Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Fidel Castro (98)

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12.3.1958

Die kubanische Regierung unter Nuñez Portuondo tritt zurück, nachdem Staatspräsident Fulgenico Batista y Zaldívar, der 1952 durch einen Staatsstreich an die Macht kam und seither diktatorisch regiert, die verfassungsmäßigen Grundrechte für die Dauer von 45 Tagen aufgehoben hat, um einem angekündigten Putschversuch Fidel Castros zu begegnen. Dem neuen Kabinett unter Gonzalo Guell gehören fast alle Minister der zurückgetretenen Regierung erneut an.

1.4.1958

Der kubanische Rebellenführer Fidel Castro sagt der Regierung des Diktators Fulgenico Batista y Zaldívar "den totalen Krieg" an. Ein Aufstandsversuch wird jedoch von Regierungstruppen niedergeschlagen.

2.1.1959

Auf Kuba rücken die Revolutionstruppen Fidel Castros in Havanna ein. Nach der Kapitulation der Regierungsverbände wird Manuel Urrutía Lleo zum provisorischen Staatspräsidenten ernannt.

3.1.1959

Der provisorische Staatspräsident Kubas, Manuel Urrutía Lleo, bildet eine vorläufige Regierung und ernennt Revolutionsführer Fidel Castro zum Oberbefehlshaber der Armee.

16.2.1959

Der 31-Jährige kubanische Revolutionsführer Fidel Castro übernimmt das Amt des Ministerpräsidenten.

17.4.1959

Der seit dem 16. Februar amtierende kubanische Ministerpräsident und ehemalige Rebellenführer Fidel Castro weilt auf Einladung der US-amerikanischen Gesellschaft der Zeitungsverleger in Washington.

19.4.1959

Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro erklärt nach einer Unterredung mit US-Vizepräsident Richard Nixon in Washington, er sei überzeugt, dass die USA ein großes Maß an gutem Willen gegenüber Kuba besäßen.

17.5.1959

Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro unterzeichnet in Havanna ein Agrargesetz, wodurch der Besitz an Grundeigentum in Kuba neu geregelt wird. Landwirtschaftlich nutzbares Land dürfen künftig nur noch kubanische Staatsangehörige besitzen und erben.

17.7.1959

Der kubanische Staatspräsident Manuel Urrutía Lleo wird durch scharfe Angriffe von Ministerpräsident Fidel Castro zum Rücktritt gezwungen. Sein Nachfolger wird der bisherige Minister für revolutionäre Gesetzgebung, Osvaldo Dorticós Torrado. Castro hatte zuvor seinen Rücktritt erklärt, der jedoch von Dorticós nicht angenommen wird.

26.7.1959

Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro, der am 17. Juli seinen Rücktritt erklärt hatte, nimmt die Amtsgeschäfte wieder auf.

17.10.1959

Der kubanische Revolutionsführer und Ministerpräsident Fidel Castro ernennt seinen 28-Jährigen Bruder Raúl zum Minister für die Revolutionsstreitkräfte.

22.10.1959

In der kubanischen Hauptstadt Havanna schlägt ein Attentat auf Ministerpräsident Fidel Castro fehl.

21.1.1960

Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro verweist den Botschafter Spaniens, Juan P. Lojendio, aus dem Land, nachdem dieser ihn während einer Fernsehsendung unterbrochen und der Verleumdung Spaniens und der USA beschuldigt hatte.

4.3.1960

lm Hafen von Havanna explodiert beim Löschen der Ladung ein französisches Munitionsschiff. 75 Menschen kommen dabei ums Leben, ca. 300 werden verletzt. Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro beschuldigt die USA der Sabotage.

11.4.1960

Die "New York Times" berichtet, dass sich in Kuba eine bewaffnete Untergrundorganisation gegen die Regierung von Ministerpräsident Fidel Castro gebildet hat.

11.6.1960

Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro verfügt die Verstaatlichung ausländischer Hotels in der Hauptstadt Havanna und kündigt die Beschlagnahmung der US-amerikanischen und britischen Ölfirmen an.

7.8.1960

Ministerpräsident Fidel Castro verstaatlicht auf Kuba das gesamte Firmeneigentum der USA.

