Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Baschar al-Assad (17)

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5.3.2005

Damaskus: Unter steigendem internationalen Druck, vor allem von Seiten der USA, kündigt der syrische Präsident Baschar al-Assad in einer im Fernsehen übertragenen Rede vor dem Parlament in Damaskus einen schrittweisen Abzug der syrischen Truppen aus dem Libanon an. Ein konkretes Datum für den Abzug der rd. 14.000 Soldaten nennt er jedoch nicht.

7.3.2005

Damaskus: Der syrische Präsident Baschar al-Assad und sein libanesischer Amtskollege Emile Lahoud einigen sich bei einem Treffen in Damaskus darauf, bis Ende März die etwa 14 000 im Libanon stationierten syrischen Soldaten zunächst in das ostlibanesische Bekaa-Tal zu verlegen und dann über einen endgültigen Abzug zu entscheiden. In der libanesischen Hauptstadt Beirut demonstrieren mehr als 70000 Menschen gegen die syrische Militärpräsenz.

12.3.2005

Beirut: Syriens Präsident Baschar al-Assad ist nach Angaben des norwegischen UN-Sondergesandten Terje Roed-Larsen zu einem vollständigen Rückzug aller syrischen Soldaten und Geheimagenten aus dem Libanon bereit. Nach Angaben aus Damaskus sind bereits 6000 Soldaten aus dem Norden des Libanon abgezogen worden. Syrien hatte insgesamt 14 000 Soldaten in dem Nachbarland stationiert.

26.4.2005

Rajak: Mit einer Abschiedsparade auf dem libanesischen Luftwaffenstützpunkt Rajak im östlichen Bekaa-Tal endet nach 29 Jahren offiziell die syrische Militärpräsenz im Libanon. Am Tag zuvor hatten der syrische Geheimdienstchef und seine verbliebenen Mitarbeiter die libanesische Grenzstadt Andschar geräumt. Mit dem Rückzug seiner 14 000 Soldaten reagierte Syriens Staatschef Baschar al-Assad auf zunehmenden internationalen Druck. Die Opposition im Libanon macht Syrien für die Ermordung des früheren libanesischen Regierungschefs Rafik Hariri am 14. Februar mit verantwortlich.

12.7.2008

Syrien verlässt die diplomatische Isolation:
Zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit des Libanon 1943 und Syriens 1945 wollen beide Länder Botschaften im jeweiligen Nachbarland eröffnen. Dies vereinbaren die beiden Präsidenten Baschar al-Assad und Michel Suleiman bei einem Treffen mit dem französischen Staatschef Nicolas Sarkozy in Paris.

10.1.2012

Bei seiner ersten Fernsehansprache seit sieben Monaten erklärt Syriens Präsident Baschar al-Assad, er denke trotz der anhaltenden Massenproteste gegen sein Regime nicht an Rücktritt. Er sei das Opfer einer Verschwörung ausländischer und regionaler Kräfte.

3.6.2014

Syriens Präsident Baschar al-Assad erhält das Mandat für eine dritte siebenjährige Amtszeit.

4.7.2015

Al-Zabadani/Syrien: Im syrischen Bürgerkrieg beginnen die Regierungsstreitkräfte unter dem alawitischen Präsidenten Baschar al-Assad und die schiitische Hisbollah-Miliz eine Offensive gegen die dschihadistisch-salafistische al-Nusra-Front.

4.9.2015

Moskau/Russische Föderation: Russlands Präsident Wladimir Putin bestätigt, dass die russische Regierung das Regime von Syriens Machthaber Baschar al-Assad im dortigen Bürgerkrieg mit militärischem Material, Training und logistischer Hilfe unterstützt.

21.10.2015

Moskau/Russische Föderation: Mit seinem ersten Auslandsbesuch seit Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien dankt dessen Präsident Baschar al-Assad Russlands Präsident Wladimir Putin für seine militärische Unterstützung gegen den Terrorismus.

28.10.2015

Hama/Syrien: Es wird bekannt, dass die russischen Luftangriffe in Syrien zu keinen nennenswerten Erfolgen für die Armee des Präsidenten Baschar al-Assad führen, da dessen Bodentruppen nicht in der Lage sind, erzielte Geländegewinne zu verteidigen. Geländegewinne gibt es dagegen für die Terrormiliz Islamischer Staat, die nun die Nachschubroute der Assad-Armee nach Aleppo, dessen Rückeroberung Assad ebenfalls misslingt, kontrolliert. Die Freie Syrische Armee rückt unterdessen Richtung Latakia vor.

25.12.2015

Damaskus/Syrien:
Durch ein unter Vermittlung der Vereinten Nationen ausgehandeltes Abkommen zwischen der syrischen Regierung unter Baschar al-Assad und der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) wird es insgesamt mehr als 3500 Bewaffneten sowie Zivilisten ermöglicht, aus den südlichen Stadtvierteln abzuziehen und in vom IS kontrollierte Gebiete gebracht zu werden. Diese Einigung solle die Präsenz des IS und anderer Islamisten in der Hauptstadt beenden.

11.1.2016

Madaya/Syrien:
Zum ersten Mal seit drei Monaten erreichen mit Lebensmitteln und Medizin beladene Hilfskonvois die von Regierungstruppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad belagerte Stadt nahe der libanesischen Grenze. Schätzungsweise 42.000 Menschen sind dort seit mehr als einem halben Jahr eingeschlossen. Auch mehrere von islamistischen Rebellen belagerte Orte in der Provinz Idlib werden mit Gütern versorgt.

23.8.2016

Nordostsyrien:
Im Bürgerkrieg in Syrien einigen sich Kurden und die von Baschar al-Assad befehligte Syrische Armee auf einen Waffenstillstand. Vorausgegangen waren tagelange Gefechte v. a. um die Stadt al-Hasaka.

27.9.2016

Aleppo/Syrien:
Die Armee unter Kommando von Baschar al-Assad startet eine Bodenoffensive auf die unter Kontrolle der Rebellen stehenden Gebiete der Stadt.

13.4.2018

Moskau/Russland:
Das Verteidigungsministerium Russlands beschuldigt die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs, einen Chlorgas-Angriff auf die syrische Stadt Duma inszeniert zu haben. Vertreter Deutschlands, Frankreichs, der Vereinigten Staaten und des Vereinigten Königreichs vertreten die Ansicht, dass der syrische Präsident Baschar al-Assad die Stadt am 7. April tatsächlich mit Giftgas angreifen ließ. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete es als „sehr klar und sehr deutlich“, dass chemische Waffen eingesetzt wurden.

22.7.2018

Quneitra/Golanhöhen:
Die israelischen Streitkräfte (Soldaten der 210. Baschan-Division) haben in enger politischer Abstimmung zwischen der israelischen Regierung mit den USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien und Jordaniens aus Syrien nahe der Grenze zu den seit 1967 von Israel besetzten Golanhöhen insgesamt rund 422 Freiwillige der u. a. von den USA unterstützten Hilfsorganisation Syrischer Zivilschutz (Weißhelme) und deren Familienangehörige mit Bussen evakuiert. Über die Golanhöhen wurden sie nach Jordanien gebracht. Mehrere westliche Staaten erklärten sich bereit die Evakuierten aufzunehmen, darunter Deutschland mit rund 47 Menschen. Die syrische Regierung unter Präsident Baschar al-Assad erklärte es handelte sich bei den Weißhelmen um Ersthelfer einer Frontorganisation für Terroristen und Marionetten ausländischer Regierungen.