Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Konrad Adenauer (392)

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28.9.1917

In der Stadtverordnetenversammlung von Köln wird der neue Bürgermeister Konrad Adenauer feierlich begrüßt.

10.12.1918

Konrad Adenauer, Oberbürgermeister von Köln seit 1917, fordert den Präsidenten des Reichstages auf, das Parlament zur Bestätigung der neuen Regierung einzuberufen.

12.6.1919

Die Kölner Universität wird eröffnet; bei dem Festakt spricht u.a. Kölns Oberbürgermeister Konrad Adenauer.

21.4.1921

Der Oberbürgermeister von Köln, Konrad Adenauer, erlässt eine neue Bestimmung zur genauen Erfassung des vorhandenen Wohnraums. Zahl und Größe der Räume einer Wohnung sind in Zukunft anzugeben. Räume, die nach dem 1. Oktober 1914 nur zu Wohnzwecken benutzt wurden, dürfen nicht mehr gewerblich vermietet werden.

6.10.1921

In Anwesenheit von Oberbürgermeister Konrad Adenauer (Zentrum) wird in Köln die Generalversammlung des Bundes deutscher Frauenvereine eröffnet. Auf der zweitägigen Versammlung steht das Familienrecht im Mittelpunkt, das nach Ansicht vieler Delegierter im Sinne einer Gleichstellung von Mann und Frau geändert werden müsse.

18.1.1922

In ihrer ersten Sitzung des neuen Jahres bestätigen die Mitglieder des preußischen Staatsrats den bisherigen Vorstand. Erster Vorsitzender bleibt demnach der Oberbürgermeister von Köln, Konrad Adenauer (Zentrum).

27.8.1922

In München wird der 62. Katholikentag eröffnet, zu dessen Vorsitzenden der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer gehört. Das Treffen endet am 30. August.

3.11.1923

Konrad Adenauer, Oberbürgermeister von Köln, lehnt in einem Interview mit einer Brüsseler Zeitung die Bildung eines rheinischen "Pufferstaates" zwischen dem Deutschen Reich einerseits und Frankreich/Belgien andererseits entschieden ab.

22.1.1924

Konrad Adenauer (Zentrum), Oberbürgermeister der Stadt Köln, wird zum Präsidenten des Preußischen Staatsrats gewählt.

11.10.1924

In Köln feiern die christlichen Gewerkschaften ihr 25-Jähriges Jubiläum. Konrad Adenauer, Oberbürgermeister von Köln, und Reichsarbeitsminister Heinrich Brauns richten Grußworte an den Jubiläumskongress.

9.2.1925

In Köln begrüßt Oberbürgermeister Konrad Adenauer (Zentrum) den neuen Reichskanzler Hans Luther (parteilos), der Stadt einen Besuch abstattet.

16.5.1925

Der Oberbürgermeister der Stadt Köln, Konrad Adenauer (Zentrum), eröffnet die dreimonatige Jahrtausendausstellung der Rheinlande.

14.5.1926

Konrad Adenauer, Oberbürgermeister von Köln, lehnt es ab, nach dem Rücktritt der deutschen Reichsregierung eine neue Regierung zu bilden, weil die DVP seinen Vorschlag zurückgewiesen hat, eine große Koalition zu bilden.

4.3.1927

Anlässlich der Etatberatung der Stadt Köln erklärt der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer (Zentrum), die wirtschaftliche Stärkung der Provinzstädte sei durch die "ungeheure Konzentrationssucht" auf die Reichshauptstadt Berlin gefährdet.

15.5.1928

Im Rahmen der "Pressa" wird der drahtlose Fernsprechverkehr zwischen dem Deutschen Reich und Argentinien aufgenommen. Das erste Gespräch rührt der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer.

23.5.1928

In Wilhelmshaven läuft der 6000-Tonnen-Kreuzer "Köln" - der dritte dieses Namens - in Anwesenheit des Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer vom Stapel.

2.8.1928

Anlässlich des Besuchs des französischen Kultusministers Édouard Herriot in Köln sprechen sich Herriot und der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer für die deutsch-französische Verständigung aus.

16.2.1929

Der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer (Zentrum) sieht sich wegen eines Glückwunschtelegramms an den italienischen Ministerpräsidenten und Duce Benito Mussolini anlässlich der Unterzeichnung der Lateranverträge heftigen Angriffen ausgesetzt. Dem Vatikan hat Adenauer kein Telegramm gesandt.

26.10.1929

In Köln erfolgt die Grundsteinlegung für das neue Universitätsgebäude im Beisein von Oberbürgermeister Konrad Adenauer und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

17.12.1929

Konrad Adenauer (Zentrum) wird mit 48 gegen 47 Stimmen von der Kölner Stadtverordnetenversammlung als Oberbürgermeister bestätigt.

20.2.1930

In der Dortmunder Tageszeitung "Tremonia" macht der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer (Zentrum) auf die finanziellen Schwierigkeiten der Städte und Gemeinden aufmerksam. Er appelliert an die Reichsregierung, die Kommunen finanziell stärker zu entlasten.

24.11.1932

Der preußische Staatsrat in Berlin beauftragt seinen Präsidenten Konrad Adenauer (Zentrum), dem Staatsgerichtshof in Leipzig die Verfassungsstreitigkeiten zwischen dem Deutschen Reich und Preußen zur Schlichtung vorzulegen.

21.2.1933

Die NS-Tageszeitung "Westdeutscher Beobachter" kritisiert die Weigerung des Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer (Zentrum), am Tag des Besuchs von Adolf Hitler in Köln (19. 2.) die Rheinbeleuchtung einschalten zu lassen und erklärt, dass "solche Herausforderungen sich in Zukunft rächen werden".

27.7.1933

Aufgrund des Gesetzes über das Berufsbeamtentum wird der bereits am 13. März beurlaubte Konrad Adenauer als Oberbürgermeister von Köln entlassen.

23.8.1944

Der spätere deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer wird verhaftet und in das Lager Köln-Deutz gebracht. Nach Flucht und erneuter Verhaftung wird Adenauer Ende Oktober auf Betreiben seines Sohnes Max freigelassen.

7.5.1945

Die US-amerikanische Besatzungsmacht setzt den früheren Zentrumspolitiker Konrad Adenauer zum Oberbürgermeister von Köln ein.

6.10.1945

Die britische Militärregierung entlässt den Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer aus seinem Amt und verbietet ihm bis auf weiteres jegliche politische Betätigung.

8.12.1945

Die britische Militärregierung in Deutschland ernennt Hermann Pünder zum Oberbürgermeister von Köln. Sein Vorgänger, Konrad Adenauer, war am 9. Oktober wegen angeblicher Unfähigkeit entlassen worden.

26.2.1946

In Neheim-Hüsten (Arnsberg) tritt der Zonenausschuss der Christlich Demokratischen Union in der britischen Zone Deutschlands zu einer Tagung zusammen, die bis zum 1. März dauert. Während der Zusammenkunft wird Konrad Adenauer zum Vorsitzenden des Zonenverbandes gewählt.

1.3.1946

In Neheim-Hüsten (Arnsberg/Westfalen) endet nach sechstägiger Dauer der Zonenparteitag der Christlich Demokratischen Union (CDU) der britischen Besatzungszone Deutschlands. Die Delegierten beschlossen die Zusammenlegung der CDU-Landesverbände Westfalen und Rheinland zum Zonenverband und wählten Konrad Adenauer zu ihrem Vorsitzenden.

4.4.1946

Auf einer Parteikundgebung in Bonn spricht sich der Vorsitzende der Christlich Demokratischen Union der britischen Besatzungszone Deutschlands Konrad Adenauer, für eine europäische Einigung aus.

15.8.1947

Der CDU-Parteitag der britischen Besatzungszone Deutschlands wählt Konrad Adenauer wieder in das Amt des Vorsitzenden.

22.11.1948

Die drei westlichen Militärgouverneure in Deutschland überreichen dem Vorsitzenden des Parlamentarischen Rates Konrad Adenauer, ein Memorandum, in dem sie sich u.a. für einen föderalistischen Staatsaufbau eines künftigen westdeutschen Staates aussprechen.

19.12.1948

Im Hauptausschuss des Parlamentarischen Rates in Bonn kommt es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Vertretern von CDU und SPD; Anlass ist der Besuch des Vorsitzenden des Rates Konrad Adenauer, bei den drei westlichen Militärgouverneuren am 16. Dezember.

23.3.1949

In Bern spricht der Vorsitzende des Parlamentarischen Rates in Bonn, Konrad Adenauer, vor der Schweizer Gruppe der Interparlamentarischen Union über deutsche Friedensfragen. Das britische Außenministerium fordert den Text der Rede an, weil Adenauer gesagt haben soll, am 8. Mai 1945 habe nicht das deutsche Volk, sondern lediglich die Wehrmacht bedingungslos kapituliert.

10.4.1949

Drei Vertreter der alliierten Verbindungsstäbe überreichen in Bonn dem Präsidenten des Parlamentarischen Rates, Konrad Adenauer, das alliierte Besatzungsstatut und das Washingtoner Abkommen über die Dreimächtekontrolle vom 8. April. Die Dokumente ebnen den Weg für die Bildung eines westdeutschen Staates.

25.4.1949

Die drei westlichen Militärgouverneure und eine Delegation des Parlamentarischen Rates unter Leitung von Konrad Adenauer einigen sich über die endgültige Fassung des Grundgesetzes für den westdeutschen Staat.

28.5.1949

Der CDU-Vorsitzende der britischen Zone, Konrad Adenauer, erklärt auf einer Parteiversammlung in Stuttgart, der westdeutsche Staat werde eine Grundlage für die Rückgliederung der von Polen widerrechtlich annektierten ostdeutschen Provinzen schaffen.

7.8.1949

Konrad Adenauer, CDU-Vorsitzender in der britischen Zone, und der SPD-Chef Kurt Schumacher bezichtigen sich in Wahlkampfreden eine Woche vor der Bundestagswahl gegenseitig der Lüge und Geschichtsfälschung.

15.9.1949

Konrad Adenauer, CDU-Vorsitzender in der britischen Zone, wird mit 202 von 389 abgegebenen Stimmen vom Bundestag zum ersten Kanzler der Bundesrepublik gewählt.

20.9.1949

Bundespräsident Theodor Heuss bestätigt die von Bundeskanzler Konrad Adenauer vorgelegte Kabinettsliste und überreicht den Ministern ihre Ernennungsurkunden. Adenauer gibt anschließend vor dem Bundestag seine Regierungserklärung ab.

15.10.1949

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und der SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher erörtern in einem mehrstündigen Gespräch in Bonn den Status Berlins und die Lage nach der DDR-Gründung.

21.10.1949

In einer Regierungserklärung bezeichnet Bundeskanzler Konrad Adenauer die Bundesrepublik als die "alleinige legitimierte staatliche Organisation des deutschen Volkes".

2.11.1949

In einem Interview mit der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" sagt Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU), die Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich sei ein Anachronismus der beseitigt werden müsse.

15.11.1949

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) teilt vor dem Bundestag mit, die Außenminister der drei Westmächte hätten ihn offiziell davon in Kenntnis gesetzt, dass die Demontagen in der Bundesrepublik vorläufig praktisch eingestellt würden.

20.11.1949

Gegenüber der französischen Zeitung "L'Epoque" erklärt Bundeskanzler Konrad Adenauer, dass Deutschland an keinem Krieg teilnehmen wolle und dass er keine neue deutsche Armee wünsche.

22.11.1949

Die alliierten Hohen Kommissare und Bundeskanzler Konrad Adenauer unterzeichnen das sog. Petersberger Abkommen.

24.11.1949

Bundeskanzler Konrad Adenauer erklärt in einem Interview mit der "Allgemeinen Zeitung" der jüdischen Gemeinde in Deutschland, die Bundesregierung wolle zehn Millionen DM für den Aufbau Israels zur Verfügung stellen.

25.11.1949

Während der Bundestagsdebatte über das Petersberger Abkommen bezeichnet der SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher Regierungschef Konrad Adenauer (CDU) als "Kanzler der Alliierten".

2.12.1949

Nach einem Gespräch zwischen dem SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher und Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU), in dem sich beide Politiker für ihre Vorwürfe in der Bundestagsdebatte vom 25. November entschuldigt haben, wird der Ausschluss Schumachers aus dem Bundestagsplenum aufgehoben.

3.12.1949

In einem Interview mit der in Cleveland/Ohio erscheinenden Zeitung "The Plain Dealer" sagt Bundeskanzler Konrad Adenauer auf die Frage nach dem deutschen Beitrag zur europäischen Sicherheit, es sei "im äußersten Fall ... die Frage eines deutschen Kontingents im Rahmen irgendeiner Armee einer europäischen Föderation zu überlegen". Am folgenden Tag führt Adenauer dazu aus, dass er prinzipiell gegen eine Wiederaufrüstung der Bundesrepublik sei.

