Schlagzeilen und Ereignisse zu László Rajk

17.3.1949

Auf dem ersten Kongress der Nationalen Volksfront in Ungarn werden Vizeministerpräsident Mátyás Rákosi zum Präsidenten, Ministerpräsident István Dobi zum Vizepräsidenten und Außenminister László Rajk zum Sekretär der Organisation der Volksfront gewählt.

30.5.1949

Unter dem Vorwurf des "Titoismus" werden führende Mitglieder der ungarischen Kommunistischen Partei - unter ihnen der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister László Rajk verhaftet.

24.9.1949

Der ehemalige ungarische Außenminister László Rajk und zwei seiner Mitangeklagten werden in Budapest zum Tode verurteilt, weil sie als Agenten des US-Geheimdienstes und der jugoslawischen Regierung den Umsturz in Ungarn vorbereitet haben sollen.

15.10.1949

Der frühere ungarische Außenminister László Rajk, der am 24. September wegen "Titoismus" zum Tode verurteilt worden ist, wird hingerichtet.

12.5.1951

Der ungarische Außenminister Gyula Kallai, Nachfolger des 1949 wegen Hochverrats zum Tode verurteilten Laszlo Rajk, tritt zurück. Sein Nachfolger wird Karoly Kiss, Mitglied des Politbüros der Arbeiterpartei und Vorsitzender des Zentralkomitees.

27.3.1956

Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Ungarns gibt eine Erklärung heraus, in der es heißt, eine Überprüfung habe die Unrechtmäßigkeit des Gerichtsverfahrens gegen den früheren ungarischen Außenminister László Rajk ergeben. Rajk war im Jahr 1949 mit anderen in einem Schauprozess wegen angeblicher staatsfeindlicher Handlungen zum Tode verurteilt und hingerichtet worden.

6.10.1956

Auf dem Budapester Zentralfriedhof nimmt die ungarische Regierung an dem Staatsbegräbnis von vier 1949 wegen "Verschwörung und Spionage" hingerichteten Funktionären teil. Unter den posthum Rehabilitierten ist auch der frühere ungarische Innen- und Außenminister László Rajk.

22.4.1985

In Budapest scheitert der Versuch von zwei prominenten Dissidenten - Laszlo Rajk, Sohn des 1949 hingerichteten ungarischen Innenministers gleichen Namens, und Miklos Tamas-Gaspar -, sich als Kandidaten für die Parlamentswahlen im Juni aufstellen zu lassen. Sie verfehlen in ihren Wahlbezirken die Zahl der für die Nominierung notwendigen Stimmen.