Schlagzeilen und Ereignisse zu Karl Seitz

5.3.1919

Die deutschösterreichische Konstituierende Nationalversammlung in Wien wählt den sozialdemokratischen Abgeordneten Karl Seitz zum Ersten Präsidenten und (vorläufigen) Staatsoberhaupt Deutschösterreichs.

7.6.1919

Die deutschösterreichische Konstituierende Nationalversammlung in Wien protestiert gegen die Friedensbedingungen der Alliierten. Nationalversammlungs-Präsident Karl Seitz (SPÖ) erklärt, "dass dieses Urteil ein Todesurteil ist. Ein solches Urteil ist undurchführbar".

25.10.1919

Karl Seitz (SPÖ), als Erster Präsident der österreichischen Konstituierenden Nationalversammlung vorläufiges Staatsoberhaupt der Republik Österreich, vollzieht in Wien die Ratifizierung des Staats- bzw. Friedensvertrags von Saint-Germain-en-Laye.

20.11.1923

Nach dem formellen Rücktritt bleibt die österreichische Regierung unter Bundeskanzler Ignaz Seipel unverändert im Amt. Die regierende Christlichsoziale Partei hatte bei den Nationalratswahlen (21. 10.) die Mehrheit gewonnen. Nachfolger des betagten Wiener Bürgermeisters Jakob Reumann wird der ebenfalls der sozialdemokratischen Partei angehörende Karl Seitz.

5.8.1927

Nach einem Protest der Interalliierten Militärkommission in Österreich lässt der Wiener Bürgermeister Karl Seitz die nach den Unruhen am 15./16. Juni geschaffene Gemeindeschutzwache (städtische Polizei) wieder auflösen.

23.11.1927

Der österreichische Bundeskanzler Ignaz Seipel und der Wiener Bürgermeister Karl Seitz dementieren energisch eine Meldung der "New York Times", dass sie einem Komitee angehörten, das sich die Verlegung des Völkerbundssitzes von Genf nach Wien zum Ziel gesetzt habe.

26.11.1927

Ein Revolverattentat auf den Wiener Bürgermeister Karl Seitz im "Schneepalast" misslingt.

11.5.1928

Richard Strebinger, der am 26. November 1927 ein missglücktes Attentat auf den Wiener Bürgermeister Karl Seitz unternommen hat, wird in Wien zu zwei Jahren Kerker verurteilt.

5.12.1934

Laut amtlicher Mitteilung ist der Politiker der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs und frühere Bürgermeister von Wien, Karl Seitz, auf freien Fuß gesetzt worden unter der Bedingung, sich den Behörden zur Verfügung zu halten. Seitz war am 12. Februar unter dem Vorwurf hochverräterischer Unternehmungen verhaftet worden.