24.12.1949

In seiner über Rundfunk verbreiteteten Weihnachtsansprache erinnert Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) an die Vertriebenen, die Ausgebombten, Kriegsgefangenen und Verschleppten, sagt aber zugleich, dass sich allmählich eine positive Entwicklung abzeichne.

31.12.1949

In einem Artikel zur Jahreswende im "Deutschland-Union-Dienst" nennt Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) Wohnungsbau, Flüchtlingshilfe und Steuerreform als wichtigste innenpolitische Aufgaben für 1950.

4.1.1950

Auf der ersten Pressekonferenz der Bundesregierung im neuen Jahr umreißt Bundeskanzler Konrad Adenauer die Regierungsvorhaben für 1950.

13.1.1950

Der französische Außenminister Robert Schuman trifft zu einem viertägigen Besuch in der Bundesrepublik Deutschland ein, in Bonn konferiert er u.a. mit Bundeskanzler Konrad Adenauer über die Saarfrage. Am 16. Januar besucht Schuman auch Berlin (West).0

22.1.1950

Auf dem FDP-Landesparteitag in Hamburg vertritt Justizminister Thomas Dehler (FDP) die These Deutschland trage nicht die ausschließliche Schuld an dem "Phänomen Hitler". Es sei vielmehr eine Folge des Versailler Vertrages und vor allem des "Kleinmutes Frankreichs" gewesen, das die europäische Frage durch eine Knebelung Deutschlands habe lösen wollen. Am folgenden Tag beschwert sich der französische Hochkommissar André François-Poncet in einem Brief an Bundeskanzler Konrad Adenauer über Dehlers Äußerungen.

24.1.1950

Bundeskanzler Konrad Adenauer veröffentlicht eine Statistik über die Religionszugehörigkeit der höheren und mittleren Regierungsbeamten. Er reagiert damit auf in der Presse und von dem evangelischen Pastor Martin Niemöller erhobenen Vorwürfe gegen die angeblich vorwiegend katholische Struktur der Bundesregierung.

27.1.1950

Bundespressesprecher Paul Bourdin tritt wegen Unstimmigkeiten mit Bundeskanzler Konrad Adenauer von seinem Amt zurück. Nachfolger wird am 21. Februar Heinrich Brand.

6.2.1950

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) gibt in Bonn bekannt, dass alle Eisen- und Stahllieferungen in die DDR auf Ersuchen der Alliierten vorläufig eingestellt werden. Der Schritt wird damit begründet, dass die DDR mit ihren im Interzonenhandelsabkommen vom Oktober 1949 vereinbarten Gegenlieferungen in Verzug geraten sei. Es wird jedoch auch ein Zusammenhang mit den jüngsten Behinderungen im Berlin-Verkehr vermutet. Am 26. Februar wird das Stahlembargo wieder aufgehoben.

9.2.1950

Während einer Bundestagsdebatte über Möglichkeiten zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit stellt Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) ein 3,4 Mrd.-DM-Programm der Regierung vor, durch das neue Arbeitsplätze geschaffen werden sollen.

26.2.1950

Der KPD-Vorsitzende Max Reimann erklärt auf einer Kundgebung der Freien Deutschen Jugend (FDJ) in Essen, Bundeskanzler Konrad Adenauer wünsche die Arbeitslosigkeit in Westdeutschland um die notleidende Jugend für die Remilitarisierung zu gewinnen.

26.2.1950

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU), der SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher und weitere hochrangige Politiker würdigen den Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Hans Böckler, auf einer Feier in Köln anlässlich seines 75. Geburtstages.

7.3.1950

In einem Interview mit dem International News Service (INS) spricht sich Bundeskanzler Konrad Adenauer für eine deutsch-französische Union mit einem gemeinsamen Parlament aus.

8.3.1950

Bundeskanzler Konrad Adenauer teilt dem britischen Hochkommissar Sir Brian Robertson offiziell die Bedenken der Bundesregierung hinsichtlich der Demontage der Reichswerke in Watenstedt-Salzgitter mit.

9.3.1950

DDR-Präsident Wilhelm Pieck lehnt den Vorschlag des US-amerikanischen Hochkommissars in der Bundesrepublik Deutschland, John McCloy, ab, die Einheit Deutschlands auf der Grundlage freier Wahlen im ganzen Land herbeizuführen. Bundeskanzler Konrad Adenauer hat den Vorschlag am 1. März begrüßt.

2.4.1950

In einem Presseinterview fordert Bundeskanzler Konrad Adenauer ein europäisches Parlament mit wirklichen Machtbefugnissen. Er nennt dies das einzige Mittel zur Verhütung eines Kriegs. Der Bundestagsausschuss für das Besatzungsstatut und für auswärtige Angelegenheiten übt Kritik an der Höhe der Besatzungskosten von jährlich rund 4,5 Mrd. DM.

16.4.1950

Bundeskanzler Konrad Adenauer trifft zu seinem ersten offiziellen Besuch in Berlin (West) ein.

18.4.1950

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) fordert im Anschluss an eine Rede die Zuhörer im Westberliner Titania-Palast auf mit ihm die dritte Strophe des Deutschlandliedes zu singen.

19.4.1950

Führende bundesdeutsche Politiker, darunter Präsident Theodor Heuss und Kanzler Konrad Adenauer, sowie zahlreiche Verbände und Einrichtungen des öffentlichen Lebens fordern in einem Appell Arbeitgeber und Meister in der Bundesrepublik Deutschland auf, alle denkbaren Ausbildungs- und Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen, um jungen Menschen den Start in den Beruf zu ermöglichen.

2.5.1950

In der Klosterkirche Maria Laach wird Lisbeth Adenauer, Tochter von Bundeskanzler Konrad Adenauer, mit Hermann-Josef Werhahn getraut.

10.5.1950

In einem Interview mit der US-amerikanischen Tageszeitung "New York Times" fordert Bundeskanzler Konrad Adenauer Sicherheitsgarantien der Westalliierten für die Bundesrepublik Deutschland, die Erlaubnis zur Bildung eines Außenministeriums, größere Exportfreiheit und die Ersetzung der Hochkommissare der Westmächte durch Botschafter.

11.5.1950

In Königswinter schließen sich die Landesverbände der CDU zu einer gesamtdeutschen Partei zusammen. Bundeskanzler Konrad Adenauer wird zum vorläufigen Vorsitzenden gewählt.

24.5.1950

Vor belgischen Journalisten in Bonn erklärt Bundeskanzler Konrad Adenauer die Bundesrepublik Deutschland habe nicht die Absicht dem westlichen Militärbündnis NATO beizutreten.

24.5.1950

In einem Brief an Bundeskanzler Konrad Adenauer sprechen sich die alliierten Hochkommissare gegen das Wiederaufleben des Deutschen Turnerbundes aus, weil dessen Name eng mit dem Nationalsozialismus verknüpft sei. Die Gründung einer bundesdeutschen Sportorganisation wird dagegen grundsätzlich befürwortet.

8.7.1950

Hans Globke wird zum Personalchef des Kanzleramts berufen. Er zählt zu den wichtigsten Beratern von Bundeskanzler Konrad Adenauer, ist aber wegen seiner Tätigkeit als juristischer Kommentator der nationalsozialistischen Rassengesetze umstritten.

17.8.1950

Bundeskanzler Konrad Adenauer spricht sich in einem Interview mit der US-amerikanischen Zeitung "New York Times" für die Einrichtung einer westdeutschen Polizeitruppe aus, die der DDR-Volkspolizei entsprechen soll.

18.8.1950

In einem Schreiben an Bundeskanzler Konrad Adenauer fordert die Führung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) eine Abkehr von der bisherigen wirtschaftspolitischen Linie der Bundesregierung.

23.8.1950

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und der SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher äußern sich vor der Presse in Bonn zur Frage der deutschen Wiederbewaffnung.

30.8.1950

In Denkschriften an die alliierte Hochkommission fordert Bundeskanzler Konrad Adenauer die Einrichtung einer bundesweiten Polizeitruppe.

4.9.1950

Bundeskanzler Konrad Adenauer und Innenminister Gustav Heinemann erörtern in Bonn ihre Meinungsverschiedenheiten in bezug auf die innere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland. Der Konflikt ist dadurch ausgelöst worden, dass Heinemann als zuständiger Ressortminister über Adenauers Sicherheitsmemorandum an die Hochkommissare vom 30. August erst nachträglich informiert wurde.

14.9.1950

Bundeskanzler Konrad Adenauer gibt vor dem Bundestag eine Regierungserklärung über die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie durch die DDR und die geplanten Wahlen zur DDR-Volkskammer ab.

9.10.1950

Bundesinnenminister Gustav Heinemann tritt aus Protest gegen die Haltung der Regierungsmehrheit zur deutschen Wiederbewaffnung und gegen den Führungsstil des Kanzlers Konrad Adenauer zurück. Sein Nachfolger wird Robert Lehr.

11.10.1950

In einer Rundfunkrede zur Frage der Bewaffnung der Bundesrepublik Deutschland weist Bundeskanzler Konrad Adenauer Gerüchte zurück, wonach es bereits feste Vereinbarungen mit den Westmächten über die Aufstellung bundesdeutscher Truppen geben soll.

21.11.1950

Mit Genehmigung der alliierten Hochkommission dürfen sich Bundesminister und ihre Fahrer künftig mit Pistolen aus den Beständen der Besatzungsmächte ausrüsten, um - wie es heißt - einen Angriff auf ihre persönliche Sicherheit jederzeit abwehren zu können. Präsident Theodor Heuss und Kanzler Konrad Adenauer lassen verlauten, dass sie diese Möglichkeit nicht nutzen wollen.

28.11.1950

Auf einer Wahlveranstaltung der CDU in Berlin (West) erklärt Bundeskanzler Konrad Adenauer, die Haltung der SPD zur Verteidigungsfrage stelle eine ungeheure Gefahr für die Bundesrepublik Deutschland dar. Es bestehe die Möglichkeit, dass die USA sich aus Europa zurückzögen, wenn die Deutschen selbst ihre Freiheit nicht verteidigen wollten.

30.11.1950

In einem Brief an Bundeskanzler Konrad Adenauer regt DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl die Aufnahme von Gesprächen über eine Wiederherstellung der deutschen Einheit an.

3.12.1950

Die alliierte Hochkommission fordert Bundeskanzler Konrad Adenauer auf, Maßnahmen gegen die andauernde Lieferung strategischen Materials in die DDR und die Ostblockstaaten durch bundesdeutsche Exporteure zu ergreifen.

22.12.1950

Bundeskanzler Konrad Adenauer beruft einen Sachverständigenrat, der militärisch-technische Fragen eines bundesdeutschen Verteidigungsbeitrages klären soll. Leiter des Gremiums wird Theodor Blank, der bereits die Dienststelle für Fragen der alliierten Besatzungstruppen führt. Dem Rat gehören außerdem die ehemaligen Wehrmachtsgeneräle Adolf Heusinger und Hans Speidel an.

25.12.1950

In seiner Weihnachtsansprache erklärt Bundeskanzler Konrad Adenauer, die Erhaltung des Friedens sei das oberste Ziel der Regierung.

29.12.1950

Schwerwiegende außenpolitische Entscheidungen kündigt Bundeskanzler Konrad Adenauer in seiner Neujahrsbotschaft an. Hierfür müssten Regierung und Bevölkerung über taktische und parteiegoistische Überlegungen hinweg zusammenstehen.

30.12.1950

Der Vorsitzende der DDR-Volkskammer, Johannes Dieckmann, fordert Bundestagspräsident Hermann Ehlers in einem Schreiben auf, mit ihm Verhandlungen über die Wiedervereinigung Deutschlands aufzunehmen. Am 30. November hat sich bereits der Ministerpräsident der DDR, Otto Grotewohl, mit einem ähnlichen Vorschlag an Bundeskanzler Konrad Adenauer gewandt.

5.1.1951

Konrad Adenauer wird an seinem 75. Geburtstag Ehrenbürger Kölns. Als Oberbürgermeister lenkte er von 1917 bis 1933 und 1945 die Geschicke der Domstadt. Am gleichen Tag erhält Hans Böckler, seit 1947 erster Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die Kölner Ehrenbürgerwürde.

14.1.1951

Bundeskanzler Konrad Adenauer bekräftigt auf dem Landesparteitag der westfälischen CDU in Bielefeld die Westbindung der Bundesrepublik Deutschland. Gleichzeitig fordert er aber auch eine Ablösung des alliierten Besatzungsrechts.

15.1.1951

Bundeskanzler Konrad Adenauer lehnt kategorisch die Vorschläge von DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl zur Bildung eines "Gesamtdeutschen Konstituierenden Rates" ab. Er präzisiert seinerseits Bedingungen für gesamtdeutsche Gespräche, wie die Garantie der persönlichen Freiheit und Sicherheit in der DDR.

25.1.1951

In Bonn einigen sich Gewerkschafter und Unternehmer in einer Konferenz unter Vorsitz von Bundeskanzler Konrad Adenauer über die Mitbestimmung in der Eisen- und Stahlindustrie. Der geplante Streik wird abgesagt.

