Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Gerhard Schröder (299)

« zurück zur Übersicht
10.3.1954

Bundesinnenminister Gerhard Schröder (CDU) beendet den in der Bundesrepublik schwelenden Streit um die Neuregelung des Eheschließungsgesetzes, indem er den Gesetzentwurf der Bundesregierung zurückzieht.

1.4.1954

Bundesinnenminister Gerhard Schröder (CDU) lehnt im Bundestag die Forderung von Familienminister Franz-Josef Wuermeling (CDU) nach Einführung einer "Volkszensur" für den bundesdeutschen Film ab.

24.6.1954

Bundesinnenminister Gerhard Schröder (CDU) verspricht vor dem Bundestag, für alle in der sog. Aktion Vulkan schuldlos Verhafteten nach Abschluss der Ermittlungen Ehrenerklärungen abzugeben. Im April 1953 waren 39 Personen unter dem Verdacht der Ostspionage festgenommen worden, der sich in fast allen Fällen als haltlos erwies.

8.7.1954

In einer Bundestagsdebatte verteidigt Bundesinnenminister Gerhard Schröder (CDU) die Arbeitsweise des Verfassungsschutzes. Schröder reagiert damit auf Vorwürfe des FDP-Abgeordneten Reinhold Maier, der den Verfassungsschutz u.a. als neue "Gestapo" der Bundesregierung bezeichnet hatte.

6.8.1954

Bundesinnenminister Gerhard Schröder (CDU) setzt 500 000 DM Belohnung für die Aufklärung der "Affäre John" aus.

7.12.1954

Der Bundestagsausschuss zum Schutz der Verfassung empfiehlt Innenminister Gerhard Schröder (CDU), gegen den Buchautor Friedrich Lenz ein Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht anzustrengen, um ihm die Grundrechte absprechen zu lassen. Lenz hatte in seinem Buch "Der ekle Wurm der deutschen Zwietracht" u.a. den Widerstandskämpfern des 20. Juli 1944 die Schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gegeben.

6.2.1957

In einer Regierungserklärung vor dem Bundestag spricht sich Bundesinnenminister Gerhard Schröder (CDU) gegen eine Verlegung von Bundesministerien nach Berlin (West) zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus.

12.4.1957

Bundesinnenminister Gerhard Schröder (CDU) gibt Einzelheiten über die neue Wahlordnung bekannt, die u.a. die Möglichkeit der Briefwahl vorsieht.

21.6.1957

Zum Beginn der Berliner Filmfestspiele, die noch bis zum 2. Juli dauern, wird der Deutsche Filmpreis 1957 durch Innenminister Gerhard Schröder (CDU) verliehen. Sechs Auszeichnungen erhält allein der deutsche Spielfilm "Der Hauptmann von Köpenick" unter der Regie von Helmut Käutner mit Heinz Rühmann in der Titelrolle.

30.10.1958

Vor einem Polizeikongress in Stuttgart fordert Innenminister Gerhard Schröder (CDU) eine Notstandsgesetzgebung für die Bundesrepublik.

13.12.1958

Bundesinnenminister Gerhard Schröder teilt dem Deutschen Beamtenbund und dem Deutschen Gewerkschaftsbund in einem Brief mit, dass Bundesbeamte kein Weihnachtsgeld erhalten werden. Die gegenwärtige Lage lasse derartige Zuwendungen nicht zu, außerdem seien im Haushalt keine Mittel dafür vorgesehen.

9.10.1959

Bundesinnenminister Gerhard Schröder (CDU) gibt in Bonn Pläne zu gesetzlichen Regelungen für den Verteidigungsfall bekannt, wonach Bundesbürger für den Schutz der Zivilbevölkerung dienstverpflichtet werden können.

23.10.1959

Bundesinnenminister Gerhard Schröder (CDU) beantragt beim Bundesverwaltungsgericht in Berlin (West), die "Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN)" zur verfassungsfeindlichen Organisation zu erklären.

23.12.1959

Bundesinnenminister Gerhard Schröder (CDU) spricht sich für den Umbau des Bundestages nach dem Vorbild des britischen Unterhauses aus.

22.2.1961

Sieben Verbände der mensurschlagenden Korporationen des Convents Deutscher Korporationsverbände werden in Zukunft auf Veranlassung von Bundesinnenminister Gerhard Schröder (CDU) und Bundesfamilienminister Franz-Joseph Wuermeling (CDU) durch Mittel aus dem Bundesjugendplan gefördert werden - eine Entscheidung, die in der Öffentlichkeit auf Kritik stößt.

5.3.1961

Mit einem scharfen Protest wenden sich die im Bundesjugendring zusammengeschlossenen 14 großen bundesdeutschen Jugendverbände gegen die am 22. Februar bekanntgewordene Absicht des Bundesinnenministers Gerhard Schröder, künftig auch die Mensur schlagenden Korporationen aus Geldern des Bundesjugendplans zu fördern.

13.3.1962

In Genf empfängt der sowjetische Außenminister Andrei A. Gromyko den Bundesaußenminister Gerhard Schröder zu einem Höflichkeitsbesuch.

18.5.1962

Außenminister Gerhard Schröder überreicht seinem brasilianischen Amtskollegen Francisco Clementino de Santiago das Großkreuz des Bundesverdienstordens.

17.10.1962

US-Präsident John F. Kennedy empfängt den bundesdeutschen Außenminister Gerhard Schröder zu einer Unterredung im Weißen Haus in Washington, bei der mögliche Maßnahmen gegen den Visumzwang auf den Zufahrtswegen durch die DDR nach Berlin (West) erörtert werden.

8.1.1963

Bundesaußenminister Gerhard Schröder (CDU) trifft in Chequers, dem Landsitz des britischen Premierministers, mit Lordsiegelbewahrer Edward Heath und Außenminister Alexander Frederick Douglas-Home zu Gesprächen über den Beitritt Großbritanniens zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) zusammen.

2.4.1963

In Brüssel kommt der Ministerrat der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) zu seiner 100. Sitzung zusammen. Bundesaußenminister Gerhard Schröder (CDU) will mit Hilfe eines Vier-Punkte-Planes die Beziehungen der Staaten intensiver gestalten.

8.5.1963

Bundesaußenminister Gerhard Schröder (CDU) kritisiert vor dem Bundestag in Bonn die Haltung der britischen Regierung zum Röhrenembargo gegen die Sowjetunion. Großbritannien hält sich nicht an den Lieferstopp.

5.7.1963

Die Außenminister Frankreichs und der Bundesrepublik, Maurice Couve de Murville und Gerhard Schröder (CDU), unterzeichnen in Bonn ein Abkommen über die Errichtung des Deutsch-Französischen Jugendverbandes.

24.9.1963

In einer einstündigen Unterredung mit US-Präsident John F. Kennedy im Weißen Haus in Washington appelliert Bundesaußenminister Gerhard Schröder (CDU) an Kennedy, bei der Fortsetzung der Entspannungsgespräche mit der UdSSR die Deutschland- und Berlin-Frage stets zu berücksichtigen.

3.10.1963

Bundesausenminister Gerhard Schröder (CDU) informiert den Auswärtigen Ausschuss des Bundestages in Bonn über das Ergebnis seiner USA-Reise. Dabei treten unterschiedliche Auffassungen zur Entspannungspolitik auch innerhalb der CDU-Fraktion deutlich zutage.

26.11.1963

Bundeskanzler Ludwig Erhard (CDU), Außenminister Gerhard Schröder (CDU) und Bundespräsident Heinrich Lübke (CDU), die anlässlich der Trauerfeierlichkeiten für John F. Kennedy in Washington weilen, treffen am Nachmittag zu politischen Gesprächen mit US-Präsident Lyndon B. Johnson zusammen.

11.9.1964

Bundesaußenminister Gerhard Schröder übermittelt der sowjetischen Botschaft ein Memorandum, in dem er energisch gegen ein vermeintliches Attentat auf den Botschaftssekretär Horst Schwirkmann am 6. September bei Moskau protestiert.

14.12.1964

Bundesaußenminister Gerhard Schröder beendet eine diplomatische Rundreise durch Europa, die ihn nach Rom, Paris und London führte. Hauptgesprächsthemen waren die multilaterale Atomstreitmacht (MLF), Europa-Fragen sowie der Bonner Wunsch, eine ständige Deutschland-Konferenz einzusetzen.

3.5.1965

Bundesaußenminister Gerhard Schröder (CDU) fordert anlässlich der bevorstehenden Tagung des NATO-Rats am 11. Mai in London in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Associated Press eine "Anpassung der NATO an neue politische und militärische Sachverhalte".

11.5.1965

Bundesaußenminister Gerhard Schröder (CDU) fordert auf der Frühjahrstagung des Nordatlantikpakts (NATO) in London eine stärkere Beteiligung der Bundesrepublik an der militärischen und politischen Führung der Allianz.

9.7.1965

Bundesaußenminister Gerhard Schröder (CDU) fordert in einem Interview mit den "Düsseldorfer Nachrichten", die Bundesrepublik in glaubhafter Weise in die Organisation des westlichen nuklearen Abschreckungspotentials einzubeziehen. Nur dann könne die Bundesrepublik auf den Erwerb eigener Atomwaffen verzichten.

27.9.1965

Bundeskanzler Ludwig Erhard weist den Vorschlag des CDU-Parteivorsitzenden Konrad Adenauer und des CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß ab, die sich für einen Verzicht auf Gerhard Schröder (CDU) als Außenminister und Erich Mende (FDP) als Minister für Gesamtdeutsche Fragen ausgesprochen haben.

12.11.1965

Der bundesdeutsche Außenminister Gerhard Schröder (CDU) trifft zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch bei seinem französischen Amtskollegen Maurice Couve de Murville in Paris ein, bei dem u.a. über unterschiedliche Standpunkte hinsichtlich der Wirtschaftspolitik in der EG verhandelt wird.

10.11.1966

Die CDU-Fraktion nominiert den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Kurt Georg Kiesinger zum Kanzlerkandidaten. Kiesinger kann sich im dritten Wahlgang gegen Außenminister Gerhard Schröder, den Fraktionsvorsitzenden Rainer Barzel und den Präsidenten der EWG-Kommission, Walter Hallstein, behaupten. Seine Wahl stößt in Teilen der internationalen Presse auf Widerspruch.

11.8.1967

Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger und Verteidigungsminister Gerhard Schröder einigen sich über den künftigen Aufbau und zahlenmäßigen Umfang der Bundeswehr.

15.11.1968

In Bonn stellen CDU und CSU Bundesverteidigungsminister Gerhard Schröder (CDU) als Gegenkandidaten zu Bundesjustizminister Gustav Heinemann (SPD) für die Wahl zum Bundespräsidenten auf.

29.11.1968

Bundesverteidigungsminister Gerhard Schröder (CDU) fordert vor dem Bundestag in Bonn eine bessere Ausrüstung der Bundeswehr nach den Ereignissen in der CSSR.

15.1.1969

Das Bundeskabinett bewilligt in Bonn den von Verteidigungsminister Gerhard Schröder (CDU) geforderten Mehrbetrag an Haushaltsmitteln in Höhe von 2,5 Mrd. DM für Militärausgaben. Das Geld soll u.a. der Beschaffung von 88 "Phantom"-, 50 "Starfighter"-Flugzeugen, vier Fregatten und 135 mittleren Transporthubschraubern dienen.

1.2.1969

In Bath (US-Bundesstaat Maine) läuft der dritte in den USA für die Bundesrepublik Deutschland gebaute Lenkwaffenzerstörer vom Stapel. Das auf den Namen "Rommel" getaufte Kriegsschiff ist baugleich mit dem ersten Zerstörer dieser Serie, "Lütjens". Bundesverteidigungsminister Gerhard Schröder (CDU) wohnt dem Stapellauf bei.