3.9.1960

Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro bricht die diplomatischen Beziehungen zu Nationalchina (Taiwan) ab, erkennt die Volksrepublik China an und kündigt den 1952 geschlossenen Beistandspakt mit den USA.

13.10.1960

Auf Kuba werden 13 Gegner von Ministerpräsident Fidel Castro, unter ihnen ein USA-Bürger, durch Erschießen hingerichtet.

12.11.1960

In Nicaragua wird eine Rebellion gegen den Diktator Luis Somoza Debayle niedergeschlagen. Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro wird als Urheber des Aufstandsversuches vermutet.

7.1.1961

Der kubanische Regierungschef Fidel Castro verhängt eine Ausreisesperre für kubanische Bürger. Der Geschäftsträger der Vereinigten Staaten verlässt Kuba.

21.3.1961

Unter der Leitung von José Miró Cardona bildet sich in New York ein Revolutionärer Rat von Exilkubanern, die sich gegen die Regierung Fidel Castros wenden.

3.4.1961

Die US-Regierung veröffentlicht eine Broschüre, in der sie den kubanischen Ministerpräsidenten Fidel Castro beschuldigt, aus Kuba einen sowjetischen Satellitenstaat zu machen.

15.4.1961

Sechs oder sieben Maschinen der kubanischen Luftwaffe haben den Militärflughafen von Havanna, den Zivilflughafen von Santiago und das Hauptquartier der kubanischen Luftwaffe in San Antonio de Los Banos mit Bomben und Raketen angegriffen. Der kubanische Regierungschef Fidel Castro ordnet daraufhin die Mobilmachung an.

19.4.1961

Den Zerfall Lateinamerikas in eine Gruppe für und eine gegen Fidel Castro befürchtet die brasilianische Regierung für den Fall, dass die Kämpfe in Kuba andauern. Schwere innenpolitische Auseinandersetzungen seien in Kolumbien und Uruguay zu erwarten.

20.4.1961

Kubas Regierungschef Fidel Castro gibt den Sieg über die auf der Insel gelandeten gegenrevolutionären Truppen bekannt.

1.5.1961

Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro kündigt auf einer Kundgebung in Havanna die Umwandlung Kubas in einen sozialistischen Staat an.

4.5.1961

Kuba wird 1000 ausgewählte junge Männer zum landwirtschaftlichen Studium in die UdSSR schicken, gibt der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro bekannt. Er teilt außerdem mit, dass 300 sowjetische Experten in Kuba eintreffen werden, die als Berater für die industrielle Entwicklung bestimmt seien.

18.5.1961

Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro bietet den USA auf einer Landarbeiter-Kundgebung in Havanna an, seine bei der gescheiterten Invasion Kubas in Gefangenschaft geratenen Gegner gegen eine Entschädigung von 500 Traktoren freizugeben. Für den Fall, dass sich Washington auf diesen Handel nicht einlassen wird, droht Castro an, die Gefangenen als Zwangsarbeiter für Befestigungsanlagen einzusetzen.

3.1.1962

Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro wird wegen der Übergriffe auf kirchliche Amtsträger und Einrichtungen in Kuba von Papst Johannes XXIII. exkommuniziert.

4.2.1962

In der "Zweiten Erklärung von Havanna" fordert der kubanische Regierungschef Fidel Castro die lateinamerikanische Linke erneut zum kontinentalen Guerillakrieg auf.

25.8.1962

Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro macht die US-amerikanische Regierung für den gestrigen Feuerüberfall auf Havanna verantwortlich, während ein Sprecher des US-Staatsdepartments erklärt, dass die US-amerikanische Regierung in keiner Weise, auch nicht unterstützend, an der Aktion beteiligt war.

25.9.1962

Der kubanische Regierungschef Fidel Castro gibt bekannt, dass die Sowjetunion auf Kuba ihren Basishafen für ihre atlantische Fischfangflotte errichten will.

17.10.1962

Der algerische Ministerpräsident Ahmed Ben Bella weilt zu einem offiziellen Besuch in der kubanischen Hauptstadt Havanna und führt Gespräche mit Kubas Partei- und Regierungschef Fidel Castro.

