Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Gustav Stresemann (145)

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17.7.1907

Der nationalliberale Reichstagsabgeordnete Gustav Stresemann fordert die Errichtung einer starken deutschen Flotte aus Gründen der "unbedingten Friedensliebe und der Kulturförderung".

6.6.1916

Auf einer von rund 3000 Menschen besuchten Veranstaltung in München fordert der nationalliberale Abgeordnete Gustav Stresemann eine Lockerung der Zensurbestimmungen und bekennt sich zu einem größeren und freien Deutschland für die Zeit nach dem Krieg.

3.9.1916

In Eisenach tagt eine Delegiertenversammlung der thüringischen Nationalliberalen. Als Hauptredner betont der Reichstagsabgeordnete Gustav Stresemann, der Weg zum Sieg führe über die Niederwerfung Großbritanniens. Dafür müssten alle zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt werden. Damit die im Reichstag vertretenen Parteien besser über die außenpolitischen Belange unterrichtet werden, schlägt Stresemann die Schaffung eines außenpolitischen Beirates vor.

24.10.1916

In Berlin hält der Bund der Industriellen (BdI) seine 18. Generalversammlung ab. Neben zahlreichen Firmen gehören dem BdI auch 204 Berufsverbände und Handelskammern an. Das Hauptreferat zum Thema "Krieg und Industrie" hält der nationalliberale Reichstagsabgeordnete Gustav Stresemann, der auch dem Vorstand des BdI angehört.

20.9.1917

Die nationalliberale Fraktion des Deutschen Reichstags wählt den Abgeordneten Gustav Stresemann zum Vorsitzenden.

25.11.1917

Auf dem Parteitag der Nationalliberalen Partei in Köln erklärt der Fraktionsführer Gustav Stresemann, nicht die Erfolge der deutschen Truppen, sondern der deutsche Geist würde den Sieg des Deutschen Reiches ausmachen - der preußische Geist verbürge den Sieg.

23.11.1918

Unter maßgeblicher Beteiligung des Reichstagsabgeordneten und Industriellen Gustav Stresemann wird die konservative Deutsche Volkspartei (DVP) gegründet.

15.12.1918

In Berlin wird die Nationalliberale Partei aufgelöst. Sie geht in der neugegründeten Deutschen Volkspartei auf, deren treibende Kraft Gustav Stresemann ist.

8.10.1919

Der oppositionelle DVP-Abgeordnete Gustav Stresemann betont in einer Rede vor der Deutschen Nationalversammlung in Berlin, Großbritannien stehe nach wie vor auf dem Standpunkt, das Deutsche Reich müsse wirtschaftlich zerstört werden. Frankreich dagegen habe das größte Interesse an einem regen wirtschaftlichen Leben in Deutschland. Stresemann fordert die Regierung unter Gustav Bauer (MSPD) auf, nicht zu sehr zu betonen, dass sie die Bedingungen des Versailler Friedensvertrags restlos erfüllen müsse, da sich alle Parteien darüber einig seien, dass er unerfüllbar sei.

4.12.1920

In Nürnberg endet der Jahresparteitag der rechtsliberalen, von Gustav Stresemann geführten Deutschen Volkspartei.

11.6.1921

Vor dem Zentralvorstand der Deutschen Volkspartei (DVP) rechtfertigt der Parteivorsitzende Gustav Stresemann in Hamburg die Ablehnung des Londoner Ultimatums der Alliierten vom 5. Mai durch seine Fraktion. Durch die Erfüllung der Reparationsforderungen würden das deutsche Nationalbewusstsein und die Staatsautorität geschwächt.

9.8.1923

Gustav Stresemann, Vorsitzender der Deutschen Volkspartei, fordert im Reichstag die Bildung einer starken parlamentarischen Regierung. Dem schließt sich am folgenden Tag der DDP-Führer Carl Petersen an, womit die Koalitionspartner dem Reichskanzler Wilhelm Cuno das Vertrauen entzogen haben.

12.8.1923

Die Reichsregierung Wilhelm Cuno tritt zurück, nachdem sie das Vertrauen der Koalitionsparteien DDP und DVP und auch das der SPD verloren hat. Mit der Bildung einer neuen Regierung wird der DVP-Vorsitzende Gustav Stresemann betraut.

13.8.1923

Die neue Reichsregierung unter Gustav Stresemann (DVP) wird vereidigt. Dieses Kabinett der Großen Koalition (SPD, DDP, Zentrum, DVP) besitzt im Gegensatz zur Regierung Wilhelm Cuno die parlamentarische Mehrheit. Stresemann wird zugleich Reichskanzler und Reichsaußenminister.

14.8.1923

Der am Vortag ernannte Reichskanzler Gustav Stresemann (DVP) stellt im Reichstag das neue Kabinett und das Regierungsprogramm vor. Mit 239 von 459 Stimmen billigt der Reichstag das Vertrauensvotum für die neue Regierung. Mehr als ein Viertel der Abgeordneten bleibt der Abstimmung fern.

18.8.1923

Das "Deutsche Tageblatt", das der Deutschvölkischen Freiheitspartei nahesteht, wird von der Berliner Polizei wegen gehässiger und beleidigender Angriffe gegen Reichskanzler Gustav Stresemann und Verunglimpfung der republikanischen Staatsform für die Dauer von zwei Wochen verboten.

