Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Georges Pompidou (40)

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15.4.1962

Nachdem der französische Ministerpräsident Michel Debré aufgrund des positiven Volksentscheids in der Algerien-Frage-am 11. April zurückgetreten ist, nominiert Staatschef Charles de Gaulle Georges Pompidou zu dessen Nachfolger.

15.9.1962

Die Ministerpräsidenten von Frankreich und Italien, Georges Pompidou und Amintore Fanfani, weihen den Montblanc-Tunnel offiziell ein. Der Tunnel unter dem höchsten Alpengipfel ist 11,6 km lang und wurde in zweijähriger französisch-italienischer Gemeinschaftsarbeit und auch mit deutscher Beteiligung fertiggestellt.

6.12.1962

Der französische Ministerpräsident Georges Pompidou bildet sein neues Kabinett. In den Schlüsselpositionen gibt es kaum Veränderungen, es behalten Maurice Couve de Murville (Äußeres), Valéry Giscard d'Estaing (Finanzen), Pierre Messmer (Verteidigung) und Roger Frey (Inneres) ihre Ämter.

15.2.1965

Der französische Ministerpräsident Georges Pompidou beendet seine am 5. Februar begonnene Reise nach Indien und Pakistan, deren Ziel es war, engere politische Beziehungen zu den Ländern des indischen Subkontinents anzuknüpfen. Von den europäischen Staaten unterhält bisher die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien die engsten Beziehungen mit diesen Ländern.

25.4.1965

Der sowjetische Außenminister Andrei A. Gromyko kommt zu einem sechstägigen offiziellen Besuch nach Paris. In Gesprächen mit dem französischen Ministerpräsidenten Georges Pompidou wird die distanzierte Haltung Frankreichs zur US-amerikanischen Position im Vietnam-Konflikt deutlich.

12.3.1967

In Frankreich findet der zweite Wahlgang nach dem 5. März in die Nationalversammlung statt. Die Wahlen sind mit starken Verlusten für die Gaullisten unter Georges Pompidou, dem amtierenden Ministerpräsidenten, verbunden.

7.4.1967

Der französische Ministerpräsident Georges Pompidou stellt sein neues Kabinett vor.

8.7.1967

Der französische Ministerpräsident Georges Pompidou kehrt von seinem fünftägigen Staatsbesuch in der Sowjetunion nach Paris zurück.

27.5.1968

Die französische Regierung unter Ministerpräsident Georges Pompidou und die Arbeitgeberverbände geben der Streikbewegung nach und akzeptieren die meisten Forderungen der Gewerkschaften nach sozialen Reformen, Lohnerhöhungen und einer Modernisierung des Bildungssystems. Dennoch halten Studentendemonstrationen und Streiks an.

10.7.1968

Staatspräsident Charles de Gaulle ernennt den bisherigen Wirtschafts- und Finanzminister Maurice Couve de Murville zum neuen Ministerpräsidenten Frankreichs. Couve de Murville löst Georges Pompidou ab.

21.1.1969

Mit Georges Pompidou, früherer Ministerpräsident, wirft erstmals ein französischer Politiker das Problem der Nachfolge von Staatschef Charles de Gaulle auf. Pompidou erklärt, dass er bei einer etwaigen Vakanz wahrscheinlich für das Amt des Staatspräsidenten kandidieren werde. Pompidou gilt als politischer Anhänger de Gaulles.

1.6.1969

Nach dem ersten Wahlgang bei den französischen Präsidentschaftswahlen wird eine Stichwahl zwischen Georges Pompidou und Alain Poher notwendig.

15.6.1969

Im zweiten Wahlgang bei den französischen Präsidentschaftswahlen erhält der Gaullist Georges Pompidou 58,21% der Stimmen. Auf seinen konservativen Gegenkandidaten, Senatspräsident Alain Poher (MPR), entfallen 41,78%.

8.8.1969

Unter Vorsitz von Staatspräsident Georges Pompidou beschließt der französische Ministerrat in einer außerordentlichen Sitzung eine Abwertung des Franc um 12,5%. Am 10. August wird ein bis zum 15. September befristeter Preisstopp verordnet.

