Schlagzeilen und Ereignisse zu Azali Assoumani

21.1.2002

Moroni: Der Militärmachthaber der Komoren, Azali Assoumani, erklärt seinen Rücktritt. Eine Übergangsregierung unter dem bisherigen Ministerpräsident Hamada Madi soll für den 31. März Wahlen vorbereiten. Assoumani kündigt an, sich an den Präsidentschaftswahlen beteiligen zu wollen. Die vor der ostafrikanischen Küste liegenden Komoren erlebten in den letzten Jahren mehrere Putsche und Putschversuche.

14.4.2002

Moroni: Der frühere Militärmachthaber Azali Assoumani gewinnt die Präsidentschaftswahl auf den Komoren. Nach Angaben der Übergangsregierung erhält Assoumani 75% der Stimmen. Die Wahlbeteiligung liegt offiziell bei 50%. Die beiden Gegenkandidaten von Assoumani, der im April 1999 nach einem Putsch an die Macht gekommen war und am 21. Januar 2002 das Amt des Staatschefs niedergelegt hatte, beklagten Unregelmäßigkeiten bei den Wahlvorbereitungen und hatten zum Wahlboykott aufgerufen.

31.7.2018

Moroni/Komoren:
Bei einem Verfassungsreferendum stimmten nach Angaben der Wahlkommission 92,74 Prozent mit Ja bei einer Wahlbeteiligung von 63,9 Prozent. Danach soll die bisherige Rotation des Präsidentenamtes im Fünf-Jahres-Rhythmus zwischen Bewohnern der drei Hauptinseln Grande Comore (Njazidja), Anjouan (Nzwani) und Mohéli (Mwali) abgeschafft werden und unabhängig von der Herkunft soll der Präsident zwei fünfjährige Amtszeiten lang regieren können. Die Opposition hatte zum Wahlboykott aufgerufen. Sie befürchtet, dass die Verfassungsänderung die Macht von Präsident Azali Assoumani festigen und verlängern soll.

21.10.2018

Mutsamudu/Komoren:
Die Nationalgarde der Komoren (Peloton d'intervention de la Gendarmerie nationale) können einen Rebellenaufstand auf der Insel Anjouan zurückschlagen. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben. Das umstrittene Verfassungsreferendum im Juli 2018 das dem amtierenden Staatspräsidenten Azali Assoumani erlaubt weitere 11 Jahre im Amt zu bleiben und separatistische Bestrebungen führen zu der Krise.