Schlagzeilen und Ereignisse zu Metin Kaplan

25.3.1999

Der als "Kalif von Köln" bekannte türkische Nationalist Metin Kaplan wird verhaftet und zum Bundesgerichtshof gebracht. Der Generalbundesanwalt verdächtigt den 46-Jährigen der Rädelsführerschaft in einer terroristischen Vereinigung. Nach Bekanntwerden der Festnahme kommt es im Kölner Stadtteil Nippes zu gewalttätigen Demonstrationen. Dabei werden mehrere Polizisten verletzt.

27.5.2003

Düsseldorf: Der als "Kalif von Köln" bekannte Islamistenführer Metin Kaplan wird nach einer Entscheidung des Düsseldorfer Oberlandesgerichts auf freien Fuß gesetzt. Weil ihm in der Türkei politische Verfolgung drohe, dürfe er nicht in seine Heimat ausgeliefert werden. Kaplan, der frühere Anführer der mittlerweile verbotenen Islamistengruppe "Kalifatstaat", hatte bis Ende März 2003 eine vierjährige Haftstrafe wegen eines Mordaufrufs verbüßt.

27.8.2003

Köln: Der als "Kalif von Köln" bekannte Islamistenführer Metin Kaplan darf nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Köln nicht in die Türkei abgeschoben werden. Dort drohe ihm ein nicht rechtsstaatliches Gerichtsverfahren.

26.5.2004

Das Oberverwaltungsgericht in Münster stellt fest, dass gegen die Ausweisung des Islamistenführers Metin Kaplan in die Türkei keine schwer wiegenden Hindernisse vorliegen.

12.10.2004

Der Islamistenführer Metin Kaplan wird in sein Heimatland Türkei abgeschoben.

20.6.2005

Ankara: Der als "Kalif von Köln" bekannt gewordene Metin Kaplan wird vor einem türkischen Gericht wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft verurteilt. Dem Gründer der Organisation "Kalifatstaat" wird vorgeworfen, 1998 einen Terroranschlag auf die türkische Staatsspitze befohlen zu haben. In Deutschland hatte Kaplan eine vierjährige Haftstrafe abgesessen, weil er zur Ermordung eines rivalisierenden Predigers aufgerufen hatte und nach jahrelangem Rechtsstreit im Oktober 2004 aus Deutschland abgeschoben worden.