Schlagzeilen und Ereignisse zu Karl Barth

15.12.1934

Der deutsche Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Bernhard Rust (NSDAP), suspendiert den schweizerischen Theologieprofessor Karl Barth von seinem Bonner Lehrstuhl.

24.6.1935

Reichserziehungsminister Bernhard Rust ordnet die offizielle Zwangsemeritierung des Bonner Professors für evangelische Theologie, Karl Barth, an.

30.6.1935

In einem Brief an einen Freund schreibt der evangelische Theologe Karl Barth, die Bekennende Kirche müsse die Fiktion aufgeben, "als ob sie es in ihrem heutigen Staat mit einem Rechtsstaat im Sinne von 13 zu tun habe". Dieser Bekenntnisbrief des von den Nationalsozialisten entlassenen Professors gilt als bedeutendes theologisches Dokument der Zeit. Barth hat inzwischen den Ruf an die Universität Basel angenommen.

10.10.1935

Der Schweizer Theologe Karl Barth, der nach dem Entzug der Lehrbefugnis an der Bonner Universität im Frühjahr 1935 in Basel lehrt, wird in Wuppertal festgenommen und aus dem Deutschen Reich ausgewiesen. Er hielt sich zu einem Vortrag für die oppositionelle Bekennende Kirche in der Stadt auf.

3.11.1945

Der evangelische Theologe Karl Barth äußerst sich in einer Rede in Tübingen zur Frage einer Kollektivschuld der Deutschen an den Verbrechen des Nationalsozialismus.