Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Oskar Lafontaine (44)

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21.1.1976

Zum neuen Oberbürgermeister von Saarbrücken, der Hauptstadt des Saarlandes, wird der 32-Jährige SPD-Politiker Oskar Lafontaine gewählt.

27.4.1980

Bei den Landtagswahlen im Saarland wird die vom Saarbrücker Oberbürgermeister Oskar Lafontaine geführte SPD erstmals stärkste Partei. Die Regierung stellt jedoch weiter eine Koalition aus CDU und FDP. Zum Ministerpräsidenten wird am 23. Mai erneut der CDU-Politiker Werner Zeyer gewählt, der allerdings im ersten Wahlgang überraschend eine Niederlage erleidet.

15.7.1982

Oskar Lafontaine, Mitglied des SPD-Bundesvorstands und Saarbrücker Oberbürgermeister, übt in einem Interview mit der Zeitschrift "Stern" heftige Kritik an Bundeskanzler Helmut Schmidt. Er erklärt außerdem, die SPD müsse die Bonner Regierung verlassen und sich in der Opposition regenerieren.

11.3.1984

Mit dem traditionellen Rundgang der Mitglieder des SED-Politbüros wird in Leipzig die Frühjahrsmesse eröffnet. DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker begrüßt prominente Gäste aus der Bundesrepublik, u.a. den bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (CSU), den Oberbürgermeister von Saarbrücken, Oskar Lafontaine (SPD), und Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff (FDP).

10.3.1985

Bei den Landtagswahlen im Saarland erringt die oppositionelle SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine die absolute Mehrheit. In Berlin (West) verteidigt die bisherige CDU/FDP-Landesregierung ihre Mehrheit.

16.5.1986

Der saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine (SPD) reist zu einem zehntägigen Besuch in die Sowjetunion, wo er eine Partnerschaft zwischen der Grusinischen Sowjetrepublik und dem Saarland vereinbart.

23.10.1987

Am offiziellen Festakt in Berlin (Ost) zur 750-Jahr-Feier der Stadt im Palast der Republik nehmen u.a. der saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine, der Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi und der Bremer Bürgermeister Klaus Wedemeier teil.

6.3.1988

Die SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen wendet sich auf einer Konferenz in Bonn in scharfer Form gegen den Vorschlag des saarländischen Ministerpräsidenten und SPD-Vize-Chefs Oskar Lafontaine, bei Arbeitszeitverkürzungen auf vollen Lohnausgleich zu verzichten.

14.3.1988

In Bonn debattiert der SPD-Vorstand über die umstrittenen Thesen des saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine über die Möglichkeit von Arbeitszeitverkürzungen ohne vollen Lohnausgleich. Lafontaine schränkt seinen Vorschlag auf die Bezieher höherer Einkommen (ab 5000 DM brutto) ein.

18.8.1988

Der saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine (SPD) trifft auf Schloss Hubertusstock am Werbellinsee mit DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker zusammen. Am folgenden Tag hält er vor einem Plenum von Wissenschaftlern und Militärs einen Vortrag zum Thema "Die Gesellschaft der Zukunft".

11.8.1989

Unter dem Titel "Fortschritt 90" stellt die SPD-Programmkommission unter Leitung des saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine ihre Pläne für ein ökologisch orientiertes Steuersystem vor. Wichtigster Punkt ist die Einführung einer sog. Öko-Steuer. Sie soll den Energieverbrauch höher belasten.

28.1.1990

Die SPD unter Oskar Lafontaine baut bei den Landtagswahlen an der Saar mit 54,4% der Stimmen ihre absolute Mehrheit aus.

29.1.1990

Der SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel schlägt den saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine als Kanzlerkandidat seiner Partei für die Bundestagswahlen vor.

21.2.1990

Oskar Lafontaine wird nach seinem Sieg bei der Landtagswahl im Saarland am 28. Januar als Ministerpräsident wiedergewählt. Dem neunköpfigen Kabinett gehören drei Frauen an.

19.3.1990

Der saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine wird vom SPD-Parteivorstand einstimmig zum Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl am 02. Dezember nominiert.

25.4.1990

Der saarländische Ministerpräsident und SPD-Kanzlerkandidat Oskar Lafontaine wird bei einer Wahlkampfveranstaltung in Köln Opfer eines Anschlags.