24.8.1923

Reichskanzler Gustav Stresemann (DVP) wiederholt in seiner außenpolitischen Programmrede, die er auf einer Veranstaltung des Deutschen Industrie- und Handelstags in Berlin hält, das deutsche Angebot an die Alliierten vom 7. Juni, unter der Bürgschaft der Privatwirtschaft die Reparationszahlungen wiederaufzunehmen.

25.8.1923

Bei dem Mittenwalder Treffen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Eugen Ritter von Knilling versucht Reichskanzler Gustav Stresemann, das Misstrauen der Bayern gegenüber der neuen Reichsregierung auszuräumen.

2.9.1923

In seiner Stuttgarter Rede betont Reichskanzler Gustav Stresemann die deutsche Verständigungsbereitschaft gegenüber Frankreich. Die angebotene Garantie der deutschen Wirtschaft sei ein dem Ruhrgebiet gleichwertiges produktives Pfand für die Reparationen.

11.9.1923

Reichskanzler Gustav Stresemann nimmt über die Botschafter in Berlin inoffiziellen Kontakt zu den alliierten Regierungen auf, um deren Zugeständnisse im Falle des Abbruchs des passiven Widerstands zu sondieren. Vergeblich bemüht sich Stresemann, u.a. die Rückkehr der Ausgewiesenen durchzusetzen.

12.9.1923

Seinen Mut zur Unpopularität beweist Reichskanzler Gustav Stresemann mit seiner Rede vor Berliner Pressevertretern. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, seien noch stärkere Eingriffe in "Besitz und Wirtschaft" sowie die Verlängerung der Arbeitszeit notwendig. Außerdem müsse der Ruhrkonflikt beigelegt werden, was bei einer Fortsetzung des passiven Widerstands nicht möglich sei.

19.9.1923

Scharfen Einspruch gegen den außenpolitischen Kurs von Reichskanzler Gustav Stresemann, der die Aufgabe des passiven Widerstands anstrebt, erheben die in Berlin versammelten deutschnationalen Fraktionen des Reichstags, des preußischen und des bayerischen Landtags.

24.9.1923

Reichskanzler Gustav Stresemann verhandelt mit den Führern der fünf großen Parteien (SPD, DDP, DVP, Zentrum, DNVP) und Vertretern der besetzten Gebiete über den Abbruch des passiven Widerstands, der, so der Kanzler, angesichts der finanziellen Misere des Deutschen Reichs keinen Aufschub mehr dulde. Dem stimmen alle Parteien außer der DNVP zu.

28.9.1923

Reichswehrminister Otto Geßler verbietet Druck und Vertrieb des "Völkischen Beobachters" wegen eines Reichskanzler Gustav Stresemann und den Chef der Heeresleitung, Hans von Seeckt, schwer verunglimpfenden Artikels. Das Verbot löst einen schweren Konflikt zwischen Bayern und dem Reich aus.

1.10.1923

Reichskanzler Gustav Stresemann fordert ein Ermächtigungsgesetz, damit die Reichsregierung ohne die Verzögerungen des normalen Gesetzgebungsverfahrens die zur Überwindung der Wirtschaftskrise notwendigen finanziellen und sozialpolitischen Maßnahmen ergreifen kann. Da die SPD ihre Zustimmung verweigert, kommt es am 3. Oktober zur Regierungskrise.

3.10.1923

Da die SPD dem von Reichskanzler Gustav Stresemann geforderten weitgefassten Ermächtigungsgesetz nicht zustimmt, tritt die Reichsregierung zurück. Stresemann wird mit der Neubildung der Regierung beauftragt.

4.10.1923

Die Reichstagsfraktion der Deutschnationalen Volkspartei teilt offiziell mit, sie werde auch einer neuen Regierung unter Gustav Stresemann kein Vertrauen entgegenbringen.

6.10.1923

Nach dem Einlenken der SPD in der Frage des Ermächtigungsgesetzes wird die neue Reichsregierung unter Reichskanzler Gustav Stresemann (DVP) vereidigt. Die bisherigen Koalitionsparteien (SPD, DDP, DVP, Zentrum) sind an ihr beteiligt. An die Stelle von Rudolf Hilferding (SPD) tritt der parteilose Hans Luther als Finanzminister.

6.10.1923

Der Schriftsteller Heinrich Mann appelliert an Reichskanzler Gustav Stresemann, eine Diktatur des Rechts und der Vernunft zu errichten: "Beugen Sie doch vor! Die deutsche Tragik vollzieht sich immer auf Grund versäumter Gelegenheiten. Die soziale Demokratie soll endlich gewappnet und als Rächer dastehen."

13.10.1923

Nach heftiger Debatte verabschiedet der Reichstag das von Reichskanzler Gustav Stresemann geforderte Ermächtigungsgesetz mit der wegen seines verfassungsdurchbrechenden Charakters erforderlichen Zweidrittelmehrheit (316 Ja-Stimmen bei 24 Nein-Stimmen und sieben Enthaltungen).

2.11.1923

Da Reichskanzler Gustav Stresemann (DVP) die SPD-Forderungen vom Vortag nicht akzeptiert, kommt es zum Bruch der großen Koalition. Die sozialdemokratischen Minister treten zurück. Jedoch bleiben die übrigen bürgerlichen Regierungsmitglieder vorerst als sog. Rumpfkabinett im Amt.

3.11.1923

General Hans von Seeckt, Chef der Heeresleitung, unterbreitet Reichspräsident Friedrich Ebert seinen Plan eines Reichsdirektoriums, das mit außerordentlichen Vollmachten ausgestattet an die Stelle der Reichsregierung treten soll. Beide stimmen überein, dass Gustav Stresemann als Reichskanzler "nicht mehr möglich" sei.

