Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Hanns Kerrl (26)

« zurück zur Übersicht
25.5.1932

Im Anschluss an die Wahl des nationalsozialistischen Abgeordneten Hanns Kerrl zum Präsidenten des preußischen Landtags kommt es zu einer Schlägerei zwischen Abgeordneten der NSDAP und der KPD, bei denen mehrere Personen zum Teil schwer verletzt werden.

14.7.1932

In einem Schreiben an Reichskanzler Franz von Papen fordert der preußische Landtagspräsident Hanns Kerrl (NSDAP), den Belagerungszustand über Preußen zu verhängen, da die Landesregierung unter Otto Braun (SPD) "den kommunistischen Terror" nicht ausreichend bekämpfe.

4.4.1933

Nachdem bereits am 1. April ein Betätigungsverbot für jüdische Notare ergangen ist, erlässt der Reichskommissar für das preußische Justizwesen, Hanns Kerrl (NSDAP), ein Vertretungsverbot für jüdische Rechtsanwälte in Preußen.

5.4.1933

Der Reichskommissar für das preußische Justizwesen, Hanns Kerrl (NSDAP), gibt die Gründung eines Sonderdezernats zur Korruptionsbekämpfung bekannt.

21.4.1933

Reichskanzler Adolf Hitler ernennt eine preußische Staatsregierung. Ministerpräsident Hermann Göring wird zugleich Justizminister, die bisherigen Reichskommissare Johannes Popitz (Finanzen, parteilos), Hanns Kerrl (Justiz, NSDAP) und Bernhard Rust (Bildung, NSDAP) werden Staatsminister.

11.9.1933

Der preußische Justizminister Hanns Kerrl löst die Korruptionsdezernate bei den einzelnen Staatsanwaltschaften auf und ruft die Justiz zur energischen Verfolgung jeder "Sabotagehandlung" gegen die Arbeitsbeschaffung auf.

28.9.1933

Der preußische Justizminister Hanns Kerrl legt eine Denkschrift über das "Nationalsozialistische Strafrecht" vor, in der u.a. gesetzliche Maßnahmen zur Reinhaltung der arischen Rasse vorgesehen sind. Ferner soll die 1848 abgeschaffte körperliche Züchtigung als Strafe wieder eingeführt und der Rechtsgrundsatz, wonach nur das als bestrafenswert gilt, was gesetzlich als strafbar bezeichnet ist, aufgehoben werden. Künftig soll auch eine die "gesunde Volksanschauung" verletzende Handlung geahndet werden.

16.6.1934

Der deutsche Reichspräsident Paul von Hindenburg ernennt auf Vorschlag von Reichskanzler Adolf Hitler (NSDAP) den preußischen Justizminister Hanns Kerrl (NSDAP) zum Reichsminister ohne Geschäftsbereich. Kerrl bleibt preußischer Staatsminister. Der Reichsminister der Justiz, Franz Gürtner, wird mit der Wahrnehmung der Geschäfte des preußischen Finanzministeriums betraut.

16.7.1935

Hitler ernennt den Vizepräsidenten des Reichstages Hanns Kerrl, zum Reichsminister für Kirchenfragen.

24.9.1935

Die Reichsregierung in Berlin erlässt das "Gesetz zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche". Der neuernannte Kirchenminister Hanns Kerrl wird ermächtigt, "zur Wiederherstellung geordneter Zustände in der Deutschen Evangelischen Kirche" rechtsverbindliche Verordnungen zu erlassen.

5.10.1935

Zur Durchführung des neuen Kirchengesetzes bildet Kirchenminister Hanns Kerrl einen "Reichskirchenausschuss", der Kirchenbeamte ernennen und entlassen kann.

17.10.1935

Das vom Reichsminister für kirchliche Angelegenheiten, Hanns Kerrl, eingesetzte "Neutrale Komitee" für die Reorganisation der evangelischen Kirchen verfasst ein Manifest, in dem es heißt, die evangelische Kirche habe loyal und gehorsam zu Volk, Reich und Führer zu stehen. Sie solle das Streben nach Freiheit und nationaler Ehre sowie die sozialistische Bereitschaft, für die Volksgemeinschaft das Leben zu opfern, bejahen.

