Schlagzeilen und Ereignisse zu Hans Globke

8.7.1950

Hans Globke wird zum Personalchef des Kanzleramts berufen. Er zählt zu den wichtigsten Beratern von Bundeskanzler Konrad Adenauer, ist aber wegen seiner Tätigkeit als juristischer Kommentator der nationalsozialistischen Rassengesetze umstritten.

27.10.1953

Der wegen seiner Tätigkeit als "Spezialist für Judenfragen" im Reichsinnenministerium und eines von ihm verfassten Kommentars zu den nationalsozialistischen Nürnberger Rassegesetzen umstrittene Hans Globke wird als Nachfolger von Otto Lenz zum Staatssekretär für Inneres im Bundeskanzleramt ernannt.

25.3.1956

In einem Zeitungsinterview tritt Bundeskanzler Konrad Adenauer Vorwürfen gegen den Leiter des Bundeskanzleramtes, Hans Globke, wegen dessen Rolle während des Nationalsozialismus entgegen.

28.7.1960

Die Regierung der DDR wirft dem Staatssekretär im Bundeskanzleramt, Hans Globke, vor, an der Formulierung der NS-Rassengesetze mitgewirkt zu haben.

23.5.1961

Das Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der Beteiligung an Judendeportationen während des Zweiten Weltkriegs gegen den Staatssekretär im Bundeskanzleramt, Hans Globke, wird eingestellt. Für den Vorwurf haben sich keine ausreichenden Beweise finden lassen.

3.4.1963

Die Generalbundesanwaltschaft der DDR leitet ein Ermittlungsverfahren gegen den Staatssekretär im Bundeskanzleramt, Hans Globke, ein. Ihm wird die Beteiligung an der Verfolgung und Ausrottung von Juden, Slawen und anderen Völkergruppen angelastet.

23.7.1963

Wegen der Mittäterschaft an Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit wird Hans Globke, Staatssekretär im Bundeskanzleramt, vom Obersten Gericht der DDR in Abwesenheit zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt.

30.9.1963

In Bonn tritt der Staatssekretär im Bundeskanzleramt, Hans Globke (CDU), im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand.

13.2.1973

Der frühere Staatssekretär im Bundeskanzleramt (von 1953 bis 1963), Hans Globke, stirbt im Alter von 75 Jahren in Bonn. Als Ministerialrat im Reichsinnenministerium unter den Nationalsozialisten war er an der Kommentierung der Nürnberger Rassengesetze zur Verfolgung der Juden im Deutschen Reich beteiligt.