9.11.1923

Der französische Botschafter François Marie Pierre de Margerie wird bei Reichskanzler Gustav Stresemann vorstellig, um die Beunruhigung seiner Regierung wegen des Hitlerputsches (8./9. 11.) und der Gefahr einer Rechtsdiktatur im Deutschen Reich zum Ausdruck zu bringen.

22.11.1923

Auf die Reden von Reichskanzler Gustav Stresemann und Reichsfinanzminister Hans Luther reagieren alle nicht an der Minderheitsregierung beteiligten Reichstagsparteien mit heftigen Angriffen. KPD, SPD und DNVP stellen jeweils eigene Misstrauensanträge gegen die Reichsregierung.

23.11.1923

Da Reichskanzler Gustav Stresemann es ablehnt, "auf der Hintertreppe abgelehnter Misstrauensanträge" weiter zu regieren, fordert er vom Reichstag ein Vertrauensvotum, das mit 231 Nein-Stimmen (KPD, SPD, DNVP) gegen 156 Ja-Stimmen (DVP, Zentrum, DDP) abgelehnt wird. Stresemann sog. Rumpfkabinett ist gestürzt.

30.11.1923

Nach schwierigen Verhandlungen gelingt Zentrumsführer Wilhelm Marx die Bildung einer Regierung der bürgerlichen Mitte, die neben dem Zentrum die DDP und DVP angehören. Die Regierung wird von der Bayrischen Volkspartei und dem Bayrischen Bauernbund toleriert. Wie das am 23. November gestürzte "Rumpfkabinett" Gustav Stresemanns ist auch dieses Kabinett eine Minderheitsregierung.

21.12.1923

Reichsaußenminister Gustav Stresemann erörtert mit dem französischen Botschafter in Berlin, François Marie Pierre de Margerie, die Zustände in der Pfalz, wo seit dem 12. November ein von der französischen Besatzungsmacht unterstütztes Separatistenregime (Pfälzische Republik) existiert. Stresemann überbringt dem Botschafter die deutschen Proteste.

6.3.1924

Außenminister Gustav Stresemann weist während einer allgemeinen politischen Debatte im Reichstag die Vorwürfe des Deutschnationalen Karl Helfferich am außenpolitischen Kurs der Reichsregierung zurück. Entschieden spricht sich Stresemann gegen eine neue Diskussion der Kriegsschuldfrage und die Zurückweisung des Versailler Vertrags von 1919 aus.

18.3.1924

Reichskanzler Wilhelm Marx und Reichsaußenminister Gustav Stresemann reisen aus Berlin zu einem dreitägigen Staatsbesuch in die österreichische Hauptstadt Wien ab.

30.3.1924

Höhepunkt des fünften Parteitags der Deutschen Volkspartei in Hannover, der am Vortag begonnen hat, ist die Rede des Parteivorsitzenden Reichsaußenminister Gustav Stresemann. Ferner sorgt die Gründung der Nationalliberalen Vereinigung innerhalb der Partei für Diskussionsstoff.

22.6.1924

An der Frage des Dawesplans spaltet sich die Deutsche Volkspartei (DVP). Ihr rechter Flügel etabliert sich als Nationalliberale Reichspartei. Reichsaußenminister und DVP-Vorsitzender Gustav Stresemann hatte sich geweigert, seinen auf Verständigung mit den Alliierten zielenden Kurs zu revidieren.

6.7.1924

Reichsaußenminister Gustav Stresemann wird vom Zentralvorstand der Deutschen Volkspartei (DVP) in seinem Amt als Parteivorsitzender bestätigt.

5.8.1924

Das Deutsche Reich nimmt nun auch an der Londoner Reparationskonferenz der Alliierten teil (16. 7.- 16. 8.). Die deutsche Delegation wird von Reichskanzler Wilhelm Marx, Reichsaußenminister Gustav Stresemann und Reichsfinanzminister Hans Luther geleitet.

7.8.1924

Bei der Londoner Konferenz (16. 7.- 16. 8.) treffen der französische Ministerpräsident Edouard Marie Herriot und Reichskanzler Wilhelm Marx sowie Reichsaußenminister Gustav Stresemann zusammen. Es ist die erste Begegnung deutscher und französischer Spitzenpolitiker, seit Franzosen und Belgier im Januar 1923 in das Ruhrgebiet einmarschierten. Im Mittelpunkt der bilateralen Verhandlungen steht die Frage der militärischen Räumung des Ruhrgebiets.

11.8.1924

In einer Unterredung zwischen Reichskanzler Wilhelm Marx und Reichsaußenminister Gustav Stresemann mit dem französischen Ministerpräsidenten Edouard Marie Herriot und dem britischen Premierminister James Ramsey MacDonald in London geht es erneut um die noch strittige Räumung des Ruhrgebiets.

1.11.1924

Nach seiner Rückkehr in die Reichshauptstadt Berlin eröffnet Theaterregisseur und - intendant Max Reinhardt mit Carlo Goldonis "Der Diener zweier Herren" ein neues Theater, die "Komödie" am Kurfürstendamm. Zur glanzvollen Eröffnung erscheint viel Berliner Prominenz; auch Reichskanzler Wilhelm Marx und Reichsaußenminister Gustav Stresemann sind anwesend.

14.11.1924

Der Parteitag der rechtsliberalen Deutschen Volkspartei (DVP) in Dortmund verabschiedet einen Aufruf zu den am 7. Dezember bevorstehenden Reichstagswahlen. Kernpunkt des Wahlprogramms ist die "nationale Realpolitik" Gustav Stresemanns. Stresemann ist DVP-Vorsitzender und Reichsaußenminister.