30.11.1935

Eine Vorabzensur aller Schriftstücke, die von der regimekritischen Bekennenden Kirche veröffentlicht werden oder zwischen Pfarreien zirkulieren, ordnet Reichskirchenminister Hanns Kerrl an.

20.12.1935

Reichskirchenminister Hanns Kerrl beruft ein Verwaltungskomitee für Kirchenangelegenheiten in vier preußischen Provinzen und in Sachsen. Damit wird der Kirche das Recht genommen, Verwaltungsaufgaben, wie die Ernennung von Pastoren, die Einberufung von Synoden usw. wahrzunehmen.

19.1.1936

Der deutsche Reichsminister für kirchliche Angelegenheiten, Hanns Kerrl, äußert sich in einem Zeitungsinterview über die Kirche im Deutschen Reich.

2.4.1936

Die Landeskirchen von Bayern, Hannover, Mecklenburg, Sachsen und Württemberg schließen sich unter einer eigenen geistlichen Leitung zusammen und errichten eine ständige Vertretung in Berlin. Als Zweck der Vereinigung wird eine Befriedung im Einvernehmen mit dem Reichskirchenminister Hanns Kerrl angegeben.

9.4.1936

Unter dem Eindruck der überwältigenden Vertrauenskundgebung des deutschen Volkes" vom 29. März 1936 bittet Reichskirchenminister Hanns Kerrl in einem Schnellbrief die Gestapo und die Reichsleiter alle Aufenthalts- und Redeverbote für Geistliche beider Konfessionen aufzuheben.

15.2.1937

In einem Erlass beauftragt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler den deutschen Reichsminister für kirchliche Angelegenheiten, Hanns Kerrl, mit der Vorbereitung einer verfassunggebenden Generalsynode der Deutschen Evangelischen Kirche.

23.3.1937

Der deutsche Minister für kirchliche Angelegenheiten, Hanns Kerrl, verbietet den deutschen Bischöfen Druck und Verbreitung der päpstlichen Enzyklika "Mit brennender Sorge", die sich gegen die Kirchenverfolgung richtet.

6.8.1937

Pastor Otto Dibelius, Präsident des Bruderrats der altpreußischen Lutheraner, wird in einem Prozess in Berlin von der Anklage freigesprochen, durch die Veröffentlichung eines Briefes an Reichskirchenminister Hanns Kerrl gegen das Heimtückegesetz verstoßen zu haben.

23.11.1937

Der deutsche Reichskirchenminister Hanns Kerrl spricht bei einer NSDAP-Kundgebung in Fulda. Er verwahrt sich gegen den Vorwurf, der NS-Staat oder die Partei seien antikirchlich eingestellt. Immerhin - so Kerrl - hätte das Dritte Reich den Kirchen bisher über 1 Milliarde Reichsmark an Geldern zukommen lassen.

30.11.1937

Reichskirchenminister Hanns Kerrl spricht in Hagen über das Thema "Weltanschauung und Religion". Kerrl führt aus, dass gegen 955 0rdensleute Verfahren wegen Sittlichkeitsvergehen anhängig seien.

10.11.1938

Das Deutsche Nachrichtenbüro (DNB) gibt bekannt, dass Reichsminister Hanns Kerrl gegen die Vorläufige Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet hat. Die Vorläufige Leitung hatte für den 30. September zu Bittgottesdiensten aufgerufen, um dabei - wie das DNB schreibt - ihrer "staatsfeindlichen Gesinnung Ausdruck zu geben".

26.1.1939

In einem Brief an den katholischen Bischof von Berlin, Konrad Graf von Preysing, kritisiert Reichskirchenminister Hanns Kerrl, dass sich die Kirche infolge der Verkennung von Weltanschauung und Religion in die Politik einmische.

6.1.1940

Auf Anordnung des Reichsministers für kirchliche Angelegenheiten, Hanns Kerrl, kann die als Sanktion verhängte Sperre staatlicher Pfarrbesoldungsbeihilfen aufgehoben werden. Notwendig ist eine schriftliche Erklärung des betroffenen Pfarrers, in Zukunft die staatlichen Verordnungen anzuerkennen.

29.10.1940

Reichskirchenminister Hanns Kerrl ordnet an, dass an Tagen, die auf Fliegeralarm folgen, kirchliche Handlungen wie Gottesdienste erst um 10 Uhr beginnen dürfen.