27.9.1990

Die Sozialdemokraten beider deutschen Staaten vereinigen sich auf ihrem gemeinsamen Parteitag in Berlin (West). Wolfgang Thierse, bisheriger Vorsitzender der Ost-SPD, wird zu einem der Stellvertreter von Parteichef Hans-Jochen Vogel gewählt. Der Parteitag bestätigt am 28. September die Aufstellung von Oskar Lafontaine zum Kanzlerkandidaten der SPD mit 470 von 476 Stimmen.

2.12.1990

Die christlich-liberale Regierungskoalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl gewinnt die ersten gesamtdeutschen Bundestagswahlen. Die SPD unter Kanzlerkandidat Oskar Lafontaine muss sich dagegen mit dem schlechtesten Wahlergebnis seit 1957 abfinden. Die Grünen scheitern überraschend an der Fünf-Prozent-Hürde.

3.12.1990

Der bei den Bundestagswahlen geschlagene SPD-Kanzlerkandidat Oskar Lafontaine lehnt eine entsprechende Aufforderung von Parteichef Hans-Jochen Vogel ab und verzichtet auf seine Bewerbung um das Amt des SPD-Fraktionsvorsitzenden.

16.3.1991

Oskar Lafontaine wird von der SPD des Saarlandes mit 317 der 359 abgegebenen Stimmen erneut zum Landesvorsitzenden der Partei gewählt.

31.5.1992

Der saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine (SPD) weist Vorwürfe zurück, er würde unberechtigt Pension beziehen.

11.6.1992

Ein Misstrauensantrag der Oppositionsparteien CDU und FDP gegen den saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine (SPD) scheitert.

16.1.1993

Mit einem Bericht über angebliche Unterweltkontakte des saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine (SPD) löst "Der Spiegel" die sog. Rotlicht-Affäre aus.

16.11.1995

Auf dem SPD-Bundesparteitag in Mannheim wird der saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine mit 321 von 513 Delegiertenstimmen in einer Kampfabstimmung zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Auf den Amtsinhaber Rudolf Scharping entfallen 190 Stimmen.

2.12.1997

Hannover: Der SPD-Bundesparteitag wählt Oskar Lafontaine erneut zum Parteichef.

5.11.1998

Frankfurt am Main: Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine (SPD) absolviert seinen Antrittsbesuch beim Zentralbankrat der Deutschen Bundesbank. Der Forderung Lafontaines nach einer Zinssenkung folgen die Währungshüter nicht.

10.11.1998

Saarbrücken: Der saarländische Landtag wählten Reinhard Klimmt (SPD) als Nachfolger von Oskar Lafontaine zum Ministerpräsidenten.

11.3.1999

Oskar Lafontaine tritt überraschend sowohl als Bundesfinanzminister wie auch als SPD-Vorsitzender zurück. Bundeskanzler Gerhard Schröder bedauert Lafontaines Schritt, dem am Vortag ein Streit im Kabinett mit Schröder vorausgegangen war, der die "wirtschaftsunfreundliche Politik" von Lafontaine kritisiert hatte. Lafontaine, der auch sein Bundestagmandat aufgeben will, kündigt den völligen Rückzug aus der Politik an.

12.3.1999

Einen Tag nach dem Rücktritt von SPD-Chef und Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine übernimmt Bundeskanzler Gerhard Schröder kommissarisch den Parteivorsitz. Auf einem Sonderparteitag soll Schröder am 12. April zum neuen SPD-Chef gewählt werden, beschließen die Führungsgremien der Sozialdemokraten. Neuer Finanzminister wird der hessische Ministerpräsident Hans Eichel, dessen Amtszeit in Wiesbaden am 7. April endet. Bis dahin leitet Wirtschaftsminister Werner Müller auch das Finanzressort.

14.3.1999

Oskar Lafontaine begründet seinen Rückzug aus der Politik mit Problemen in der Regierung. Vor Journalisten sagt der bisherige SPD-Chef, der Grund seines Rücktritts als Bundesfinanzminister sei das - wie er formulierte - "schlechte Mannschaftsspiel" gewesen, das die Regierung in den letzten Monaten geboten habe.