7.2.1951

In einer Rede im Bayerischen Rundfunk spricht Bundeskanzler Konrad Adenauer die Erwartung aus, dass die Westmächte die Bundesregierung über jede Phase der bevorstehenden Viermächtekonferenz informieren. "Wir wollen gehört werden", fordert der Regierungschef.

16.2.1951

Der stellvertretende Ministerpräsident der DDR und Generalsekretär der SED Walter Ulbricht bezeichnet einen Sturz Konrad Adenauers als Voraussetzung für Einheit und Frieden. Der Bundeskanzler habe "kurzsichtig und dumm" auf die Verständigungsvorschläge von DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl zur Konstituierung eines gesamtdeutschen Rates reagiert.

20.2.1951

Zum ersten Mal seit Monaten treffen Bundeskanzler Konrad Adenauer und Oppositionsführer Kurt Schumacher in Bonn zusammen. Hauptthema der Unterredung ist die geplante Viermächtekonferenz. Zu Differenzen kommt es angesichts der Frage einer möglichen Neutralisierung der Bundesrepublik Deutschland, die Schumacher nicht ausschließen will.

9.3.1951

In einer Regierungserklärung vor dem Bundestag und einer Note an die Westmächte lehnt Bundeskanzler Konrad Adenauer die sog. Grotewohl-Vorschläge zur Wiedervereinigung Deutschlands ab. Er fordert stattdessen die Westmächte auf, die Voraussetzungen für freie Wahlen in ganz Deutschland zu schaffen.

15.3.1951

Bundespräsident Theodor Heuss ernennt Bundeskanzler Konrad Adenauer zum Außenminister.

11.4.1951

Zu seiner ersten offiziellen Auslandsreise als Außenminister trifft Bundeskanzler Konrad Adenauer auf dem Pariser Flughafen Orly ein. Er nimmt an den Verhandlungen über die Montanunion teil.

14.6.1951

Bundeskanzler Konrad Adenauer trifft zu seinem ersten Staatsbesuch in Italien ein. Hauptthema der politischen Gespräche ist die europäische Zusammenarbeit.

19.6.1951

Während seines Italien-Aufenthaltes trifft Bundeskanzler Konrad Adenauer mit Papst Pius XII. zusammen. Daraus wird die längste Audienz in der Amtszeit des Papstes.

12.7.1951

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause legt Bundeskanzler Konrad Adenauer dem Bundestag erstmals das Gesetz über den Beitritt der Bundesrepublik zur europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl vor.

24.7.1951

In einem Interview mit dem Sender Hilversum tritt Bundeskanzler Konrad Adenauer für eine enge Zusammenarbeit der Bundesrepublik mit den Benelux-Ländern ein. Diese seien besonders geeignet, in strittigen Fragen Vermittlerrollen zu übernehmen.

8.8.1951

In seinem Urlaubsort auf dem Bürgenstock bei Luzern empfängt Bundeskanzler Konrad Adenauer Delegierte des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Im Mittelpunkt der intensiven Gespräche stehen die Differenzen in der Wirtschaftspolitik.

2.9.1951

Mit einem Festgottesdienst wird in Anwesenheit von Bundeskanzler Konrad Adenauer die Wiedereinweihung der Lübecker St. Marienkirche gefeiert. Das im Krieg zerstörte Gotteshaus feiert gleichzeitig sein 700-Jähriges Bestehen.

24.9.1951

Auf Schloss Ernich bei Remagen beginnen Verhandlungen zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer und den Oberkommissaren der Westmächte über die deutsche Souveränität. Zur Verteidigung Europas bieten die Oberkommissare der Bundesrepublik die militärische Gleichberechtigung an.

27.9.1951

In einer Regierungserklärung spricht Bundeskanzler Konrad Adenauer die Bereitschaft zur materiellen Wiedergutmachung gegenüber den jüdischen Opfern des Nationalsozialismus aus.

2.10.1951

Bundeskanzler Konrad Adenauer erstattet dem Kabinett Bericht über die kontrovers verlaufenen Gespräche mit den alliierten Oberkommissaren auf Schloss Röttgen. Während der Kanzler ein grundsätzliches Ende der obersten Autorität der Besatzungsmächte fordert, wollen diese allenfalls eine weitere Delegierung von Souveränitätsrechten zugestehen.

4.10.1951

In einer Note der Bundesregierung an die Regierungen der Westalliierten präzisiert Konrad Adenauer die Bedingungen für die Abhaltung von gesamtdeutschen Wahlen. Insbesondere verlangt Adenauer die Entsendung einer neutralen internationalen Kommission in beide Teile Deutschlands. Sie soll untersuchen, inwieweit die bestehenden Verhältnisse die Durchführung freier Wahlen ermöglichen.

14.10.1951

Auf einem "Exilparteitag" der Ost-CDU in Bonn erklärt Bundeskanzler Konrad Adenauer: "Wenn ich dies auch nicht jeden Augenblick hinausschreie und plakatiere, so ist die deutsche Einheit das höchste Ziel meiner Politik".

21.10.1951

Auf dem Parteitag der CDU in Karlsruhe sprechen sich die Delegierten einstimmig für die dritte Strophe des Deutschlandlieds als Nationalhymne aus. Besonders Bundeskanzler Konrad Adenauer setzt sich für diesen Antrag ein.

5.11.1951

Bundeskanzler Konrad Adenauer und sechs weitere Politiker treffen sich in Königswinter mit 22 evangelischen Kirchenvertretern, die ihre Vermittlung in Fragen der deutschen Einigung anbieten.

12.11.1951

In einem Briefwechsel tauschen Bundeskanzler Konrad Adenauer und SPD-Chef Kurt Schumacher ihre kontroversen Ansichten zu Entwurf und Wahlordnung für eine gesamtdeutsche Nationalversammlung aus.

17.11.1951

In Hannover wird in Anwesenheit von Bundeskanzler Konrad Adenauer der "Bund der vertriebenen Deutschen" gegründet. Erster Vorsitzender der 10 Mio. Mitglieder starken Vereinigung wird Linus Kather.

22.11.1951

In Paris findet die erste Außenministerkonferenz der Westmächte unter Teilnahme von Bundeskanzler und Außenminister Konrad Adenauer statt. Nach zweieinhalbstündigen Verhandlungen einigen sich die vier Politiker auf den Entwurf eines Generalvertrags, der das Besatzungsstatut für die Bundesrepublik ablösen soll.

25.11.1951

Der SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher kritisiert in einer Rede in Hannover das Ergebnis der Pariser Verhandlungen zwischen Konrad Adenauer und den Westalliierten. Er bezeichnet das Resultat als "eindeutige Annahme der alliierten Wünsche".

3.12.1951

Der britische Premierminister Winston Churchill empfängt Bundeskanzler Konrad Adenauer zu seinem ersten offiziellen Besuch in Großbritannien. Die Visite des Kanzlers ist gleichzeitig der erste offizielle Aufenthalt eines deutschen Regierungschefs in Großbritannien seit 1925.

7.12.1951

Bundeskanzler Konrad Adenauer wird im Buckingham-Palast von König Georg VI. empfangen.

10.12.1951

Bundeskanzler Konrad Adenauer spricht in Straßburg vor der Beratenden Versammlung des Europarats über die Verwirklichung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft. Darüber hinaus schlägt er eine politische Hohe Behörde für die EVG vor.

23.12.1951

Im Jahresbericht der Bundesregierung erklärt Bundeskanzler Konrad Adenauer, das Jahr 1951 habe die Bundesrepublik in die westliche Gemeinschaft hineingeführt und dort fest verankert.

16.1.1952

Bundeskanzler Konrad Adenauer gibt vor dem Deutschen Bundestag bekannt, dass nach Ermittlungen der Bundesregierung noch 1,3 Mio. ehemalige deutsche Wehrmachtsangehörige vermisst werden. Die Sowjetunion hält nach seinen Angaben weiterhin 106 000 Kriegsgefangene fest.

10.3.1952

Die UdSSR schlägt den Westmächten USA, Großbritannien und Frankreich Verhandlungen über einen Friedensvertrag mit (Gesamt-) Deutschland vor. Bundeskanzler Konrad Adenauer und die Westmächte reagieren ablehnend, denn eine Forderung der sog. Kremlnote ist der Abzug aller Besatzungstruppen und völlige Bündnisfreiheit Deutschlands.

25.3.1952

In der Antwort auf die Kreml-Note vom 10. März lehnen es die Westmächte mit Zustimmung von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) ab, die Frage eines Friedensvertrages mit Deutschland vor der Abhaltung freier Wahlen im ganzen Land zu behandeln.

27.3.1952

Beim Öffnen eines für Bundeskanzler Konrad Adenauer bestimmten Sprengstoffpaketes kommt der Sprengmeister Karl Reichert in München ums Leben. Für den Anschlag erklärt sich eine jüdische Organisation verantwortlich, die gegen die deutsch-israelischen Wiedergutmachungsverhandlungen in Den Haag protestiert.

2.5.1952

Bundespräsident Theodor Heuss erklärt nach Absprache mit Bundeskanzler Konrad Adenauer die dritte Strophe des Deutschlandliedes (Text: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben; Melodie: Joseph Haydn) zur Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland.

13.6.1952

Bundeskanzler Konrad Adenauer und der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Christian Fette, vereinbaren in Bonn die Einstellung der gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen gegen das Betriebsverfassungsgesetz.

18.6.1952

Bundeskanzler Konrad Adenauer nimmt vor dem Deutschen Bundestag zu den Sperrmaßnahmen der DDR an der deutsch-deutschen Grenze und in Berlin Stellung.

25.6.1952

Bundeskanzler Konrad Adenauer bittet den US-amerikanischen und britischen Hochkommissar, den alliierten Streitkräften die Sicherung der innerdeutschen Grenze zu übertragen. Angesichts sowjetischer Übergriffe müsse der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit vermittelt werden.

9.7.1952

Auf Verfügung der Bonner Staatsanwaltschaft wird das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" bundesweit beschlagnahmt. Gegenstand der gerichtlichen Verfügung ist die in einem Artikel des Magazins veröffentlichte Behauptung, Bundeskanzler Konrad Adenauer und der Leiter der politischen Abteilung des Auswärtigen Amts, Herbert Blankenhorn, sollten im Fall eines sowjetischen Einmarsches ins Ausland gebracht werden, um dort eine Exilregierung zu bilden.

4.9.1952

In Luxemburg begegnen sich erstmals, bei der Unterzeichnung des Wiedergutmachungsabkommens durch Bundeskanzler Konrad Adenauer und den israelischen Außenminister Mosche Scharett, führende deutsche und israelische Politiker.

21.9.1952

Bei seinem Besuch in Bonn bespricht der italienische Ministerpräsident Alcide de Gasperi mit Bundeskanzler Konrad Adenauer Fragen der europäischen Politik und einer kulturellen Zusammenarbeit zwischen Italien und der Bundesrepublik Deutschland.

19.10.1952

Auf dem zweitägigen CDU-Parteitag in Berlin (West) wird Bundeskanzler Konrad Adenauer mit 302 von 307 Stimmen als erster Vorsitzender bestätigt. Vorrangige Ziele seien die Bildung einer europäischen Föderation und die Wiedervereinigung Deutschlands.

31.12.1952

In seinem Neujahrsaufruf betont Bundeskanzlers Konrad Adenauer die Bedeutung der bundesdeutschen Westbindung und eines vereinigten Europa für die angestrebte Wiedervereinigung.

1.1.1953

In einem Neujahrsaufruf nennt Bundeskanzler Konrad Adenauer die Wiedervereinigung Deutschlands, die Beendigung des Besatzungsrechts und die Fortsetzung der europäischen Einigungspolitik die wichtigsten Ziele der Regierungspolitik im neuen Jahr.

16.1.1953

Bundeskanzler Konrad Adenauer lehnt die vom SPD-Vorsitzenden Erich Ollenhauer in einem Brief an den Regierungschef vom 7. Januar vorgeschlagenen internationalen Verhandlungen über ein System kollektiver Sicherheit ab, da dies keine realisierbare Alternative zur Europäischen Verteidigungsgemeinschaft darstelle.

21.1.1953

Bundeskanzler Konrad Adenauer wendet sich vor dem Bundestag gegen den durch eine US-amerikanische Umfrage entstandenen Eindruck, in der Bundesrepublik Deutschland nehme die Zahl der Anhänger des Nationalsozialismus wieder zu.

27.2.1953

Die deutschen Kulturinstitute in Italien werden wieder von bundesdeutschen Wissenschaftlern betreut. Eine entsprechende Vereinbarung wird in Rom von Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem italienischen Ministerpräsidenten Alcide de Gasperi unterzeichnet.

6.3.1953

Bischof Otto Dibelius, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, äußert sich in einem Brief an Bundeskanzler Konrad Adenauer besorgt über die wachsende Zahl unverheiratet zusammenlebender Paare.

