Schlagzeilen und Ereignisse zu Mevlüt Çavuşoğlu

22.8.2016

Wien/Österreich:
Wegen einer PKK-nahen Demonstration in Wien ruft die Türkei ihren Botschafter in Österreich zurück. Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu (AKP) über die Politik Österreichs: „Sie unterstützen eine Terrororganisation, die die Türkei angreift.“

11.3.2017

Den Haag/Niederlande:
Die niederländische Regierung entzieht dem Flugzeug des türkischen Außenministers Mevlüt Çavuşoğlu (AKP) die Landeerlaubnis. Grund seien „Gefahren für die öffentliche Ordnung und Sicherheit“. Çavuşoğlu plante einen Auftritt vor Landsleuten in Rotterdam, um für das Verfassungsreferendum in der Türkei zu werben. Als Reaktion darauf lässt sich die in Deutschland weilende Familienministerin der Türkei Fatma Betül Sayan Kaya (AKP) per Pkw in die Niederlande fahren, die Rotterdamer Polizei stoppt sie allerdings und besteht auf Kayas Abreise. Diese widersetzt sich bis weit nach Mitternacht der Aufforderung. Während westliche Medien eine gewollte Eskalation durch die Regierung Erdoğan sehen, mutmaßlich um den nationalen Stolz der türkischen Abstimmungsberechtigten zu fördern, weisen AKP-nahe Medien auf Islamophobie, Türkenfeindlichkeit und Tendenzen zum Nationalsozialismus in Europa hin.

12.3.2017

Metz/Frankreich:
Auf der Suche nach dem Ursprung der subjektiv wahrgenommenen Türkenfeindlichkeit in Europa teilt Mevlüt Çavuşoğlu (AKP) seinen aktuellen Kenntnisstand mit „Die Niederlande ist die Hauptstadt des Faschismus.“ Etliche Regierungen in Europa solidarisieren sich daraufhin mit der niederländischen Regierung. Dänemark sagt ein Treffen mit Binali Yıldırım, Ministerpräsident der Türkei, explizit wegen der Aussagen der Regierung Erdoğan über die Niederlande ab. Frankreich jedoch, das auch Çavuşoğlus Auftritt in Metz genehmigte, plant keine Einschränkungen.