5.3.1969

Bundesjustizminister Gustav Heinemann (SPD) wird in Berlin (West) zum neuen Bundespräsidenten und Nachfolger von Heinrich Lübke (CDU) gewählt. Er erhält im dritten Wahlgang 512, sein Gegenkandidat, Bundesverteidigungsminister Gerhard Schröder (CDU), 506 Stimmen.

28.7.1972

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestags, Gerhard Schröder, beendet seinen Besuch in der VR China (seit 14. 7.). Schröder (CDU), der als erster prominenter Politiker der Bundesrepublik die VR China besucht, wird überraschend von Regierungschef Zhou Enlai empfangen. China signalisiert Interesse an der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Bundesrepublik.

16.10.1975

Der CDU-Politiker Gerhard Schröder, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für auswärtige Angelegenheiten, erklärt seine Zustimmung zum deutsch-polnischen Abkommen über Finanzhilfen und die Ausreise Deutschstämmiger. Er steht damit im Gegensatz zur überwiegenden Mehrheit der CDU/CSU-Fraktion.

10.2.1978

Auf ihrem Bundeskongress in Hofheim wählen die Jungsozialisten Gerhard Schröder zum Vorsitzenden der SPD-Jugendorganisation. Schröder tritt die Nachfolge des 1977 aus der SPD ausgeschlossenen Klaus-Uwe Benneter an.

8.7.1984

Die Parteitagsdelegierten der niedersächsischen SPD wählen Gerhard Schröder zum neuen Spitzenkandidaten ihrer Partei für die nächste Landtagswahl im Jahr 1986.

17.12.1985

Gerhard Schröder, der Spitzenkandidat der SPD für die niedersächsische Landtagswahl 1986, besucht für drei Tage die DDR und wird dabei auch von Staats- und Parteichef Erich Honecker empfangen.

22.5.1989

Der niedersächsische Oppositionsführer Gerhard Schröder rückt als Nachfolger von Erhard Eppler ins SPD-Präsidium auf.

13.5.1990

Bei den Landtagswahlen in Niedersachsen löst die SPD die CDU/FDP-Regierung unter Ernst Albrecht ab. Die Sozialdemokraten mit ihrem Spitzenkandidaten Gerhard Schröder kommen auf 44,2% der Stimmen.

21.6.1990

Der niedersächsische Landtag wählt den Sozialdemokraten Gerhard Schröder zum neuen Ministerpräsidenten. Die Grünen sind an der neuen Regierung mit zwei Ministerposten beteiligt.

13.3.1994

Bei der Landtagswahl in Niedersachsen erreicht die SPD unter Ministerpräsident Gerhard Schröder mit 44,3% der Stimmen die absolute Mehrheit.

16.7.1994

Der niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder wird als Nachfolger von Johann Bruns auch zum Landesvorsitzenden der SPD gewählt.

31.8.1995

Der SPD-Parteivorsitzende Rudolf Scharping entlässt auf dem Höhepunkt eines seit Wochen anhaltenden innerparteilichen Machtkampfes seinen Widersacher Gerhard Schröder aus dem Amt des wirtschaftspolitischen Sprechers der Partei.

4.3.1996

Die niedersächsische Staatskanzlei gibt die Trennung von Ministerpräsident Gerhard Schröder (SPD) und seiner Frau Hiltrud bekannt.

17.10.1997

Hannover: Drei Wochen nach seiner Scheidung von Ehefrau Hiltrud heiratet der niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder (SPD) die Journalistin Doris Köpf.

2.3.1998

Einen Tag nach dem Erfolg bei der Landtagswahl in Niedersachsen nominiert die SPD-Spitze den niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder zum Kanzlerkandidaten der Partei für die Bundestagswahl am 27. September.

30.3.1998

In Hannover wird Ministerpräsident Gerhard Schröder vom neugewählten Landtag im Amt bestätigt.

17.4.1998

Leipzig: Mit 93,01% der Stimmen wählt der SPD-Sonderparteitag Gerhard Schröder zum Kanzlerkandidaten.

3.9.1998

Bonn: Bei ihrem einzigen Rededuell im Bundestag vor der Wahl am 27. September sprechen sich Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und sein sozialdemokratischer Herausforderer Gerhard Schröder gegenseitig die Fähigkeit ab, das Land sicher ins nächste Jahrhundert zu führen.

30.9.1998

Paris: Der künftige Bundeskanzler Gerhard Schröder und Frankreichs Präsident Jacques Chirac wollen die Reform der EU gemeinsam voranbringen. Dies wird bei Schröders Antrittsbesuch vereinbart.

19.10.1998

Bonn: Der parteilose Computerunternehmer Jost Stollmann verzichtet aus Protest gegen eine Beschneidung der Zuständigkeiten des Ministeriums auf den Posten eines Wirtschaftsministers. Für ihn nominiert der designierte Bundeskanzler Gerhard Schröder den früheren Veba-Manager Werner Müller.

27.10.1998

Bonn: Der Bundestag wählt den SPD-Politiker Gerhard Schröder zum siebten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland.

10.11.1998

Bonn: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bezeichnet in seiner Regierungserklärung den Abbau der Arbeitslosigkeit als primäres Ziel seiner Politik in den kommenden vier Jahren.

17.11.1998

Moskau: Bei seinem Antrittsbesuch lehnt Bundeskanzler Gerhard Schröder neue russische Kreditwünsche ab. Während seines zweitägigen Besuches hatte Schröder nicht nur mit Präsident Boris Jelzin und der Regierung, sondern auch mit der Opposition politische Gespräche geführt.

25.11.1998

Berlin: Erstmals tagt das Bundeskabinett in Berlin. Unter Leitung von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) berät die Ministerrunde im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR.

30.11.1998

Potsdam: Der erste deutsch- französische Gipfel seit dem Bonner Regierungswechsel beginnt. Bundeskanzler Gerhard Schröder und Staatspräsident Jacques Chirac kündigen an, sie wollten den beiderseitigen Beziehungen eine neue Dynamik geben.

10.12.1998

Bonn: Bundeskanzler Gerhard Schröder (CDU) nennt die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit das zentrale Thema der am 1. Januar 1999 beginnenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Zugleich fordert er in seiner Regierungserklärung eine größere Beitragsgerechtigkeit innerhalb der EU. Europas Probleme könnten nicht allein mit dem deutschen Scheckbuch gelöst werden.

22.12.1998

Bonn: In der Bundesregierung gibt es offenen Streit über die Atompolitik. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kritisiert in ungewöhnlich scharfer Form die Entscheidung von Umweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen), die Kommissionen für Reaktorsicherheit und Strahlenschutz aufzulösen.

16.2.1999

Bonn: Bei einem Treffen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) verständigen sich die Chefs von zwölf führenden deutschen Unternehmen, die im Zweiten Weltkrieg von Zwangsarbeitern profitierten, auf die Einrichtung eines Stiftungsfonds, aus dem rd. 200 000 bis 300 000 Überlebende eine Unterstützung in noch nicht bekannter Höhe erhalten sollen. Damit sollen weitere Sammelklagen gegen deutsche Unternehmen abgewendet werden.

8.3.1999

Beim ersten offiziellen Deutschland-Besuch eines tschechischen Regierungschefs seit 1992 vereinbaren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Ministerpräsident Milos Zeman einen endgültigen Schlussstrich unter die Vergangenheit. Das beiderseitige Verhältnis soll nicht mehr durch rechtliche oder finanzielle Fragen belastet werden. Bei den Sudetendeutschen und der Union lösten die Absprachen heftige Proteste aus.

11.3.1999

Oskar Lafontaine tritt überraschend sowohl als Bundesfinanzminister wie auch als SPD-Vorsitzender zurück. Bundeskanzler Gerhard Schröder bedauert Lafontaines Schritt, dem am Vortag ein Streit im Kabinett mit Schröder vorausgegangen war, der die "wirtschaftsunfreundliche Politik" von Lafontaine kritisiert hatte. Lafontaine, der auch sein Bundestagmandat aufgeben will, kündigt den völligen Rückzug aus der Politik an.

12.3.1999

Einen Tag nach dem Rücktritt von SPD-Chef und Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine übernimmt Bundeskanzler Gerhard Schröder kommissarisch den Parteivorsitz. Auf einem Sonderparteitag soll Schröder am 12. April zum neuen SPD-Chef gewählt werden, beschließen die Führungsgremien der Sozialdemokraten. Neuer Finanzminister wird der hessische Ministerpräsident Hans Eichel, dessen Amtszeit in Wiesbaden am 7. April endet. Bis dahin leitet Wirtschaftsminister Werner Müller auch das Finanzressort.

15.3.1999

Eine Verlängerung des steuerfreien Duty-Free-Einkaufs über den 30. Juni 1999 hinaus scheitert im EU-Finanzministerrat. Die Mehrheit der 15 Mitgliedsstaaten lehnt den Vorschlag von Bundeskanzler Gerhard Schröder ab, den Duty-Free-Einkauf im Fähr- und Flugverkehr in der Europäischen Union bis zum 31. Dezember 2001 zu verlängern, zugleich aber die Mehrwertsteuer zu erheben.

30.3.1999

Die NATO lehnt einen Verhandlungsvorschlag des russischen Ministerpräsidenten Jewgeni Primakow zur Beendigung der Luftangriffe auf Jugoslawien ab. Primakow hatte in Belgrad mit dem jugoslawischen Präsidenten Slobodan Miloševic über Wege aus der Krise beraten und anschließend Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in Bonn unterrichtet. Milosevic wollte neuen Verhandlungen erst nach einem Stopp der NATO-Luftangriffe zustimmen. Schröder sah darin keine Basis für eine politische Lösung.

12.4.1999

Bundeskanzler Gerhard Schröder wird auf dem SPD-Sonderparteitag mit 76% der Stimmen zum neuen SPD-Vorsitzenden gewählt. Schröder erhält 370 von 487 gültigen Stimmen. 102 votieren gegen ihn, 15 enthalten sich. Er ist der achte SPD-Vorsitzende in der Nachkriegszeit. Mit klarer Mehrheit billigen die Delegierten einen Antrag der Parteispitze, in der die Haltung der Bundesregierung im Kosovo-Konflikt ohne Einschränkung unterstützt.

6.5.1999

US-Präsident Bill Clinton und Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) besuchen gemeinsam ein Lager von Kosovo-Flüchtlingen in Ingelheim bei Mainz.

12.5.1999

Bundeskanzler Gerhard Schröder trifft zu einem eintägigen Arbeitsbesuch in Peking ein. Er will sein Bedauern für das NATO-Bombardement der Botschaft in Belgrad ausdrücken und die Volksrepublik in die westlichen Bemühungen um eine Friedenslösung für Jugoslawien einbinden.

8.6.1999

Der SPD-Vorsitzende Gerhard Schröder und Labour-Chef Tony Blair fordern in einem Positionspapier einen grundlegenden Wandel in der europäischen Sozialdemokratie.

24.6.1999

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) schlägt seinen Kanzleramtsminister Bodo Hombach als EU-Koordinator für den Wiederaufbau auf dem Balkan vor. Hombachs Nachfolger soll Staatssekretär Frank-Walter Steinmeier werden.Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) schlägt seinen Kanzleramtsminister Bodo Hombach als EU-Koordinator für den Wiederaufbau auf dem Balkan vor. Hombachs Nachfolger soll Staatssekretär Frank-Walter Steinmeier werden.

2.7.1999

Gegen scharfe Proteste der deutschen Landwirte verteidigt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) die Sparbeschlüsse der rot-grünen Koalition auf dem Deutschen Bauerntag in Cottbus.

9.7.1999

Der ukrainische Präsident Leonid Kutschma besteht darauf, einen versprochenen Kredit des Westen für den Weiterbau zweier Atomkraftwerke sowjetischen Typs zu verwenden. Ansonsten werde der Reaktor Tschernobyl nicht abgeschaltet. Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wollte Kutschma davon überzeugen, anstelle der Atomkraftwerke konventionelle Gas- und Kohlekraftwerke zu bauen.