17.12.1924

Reichspräsident Friedrich Ebert (SPD) beauftragt Reichsaußenminister Gustav Stresemann (DVP) mit der Bildung eines neuen Reichskabinetts, was dieser noch am selben Tag ablehnt. Daraufhin übernimmt der geschäftsführende Reichskanzler Wilhelm Marx am 18. Dezember diese Aufgabe.

7.3.1925

In Paris beenden der französische und der britische Außenminister, Édouard Herriot und Austen Chamberlain, ihre zweitägigen Beratungen u.a. über das deutsche Sicherheitsangebot von Gustav Stresemann.

22.3.1925

Die Delegierten des Alldeutschen Verbandes beenden ihr zweitägiges Treffen in Dresden mit einer Resolution gegen die Politik von Außenminister Gustav Stresemann (DVP). Seine Politik in Sicherheits- und Völkerbundsfragen verstoße gegen die Ehre des deutschen Volkes.

21.4.1925

Der deutsche Außenminister Gustav Stresemann (DVP) stellt Strafantrag gegen Ernst Prigge vom rechten Flügel der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP). Dieser hatte in Saalfeld Stresemann wegen seiner Außenpolitik als Landesverräter bezeichnet.

23.7.1925

Im Anschluss an die außenpolitische Aussprache billigt der Deutsche Reichstag die Politik von Außenminister Gustav Stresemann.

9.9.1925

In einem Brief an den ehemaligen deutschen Kronprinzen Wilhelm bezeichnet Außenminister Gustav Stresemann (DVP) als die Ziele seiner Außenpolitik u.a. die Revision der deutschen Ostgrenzen, die Rückgewinnung Danzigs und Schlesiens sowie den Anschluss Österreichs ans Reich.

15.9.1925

In Berlin überreicht die französische Botschaft dem deutschen Außenminister Gustav Stresemann (DVP) eine Einladung zu einer Ministerkonferenz der alliierten Staaten über den Sicherheitspakt.

3.11.1925

In einer Rundfunkrede erläutert Außenminister Gustav Stresemann (DVP) die Ergebnisse der Konferenz von Locarno im Oktober.

16.12.1925

Die Berliner Polizei verhaftet zwei Männer, denen die Vorbereitung eines Attentats gegen Außenminister Gustav Stresemann (DVP) vorgeworfen wird. Sie geben die Absicht zu, den 47-Jährigen Politiker wegen seiner Locarno-Politik töten zu wollen.

22.12.1925

Auf seiner Rückreise nach Moskau macht der sowjetische Volkskommissar für Äußeres, Georgi W. Tschitscherin, in Berlin Station. Er beabsichtigt, mit der Regierung des Deutschen Reichs, insbesondere mit Außenminister Gustav Stresemann (DVP), intensive Gespräche zu führen.

17.1.1926

Auf einer Feier der Deutschen Volkspartei (DVP) in München erklärt Außenminister Gustav Stresemann: "Wir stehen auf der Brücke vom alten zum neuen Deutschland."

19.2.1926

Der deutsche Ausenminister Gustav Stresemann erklärt vor dem Auswärtigen Ausschuss des Reichstags, dass die Forderung von Brasilien, Spanien und Polen nach einer Erweiterung der Ratssitze im Völkerbund den deutschen Beitritt erschweren könnte.

20.2.1926

Die Studentenschaft der Universität Köln feiert unter dem Motto "Für Freiheit, Heimat und Vaterland" die Befreiung von der französischen und belgischen Besatzung. An der Feier nimmt auch Außenminister Gustav Stresemann teil.

24.4.1926

Der sowjetische Botschafter in Berlin, Nikolai N. Krestinski, und der deutsche Außenminister Gustav Stresemann unterzeichnen den Freundschafts- und Neutralitätsvertrag (Berliner Vertrag) zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion.

2.6.1926

Der deutsche Außenminister Gustav Stresemann und der dänische Gesandte Herluf Zahle unterzeichnen in Berlin einen Schiedsgerichts- und Vergleichsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Dänemark. Ziel des Abkommens ist es, politische und juristische Streitfragen auf friedlichem Weg und gemäß internationalem Recht beizulegen.

12.7.1926

Der deutsche Reichsaußenminister, Gustav Stresemann, erfährt von der Deutschen Botschaft in Moskau erstmals das Ausmaß der militärischen Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Reichswehr und der Roten Armee.

19.8.1926

Der deutsche Außenminister Gustav Stresemann hält vor der Heidelberger Goethegesellschaft einen Vortrag über "Goethe und die Freiheitskriege".

10.9.1926

Das Deutsche Reich wird in den Völkerbund aufgenommen. Der deutsche Außenminister Gustav Stresemann hält vor der Völkerbundsversammlung in Genf eine vielbeachtete Antrittsrede.

17.9.1926

Der deutsche Außenminister Gustav Stresemann und der französische Außenminister Aristide Briand konferieren bei einem Frühstück in Thoiry (Frankreich) über die deutsch-französischen Beziehungen. Die Presse ist bei dieser historischen Begegnung ausgeschlossen.

23.9.1926

Die deutsche Delegation unter der Leitung von Außenminister Gustav Stresemann wird bei ihrer Rückkehr von der Völkerbundstagung in Genf in Berlin begeistert begrüßt.

