Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Ernest von Koerber (23)

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19.1.1900

Ernest von Koerber löst als neuer österreichischer Ministerpräsident die Übergangsregierung von Heinrich Ritter von Wittek ab.

4.2.1900

Der Klub der Jungtschechen in Prag beschließt mehrheitlich, die Einladung des österreichischen Ministerpräsidenten Ernest von Koerber zur Teilnahme an einer Verständigungskonferenz zwischen Deutschen und Tschechen ab 5. Februar in Wien anzunehmen.

5.2.1900

Der österreichische Ministerpräsident Ernest von Koerber eröffnet in Wien die deutsch-tschechische Verständigungskonferenz.

22.2.1900

Der neue österreichische Ministerpräsident Ernest von Koerber stellt dem Reichsrat in Wien sein Regierungsprogramm vor.

12.3.1900

Auf eine Anfrage der österreichischen Deutsch-Nationalen über private Waffenlieferungen österreichischer Staatsbürger an Großbritannien während des Burenkriegs in Südafrika erklärt der österreichische Ministerpräsident Ernest von Koerber, die Neutralität Österreich-Ungarns beziehe sich auf das Rechtsverhältnis zwischen den Staaten, betreffe aber nicht die einzelnen Angehörigen Österreich-Ungarns.

9.6.1900

Kurz nach Mitternacht erklärt der österreichische Ministerpräsident Ernest von Koerber den Reichsrat in Wien für geschlossen. Durch Lärmen und andere Arten von "Obstruktion" haben die Tschechen verhindert, dass der von der Regierung vorgelegte provisorische Haushalt verabschiedet wird.

24.6.1900

Auf dem von rund 60 000 Menschen besuchten tschechischen Volkstag in Münchengrätz (Mnichowo Hradište) wird der Kampf gegen die Sprachengesetze des österreichischen Ministerpräsidenten Ernest von Koerber beschlossen. Die Haltung der tschechischen Sozialdemokratie und der Tschechischen Volkspartei wird verurteilt.

4.6.1901

Im Rahmen zweitägiger Haushaltsberatungen spielt der österreichische Ministerpräsident Ernest von Koerber die Bedeutung der "Los-von-Rom"-Bewegung im österreichischen Abgeordnetenhaus herunter. Koerbers Erklärung wird in der katholischen Presse und von der Zentrums-Partei verurteilt.

17.10.1901

In Wien tritt der österreichische Reichsrat zur konstituierenden Sitzung der neuen Tagungsperiode zusammen. Der österreichische Ministerpräsident Ernest von Koerber weist auf die "gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen" des Landesteils gegenüber Ungarn und dem Ausland hin.

9.12.1901

In einer Rede im österreichischen Abgeordnetenhaus in Wien warnt Ministerpräsident Ernest von Koerber vor einer "Arbeitsunfähigkeit" der Volksvertretung durch Obstruktionspolitik. Dabei weist er auf die Möglichkeit hin, die Verfassung außer Kraft zu setzen.

11.4.1903

Der österreichische Ministerpräsident Ernest von Koerber weist in einem Erlass über die Handhabung der Theaterzensur darauf hin, dass dem nationalen Moment auf diesem Gebiet eine keineswegs geringe Bedeutung zukomme und daher leichtfertige Provokationen von der Bühne herab vermieden werden müssten.

19.5.1903

Der österreichische Ministerpräsident Ernest von Koerber weist die Vorwürfe zurück, österreichisch-ungarische Behörden seien in Laibach (Ljubljana) ungerechtfertigterweise gegen Slowenen und Kroaten vorgegangen. Koerber verteidigt diese Maßnahmen mit den Protestaktionen der Slowenen und Kroaten gegen die ungarische Bevormundung.

26.6.1903

Infolge der politischen Vorgänge in Budapest erklärt der österreichische Ministerpräsident Ernest von Koerber seinen Rücktritt. Da Kaiser Franz Joseph I. die Demission jedoch nicht akzeptiert, bleibt Koerber weiterhin im Amt.

7.9.1903

Der österreichische Ministerpräsident Ernest von Koerber eröffnet in Wien die interparlamentarische Friedenskonferenz. In seiner Rede erklärt er u.a., dass in der zivilisierten Welt die Staatsoberhäupter die besten Anwälte des Friedens seien.

17.11.1903

In seiner Rede vor dem österreichischen Abgeordnetenhaus in Wien erörtert Österreichs Ministerpräsident Ernest von Koerber wiederum die Militärfrage. Seine Bemerkungen über die zwischen Ungarn und Österreich strittige Angelegenheit ist der Anlass mehrerer rhetorischer Angriffe zwischen Koerber und dem ungarischen Ministerpräsident István Graf Tisza. Koerber ist zu keinen Kompromissen bereit.

31.8.1904

Während einer Reise durch Galizien äußert sich der österreichische Ministerpräsident Ernest von Koerber über die Sprachenfrage, die zu einem zentralen Problem geworden sei. Der Ministerpräsident warnt vor Auswüchsen in der Auseinandersetzung der Nationalitäten.

2.10.1904

Der österreichische Ministerpräsident Ernest von Koerber unterstreicht in einer Rede auf der Generalversammlung des Bundes der Industriellen die Bemühungen der Regierung in Wien, die heimische Industrie zu fördern. Beweis dafür seien u. a. die staatlichen Investitionen im Eisenbahnbau in Höhe von 500 Mio. Kronen (425 Mio. Mark).

31.12.1904

Nach dem Rücktritt des österreichischen Ministerpräsidenten Ernest von Koerber am 27. Dezember wird Paul Freiherr Gautsch von Frankenthurn zu dessen Nachfolger ernannt.

1.1.1905

Paul Freiherr Gautsch von Frankenthurn wird österreichischer Ministerpräsident als Nachfolger des am 27. Dezember 1904 zurückgetretenen Ernest von Koerber.

31.10.1916

Als Nachfolger des am 21. Oktober ermordeten Karl Reichsgrafen von Stürgkh wird Ernest von Koerber neuer österreichischer Ministerpräsident.

21.11.1916

Um 21 Uhr stirbt in Schloss Schönbrunn in Wien Kaiser Franz Joseph I. von Österreich. Nach seinem Tod bestätigt der neue Kaiser Karl I., ein Großneffe des verstorbenen Monarchen, die Regierung Ernest von Koerber und richtet einen Aufruf an die österreichisch-ungarischen Völkerschaften.

13.12.1916

Der österreichische Ministerpräsident Ernest von Koerber erklärt mit seinem Kabinett nach sechswöchiger Amtszeit den Rücktritt.

20.12.1916

Heinrich Graf von Clam-Martinitz wird als Nachfolger des am 13. Dezember zurückgetretenen Ernest von Koerber neuer österreichischer Ministerpräsident.