9.9.1969

Der französische Staatspräsident Georges Pompidou stattet der Bundesrepublik Deutschland als erstem Land nach seiner Amtsübernahme einen Besuch ab. Dabei wird zwischen beiden Staaten eine Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit vereinbart.

20.9.1969

In Paris wird die linksgaullistische Union démocratique du travail (UDT) von René Capitant und Louis Vallon wiedergegründet. Die UDT versteht sich als Organisation der gaullistischen Opposition gegen Georges Pompidou. Die ursprüngliche Partei war 1962 in der Vereinigung der orthodoxen De-Gaulle-Anhänger aufgegangen.

24.2.1970

Beim Besuch des französischen Staatspräsidenten Georges Pompidou in den USA protestieren Demonstranten gegen die französische Nahostpolitik.

3.7.1970

Bei seinem zweitägigen Treffen mit Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) in Bonn (bis 4. 7.) sichert der französische Staatspräsident Georges Pompidou diesem die vorbehaltlose Unterstützung der Bonner Ostpolitik zu.

6.10.1970

Frankreichs Staatspräsident Georges Pompidou trifft zu einem siebentägigen Staatsbesuch in der Sowjetunion ein.

7.1.1971

Der französische Staatspräsident Georges Pompidou spricht sich für die Produktion der Wasserstoffbombe aus. Frankreich hat bereits Wasserstoffbombentests unternommen, aber noch keine einsatzbereite Bombe.

8.1.1971

Frankreichs Staatspräsident Georges Pompidou richtet im Zuge einer Kabinettsumbildung ein Ministerium für Umwelt- und Naturschutz ein. Erster Leiter des Ressorts wird der Gaullist Robert Poujade.

5.7.1971

Frankreichs Staatspräsident Georges Pompidou trifft zu zweitägigen Regierungskonsultationen in der BRD ein. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Bundeskanzler Willy Brandt stehen Fragen der europäischen Einigung und aktuelle Währungsprobleme.

29.8.1971

Frankreichs Staatspräsident Georges Pompidou fordert die Mitgliedstaaten der EWG auf, gemeinsame Anstrengungen im Kampf gegen das Rauschgiftproblem zu unternehmen. Er befürwortet die Koordination von Maßnahmen zur Prävention durch Aufklärung der Jugend und zur Repression durch die Spezialpolizei.

18.11.1971

In Paris weiht der französische Staatspräsident Georges Pompidou den neuen Untergrundbahnhof "Auber" der Super-Metro (Metro Express Regional) ein. Es ist der derzeit größte U-Bahnhof der Welt.

10.2.1972

Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) reist zu Gesprächen im Rahmen der deutsch-französischen Konsultationen nach Paris (bis 11. 2.), wo er mit dem französischen Staatspräsidenten Georges Pompidou zusammentrifft. Beide stimmen in der Ostpolitik überein. Ferner werden Vereinbarungen in der Währungspolitik getroffen, die als ein neuer Start in die europäische Wirtschafts- und Währungsunion gewertet werden.

2.6.1972

Der französische Staatspräsident Georges Pompidou erklärt in einer Rede in Paris, er werde die geplante EG-Gipfelkonferenz im Oktober nicht einberufen, wenn nicht substantielle Ergebnisse zu erwarten seien.

19.6.1972

Königin Juliana der Niederlande kommt in Begleitung von Prinz Bernhard und Außenminister Norbert Schmelzer zu einem offiziellen Besuch nach Frankreich (bis 23. 6.). Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem französischen Staatspräsidenten Georges Pompidou steht der EG-Gipfel im Oktober.

4.7.1972

Der französische Staatspräsident Georges Pompidou kommt zu zweitägigen Konsultationen mit der Bundesregierung nach Bonn. Hauptthema der Gespräche, die Pompidou u.a. mit Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) führt, ist der geplante EG-Gipfel im Oktober. Pompidou hatte das Gipfeltreffen zuvor angesichts zahlreicher Differenzen zwischen den EG-Staaten in Frage gestellt, erklärt sich gegen über Brandt nun doch zur Teilnahme bereit.