6.4.1953

Bundeskanzler Konrad Adenauer trifft zum ersten Besuch eines deutschen Regierungschefs in den USA in New York ein.

9.4.1953

Bundeskanzler Konrad Adenauer beendet in Washington seine politischen Gespräche mit der US-amerikanischen Regierung. In einem Abschlusskommuniqué stellen beide Seiten eine "weitreichende Übereinstimmung" bei der Beurteilung der internationalen Lage fest. Daneben wird u.a. ein Kulturabkommen abgeschlossen.

30.4.1953

Bundeskanzler Konrad Adenauer genießt bei der bundesdeutschen Bevölkerung wachsende Popularität. Einer Meinungsumfrage zufolge waren im April 48% der Befragten mit der Politik Adenauers einverstanden, 19% waren nicht einverstanden. Im März 1951 gaben nur 20% eine positive Antwort, im März 1952 waren es 35%.

14.5.1953

Bundeskanzler Konrad Adenauer trifft zu einem dreitägigen Besuch in London ein. Im Mittelpunkt seines Aufenthalts steht eine Unterredung mit dem britischen Premierminister Sir Winston Churchill.

3.6.1953

Bundeskanzler Konrad Adenauer und der US-amerikanische Hohe Kommissar in Deutschland, James Bryant Conant, unterzeichnen in Bonn ein Abkommen durch das ein 1923 geschlossenes deutsch-amerikanisches Freundschaftsabkommen wieder in Kraft gesetzt wird.

1.7.1953

Bundeskanzler Konrad Adenauer legt im Bundestag ein Programm zur deutschen Wiedervereinigung vor.

25.7.1953

In einem Schreiben an Bundeskanzler Konrad Adenauer bekräftigt der US-amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower, dass die Wiedervereinigung Deutschlands nur durch die Abhaltung freier Wahlen erreicht werden könne.

30.7.1953

In einem Aufruf zur Bundestagswahl kritisiert der Deutsche Gewerkschaftsbund die Arbeit der Bundesregierung und des ersten Bundestags und fordert dazu auf, "einen besseren Bundestag zu wählen". Bundeskanzler Konrad Adenauer protestiert gegen den Wahlaufruf, da dieser die parteipolitische Neutralität der Gewerkschaften verletze.

3.8.1953

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) weist den Vorwurf von Bundeskanzler Konrad Adenauer zurück, der DGB habe mit seinem Wahlaufruf vom 30. Juli gegen die parteipolitische Neutralität verstoßen. Er habe lediglich zur Wahl von Kandidaten aufgerufen, die den sozialpolitischen Forderungen der Gewerkschaften aufgeschlossen gegenüberständen.

20.8.1953

382 deutsche Schiffe, die von den USA bei Kriegsende beschlagnahmt worden waren, werden der Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichnen Bundeskanzler Konrad Adenauer und der Hohe Kommissar der USA, James Bryant Conant, in Bonn.

4.9.1953

Der Staatsratsvorsitzende der DDR, Wilhelm Pieck, ruft die bundesdeutsche Bevölkerung in einer Rundfunkansprache auf, bei der Bundestagswahl für die Gegner der Politik von Bundeskanzler Konrad Adenauer zu stimmen.

25.9.1953

Bundeskanzler Konrad Adenauer erklärt, er beabsichtige nicht, ein Informationsministerium einzurichten. Entsprechende Berichte waren zuvor u.a. von der Bundespressekonferenz kritisiert worden; die Journalisten sahen durch ein solches Ministerium die Unabhängigkeit der Presse gefährdet.

9.10.1953

Konrad Adenauer (CDU) wird erneut zum Bundeskanzler gewählt. 304 Abgeordnete des Bundestags stimmen für Adenauer, 148 gegen ihn.

16.10.1953

Der Deutsche Hausfrauenbund kritisiert in einem Schreiben an Bundeskanzler Konrad Adenauer, die geplante Vergrößerung des Bundeskabinetts verstoße gegen das im Wahlkampf gegebene Versprechen zu größter Sparsamkeit. Die Hausfrauen fordern Adenauer außerdem auf, mindestens eine Frau ins Kabinett aufzunehmen.

20.10.1953

Die Minister der von Bundeskanzler Konrad Adenauer gebildeten Koalitionsregierung aus CDU/CSU, FDP, Deutscher Partei und Gesamtdeutschem Block werden ernannt und vereidigt. Adenauer gibt vor dem Bundestag seine Regierungserklärung ab.

28.10.1953

In der Bundestagsdebatte über die Regierungserklärung von Bundeskanzler Konrad Adenauer äußern Vertreter der SPD und der Koalitionsparteien die Bereitschaft, sich in Grundfragen der Außen- und Wirtschaftspolitik um mehr Gemeinsamkeit zwischen Regierung und Opposition zu bemühen.

16.11.1953

Der Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa, General Alfred M. Gruenther, bekräftigt in einem Gespräch mit Bundeskanzler Konrad Adenauer in Bonn, dass die USA nicht beabsichtigten, ihre Truppen aus Europa abzuziehen.

8.12.1953

Bundeskanzler Konrad Adenauer wird zum Ehrenpräsidenten der Europäischen Bewegung ernannt.

12.12.1953

Der französische Außenminister Georges Bidault und Bundeskanzler Konrad Adenauer erzielen bei ihren Besprechungen in Paris keine Einigung über die Zukunft des Saargebiets. Beide Politiker betonen, dass eine Lösung des Saar-Problems Voraussetzung für weitere Fortschritte bei der Europäischen Integration sei.

13.12.1953

Der US-amerikanische Außenminister John Foster Dulles und sein britischer Amtskollege Anthony Eden sichern Bundeskanzler Konrad Adenauer bei Besprechungen in Paris zu, die Bundesregierung werde über sämtliche Fragen im Zusammenhang mit der geplanten Vier-Mächte-Konferenz in Berlin konsultiert werden.

2.1.1954

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) begrüßt im Lager Friedland 4400 Heimkehrer, die in den letzten Tagen des alten Jahres aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft entlassen wurden.

22.1.1954

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) ruft angesichts der bevorstehenden Viermächtekonferenz am 25. Januar in Berlin (West) im Namen aller Deutschen zur Beendigung der deutschen Teilung auf.

23.2.1954

Bei einem Besuch in Berlin (West) gibt Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) Pläne der Bundesregierung zur wirtschaftlichen Unterstützung der Stadt bekannt. So sollen z. B. mehr öffentliche Aufträge nach Berlin vergeben und die bestehenden Steuererleichterungen für Berliner Bürger ausgebaut werden.

9.3.1954

In Paris verhandelt Bundeskanzler Konrad Adenauer mit dem französischen Außenminister Georges Bidault über die Saarfrage. Im Anschluss an seine Gespräche in Paris reist Adenauer zu Staatsbesuchen nach Griechenland, Italien und in die Türkei.

20.5.1954

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und der stellvertretende französische Ministerpräsident Pierre-Henri Teitgen erzielen in Straßburg Einigung über die Saarfrage. Danach soll das Saargebiet einen europäischen Status erhalten, über den die saarländische Bevölkerung abstimmen soll.

20.6.1954

In Düsseldorf fordert Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) die Wiederherstellung der bundesrepublikanischen Souveränität unabhängig davon, ob der Vertrag über die Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) ratifiziert werde oder nicht.

25.6.1954

Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Reinhold Maier (FDP) wirft Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) vor, die Entwicklung der Bundesrepublik von der Demokratie zur Herrschaft einiger weniger voranzutreiben.

2.7.1954

In einem Rundfunkinterview fordert Bundeskanzler Konrad Adenauer Frankreich zur Ratifizierung des Vertrages über die Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) in unveränderter Fassung auf. Damit wendet sich Adenauer gegen in Paris diskutierte Alternativ-Pläne für eine gemeinsame europäische Verteidigung.

19.7.1954

Bei der Entgegennahme der Ehrendoktorwürde der Technischen Universität in Berlin (West) lobt Bundeskanzler Konrad Adenauer die "maßvolle und kluge politische Haltung" der Studenten.

7.9.1954

In Wiesbaden fordert Bundeswohnungsbauminister Victor-Emanuel Preusker (FDP) die Wiedereinführung eines Außenministeriums. Bisher hatte Bundeskanzler Konrad Adenauer diese Aufgaben übernommen.

16.9.1954

In Bonn trifft US-Außenminister John Foster Dulles ein, um mit Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) die neue Lage nach dem Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft zu besprechen.

27.9.1954

In Jakarta (Indonesien) protestiert die bundesdeutsche Botschaft offiziell gegen einen Artikel der Zeitschrift "Nanyang Post", in dem Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) mit Adolf Hitler verglichen wird.

28.10.1954

Das deutsch-französische Saarabkommen wird von der FDP-Bundestagsfraktion abgelehnt. Nach Ansicht der Liberalen hat Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) das Abkommen eigenmächtig und "ohne Unterrichtung und Befragung der Bundesregierung" abgeschlossen.

11.11.1954

Das Bundeskanzleramt gibt die Umbesetzung des Kabinetts zum Jahreswechsel bekannt. Heinrich von Brentano (CDU) soll das Außenministerium übernehmen, das bislang von Bundeskanzler Konrad Adenauer mitbetreut wurde.

12.11.1954

In Bonn sorgt die Aussage von Bundeskanzler Konrad Adenauer für Aufsehen, das Reichskonkordat zwischen dem Vatikan und den Nationalsozialisten aus dem Jahr 1933 habe nach wie vor Gültigkeit.

14.1.1955

In Baden-Baden erörtert Bundeskanzler Konrad Adenauer mit dem französischen Ministerpräsidenten Pierre Mendès-France Fragen der Rüstungsproduktion, der Durchführung des Saarabkommens und der wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.

6.2.1955

Vor dem Bundesvorstand der CDU in Bonn erklärt Bundeskanzler Konrad Adenauer, eine Ablehnung der Pariser Verträge verhindere den Zusammenschluss Europas, zerstöre den Nordatlantikpakt und werde zum wirtschaftlichen Niedergang der Bundesrepublik Deutschland führen.

13.2.1955

In zahlreichen Feierstunden wird in Dresden des 10. Jahrestages der Zerstörung der Stadt durch britische und US-amerikanische Bomberverbände gedacht. Der Oberbürgermeister Dresdens, Walter Waidauer (SED), bezeichnet den Luftangriff als ein Kriegsverbrechen und fordert Bundeskanzler Konrad Adenauer auf, nicht mit den "Henkern von Dresden zu paktieren".

28.2.1955

Aufgrund der Meinungsverschiedenheiten innerhalb der FDP-Fraktion über das am Vortag vom Bundestag ratifizierte Saarabkommen bietet Vizekanzler Franz Blücher (FDP) Bundeskanzler Konrad Adenauer seinen Rücktritt an. Nachdem Adenauer den Rücktritt ablehnt, zieht Blücher das Gesuch zurück.

29.3.1955

Bundeskanzler Konrad Adenauer erklärt in Bonn, er erwarte angesichts der veränderten weltpolitischen Lage die Bereitschaft der sowjetischen Regierung, einer Wiedervereinigung Deutschlands zuzustimmen.

1.4.1955

In Bonn trifft der Präsident der Hohen Behörde der Montanunion, der französische Wirtschaftspolitiker Jean Monnet, mit Bundeskanzler Konrad Adenauer zu Gesprächen über die Festlegung von Höchstpreisen für die deutsche Steinkohle zusammen.

1.5.1955

Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Außenminister Antoine Pinay einigen sich in Bonn über strittige Fragen des Saarabkommens, u.a. sollen die von Frankreich beanspruchten Röchling-Stahlwerke je zur Hälfte in französischen und deutschen Privatbesitz übergehen.

9.5.1955

In Paris beginnt die 16. Tagung des Nordatlantikrates der NATO, auf der in Anwesenheit von Bundeskanzler Konrad Adenauer die Bundesrepublik offiziell als 15. Mitglied der westlichen Allianz aufgenommen wird.

27.5.1955

In einer Regierungserklärung zur Außenpolitik bezeichnet Bundeskanzler Konrad Adenauer die Abhaltung von gesamtdeutschen Wahlen als einzigen Weg zur Wiedervereinigung.

7.6.1955

Bundeskanzler Konrad Adenauer wird von der sowjetischen Staats- und Parteiführung zu Gesprächen über die Normalisierung der deutsch-sowjetischen Beziehungen nach Moskau eingeladen.

7.6.1955

Bundespräsident Theodor Heuss ernennt Heinrich von Brentano (CDU) zum Außenminister. Da bislang Konrad Adenauer als Bundeskanzler die Aufgaben des Außenministers innehatte, ist Brentano der erste Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Zum ersten Verteidigungsminister wird der bisherige Beauftragte für Sicherheitsfragen, Theodor Blank (CDU), ernannt. Neuer Bundesminister für Bundesratsangelegenheiten wird Hans-Joachim von Merkatz (DP).

12.6.1955

Die US-amerikanische Harvard-Universität verleiht dem deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer die Ehrendoktorwürde.

17.6.1955

Die Außenminister Frankreichs, Großbritanniens und der USA bereiten in New York unter der Beteiligung von Bundeskanzler Konrad Adenauer die im Juli geplante Vier-Mächte-Konferenz vor.

25.7.1955

Bundeskanzler Konrad Adenauer erklärt auf einer Pressekonferenz in Mürren (Schweiz) seine Zufriedenheit über den Ausgang der Genfer Viermächtekonferenz. Er hebt hervor, die Großmächte seien darüber einig, dass die Wiedervereinigung Deutschlands eine Grundfrage der europäischen Stabilität sei.

2.9.1955

Bundeskanzler Konrad Adenauer empfängt in Bonn die Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien zu einer Aussprache über die bevorstehende Kanzlerreise nach Moskau. Hauptthemen sind dabei das Problem der deutschen Teilung und die Freilassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen aus sowjetischem Gewahrsam.

16.9.1955

Auf einer Pressekonferenz in Bonn berichtet Bundeskanzler Konrad Adenauer über die Ergebnisse seines Moskau-Besuches. Er betont dabei, dass die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur UdSSR nichts an den engen Verbindungen der Bundesrepublik Deutschland zum Westen ändern werde.

18.9.1955

Der SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer übt auf einer Parteiveranstaltung in Bremerhaven scharfe Kritik an den Ergebnissen der Moskaureise von Bundeskanzler Konrad Adenauer. Zwar begrüße die SPD die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Sowjetunion, jedoch stelle sich die Frage, ob damit nicht ein weiterer Schritt zur Teilung Deutschlands getan sei.

20.9.1955

Nach mehrstündiger kontroverser Diskussion billigt in Bonn die SPD-Fraktion des deutschen Bundestags einstimmig die Ergebnisse der Moskauer Verhandlungen von Bundeskanzler Konrad Adenauer.

7.10.1955

In Friedland bei Göttingen treffen die ersten Heimkehrer aus sowjetischen Kriegsgefangenenlagern nach dem Besuch von Bundeskanzler Konrad Adenauer in Moskau ein. Die sowjetische Führung hatte Adenauer die Entlassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen zugesagt.

4.11.1955

Bundeskanzler Konrad Adenauer nimmt nach einer rund vierwöchigen Erkrankung die Amtsgeschäfte wieder auf.

5.1.1956

In Bonn wird der 80. Geburtstag von Bundeskanzler Konrad Adenauer mit großem Aufwand unter Beteiligung zahlreicher Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur gefeiert.

12.1.1956

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) lehnt die Rücktrittsangebote der Minister Waldemar Kraft und Theodor Oberländer, die sie nach ihrem Austritt aus dem Gesamtdeutschen Block/Bund der Entrechteten (GB/BHE) im Juli 1955 eingereicht hatten, ab. Sowohl die oppositionelle SPD als auch die FDP, Koalitionspartner der CDU, protestieren gegen diese Entscheidung.

20.1.1956

In der Kaserne von Andernach findet in Anwesenheit von Bundeskanzler Konrad Adenauer eine Feierstunde aus Anlass des Dienstantritts der ersten 1600 Freiwilligen für die westdeutschen Streitkräfte statt. In seiner Ansprache hebt Adenauer den rein defensiven Charakter der deutschen Armee hervor.

8.2.1956

In Bonn unterzeichnen Bundeskanzler Konrad Adenauer und der italienische Ministerpräsident Antonio Segnie in Kulturabkommen, das u.a. den verstärkten Austausch von Büchern und Zeitschriften und die Förderung des italienischen bzw. deutschen Sprachunterrichts vorsieht.

25.3.1956

In einem Zeitungsinterview tritt Bundeskanzler Konrad Adenauer Vorwürfen gegen den Leiter des Bundeskanzleramtes, Hans Globke, wegen dessen Rolle während des Nationalsozialismus entgegen.

29.4.1956

Auf dem Bundesparteitag der CDU in Stuttgart wird Bundeskanzler Konrad Adenauer einstimmig in seinem Amt als Parteivorsitzender bestätigt.

4.5.1956

DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl schlägt Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem saarländischen Ministerpräsidenten Hubert Ney gemeinsame Beratungen über die Zukunft des Saarlandes vor. Grotewohl betont, dass die DDR keine Beschlüsse in der Saarfrage anerkennen werde, die ohne ihre Mitwirkung getroffen werden.

23.5.1956

In einer Rede vor Mitgliedern des Bundesverbands der Deutschen Industrie in Köln übt Bundeskanzler Konrad Adenauer scharfe Kritik an der Zins- und Konjunkturpolitik der Bundesbank sowie der Amtsführung von Wirtschaftsminister Ludwig Erhard und Finanzminister Fritz Schäffer.

4.6.1956

Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Ministerpräsident Guy Mollet vereinbaren in Luxemburg die Eingliederung des Saargebiets in die Bundesrepublik Deutschland.

15.6.1956

Anlässlich seiner USA-Reise wird Bundeskanzler Konrad Adenauer in Milwaukee (US-Bundesstaat Wisconsin) von der Vereinigung der Indianerstämme die Würde eines Ehrenhäuptlings verliehen.

1.7.1956

Bundeskanzler Konrad Adenauer trifft in Begleitung von Außenminister Heinrich von Brentano in Rom zu einem viertägigen Staatsbesuch ein. Die deutsche Delegation führt u.a. Gespräche mit dem italienischen Staatspräsidenten Giovanni Gronchi und Ministerpräsident Antonio Segni.

17.7.1956

Der indische Ministerpräsident Jawaharlal Nehru beendet einen viertägigen Staatsbesuch in der Bundesrepublik Deutschland. Nehru traf u.a. mit Bundeskanzler Konrad Adenauer und Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard zusammen. Er vereinbarte eine Vertiefung der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

21.7.1956

Nach Ansicht führender Vertreter der US-Streitkräfte könnten die Armeen der USA, Großbritanniens und der Bundesrepublik Deutschland deutlich verringert werden. Allein die Vereinigten Staaten könnten Truppen in einem Umfang von rund 800 000 Mann abbauen. Wahrend US-Außenminister John Foster Dulles die Vorschläge begrüßt, warnt Bundeskanzler Konrad Adenauer nachdrücklich vor einer Schwächung der westlichen Verteidigungsfähigkeit.

28.7.1956

Bundeskanzler Konrad Adenauer wendet sich vor der Presse scharf gegen die Äußerung des sowjetischen Ministerpräsidenten Nikolai A. Bulganin, Schlesien sei "für immer polnisch". Nach Ansicht Adenauers stünden die ehemaligen deutschen Ostgebiete nur unter vorläufiger polnischer Verwaltung. Eine endgültige Regelung der Grenzfrage könne nur durch einen Friedensvertrag getroffen werden.

21.8.1956

In Bonn spricht sich Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) gegen die von den US-amerikanischen Streitkräften geplante Truppenreduzierung zugunsten einer atomaren Aufrüstung aus. Kernwaffen seien die "größte Gefahr für die Menschheit", so Adenauer.

15.9.1956

In Bonn trifft Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) mit dem FDP-Vorsitzenden Thomas Dehler zu Gesprächen zusammen. Gerüchte, Adenauer habe dem früheren Koalitionspartner den Vizekanzlerposten angeboten, werden von der FDP dementiert. Das Gespräch habe keine Annäherung der politischen Standpunkte gebracht.

24.9.1956

Bundeskanzler Konrad Adenauer trifft in der belgischen Hauptstadt Brüssel zu einem zweitägigen Staatsbesuch ein. Zum Abschluss des Besuchs wird ein Vertrag über die Berichtigung der deutsch-belgischen Grenze unterzeichnet. Danach fallen die 1945 von den alliierten Besatzungsmächten unter belgische Verwaltung gestellten Dörfer Losheim und Bildchen an die Bundesrepublik.

29.9.1956

In Bonn trifft der französische Ministerpräsident Guy Mollet mit Bundeskanzler Konrad Adenauer zusammen. In den Gesprächen erzielen die beiden Regierungschefs u.a. eine Einigung über Währungsfragen im Saarland und die Finanzierung des Moselkanals.

2.10.1956

Die Regierung des Saarlands billigt einstimmig die zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem französischen Ministerpräsidenten Guy Mollet getroffenen Vereinbarungen zur Eingliederung des Saarlands in die Bundesrepublik Deutschland.

16.10.1956

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) nimmt in Bonn eine umfassende Kabinettsumbildung vor; u.a. wird der bisherige Minister für Atomfragen, Franz Josef Strauß (CSU), zum Verteidigungsminister ernannt.

17.10.1956

Bundeskanzler Konrad Adenauer erklärt vor der Bundestagsfraktion der CDU, dass die Bundesrepublik die vom bisherigen Verteidigungsminister Theodor Blank gegebenen Terminzusagen über den Aufbau der Bundeswehr nicht einhalten könne. Eine der ersten Aufgaben des neuen Verteidigungsministers Franz Josef Strauß sei es, den NATO-Verbündeten diese bedauerliche Feststellung mitzuteilen.

24.10.1956

In Bonn beendet der österreichische Bundeskanzler Julius Raab einen zweitägigen Staatsbesuch in der Bundesrepublik Deutschland. Bundeskanzler Konrad Adenauer bezeichnet in einer Tischrede die Beziehungen zwischen Österreich und der Bundesrepublik als "herzlich und gutnachbarlich".

6.11.1956

Bundeskanzler Konrad Adenauer trifft in Paris zu Gesprächen mit der französischen Staatsführung über die Angliederung des Saarlandes ein. Angesichts der Ereignisse in Ägypten und Ungarn wird der als mehrtägiger Staatsbesuch geplante Aufenthalt Adenauers auf einen Tag begrenzt.

8.11.1956

In einer Sondersitzung des Bundestags gibt Bundeskanzler Konrad Adenauer eine Regierungserklärung zur Lage in Ungarn, im Nahen Osten und Polen ab. Adenauer äußert darin u.a. Bewunderung für den Freiheitskampf des ungarischen Volkes und ruft zu einer friedlichen Lösung der Suezkrise auf.

7.12.1956

Vor der Presse in Bonn sagt Bundeskanzler Konrad Adenauer, er sei trotz der Ereignisse in Ungarn bereit, die diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion zu vertiefen. Der Zeitpunkt zur Einberufung einer Viermächtekonferenz zur Behandlung der deutschen Frage sei jedoch nicht günstig.

25.12.1956

Bundeskanzler Konrad Adenauer fordert in seiner vom Rundfunk verbreiteten Weihnachtsansprache die Deutschen zur inneren Einkehr und Besinnlichkeit auf. Der Kanzler sagt u.a.:"Nur der führt ein bewusstes Leben, der sich seiner selbst bewusst wird."

20.2.1957

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Otto Dibelius, unterzeichnen einen Vertrag über die Militärseelsorge in der Bundeswehr, der die Unabhängigkeit kirchlicher Verkündigung sichert. - Die katholische Militärseelsorge ist durch Artikel 27 des Reichskonkordats vom 20. Juli 1933 geregelt.

27.2.1957

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) beantwortet ein persönliches Schreiben des sowjetischen Ministerpräsidenten Nikolai A. Bulganin vom 8. Februar, der den Wunsch nach einer Verbesserung der bilateralen Beziehungen geäußert hatte. Der Kanzler schlägt die Wiederherstellung diplomatischer und wirtschaftlich-technischer Beziehungen zwischen beiden Staaten vor, bezeichnet aber die unterschiedlichen Auffassungen zur Wiedervereinigung Deutschlands und zur Rückführung Deutscher aus der UdSSR als sehr hinderlich für den Aufbau freundschaftlicher Beziehungen.

23.3.1957

Der sowjetische Ministerpräsident Nikolai A. Bulganin schlägt in einem Schreiben an Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) Regierungsverhandlungen über den Ausbau der deutsch-sowjetischen Handelsbeziehungen vor.

28.3.1957

Eine große Musiktruhe als Gastgeschenk überreicht Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) Schah Mohammed Resa Pahlawi zu Beginn seines sechstägigen Staatsbesuchs im Iran.

2.4.1957

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) beendet seinen fünftägigen Besuch im Iran, bei dem u.a. die deutsche Unterstützung beim Aufbau von Gewerbeschulen und landwirtschaftlichen Musterbetrieben vereinbart wurde.

4.4.1957

Als eine Weiterentwicklung der Artillerie, auf die in der Bundeswehr nicht verzichtet werden könne, bezeichnet Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) die taktischen Atomwaffen.

17.4.1957

In einer gemeinsamen Erklärung sprechen sich Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und fünf Mitunterzeichner der "Göttinger Erklärung" nach einem mehrstündigen Gespräch gegen die Atombewaffnung in Ost und West aus.

26.4.1957

In Köln eröffnet Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) die Bundesgartenschau. Auf dem 485 000 m² großen Gelände am Rheinufer werden bis zum Herbst mehrere Millionen Besucher erwartet.