20.7.1999

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) würdigt in Berlin den militärischen Widerstand im Nationalsozialismus als vorbildhaft für die Bundeswehr. Beim umstrittenen Rekrutengelöbnis am 55. Jahrestag des misslungenen Hitler-Attentats vom 20. Juli weist der Kanzler auf die gewachsene internationale Bedeutung der Bundeswehr hin.

22.7.1999

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) beruft den früheren Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff zum Regierungsbeauftragten für die Industriestiftung zur Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern. Der FDP-Politiker ist Nachfolger des bisherigen Kanzleramtsministers Bodo Hombach.

23.7.1999

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) reist in das Kosovo. Er besucht deutsche KFOR-Soldaten und trifft sich mit Vertretern aller Konfliktparteien.

28.7.1999

Der saarländische Ministerpräsident Reinhard Klimmt (SPD) wirft in einem an diesem Tag bekannt gewordenen Schreiben Bundeskanzler Gerhard Schröder eine Abkehr von sozialdemokratischen Grundwerten vor. In dem Schreiben heißt es u.a., Schröders "neoliberale Politik" lasse vermuten, die SPD wolle die soziale Gerechtigkeit "ausmustern".

4.8.1999

In einem persönlichen Brief an ältere Bürger verteidigt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) die Rentenpläne der rot-grünen Koalition. Der Plan der Bundesregierung, im Rahmen des Sparpakets die Renten in den nächsten zwei Jahren nur entsprechend der Inflationsrate anzuheben, hat z.T. heftigen Unmut ausgelöst.

23.8.1999

Deutschland wird wieder von Berlin aus regiert: Bundeskanzler Gerhard Schröder nimmt seine Arbeit am neuen Parlaments- und Regierungssitz auf - bis zur Fertigstellung des neuen Kanzleramtes im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR.

3.9.1999

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) beginnt einen zweitägigen Polen-Besuch. Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem polnischen Ministerpräsidenten Jerzy Buzek und Staatspräsident Aleksander Kwasniewski stehet u.a. Polens Weg in die Europäische Union.

9.9.1999

Bundeskanzler Gerhard Schröder holt den abgewählten saarländischen Ministerpräsidenten Reinhard Klimmt (beide SPD) als Bundesverkehrsminister in sein Kabinett.

10.9.1999

Bundeskanzler Gerhard Schröder dankt Ungarn aus Anlass des zehnten Jahrestages der Grenzöffnung, die DDR-Bürgern die Ausreise in den Westen ermöglichte, für die Mithilfe bei der deutschen Wiedervereinigung.

28.9.1999

Nach seinem Austritt aus der SPD kündigt der Bundestagsabgeordnete Uwe Hiksch den Wechsel zur PDS an. Der 35-Jährige Mandatsträger aus Coburg hatte die SPD aus Protest gegen den sozialpolitischen Kurs von Bundeskanzler Gerhard Schröder verlassen.

3.10.1999

In Wiesbaden wird der neunte Jahrestag der deutschen Einheit gefeiert. Bei dem offiziellen Festakt ruft Bundeskanzler Gerhard Schröder zu weiteren Anstrengungen für das Zusammenwachsen der alten und neuen Länder auf.

3.10.1999

Die "Welt am Sonntag" druckt erste Auszüge aus "Das Herz schlägt links", der politischen Abrechnung des früheren SPD-Chefs Oskar Lafontaine mit der Politik von Bundeskanzler Gerhard Schröder.

6.10.1999

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) erteilt auf dem Gewerkschaftstag der IG Metall in Hamburg dem Plan einer "Rente mit 60" eine Absage, da sie nicht finanzierbar sei.

14.10.1999

Im Beisein der Regierungschefs von Frankreich und Deutschland, Lionel Jospin und Gerhard Schröder, wird in Straßburg der Fusionsvertrag der beiden größten Luft- und Raumfahrtunternehmen ihrer Länder unterzeichnet. Mit der Fusion der französischen Aérospatiale Matra und der deutschen DaimlerChrysler Aerospace AG (Dasa) entsteht der weltweit drittgrößte Konzern der Branche.

22.10.1999

Fast zweieinhalb Jahre nach dem Baubeginn feiern Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Gäste Richtfest im 465 Mio. DM teuren Bundeskanzleramt in Berlin.

5.11.1999

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) beendet eine am 31. Oktober begonnene offizielle Reise nach Japan und China.

24.11.1999

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und die Gläubigerbanken des kurz vor dem Konkurs stehenden Frankfurter Baukonzerns Philipp Holzmann AG vereinbaren ein Rettungskonzept für den überschuldeten Branchenriesen.

30.11.1999

In einer Rede vor dem französischen Parlament sichert Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Kontinuität in der deutschen Außenpolitik zu. Die erste Rede eines deutschen Kanzlers vor der Nationalversammlung ist der Höhepunkt des 74. deutsch-französischen Gipfeltreffens.

7.12.1999

Mit 86,3% der Stimmen wird Bundeskanzler Gerhard Schröder auf dem SPD-Bundesparteitag in Berlin als Parteichef bestätigt.

21.12.1999

Die Bundesregierung will die Steuerlast der Arbeitnehmer und Unternehmen bis 2005 netto um mehr als 70 Mrd. DM reduzieren. Dies geben Bundeskanzler Gerhard Schröder und Finanzminister Hans Eichel (beide SPD) bekannt. So sollen der Eingangssatz der Einkommensteuer auf 15% und der Spitzensatz auf 45% gesenkt werden.

31.12.1999

Bundeskanzler Gerhard Schröder ruft in seiner Neujahrsrede dazu auf, den Wechsel ins Jahr 2000 vor allem mit Optimismus und Zuversicht zu begehen. Gleichzeitig appelliert der Kanzler an die Deutschen, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen.

9.1.2000

Berlin: Bundesregierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften verständigen sich im "Bündnis für Arbeit" darauf, Wege für den vorzeitigen Ausstieg aus dem Arbeitsleben zu finden und legen ihre Auseinandersetzung über das Reizthema "Rente mit 60" bei. Nach mehreren Anläufen einigen sich die Tarifpartner unter der Vermittlung von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf einen Kompromiss, der ein früheres Ausscheiden aus dem Berufsleben mit einer längerfristig angelegten Tarifpolitik verknüpft. Zugleich einigen sich die Beteiligten für die Lohnrunde 2000 auf eine beschäftigungsorientierte und längerfristige Tarifpolitik, wobei sich die Lohnsteigerungen allein am Produktivitätszuwachs orientieren sollen.

19.1.2000

Berlin: Die 19 deutschen Kernkraftwerke sollen in der Regel nach einer Laufzeit von 30 Jahren vom Netz gehen. Auf diese Verhandlungslinie mit der Wirtschaft verständigen sich die zuständigen Fachminister bei einem Treffen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).

27.1.2000

Berlin: Nach mehr als zehnjährigem Streit um das Holocaust-Mahnmal werden im Beisein von Bundespräsident Johannes Rau und Bundeskanzler Gerhard Schröder vier Informationstafeln auf dem Baugelände in der Nähe des Brandenburger Tores aufgestellt. Vor dem Festakt gedenkt der Bundestag den Opfern des Nationalsozialismus und der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor 55 Jahren.

23.2.2000

Hannover: Bei der offiziellen Eröffnung der weltgrößten Computermesse CeBIT erklärt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), dass die Bundesregierung High-Tech-Spezialisten nach Deutschland holen wolle, um den Personalmangel in der boomenden Computer- und Telekomindustrie zu beheben. Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern könnten eine Aufenthaltserlaubnis nach dem Vorbild der US-amerikanischen "Green Card" bekommen.

7.3.2000

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kündigt an, er wolle der EU den Präsidenten der Osteuropabank in London, Horst Köhler, als neuen Bewerber für den Chefposten beim Internationalen Währungsfonds (IWF) vorschlagen. Köhler soll anstelle von Finanzstaatssekretär Caio Koch-Weser kandidieren. Er hatte auf die Bewerbung angesichts der Ablehnung der USA verzichtet.

8.3.2000

Passau: Die politischen Skandale der vergangenen Wochen prägen den traditionellen Politischen Aschermittwoch in Bayern. Der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber kündigt an, die Union werde sich wieder stärker in die Politik der Bundesregierung einmischen. Die ruhigen Zeiten für Bundeskanzler Gerhard Schröder gingen zu Ende. Seine fast dreistündige Rede endet mit der Botschaft: "Nach dem Aschermittwoch ziehen wir das Büßerhemd aus und den Kampfanzug wieder an."

31.3.2000

Tiflis: Bei einem zweitägigen Besuch in Georgien verspricht Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) dem transkaukasischen Land weitere 60 Mio. DM Hilfe. Staatschef Eduard Schewardnadse - zu Sowjetzeiten einst Außenminister der UdSSR - ernennt Schröders Reisegefährten, den früheren Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, zum Ehrenbürger Georgiens. In einer Rede vor dem georgischen Parlament fordert Schröder Europa zur Mitarbeit an einem Stabilitätspakt für die Kaukasusregion auf.

28.4.2000

Gnesen: Die Regierungschefs Polens, Deutschlands, Ungarns, Tschechiens und der Slowakei bekräftigen auf einem Treffen in ihrer "Gnesener Deklaration" ihren Willen zum gemeinsamen Aufbau eines geeinten Europas. Bundeskanzler Gerhard Schröder fordert die Deutschen auf, die Osterweiterung der Europäischen Union als Chance und nicht als Risiko zu begreifen. Der historische Rahmen des Treffens war die Gründung der polnischen Nation 1000 Jahre zuvor in Gnesen (Gniezno).

1.5.2000

Hannover: In Deutschland rufen die Gewerkschaften auf ihren Mai-Kundgebungen zu einer neuen Beschäftigungsoffensive auf und mahnen eine sozial ausgerichtete Steuer- und Finanzpolitik an. Der DGB-Vorsitzende Dieter Schulte sagt auf der zentralen Kundgebung in Hannover, angesichts des hohen Wachstums seien die Voraussetzungen für die Schaffung neuer Arbeitsplätze so gut wie nie zuvor. Bundeskanzler Gerhard Schröder kündigt als Gastredner an, die Regierung wolle die Erwerbslosenzahl noch in dieser Wahlperiode deutlich unter 3,5 Mio. senken. In Hamburg und Berlin kommt es zu Krawallen autonomer Gruppierungen.

6.5.2000

Göhren-Lebbin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnet an der mecklenburgischen Seenplatte eine der größten Ferienanlagen Europas. Die mit über 2000 Betten ausgestattete Anlage "Land Fleesensee" war innerhalb von 20 Monaten für rund 400 Mio. DM entstanden. Die fünf Betreiber wollen die rund 500 ha große Hotel- und Golfanlage zu einer Top-Urlaubsadresse in Europa ausbauen.

8.5.2000

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) würdigt den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung und eröffnet am 55. Jahrestag der Kapitulation des Dritten Reiches in der wieder errichteten Berliner Synagoge die Ausstellung "Juden in Berlin 1938 - 1945".

31.5.2000

Hannover: Mit einer internationalen Eröffnungsgala, zu der Bundeskanzler Gerhard Schröder, Bundespräsident Johannes Rau und Expo-Chefin Birgit Breuel rd. 3000 in- und ausländische Gäste eingeladen haben, wird die erste Weltausstellung auf deutschem Boden eröffnet. Während der 153 Tage dauernden Expo 2000 sind auf einer rd. 170 ha großen Fläche 155 Nationen und 27 Organisationen vertreten. Die Weltausstellung steht unter dem inhaltlichen Motto: "Mensch - Natur - Technik - eine neue Welt entsteht".

31.5.2000

Wolfsburg: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnet gemeinsam mit VW-Chef Ferdinand Piech die "Autostadt". Das rd. 850 Mio. DM teure Vorzeigeprojekt auf einem 25 ha großen Gelände am Rande des Wolfsburger Stammwerkes umfasst u.a. ein Museum, Pavillons der einzelnen VW-Marken und ein Kundenzentrum, in dem täglich bis zu tausend Neuwagen von Privatkäufern abgeholt werden können.