24.9.1926

Das deutsche Reichskabinett billigt die Verhandlungen von Außenminister Gustav Stresemann in Genf und Thoiry.

2.10.1926

In einer Rede auf dem Parteitag der Deutschen Volkspartei (DVP) in Köln bezeichnet Außenminister Gustav Stresemann die deutsch-französische Verständigung als den Kernpunkt jeder europäischen Verständigung.

2.11.1926

Im Berliner Capitol wird der erste deutsch-sowjetische Gemeinschaftsfilm "Überflüssige Menschen" von Alexander Rasumni uraufgeführt. An der Premiere nehmen u.a. der deutsche Außenminister Gustav Stresemann und der preußische Ministerpräsident Otto Braun teil.

23.11.1926

Im Deutschen Reichstag bemüht sich Außenminister Gustav Stresemann, die Angriffe der Opposition gegen seine Aussöhnungspolitik mit Frankreich zu entkräften. Die Opposition hält seine politischen Bemühungen für illusionär.

5.12.1926

Der Vorsitzende der Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei (DVP), Ernst Scholz, lehnt auf einer Parteiversammlung in Insterburg (Ostpreußen) eine Zusammenarbeit mit der SPD ab. Er steht damit im Gegensatz zu der Auffassung des Parteivorsitzenden Gustav Stresemann.

10.12.1926

In Oslo und Stockholm werden die Nobelpreise verliehen. Den Friedensnobelpreis erhalten die Außenminister des Deutschen Reiches und Frankreichs, Gustav Stresemann und Aristide Briand.

10.1.1927

Reichsausenminister Gustav Stresemann warnt in einem Brief an Theodor Lewald, den Vorsitzenden des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen, vor den Gefahren einer Überbewertung des Sports.

26.2.1927

Reichsaußenminister Gustav Stresemann, der sich zu einem Urlaub an der Riviera aufhält, trifft in Monte Carlo mit dem ehemaligen britischen Botschafter in Berlin, Viscount Edgar Vincent D'Abernon, zusammen, um die für März angesetzte Tagung des Völkerbundsrats vorzubereiten.

6.3.1927

In einem Gespräch mit seinem britischen Amtskollegen Joseph Austen Chamberlain erläutert Reichsaußenminister Gustav Stresemann, dass 85% der Deutschen hinter seiner Verständigungspolitik stünden.

7.3.1927

In Genf wird die Frühjahrssitzung des Völkerbundsrats eröffnet. Den Vorsitz führt erstmals der deutsche Außenminister Gustav Stresemann.

9.3.1927

Reichsaußenminister Gustav Stresemann und der polnische Außenminister August Zaleski treffen am Rande der Völkerbundsratstagung in Genf zusammen, um Möglichkeiten zur Wiederaufnahme der deutsch-polnischen Handelsvertragsverhandlungen zu erörtern.

10.3.1927

Reichsaußenminister Gustav Stresemann bestätigt in Genf Meldungen, dass die Reichsregierung eine Demarche an die Hauptmächte des Versailler Friedensvertrags vorbereite, in der die völlige Räumung des Rheinlands von Besatzungstruppen beantragt werde.

12.3.1927

Die Frühjahrssitzung des Völkerbundsrats in Genf geht zu Ende. Der Vorschlag der Regierungskommission des Völkerbunds, im Saarland eine international zusammengesetzte Eisenbahntruppe von maximal 800 Mann aufzustellen, wird nach einem heftigen Rededuell zwischen dem französischen Außenminister Aristide Briand und dem deutschen Außenminister Gustav Stresemann angenommen.

11.4.1927

Der Rechtsanwalt Arthur Müller wird in Plauen wegen Beleidigung von Reichsaußenminister Gustav Stresemann zu einer Geldstrafe von 10 000 Reichsmark verurteilt. Müller hatte Stresemann der Korruption bezichtigt.

16.4.1927

Der stellvertretende sowjetische Volkskommissar des Äußeren, Maxim M. Litwinow, und Reichsaußenminister Gustav Stresemann bezeichnen anlässlich des fünften Jahrestags des Rapallo-Vertrags die deutsch-sowjetischen Beziehungen als gut.

17.4.1927

In den Osterausgaben der Zeitungen erscheinen Sonderbeilagen. In der "Kölnischen Zeitung" fordert Reichsaußenminister Gustav Stresemann in einem Artikel die Franzosen zur freiwilligen Räumung des Rheinlands auf.

30.4.1927

In Bremerhaven finden die Gründungsfeierlichkeiten zum 100-Jährigen Bestehen des Ortes statt. Die Festansprache hält Reichsaußenminister Gustav Stresemann.

7.6.1927

Der sowjetische Volkskommissar des Äußeren, Georgi W. Tschitscherin, und der deutsche Außenminister Gustav Stresemann sprechen in Baden-Baden über die internationale Lage nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Großbritannien.

11.6.1927

Im Rahmen des "Sommers der Musik" wird in Frankfurt am Main die Ausstellung "Musik im Leben der Völker" eröffnet. An der Eröffnungsveranstaltung nehmen u.a. Reichsaußenminister Gustav Stresemann, der französische Bildungsminister Edouard Herriot, der belgische Außenminister Emile Vandervelde und der österreichische Bundeskanzler Ignaz Seipel teil.

18.6.1927

Reichsaußenminister Gustav Stresemann und sein britischer Amtskollege Joseph Austen Chamberlain konferieren in Genf - ergebnislos - über eine vorzeitige Räumung des besetzten Rheinlands.