30.5.1957

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) beendet seinen achttägigen Besuch in den USA.

2.6.1957

Auf einer Veranstaltung in Bamberg äußert der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Konrad Adenauer die Ansicht, bei der Bundestagswahl am 15. September gehe es darum, ob Deutschland und Europa christlich bleiben oder unter kommunistische Gewalt geraten.

4.6.1957

Der CDU-Vorsitzende Konrad Adenauer und der SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer äußern sich zustimmend über die Aktivitäten des Kuratoriums Freies Wochenende. Sie wollen darauf hinwirken, das letzte Wochenende im Monat von Veranstaltungen freizuhalten, die nicht der Erholung und der Besinnung dienen.

15.6.1957

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) beendet seinen dreitägigen Staatsbesuch in Österreich.

12.7.1957

Der SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer bezeichnet die Wahlreden des Bundeskanzlers Konrad Adenauer (CDU) als eine Verwilderung der politischen Sitten und ein Abgleiten des Wahlkampfes auf das Niveau der Unanständigkeit. Adenauer hatte auf einer Wahlveranstaltung behauptet, ein Wahlsieg der Sozialdemokraten bedeute den Untergang Deutschlands.

9.8.1957

Die FDP wendet sich dagegen, dass der Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende Konrad Adenauer seine Wahlkampfreise in einem Sonderzug der Bundesbahn absolviert, den die CDU nach Ansicht der Freien Demokraten nicht ordnungsgemäß bezahlt. Regierungssprecher Felix von Eckardt hält dem entgegen, der Kanzler müsse auch während des Wahlkampfes die Regierungsgeschäfte leiten, ziehe aber eine deutliche Trennlinie zwischen Regierungs- und Parteiangelegenheiten.

15.8.1957

Auf der letzten SPD-Parteikonferenz vor der Bundestagswahl am 15. September vergleicht der Bundestagsabgeordnete Heinz Kühn die Regierung Konrad Adenauer mit der DDR-Regierung. Beide lebten von der Teilung Deutschlands.

15.9.1957

Bei den Wahlen zum Deutschen Bundestag erreicht die CDU unter Konrad Adenauer mit 50,2% die absolute Mehrheit.

22.10.1957

Konrad Adenauer (CDU) wird von der Mehrheit des Bundestages zum dritten Mal zum Bundeskanzler gewählt.

28.10.1957

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) stellt in Bonn sein neues Kabinett vor. 15 Minister gehören der CDU/CSU,zwei der DP an.

29.10.1957

Die Fortführung der Sozialreform und eine breite Streuung des Eigentums nennt Bundeskanzler Konrad Adenauer in seiner Regierungserklärung als zwei wichtige Ziele der kommenden Legislaturperiode.

25.11.1957

Das Landgericht Hannover verkündet die Einstellung des Strafverfahrens gegen den "Spiegel"-Redakteur Hans-Konrad Schmeißer. Er hatte am 9. Juli 1952 in einem Artikel Bundeskanzler Konrad Adenauer, Botschafter Herbert Blankenhorn und Generalkonsul Adolph Reifferscheidt als ehemalige Mitarbeiter eines französischen Agentennetzes bezeichnet. Die Betroffenen hatten ihn daraufhin wegen Verleumdung und übler Nachrede verklagt.

13.12.1957

Zehn Professoren der Universität Heidelberg, an ihrer Spitze der Soziologe Alfred Weber, appellieren an Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU), auf die Errichtung von Abschussbasen für Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik zu verzichten.

25.12.1957

In seiner Weihnachtsansprache ruft Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) zur inneren Besinnung auf. Politische Themen schneidet er nicht an.

15.1.1958

In einer Rundfunkansprache bezeichnet Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) die Schreiben des sowjetischen Ministerpräsidenten Nikolai A. Bulganin vom 10. Januar als einen großangelegten Propagandafeldzug.

20.1.1958

In einem Antwortschreiben an den sowjetischen Ministerpräsidenten Nikolai A. Bulganin schlägt Bundeskanzler Konrad Adenauer vor, den Briefwechsel einzustellen und stattdessen diplomatische Gespräche zu führen.

23.1.1958

Im Bundestag in Bonn wirft die SPD der Regierung während einer außenpolitischen Debatte vor, die Chance zur Wiedervereinigung verpaßt zu haben, und fordert den Rücktritt von Bundeskanzler Konrad Adenauer.

29.1.1958

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) weist in einer Rundfunkansprache die von den Abgeordneten Thomas Dehler (FDP) und Gustav Heinemann (SPD) gegen ihn in der Debatte am 23. Januar erhobenen Vorwürfe zurück. Der SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer äußert daraufhin am 31. Januar sein Befremden darüber, dass Bundeskanzler Adenauer nicht im Parlament, sondern via Rundfunk antworte.

10.3.1958

In feierlicher Zeremonie wird Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) in der Kölner St.-Andreas-Kirche durch Hochmeister Marian Tumler zum Ehrenritter des Deutschen Ordens ernannt.

19.4.1958

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) beendet einen viertägigen Staatsbesuch in Großbritannien, in dessen Verlauf er auch von Königin Elisabeth II. empfangen wurde. Während des Besuchs wurde ein deutsch-britisches Kulturabkommen unterzeichnet.

15.9.1958

Bei einem Staatsbesuch in Frankreich trifft Bundeskanzler Konrad Adenauer erstmals mit dem neuen französischen Ministerpräsidenten Charles de Gaulle zusammen.

3.10.1958

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) spricht sich für die allmähliche Herstellung von Beziehungen zu den Ostblockstaaten aus; dies könne zunächst durch die Einrichtung von Handelsmissionen geschehen.

14.10.1958

Der sowjetische Botschafter in Bonn, Andrei A. Smirnow, überreicht Bundeskanzler Konrad Adenauer eine Note seiner Regierung über die deutsch-sowjetischen Beziehungen. Bonn wird darin vorgeworfen, die Möglichkeiten zur Verbesserung der Beziehungen nicht zu nutzen, sondern bestehende Meinungsverschiedenheiten noch zu verstärken.

8.11.1958

Fragen des atlantischen Militärbündnisses sowie mögliche Folgen des wirtschaftlichen Zusammenschlusses in Europa sind Hauptthemen bei den zweitägigen Gesprächen zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem kanadischen Ministerpräsidenten John Diefenbaker in Bonn.

15.11.1958

Bundeskanzler Konrad Adenauer erklärt vor Journalisten in Bad Godesberg, durch die Moskauer Rede von Ministerpräsident Nikita S. Chruschtschow am 10. November sei eine äußerst gefährliche Lage nicht nur für die Bundesrepublik, sondern für die ganze Welt entstanden.

20.11.1958

Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus erklärt der Regierende Bürgermeister Willy Brandt, die Westberliner Bevölkerung werde sich durch die sowjetischen Drohungen nicht aus der Ruhe bringen lassen. - Am selben Tag empfängt Bundeskanzler Konrad Adenauer in Bonn den sowjetischen Botschafter Andrei A. Smirnow zu Besprechungen über den Status von Berlin.

26.11.1958

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und der französische Ministerpräsident Charles de Gaulle treffen in Bad Kreuznach zu einer allgemeinen Aussprache zusammen.

2.12.1958

Bundeskanzler Konrad Adenauer bezeichnet das Chruschtschow-Ultimatum vom 27. November als gegen die Einheit des Westens gerichtet. Der sowjetische Ministerpräsident wolle den Westen dahin bringen, sein Bündnis mit der Bundesrepublik zu lockern.

5.12.1958

Bundeskanzler Konrad Adenauer und Außenminister Heinrich von Brentano nehmen an einer Sondersitzung des Westberliner Abgeordnetenhauses zur Beratung der Berlin-Frage teil. Der Kanzler vertritt dabei die Auffassung, dass auf keinen Fall unter dem Druck des sowjetischen Ultimatums vom 27. November über die gesamtdeutsche Frage verhandelt werden sollte.

8.12.1958

In einem persönlichen Brief an Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) sichert der US-amerikanische Außenminister John Foster Dulles die Unterstützung und Hilfe der Vereinigten Staaten für die Stadt Berlin (West) zu.

23.12.1958

Bundeskanzler Konrad Adenauer stellt in seiner Weihnachtsbotschaft fest, das deutsche Volk verbringe Weihnachten unter dem Druck des schärfsten Angriffs, den der Osten in den letzten Jahren gegen die Freiheit gerichtet habe. Dennoch erwarte er keine ernsthafte Störung des Friedens.

12.1.1959

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) lehnt den am 10. Januar überreichten sowjetischen Entwurf eines Friedensvertrages mit Deutschland ab.

7.2.1959

US-Außenminister John Foster Dulles besucht im Rahmen seiner Europareise Bonn. In Übereinstimmung mit Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) lehnt er jegliche einseitigen Zugeständnisse an die Sowjetunion ab. Dulles bekräftigt, die Alliierten riskierten lieber einen Krieg, als dass sie Berlin opferten.

24.2.1959

Führende Politiker von CDU und CSU unter Vorsitz von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) schlagen in Bonn Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard (CDU) für das Amt des Bundespräsidenten vor. Erhard erklärt sich zu einer Kandidatur bereit.

4.3.1959

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle beschließen im Landhaus de Gaulles in Marly-Le-Roi, die deutsch-französische Zusammenarbeit weiter zu festigen. Die Sicherung des Friedens werde am besten durch die Einigkeit aller Westmächte gewährleistet.

12.3.1959

Der britische Premierminister Harold Macmillan trifft zu einem zweitägigen Besuch in Bonn ein. Er berichtet Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) über seine Moskaureise im Februar und erzielt mit der Bundesregierung Einverständnis über die Ablehnung eines neutralisierten und entmilitarisierten Raumes in Europa.

31.3.1959

Vor "Aufweicherscheinungen" gegenüber dem Kommunismus, wie sie sich in letzter Zeit in verstärktem Maße bei den Sozialdemokraten gezeigt hätten, warnt Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) auf einer Wahlkundgebung seiner Partei in Uelzen.

7.4.1959

In Bonn gibt Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) seine Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten bekannt.

13.4.1959

Die Aktienkurse an den deutschen Börsen erreichen den höchsten Stand seit Kriegsende. Der Konjunkturoptimismus wird zurückgeführt auf das Bekanntwerden der Kandidatur von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) für das Bundespräsidentenamt.

23.5.1959

Der zehnte Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes wird in Bonn feierlich begangen. Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) betont seine Hoffnung, dass eine von einer gesamtdeutschen Nationalversammlung geschaffene Verfassung das Grundgesetz eines Tages ablösen werde.

27.5.1959

Anlässlich der Begräbnisfeierlichkeiten für den ehemaligen US-Außenminister John Foster Dulles weilt Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) in Washington und erörtert dort mit US-Präsident Dwight D. Eisenhower den bisherigen Verlauf der Genfer Deutschlandkonferenz der Siegermächte.

4.6.1959

Überraschend tritt Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) wieder von der Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten zurück.

10.6.1959

Rund 92,5% der in einer CDU-Umfrage in Hamburg erfassten Bürger halten die Entscheidung Konrad Adenauers (CDU), Bundeskanzler zu bleiben, für falsch.

15.6.1959

Nach dem Rücktritt von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) von der Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten nominieren CDU und CSU Landwirtschaftsminister Heinrich Lübke (CDU) als neuen Kandidaten.

19.6.1959

Eine scharfe Auseinandersetzung zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard (CDU) bestimmt das tagespolitische Geschehen in der Bundesrepublik. In einem Interview mit der New York Times hatte Adenauer angedeutet, dass er Erhard nicht für einen geeigneten Nachfolger in seinem Amt halte.

17.7.1959

Nach einer Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach hat Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) wegen seiner Entscheidung, auf das Amt des Bundespräsidenten zu verzichten und Kanzler zu bleiben, an Popularität eingebüßt. Während im Mai 48% der Befragten mit seiner Politik einverstanden waren, geht die Zustimmung im Juli auf 43% zurück.

22.8.1959

In einem Schreiben des sowjetischen Partei- und Regierungschefs Nikita S. Chruschtschow an Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) wird die Bundesrepublik vor der Ausrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen gewarnt und zu einer Politik der Entspannung aufgefordert.

31.8.1959

Am Vorabend des 20. Jahrestages des deutschen Angriffs auf Polen wendet sich Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) in einer Rundfunkansprache an das polnische Volk und betont den Willen der Bundesrepublik zu freundschaftlichen Beziehungen.

1.9.1959

Der polnische Ministerpräsident Józef Cyrankiewicz wertet das Freundschaftsangebot von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) vom 31. August als Versuch, einen Keil zwischen Polen und die Sowjetunion zu treiben.

8.9.1959

Nach einer Umfrage des DIVO-Instituts in Frankfurt am Main hat Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard (CDU) Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) in der Gunst der Wähler überholt. Während nur 43% der Befragten eine gute Meinung von Adenauer haben, wird Erhard von 65% positiv beurteilt.