5.6.2000

Tallinn: Als erster deutscher Regierungschef reist Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zu einem dreitägigen offiziellen Besuch in die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.

10.7.2000

Berlin: Trotz Differenzen in der Frage der Menschenrechte vereinbaren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der iranische Präsident Mohammed Khatami eine intensivere Zusammenarbeit beider Länder.

21.8.2000

Bad Elster: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) beginnt in Sachsen seine zweiwöchige Sommerreise durch die fünf neuen Bundesländer. Zu den wichtigsten Themen der Tour, die am 1. September in Cottbus endet, gehören die Gewalttaten Rechtsextremer.

24.8.2000

Manila: Bundeskanzler Gerhard Schröder appelliert gemeinsam mit den Präsidenten Frankreichs und Finnlands, Jacques Chirac und Tarja Halonen, an die philippinische Regierung, die Sicherheit der Geiseln auf Jolo zu gewährleisten und nicht durch Gewaltaktionen deren Freilassung aufs Spiel zu setzen.

3.9.2000

Berlin: Als erster sozialdemokratischer Bundeskanzler spricht Gerhard Schröder bei einem Festakt des Bundes der Vertriebenen.

6.9.2000

New York: Auf der 55. UNO-Vollversammlung bekräftigt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) das Interesse Deutschlands an einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat.

19.10.2000

Seoul: Am Vortag des dritten europäisch-asiatischen Gipfeltreffens ASEM kündigt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea an.

1.11.2000

Gasa: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) spricht zum Abschluss seiner fünftägigen Nahost-Reise mit Palästinenser-Präsident Jasir Arafat.

6.12.2000

Warschau: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) besucht 30 Jahre nach dem historischen Kniefall von Willy Brandt vor dem Ghetto-Mahnmal die polnische Hauptstadt. Nach einer Rede vor dem Sejm nimmt Schröder an der Enthüllung eines Denkmals und der Benennung des Willy-Brandt-Platzes in der Nähe des Ghetto-Mahnmals teil.

7.1.2001

Moskau : Russlands Präsident Wladimir Putin sagt eine vollständige Rückzahlung der Altschulden aus sowjetischer Zeit zu. Bei der Verabschiedung von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), der mit seiner Frau auf Einladung der Putins in Moskau das orthodoxe Weihnachtsfest verbracht hatte, versichert Putin, Russland werde seine Verpflichtungen erfüllen. Russland schuldet den Gläubigerländern rd. 100 Mrd. DM, 43 davon Deutschland.

8.1.2001

Berlin : Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) spricht sich für einen Verzicht der NATO auf uranhaltige Munition aus. Zudem fordert Schröder eine rückhaltlose Aufklärung möglicher Gesundheitsgefahren durch uranhaltige Geschosse. Vor allem im Kosovo verwendete die NATO 1999 nach eigenen Angaben solche Munition von Flugzeugen aus, um serbische Panzerfahrzeuge und Bunker-Stellungen wirksam anzugreifen.

9.1.2001

Berlin: Sechs Wochen nach dem ersten Auftreten der Rinderseuche BSE in Deutschland treten die Bundesminister für Gesundheit und Landwirtschaft, Andrea Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) und Karl-Heinz Funke (SPD), zurück. Zu ihren Nachfolgern beruft Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am folgenden Tag die SPD-Politikerin Ulla Schmidt und die bisherige Grünen-Sprecherin Renate Künast, die einen grundlegenden Wechsel in der Agrarpolitik unter verstärkter Förderung des ökologischen Landbaus durchsetzen will.

17.1.2001

Berlin : In einer kontroversen Debatte im Deutschen Bundestag stellt sich Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) demonstrativ hinter den wegen seiner Sponti-Vergangenheit unter Druck geratenen Außenminister Joschka Fischer (Bündnis 90/Die Grünen). Schröder hält der Opposition vor, sie wolle mit der Kritik an Fischers militanter Vergangenheit dessen politische Existenz vernichten. Dagegen erklärt die CDU-Vorsitzende Angela Merkel, es sei nicht erkenntlich, ob der Minister gänzlich der Gewalt abgeschworen habe. Fischer selbst äußerte sich erneut über seine militante linke Vergangenheit und erklärt u.a., er habe niemals Molotow-Cocktails auf Polizisten geworfen oder dazu aufgerufen.

24.1.2001

Berlin: Nach heftigen Protesten, auch aus den eigenen Reihen, zieht die CDU nach nur einem Tag ein Werbemotiv zurück, auf dem Kanzler Gerhard Schröder ähnlich wie bei Verbrecherfotos von vorn und von beiden Seiten sowie mit einem Aktenzeichen am unteren Bildrand gezeigt und im Text der Renten-Lüge bezichtigt wird. CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer räumt ein, dass man nicht bedacht habe, wie das Plakat allgemein aufgenommen werde.

1.2.2001

Blaesheim : Die Atomtransporte zwischen Deutschland und Frankreich werden wieder aufgenommen. Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Frankreichs Premierminister Lionel Jospin vereinbaren, künftig zweimal jährlich deutschen Atommüll aus der Wiederaufarbeitungsanlage zurück La Hague nach Gorleben zu transportieren.

27.2.2001

Neustadt an der Weinstraße: Polen kann bei Fortschritten innerer Reformen mit einer raschen Aufnahme in die Europäische Union rechnen. Diese Zusage erhält der polnische Präsident Aleksander Kwasniewski bei einem Treffen mit dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac.

13.3.2001

Berlin: Nach monatelangen Verzögerungen ist das Geld für die Entschädigung ehemaligerNS-Zwangsarbeiter gesichert. "Die Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft hat die vollen fünf Milliarden Mark beisammen", kündigt der Sprecher der Initiative, Wolfgang Gibowski, unmittelbar vor einem Spitzengespräch bei Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) an. Mit der Auszahlung könne begonnen werden, sobald Rechtssicherheit für die deutschen Unternehmen gewährt werde, so Gibowski.

21.3.2001

Hannover : Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will den deutschen Arbeitsmarkt weiter für ausländische Fachkräfte öffnen. Die Einführung einer Greencard für die Computer- und Telekommunikationsbranche sei nur ein erster Schritt gewesen, sagt Schröder bei der Eröffnung der weltgrößten Computermesse CeBIT. In Hannover präsentieren sich bis zum 28. März insgesamt 8106 Aussteller und damit über 200 mehr als im Vorjahr.

29.3.2001

Washington: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) trifft in zu seinem ersten Gespräch mit US-Präsident George W. Bush zusammen. Ein Hauptthema des Treffens ist der Klimaschutz. Schröder versucht ohne Erfolg, den US-Präsidenten zur Einhaltung des Kyoto-Klimaschutzabkommens zu bewegen. Die USA wollen sich nicht an das 1997 vereinbarte Programm halten. Die Industrieländer hatten sich seinerzeit verpflichtet, den Ausstoß der Treibhausgase bis 2010 schrittweise zu senken. Auch die USA unterzeichneten die Vereinbarung, der Vertrag war jedoch nicht vom Senat ratifiziert worden.

6.4.2001

Berlin : Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) fordert von den Arbeitsämtern ein härteres Vorgehen gegen Arbeitslose, die einen angebotenen Job ablehnen. "Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft", sagt der SPD-Vorsitzende in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung.

9.4.2001

St. Petersburg : Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sichert Russlands Präsidenten Wladimir Putin die volle Unterstützung Deutschlands auf dem Weg zu einer europäischen Werte- und Wirtschaftsordnung zu. Das Treffen erfolgt im Rahmen des zweitägigen sog. Petersburger Dialogs, an dem mehr als 130 deutsche und russische Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur teilnehmen.

2.5.2001

Berlin : Knapp zwei Jahre nach dem Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin wird das neue Bundeskanzleramt eröffnet. Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte angesichts der Kritik an dem von seinem Vorgänger Helmut Kohl gebilligten Entwurf, wichtiger als die Architektur sei das, was in dem neuen Kanzleramt erarbeitet werde. In dem 465 Mio. DM teuren Neubau gegenüber dem Reichstag stehen dem Kanzler und seinen 510 Mitarbeitern 370 Büros zur Verfügung. Die Nutzfläche beträgt rd. 19 000 Quadratmeter. Auf der ersten Kabinettssitzung in dem neuen Gebäude wird ein nationaler 24-köpfiger Ethikrat einberufen. Er soll sich mit moralischen Fragen und ethischen Grenzen bei der Bio- und Gentechnik befassen. Dazu beruft Schröder namhafte Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und Repräsentanten des öffentlichen Lebens, wie Vertreter der Kirchen, Gewerkschaften und einer Behinderten-Selbsthilfegruppe.

9.5.2001

Gera: Bundeskanzler Gerhard Schröder trifft seine ihm bisher unbekannten Cousinen Inge Siegel und Heidelinde Munkewitz. Schröders Schwester Gunhild Kamp-Schröder war bei Nachforschungen zum Grab ihres Vaters Fritz auf dessen Bruder Kurt und seine Töchter gestoßen.

14.5.2001

Frankfurt am Main : Die "Frankfurter Allgemeine" berichtet über den Inhalt eines geheimen Fernschreibens vom 31. März, in dem der deutsche Botschafter Jürgen Chrobog Details eines Gespräches im Weißen Haus beim Antrittsbesuch von Bundeskanzler Gerhard Schröder beim neuen US-Präsidenten George W. Bush am 29. März niederlegt. Darin wird über angebliche Äußerungen von Libyens Staatschef Muammar El-Gaddafi gegenüber Michael Steiner, dem außenpolitischen Berater des Bundeskanzlers, berichtet. Dazu heißt es: "Steiner berichtete über seine Gespräche mit Gaddafi in Libyen. Dieser habe gestanden, dass sich Libyen an terroristischen Aktionen (,La Belle', Lockerbie) beteiligt habe." Die Veröffentlichung der vertraulichen Protokolle löst Irritationen im Verhältnis zwischen Deutschland und den USA aus.

31.5.2001

Berlin : In einer parlamentarischen Grundsatzdebatte über die Gen- und Biotechnik spricht sich Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) dafür aus, Gentests und Forschung an Embryos in engen Grenzen zu erlauben. In der Debatte betonen Redner aller Fraktionen, dass es auch für die Wissenschaft moralische Grenzen geben müsse.

7.6.2001

Berlin: Nach tagelangem Tauziehen verkündet der SPD-Landesvorsitzende Peter Strieder das Ende der seit 1991 bestehenden Zusammenarbeit mit der CDU. Zuvor hatten die Sozialdemokraten ein vom Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) vorgelegtes Sanierungskonzept abgelehnt und damit die Konsequenzen aus dem Dauerstreit über die Landesfinanzen und den monatelangen Querelen um die Spendenaffäre des früheren CDU-Fraktionschefs Klaus Landowsky gezogen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gibt der Berliner SPD freie Hand für eine Koalition auch mit der PDS nach einer vorgezogenen Wahl.

18.6.2001

Frankfurt an der Oder : Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) unterstützt den Wunsch Polens nach einem Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 2004. Unterschiedlicher Auffassung sind Schröder und sein polnischer Amtskollege Jerzy Buzek bei der Frage der Freizügigkeit von Arbeitnehmern aus neuen EU-Staaten. Schröder fordert eine Übergangsfrist von sieben Jahren, Polen lehnt dies ab.

24.8.2001

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnet die 43. Internationale Funkausstellung. Besucher können sich bis zum 2. September auf dem Messegelände am Funkturm über die Neuheiten der mehr als 900 Aussteller aus 40 Ländern informieren.

12.9.2001

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder sichert den USA nach den verheerenden Anschlägen am Vortag uneingeschränkte Solidarität zu.

30.10.2001

Berlin: Zum 40. Jahrestag des Anwerbeabkommens mit der Türkei würdigt Bundeskanzler Gerhard Schröder die Verdienste der in Deutschland lebenden Türken.

2.11.2001

Schanghai: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) beendet seinen dreitägigen China-Besuch.