28.10.1962

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), Sithu U Thant, nimmt die Einladung des kubanischen Ministerpräsidenten Fidel Castro zu einer gemeinsamen Erörterung der Kuba-Krise in Havanna an.

1.11.1962

Die für die Dauer der Gespräche von UN-Generalsekretär Sithu U Thant mit dem kubanischen Ministerpräsidenten Fidel Castro unterbrochene US-amerikanische Seeblockade gegen Kuba tritt wieder in Kraft. Über eine internationale Kontrolle des Abbaus der sowjetischen Raketen auf Kuba wurde zwischen U Thant und Castro vorerst keine Einigung erzielt.

20.11.1962

Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro erklärt sich mit dem Abzug der sowjetischen Mittelstreckenbomber einverstanden, lehnt jedoch eine Inspektion auf Kuba nach wie vor ab.

23.3.1963

In einem Interview mit der Pariser Tageszeitung "Le Monde" äußert sich der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro kritisch über die Handlungsweise des sowjetischen Regierungschefs Nikita S. Chruschtschow während der Kuba-Krise im Oktober 1962.

23.5.1963

Im Moskauer Lenin-Stadion findet zu Ehren des kubanischen Partei- und Regierungschefs Fidel Castro eine Freundschaftskundgebung statt. Castro erhält als erster Ausländer die Auszeichnung "Held der Sowjetunion".

4.10.1963

Die kubanische Regierung unter Fidel Castro ordnet in Havanna die Verstaatlichung des privaten Grundbesitzes von mehr als 77,2 ha an.

22.1.1964

Zum Abschluss seines Besuches in Moskau (13. 1.-22. 1.) unterzeichnet der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro ein langfristiges Handelsabkommen mit der UdSSR. Kuba erhält außerdem erneut die Zusage sowjetischer Hilfe im Falle eines militärischen Angriffs.

1.5.1964

Der kubanische Regierungschef Fidel Castro gibt auf einer öffentlichen Veranstaltung in der Hauptstadt Havanna bekannt, dass die nationale Flugabwehr auf alle US-Flugzeuge schießen werde, die zu Kontrollzwecken kubanisches Gebiet überfliegen.

6.7.1964

Die New York Times veröffentlicht das Interview eines Sonderreporters mit dem kubanischen Ministerpräsidenten Fidel Castro, in dem dieser die Möglichkeit einer Verbesserung der Beziehungen Kuba-USA in Aussicht stellt.

2.10.1965

Der ehemalige Vertraute Fidel Castros und Industrieminister von Kuba, Ernesto "Che" Guevara Serna, ist nach Umbesetzungen nicht mehr in der kubanischen Regierung vertreten.

2.12.1965

In Miami (US-Bundesstaat Florida) trifft die erste Maschine der "Luftbrücke ins Exil" ein, über die mehr als 100 000 Kubaner in die USA umsiedeln werden. In einem Abkommen mit den USA vom 6. November 1965 hatte der kubanische Regierungschef Fidel Castro der Exilierung von Kubanern zugestimmt, die in den USA mit ihren Familienangehörigen zusammenleben wollen.

14.3.1966

Ein "Revolutionstribunal" verurteilt in Havanna fünf Angeklagte, die beschuldigt werden, einen Mordanschlag auf Ministerpräsident Fidel Castro geplant zu haben, zu Freiheitsstrafen zwischen 20 und 25 Jahren.

15.4.1966

Politische Beobachter berichten aus Havanna, dass seit dem 1. Dezember 1965 insgesamt 14 000 Menschen Kuba verlassen haben. Regierungschef Fidel Castro legalisierte an diesem Tag die Auswanderung in die USA, um seinen Inselstaat "von Konterrevolutionären zu befreien".

25.7.1966

Auf dem Flugplatz von Recife wird ein Bombenanschlag auf den brasilianischen Verteidigungsminister Arturo da Costa e Silva verübt. Costa überlebt den Anschlag, drei Personen in seiner Umgebung kommen ums Leben, 25 werden verletzt. Der ultrakonservative Minister kandidiert für die nächste Präsidentschaftswahl im Oktober. Hinter dem Attentat werden Anhänger von Kubas Ministerpräsident Fidel Castro vermutet.