11.9.1959

Die sechs ehemaligen kommunistischen Abgeordneten des 1. Deutschen Bundestages (1949- 1953) fordern in einem offenen Brief an Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier (CDU) und Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU), das 1956 vom Bundesverfassungsgericht erlassene Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) aufzuheben.

20.9.1959

Zum zehnten Jahrestag der Vereidigung der ersten Bundesregierung auf das Grundgesetz spricht Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) in einer Rundfunkrede die Hoffnung aus, dass die Wiedervereinigung Deutschlands im zweiten Jahrzehnt des Bestehens der Bundesrepublik erreicht werden könne.

20.9.1959

Zur Einweihung der neuen Synagoge der jüdischen Gemeinde in Köln hält Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) die Festrede.

5.10.1959

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) spricht sich in einem Interview mit der israelischen Zeitung "Maariv" gegen eine Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Israel aus, da ein solcher Schritt in den arabischen Ländern Verstimmung auslösen würde.

29.10.1959

Der Erste Sekretär der SED, Walter Ulbricht, lädt in Berlin (Ost) Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) zu einem Besuch in die DDR ein. Zur gleichen Zeit solle Ministerpräsident Otto Grotewohl (SED) die Bundesrepublik besuchen. Von der Bundesregierung wird diese Einladung als kommunistisches Propagandamanöver zurückgewiesen.

7.11.1959

Die sechste Kölner Brücke über den Rhein, die Severinsbrücke, wird in Anwesenheit von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) eingeweiht.

17.11.1959

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) trifft zu einem dreitägigen Besuch in London ein, um die jüngsten Meinungsverschiedenheiten mit der britischen Regierung über die Abrüstungspolitik beizulegen.

1.12.1959

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) führt in Paris politische Gespräche mit dem französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle. Einigkeit erzielen die beiden Politiker über die "absolute Notwendigkeit" der NATO (Nordatlantisches Verteidigungsbündnis).

10.12.1959

In Bonn sorgt die Veröffentlichung eines abgehörten Gesprächs zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und Staatssekretär Felix von Eckardt (CDU) für politischen Wirbel. Adenauer hatte über den Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen, Ernst Lemmer (CDU), gesagt, dass er "den Kerl" entlassen würde, wenn dieser nicht Berliner wäre.

25.12.1959

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) fordert in einer Rundfunkrede die Deutschen in der Bundesrepublik auf, ihrer Landsleute in der DDR zu gedenken, die noch immer in der Sklaverei, unter geistigem Druck und in Not und Armut lebten.

29.12.1959

US-Präsident Dwight D. Eisenhower wird vom US-amerikanischen Nachrichtenmagazin "TIME" zum "Mann des Jahres 1959" gewählt. Ihm folgen in der Liste bedeutender Persönlichkeiten Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU), der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und der britische Premierminister Harold Macmillan.

16.1.1960

In einer Rundfunk- und Fernsehansprache wendet sich Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) gegen die antisemitischen Hetzkampagnen der letzten Zeit.

18.1.1960

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) trifft in Bonn mit Nahum Goldmann dem Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses, zusammen, um über die jüngsten antisemitischen Ausschreitungen in der Bundesrepublik zu beraten.

21.1.1960

Ein Hamburger Polizeihauptwachtmeister erstattet gegen Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) Strafanzeige, weil dieser die Bevölkerung aufgefordert hatte, den Urhebern von antisemitischen Aktionen "eine Tracht Prügel zu geben" und damit zu einer strafbaren Handlung aufgefordert habe.

23.1.1960

Der erste Sekretär des Zentralkomitees der SED und Stellvertretende Ministerpräsident der DDR, Walter Ulbricht, schlägt in einem Brief an Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) eine Volksabstimmung über Abrüstung, einen Friedensvertrag und eine Annäherung der deutschen Staaten vor. Der Brief bleibt ohne Antwort.

25.1.1960

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) beendet seinen Staatsbesuch in Italien, der am 20. Januar begonnen hatte. Adenauer wurde auch von Papst Johannes XXIII. im Vatikan empfangen.

2.2.1960

Mit einer Kranzniederlegung auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen ehrt Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus.

12.3.1960

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) trifft zu einem zwölftägigen USA-Besuch in New York ein. Er wird mit US-Präsident Dwight D. Eisenhower, Außenminister Christian A. Herter und UNO-Generalsekretär Dag Hammarskjöld zusammentreffen.

14.3.1960

ln New York kommt es mit dem Gespräch von Ministerpräsident David Ben Gurion und Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) zu einem ersten Zusammentreffen der Regierungschefs von Israel und der Bundesrepublik.

25.3.1960

Nach seinem am 22. März offiziell beendeten USA-Besuch und einem zweitägigen Erholungsurlaub auf Hawaii trifft Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) zu einwöchigen Konsultationen in Japan ein.

1.4.1960

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) beendet eine dreiwöchige Reise in die USA, nach Hawaii und Japan.

7.4.1960

Der Senat von Berlin (West) erklärt sich zu der Durchführung eines Volksentscheids über das Selbstbestimmungsrecht der Stadt bereit, falls die Bundesregierung in Bonn einem entsprechenden Vorschlag von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) folgen sollte.

27.4.1960

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) wird wieder als Kanzlerkandidat seiner Partei nominiert.

10.5.1960

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) empfängt in Bonn Oppositionsführer Erich Ollenhauer (SPD) zu einem Meinungsaustausch über die am 16. Mai beginnende Pariser Gipfelkonferenz.

15.5.1960

Am Vortag der Pariser Gipfelkonferenz trifft Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) mit den Regierungschefs der drei Westmächte zusammen, um die gemeinsamen Positionen, vor allem in der Berlin-Frage, abzustimmen.

13.6.1960

Nach Aussagen von Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard (CDU) ist der im Vorjahr mit Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) entbrannte Streit um die Kanzlernachfolge beigelegt.

25.7.1960

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) unterzeichnet in Bonn den Gesellschaftsvertrag über die Bildung der Deutschland-Fernsehen-GmbH.

28.7.1960

Die thailändische Königin Sirikit und König Rama IX. Bhumibol werden von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) in Bonn empfangen.

29.7.1960

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) trifft auf Schloss Rambouillet bei Paris für zwei Tage mit dem französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle zusammen. Adenauer steht den Vorschlägen de Gaulles für eine deutsch-französische Zweier-Union oder eine supranationale Lösung in Westeuropa skeptisch gegenüber.

2.9.1960

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) trifft während seines Urlaubs in Varese mit dem italienischen Ministerpräsidenten Amintore Fanfani zusammen. Beide Politiker bekräftigen die enge Verbindung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) mit den USA.

27.9.1960

Mit scharfen Angriffen gegen die SPD eröffnet Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) in Bonn den Wahlkampf seiner Partei für die Bundestagswahlen 1961. Er warnt: "Wenn wir nicht wieder die Mehrheit erringen, dann - armes deutsches Volk."

8.10.1960

Michel Debré, der französische Ministerpräsident, beendet einen zweitägigen Staatsbesuch in Bonn. Er konnte in seinen Gesprächen mit Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) keine Einigung über die französischen Vorschläge zu einer Reform der westlichen Verteidigungsallianz (NATO) erzielen.

8.11.1960

Peter Nellen, Bundestagsabgeordneter der CDU, tritt aus seiner Partei aus und wechselt in die SPD-Fraktion. Nellen hatte wiederholt die Außen- und Verteidigungspolitik von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) kritisiert.

25.12.1960

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) warnt in seiner Weihnachtsansprache vor den atheistischen Grundlagen des Kommunismus.

5.1.1961

Der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) wird 85 Jahre alt.

10.1.1961

Vor der CDU-Bundestagsfraktion spricht sich Bundeskanzler Konrad Adenauer für ein besseres Verhältnis zu Polen aus.

22.2.1961

Bundeskanzler Konrad Adenauer hält sich bis zum 23. Februar zu einem Staatsbesuch in London auf. Adenauer und der britische Premierminister Harold Macmillan kommen überein, die Westeuropäische Union (WEU) als Bindeglied zwischen Großbritannien und den Staaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft auszubauen.

28.2.1961

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verurteilt die Gründung der Deutschland Fernsehen GmbH durch Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) als einen Verstoß gegen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

10.4.1961

Wir wünschen, dass in diesem Prozess die volle Wahrheit ans Licht kommt und dass Gerechtigkeit geübt wird", sagt Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) in einer Erklärung im Deutschen Fernsehen zu dem am 11. April in Jerusalem beginnenden Prozess gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann.

18.4.1961

Bundeskanzler Konrad Adenauer kehrt von seinen am 11. April begonnenen Gesprächen mit US-Präsident John F. Kennedy aus Washington zurück. Kennedy hat das Verteidigungsversprechen der Vereinigten Staaten für die Bundesrepublik und Berlin (West) erneuert.

25.4.1961

Bundeskanzler Konrad Adenauer lehnt auf dem Kölner CDU-Parteitag jede nur denkbare Zusammenarbeit mit der SPD ab.

28.4.1961

Mit scharfen Angriffen gegen Bundeskanzler Konrad Adenauer und die CDU verbindet der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten, Willy Brandt, die Bekanntgabe seines Regierungsprogramms in Bonn.

23.5.1961

In seinen Bonner Gesprächen mit Bundeskanzler Konrad Adenauer erklärt der dänische Ministerpräsident Viggo Kampmann die Bereitschaft Dänemarks, der EWG beizutreten - allerdings unter der Voraussetzung, dass sich auch Großbritannien zu diesem Schritt entschließt. Kampmann bleibt bis zum 27. Mai in der Bundesrepublik.

11.6.1961

Das Deutschland-Memorandum des sowjetischen Regierungschefs Nikita Chruschtschow vom 4. Juni wird veröffentlicht. Bundeskanzler Konrad Adenauer lehnt eine Entmilitarisierung Berlins, wie sie Chruschtschow vorschlägt, ab. Auch die drei Westmächte zeigen eine ablehnende Haltung.

16.8.1961

Bundeskanzler Konrad Adenauer empfängt in Bonn den sowjetischen Botschafter Andrei Smirnow. Adenauer erklärt, er werde nichts unternehmen, was die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetunion verschlechtern könne.

18.8.1961

Auf einer Sondersitzung des deutschen Bundestages in Bonn klagen Bundeskanzler Konrad Adenauer, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, und die Sprecher aller Fraktionen die Sowjetunion des Rechtsbruches und den DDR-Staatschef Walter Ulbricht der Verbrechen gegen die Menschlichkeit an.

22.8.1961

Bundeskanzler Konrad Adenauer besucht Berlin und erklärt, die Betonmauer und der Stacheldrahtverhau mitten durch Berlin seien ein Mahnmal für alle Deutsche, die Wiedervereinigung nicht zu vergessen.

1.9.1961

Auf einer Wahlkundgebung der CDU in Hannover fordert Bundeskanzler Konrad Adenauer die Ausrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen.

3.10.1961

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß (CSU) unterstützt in Bonn vorbehaltlos die Kanzlerkandidatur von Konrad Adenauer (CDU). Damit zerschlagen sich die Hoffnungen der FDP auf eine Wende in der Kanzlerfrage bei den Koalitionsverhandlungen. Während des Wahlkampfs hatten die Freien Demokraten angekündigt, nur dann mit der CDU/CSU zu koalieren, wenn der Kanzlerkandidat Ludwig Erhard heiße.

13.10.1961

Eine "übereinstimmende Beurteilung der außenpolitischen Lage im Grundsätzlichen" stellen Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und der Berliner Regierende Bürgermeister Willi Brandt (SPD), bei einer Besprechung in Bonn fest.

17.10.1961

Vor der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gibt Konrad Adenauer seinen Entschluss bekannt, nicht die volle Legislaturperiode Bundeskanzler zu bleiben. Einen genauen Termin für seinen Rücktritt gibt er aber noch nicht bekannt.

7.11.1961

Konrad Adenauer (CDU) wird vom Deutschen Bundestag in Bonn mit 258 gegen 206 Stimmen zum vierten Mal zum Bundeskanzler gewählt.

14.11.1961

Das vierte Kabinett unter Konrad Adenauer wird in Bonn vereidigt.

22.11.1961

Eine friedliche Lösung der Berlin-Krise durch Verhandlungen ist möglich." Dies ist die Übereinstimmung, mit der die am 20. November begonnenen Besprechungen zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer und US-Präsident John F. Kennedy in Washington zu Ende gehen.

29.11.1961

Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard verliest für den erkrankten Bundeskanzler Konrad Adenauer die Regierungserklärung.

6.12.1961

In der Aussprache über die Regierungserklärung des Kabinetts Konrad Adenauer bietet der SPD-Politiker Willy Brandt die Bereitschaft zur Zusammenarbeit der SPD-Fraktion in den grundlegenden Fragen der Deutschland-Politik an.

9.12.1961

Bundeskanzler Konrad Adenauer trifft zu einem Besuch bei dem französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle in Paris ein. Die Berlin-Frage steht im Mittelpunkt der Konsultationen.