16.11.2001

Berlin: Der Bundestag spricht Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) mit den Stimmen von 336 der 662 Abgeordneten das Vertrauen aus und macht zugleich den Weg frei für einen Anti-Terror-Einsatz der Bundeswehr.

19.11.2001

Nürnberg: Auf dem SPD-Bundesparteitag wird Bundeskanzler Gerhard Schröder als Parteivorsitzender bestätigt.

21.11.2001

Berlin: Der bisherige deutsche UNO-Botschafter Dieter Kastrup wird als Nachfolger des zurückgetretenen Michael Steiner außenpolitischer Berater von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).

11.1.2002

Magdeburg: Der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber wird gemeinsamer Kanzlerkandidat der Unionsparteien. CDU-Chefin Angela Merkel verzichtet offiziell zu Gunsten Stoibers auf eine Bewerbung, erklärt sie bei einer CDU-Klausurtagung. Ihr Vorschlag wird vom CDU-Vorstand einstimmig angenommen. Der bayerische Ministerpräsident wird damit bei der Bundestagswahl am 22. September zum Herausforderer von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Er ist nach Franz Josef Strauß (1980) der zweite CSU-Politiker, der für die Union antritt.

25.1.2002

Berlin: Bei einem Treffen des Bündnisses für Arbeit können sich die Spitzenvertreter von Gewerkschaften und Arbeitgebern bei Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nicht auf einen Konsens in der Lohnpolitik einigen. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hält den Gewerkschaften eine Blockadehaltung vor; DGB-Chef Dieter Schulte erklärt, er werde sich keinem Diktat unterwerfen.

27.1.2002

Berlin : Das von Schließung bedrohte Waggonbauwerk in Ammendorf bei Halle (Sachsen-Anhalt) ist vorerst gerettet. Der Chef des kanadischen Bombardier-Konzerns, Laurent Beaudoin, erklärt in einem Gespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), das Werk mit rund 850 Beschäftigten größtenteils zu erhalten. Bombardier hatte erst im November 2001 angekündigt, es wolle zwei Standorte in Ostdeutschland aufgeben und mehr als 1100 Stellen streichen.

31.1.2002

Washington : In einem Gespräch mit George Bush sichert der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) dem US-Präsidenten einen längerfristigen deutschen Einsatz in Afghanistan zu. Schwerpunkt könne die Ausbildung von Polizisten sein, sagt Schröder. Die Diskussion um ein deutsches Kommando in der Friedenstruppe für Afghanistan spielte nach Auskunft des Kanzlers bei seinem Besuch im Weißen Haus keine Rolle. Schon im Vorfeld hatte Schröder eine solche Aufgabe für die Bundeswehr wegen zahlreicher Auslandseinsätze ausgeschlossen.

5.2.2002

Straßburg: Mit einer Liberalisierung des Automarktes will die Europäische Union für preisgünstigere Neuwagen sorgen. Dazu soll z. B. die enge Bindung der Vertragshändler an die Hersteller gelockert werden. EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti begründet die Maßnahme vor dem Europaparlament mit den derzeit stark unterschiedlichen Autopreisen in Europa. Kritik kommt u.a. von Seiten der Autohersteller und der Gewerkschaften. Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kritisiert die daraus entstehenden enormen Wettbewerbsnachteile für die deutsche Automobilindustrie.

10.2.2002

Berlin : Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) fliegt zu seinem ersten Besuch nach Lateinamerika. Auf der einwöchigen Reise macht er in Mexiko, Brasilien und Argentinien Station. Schwerpunkt der Gespräche sind der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen. Begleitet wird Schröder von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller und einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation.

25.2.2002

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der britische Premierminister Tony Blair fordern eine grundlegende Reform der Europäischen Union. Angesichts der bevorstehenden EU-Erweiterung auf demnächst 27 oder mehr Mitglieder müsse die Arbeit des Europäischen Rats und der Ministerräte gestrafft sowie effizienter gemacht werden. So sollten EU-Ratssitzungen in Zukunft teilweise öffentlich abgehalten werden. Zudem sollte im Europäischen Rat häufiger von Mehrheitsentscheidungen Gebrauch gemacht werden.

26.2.2002

Berlin : Im Streit um das von der rot-grünen Koalition geplante Gesetz zur Zuwanderung lehnt die CDU/CSU auch den jüngsten Kompromissvorschlag der Bundesregierung ab. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach sagt, der von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) präsentierte Gesetzentwurf sei aus Sicht der Union "nicht zustimmungsfähig". SPD und Grüne hatten sich bemüht, insbesondere auf die Forderungen des bei einer Abstimmung im Bundesrat entscheidenden Landes Brandenburg einzugehen. So ist u.a. vorgesehen, das Nachzugsalter für Kinder von bisher 14 auf zwölf Jahre zu senken.

28.2.2002

Berlin : Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sagt endgültig seine für März geplante Prag-Reise ohne Begründung ab. Anlass sind u.a. Äußerungen des tschechischen Ministerpräsidenten Milos Zeman, der die Sudetendeutschen pauschal als fünfte Kolonne Hitlers bezeichnet hatte, diesen Vorwurf aber später relativierte.

8.3.2002

Triest: Nach einem Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi in Triest versichert Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), Europa-feindliche Äußerungen italienischer Minister seien "nicht allzu ernst"s zu nehmen. Er bezieht sich dabei auf umstrittene Äußerungen des Liga-Nord-Chefs Umberto Bossi. Er hatte die EU als "Sowjetunion des Westens" bezeichnet und von einem neuen Faschismus und Stalinismus gesprochen.

12.3.2002

Hannover : Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnet die weltgrößte Computermesse "Cebit". Bis zum 20. März präsentieren 7962 Aussteller aus 61 Ländern das Neueste aus der Welt von Computer, Internet und Telekommunikation.

10.4.2002

Weimar : Bundeskanzler Gerhard Schröder und der russische Präsident Wladimir Putin erzielen am zweiten und letzten Tag der Regierungskonsultationen eine Einigung über die Altschulden der früheren Sowjetunion gegenüber der DDR. Russland wird demnach einen Betrag von 500 Mio. Euro zahlen, davon zwei Drittel noch im Jahr 2002. Der Betrag der Altschuldenzahlung ist allerdings nur ein Bruchteil der von Deutschland ursprünglich geforderten Summe von rund 7,6 Mrd. Euro.

14.4.2002

Hannover : Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnet die Hannover-Messe 2002. Auf der weltgrößten Industrieschau präsentieren vom 15. bis zum 20. April knapp 7000 Aussteller aus 69 Ländern ihre Neuheiten.

24.4.2002

Berlin : Die Sozialdemokraten ziehen mit einer Koalitionsaussage zu Gunsten der Grünen in den Bundestagswahlkampf. Abhängig vom Ausgang der Wahl am 22. September 2002 halte sich die SPD jedoch auch andere Optionen offen, erklärt der Parteichef und Bundeskanzler Gerhard Schröder bei der Vorstellung des Wahlprogramms. Eine Koalition mit der PDS im Bund schließt Schröder aus. Schwerpunkte setzt die SPD bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und in der Familienpolitik.

27.4.2002

Erfurt : Mit einem ökumenischen Gottesdienst gedenken im Erfurter Dom mehr als 2000 Menschen der Opfer des Amoklaufs im Gutenberg-Gymnasium der Stadt. Unter den Trauergästen sind auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel (CSU). Bei seinem Amoklauf feuerte der Täter am 26. April nach Angaben der Polizei mehr als 40 Schüsse ab. Dabei kamen 13 Lehrer, ein Polizist und zwei Schüler ums Leben.

9.5.2002

Kabul : Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) stellt anlässlich eines Besuches bei den deutschen Soldaten in der afghanischen Hauptstadt eine Verlängerung des Mandats der internationalen Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) über den 20. Juni 2002 hinaus in Aussicht. Ihren Einsatz außerhalb von Kabul lehnt er jedoch ab.

23.5.2002

Berlin: Im Deutschen Bundestag hält US-Präsident George W. Bush eine Grundsatzrede und ruft darin Europa und Russland zum gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus und die Feinde der Freiheit auf. Es gebe hier eine "riesige aggressive Kraft", gegen die man sich "entschieden" und "vereint" stellen müsse. Drei PDS-Abgeordnete entrollen während Bushs Rede im Bundestagsplenum ein Transparent mit der Aufschrift: "Mr. Bush + Mr. Schröder stop your wars" (Herr Bush, Herr Schröder, beenden Sie Ihre Kriege), das umgehend von Saaldienern entfernt wird. Kurz vor seiner Rede im Bundestag erklärt Bush nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder, für einen Feldzug gegen Irak lägen derzeit noch keine konkreten Pläne auf dem Tisch. Dennoch halte er sich gegen Saddam Hussein alle Optionen offen.

2.6.2002

Berlin: Mit Angriffen auf die Unionsparteien und einer klaren Abgrenzung zur FDP schwört Bundeskanzler Gerhard Schröder die SPD auf die heiße Phase des Wahlkampfs ein. Mit großer Mehrheit verabschieden die rund 520 Delegierten das Wahlprogramm mit dem Motto " Erneuerung und Zusammenhalt " . Zentrale Themen sind neben der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit weitere Schritte zur Haushaltskonsolidierung sowie Reformen in der Familien- und Bildungspolitik. Die Koalition mit den Grünen soll fortgesetzt werden.

13.6.2002

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bezeichnet die Bildung als zentrale soziale Frage des 21. Jahrhunderts. In seiner Regierungserklärung zur Bildungspolitik ruft er zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung auf, um Fehlentwicklungen zu stoppen. Alle Schüler und ihre Begabungen müssten unabhängig von ihrer Herkunft oder dem Geldbeutel der Eltern gefördert werden. Der Bundestag beschließt die Einrichtung eines Sachverständigenrates zur Bildungspolitik.

18.7.2002

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder reagiert auf Medienberichte über Honorarzahlungen des PR-Unternehmers Moritz Hunzinger an Rudolf Scharping und entlässt seinen Verteidigungsminister.

3.8.2002

Hannover : Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) warnt die USA vor einem Militärschlag gegen den Irak und lehnt eine deutsche Beteiligung an den Kosten eines solchen Einsatzes ab. Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) bezeichnet einen Einsatz deutscher Truppen bei einem US-Angriff auf Irak als hypothetisch.

14.8.2002

Berlin: Nach einer Visite von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in den Überschwemmungsgebieten in Sachsen beschließt das Kabinett ein 12-Punkte-Sofortprogramm.

16.8.2002

Berlin: Nach gut fünfmonatiger Arbeit übergibt die von VW-Personalvorstand Peter Hartz geleitete Kommission im Französischen Dom ihre Vorschläge an Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Hartz zeigt sich überzeugt, die Zahl der Arbeitslosen bis 2005 halbieren und die Arbeitslosenversicherung in der Endstufe um 19,6 Mrd. im Jahr entlasten zu können.

25.8.2002

Berlin: Kanzler Gerhard Schröder (SPD) und der Unionskanzlerkandidat und bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) treffen sich zum ersten TV-Duell.

26.8.2002

Magdeburg: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kündigt einen weitreichenden Ersatz von Schäden für die Opfer der Flutkatastrophe an.

5.9.2002

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) stellt das "Kuratorium Fluthilfe" vor, das sich unter Leitung des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker um die gerechte Verteilung der Spenden- und Hilfsgelder für die Hochwasseropfer kümmern wird.

8.9.2002

Berlin: 15,26 Mio. Zuschauer sehen in ARD und ZDF das zweite TV-Duell zwischen Gerhard Schröder (SPD) und Edmund Stoiber (CSU).

22.9.2002

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kann nach einem knappen Sieg bei der Wahl zum 15. Deutschen Bundestag die Koalition mit Bündnis 90/Die Grünen fortsetzen.

2.10.2002

Paris: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der französische Präsident Jacques Chirac können sich nicht auf eine gemeinsame Haltung zum Irak-Konflikt einigen. Anders als Deutschland will sich Frankreich die Option zu einem Militäreinsatz an der Seite der USA offen halten.

