Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Maximilian Harden (16)

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26.8.1905

Die von Maximilian Harden herausgegebene Zeitschrift "Die Zukunft" veröffentlicht einen Aufruf des in Deutsch-Südwestafrika kommandierenden Generals Lothar von Trotha: "Innerhalb der deutschen Grenze wird jeder Herero erschossen. Ich nehme keine Weiber und Kinder mehr auf, treibe sie zu ihrem Volk zurück und lasse auf sie schießen."

27.10.1906

Der deutsche Publizist Maximilian Harden bezichtigt in der Zeitschrift "Die Zukunft" den Berliner Stadtkommandanten Kuno Graf von Moltke indirekt der Homosexualität.

27.4.1907

Der deutsche Publizist Maximilian Harden bezichtigt in seiner Wochenschrift "Die Zukunft" während der Eulenburg-Affäre drei Flügeladjutanten von Kaiser Wilhelm II. der Homosexualität.

29.10.1907

Das Berliner Schöffengericht spricht im Beleidigungsprozess des Grafen Kuno von Moltke gegen den Publizisten Maximilian Harden den Angeklagten frei. Harden hatte in seiner Zeitschrift "Zukunft" Moltke "normwidrige sexuelle Empfindungen" vorgeworfen und damit die Eulenburg-Affäre ausgelöst.

3.1.1908

Der Schriftsteller Maximilian Harden wird in Berlin wegen Beleidigung des Stadtkommandanten Kuno Graf von Moltke, dem er homosexuelle Neigungen vorgeworfen hatte, zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.

8.5.1908

Der kranke Philipp Fürst zu Eulenburg und Hertefeld wird in seinem Schloss Liebenberg bei Templin verhaftet und in das Inquisitenspital nach Berlin gebracht. Er steht unter dem Verdacht, während des Prozesses gegen Maximilian Harden einen Meineid geleistet zu haben.

23.5.1908

Im Beleidigungsprozess des Grafen Kuno von Moltke gegen den Journalisten Maximilian Harden wird das Urteil des Reichsgerichts Berlin vom 3. Januar aufgehoben und an die Vorinstanz zurückverwiesen.

18.7.1908

Der in Berlin stattfindende Meineidsprozess gegen den Fürsten Philipp zu Eulenburg und Hertefeld wird wegen der schweren Krankheit des Angeklagten auf unbestimmte Zeit vertagt und nicht mehr aufgenommen. Somit endet der letzte Prozess der Affäre, die Maximilian Harden 1906 ausgelöst hat, ohne Urteil.

20.11.1908

Im neuesten Heft seiner Wochenschrift "Die Zukunft" veröffentlicht Maximilian Harden einen Erlass des Kaisers über das "Hurra"-Rufen der Mannschaften der Flotte.

18.12.1908

Der Schriftsteller Maximilian Harden, Herausgeber der Zeitschrift "Die Zukunft", hält in München eine zweieinhalbstündige Rede, in der er den deutschen Kaiser scharf angreift: Alle gegenwärtigen Schwierigkeiten Deutschlands seien zu Neunzehntel dadurch entstanden, dass Wilhelm II. seit 20 Jahren die Politik führe, sagt Harden. Als positiven Gegensatz zum deutschen Kaiser nennt er den österreichischen Kaiser Franz Joseph I.

20.4.1909

In einem spektakulären Prozess wird der Publizist Maximilian Harden in Berlin wegen übler Nachrede zu einer Geldstrafe verurteilt.

15.6.1909

In Berlin schließen der Publizist Maximilian Harden und der frühere Berliner Stadtkommandant Kuno Graf von Moltke einen Vergleich. Harden, der Moltke öffentlich der Homosexualität bezichtigt hatte und am 20. April wegen übler Nachrede zu einer Geldstrafe verurteilt worden war, erklärt seinen Verzicht auf ein Berufungsverfahren.

10.7.1917

Der Verleger und Publizist Maximilian Harden wird aufgrund des Kriegshilfsgesetzes eingezogen. Seine Zeitschrift "Die Zukunft" ist für die gesamte Dauer des Krieges verboten.

4.11.1918

Drei Tage nach Erscheinen ist das Buch des Publizisten Maximilian Harden "Das Recht soll siegen" mit 20 000 Exemplaren vergriffen.

3.7.1922

Der jüdische Publizist Maximilian Harden wird in Berlin von Rechtsradikalen überfallen und misshandelt.

14.12.1922

Das Schwurgericht am Leipziger Staatsgerichtshof spricht die Urteile gegen die beiden Männer, die den Publizisten Maximilian Harden am 3. Juli überfallen hatten. Die beiden Angeklagten werden wegen schwerer Körperverletzung zu zwei Jahren und neun Monaten bzw. vier Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt.