Schlagzeilen und Ereignisse zu Erich Zeigner

21.3.1923

Mit 49 Stimmen gegen 46 Stimmen der bürgerlichen Parteien wählt der sächsische Landtag den bisherigen Justizminister Erich Zeigner (SPD) zum Ministerpräsidenten. Zeigner bildet ein sozialistisches Kabinett, in das später Kommunisten eintreten.

10.4.1923

Erich Zeigner (SPD), sächsischer Ministerpräsident seit dem 21. März 1923, fordert in seiner Regierungserklärung, die Arbeiterverbände auf, Abwehrorganisationen zum Schutz der Republik zu bilden.

16.6.1923

In einer öffentlichen Rede in Niederplanitz attackiert der sächsische Ministerpräsident Erich Zeigner (SPD) die Reichsregierung. Zugleich wirft Zeigner der Reichswehr Unzuverlässigkeit und der Großindustrie Korruption vor.

28.6.1923

Ein Misstrauensantrag der bürgerlichen Parteien gegen den sächsischen Ministerpräsidenten Erich Zeigner (SPD) wird mit 48 gegen 43 Stimmen abgelehnt. Anlass der bürgerlichen Initiative ist die Rede Zeigners (16. 6.), in der er die Großindustrie der Korruption im Ruhrkampf beschuldigt hatte.

7.8.1923

Erich Zeigner, sächsischer Ministerpräsident (SPD), wiederholt seinen Vorwurf gegen Reichswehrminister Otto Geßler, er stehe im Einvernehmen mit rechtsradikalen Geheimorganisationen, deren Ziel ein Rechtsputsch sei.

22.8.1923

Wegen der scharfen Reichswehr-Kritik des sächsischen Ministerpräsidenten Erich Zeigner (u.a. 7. 8.) untersagt Reichswehrminister Otto Geßler (DDP) dem Reichswehrbefehlshaber in Sachsen, Generalleutnant Alfred Müller, den dienstlichen Verkehr mit der sächsischen Regierung.

28.10.1923

Erich Zeigner, sächsischer Ministerpräsident, lehnt den am Vortag von der Reichsregierung geforderten Rücktritt der KPD-Minister und damit seiner Regierung ab. In einem Flugblatt der KPD wird der Reichsregierung der Gehorsam aufgekündigt und mit dem Generalstreik gedroht.

29.3.1924

Vom Landgericht Leipzig wird der ehemalige sächsische Ministerpräsident Erich Zeigner (SPD) wegen Vernichtung amtlicher Akten und Amtsbestechlichkeit zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.