9.12.1966

Bei einer Ansprache in Santa Clara rühmt der kubanische Staatschef Fidel Castro die Rolle der Frau in der Revolution, die sie letztlich von der "kapitalistischen Ausbeutung und Erniedrigung" erlöst habe. 150 000 Frauen seien in der Produktion des Landes beschäftigt.

19.3.1968

In der kubanischen Hauptstadt Havanna werden 4300 Privatgeschäfte nationalisiert. Weitere Enteignungen werden von der Regierung unter Ministerpräsident Fidel Castro angekündigt.

4.7.1968

Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro bekräftigt die Echtheit des Kriegstagebuchs von Ernesto "Che" Guevara, dessen ersten Teil das kubanische Parteiorgan "Granma" am 30. Juni abgedruckt hatte.

9.8.1969

Eine offizielle chilenische Handelsmission unter Führung des früheren Senators Baltazar Castro beginnt einen Besuch in Kuba (bis 24.8.). Die auf Einladung des kubanischen Staatschefs Fidel Castro zustande gekommene Reise dient Vorbereitungen zur Wiederaufnahme von Handelsbeziehungen.

26.7.1970

Laut "The Times" räumt der seit 1959 amtierende kubanische Ministerpräsident Fidel Castro in einer Rede Schwächen der Wirtschaft Kubas ein und bietet seinen Rücktritt an. Castro führt die katastrophale wirtschaftliche Situation des Landes auf die geringe Zuckerernte zurück.

30.10.1971

Zum Abschluss eines sechstägigen offiziellen Kuba-Besuchs verkündet der sowjetische Ministerpräsident Alexei N. Kossygin "vollständige Übereinstimmung" mit dem kubanischen Regierungschef Fidel Castro.

3.5.1972

Fidel Castro, KP- und Regierungschef Kubas, tritt eine bis zum 6. Juli dauernde Reise an, in deren Verlauf er insgesamt elf Staaten in Afrika und Osteuropa besucht. In Moskau, wo sich Castro vom 26. Juni bis 5. Juli aufhält, trifft er mit KPdSU-Chef Leonid I. Breschnew zusammen, der die sowjetische Garantie für die äußere Sicherheit Kubas verlängert. Ferner sagt die Sowjetführung die Fortsetzung der auf eine Mio. US-Dollar (rd. 3,2 Mio. DM) täglich geschätzten Wirtschaftshilfe zu.

27.6.1972

KPdSU-Chef Leonid I. Breschnew sichert Kubas Ministerpräsident Fidel Castro bei dessen dritten Moskau-Besuch (26. 6. - 5. 7.) die volle Unterstützung der Sowjetunion zu. Zugleich weist aber Breschnew das Interesse an einer permanenten Konfrontation mit den USA von sich. Castro lässt sich auf die Formel von der "friedlichen Koexistenz" ein.

30.6.1974

In der kubanischen Provinz Maranza finden Kommunalwahlen statt. Die Regierung lässt diese ersten Wahlen seit der Machtübernahme durch Fidel Castro (1959) als Modellversuch für den Aufbau von regionalen "Volksregierungen" durchführen.

1.3.1975

US-Außenminister Henry Kissinger kündigt eine neue Politik seiner Regierung gegenüber Kuba an. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind seit 1959, dem Amtsantritt des kubanischen Regierungschefs Fidel Castro, der eine sozialistische Politik verfolgt, gestört. Seit Mitte 1960 erhalten die USA eine Wirtschaftsblockade gegenüber Kuba aufrecht. Sie wird erst im August 1975 teilweise aufgehoben.

10.3.1975

Adam Walinsky und Peter Edelman, ehemalige Wahlhelfer von Robert F. Kennedy, erklären, dass die CIA 1967 gemeinsam mit der Mafia einen Versuch zur Ermordung des kubanischen Staatschefs Fidel Castro unternommen habe.

1.3.1976

Auf Anordnung von US-Präsident Gerald R. Ford werden die Geheimdienste der Vereinigten Staaten umorganisiert. So sollen die Kontrollbefugnisse des Nationalen Sicherheitsrates, dem u.a. der Präsident und der Außenminister angehören, erweitert werden. Anlass für die Umstrukturierung gaben Berichte über von der Verfassung der USA nicht gedeckte Aktivitäten der Central Intelligence Agency (CIA), wie Mordpläne gegen den kubanischen Staatschef Fidel Castro Ruz oder wie im Fall Chile 1973 die Verwicklung in Umsturzpläne rechter Militärs.