16.10.2002

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder stellt sein neues Kabinett vor, dem vier neue Minister aus der SPD angehören. SPD und Grüne unterzeichnen den 88-seitigen Koalitionsvertrag.

22.10.2002

Berlin: Der 15. Deutsche Bundestag wählt Gerhard Schröder (SPD) mit 305 der 599 abgegebenen Stimmen ein zweites Mal zum Bundeskanzler.

29.10.2002

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) verteidigt in seiner ersten Regierungserklärung nach der Wahl den mit teilweise rigiden Eingriffen verbundenen Sparkurs der Regierung. CDU-Chefin Angela Merkel wirft in ihrer Rede Schröder Täuschung und Betrug am Wähler vor.

27.11.2002

Berlin: Deutschland will nach Angaben von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) den USA und anderen NATO-Staaten bei einem Angriff auf den Irak alle Überflug- und Transitrechte, aber keine militärische Unterstützung gewähren. Israel soll allerdings aus moralischen Gründen das Luftabwehrsystem "Patriot" und den gepanzerten "Fuchs"-Truppentransporter gestellt bekommen.

2.12.2002

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) erteilt Steuererhöhungen eine Absage und mahnt seine Partei zur Disziplin: Die "Kakophonie in den eigenen Reihen" müsse aufhören.

16.12.2002

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kündigt die Einführung einer Zinsabgeltungssteuer an. Kapitalerträge sollen dann über einen Freibetrag hinaus einheitlich mit einem Satz von 25% besteuert werden.

7.1.2003

Wiesbaden: Die SPD-Spitze unterstützt auf ihrer Klausurtagung einmütig den Kurs von Bundeskanzler Gerhard Schröder in der Wirtschafts- und Sozialpolitik und billigt ein Konzept von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement für eine groß angelegte Mittelstandsinitiative.

27.1.2003

Berlin: Am Holocaust-Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus unterzeichnen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der Präsident des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, einen Staatsvertrag über die künftige kulturelle und soziale Zusammenarbeit.

9.2.2003

Berlin: Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Russlands Präsident Wladimir Putin bekräftigen ihren Willen, den Irak mit friedlichen Mitteln abzurüsten. Putin sagt, sein Land stimme in dieser Frage weitgehend mit Deutschland, Frankreich und auch China überein.

12.2.2003

Arrecife: Auf der Kanaren-Insel Lanzarote scheitert der Versuch des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) und des spanischen Ministerpräsident José Maria Aznar, ihre Differenzen in der Irak-Frage zu überwinden.

13.2.2003

Berlin: In einer Regierungserklärung bekräftigt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sein Nein zu einem Irak-Krieg. Dagegen wirft ihm die Opposition vor, durch seine Verweigerungshaltung Deutschland isoliert und einen Krieg wahrscheinlicher gemacht zu haben.

26.2.2003

Moskau: Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der russische Präsident Wladimir Putin bekräftigen ihre Absicht, die Irak-Krise friedlich lösen zu wollen.

3.3.2003

Berlin: Das erste Spitzengespräch zwischen Regierung, Gewerkschaften und Arbeitgebern seit über einem Jahr bleibt ohne Erfolg. Damit gilt das "Bündnis für Arbeit" in seiner bisherigen Form als gescheitert. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will nun am 14. März im Bundestag ein eigenes Reformpaket vorlegen.

11.3.2003

Hannover: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnet die Computermesse CeBIT in Hannover. Dort zeigen bis zum 19. März mehr als 6 500 Aussteller aus 69 Ländern Dienstleistungen und neue Produkte rund um Computer und Telekommunikation.

14.3.2003

Berlin: In einer Regierungserklärung unter dem Titel "Mut zum Frieden und Mut zu Veränderung" kündigt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) umfangreiche Einschnitte in den Sozialstaat und ein groß angelegtes Investitionsprogramm an.

18.3.2003

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) verurteilt in einer Fernsehansprache die Kriegsdrohungen der USA gegen den Irak und spricht US-Präsident George W. Bush die Rechtfertigung für einen Krieg ab.

19.3.2003

Berlin: Im Bundestag sichert Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) den USA Überflug- und Transitrechte auch nach Beginn des Irak-Kriegs zu und lehnt zugleich Forderungen der Opposition ab, für die Bundeswehr-Einsätze in Awacs-Aufklärungsflugzeugen über der Türkei und in ABC-Spürpanzern in Kuwait die Zustimmung des Parlaments einzuholen. CDU-Chefin Angela Merkel wirft der Bundesregierung vor, durch ihre Haltung den Krieg im Irak wahrscheinlicher gemacht zu haben.

20.3.2003

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bedauert in einer Fernsehansprache den Krieg der USA gegen den Irak. Es sei "die falsche Entscheidung getroffen worden". Auch Frankreich, China und Russland kritisieren die US-Angriffe. Weltweit kommt es zu Demonstrationen, Friedensgebeten, Mahnwachen und Kundgebungen gegen den Irak-Krieg.

3.4.2003

Berlin: Als Konsequenz aus der Irak-Krise fordert Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in einer Regierungserklärung den Ausbau der Europäischen Union zu einer Europäischen Sicherheits- und Verteidigungsunion.

11.4.2003

St. Petersburg: Die Präsidenten Russlands und Frankreichs, Wladimir Putin und Jacques Chirac, und Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) fordern auf ihrem zweitägigen Treffen eine Lösung der Irak-Krise unter der führenden Rolle der Vereinten Nationen.

1.5.2003

Neu-Anspach: Auf der DGB-Hauptkundgebung zum Tag der Arbeit bekräftigt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), er wolle seine Reformagenda auch gegen den Widerstand der Gewerkschaften durchsetzen. Etwa eine Million Menschen demonstrieren in ganz Deutschland gegen die Reformpläne der Bundesregierung. Die Feiern in Berlin werden wie schon in den Vorjahren von Krawallen überschattet. Polizei nimmt 97 Randalierer fest.

6.5.2003

Berlin: Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sagt kurzfristig ein Gespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) über dessen "Agenda 2010" ab.

8.5.2003

Berlin: Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) legt einen Gegenentwurf zur "Agenda 2010" von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) vor und fordert darin u.a. ein Konjunkturprogramm von 15 Mrd. welches durch eine Neuverschuldung von 7,5 Mrd. finanziert werden soll.

9.5.2003

Breslau: Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und Polen - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und die Präsidenten Jacques Chirac und Aleksander Kwasniewski - vereinbaren künftig regelmäßige Konsultationen und eine intensivere Zusammenarbeit in der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

9.5.2003

Berlin: In einer Rede anlässlich des 100. Jubiläums der US-Handelskammer in Deutschland verteidigt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) seine Ablehnung des Irak-Kriegs, sichert aber den USA enge Partnerschaft zu.

11.5.2003

Kuala Lumpur: Zum Auftakt seiner fünftägigen Südostasien-Reise trifft Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in Malaysia ein. Weitere Stationen sind Singapur, Indonesien und Vietnam.

16.5.2003

Berlin: Bei einer Deutschland-Visite trifft sich US-Außenminister Colin Powell zu Gesprächen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Bundesaußenminister Joschka Fischer (Bündnis 90/Die Grünen). Am Tag zuvor hatte US-Präsident George W. Bush in Washington überraschend Hessens Regierungschef Roland Koch (CDU) empfangen.

19.5.2003

Berlin: Nach einer erneuten Rücktrittsdrohung von Bundeskanzler Gerhard Schröder billigt der SPD-Parteivorstand Schröders Leitantrag zur sog. Agenda 2010 für den SPD-Sonderparteitag am 1. Juni.

23.5.2003

Berlin: Auf einem Festakt zum 140-jährigen Bestehen der SPD erinnert der Parteivorsitzende Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) die Partei an ihre Grundwerte Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit und fordert sie zugleich auf, sich Reformen nicht zu verschließen. Die SPD betrachtet die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins durch Ferdinand Lassalle am 23. Mai 1863 als ihre Geburtsstunde.

31.5.2003

St. Petersburg: Bei dem Gipfeltreffen anlässlich der 300-Jahr-Feier von Sankt Petersburg verständigen sich die Staats-und Regierungschefs der Europäischen Union mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin darauf, ein "Europa ohne Trennlinien" aufzubauen und die Abschaffung der Visumspflicht als langfristiges Ziel ins Auge zu fassen. Am selben Tag übergeben Putin und Bundeskanzler Gerhard Schröder im Katharinenpalast das in 20-jähriger Arbeit rekonstruierte Bernsteinzimmer der Öffentlichkeit.

1.6.2003

Berlin: Mit einer Zustimmung von 90 % der Delegierten billigt der SPD-Sonderparteitag die von Bundeskanzler und Parteichef Gerhard Schröder vorgegebene Agenda 2010, mit der tiefe Einschnitte in die Sozialsysteme, u.a. beim Arbeitslosen- und Krankengeld, verbunden sind.

10.6.2003

Berlin: Beim Arbeitsbesuch des französischen Präsidenten Jacques Chirac betont der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), Deutschland werde sich an der von Frankreich geführten Friedensmission in der Demokratischen Republik Kongo lediglich unterstützend beteiligen.

15.6.2003

Cottbus: Auf dem Sonderparteitag unterstützen - zwei Wochen nach der SPD - mit großer Mehrheit auch Bündnis 90/Die Grünen hinter die Reformagenda 2010 von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Zugleich billigt der Parteitag einen Antrag der Parteilinken zur Wiedereinführung der Vermögenssteuer.

25.6.2003

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und CDU-Chefin Angela Merkel vereinbaren einen Zeitplan zur Gesundheitsreform. Die Gespräche sollen bis Mitte Juli abgeschlossen sein. Rot-Grün lehnt allerdings den CDU-Vorschlag ab, den Zahnersatz aus dem Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung zu streichen, die Union ist gegen die meisten der von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) geplanten Strukturreformen.

29.6.2003

Neuhardenberg: Mit zusätzlichen Steuererleichterungen in Milliardenhöhe und einem Vorziehen der für 2005 geplante Steuerreformstufe auf 2004 will die Bundesregierung die Weichen für mehr Wachstum und Beschäftigung stellen. Dies kündigt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nach einer dreitägigen Kabinettsklausur in Brandenburg an.

3.7.2003

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) weist als letzter Zeuge im Untersuchungsausschuss "Wahlbetrug" den Vorwurf der Wählertäuschung zurück.

5.7.2003

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnet den Rennsteigtunnel in Thüringen.

9.7.2003

Nach anti-deutschen Äußerungen des italienischen Tourismus-Staatssekretärs Stefano Stefani sagt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) seinen geplanten Italien-Urlaub ab.

13.8.2003

Das Bundeskabinett beschließt die Gemeindefinanzreform, das Vorziehen der dritten Stufe der Steuerreform sowie die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ruft zugleich die Opposition im Bundesrat zur Mitarbeit auf.

23.8.2003

Verona: Bei ihrem ersten Treffen seit dem Eklat im Europaparlament und dem Streit um deutsche Italien-Urlauber erklären Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi in Verona die bilateralen Irritationen für beendet.

2.9.2003

Berlin: Bei einem Besuch des türkischen Premiers Recep Tayyip Erdogan in Berlin sagt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) der Türkei deutsche Unterstützung bei deren Bemühen um die EU-Mitgliedschaft zu.

5.9.2003

Bei seinem eintägigen Tschechien-Besuch betont Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), Deutsche und Tschechen müssten ein neues Kapitel in den gemeinsamen Beziehungen beginnen. Im März 2002 hatte Schröder eine Prag-Visite nach Irritationen im deutsch-tschechischen Verhältnis kurzfristig abgesagt.

20.9.2003

Berlin: Bei ihrem Berliner Dreiergipfel erzielen Bundeskanzler Gerhard Schröder, Frankreichs Präsident Jacques Chirac und der britische Premierminister Tony Blair Einigkeit bei der Zustimmung zum Entwurf einer EU-Verfassung und beim Aufbau europäischer Verteidigungsstrukturen außerhalb der NATO. Differenzen bleiben in der Irak-Frage bestehen.