5.7.1972

Nach Bildung der sozialistisch-kommunistischen Volksfront am 27. Juni tritt der französische Ministerpräsident Jacques Chaban-Delmas auf Betreiben von Staatspräsident Georges Pompidou zurück. Nachfolger des liberalen Chaban-Delmas wird Pierre Auguste Joseph Messmer vom "orthodoxen" Flügel der Gaullisten.

23.8.1972

Der französische Außenminister Maurice Schumann besucht die Bundesregierung in Bonn und am folgenden Tag die britische Regierung in London zur Vorbereitung der geplanten EG-Gipfelkonferenz. Zuvor hatte der französische Staatspräsident Georges Pompidou diese Konferenz abgelehnt, wenn nicht substantielle Ergebnisse zu erwarten seien. Uneinigkeit besteht vor allem in Währungsfragen.

15.9.1972

Der französische Staatspräsident Georges Pompidou lädt die Regierungschefs der zehn EG-Mitgliedsländer und -Beitrittskandidaten zur ersten Gipfelkonferenz der erweiterten EG ein. Zuvor hatten der Ministerrat der Westeuropäischen Union (WEU) sowie die Wirtschafts-, Finanz- und Außenminister der EG bei ihren Tagungen in Rom (11./12. 9.) eine weitgehende Verständigung über das Programm erzielt und damit französische Vorbehalte gegenüber der Gipfelkonferenz ausgeräumt.

6.10.1972

Am Ende seines Besuchs in Frankreich (seit 2. 10.) unterzeichnet der polnische Parteichef Edward Gierek zusammen mit dem französischen Präsidenten Georges Pompidou eine polnisch-französische "Deklaration über Freundschaft und Zusammenarbeit". Bereits am 5. Oktober war ein Abkommen über wirtschaftliche, industrielle, wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern unterzeichnet worden.

11.1.1973

Frankreichs Staatspräsident Georges Pompidou kommt in Minsk zu Gesprächen mit Leonid I. Breschnew, dem Generalsekretär der KPdSU, zusammen. Beide Staatsmänner betonen abschließend ihr Interesse an der schnellen Verwirklichung einer gesamteuropäischen Konferenz. Hierbei sollen Fragen der Sicherheit und Zusammenarbeit geklärt werden.

13.1.1973

Trotz der Proteste des französischen Staatspräsidenten Georges Pompidou angesichts der bevorstehenden Wahlen in Frankreich tagt die Sozialistische Internationale in Paris. 18 teilnehmende sozialistische Parteien werden u.a. vertreten von Bruno Kreisky, Bundeskanzler von Österreich, dem schwedischen Premierminister Olof Palme dem dänischen Ministerpräsidenten Anker Jørgensen sowie Kalevi Sorsa Ministerpräsident Finnlands. Themen der Konferenz sind u.a. der Krieg in Vietnam und die europäische Zusammenarbeit.

22.1.1973

Bundeskanzler Willy Brandt und Frankreichs Staatspräsident Georges Pompidou treffen zu zweitägigen Konsultationen in Paris zusammen. Anlass dazu gibt u.a. das zehnjährige Bestehen des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags.

22.6.1973

In einer Zusatzvereinbarung zum Abkommen vom 5. Juli 1963 wird Bonn zum Sitz des deutsch-französischen Jugendwerks bestimmt. Die Vereinbarung wurde zum Abschluss des Staatsbesuchs des französischen Präsidenten Georges Pompidou getroffen.

20.12.1973

Frankreichs Präsident Georges Pompidou spricht Ministerpräsident Pierre Auguste Joseph Messmer in einer Fernsehansprache sein Vertrauen aus. In der Presse und politischen Kreisen war dessen Rücktritt gefordert worden.

27.2.1974

In Paris tritt die Regierung von Premierminister Pierre Auguste Joseph Messmer geschlossen zurück. Damit zieht das Kabinett die Konsequenz aus internen Uneinigkeiten. Noch am selben Tag beauftragt Staatspräsident Georges Pompidou Messmer mit der Bildung eines neuen Kabinetts.

2.4.1974

In Paris stirbt der französische Staatspräsident Georges Pompidou im Alter von 62 Jahren.

31.1.1977

In Paris wird das "Centre National d'Art et de la Culture Georges Pompidou" feierlich seiner Bestimmung übergeben.