26.7.1976

Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro Ruz erklärt in Havanna, die in Angola stationierten Streitkräfte Kubas würden auf unbestimmte Zeit im Land verbleiben.

2.4.1977

Kubas Staatspräsident Fidel Castro trifft in Berlin (Ost) zu einem Staatsbesuch der DDR ein. Im Mittelpunkt seiner Gespräche mit der Partei- und Staatsführung der DDR steht die wirtschaftliche Zusammenarbeit.

22.6.1977

In einem aufsehenerregenden Fernsehinterview mit der US-amerikanischen Star-Journalistin Barbara Walters gibt Kubas Staatspräsident Fidel Castro erstmals zu, dass es auf Kuba politische Gefangene gibt. Nach Angaben von Castro sitzen derzeit wegen "konterrevolutionärer Umtriebe" 3000 bis 4000 Personen in kubanischen Gefängnissen.

12.10.1979

Von einem großen Aufgebot an Sicherheitskräften begleitet, trifft der kubanische Staats- und Parteichef Fidel Castro in New York ein. Als Sprecher der Gruppe der blockfreien Staaten redet Castro vor der UNO und kritisiert die fehlende Wirtschaftshilfe der reichen für die armen Länder, die Preispolitik der OPEC-Staaten und den angeblichen Kolonialismus Israels in den arabischen Gebieten.

11.1.1980

Der kubanische Regierungschef Fidel Castro bildet seine Regierung um. Er selbst übernimmt künftig neun Ressorts, die übrigen Posten besetzt er mit Kampfgefährten aus der Zeit vor der Revolution 1959.

8.2.1980

Kubas Staatspräsident Fidel Castro beziffert in einer Rede vor der Nationalversammlung in Havanna die Unterstützung der UdSSR für sein Land auf 10 Mio. US-Dollar (ca. 19,6 Mio. DM) täglich. Er sagt außerdem, dass in Angola 36 000 und in Äthiopien 12 000 kubanische Soldaten im Einsatz seien.

27.7.1981

Der kubanische Präsident Fidel Castro beschuldigt die USA, einen "bakteriologischen Krieg" gegen sein Land zu führen, der zum Ausbruch des Denguefiebers geführt habe. Der Krankheit seien bisher 113 Menschen, darunter 81 Kinder, zum Opfer gefallen.

12.3.1983

Der kubanische Staats- und Parteichef Fidel Castro kommt auf dem Weg von der Gipfelkonferenz der blockfreien Staaten in Neu-Delhi zu einem Kurzbesuch in die DDR. Am 13. März wird er vom DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker empfangen.

1.1.1984

Anlässlich des 25. Jahrestages der kubanischen Revolution verweist Kubas Präsident Fidel Castro in seiner Festrede auf die Erfolge der Sozialistischen Republik Kuba.

5.1.1984

In seiner Neujahrsansprache geht US-Präsident Ronald Reagan ausführlich auf die Rede des kubanischen Präsidenten Fidel Castro ein, die dieser am 1.Januar anlässlich des 25. Jahrestages der Revolution auf Kuba gehalten hatte. Er weist die Vorwürfe einer US-amerikanischen Aggression in Grenada zurück.

15.10.1984

In seiner Eigenschaft als Präsident der Sozialistischen Internationale besucht der SPD-Vorsitzende Willy Brandt für drei Tage die Insel Kuba. Mit Staats- und Parteichef Fidel Castro erörtert er die Krisensituation in Mittelamerika und Kubas Rolle in dieser Region.

7.9.1985

Der kubanische Staatschef Fidel Castro trifft erstmals mit führenden katholischen Würdenträgern der Insel zusammen. Beide Seiten vereinbaren eine Fortführung des Dialogs. Zudem wird vier katholischen Bischöfen Kubas erstmals seit 1959 die Teilnahme an der Bischofskonferenz in den Vereinigten Staaten erlaubt.