22.9.2003

Gelsenkirchen: Bei den 6. deutsch-polnischen Konsultationen im Kongresszentrum der Arena "Auf Schalke" in Gelsenkirchen bleibt die künftige EU-Verfassung zwischen dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Polens Premier Leszek Miller weiterhin strittig.

24.9.2003

Bei einem 40-minütigen Gespräch in New York erklären Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und US-Präsident George W. Bush ihren Streit in der Irak-Politik für beendet.

5.10.2003

Zum Auftakt seiner viertägigen Reise durch arabische Länder besucht Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Ägypten und eröffnet gemeinsam mit Staatspräsident Husni Mubarak die German University Cairo (GUC), die erste deutsche Auslands-Universität. Anschließend besucht Schröder Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

12.10.2003

Paris: Bei einem Treffen in Paris werben Kanzler Gerhard Schröder und der französische Präsident Jacques Chirac mit Blick auf die zu hohe Neuverschuldung in beiden Ländern für eine flexible Auslegung des Euro-Stabilitätspakts.

29.10.2003

Belgrad: Bei einem Treffen mit Staatspräsident Svetozar Marovic in Belgrad ruft Bundeskanzler Gerhard Schröder die Führung von Serbien und Montenegro zu weiteren Reformen auf.

17.11.2003

Beim SPD-Bundesparteitag in Bochum wird Bundeskanzler Gerhard Schröder mit 80,8% der Stimmen im Amt bestätigt.

2.12.2003

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) erklärt während seiner Chinareise, er wolle Pekings Wunsch prüfen, die nie in Betrieb gegangene Brennelemente-Fabrik in Hanau zu kaufen.

4.12.2003

Nach einem Treffen mit dem Präsidenten von Kasachstan, Nursultan Nasarbajew, kündigt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in Astana einen Ausbau der gegenseitigen Handelsbeziehungen an. Beim zweitägigen ersten Besuch eines deutschen Regierungschefs in Kasachstan geht es auch um die Umsetzung eines 1996 vereinbarten Rahmenabkommens für die knapp 300 000 Deutschstämmigen in dem Land.

16.12.2003

Gegenüber dem US-amerikanischen Irak-Sondergesandten James Baker erklärt sich Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bereit, die US-Initiative für einen TeilErlass der irakischen Auslandsschulden zu unterstützen.

31.12.2003

In seiner traditionellen Neujahrsansprache ruft Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) die Bürger auf, die zum Jahreswechsel in Kraft tretenden Reformen zu akzeptieren und durch eigenes Zutun zur Modernisierung Deutschlands beizutragen.

18.1.2004

Bundeskanzler Gerhard Schröder startet zu seiner ersten großen Afrikareise. In den folgenden sieben Tagen besucht er die Länder Äthiopien, Kenia, Südafrika und Ghana.

6.2.2004

Bundeskanzler Gerhard Schröder kündigt seinen Rücktritt vom SPD-Vorsitz an. Fraktionschef Franz Müntefering soll die Nachfolge antreten.

18.2.2004

Bundeskanzler Gerhard Schröder, der französische Präsident Jacques Chirac und der britische Premierminister Tony Blair vereinbaren bei einem Dreiergipfel in Berlin, den Posten eines EU-Vize-Kommissionspräsidenten für wirtschaftliche Reformen schaffen zu wollen

23.2.2004

Im Gespräch mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan sichert Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) der Türkei erneut Unterstützung beim EU-Beitritt zu.

24.2.2004

Auf der Rückreise von seinem zweitägigen Türkei-Aufenthalt besucht Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Malta.

27.2.2004

Erstmals seit zwei Jahren empfängt US-Präsident George W. Bush den deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) im Weißen Haus. Beide Politiker beschließen eine "Agenda für gemeinsames Handeln".

22.3.2004

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bezeichnet die Empfehlung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zur Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland als "unpatriotischen Akt" und löst damit eine heftige Debatte aus.

2.5.2004

Chinas Premierminister Wen Jiabao trifft zu einem viertägigen offiziellen Besuch in Deutschland ein. In seinen Gesprächen u.a. mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber sowie einer Reihe von Unternehmern geht es vor allem um Wirtschaftsthemen.

6.6.2004

An den Feiern zum 60. Jahrestag der alliierten Invasion in der Normandie nimmt mit Bundeskanzler Gerhard Schröder erstmals ein deutscher Regierungschef teil.

1.8.2004

Bei der Gedenkfeier zum 60. Jahrestag des Warschauer Aufstands erteilt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Entschädigungsforderungen deutscher Vertriebener an Polen eine Absage.

12.8.2004

In Rumänien besucht Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in dem Ort Ceanu Mare erstmals das Grab seines 1944 dort gefallenen Vaters.

16.8.2004

Durch Zeitungsmeldungen wird bekannt, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder und seine Frau Doris ein russisches Mädchen adoptiert haben. Die dreijährige Viktoria lebte bislang in einem Heim bei St. Petersburg.

24.8.2004

Bei der Eröffnung des sanierten Bahnhofs im brandenburgischen Wittenberge wird Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) von Gegnern der Hartz-IV-Reform mit Eiern beworfen. Auch in Leipzig wird Schröder bei einem Wahlkampfauftritt mit Protesten empfangen.

4.9.2004

Zum Abschluss einer zweitägigen Kabinettsklausur in Bonn bekräftigt Bundeskanzler Gerhard Schröder seine Sozialpolitik. Den Zahnersatz und das Krankengeld will die Koalition zum 1. Juli 2005 neu regeln. Beide Leistungen sollen von den Versicherten mit insgesamt 0,9% ihres Einkommens bezahlt werden.

27.9.2004

Der polnische Ministerpräsident Marek Belka und Bundeskanzler Gerhard Schröder vereinbaren in Berlin eine gemeinsame Abwehr von Entschädigungsklagen deutscher Vertriebener vor internationalen Gerichten

5.10.2004

Mit einem Aufruf zum Dialog zwischen dem Islam und dem Westen eröffnet Bundeskanzler Gerhard Schröder die Frankfurter Buchmesse. Schwerpunktthema ist in diesem Jahr die Arabische Welt.

6.10.2004

Mit einem Besuch in Indien beginnt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eine einwöchige Asien-Reise. Weitere Stationen sind Vietnam, Pakistan und Afghanistan.

15.10.2004

Als erster deutscher Bundeskanzler stattet Gerhard Schröder (SPD) Libyen einen Besuch ab.

5.11.2004

Bundeskanzler Gerhard Schröder rückt von dem Vorschlag seines Finanzministers Hans Eichel (beide SPD) ab, den "Tag der Deutschen Einheit" vom 3. Oktober zwecks Haushaltsentlastung auf einen Sonntag zu verlegen.

16.11.2004

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) spricht sich nachdrücklich für den Erhalt der Mitbestimmung aus und weist Forderungen von Arbeitgebern und der Opposition nach einer Aufweichung der geltenden Regelungen zurück.

24.11.2004

Berlin: Bei der Generalaussprache des Bundestages zum Haushalt liefern sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen und die Opposition aus Union und FDP einen heftigen Schlagabtausch und werfen sich gegenseitig Konzeptionslosigkeit und Versagen vor. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hält der Union vor, sie würde Deutschland aus taktischen Gründen schlechtreden, CDU-Chefin Angela Merkel sagt, Deutschland werde unter Wert regiert.

6.12.2004

Peking: Bundeskanzler Gerhard Schröder trifft zu seinem sechsten Besuch in China ein. Er wird von einer rd. 50-köpfigen Wirtschaftsdelegation begleitet. Am 8. Dezember reist Schröder zu einem zweitägigen Japan-Besuch nach Tokio weiter.

9.12.2004

Tokio: Zum Auftakt seines zweitägigen Besuchs in Tokio spricht sich der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) dafür aus, dass bei einer Erweiterung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen auch neue Mitglieder ein Vetorecht erhalten sollten.

20.12.2004

Hamburg: Russlands Präsident Wladimir Putin trifft zu zweitägigen Gesprächen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in Hamburg ein.

19.1.2005

Berlin: Zum offiziellen Auftakt des Einstein-Jahres regt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eine neue Kultur der Wissenschaft in Deutschland an. Anlass sind Albert Einsteins 50. Todestag und die Entwicklung der Relativitätstheorie vor 100 Jahren.

25.1.2005

Berlin: Mit eindringlichen Warnungen vor einem Wiedererstarken rechtsextremistischer Kräfte gedenken Überlebende und Politiker des 60. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Februar. Bei einer Gedenkfeier des Internationalen Auschwitz-Komitees im Deutschen Theater in Berlin sagt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), es sei die Pflicht aller Demokraten, der Hetze der Neonazis und ihrem Leugnen der Nazi-Verbrechen entschieden entgegenzutreten.

28.1.2005

Davos: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) spricht sich für die Einführung einer internationalen Spekulationssteuer aus, um damit den Kampf gegen Aids und die Armut speziell in Afrika zu finanzieren. Eine solche Abgabe wird nach einem Konzept des Nobelpreisträgers James Tobin schon seit längerem in der Finanzwelt diskutiert.

12.2.2005

München: In einer von Verteidigungsminister Peter Struck verlesenen Rede fordert Bundeskanzler Gerhard Schröder (beide SPD) auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine Reform der NATO und eine Neuordnung der Beziehungen zwischen Europa und den USA. Die Reformvorschläge stoßen bei der NATO und in den USA auf Vorbehalte.

23.2.2005

Mainz: Gut zweieinhalb Jahre nach dem schweren Zerwürfnis wegen des Irak-Krieges demonstrieren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und US-Präsident George W. Bush während dessen achtstündigen Deutschlands-Besuches weitgehende Einigkeit in wichtigen Fragen.

27.2.2005

Riad: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) trifft in Riad ein. Die saudiarabische Hauptstadt ist die erste von insgesamt sieben Stationen des Kanzlers bei seiner einwöchigen Reise in die Golfstaaten. Dabei geht es vor allem um den Ausbau der wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit.

3.3.2005

Berlin: In einer Antwort auf einen tags zuvor veröffentlichten Brief der Vorsitzenden von CDU und CSU, Angela Merkel und Edmund Stoiber, erklärt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) seine Bereitschaft für ernsthafte Gespräche mit der Union über weitere Reformen in Deutschland. Als Themen nennt er u. a. die Umsetzung der Arbeitsmarktreformen und die Entwicklung der Pflegeversicherung.

5.3.2005

Abu Dhabi: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zieht zum Abschluss seiner einwöchigen Arabienreise eine positive Bilanz. Die Gespräche in den sieben Besuchsländern seien außerordentlich erfolgreich verlaufen, sagt er auf seiner letzten Station in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

9.3.2005

Hannover: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gibt den Startschuss für die weltgrößte Computermesse in Hannover. Die Besucher der CeBIT können sich vom 10. bis zum 16. März über Neuigkeiten aus der Computerwelt und der Telekommunikation informieren. Schwerpunkte sind in diesem Jahr u. a. das Zusammenwachsen von Unterhaltungselektronik und PC sowie die drahtlose Datenübertragung.

11.3.2005

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) appelliert an deutsche Urlauber, möglichst bald wieder in die von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen Asiens zu reisen. Für viele Menschen dort sei der Tourismus die einzig bedeutsame Existenzgrundlage, sagt Schröder zur Eröffnung der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin. Die Reisemesse weist mit 10 400 Ausstellern eine Rekordbeteiligung auf.

17.3.2005

Berlin: Beim sog. Job-Gipfel im Bundeskanzleramt einigen sich Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und die Unions-Chefs Angela Merkel (CDU) und Edmund Stoiber (CSU) auf Steuersenkungen für Unternehmen und einen verstärkten Bürokratieabbau. Ein Zeitrahmen für die Umsetzung der Vereinbarungen wird nicht vereinbart.