18.3.1999

Bundespräsident Roman Herzog überreicht dem zurückgetretenen Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine (SPD) seine Entlassungsurkunde.

12.4.1999

Der frühere hessische Ministerpräsident Hans Eichel (SPD) erhält von Bundespräsident Roman Herzog die Ernennungsurkunde zum neuen Bundesfinanzminister. Eichel ist Nachfolger von Oskar Lafontaine (SPD).Vereidigt wird Eichel am 15. April während der Kosovo-Sondersitzung des Bundestages.

1.5.1999

Auf der zentralen Veranstaltung zum 1. Mai in Dortmund verteidigt der DGB-Vorsitzende Dieter Schulte vor rd. 6000 Teilnehmern das Vorgehen der NATO gegen Jugoslawien. Der frühere SPD-Chef und Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine übt daran hingegen vor etwa 12 000 Zuhörern in Saarbrücken heftige Kritik.

3.10.1999

Die "Welt am Sonntag" druckt erste Auszüge aus "Das Herz schlägt links", der politischen Abrechnung des früheren SPD-Chefs Oskar Lafontaine mit der Politik von Bundeskanzler Gerhard Schröder.

9.4.2000

Schiffweiler: 13 Monate nach seinem Rücktritt als SPD-Vorsitzender und Bundesfinanzminister entschuldigt sich Oskar Lafontaine bei der Partei und den Wählern für sein damaliges Verhalten. Er habe manches falsch eingeschätzt und sei an den Wahlniederlagen im Saarland und in anderen Bundesländern mit schuld, sagt Lafontaine auf dem Landesparteitag der saarländischen SPD.

30.8.2004

Der ehemalige SPD-Chef Oskar Lafontaine attackiert in einer Rede bei der Leipziger Montagsdemonstration heftig die Arbeitsmarktreform der rot-grünen Bundesregierung.

24.5.2005

Berlin: Nach jahrelanger Kritik am Kurs der SPD kündigt der ehemalige Parteivorsitzende Oskar Lafontaine an, er werde nach 39 Jahren die SPD verlassen und bei der anstehenden Bundestagswahl ein Bündnis von PDS und der "Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit" unterstützen. Lafontaine war im März 1999 als Bundesfinanzminister und SPD-Chef zurückgetreten.

10.6.2005

Berlin: Der frühere SPD-Vorsitzende Oskar Lafontaine will an der Spitze eines Linksbündnisses aus PDS und der Parteineugründung WASG bei der Bundestagswahl antreten. Er werde vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien beider Parteien im Falle einer Bundestagsneuwahl zusammen mit dem früheren PDS-Chef Gregor Gysi kandidieren.

23.9.2005

Die Bundestagsfraktion der Linkspartei wählt die beiden Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine und Gregor Gysi zu ihren gleichberechtigten Vorsitzenden.

25.5.2008

Linke stellt Weichen für Bundestagswahl:
Die Partei »Die Linke« bestätigt auf ihrem Bundesparteitag in Cottbus ihr Führungsduo Oskar Lafontaine und Lothar Bisky im Amt und verabschiedet einen Leitantrag mit der Forderung nach einem Investitionsprogramm mit einem Volumen von 50 Mrd. €.

9.8.2008

Lafontaine tritt im Saarland als Spitzenkandidat an:
Die Linkspartei nominiert auf einem Landesparteitag in Neunkirchen ihren Bundesvorsitzenden Oskar Lafontaine als Spitzenkandidaten für die saarländische Landtagswahl im Jahr 2009.

17.11.2009

Der Vorsitzende der Partei »Die Linke«, Oskar Lafontaine, macht seine Krebserkrankung bekannt. Er will zu Beginn des Jahres 2010 entscheiden, wie es mit seiner politischen Arbeit weitergeht.

15.1.2010

Der Machtkampf in der Linkspartei endet mit dem Rückzug von Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch. Nach Vorwürfen, er habe gegen den erkrankten Parteichef Oskar Lafontaine intrigiert, verzichtet er auf eine Wiederwahl.

23.1.2010

Linke-Parteichef Oskar Lafontaine zieht sich wegen seiner Krebserkrankung aus der Bundespolitik zurück. Er werde nicht mehr für den Vorsitz kandidieren und auch sein Bundestagsmandat abgeben, erklärt Lafontaine.