23.6.1927

In einer außenpolitischen Erklärung vor dem Reichstag in Berlin bestätigt Außenminister Gustav Stresemann, dass die Beziehungen des Deutschen Reichs zur Sowjetunion durch den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen London und Moskau nicht berührt seien.

29.6.1927

Der deutsche Außenminister Gustav Stresemann hält in Oslo eine Rede zur Verleihung des Friedensnobelpreises 1926 an ihn und seinen französischen Amtskollegen Aristide Briand.

9.9.1927

Die Zeitschrift "Literarische Welt" veröffentlicht das Ergebnis einer Umfrage unter der Bevölkerung über den Bekanntheitsgrad führender Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Es wird u.a. nach Thomas Mann, Gustav Stresemann, Adolf Hitler, Josef W. Stalin, Henry Ford, Karl Marx, Max Liebermann und Sigmund Freud gefragt.

21.9.1927

Reichsaußenminister Gustav Stresemann berichtet in einem Brief an Reichskanzler Wilhelm Marx aus Genf, dass die Position der deutschen Delegation beim Völkerbund "außerordentlich stark" sei.

31.10.1927

Auf dem traditionellen Jahresfestessen der Dresdner Kaufmannschaft zum Reformationsfest spricht Reichsaußenminister Gustav Stresemann. Er äußert sich besorgt über die Verschwendungssucht der Gemeinden.

14.11.1927

Reichsaußenminister Gustav Stresemann und Reichskanzler Wilhelm Marx treffen zu einem Besuch in Wien ein (bis 17.11.). Die Zusammenkunft wird wegen der "Anschluss"-Gerüchte von der ausländischen Presse argwöhnisch beobachtet.

23.11.1927

Reichsaußenminister Gustav Stresemann vereinbart mit polnischen Regierungsvertretern die Wiederaufnahme der Handelsvertragsverhandlungen.

24.11.1927

In einem Brief an den Duisburger Oberbürgermeister Karl Jarres spricht sich Außenminister Gustav Stresemann - im Sinne des Reparationsagenten Parker Gilbert - gegen großzügige Kreditaufnahmen der deutschen Städte und Gemeinden aus.

10.12.1927

Gespräche zwischen Reichsaußenminister Gustav Stresemann und dem polnischen Ministerpräsidenten Jósef Klemens Pilsudski am Rande der Völkerbundsratstagung in Genf verlaufen ergebnislos.

16.12.1927

Reichsaußenminister Gustav Stresemann spricht sich bei einem Besuch in Königsberg erneut gegen eine Anerkennung der derzeitigen Ostgrenzen des Deutschen Reichs und gegen ein von Polen angestrebtes Ost-Locarno aus.

30.1.1928

In einer Rede vor dem Reichstag spricht sich Reichsaußenminister Gustav Stresemann dafür aus, die Verständigungspolitik gegenüber Frankreich fortzusetzen.

21.2.1928

Reichsaußenminister Gustav Stresemann konferiert an seinem Urlaubsort, in Cap Martin an der französischen Riviera, mit seinem rumänischen Amtskollegen Nikolaus Titulescu.

26.2.1928

Reichsaußenminister Gustav Stresemann analysiert vor seiner Partei, der rechtsliberalen Deutschen Volkspartei (DVP), die Situation des Parlamentarismus im Deutschen Reich.

28.3.1928

Reichsaußenminister Gustav Stresemann fordert in einer Rede vor dem Verein der ausländischen Presse eine allgemeine Abrüstung aller Staaten und wendet sich gegen die im Versailler Vertrag festgeschriebene einseitige Abrüstung des Deutschen Reiches.

6.4.1928

Reichsaußenminister Gustav Stresemann und der stellvertretende sowjetische Volkskommissar des Äußeren, Maxim M. Litwinow, führen in Berlin Besprechungen über die Beziehungen zwischen beiden Staaten.

14.4.1928

Reichsaußenminister Gustav Stresemann gibt für den britischen Minister für Indien, Frederick Edwin Smith Earl of Birkenhead, der sich seit dem 12. April zu einem privaten Besuch in Berlin aufhält, ein Frühstück. Der konservative Birkenhead gilt als profilierter Befürworter der deutsch-britischen Verständigung.

25.4.1928

Eine Wahlversammlung von Reichsaußenminister Gustav Stresemann, der für die DVP in Bayern zu den Reichstagswahlen am 20. Mai kandidiert, im Bürgerbräukeller in München wird von Nationalsozialisten gestört.

5.5.1928

Reichsaußenminister Gustav Stresemann und der US-Botschafter in Berlin, Jacob Gould Schurman, werden mit der Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg ausgezeichnet.

14.5.1928

Ein ärztliches Bulletin berichtet über eine Erkrankung von Reichsaußenminister Gustav Stresemann.

18.5.1928

Der tschechische Außenminister Eduard Bene trifft zur Besprechung von Fragen der internationalen Beziehungen in Berlin ein. Wegen der schweren Erkrankung von Reichsaußenminister Gustav Stresemann konferiert Bene mit Staatssekretär Carl von Schubert.

15.6.1928

Reichsaußenminister Gustav Stresemann fährt wegen seiner Erkrankung zu einem Kuraufenthalt nach Bühlerhöhe im Schwarzwald.

28.6.1928

Die neue Reichsregierung, eine große Koalition unter dem Sozialdemokraten Hermann Müller als Reichskanzler, wird vereidigt. Gustav Stresemann (DVP) bleibt Außenminister.

