Schlagzeilen und Ereignisse zu Horst Mahler

4.11.1968

Bei schweren Auseinandersetzungen in Berlin (West) werden 108 Polizisten und etwa 30 Demonstranten verletzt. Die Teilnehmer der zunächst friedlichen Kundgebung vor dem Landgericht Charlottenburg bekunden ihre Sympathie mit dem Rechtsanwalt Horst Mahler, gegen den die Staatsanwaltschaft Berufsverbot wegen Teilnahme an einer gewalttätigen Demonstration am 11. April beantragt hat. Das Ehrengericht der Anwaltsvereinigung spricht Mahler frei.

8.10.1970

In Berlin (West) wird Horst Mahler, Mitglied der Baader-Meinhof-Gruppe, verhaftet.

1.3.1971

Bei der Prozesseröffnung gegen den Terroristen Horst Mahler, der wegen versuchten Mordes angeklagt wird, lehnt der Rechtsanwalt Otto Schily das Schwurgericht wegen Befangenheit ab und beantragt, das Verfahren einzustellen. Laut Schily machen die "Pressekampagne" und abwertende Äußerungen von Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) im Vorfeld der Verhandlung einen fairen Prozess unmöglich.

26.2.1973

Der erste Strafsenat des Berliner Kammergerichts verurteilt den 37-Jährigen Juristen Horst Mahler zu zwölf Jahren Freiheitsentzug bei Anrechnung von 21 Monaten Untersuchungshaft.

29.11.1974

Ein Westberliner Schwurgericht verurteilt die mutmaßlichen Mitglieder der "Rote-Armee-Fraktion" (RAF), Ulrike Meinhof und Horst Mahler, wegen versuchten Mordes und Gefangenenbefreiung zu acht bzw. 14 Jahren Haft. Sie hatten das RAF-Mitglied Andreas Baader 1970 mit Waffengewalt befreit und dabei einen Justizangestellten verletzt.

31.12.1979

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" veröffentlicht ein Streitgespräch zwischen Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) und dem in Berlin wegen terroristischer Aktivitäten einsitzenden Ex-Anwalt Horst Mahler über die Möglichkeit eines Straferlasses für aussteigewillige Terroristen.

30.11.1987

Der Bundesgerichtshof hebt die Entscheidung des Ehrengerichtshofes am Berliner Kammergericht auf, den Antrag des früheren RAF-Mitglieds Horst Mahler auf Wiederzulassung als Anwalt abzulehnen.

28.4.2008

Rechtsextremist Mahler wird erneut wegen Volksverhetzung verurteilt:
Das Landgericht Erding verurteilt den Rechtsextremisten Horst Mahler als Holocaust-Leugner wegen Volksverhetzung und Beleidigung zu zehn Monaten Haft ohne Bewährung. Der 72-jährige ist wegen rechtsextremistischer Äußerungen mehrfach vorbestraft.