17.3.2005

Berlin: In einer Regierungserklärung im Bundestag schlägt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ein weiteres Reformpaket als Ergänzung zur "Agenda 2010" vor. Um das Wirtschaftswachstum zu stärken und die Arbeitslosigkeit zu verringern sind u. a. 2 Mrd. Investitionen für Verkehr vorgesehen sowie Korrekturen an der Arbeitsmarktreform Hartz IV, um mögliche Zusatzverdienste für Empfänger von Arbeitslosengeld auszuweiten.

20.3.2005

Leipzig: Im Leipziger Museum der Bildenden Künste eröffnet Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eine Werkschau des früheren DDR-Malers Bernhard Heisig. Die Retrospektive "Die Wut der Bilder" umfasst 71 Gemälde sowie 62 Zeichnungen und Grafiken.

27.3.2005

Berlin: Angesichts der Rekordgewinne deutscher Konzerne fordert Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) die Wirtschaft eindringlich zu mehr Investitionen und zum Erhalt von Arbeitsplätzen in Deutschland auf. Nach Arbeitnehmern und Gewerkschaften sei jetzt die Wirtschaft am Zug, schreibt Schröder in einem Beitrag für die "Bild am Sonntag".

31.3.2005

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kündigt an, ein Ende des 1989 nach der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking verhängten EU-Waffenembargos gegen China notfalls auch ohne die Zustimmung des Bundestags durchzusetzen. Sein Vorstoß löste Empörung in allen Parteien aus.

5.4.2005

Hamburg: Bundesaußenminister Joschka Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) stellt sich in einem Interview der Wochenzeitung "Zeit" gegen die Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen China und setzt sich in dieser Frage von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ab.

10.4.2005

Hannover: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der russische Präsident Wladimir Putin eröffnen die Hannover Messe. Schröder kündigt in seiner Rede an, Deutschland werde sich in Russland im Energiesektor stärker engagieren. Russland ist das Partnerland der weltgrößten Industriemesse, an der über 6000 Aussteller aus 95 Ländern teilnehmen.

14.4.2005

Straßburg: Das Europäische Parlament spricht sich gegen eine Aufhebung des Waffenembargos gegen China aus. Während Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) im Bundestag für die Lockerung des 1989 verhängten Embargos wirbt, lehnen die Sozialisten im Europaparlament dies ab.

26.4.2005

Paris: Einen Monat vor der Volksabstimmung in Frankreich über die EU-Verfassung werben Bundeskanzler Gerhard Schröder und der französische Präsident Jacques Chirac gemeinsam für ein Ja bei dem Referendum.

3.5.2005

Sarajevo: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) spricht sich für eine rasche Annäherung Bosnien-Herzegowinas an die EU aus. Bei seinem Besuch in Sarajevo plädiert er für die Aufnahme von Verhandlungen über ein Stabilitäts- und Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union.

4.5.2005

Ankara: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD ruft die Türkei dazu auf, ihren Reformkurs weiter fortzusetzen. Aus wirtschaftlichen und strategischen Gründen sei es wichtig, die Dynamik des Reformkurses beizubehalten. Bei seinen Gesprächen mit Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und Staatspräsident Ahmet Sezer in Ankara weist Schröder auch auf Missstände wie Polizeiwillkür und die Benachteiligung von Minderheiten hin.

9.5.2005

Moskau: Als erster deutscher Bundeskanzler nimmt Gerhard Schröder (SPD) in Moskau an Feiern zum Ende des Zweiten Weltkriegs teil. 50 Staats- und Regierungschefs verfolgen auf dem Roten Platz die Moskauer Parade von 7000 Soldaten und etwa 2500 Veteranen zum 60. Jahrestag des Kriegsendes und des Sieges über die NS-Diktatur. Russlands Präsident Wladimir Putin würdigt in seiner Rede vor allem die Opfer des Krieges. Russland werde nie vergessen, was es den schätzungsweise 27 Mio. sowjetischen Kriegsopfern schulde. Er lobt zugleich die Hilfe der Alliierten sowie der deutschen und italienischen Antifaschisten.

12.5.2005

Berlin: Der Bundestag nimmt mit den Stimmen von 569 Abgeordneten die Europäische Verfassung an, 23 Abgeordnete, meist aus der CDU/CSU, sind dagegen, zwei enthalten sich der Stimme. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sagt in seiner Regierungserklärung mit Blick auf die Volksabstimmung in Frankreich, wer mehr Demokratie in Europa wolle, müsse für die Verfassung stimmen.

19.5.2005

Nancy: Die Perspektiven der Europäischen Union und das Schicksal der europäischen Verfassung stehen im Mittelpunkt des französisch- deutsch-polnischen Spitzentreffens in Nancy. Dabei schließen Bundeskanzler Gerhard Schröder und die Staatschefs von Frankreich und Polen, Jacques Chirac und Aleksander Kwasniewski, neue Verhandlungen über die EU-Verfassung aus.

22.5.2005

Berlin: Angesichts der Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen gibt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bekannt, dass er eine Auflösung des Bundestages und vorgezogene Neuwahlen am 18. September anstrebt. Dafür will Schröder bis zum 1. Juli im Bundestag die Vertrauensfrage stellen.

24.5.2005

Berlin: SPD und Bündnis 90/Die Grünen wollen ohne Koalitionsaussage in den vorgezogenen Bundestagswahlkampf ziehen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sagt der Wochenzeitung "Die Zeit", in einer Wahlauseinandersetzung suche Jeder das größtmögliche Maß an Wählerstimmen zu gewinnen. Dies sei jedoch keine generelle Absage an die rot-grüne Koalition. Die SPD-Führung unterstützt Schröders Pläne für vorgezogene Neuwahlen.

7.6.2005

Berlin: Bei einem Festakt in der deutschen Hauptstadt zum 50-jährigen Bestehen der Bundeswehr bekennen sich Bundeskanzler Gerhard Schröder und Verteidigungsminister Peter Struck (beide SPD) zur allgemeinen Wehrpflicht.

9.6.2005

Berlin: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will die Vertrauensfrage im Bundestag am 1. Juli nicht mit einer Sachfrage oder einer Gesetzesvorlage verbinden. Zugleich betont der Kanzler, er habe volles Vertrauen in die Überparteilichkeit von Bundespräsident Horst Köhler, dem SPD-Politiker vorgeworfen hatten, er verbreite Details aus vertraulichen Gesprächen.

10.6.2005

Paris: Bundeskanzler Gerhard Schröder und der französische Präsident Jacques Chirac fordern die britische Regierung auf, Zugeständnisse in der Frage des umstrittenen EU-Beitragsrabatts zu machen.

14.6.2005

Göttingen: Bei der Entgegennahme der Ehrendoktorwürde der Universität Göttingen spricht sich Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) für eine Lockerung der gesetzlichen Bestimmungen zur Stammzellenforschung aus. Deutschland dürfe sich nicht von der internationalen Entwicklung in der Bio- und Gentechnologie abkoppeln..

23.6.2005

Berlin: Nach monatelangem Streit unterzeichnen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und die Ministerpräsidenten der Länder ein Förderprogramm für den Aufbau deutscher Spitzen-Universitäten. Darin verpflichtet sich der Bund 75 % der 1,9 Mrd. für Spitzenforschung zur Verfügung zu stellen, die Länder zahlen den Rest. Mit dem Geld sollen 30 Spitzenforschungszentren und 40 Kollegs für Nachwuchswissenschaftler an Hochschulen aufgebaut werden. Das Programm läuft bis 2011.

27.6.2005

Washington: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bekräftigt gegenüber US-Präsident George W. Bush den deutschen Anspruch auf einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat.

1.7.2005

Bundeskanzler Gerhard Schröder verliert im Bundestag wie geplant die Abstimmung über die Vertrauensfrage.

13.8.2005

Beim Wahlkampfauftakt der SPD in Hannover äußert sich Bundeskanzler Gerhard Schröder kritisch über US-Präsident George W. Bush, der im Streit um das iranische Atomprogramm den Einsatz von Gewalt gegen Teheran nicht ausgeschlossen hat. Erstmals seit 1939 ist die Büste der altägyptischen Königin Nofretete wieder im Alten Museum auf der Berliner Museumsinsel zu sehen.

31.8.2005

Auf einem SPD-Sonderparteitag in Berlin stimmt Bundeskanzler Gerhard Schröder die Sozialdemokraten mit heftigen Attacken auf die Opposition auf die heiße Phase des Wahlkampfs ein. Besonders greift Schröder den CDU-Finanzexperten Paul Kirchhof wegen dessen Ideen in der Steuer- und Rentenpolitik an.

4.9.2005

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel treffen im Rahmen des Bundestagswahlkampfs zu einem TV-Duell aufeinander. Umfragen unter Zuschauern zufolge geht Gerhard Schröder aus dem Schlagabtausch als klarer Sieger hervor.

19.11.2005

Hannover: Mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet sich die Bundeswehr von dem scheidenden Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).

30.3.2006

Moskau: Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) übernimmt den Aufsichtsratsvorsitz bei der Betreibergesellschaft der Ostsee-Gaspipeline. Die in der Schweiz registrierte Pipeline-Betreibergesellschaft North European Gas Pipeline (NEGP) gehört zu 51% dem vom russischen Staat kontrollierten Gasprom-Konzern.

1.4.2006

Berlin: Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nimmt zu Pressemeldungen Stellung, die rot-grüne Bundesregierung habe dem russischen Energieversorger Gasprom eine Kreditbürgschaft von 900 Mio. € gewährt. Schröder erklärt, er sei im Oktober 2005 nicht an einer solchen der Entscheidung beteiligt gewesen. Schröder ist seit dem 30. März Aufsichtsratsvorsitzender beim Betreiber der Ostsee-Pipeline.

26.10.2006

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder stellt in Berlin seine Autobiographie mit dem Titel »Entscheidungen – mein Leben in der Politik« vor.

1.3.2007

Der Maler Jörg Immendorff übergibt in Düsseldorf das Porträt Gerhard Schröders an den ehemaligen Bundeskanzler.

6.4.2008

Schröder dementiert eine Verwicklung in Libyen-Affäre:
Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) dementiert Berichte über eine angebliche Verstrickung in die Affäre um die Ausbildungshilfe von deutschen Polizisten und Soldaten in Libyen. Laut »Bild am Sonntag« sei dies möglicherweise die Gegenleistung gewesen für eine Unterstützung Libyens bei der Freilassung der deutschen Familie Wallert aus der Geiselhaft auf den Philippinen im Jahr 2000.

21.2.2009

Ex-Kanzler Schröder bei iranischem Präsidenten:
Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wird in Teheran vom iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad empfangen. Vor dem Gespräch hatte der Altkanzler den iranischen Präsidenten wegen dessen Leugnung des Holocausts kritisiert. Schröder hält sich zu einem als privat deklarierten Besuch im Iran auf.

4.2.2014

Durch Recherchen des Norddeutschen Rundfunks und der »Süddeutschen Zeitung« wird bekannt, dass auch der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) spätestens seit 2002 vom US-Geheimdienst NSA abgehört worden ist.

8.7.2015

Berlin/Deutschland: Die US-amerikanische Nachrichtenorganisation Special Collection Service (SCS), die die Nachrichtendienstfähigkeiten der Auslandgeheimdienste Central Intelligence Agency (CIA) und National Security Agency (NSA) verbindet, hat nach Informationen der Enthüllungsplattform WikiLeaks von Standorten unter anderem in Berlin und Frankfurt am Main Telefongespräche abgehört, darunter auch Personen des Bundeskanzleramtes während der Regierungszeit der Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU), Gerhard Schröder (SPD) und Angela Merkel (CDU).

26.11.2018

Hamburg/Deutschland:
Beginn des zweitägigen Hamburg Summit: China meets Europe, der 8. Konferenz zu den europäisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen im Hotel Atlantic mit dem chinesischen Vizeministerpräsidenten Liu He, der EU-Kommissarin für Wettbewerb Margrethe Vestager und weiteren Vertretern unter dem Vorsitz des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD).