Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Erwin Piscator (41)

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31.12.1918

Die Hauptvertreter des Berliner Dada, John Heartfield (eigentl. Helmut Herzfeld) und Wieland Herzfelde sowie der Regisseur Erwin Piscator und der Maler George Grosz, treten der neugegründeten Kommunistischen Arbeiterpartei bei.

30.9.1919

Das Theater "Die Tribüne" des Regisseurs Erwin Piscator in Berlin wird mit der Uraufführung des Dramas "Die Wandlung" von Ernst Toller eröffnet. Toller ist zur Zeit in Bayern inhaftiert wegen führender Teilnahme an der Münchner Räterepublik.

14.10.1920

Das u.a. von Erwin Piscator begründete "Proletarische Theater, Bühne der revolutionären Arbeiter Groß-Berlins" feiert mit drei Einaktern (u.a. "Der Krüppel" von Karl August Wittfogel) in Kliems Festsälen im Arbeiterbezirk Neukölln seine Premiere. Es ist der erste ernstzunehmende Schritt zu einem politischen Theater in Deutschland.

10.11.1920

Im Rahmen des im Oktober u.a. von Erwin Piscator in Berlin begründeten Proletarischen Theaters wird in der Reichshauptstadt Maxim Gorkis Stück "Die Feinde" aufgeführt.

10.4.1921

In Erwin Piscators Proletarischem Theater in Berlin wird Franz Jungs Drama "Die Kanaker" uraufgeführt.

1.10.1921

Der Regisseur Erwin Piscator und der Maler Otto Nagel werden Sekretäre der Künstlerhilfe für die Hungersnot in Sowjetrussland. Zum Komitee gehören George Grosz, Käthe Kollwitz, Alfons Paquet und Arthur Holitscher.

17.11.1922

Unter der Regie von Erwin Piscator wird im Berliner Central-Theater zum ersten Mal in deutscher Sprache Romain Rollands dramatische Predigt "Die Zeit wird kommen" aufgeführt.

27.5.1924

In Weiterentwicklung der Ansätze des Proletarischen Theaters inszeniert Erwin Piscator an der Volksbühne Berlin Alfons Paquets "Fahnen" (Uraufführung).

21.9.1924

Im Vorfeld der Reichstagswahlen, die am 7. Dezember stattfinden werden, inszeniert Regisseur Erwin Piscator die "Revue Roter Rummel" als Agitationsstück für die KPD.

21.12.1924

Die Volksbühne Berlin bringt Eugene O'Neills Drama "Unterm karibischen Mond" in einer Inszenierung von Erwin Piscator.

12.7.1925

Anlässlich der Eröffnung des KPD-Parteitages wird unter der Regie von Erwin Piscator im Großen Berliner Schauspielhaus das Stück "Trotz alledem" aufgeführt. In der einmaligen Aufführung setzt Piscator erstmals filmisches Material als dramaturgisches Mittel auf der Theaterbühne ein.

20.2.1926

Das Drama "Sturmflut" von Alfons Paquet wird in der Volksbühne in Berlin uraufgeführt. Regie führt Erwin Piscator; er bezieht den Film als künstlerisches Medium in die Inszenierung mit ein.

21.5.1926

In Berlin findet die Uraufführung des expressionistischen Dramas "Das trunkene Schiff" von dem deutschen Schriftsteller Paul Zech statt. Der Regisseur Erwin Piscator bezieht den Film in die Inszenierung mit ein, das Bühnenbild stammt von George Grosz.

11.9.1926

Erwin Piscators gegenwartsbezogene Inszenierung der "Räuber" von Friedrich Schiller hat im Berliner Schauspielhaus Premiere. Spiegelberg trägt die Züge des russischen Revolutionärs Leo Trotzki.

23.3.1927

In der Berliner Volksbühne wird das Stück "Gewitter über Gotland" von Ehm Welk uraufgeführt. Wegen der politischen Tendenz der Inszenierung von Erwin Piscator kommt es zu einer Spaltung innerhalb der Volksbühne.

30.3.1927

Der Dramatiker Ernst Toller, der Schriftsteller Kurt Tucholsky und die Regisseure Erwin Piscator und Leopold Jessner kritisieren die unpolitische Haltung der Volksbühne in einer Versammlung im Berliner Herrenhaus zur neuesten Piscator-Inszenierung.

3.9.1927

Der Regisseur Erwin Piscator eröffnet mit dem Stück "Hoppla, wir leben!" von Ernst Toller seine neue Bühne am Nollendorfplatz in Berlin.

12.11.1927

Als zweites Stück an der Bühne am Nollendorfplatz inszeniert Erwin Piscator "Rasputin, die Romanows, der Krieg und das Volk, das gegen sie aufstand" nach Alexei N. Tolstoi. Am 24. November erwirkt Ex-Kaiser Wilhelm II. aus seinem Exil im niederländischen Doorn eine einstweilige Verfügung gegen eine Szene des Stücks, in der er sich bloßgestellt sieht.

25.12.1927

Die "Berliner Illustrirte" stellt einen Entwurf des Bauhaus-Architekten Walter Gropius für ein "Totaltheater" mit drehbarem Zuschauerraum vor. Er ist für den Regisseur Erwin Piscator angefertigt worden.

8.1.1928

Der Regisseur Erwin Piscator eröffnet die Studiobühne seines Theaters in Berlin mit einer Inszenierung des Stücks "Heimweh" von Franz Jung.

1.3.1928

Erwin Piscator übernimmt zusätzlich zur Bühne am Nollendorfplatz das Lessingtheater in Berlin.

10.4.1928

Im Lessingtheater, das der Regisseur und Intendant Erwin Piscator am 1. März übernommen hat, wird das Stück "Konjunktur" von Leo Lania/Kurt Weill in Berlin uraufgeführt.

15.6.1928

Regisseur Erwin Piscator muss aufgrund finanzieller Schwierigkeiten die Konzession für seine Bühne am Nollendorfplatz zurückgeben.

20.3.1929

Das Stück "Rivalen" von Max Anderson wird in einer freien Bearbeitung von Carl Zuckmayer und in der Inszenierung von Erwin Piscator in Berlin uraufgeführt.

6.9.1929

Der kommunistische Regisseur Erwin Piscator, der 1928 mit seiner Bühne am Nollendorfplatz Pleite gegangen ist, startet am gleichen Ort einen neuen Versuch. Gezeigt wird als Uraufführung das Drama "Der Kaufmann von Berlin" von Walter Mehring.

3.4.1930

Der deutsche Theaterregisseur Erwin Piscator übernimmt zusammen mit seiner Schauspielgruppe, dem sog. Piscatorkollektiv, das Berliner Wallner-Theater. Piscator versucht, u.a. mit Hilfe von mehrgeschossigen Spielflächen sowie Foto- und Filmprojektionen, neue Formen des modernen Theaters zu entwickeln.

15.1.1931

An der Piscator-Bühne im Wallner-Theater, der Jungen Volksbühne Berlin, hat das Schauspiel "Tai Yang erwacht" von Friedrich Wolf in der Inszenierung von Erwin Piscator Premiere.

30.1.1931

In Berlin wird der Regisseur und Theaterleiter Erwin Piscator wegen Steuerschulden verhaftet.

5.2.1931

Der am 30. Januar wegen Steuerschulden in Berlin verhaftete Theaterleiter Erwin Piscator wird entlassen, nachdem er seine Vermögensverhältnisse offengelegt hat.

10.3.1940

Der seit 1938 in den USA lebende deutsche Dramaturg Erwin Piscator inszeniert am Belasco Theatre in Washington D. C. das Schauspiel "Saint Joan" von George Bernard Shaw.

14.12.1940

King Lear" von William Shakespeare wird am Studio Theatre des Dramatic Workshops (School for Social Research) unter Leitung des deutschen Dramaturgen Erwin Piscator in New York aufgeführt.

3.12.1941

In der New Yorker Central Needle Trades High School hat das Stück "The Circle of Chalk" (Der Kreidekreis) von Klabund (Alfred Henschke) in der Inszenierung des deutschen Regisseurs Erwin Piscator Premiere.

20.5.1942

Am New Yorker Studio Theatre wird das Bühnenstück "Krieg und Frieden" von Erwin Piscator uraufgeführt.

29.10.1943

Der im US-Exil lebende deutsche Theaterregisseur Erwin Piscator zeigt in New York seine Inszenierung der "Saint Joan" (Die heilige Johanna) von George Bernard Shaw.

21.1.1944

Das Schauspiel "Hanneles Himmelfahrt" von Gerhart Hauptmann wird erstmals unter der Regie des Exildeutschen Erwin Piscator am "Dramatic Workshop" in New York aufgeführt.

3.11.1952

Mit der Aufführung einer Inszenierung des Büchner-Stückes "Leonce und Lena" durch Erwin Piscator enden die Georg-Büchner-Tage in Marburg an der Lahn.

13.2.1962

Der Theaterregisseur Erwin Piscator wird vom Vorstand der Freien Volksbühne in Berlin (West) zum künftigen Intendanten gewählt.

16.2.1962

Die "Flüchtlingsgespräche" von Bertolt Brecht werden im Werkraumtheater der Münchener Kammerspiele unter der Regie von Erwin Piscator aufgeführt. In den Rollen: Werner Finck und Willy Reichert.

21.12.1963

Anlässlich des 70. Geburtstages von Regisseur Erwin Piscator am 17. Dezember findet im Theater in Frankfurt am Main eine von der Akademie der Darstellenden Künste organisierte Feier statt.

3.3.1966

Die Premiere des Theaterstücks "Aufstand der Offiziere" von Hans Hellmut Kirst in der Inszenierung von Erwin Piscator an der Berliner Volksbühne stößt auf scharfen Protest des "Arbeitskreises 20. Juli 1944". Die Widerstandskämpfer um Claus von Stauffenberg seien entwürdigend dargestellt.

1.1.1967

Hansjörg Uzerath wird Nachfolger von Erwin Piscator als Intendant der Freien Volksbühne in Berlin (West).

Chroniknet