andreas Baader.

16.6.1975

Die Rechtsanwälte Klaus Croissant und Christian Ströbele, die vom Prozess in Stuttgart ausgeschlossenen Wahlverteidiger von Andreas Baader, werden verhaftet. Ihnen wird Unterstützung einer kriminellen Vereinigung zur Last gelegt.

19.8.1975

Fast drei Monate nach Beginn des Stuttgarter Prozesses gegen die mutmaßlichen Terroristen Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe wird die Anklageschrift verlesen.

7.10.1976

Im Prozess gegen die mutmaßlichen Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe werden die Strafanträge gestellt.

28.4.1977

Nach fast zweijähriger Verhandlungsdauer verurteilt das Oberlandesgericht Stuttgart die Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe wegen Mordes zu lebenslanger Haft.

18.10.1977

In der Haftanstalt Stuttgart-Stammheim begehen die inhaftierten Terroristen der Rote-Armee-Fraktion, Andreas Baader, Jan-Carl Raspe und Gudrun Ensslin, Selbstmord. In der Sympathisanten-Szene wird das Gerücht verbreitet, die Terroristen seien von der Polizei ermordet worden. In den Tagen darauf werden im Ausland zahlreiche Anschläge gegen deutsche Einrichtungen verübt.

Chroniknet