Schlagzeilen und Ereignisse zu Egon Bahr

15.7.1963

In einer Rede vor dem Politischen Klub der Evangelischen Akademie in Tutzing entwickelt Egon Bahr (SPD) sein ostpolitisches Konzept von einem "Wandel durch Annäherung".

30.1.1970

Der Staatssekretär im Bundeskanzleramt, Egon Bahr (SPD), führt in Moskau erste vertrauliche Gespräche über einen Gewaltverzichtsvertrag zwischen der Sowjetunion und der Bundesrepublik Deutschland. Diese erste deutsch-sowjetische Gesprächsrunde dauert bis zum 18. Februar.

18.2.1970

Egon Bahr, Staatssekretär im Bundeskanzleramt und enger Vertrauter von Bundeskanzler Willy Brandt (SPD), kehrt nach ersten vertraulichen Gesprächen mit dem sowjetischen Außenminister Andrei A. Gromyko nach Bonn zurück.

24.2.1970

Der sowjetische Außenminister Andrei A. Gromyko informiert die Regierung der DDR über die vertraulichen Gespräche, die er mit Egon Bahr, Staatsminister im Bundeskanzleramt, in Moskau vom 30. Januar bis 18. Februar über einen deutsch-sowjetischen Vertrag führte. Bis zum 27. Februar stattet Gromyko der DDR einen offiziellen Freundschaftsbesuch ab.

21.3.1970

Staatssekretär Egon Bahr (SPD) vom Bundeskanzleramt beendet in Moskau die erste Gesprächsrunde über einen deutsch-sowjetischen Gewaltverzichtsvertrag. Zunächst wird die Errichtung von Generalkonsulaten in Hamburg und Leningrad vereinbart.

22.5.1970

Die Moskauer Gespräche zwischen dem Staatssekretär im Bundeskanzleramt Egon Bahr, und dem sowjetischen Außenminister Andrei A. Gromyko, die zur Vorbereitung eines deutsch-sowjetischen Abkommens über gegenseitigen Gewaltverzicht dienen, werden mit der Formulierung des "Bahr-Papiers" beendet.

1.7.1970

Das geheime "Bahr-Papier" gelangt durch Indiskretion vorzeitig an die Öffentlichkeit. Dieses zehn Leitsätze für den deutsch-sowjetischen Gewaltverzichtsvertrag enthaltende Dokument, das Egon Bahr (SPD) in Moskau ausgehandelt hat, wird von der Illustrierten "Quick" und der "Bild"-Zeitung veröffentlicht. Bereits am 12. Juni hatte die "Bild"-Zeitung einen Teil des "Bahr-Papiers" abgedruckt. Unbekannt bleibt die Quelle der vermutlich politisch motivierten Indiskretionen.

16.8.1970

Staatssekretär Egon Bahr (SPD) vom Bundeskanzleramt reist nach Washington, um die US-Regierung durch Gespräche mit Henry Kissinger, dem außenpolitischen Berater von US-Präsident Richard M. Nixon, über den deutsch-sowjetischen Vertrag und seine Folgen zu unterrichten.

27.11.1970

Der Dialog zwischen der Bundesrepublik und der DDR wird fortgesetzt. Darauf verständigen sich der Staatssekretär beim Ministerrat der DDR, Michael Kohl, und Staatssekretär Egon Bahr vom Bundeskanzleramt bei ihrem ersten Gespräch in Berlin (Ost).

9.9.1971

Durch Meinungsverschiedenheiten über den deutschen Text der Viermächtevereinbarungen geraten die innerdeutschen Verhandlungen zwischen dem Bonner Staatssekretär Egon Bahr und dem DDR-Staatssekretär Michael Kohl ins Stocken.

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