Schlagzeilen und Ereignisse zu Miloš Zeman

20.6.1998

Prag: Aus der vorgezogenen Parlamentswahl in der Tschechischen Republik gehen die von Milos Zeman geführten Sozialdemokraten (CSSD) als Gewinner hervor.

8.3.1999

Beim ersten offiziellen Deutschland-Besuch eines tschechischen Regierungschefs seit 1992 vereinbaren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Ministerpräsident Milos Zeman einen endgültigen Schlussstrich unter die Vergangenheit. Das beiderseitige Verhältnis soll nicht mehr durch rechtliche oder finanzielle Fragen belastet werden. Bei den Sudetendeutschen und der Union lösten die Absprachen heftige Proteste aus.

20.2.2002

Prag : Bundesaußenminister Joschka Fischer erklärt nach Gesprächen mit der tschechischen Regierung die Irritationen über jüngste Stellungnahmen des tschechischen Regierungschefs Milos Zeman für ausgeräumt. Zeman hatte mit der Äußerung für Aufsehen gesorgt, die Sudetendeutschen seien die fünfte Kolonne Adolf Hitlers gewesen. Schon am Vortag hatte Zeman Meldungen dementiert, er habe Palästinenserpräsident Jasir Arafat mit Hitler verglichen.

28.2.2002

Berlin : Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sagt endgültig seine für März geplante Prag-Reise ohne Begründung ab. Anlass sind u.a. Äußerungen des tschechischen Ministerpräsidenten Milos Zeman, der die Sudetendeutschen pauschal als fünfte Kolonne Hitlers bezeichnet hatte, diesen Vorwurf aber später relativierte.

19.5.2002

Nürnberg: Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) wirft auf dem Pfingsttreffen den Sudetendeutschen der Bundesregierung Untätigkeit in der Vertriebenenpolitik vor. Wie am Tag zuvor Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) verlangt auch Stoiber die Aufhebung der so genannten Bene -Dekrete, auf deren Grundlage nach dem Zweiten Weltkrieg rund 3 Mio. Sudetendeutsche vertrieben worden waren, stellt dies aber - anders als Schily - in einen Zusammenhang zum geplanten EU-Beitritt Tschechiens. Dessen Premier Milos Zeman verteidigt die Vertreibung mit den Worten: "Sie wollten heim ins Reich".

26.1.2013

Aus der Stichwahl um das Präsidentenamt in der Tschechischen Republik geht der linksgerichtete frühere Ministerpräsident Milos Zeman als deutlicher Sieger hervor.

8.3.2013

Nach seinem Sieg bei der Präsidentenwahl wird Milos Zeman als Staatspräsident der Tschechischen Republik vereidigt.