30.7.1928

Während eines Ferienaufenthalts in Karlsbad trifft der deutsche Außenminister Gustav Stresemann zu einer längeren Unterredung mit dem tschechoslowakischen Präsidenten Tomá Garrigue Masaryk zusammen.

6.8.1928

Außenminister Gustav Stresemann erleidet einen leichten Schlaganfall. Sein schon seit Jahren schlechter Gesundheitszustand (Schilddrüsenüberfunktion, häufige Nierenentzündungen, Arterienverkalkung) überschattet seine politische Tätigkeit.

27.8.1928

Der deutsche Außenminister Gustav Stresemann bemüht sich in einer Unterredung mit dem französischen Ministerpräsidenten Raymond Poincaré ohne greifbare Erfolge darum, das Junktim zwischen der Rheinlandräumung und der Regelung der Reparationszahlung aufzuheben.

3.11.1928

Reichsaußenminister Gustav Stresemann kehrt von einem Kur- und Erholungsurlaub nach Berlin zurück und nimmt die Amtsgeschäfte wieder auf.

14.11.1928

Reichsaußenminister Gustav Stresemann (DVP) weist in einer Pressekonferenz in Berlin eindringlich darauf hin, dass die wirtschaftliche Prosperität des Deutschen Reiches nur aufgrund großzügiger Auslandskredite möglich geworden sei.

19.11.1928

Reichsaußenminister Gustav Stresemann bekennt sich in einer Rede vor dem Reichstag zur Politik der Aussöhnung mit den westlichen Nachbarn.

20.11.1928

Der Reichstag lehnt einen Misstrauensantrag der Nationalsozialisten gegen Reichsaußenminister Gustav Stresemann mit etwa zwei Drittel der Abgeordnetenstimmen ab.

23.11.1928

Der Zentralvorstand der Deutschen Volkspartei (DVP) bestätigt Reichsaußenminister Gustav Stresemann einstimmig als ihren Vorsitzenden. Stresemann rechtfertigt in einer Rede vor dem Zentralvorstand das Zusammengehen mit der SPD in der Reichsregierung als "Vernunftehe".

15.12.1928

Reichsaußenminister Gustav Stresemann beantwortet auf der Tagung des Völkerbundsrats in Lugano Vorwürfe des polnischen Außenministers August Zaleski.

25.1.1929

Reichsausenminister Gustav Stresemann (DVP) erstattet dem Auswärtigen Ausschuss des Reichstags Bericht über die Tagung des Völkerbundrats in Lugano im Dezember 1928. Am Rande der Konferenz war eine Neuregelung der deutschen Reparationszahlungen beschlossen worden.

2.2.1929

Reichsaußenminister Gustav Stresemann dementiert Behauptungen des französischen Ministerpräsidenten Raymond Poincaré über die Existenz eines deutschen Propagandafonds, der insbesondere gegen die Rheinlandbesetzung gerichtet sein soll.

20.2.1929

Der preußische Ministerpräsident Otto Braun (SPD) schlägt dem deutschen Außenminister und Vorsitzenden der Deutschen Volkspartei (DVP), Gustav Stresemann, Verhandlungen über eine Aufnahme der DVP in die preußische Staatsregierung vor, der bislang SPD, Zentrum und Deutsche Demokratische Partei (DDP) angehören. Das Angebot an die in der Reichsregierung vertretene DVP soll die schwere Regierungskrise im Deutschen Reich positiv beeinflussen.

26.2.1929

Reichsaußenminister Gustav Stresemann spricht vor dem Zentralvorstand seiner Partei, der rechtsliberalen Deutschen Volkspartei (DVP), von einer schweren Krise des Parlamentarismus im Deutschen Reich. Zugleich bekräftigt er seine Zustimmung zum Vorschlag des preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun (SPD), die DVP in die preußische Staatsregierung aufzunehmen.

27.2.1929

Reichskanzler Hermann Müller (SPD) verhandelt in getrennten Gesprächen mit Gustav Stresemann (DVP), Ludwig Kaas und Adam Stegerwald (Zentrum) sowie Wilhelm Scholz (DDP) über Möglichkeiten zur Beilegung der Regierungskrise im Reich.

5.3.1929

Am Rande der Tagung des Völkerbundsrats in Genf spricht sich der französische Außenminister Aristide Briand gegenüber seinem deutschen Amtskollegen Gustav Stresemann dafür aus, die Neuregelung der Reparationsfrage zu einem baldigen Abschluss zu bringen, um dann zur "Gesamtliquidation" in den deutsch-französischen Beziehungen zu gelangen.

6.3.1929

Reichsaußenminister Gustav Stresemann (DVP) greift in einer Rede vor dem Völkerbundrat in Genf die polnische Politik gegenüber der deutschen Minderheit in Oberschlesien heftig an. Er erklärt, das Interesse für die Minderheit in einem anderen Land habe mit einer Einmischung in die inneren Angelegenheiten dieses Landes nichts zu tun.

13.3.1929

In einem Brief an den Ehrenvorsitzenden der rechtsliberalen DVP, Geheimrat Wilhelm Kahl, äußert der Parteivorsitzende, Reichsaußenminister Gustav Stresemann, von seinem Urlaubsort San Remo aus Besorgnis über die Entwicklung der Partei nach rechts.

19.3.1929

In einem Schreiben an den Reichstagspräsidenten Paul Löbe (SPD) äußerst sich Reichsaußenminister Gustav Stresemann skeptisch zu der Äußerung seines französischen Amtskollegen Aristide Briand, dass eine baldige "Gesamtliquidation" der seit dem Weltkrieg bestehenden deutsch-französischen Probleme möglich sei.