24.12.1961

Seinen Wunsch nach einer Sicherung des Weltfriedens bringt Bundeskanzler Konrad Adenauer in seiner Weihnachtsansprache zum Ausdruck.

15.2.1962

Auf ihrem Treffen in Baden-Baden bekräftigen Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle ihren Willen zur künftigen europäischen Einheit.

20.2.1962

Bundeskanzler Konrad Adenauer regt an, die Moskauer Botschaftergespräche über Berlin in eine Ost-West-Außenministerkonferenz einmünden zu lassen.

6.3.1962

Bundeskanzler Konrad Adenauer und der persönliche Vertreter des US-Präsidenten in Berlin, General Lucius D. Clay, treffen sich in Bonn zu einem ausführlichen Gespräch über die aktuelle Situation in Berlin.

7.4.1962

Bundeskanzler Konrad Adenauer und der Ministerpräsident Italiens, Amintore Fanfani, treffen sich in Cadenàbbia am Comer See in Vorbereitung der bevorstehenden Konferenz der Außenminister der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.

17.6.1962

Bundeskanzler Konrad Adenauer appelliert in seiner Rede zum Tag der deutschen Einheit an die Regierung der Sowjetunion für mehr Freiheiten in der DDR.

3.7.1962

Bundeskanzler Konrad Adenauer beginnt einen offiziellen Staatsbesuch im Nachbarland Frankreich, der bis zum 8. Juli dauern wird.

20.7.1962

Nach einer mehrstündigen Unterredung mit Bundeskanzler Konrad Adenauer in Bonn entschließt sich Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß, auf eine Kandidatur zum bayerischen Ministerpräsidenten zu verzichten.

2.8.1962

Der frühere US-amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower weilt zu einem Privatbesuch in Bonn. Am Abend findet ein Treffen mit Bundeskanzler Konrad Adenauer statt.

12.8.1962

Bundeskanzler Konrad Adenauer hält im Deutschen Fernsehen eine Ansprache zum Jahrestag des Mauerbaus in Berlin.

26.8.1962

Der 79. Deutsche Katholikentag (22. 8.-26. 8.) in Hannover, an dem etwa 200 000 Gläubige teilgenommen haben, geht mit einer Botschaft des Papstes und einer Ansprache des Bundeskanzlers Konrad Adenauer auf dem Schützenplatz zu Ende.

28.8.1962

Bundeskanzler Konrad Adenauer bezweifelt in einem Fernsehinterview die Bereitschaft des Premierministers von Großbritannien, Harold Macmillan, sein Land auch in eine politische Union Europas führen zu wollen.

10.10.1962

In einem persönlichen Schreiben an den Bundeskanzler Konrad Adenauer schlägt der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy vor, die Verteidigungsausgaben im Haushalt der Bundesrepublik Deutschland für 1963 um 1,3 Milliarden DM zu erhöhen. Der Bundeskanzler beantwortet dieses Anliegen am 22. Oktober allerdings negativ.

15.11.1962

Bundeskanzler Konrad Adenauer beendet seinen zwei Tage zuvor begonnenen Besuch in den USA mit einem dritten Treffen mit US-Präsident John F. Kennedy. Adenauer betont in einer Pressekonferenz in Washington die Übereinstimmung beider Politiker in der Kuba-Krise.

3.12.1962

Das Parteipräsidium und der Vorsitzende der CDU beauftragen Bundeskanzler Konrad Adenauer, Verhandlungen mit der SPD über die Bildung einer großen Koalition aufzunehmen.

11.12.1962

Bundeskanzler Konrad Adenauer beendet nach rund fünfwöchiger Dauer die durch die "Spiegel"-Affäre entstandene Regierungskrise: Die Koalition der CDU/CSU und der FDP wird wiederhergestellt, sieben Ministerposten werden neu besetzt.

25.12.1962

Bundeskanzler Konrad Adenauer führt in seiner Weihnachtsansprache aus, nur wenn jeder seine staatsbürgerliche Verantwortung erfülle, entstehe eine wirkliche parlamentarische Demokratie.

4.1.1963

In Bonn empfängt Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) den Generalsekretär des Nordatlantikpaktes (NATO), Dirk Uipko Stikker, zu einer Aussprache über die Konzeption der westlichen Verteidigung. Beide stimmen in der Forderung nach einer multilateralen NATO-Atommacht überein.

5.1.1963

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) feiert im Palais Schaumburg in Bonn seinen 87. Geburtstag.

22.1.1963

Während eines Festaktes im Pariser Elysée-Palast unterschreiben der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit.

6.2.1963

In den Mittelpunkt seiner Regierungserklärung vor dem Bonner Bundestag setzt Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) das Bekenntnis zur "engen Zusammenarbeit zwischen dem freien Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika".

4.3.1963

Ein Streit um außenpolitische und Wirtschaftsfragen zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und Wirtschaftsminister Ludwig Erhard (CDU) wird vor der CDU-Fraktionssitzung mit einem demonstrativen Händeschütteln der beiden offiziell beigelegt.

23.4.1963

Die Bundesfraktion der CDU/CSU nominiert mit 159 zu 47 Stimmen bei 19 Enthaltungen Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard (CDU) zum Kanzlerkandidaten als Nachfolger von Konrad Adenauer (CDU).

5.5.1963

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) teilt in einem Brief dem US-Präsidenten John F. Kennedy seine grundsätzliche Zustimmung zu einer multilateralen Atomstreitmacht mit und sagt seine Unterstützung beim Aufbau einer "Polaris"-Flotte von Überwasser-Schiffen zu.

8.6.1963

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) empfängt in Bonn den als "Maschinengewehr Gottes" bekannt gewordenen US-amerikanischen Evangelisten Billy Graham.

10.8.1963

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) empfängt den US-amerikanischen Außenminister Dean Rusk in Bonn zu einem mehrstündigen Gespräch über den Moskauer Atomteststoppvertrag.

14.9.1963

In einer Konferenz, zu der Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) führende Regierungsmitglieder aus Bonn in seinen italienischen Ferienort Cadenabbia gebeten hat, fordert der Kanzler zu einer kompromisslosen Linie gegenüber Washington in Fragen der Ost-West-Entspannungspolitik auf.

16.9.1963

Der scheidende Bundeskanzler Konrad Adenauer trifft zu einem zweitägigen Besuch in Rom ein.

17.9.1963

In Rom empfängt Papst Paul VI. den demnächst ausscheidenden Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer (CDU), zu einer Privataudienz und überreicht ihm den Christusorden.

21.9.1963

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) trifft zu einem zweitägigen Abschiedsbesuch in Paris ein. Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle durchbricht aus diesem Anlass das Protokoll und holt seinen Gast persönlich vom Militärflugplatz Villa-Coublay ab.

27.9.1963

Bei der Eröffnung des Deutschen Bauerntages in Hamburg durch Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) kommt es zu Protesten gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Der Unmut der Bauern richtet sich vor allem gegen die Agrarimporte.

27.9.1963

Bundeskanzler Konrad Adenauer trifft zu einem Abschiedsbesuch in Berlin (West) ein.

5.10.1963

Auf einer Veranstaltung in München, mit der die CSU von dem aus dem Amt ausscheidenden Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) Abschied nimmt, äußert sich der Kanzler skeptisch über Ost-West-Entspannungsbemühungen und spricht sich gegen ökonomische Hilfeleistungen des Westens an die UdSSR aus.

9.10.1963

In der letzten Kabinettssitzung unter dem Vorsitz von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) in Bonn wird beschlossen, den Ständigen Rat des Nordatlantikpaktes (NATO) in Paris um eine grundsätzliche Stellungnahme zu dem Problem des Osthandels zu bitten.

11.10.1963

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) überreicht in Bonn dem Bundespräsidenten Heinrich Lübke (CDU) seine Rücktrittserklärung.

13.10.1963

Mit einer Großkundgebung in der Kölner Messehalle verabschiedet sich die CDU von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) mit überaus begeisterten Ovationen.

15.10.1963

Auf einer Sondersitzung in Bonn verabschiedet der deutsche Bundestag Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) mit einer Laudatio von Bundespräsident Eugen Gerstenmaier (CDU).

17.3.1964

Konrad Adenauer wird in Hannover erneut zum Vorsitzenden des CDU-Parteipräsidiums gewählt.

12.7.1964

Bundeskanzler Ludwig Erhard äußert sich auf dem CSU-Landesparteitag in München zu den jüngsten innenpolitischen Auseinandersetzungen um die Europapolitik der Bundesrepublik Deutschland. Er lehnt die von Altbundeskanzler Konrad Adenauer ins Gespräch gebrachte Zweierunion Deutschland-Frankreich ab und fordert ein enges Verhältnis zu den USA.

8.11.1964

Der deutsche Altbundeskanzler Konrad Adenauer trifft zu einem Besuch in Paris ein, wo er als CDU-Vorsitzender mit Staatspräsident Charles de Gaulle Gespräche über deutsch-französische Unstimmigkeiten führt. Vorausgegangen waren außenpolitische Meinungsverschiedenheiten innerhalb der CDU/CSU.

9.11.1964

Altbundeskanzler Konrad Adenauer widerfährt die Ehre, als erster Deutscher seit 1865 in die französische "Akademie der moralischen und politischen Wissenschaft" aufgenommen zu werden.

21.5.1965

Eine Umfrage ergibt, dass mehr als die Hälfte der bundesdeutschen Bevölkerung Altbundeskanzler Konrad Adenauer im Vergleich mit seinem Amtsnachfolger Ludwig Erhard für den besseren Kanzler hält.

27.9.1965

Bundeskanzler Ludwig Erhard weist den Vorschlag des CDU-Parteivorsitzenden Konrad Adenauer und des CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß ab, die sich für einen Verzicht auf Gerhard Schröder (CDU) als Außenminister und Erich Mende (FDP) als Minister für Gesamtdeutsche Fragen ausgesprochen haben.

21.12.1965

Der Vorsitzende der CDU, Altbundeskanzler Konrad Adenauer, erklärt seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur für den Parteivorsitz.

5.1.1966

In Bonn wird der 90. Geburtstag von Altbundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) mit einer Serie von Veranstaltungen begangen. Oskar Kokoschka hat anlässlich des Geburtstags ein Porträt Adenauers gemalt.

16.2.1966

Der Bundesvorstand der CDU beschließt bei einer Tagung in Bonn, dem Parteitag am 21. März zu empfehlen, Bundeskanzler Ludwig Erhard als Nachfolger Konrad Adenauers zum Parteivorsitzenden und den Fraktionsvorsitzenden Rainer Barzel zu seinem Stellvertreter zu wählen.

1.5.1966

Altbundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) trifft zu einem sechstägigen Besuch in Israel ein. Bei einer Tischrede von Ministerpräsident Levi Eschkol kommt es zu einem Eklat.

6.5.1966

Aus Protest gegen das Vorgehen der Polizei gegen etwa 1000 Studenten, die anlässlich des Israel-Besuchs von Altbundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) protestierten, beschließen die Studenten der Jerusalemer Universität einen dreitägigen Vorlesungsstreik.

15.5.1966

In Anwesenheit von 10 000 Vertriebenen legt Altbundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) in der Nähe des Grenzdurchgangslagers Friedland den Grundstein für eine Gedächtnisstätte zur Erinnerung an das Schicksal von Kriegsgefangenen, Verschollenen und Vertriebenen.

5.1.1967

Der Ex-Bundeskanzler Konrad Adenauer wird 91 Jahre alt.

25.4.1967

Am Rande der Begräbnisfeierlichkeiten für den am 19. April verstorbenen Ex-Bundeskanzler Konrad Adenauer kommt es zu einem Gipfelgespräch zwischen US-Präsident Lyndon B. Johnson, dem britischen Premierminister Harold Wilson und dem französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle.

21.6.1967

Die Staatliche Münze in Karlsruhe bringt eine neue Medaille heraus, auf der die drei Bundeskanzler Konrad Adenauer, Ludwig Erhard und Kurt Georg Kiesinger abgebildet sind.

13.12.1967

Nach achtmonatigen Auseinandersetzungen erhält der 1,5 km lange Boulevard in Berlin (West), der am 26. April nach dem verstorbenen früheren Bundeskanzler Konrad Adenauer benannt wurde, wieder seinen alten Namen "Kaiserdamm".

1.7.1974

Der Pariser Stadtrat weiht zu Ehren des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer den "Place du Chancelier Adenauer" ein.

24.5.1982

Die vor dem Bundeskanzleramt in Bonn aufgestellte Büste des ersten Kanzlers der Bundesrepublik, Konrad Adenauer, wird offiziell der Stadt Bonn übergeben. Das 2 m hohe Kunstwerk stammt von dem Münchner Bildhauer Hubertus von Pilgrim.

5.7.1987

Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und der französische Ministerpräsident Jacques Chirac gedenken in Reims und Colombey-les-deux-Eglises der Aussöhnung zwischen Frankreich und der Bundesrepublik vor 25 Jahren durch Charles de Gaulle und Konrad Adenauer.