8.2.1986

In Havanna endet der am 4. Februar eröffnete III. Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas. Das Politbüro der Partei wird weiterhin von Fidel Castro Ruz geführt, der in seinem Rechenschaftsbericht ein positives Bild der ökonomischen Entwicklung Kubas seit dem letzten Parteitag im Jahr 1980 zeichnet.

26.7.1988

Der kubanische Staats- und Parteichef Fidel Castro lehnt in einer Rede in Santiago de Cuba die Übernahme der sowjetischen Reformpolitik kategorisch ab. Nach seiner Einschätzung müsse jedes Land seine Probleme mit den ihm eigenen Mitteln lösen. Man brauche bei Zahnschmerzen "kein Pflaster für Hühneraugen".

5.12.1988

Der kubanische Staatschef Fidel Castro spricht sich in einer Rede in Havanna gegen die Übernahme der sowjetischen Reformpolitik von Michail Gorbatschow aus. Kuba habe die "heilige Pflicht", den Sozialismus im eigenen Land wie auch international vor Abweichungen zu bewahren.

27.7.1989

Der kubanische Staats- und Parteichef Fidel Castro erklärt, die Unabhängigkeit und der sozialistische Kurs seines Landes hingen nicht von der Unterstützung der Sowjetunion ab. Er beklagt die "kapitalistischen Tendenzen" in einigen Ostblockländern.

10.10.1991

In Santiago de Cuba eröffnet die Kommunistische Partei Kubas (PCC) ihren IV. Parteitag (bis 14.10.), auf dem keine grundlegende Änderung der Parteidoktrin beschlossen wird. Staats- und Parteichef Fidel Castro wird als PCC-Generalsekretär bestätigt.

23.7.1992

Die zweite ibero-amerikanische Gipfelkonferenz beginnt in Madrid. Auf der zweitägigen Veranstaltung steht vor allem der kubanische Staatschef Fidel Castro in der Kritik.

5.8.1994

Bei den schwersten Unruhen seit der Machtübernahme Fidel Castros im Jahr 1959 liefern sich in Havanna Regierungsgegner Straßenschlachten mit der Polizei und militanten Castro-Anhängern.

13.3.1995

Auf dem Rückweg vom Welt-Sozialgipfel in Kopenhagen trifft der kubanische Staats- und Parteichef Fidel Castro auf Einladung der UNESCO zu einem dreitägigen Besuch in Paris ein. Castro wird auch vom französischen Staatspräsidenten François Mitterrand empfangen.

19.11.1996

Papst Johannes Paul. II. empfängt den kubanischen Staatschef Fidel Castro in Privataudienz.

25.12.1997

Havanna: Erstmals nach 28 Jahren wird Weihnachten in Kuba wieder als offizieller Feiertag begangen. Staats- und Parteichef Fidel Castro entspricht einer Bitte von Papst Johannes Paul II., der Kuba im Januar 1998 erstmals besuchen will.

23.1.1998

Bei einem Treffen mit Kubas Staatschef Fidel Castro setzt sich Papst Johannes Paul II. für die Freilassung politischer Gefangener ein.

24.2.1998

Der 71-Jährige Fidel Castro wird für weitere fünf Jahre zum Präsidenten des kubanischen Staatsrats gewählt.

27.4.1998

Havanna: Zum Auftakt seines zweitägigen Besuchs auf Kuba ruft der kanadische Premierminister Jean Chrétien Staatschef Fidel Castro zur Öffnung des Landes auf. Kanada ist einer der wichtigsten Handelspartner Kubas.

20.5.2000

Havanna: A ls erstes deutsches Regierungsmitglied seit über 40 Jahren trifft Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek- Zeul zu einem offiziellen Besuch in Kuba ein. Im Laufe des Besuchs kommt es auch zu einer Begegnung der SPD-Politikerin mit dem kubanischen Präsidenten Fidel Castro.

14.12.2000

Havanna: Russlands Präsident Wladimir Putin und der kubanische Staats- und Parteichef Fidel Castro vereinbaren eine engere Zusammenarbeit.