30.3.1929

In einem Brief an den ehemaligen britischen Botschafter in Berlin, Edgar Vincent Lord d'Abernon, spricht sich Reichsaußenminister Gustav Stresemann für eine Koppelung der Reparationsneuregelung mit der Rheinlandräumung und der Rückgabe des Saargebiets ans Deutsche Reich aus.

8.5.1929

Auf dem Jahresbankett des Vereins der Ausländischen Presse in Berlin bekräftigt Reichsaußenminister Gustav Stresemann die Position, wonach eine endgültige Reparationslösung mit der Räumung der noch besetzten Zonen des Rheinlands zu koppeln sei.

10.5.1929

Reichsaußenminister Gustav Stresemann konferiert in Berlin mit Maxim M. Litwinow, dem stellvertretenden sowjetischen Volkskommissar des Äußeren, über bilaterale Fragen.

24.6.1929

Im Deutschen Reichstag verteidigt Reichsaußenminister Gustav Stresemann das deutsche Ja zum Youngplan unter Hinweis auf die gegenüber früheren Plänen erreichten Verbesserungen und die Aufhebung der internationalen Kontrolle.

8.7.1929

Bei einem Kuraufenthalt in Bühler Höhe erklärt Reichsaußenminister Gustav Stresemann dem Journalisten Jules Sauerwein vom Pariser "Le Matin", das Deutsche Reich habe ein berechtigtes Interesse an einer baldigen Räumung der Rheinlande und der Rückgabe des Saargebiets.

14.7.1929

Die "Frankfurter Zeitung" veröffentlicht ein Interview von Wolf von Dewall mit Reichsaußenminister Gustav Stresemann, der alle Versuche, durch eine Feststellungs- und Versöhnungskommission den Rheinlanden ein internationales Sonder-Statut aufzuerlegen, entschieden ablehnt.

14.8.1929

Reichsaußenminister Gustav Stresemann erklärt zu dem Volksbegehren gegen den Youngplan, den Initiatoren gehe es nicht um diesen Plan oder um die "Kriegsschuldlüge", sondern um den Kampf gegen den Staat.

31.8.1929

Zum Beginn einer zweitägigen Tagung des Alldeutschen Verbandes (AV) in Würzburg erklärt der AV-Vorsitzende Heinrich Claß, der Youngplan stelle eine "Politik von Räubern" dar, und Reichsaußenminister Gustav Stresemann solle "vor einen politischen Staatsgerichtshof gestellt werden".

9.9.1929

Der deutsche Außenminister Gustav Stresemann bekennt sich in einer Rede vor der Völkerbundversammlung in Genf zur Idee eines einigen Europa. Er hält es vor allem aus wirtschaftlichen Gründen für wünschenswert, dass die europäischen Staaten enger zusammenarbeiten.

11.9.1929

Der deutsche Außenminister Gustav Stresemann erklärt zum Ergebnis der Haager Konferenz in einem Presseinterview: "Deutschlands Belastung ist durch den Youngplan vermindert worden ... Wir sind wieder Herr im eigenen Haus."

21.9.1929

Das geschäftsführende Präsidialmitglied des Reichsverbands der Deutschen Industrie, Ludwig Kastl, unterstützt in einer Rede vor der Mitgliederversammlung der Organisation in Düsseldorf (seit 20.9.) die Vorstellung von Reichsaußenminister Gustav Stresemann, dass eine europäische Einigung aus wirtschaftlichen Gründen dringend geboten sei.

3.10.1929

Der deutsche Außenminister und Vorsitzende der Deutschen Volkspartei, Gustav Stresemann, stirbt in Berlin im Alter von 51 Jahren an den Folgen eines in der Nacht erlittenen Schlaganfalls.

4.10.1929

Reichswirtschaftsminister Julius Curtius (DVP) wird als Nachfolger des am 3. Oktober gestorbenen Gustav Stresemann mit der einstweiligen Wahrnehmung der Geschäfte des Reichsaußenministers beauftragt. Am 11. Oktober gibt Curtius das Wirtschaftsressort ab und wird offiziell zum Außenminister ernannt.

8.10.1929

Deutschland hat, nach Jahrzehnten, eine weit über den Durchschnitt reichende politische Begabung gehabt, und jetzt wird wieder große Pause sein", heißt es in der "Weltbühne" in Carl von Ossietzkys Nachruf auf den am 3. Oktober verstorbenen Gustav Stresemann.

11.11.1929

Julius Curtius (DVP) wird als Nachfolger des am 3. Oktober verstorbenen Gustav Stresemann Reichsaußenminister. Das bisher von ihm verwaltete Reichswirtschaftsministerium übernimmt sein Parteikollege Paul Moldenhauer, der dem rechten Flügel der DVP zugeordnet wird.

14.12.1929

Der Zentralvorstand der rechtsliberalen Deutschen Volkspartei (DVP) wählt Ernst Scholz zum Parteivorsitzenden. Der Posten ist seit dem Tod von Gustav Stresemann vakant.

5.7.1931

In Mainz wird ein Denkmal für den 1929 verstorbenen früheren Reichsaußenminister Gustav Stresemann enthüllt.

20.7.1931

In Krefeld werden zwei Nationalsozialisten zu je vier Monaten Gefängnis wegen der Behauptung verurteilt, Frankreich habe den früheren deutschen Außenminister Gustav Stresemann für seine Zustimmung zum Youngplan mit einer Million Reichsmark belohnt.