12.5.2002

Havanna : Der frühere US-Präsident Jimmy Carter trifft zu einem fünftägigen Besuch in Kuba ein und wird von Präsident Fidel Castro empfangen. Carter will sich in Kuba für die Wahrung der Menschenrechte einsetzen. Er ist der hochrangigste Vertreter der Vereinigten Staaten, der seit Castros Revolution 1959 den Karibikstaat besucht. Carter ist - anders als US-Präsident George W. Bush - ein Gegner des seit 40 Jahren bestehenden Handelsembargo der USA gegen Kuba.

27.6.2002

Havanna: Die 559 Mitglieder des kubanischen Parlaments fügen auf Initiative von Staatschef Fidel Castro einen Artikel in die seit 1976 geltende Verfassung des Landes ein, wonach das im Grundgesetz verankerte sozialistische Regime "unwiderruflich" sein soll. Die Verfassungsänderung gilt offiziell als Antwort auf die Reformforderungen von US-Präsident George W. Bush, der in einer Rede am 20. Mai die Aufhebung des US-Embargos von freien Wahlen in Kuba abhängig gemacht hatte.

31.7.2006

Wegen einer Darmoperation gibt der kubanische Staatschef Fidel Castro seine Amtsgeschäfte vorläufig an seinen Bruder Raul ab.

13.8.2006

Die kubanische Jugendzeitung »Juventud Rebelde« präsentiert im Internet Fotos, auf denen sich der erkrankte kubanische Staatschef Fidel Castro aus Anlass seines 80. Geburtstag im Krankenbett der Öffentlichkeit präsentiert.

17.12.2007

Kubas erkrankter Staatschef Castro will abtreten:
Kubas schwerkranker Staatschef Fidel Castro deutet in einem im staatlichen Fernsehen verlesenen Schreiben erstmals seine Bereitschaft zum Rückzug aus dem Amt an. Der 81-Jährige will nach eigenen Worten den Aufstieg Jüngerer nicht blockieren.

20.1.2008

Kubaner wählen Ein-Parteien-Parlament:
Auf Kuba wird eine neue Nationalversammlung gewählt. Alle Kandidaten für die 614 Sitze gehören der regierenden Kommunistischen Partei an. Neben dem 81-jährigen schwer kranken Revolutionsführer Fidel Castro wird auch dessen fünf Jahre jüngerer Bruder gewählt, der amtierende Präsident Raúl Castro.

19.2.2008

Fidel Castro verzichtet auf Präsidentenamt und Armeeführung in Kuba:
Der kubanische Präsident Fidel Castro zieht sich nach fast 50 Jahren von allen Staatsämtern zurück. Der erkrankte 81-Jährige teilt in der Online-Ausgabe der kommunistischen Parteizeitung »Granma« mit, er werde für seine bisherigen Ämter nicht mehr zur Verfügung stehen.

24.2.2008

Kuba - Castro folgt auf Castro:
Kubas Parlament wählt den 76-jährigen Raúl Castro zum neuen Staatsoberhaupt des Inselstaates. Er tritt damit die Nachfolge seines 81 Jahre alten Bruders Fidel Castro an. In seiner Antrittsrede ruft Raúl Castro die Kubaner auf, effizienter und disziplinierter zu arbeiten.

1.1.2009

Kuba feiert 50 Jahre Revolution:
Die Karibikinsel Kuba feiert mit einer Zeremonie in Santiago de Cuba, dem früheren Hauptquartier der Guerilleros, den 50. Jahrestag der von Fidel Castro angeführten Revolution gegen den Diktator Fulgencio Batista. Der 82-jährige Castro ist wegen seiner angeschlagenen Gesundheit seit Sommer 2006 nicht mehr öffentlich aufgetreten. Er wurde an der Spitze des Staates von seinem Bruder Raúl abgelöst.

7.8.2010

Zum ersten Mal seit seiner Erkrankung im Sommer 2006 spricht Kubas Revolutionsführer Fidel Castro wieder auf einer Sitzung der Nationalversammlung.

3.12.2016

Santiago/Kuba:
Zu Ehren des am 25. November verstorbenen Anführers der Kubanischen Revolution Fidel Castro, Staatsoberhaupt von 1959 bis 2006, findet eine Massenkundgebung auf dem Platz Antonio Maceo statt. Der Trauerkonvoi mit der Urne Castros erreicht hier, nach viertägiger Tour durch verschiedene kubanische Städte, seinen Endpunkt.